vorhandene Umweltinformationen im Zusammenhang mit den derzeit anhängigen Verfahren aus der Sitzung des Naturschutzbeirats vom 18.6.26 (https://ris.wuppertal.de/si0057.asp?__ksinr=24815)
* „Crosstriathlon Burgholz“ (TOP 5.1)
* „Landessternritt“ (TOP 5.4)
Mein Interesse richtet sich insbesondere auf die naturschutzfachliche Prüfung der Anträge sowie die der Entscheidung zugrunde liegenden Bewertungsmaßstäbe.
Ich bitte daher insbesondere um Zugang zu
1. den jeweiligen Antragsunterlagen einschließlich Anlagen, Karten und Lageplänen,
2. nachgereichten oder ergänzenden Unterlagen der Antragsteller,
3. naturschutzfachlichen Bewertungen und fachlichen Stellungnahmen,
4. Unterlagen zur Prüfung der Voraussetzungen des § 67 BNatSchG,
5. Unterlagen zu Alternativen sowie zu Vermeidungs-, Minderungs-, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen,
6. artenschutzrechtlichen Bewertungen und Prüfungen,
7. Unterlagen zu FFH-, Biotop-, Landschaftsschutz- oder sonstigen Schutzgebietsbelangen,
8. den im Verfahren vorgesehenen Auflagen und Nebenbestimmungen,
9. Stellungnahmen beteiligter Behörden, Fachstellen und anerkannter Naturschutzvereinigungen.
Soweit einzelne Informationen nicht zugänglich gemacht werden können, bitte ich um teilweise Zugänglichmachung der übrigen Informationen unter Schwärzung der betroffenen Passagen sowie um eine nachvollziehbare Begründung der jeweiligen Ablehnungsgründe unter Benennung der zugrunde liegenden Rechtsvorschriften.
Ich bitte um Übersendung der Unterlagen in elektronischer Form.
Zikaden ernähren sich mit Hilfe ihrer Saugrüssel von Pflanzensäften und eignen sich durch ihre spezifischen Lebensraumansprüche besonders als Indikatortiere für naturschutzfachliche Bewertungen. In Deutschland kommen 635 etablierte Zikadenarten vor, wobei 11 Arten eingeschleppt wurden, vor allem durch den internationalen Pflanzenhandel. Extensiv beweidete Flächen fördern die Artenvielfalt. Auf Flächen mit wenigen grasenden Rindern können besonders viele Zikadenarten in hoher Zahl gefunden werden. Diese sind wiederum eine wichtige Nahrungsgrundlage für Spinnen, Ameisen und vor allem die bestandsgefährdeten Vogelarten des Offenlandes. Etwa 37 % der einheimischen Zikadenarten sind bestandsgefährdet oder bereits ausgestorben. Ungefähr ein Drittel der bestandsgefährdeten Arten ist sogar direkt vom Aussterben bedroht. 44 % der Zikadenarten werden derzeit noch als ungefährdet eingestuft. Der Rest gilt als extrem selten (2 %), steht auf der Vorwarnliste (11 %) oder konnte aufgrund unzureichender Datenlage nicht eingestuft werden (6 %). Unter den verhältnismäßig vielen vom Aussterben bedrohten Zikadenarten befinden sich viele Bewohner von gefährdeten Lebensräumen wie extensiven Rinderweiden, Verlandungszonen nährstoffarmer Gewässer, alpine Flussschottern und anderen Lebensräumen, die durch intensive Landnutzung zurückgehen. Deutschland hat eine besondere Verantwortlichkeit für die weltweite Erhaltung von 43 Zikadenarten. Dazu gehören beispielsweise die Kyffhäuserzikade und die Holsteiner Moorzirpe, die bisher ausschließlich in Deutschland nachgewiesen sind. (Stand 30. Juni 2015) Nickel, H.; Achtziger, R.; Biedermann, R.; Bückle, C.; Deutschmann, U.; Niedringhaus, R.; Remane, R.; Walter, S. & Witsack, W. (2016): Rote Liste und Gesamtartenliste der Zikaden (Hemiptera: Auchenorrhyncha) Deutschlands. – In: Gruttke, H.; Balzer, S.; Binot-Hafke, M.; Haupt, H.; Hofbauer, N.; Ludwig, G.; Matzke-Hajek, G. & Ries, M. (Red.): Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands, Band 4: Wirbellose Tiere (Teil 2). – Münster (Landwirtschaftsverlag). – Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (4): 249–298. Die aktuellen Rote-Liste-Daten sind auch als Download verfügbar.
Stellungnahmen zu Planungen, Gutachten, Berichten und Vorhabensanträgen hinsichtlich der naturschutzfachlichen sowie landschaftsästhetischen Bewertung des Einflusses von Vorhaben auf Flora, Fauna und Lebensräume und damit den Schutzzweck des Bioshärenreservates Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft.
Die Vorhaben umfassen i.w. die Bereiche Wasserwirtschaft, Fischerei, Verkehrs- und Bergbau, Siedlungs- und Tourismusentwicklung, Forst- und Landwirtschaft, Artenschutz.