Das Amphibien- und Reptilienkataster wird als shape-Datei erfasst und verwaltet. In dieser Datengrundlage werden alle Meldungen über Reptilien und Amphibien in Form von Messtischblattquadranten (6x6km) dargestellt. Hier kann die vorkommende Art, der Kartierer und das Jahr der Erfassung ermittelt werden. Bei Fragen und Interesse bitte an die Naturschutzstation in Linum wenden. Das Amphibien- und Reptilienkataster wird als shape-Datei erfasst und verwaltet. In dieser Datengrundlage werden alle Meldungen über Reptilien und Amphibien in Form von Messtischblattquadranten (6x6km) dargestellt. Hier kann die vorkommende Art, der Kartierer und das Jahr der Erfassung ermittelt werden. Bei Fragen und Interesse bitte an die Naturschutzstation in Linum wenden.
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt hat im Zusammenhang mit dem Aufbau der energieökologischen Modellstadt Ostritz-St. Marienthal mehrere Vorhaben finanziell gefördert. Dazu gehören u.a.: - Aufbau des Zentrums Mensch-Umwelt-Kultur; - Anlage eines Umwelt- und Lehrgartens; - Aufbau der Naturschutzstation Neißetal; - Dauerausstellung 'ENERGIE-WERK-STAD(T)T'; - Projekt 'Nachhaltiger Tourismus in der Region Ostritz-St. Marienthal'. Bei all den genannten Vorhaben ging es auch um Belange der Umweltbildung und der Umweltkommunikation. In diesem Zusammenhang wurden wichtige Erkenntnisse gewonnen, die nun einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht werden sollten. Deshalb war geplant, in der Schriftenreihe des Internationalen Begegnungszentrums St. Marienthal einen weiteren Band herauszugeben, der den Titel trägt: St. Marienthal: Aufbruch in die Zukunft. Der Band hat einen Umfang von 178 Seiten und enthält ca. 100 Abbildungen. Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden: Die einzelnen Beiträge des Bandes wurden von verschiedenen Personen ehrenamtlich erstellt. Mit diesem Band zur Vermittlung von Erfahrungen und neuen Erkenntnissen von Umweltkommunikation und Umweltbildung wird ein breites Publikum angesprochen. Der Band richtet sich ganz bewusst nicht nur an Umweltpädagoginnen und Umweltpädagogen. Will Umweltkommunikation und Umweltbildung erfolgreich sein, müssen künftig zwangsläufig neue gesellschaftliche Gruppen für ökologische Fragestellungen interessiert werden. Um bei diesen Gruppen Interesse an dem Band zu wecken, wurden außer Umweltthemen weitere Themenbereiche aufgenommen, von denen zu erwarten ist, dass sie ein breites Publikum ansprechen. Die Verbreitung des Bandes wird aber auch bei den mehr als 20 Umweltbildungs-Veranstaltungen jährlich, die im IBZ stattfinden, gezielt an Multiplikatoren weitergegeben. Fazit: Das Projekt wurde wie beantragt durchgeführt. Druck und Gestaltung des Bandes sind gut gelungen. Über 500 Exemplare des Bandes wurden bereits kostenlos verteilt. Wichtige Ziele des Projekts wurden bereits erreicht.
Das Amphibien- und Reptilienkataster wird als shape-Datei erfasst und verwaltet. In dieser Datengrundlage werden alle Meldungen über Reptilien und Amphibien in Form von Minutenrastern (1,2 x 1,6km) dargestellt. Hier kann die vorkommende Art, der Kartierer und das Jahr der Erfassung ermittelt werden. Bei Fragen und Interesse bitte an die Naturschutzstation in Linum wenden. Das Amphibien- und Reptilienkataster wird als shape-Datei erfasst und verwaltet. In dieser Datengrundlage werden alle Meldungen über Reptilien und Amphibien in Form von Minutenrastern (1,2 x 1,6km) dargestellt. Hier kann die vorkommende Art, der Kartierer und das Jahr der Erfassung ermittelt werden. Bei Fragen und Interesse bitte an die Naturschutzstation in Linum wenden.
Hier finden Sie Projekte und Aktionen rund ums Wasser, die zum Mitmachen und Nachahmen einladen. Wasser bildet Netzwerke Am 19.05.2011 gründeten Berliner Akteure aus der außerschulischen Umweltbildung, den Schulen und Jugendeinrichtungen, der Bildung für nachhaltige Entwicklung, den Verbänden und Vereinen sowie der Bezirks- und Senatsverwaltung ein gewässerpädagogisches Netzwerk. Gewässerpädagogisches Netzwerk Die erste Veranstaltung mit rund 50 Teilnehmern setzte ihren Schwerpunkt auf Partnerschaften für die Panke und die Vernetzung in Berlin. In den Workshops wurden vielfältige Projektideen vorgestellt und neue Allianzen geschmiedet. Seitdem werden jährlich an wechselnden Standorten Netzwerktreffen für Pädagogen und andere Interessierte veranstaltet. Im Netzwerk werden über den Newsletter „Flaschenpost“ regelmäßig Neuigkeiten rund um das Thema “Gewässerpädagogik“ mit Schwerpunkt Berlin ausgetauscht. Sie würden gern diesen Newsletter erhalten oder Sie möchten Teil des Netzwerkes werden? Dann senden Sie bitte eine E-Mail an harry.funk@senbjf.berlin.de. Ökowerk Das Ökowerk Berlin am Teufelssee ist ein idyllisch mitten im Grunewald gelegenes Naturschutzzentrum. Neben einem vielfältigen Programm für alle Altersklassen bietet es mit dem Infozentrum ‘WASSERLEBEN’ eine Fundgrube für Wissenswertes rund ums Wasser – von der Trinkwasserförderung bis zur Bedeutung als Lebensraum. Wassermuseum Das Wassermuseum lädt Kinder ein, in spielerischer Form mit Wasserspielstationen und Experimenten Wasser und seine erstaunliche Eigenschaften zu entdecken. Berliner Wasserbetriebe Auf der Seite www.klasse-wasser.de können Kids sich virtuell im Wasser tummeln: viele Infos und Spiele, Kopiervorlagen zum Downloaden etc. Es gibt viel zu tun, aber was? Oft macht sich Ratlosigkeit breit, wenn man selbst etwas Sinnvolles zum Schutz unserer Seen, Bäche und Flüsse beitragen möchte. Hier wird von beispielhaften Aktionen zum Gewässerschutz, durchgeführt von Vereinen, Verbänden, Schulen und Einzelpersonen berichtet. Lassen Sie sich inspirieren! Youth Network for River Action Das Netzwerk ruft Jugendliche in ganz Europa auf, sich für Wasser einzusetzen und organisiert Aktionen zum Schutz des Trinkwassers, der Flüsse, Seen und Feuchgebiete – unter anderem die Big Jump Challenge. Sie möchten gern unmittelbar etwas für das Gewässer vor Ihrer Haustür tun? Das freut uns! Wir suchen z. B. für Panke, Wuhle, Tegeler Fließ und Erpe Bachpaten, die so oft wie möglich nach dem Rechten sehen, d.h. Müllablagerungen melden, die Entwicklung der Tier- und Pflanzenwelt beobachten, andere über das Gewässer informieren u.v.m.. Die ersten Bachpatenschaften wurden im Herbst 2010 für die Panke geschlossen: Eine Schule und ein Jugendzentrum haben seither die Pankeabschnitte im Schlosspark Niederschönhausen und im Bürgerpark in Betreuung. Im November 2013 hat der 1. FC Union die Patenschaft für einen Abschnitt der Wuhle übernommen. Die Patenschaft wird mit einem Bachpatenvertrag geschlossen. Wenn Sie als Bürgerin/Bürger oder als Lehrerin/Lehrer, Naturschützerin/Naturschützer oder aktiv werden möchten, kontaktieren Sie uns! (Kontakt zu leonie.goll@senmvku.berlin.de ) “Gerade war gestern” ist ein interaktives Computerspiel , mit dem eine ökologisch sinnvolle Umgestaltung von Fließgewässern am Beispiel der Panke durchgespielt werden kann. Eine Libelle begleitet dabei den Spieler zu neun Standorten – von der Stadtgrenze in Buch bis zur Mündung in Berlin Mitte – erklärt die Situation und schlägt Lösungen vor. Das Spiel kann von Menschen ab 10 Jahren genutzt werden und steht Ihnen kostenlos zur Verfügung.
Diepholz / Dümmer. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz empfing im Oktober eine Delegation von Umweltexperten und Naturschützern aus dem Senegal. An der Naturschutzstation am Dümmer tauschten sich die Experten unter anderen über bewährte Verfahren im Bereich Feuchtgebietsmanagement und Erhaltung der biologischen Vielfalt aus. Der Besuch war Teil einer laufenden Zusammenarbeit zwischen dem EU-Projekt „LIFE IP GrassBirdHabitats“, der senegalesischen Universität Gaston Berger (UGB) und der NGO Nature Communautés Développement (NCD) Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz empfing im Oktober eine Delegation von Umweltexperten und Naturschützern aus dem Senegal. An der Naturschutzstation am Dümmer tauschten sich die Experten unter anderen über bewährte Verfahren im Bereich Feuchtgebietsmanagement und Erhaltung der biologischen Vielfalt aus. Der Besuch war Teil einer laufenden Zusammenarbeit zwischen dem EU-Projekt „LIFE IP GrassBirdHabitats“, der senegalesischen Universität Gaston Berger (UGB) und der NGO Nature Communautés Développement (NCD) „Während viele Zugvögel bereits im Senegal und anderen westafrikanischen Gebieten angekommen sind, schauten sich unsere senegalesischen Besucher an, wo Uferschnepfen und andere Wiesenvogelarten zwischen März und Juni zu Hause sind“, berichtet Heinrich Belting, Projektleiter von LIFE IP GrassBirdHabitats von dem Treffen. „Dabei nutzen wir die Möglichkeit, um uns über Hydrologie, Lebensraummanagement und den Schutz von Zugvögeln auszutauschen“, so Belting. Die senegalesischen Besucher stellten hierbei ihre umfangreichen Erfahrungen im Wassermanagement im Senegal-Flussdelta und im Djoudj-Nationalpark (Parc National des Oiseaux du Djoudj - PNOD) vor. Der Park ist ein UNESCO-Weltnaturerbe und für seine reiche Vogelvielfalt bekannt. Sie berichteten auch über den aktuellen Stand des Mbawar-Projekts, einem gemeinsamen Projekt zur Sanierung des großen Feuchtgebiets Mbawar in der Nähe des PNOD. Der Austausch bot beiden Seiten die Gelegenheit, innovative Ansätze zur Wiederherstellung von Lebensräumen, zum Schutz von Zugvögeln und zu den Herausforderungen des Klimawandels zu diskutieren. „Wir teilen uns das Zuhause der Wiesenvögel – darum hat der Austausch auch gezeigt, wie wichtig die internationale Zusammenarbeit ist, um ökologisch sensible Ökosysteme entlang der atlantischen Zugroute zu erhalten“, betont Belting. Hintergrundinformation zum LIFE IP Projekt „GrassBirdHabitats“ (LIFE19 IPE/DE/000004) Hintergrundinformation zum LIFE IP Projekt „GrassBirdHabitats“ (LIFE19 IPE/DE/000004) Der Schutz von Wiesenvögeln wie Uferschnepfe, Kiebitz und Brachvogel und deren Lebensräumen stehen im Fokus des von der Europäischen Union im Rahmen des LIFE-Programms geförderten Projekts. Ziel ist es, ein strategisches Schutzkonzept für Wiesenvogellebensräume in Westeuropa zu entwickeln, um Aktivitäten zu vernetzen und gezielte Schutzmaßnahmen abzustimmen. In Niedersachsen werden hierfür in 27 Projektgebieten, wie beispielweise am Dümmer, der Unterelbe oder der Hunteniederung, wiesenvogelfreundliche Maßnahmen umgesetzt. Hier gilt es beispielsweise, die Flächennutzung zu extensivieren und die Wasserstände zu optimieren. Das Gesamtbudget des über zehn Jahre laufenden Projekts beträgt rund 27 Millionen Euro, davon 12 Millionen als Anteil des Landes Niedersachsen. Das Niedersächsische Umweltministerium als Projektträger hat die Staatliche Vogelschutzwarte im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit der Umsetzung des Projekts beauftragt. Partner in Niedersachsen sind die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und das Büro BioConsultOS. Projektpartner in den Niederlanden sind die Provinz Friesland, die Universität Groningen sowie die landwirtschaftliche Kooperative Collectief Súdwestkust (SWK) und der Naturschutzverband BondFrieseVogelWachten (BFVW). Im Rahmen des Projektes werden über 40 Arbeitsplätze der einzelnen Projektpartner finanziert.
Dialogprozess „Schulterschluss Artenvielfalt Rheinland-Pfalz“ erfolgreich abgeschlossen – Umsetzung startet Der im April 2023 auf Initiative der Naturschutz- und Landwirtschaftsverbände gestartete Dialogprozess „Schulterschluss Artenvielfalt Rheinland-Pfalz“ ist erfolgreich abgeschlossen. Umweltministerin Katrin Eder und Landwirtschaftsministerin Daniela Schmitt haben gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Landwirtschaft und Umweltschutz eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Eine starke Landwirtschaft und ein starker Naturschutz gehen dabei Hand in Hand. Dazu gehört insbesondere der Aufbau regionaler Kooperationsnetzwerke, die konkrete Maßnahmen erarbeiten und umsetzen. Landwirtschaftsministerin Schmitt und Umweltministerin Eder zeigten sich erfreut über das Ergebnis: „Der Prozess hat gezeigt, dass Naturschutz und Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz an einem Strang ziehen. Mit dem Schulterschluss ist es gelungen, tragfähige Lösungen zu finden, die die Biodiversität sichern und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit unserer landwirtschaftlichen Betriebe stärken“, erklärten die beiden Ministerinnen. Im Mittelpunkt des Dialogprozesses stand die Entwicklung praxisnaher Strategien für den Erhalt der Artenvielfalt sowie die Stärkung einer zukunftsfesten Agrarwirtschaft. In zahlreichen Arbeitstreffen der Arbeitsgruppen wurden Themen wie beispielsweise Bildung und Beratung, landwirtschaftliche Produktion, Naturschutzmaßnahmen, Grünlandschutz oder etwa Wasser intensiv bearbeitet. Die daraus resultierenden Empfehlungen werden nun schrittweise umgesetzt. Ein zentrales Ergebnis ist die Einrichtung eines dauerhaften Kooperationsforums (Forum Schulterschluss Artenvielfalt), das den Austausch zwischen Landwirtschaft und Naturschutz auf Augenhöhe fortführen und die Umsetzung der Maßnahmen begleiten soll. „Solche Kooperationen sind ein Gewinn für beide Seiten. Sie schaffen eine Grundlage für Vertrauen und Zusammenarbeit. Gerade in Zeiten, in denen wir ein großes Artensterben beklagen, schaffen wir hier wertvolle Lebensräume für viele Tiere und Pflanzen. Stabile Ökosysteme bedeuten gesündere Böden, bessere Bestäubung und damit langfristig den Erhalt wichtiger Natur- und Kulturlandschaften“, betonte Umweltministerin Katrin Eder . Landwirtschaftsministerin Daniela Schmitt ergänzte: „Ich begrüße die Kooperation ausdrücklich. Sie ist ein wichtiger Schritt, um eine zukunftsfeste, ökonomisch tragfähige Landwirtschaft sowie den Erhalt der Artenvielfalt weiter zu stärken – denn beides geht Hand in Hand. So bedeutet beispielsweise eine digital und präzise gesteuerte, bedarfsorientierte Ausbringung von Produktionsmitteln mit ressourcenschonender Applikationstechnik zum einen mehr Effizienz für den Landwirt sowie gleichzeitig einen höheren Umwelt- und Artenschutz. Auch an solchen Lösungen wird das neue Kooperationsforum weiter arbeiten und dabei auch die Vereinfachung von Verfahrensabläufen im Sinne einer Entbürokratisierung für Landwirte sowie die Verwaltung im Blick haben.“ „Der zunehmende Verlust der biologischen Vielfalt ist besorgniserregend und erfordert entschiedenes Handeln, auch hier bei uns. Um die Artenvielfalt unserer Kulturlandschaften zu fördern und gleichzeitig landwirtschaftliche Betriebe einzubinden und ökonomisch abzusichern, braucht es aber eine starke Allianz. Nun haben wir gemeinsam die Chance zu zeigen, dass man mit Kooperation in der Fläche mehr erreichen kann, als mit Konfrontation und welche Wirkung der Schulterschluss Artenvielfalt für Mensch und Natur in Zukunft entfalten kann“, fasste Cosima Lindemann , Vorsitzende des NABU Landesverbandes Rheinland-Pfalz e. V. die Herausforderungen für die Zukunft zusammen. Eberhard Hartelt , Präsident des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Pfalz Süd e. V. stimmte zu und ergänzte: „Der Schulterschluss Artenvielfalt ist kein Kompromiss, sondern Konsens, der den kooperativen Ansatz als einzig zielführenden Weg zur Förderung des Zusammenwirkens von Landwirtschaft mit Natur- und Umweltschutz anerkennt. Jetzt braucht es finanziell attraktive Maßnahmen, bei denen sich eine Teilnahme für die Landwirte und Winzer nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch lohnt. Eine halbherzige Umsetzung, die zu mangelnder Beteiligung führt, um dann doch ordnungsrechtlich, statt freiwillig und anreizbezogen vorzugehen, darf es nicht geben.“ Sein Kollege Marco Weber , Präsident des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Nassau e. V., pflichtete ihm bei: „Landwirtschaft und Weinbau geben einen Vertrauensvorschuss, in der Hoffnung auf eine positive Entwicklung zwischen allen Akteuren. Wir werden genau beobachten und die Ergebnisse evaluieren. Die Bereitschaft am Schulterschluss Artenvielfalt aktiver Teil zu sein, ist natürlich auch daran gekoppelt, dass das Land Rheinland-Pfalz finanziell alle Möglichkeiten zur Verfügung stellt: Denn letztlich sind die Bauern und Winzer diejenigen, die in Vorleistung treten und ihre Arbeit auch angemessen honoriert bekommen müssen.“ Diesen Punkt unterstützte auch Sabine Yacoub , Vorsitzende des BUND Landesverbandes Rheinland-Pfalz e. V.: „Der Schutz der biologischen Vielfalt in unserer Kulturlandschaft gelingt nur mit Bewirtschaftung. Naturschutz kann hier nur gemeinsam mit Bäuerinnen und Bauern gelingen. Deshalb sind der Dialog und die enge Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft für den Naturschutz so entscheidend. Klar ist auch: Naturschutz in der Agrarlandschaft wird nur dann dauerhaft erfolgreich sein, wenn Leistungen für die Artenvielfalt fair honoriert werden und sich gut in den Betriebsalltag der Landwirtinnen und Landwirte integrieren lassen. Mit dem Schulterschluss Artenvielfalt haben wir Strukturen und Maßnahmen entwickelt, die genau das ermöglichen sollen.“ Dass dies funktionieren kann, unterstrich Regino Esch , Vorsitzender der Arbeitsgruppe Ökologischer Landbau Rheinland-Pfalz / Saarland e. V.: „Landwirtschaft und Naturschutz müssen kein Gegensatz sein – im Gegenteil, sie können sich sinnvoll ergänzen. Der Ökolandbau macht dies seit vielen Jahren vor. Er verbindet Ernährungssicherung mit produktionsintegrierten Leistungen für die Biodiversität und zeigt auf seinen Flächen ganz konkret, wie Artenvielfalt und Bewirtschaftung zusammengehen können. Diese Stärken möchten wir weiter ausbauen und in die Breite tragen.“ „Mit dem Ziel, über freiwillige Kooperationsmaßnahmen die Wirksamkeit von Umweltmaßnahmen zu erhöhen und die angemessene Entlohnung der Landwirte zu sichern, sind wir auf einem richtigen Weg“, ist sich Michael Horper , Präsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz sicher und richtete den Fokus noch auf weitere Aspekte: „Als Präsident der Landwirtschaftskammer ist mir dabei die Weiterentwicklung einer effizienten Beratung und Betreuung der wirtschaftenden Betriebe besonders wichtig. Dies muss einhergehen mit einem Abbau bürokratischer Hemmnisse.“ Peter Keller , Vertreter des Beirats für Naturschutz beim MKUEM und Mitglied der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz e.V. (GNOR) fasste die Erfolge des Prozesses zusammen: „Beim Dialogprozess Artenvielfalt haben wir über drei Jahre auf Augenhöhe miteinander gestritten, kontrovers diskutiert und nach gemeinsamen Lösungen gerungen. In der Lenkungsgruppe, den verschiedenen Arbeitsgruppen und letztlich in den beiden Fach-Foren ging es immer um die Suche nach konstruktiven Lösungen. Das haben wir erreicht.“ „Unser Ziel ist klar: Wir wollen gemeinsam Lösungen entwickeln, die Natur und Landwirtschaft stärken – für zukunftsfähige Höfe, lebendige Kulturlandschaften und eine Gesellschaft, die von beidem profitiert“, waren sich die Vertreterinnen und Vertreter der Verbände und der Ministerien einig. Mit dem Start der Umsetzungsphase beginnt eine neue Etappe in der Partnerschaft zwischen Landwirtschaft und Naturschutz. Beide Ministerien, aber auch alle beteiligten Verbände werden den Prozess weiter begleiten. Bereits jetzt fördert das Land im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), umweltwirksame Maßnahmen mit rund 104 Millionen Euro pro Jahr – in einem Mix aus EU-, Bundes- und Landesmitteln. Parallel dazu werden derzeit im Zuge des Etablierungsprozesses der Naturschutzstationen Rheinland-Pfalz Mittel in Höhe von rund 600.000 Euro pro Jahr bereitgestellt. Zudem wird das Land sich dafür einsetzen, im Rahmen der Weiterentwicklung der GAP ab 2028 weitere Finanzmittel mit Blick auf den Schulterschluss Artenvielfalt Rheinland-Pfalz bereitzustellen. Die Kooperationsvereinbarung finden Sie unter https://s.rlp.de/schulterschlussartenvielfalt
Die Förderung der biologischen Vielfalt in Berlin ist ein gemeinschaftliches Unterfangen, das ohne das Engagement vieler haupt- und ehrenamtlicher Unterstützerinnen und Unterstützer nicht möglich wäre. Bürgerinnen und Bürger tragen durch lokale Projekte zur Stadtnatur und zum sozialen Zusammenhalt bei, indem sie sich in über 200 Gemeinschaftsgärten engagieren, ihre Gärten naturnah gestalten, sich an Umweltinitiativen beteiligen und an Citizen Science-Projekten teilnehmen. Auch Berliner Unternehmen ergreifen Maßnahmen zur Stärkung der Biodiversität an ihren Standorten, sei es in Höfen, Vorgärten oder auf Dächern. So haben die Berliner Wasserbetriebe bei der Umgestaltung der Oberflächenwasseraufbereitungsanlage Tegel gezeigt, dass auch technische Infrastrukturen zur biologischen Vielfalt beitragen können. Wohnungsbaugenossenschaften und -gesellschaften besitzen ebenfalls große Flächenreserven und engagieren sich zunehmend. Häufig werden zusammen mit Mieterinnen und Mietern Innenhöfe und Vorgärten nach den Bedürfnissen von Schmetterlingen, Igeln und Co aufgewertet, wie bei der Märkischen Scholle in Tempelhof. Umweltverbände leisten ebenfalls einen erheblichen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung. Die Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz (BLN) koordiniert Stellungnahmen ihrer Mitgliedsverbände zu verschiedenen Umweltfragen und beauftragt Gutachten. Diese Verbände führen eigene Projekte durch, beraten die Bevölkerung, organisieren Veranstaltungen und pflegen Biotope. Wissenschaftliche Einrichtungen in Berlin unterstützen durch Monitoringprogramme und Forschungsprojekte, oft in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern. Diese Forschung hilft, ökologische Veränderungen zu erkennen und Schutzmaßnahmen zu entwickeln. Die Stiftung Naturschutz Berlin ist eine zentrale Organisation an der Schnittstelle zwischen Zivilgesellschaft und Verwaltung und erfasst den Zustand der Natur, plant und setzt Maßnahmen um und organisiert Fortbildungen. Sie spricht die gesamte Stadtgesellschaft durch Veranstaltungen, Informationsportale und Umweltbildung an. Ein deutschlandweit einmaliges Projekt sind beispielsweise die Berliner Stadtnatur-Rangerinnen und -Ranger, die in allen zwölf Bezirken unterwegs sind. Sie vermitteln zwischen Mensch und Natur, erforschen, dokumentieren und pflegen die spezielle Artenvielfalt in der Stadt. Zudem übernimmt die Stiftung die Koordinierungsstelle Fauna, die das Vorkommen seltener Tiere erfasst und die Koordinierungsstelle Florenschutz, die sich neben der Erfassung auch der Vermehrung seltener Pflanzen verschreibt. Die Berliner Bezirke sind für die Pflege und Entwicklung von Grünflächen verantwortlich, fördern die Biodiversität und organisieren Umweltbildungsangebote. Sie arbeiten mit Naturschutzorganisationen zusammen, um Projekte zur Förderung der biologischen Vielfalt umzusetzen. Alle Beteiligten unterstützen die Oberste Naturschutzbehörde in Berlin, die sich dem Schutz und Erhalt natürlicher Lebensräume und Arten widmet. Diese Behörde überwacht die Einhaltung von Naturschutzgesetzen, entwickelt das Berliner Landschaftsprogramm weiter und arbeitet eng mit verschiedenen Einrichtungen und der Öffentlichkeit zusammen, um nachhaltige Lösungen für den Erhalt der Biodiversität zu finden. Ihr Engagement ist entscheidend, um die Ziele der neuen Strategie zu erreichen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ist unverzichtbar für den Erhalt der biologischen Vielfalt in Berlin. Die Förderung der biologischen Vielfalt in der Stadt bedeutet immer auch, die Natur für die Berlinerinnen und Berliner erlebbar zu machen. Gerade für Kinder und Jugendliche sind Naturerfahrungen wichtig. Mit dem Projekt „Nemo – Naturerleben mobil“ kommen Naturpädagoginnen und -pädagogen in die Schulen und Kitas, um junge Menschen auf kleine Stadtnatur-Expeditionen mitzunehmen. Auch das Kinderforscher*Zentrum HELLEUM trägt mit seiner offenen Lernwerkstatt dazu bei, Kinder und Jugendliche für den Schutz biologischer Vielfalt zu sensibilisieren und zu interessieren. In den Berliner Naturerfahrungsräumen, wie dem Robinienwäldchen in Kreuzberg, können sie spielerisch die Stadtwildnis erkunden. Zukünftig soll es davon in jedem Bezirk einen geben. Viele gute Beispiele drehen sich zudem um Umweltbildung in der Landschaft. Dazu gehören feste Einrichtungen wie die Naturschutzstation Hahneberg und Führungen, wie sie im Landschaftspark Herzberge angeboten werden. Auch die mediale Aufbereitung von Landschaftsinformationen wird immer mehr zum Thema, wie die Karte der Stadtnaturvielfalt in Treptow-Köpenick oder der digitale Baumlehrpfad für den Lietzenseepark zeigen. Mit dem „Langen Tag der Stadtnatur“ findet zudem jedes Jahr ein 24-Stunden Naturfestival mit hunderten Führungen und Mitmachaktionen statt.
| Origin | Count |
|---|---|
| Bund | 22 |
| Land | 208 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 2 |
| Förderprogramm | 21 |
| Text | 191 |
| Umweltprüfung | 4 |
| unbekannt | 10 |
| License | Count |
|---|---|
| geschlossen | 208 |
| offen | 19 |
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| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 228 |
| Englisch | 2 |
| Resource type | Count |
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| Archiv | 1 |
| Bild | 51 |
| Datei | 1 |
| Dokument | 45 |
| Keine | 76 |
| Multimedia | 2 |
| Unbekannt | 10 |
| Webdienst | 1 |
| Webseite | 109 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 104 |
| Lebewesen und Lebensräume | 228 |
| Luft | 45 |
| Mensch und Umwelt | 228 |
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| Weitere | 227 |