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Leipziger Thesen für inklusives Rewilding: ein Ansatz zur Stärkung des Naturschutzes in Deutschland

Rewilding ist ein prozessorientierter Naturschutzansatz, der ökologische Dynamiken stärkt, um biologische Vielfalt sowie die Resilienz und Anpassungsfähigkeit von Landschaften gegenüber dem Klimawandel zu fördern. Somit steht Rewilding oft im Kontrast zur in Deutschland dominierenden Landschaftsentwicklung, die auf Kontrolle natürlicher Prozesse und eine Intensivierung der Landnutzung setzt. Trotz teils kontroverser Diskussionen gilt Rewilding in Wissenschaft und Naturschutzpraxis als Chance, bestehende Naturschutzansätze zu ergänzen und wirksamer zu machen. Im Juni 2024 diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Behörden und Nichtregierungsorganisationen auf der ersten deutschsprachigen Rewilding-Konferenz in Leipzig konzeptionelle Grundlagen, Kommunikationsstrategien und Umsetzungsmöglichkeiten von Rewilding in Deutschland. Der vorliegende Beitrag fasst die Ergebnisse in Thesenform zusammen. In Großschutzgebieten kann Rewilding bestehende Prozessschutzstrategien ergänzen. In extensiv genutzten Kulturlandschaften bietet es kostengünstige, aber mit Kompromissen verbundene Naturschutzalternativen, indem aufwändige naturschutzfachliche Pflegemaßnahmen zugunsten stärkerer Selbstregulation und natürlicher Sukzession reduziert werden. In intensiv genutzten Agrarräumen kann Rewilding zur Verbesserung der Landschaftsstruktur beitragen. Ähnliche Ziele werden teils durch agrarnaturschutzpolitische Maßnahmen verfolgt, doch Rewilding integriert diese systemisch in einen Landschaftskontext. Zudem kann Rewilding gesellschaftliche Aushandlungsprozesse über die Zukunft unserer Landschaften sowie regionale Entwicklungsmöglichkeiten anstoßen. Dies erfordert Vernetzung und vertrauensvolle Kommunikation zwischen Akteuren, die über gezielte Dialogformate unterstützt werden können. Ein solches inklusives Rewilding trägt nicht nur zum Naturschutz bei, sondern fördert auch Regionalentwicklung sowie die Herausbildung und Wiederbelebung lokaler Identität, indem ökologische, soziale und kulturelle Aspekte von Landschaft, Lebensweisen und Erfahrungen miteinander verbunden werden.

The waste dilemma: the attempt of Germany and Italy to deal with the waste management regulation in two European countries

Zur zivilgesellschaftlichen Organisation sozialer Lernprozesse der Lokalen Agenda 21

Das Forschungsvorhaben ist ein persönliches Begleitprojekt, das sich aus der Beauftragung des Projektleiters zum Moderator der Lokalen Agenda 21 der Stadt Lindenfels ergeben hat. Besonderer Wert wird darauf gelegt, (Rechts-)Verbindlichkeit für die Vorschläge aus Arbeitsgruppen der Agenda 21 durch eine entsprechende zivilgesellschaftliche Organisation der Agenda-Prozesse zu erstellen, um das bürgerliche Engagement nicht zu enttäuschen oder missbrauchen zu lassen. Schwerpunkt der Lokalen Agenda ist das Element 'Wasser' in seiner materiellen Form und im übertragenem Sinne. Dabei wird auf Probleme der kulturellen Ökologie (Verödung des ländlichen Raumes in der Provinz) besonders geachtet. Mit der Lindenfelser Bürgerquelle wurde eine soziale Erfindung entwickelt, die in soziokultureller Form einen Beitrag zur Globalisierung leistet. Nach innen gewendet dient sie der Stabilisierung einer lokalen Gefühlskultur, weil durch das bürgerschaftliche Miteinander erfahren wurde, etwas zustande gebracht zu haben, was es woanders nicht gibt. Nach außen gerichtet wird die Strategie eines sanften und ökologischen Tourismus aufgebaut. Ergänzung der drei Agenda 21 Dimensionen von Ökologie, Ökonomie und Soziales durch die Dimension Kultur und ihre Verschränkungen.

UBA-Fachkonferenz: Fortschritte in der Klimaanpassung erfassen

<p> <p>Wie können Fortschritte in der Klimawandelanpassung erfasst und bewertet werden? Diese Frage beschäftigt Expert*innen von der globalen bis hin zur kommunalen Ebene. Die fachlichen Herausforderungen dazu sind sehr groß – es ist notwendig, auch weiterhin Erkenntnisse darüber zu gewinnen. Das UBA diskutierte das Thema in einer Fachkonferenz und stellte den neuen „Anpassungsscanner“ für Kommunen vor.</p> </p><p>Wie können Fortschritte in der Klimawandelanpassung erfasst und bewertet werden? Diese Frage beschäftigt Expert*innen von der globalen bis hin zur kommunalen Ebene. Die fachlichen Herausforderungen dazu sind sehr groß – es ist notwendig, auch weiterhin Erkenntnisse darüber zu gewinnen. Das UBA diskutierte das Thema in einer Fachkonferenz und stellte den neuen „Anpassungsscanner“ für Kommunen vor.</p><p> <p>Um den Folgen des Klimawandels – etwa zunehmenden Hitzeperioden und Starkregenereignissen – wirksam begegnen zu können, braucht es vor allem Wissen darüber, wie Fortschritte bei der Anpassung erzielt werden und ob die ergriffenen Maßnahmen den Herausforderungen gerecht werden und ausreichen. Die Fachkonferenz des Umweltbundesamtes (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>) „Klimawandelanpassung im Blick – welche Fortschritte machen wir?“ am 16. und 17. September 2025 lieferte einen Rundumblick auf Fortschrittserfassung und -bewertung.</p> Erkenntnisse der UBA-Fachkonferenz <p>Die Fachkonferenz thematisierte die Fragen, wie Fortschritte in der Klimawandelanpassung verstanden werden können und aus welchen Gründen die Fortschrittserfassung trotz ihres zusätzlichen Aufwands praktikabel und von großem Nutzen ist. Darauf aufbauend lieferte sie fachliche Grundlagen zu Indikatoren und Indikatorensystemen für die Fortschrittserfassung. Aktuelle Praxisbeispiele zur Fortschrittserfassung und -bewertung in Deutschland zeigten, wie sich unterschiedliche Akteure dem Thema annähern. Abschließend wurde reflektiert, welche Rolle das Lernen aus Erfahrungen in der Klimawandelanpassung spielt.</p> <p><strong>Wichtigste Kernbotschaften der Konferenz</strong>:</p> <ul> <li><strong>Die Ziele und Zwecke der Fortschrittserfassung bestimmen ihre Durchführung</strong>: Ein generell gültiges Rezept für eine optimale Fortschrittserfassung gibt es nicht, zeigte Dr. Timo Leiter vom Grantham Institut der London School of Economics and Political Science in seinem Eröffnungsvortrag. Ziele und Nutzen der Fortschrittserfassung sollten zu Beginn festgelegt werden, damit sich das Erfassungssystem daran ausrichtet.</li> <li><strong>(Quantitative) Indikatoren reichen nicht aus</strong>: „Indicators indicate, they do not explain“ (Indikatoren weisen auf wichtige Aspekte [hier: der Fortschrittserfassung; Anm. der Autorin] hin, sie begründen sie nicht), so Leiter. Die Fortschrittserfassung benötigt qualitative Verfahren und Informationen, die Erläuterungen, Kontextualisierung und insbesondere Antworten auf die Fragen des „Wie“ und des „Wieso“ liefern können.</li> <li><strong>Begrifflichkeiten werden unterschiedlich verwendet: </strong>Output-, Outcome- und Impact-Indikatoren (oder auch State-, Impact- und Response-Indikatoren) können sich auf Klimaparameter/-änderungen, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimafolgen">Klimafolgen</a>, und Klimahandlungen/-aktivitäten beziehen. Oft werden die Begriffe unterschiedlich verwendet. Ein gemeinsames Verständnis darüber ist nötig.</li> <li><strong>Trotz Herausforderungen ist es fundamental, die Wirksamkeit von Anpassung zu prüfen</strong>: Viele Herausforderungen – fachlicher, methodischer, personeller, finanzieller und politischer Art – erschweren die Fortschrittserfassung. Dennoch ist es sehr wichtig, mehr über die Angemessenheit und Effektivität von Anpassungsmaßnahmen zu erfahren, um Entscheidungsfindung mit wichtigen Informationen zu bereichern und dadurch die Wirkung von Anpassungsaktivitäten zu verbessern.</li> <li><strong>Ähnliche Herausforderungen auf allen Ebenen:</strong> Anhand von Praxiserfahrungen unterschiedlicher Akteure wurde deutlich, dass alle Entscheidungsebenen mit ähnlichen Schwierigkeiten in der Fortschrittserfassung bei der Klimawandelanpassung konfrontiert sind.</li> <li><strong>Aus Erfahrungen zu lernen, ist zentral für verbesserte Entscheidungen:</strong> Die Sammlung von Informationen über Fortschritte und Wirksamkeit allein macht Anpassung nicht effektiver. Lernen aus Erfahrungen ist dafür fundamental. Lernen in der Klimawandelanpassung scheint auf unterschiedlichen Ebenen, zu unterschiedlichen Zeitpunkten, in unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Tiefen stattzufinden. Dafür sind aber neben zeitlichen, personellen und finanziellen Ressourcen ein gelungener Wissenstransfer, eine offene Kommunikationskultur, die Bereitschaft der Beteiligten sowie eine positive Fehlerkultur wesentlich.</li> </ul> <p>Die vollständigen Inhalte und Ergebnisse der Fachkonferenz gibt es zum Nachlesen in der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/fachkonferenz-klimawandelanpassung-im-blick-welche-1">Konferenzdokumentation</a>. Eine erste praxisnahe Unterstützung auf dem Weg zur systematischen Fortschrittserfassung in Kommunen bietet der neue UBA/<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/kompass">KomPass</a>-Anpassungsscanner, der auf der Konferenz veröffentlicht und vorgestellt wurde.</p> Der Anpassungsscanner: Neues Werkzeug für Kommunen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/5612/bilder/uba_web_anpassungsscanner_start_rz.jpg"> </a> <strong> Der Anpassungsscanner </strong> Quelle: Umweltbundesamt </p><p> <p>Der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/Anpassungsscanner">Anpassungsscanner</a> ist ein kostenloses Excel-Tool, das Kommunen hilft, ihre Handlungsbedingungen und Anpassungsaktivitäten zu erfassen und zu bewerten, sowie bei wiederholter Anwendung Fortschritte festzuhalten. Mit ihm erhalten Kommunen ein zugängliches und niederschwelliges Werkzeug zur Selbsteinschätzung.</p> <p><strong>Zielgruppe und Nu</strong><strong>tzen</strong></p> <p>Der Anpassungsscanner eignet sich für alle Kommunen – unabhängig von Größe oder Vorwissen. Er ist besonders hilfreich für Klimaanpassungsbeauftragte sowie relevante Fachbereiche wie Stadtplanung, Umwelt oder Gesundheit.</p> <p>Bei erstmaliger Anwendung fungiert der Anpassungsscanner als Bestandsaufnahme<strong>. </strong>Seine Ergebnisse bilden eine Grundlage für die Ableitung nächster Schritte in der Klimawandelanpassung vor Ort, unterstützen bei der Priorisierung von Anpassungsaktivitäten und Prozessen sowie bei der internen und externen Kommunikation. Durch eine wiederholte Nutzung werden Fortschritte erfasst.</p> <p><strong>Die fünf Bewertungsbereiche</strong></p> <p>Der Anpassungsscanner besteht aus einem <strong>Fragenkatalog</strong> mit Fragen zur lokalen Betroffenheit sowie zu fünf Bereichen, die in einer vorgeschalteten Literaturanalyse als wesentlich identifiziert wurden, um Fortschritte in der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/anpassung-an-den-klimawandel">Anpassung an den Klimawandel</a> zu erzielen (vgl.&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/kommunale-klimaanpassung">Friedrich et al. 2024</a>). Diese fünf Bereiche umfassen:</p> <ol> <li><strong>Werte, Ziele und Leitbilder: </strong>Problem- und Dringlichkeitsbewusstsein sowie Engagement von Kommunen in Bezug auf das Thema Klimawandelanpassung. Dazu zählen unter anderem formulierte Anpassungsziele und Leitbilder (speziell für die Klimawandelanpassung oder integriert in anderen Strategien).</li> <li><strong>Wissen:</strong> Vorhandene Wissens-, Daten- und Planungsgrundlagen zu den Betroffenheiten von Klimaveränderungen sowie zu benötigtem Wissen über geeignete Handlungs- und Anpassungsoptionen von Kommunen. Auch: Austausch von Wissen innerhalb einer Kommune und mit anderen Akteuren.</li> <li><strong>Zusammenarbeit und Zuständigkeiten</strong>: Art und Umfang der Einbindung unterschiedlicher Akteure aus Verwaltung, Politik, Bevölkerung, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen in die kommunale Klimawandelanpassung; unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit sowie bestehende Strukturen und Abläufe, die eine interne und externe Zusammenarbeit beeinflussen.</li> <li><strong>Ressourcen und Kapazitäten:</strong> Zur Verfügung stehende finanzielle Mittel und personelle Kapazitäten der Kommunen für das Thema Klimawandelanpassung.</li> <li><strong>Strategien und Maßnahmenumsetzung: </strong>Entwicklung und Anwendung eines Klimawandelanpassungskonzepts und weiterer Konzepte sowie Planung und Umsetzung konkreter Anpassungsmaßnahmen.</li> </ol> <p><strong>Funktionen und Ergebnisse</strong></p> <p>Alle Fragen haben <strong>auswählbare Antwortoptionen,</strong> die entweder mit Punktwerten verknüpft sind oder die eingeschätzte Betroffenheit und die Aktivitäten einer Kommune gegenüberstellen. Auf dieser Grundlage generiert der Anpassungsscanner <strong>automatisch folgende Ergebnisse</strong>:</p> <ul> <li><strong>Gesamtergebnis und Einzelergebnisse </strong>werden für jeden der fünf Bereiche automatisch berechnet und grafisch dargestellt. Insgesamt können maximal 100 Punkte als Gesamtwert erlangt werden, alle Bereiche werden mit jeweils maximal 20 erreichbaren Punkten gleich berücksichtigt.</li> <li><strong>Gegenüberstellung</strong> der eingeschätzten Betroffenheit und der Aktivitäten einer Kommune. Dies hilft, Unsicherheiten und Inkonsistenzen schnell zu identifizieren.</li> <li><strong>Übersicht der zeitlichen Entwicklung</strong> der Ergebnisse bei erneuter Anwendung des Tools. Somit werden Fortschritte sichtbar.</li> </ul> <p><strong>So sehen beispielhafte Ergebnisse des Anpassungsscanners aus:</strong></p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/656/bilder/ergebnisuebersicht_-_neue_farben.jpg"> </a> <strong> Gesamtergebnis in der Ergebnisübersicht </strong> Quelle: Umweltbundesamt: Anpassungsscanner <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/656/bilder/ergebnisuebersicht_-_neue_farben.jpg">Bild herunterladen</a> (32,04 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/656/bilder/ergebnisse_im_detail_0.jpg"> </a> <strong> Ergebnisse zu den Einzelwerten </strong> Quelle: Umweltbundesamt: Anpassungsscanner <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/656/bilder/ergebnisse_im_detail_0.jpg">Bild herunterladen</a> (51,32 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/12326/bilder/scanner_gegenueberstellung_klima_neu.png"> </a> <strong> Gegenüberstellung der Ergebnisse zum Klimawandel </strong> Quelle: Umweltbundesamt: Anpassungsscanner <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/12326/bilder/scanner_gegenueberstellung_klima_neu.png">Bild herunterladen</a> (82,57 kB) Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> </p><p> <p>Das Tool wurde im vom <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a> beauftragten Projekt „Kommunalbefragung: Wo stehen die Kommunen bei der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/anpassung-an-den-klimawandel">Anpassung an den Klimawandel</a> und wie kommen sie zu multifunktionalen und transformativen Anpassungslösungen“ entwickelt. Es basiert auf der Analyse wissenschaftlicher und praxisnaher Literatur, der Auswertung bereits vorhandener Tools zur Unterstützung kommunaler Klimawandelanpassung und der Zusammenarbeit mit Vertreter*innen aus fünf Kommunen und Behörden, die Anforderungen zum Tool formuliert haben, und vier davon, die einen Toolentwurf getestet haben.</p> <p>&nbsp;</p> <p><strong>Autorin</strong>: Natàlia Garcia Soler, Umweltbundesamt</p> <p><em>Dieser Artikel wurde als Schwerpunktartikel im Newsletter </em><em>⁠</em><em><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimafolgen">Klimafolgen</a></em><em>⁠</em><em> und Anpassung Nr. 98 ver</em><em>ö</em><em>ffentlicht.</em><em>&nbsp;</em><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/newsletter">Hier</a><em>&nbsp;können Sie den Newsletter abonnieren.</em></p> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>

Integrierte sozial-ökologische Netzwerkanalyse für die transdisziplinäre Entwicklung von Indikatoren und Handlungsempfehlungen zur Reduktion anthropogener Stressoren, Vorhaben: Gestaltung von integrativen Governance-Strukturen

Fragmentation of information procurement from large area forest inventory and the link to the policy-making process within the international forest regime complex

This project aims at analysing the contribution of scientific information to the fragmentation of the international forest regime complex (IFRC) by applying an interdisciplinary approach at the interface between forest inventory research and policy science. Its objectives are1. Analyzing the use of inventory information within the IFRC by different national and international bureaucracies and their non-state allies and its effect on fragmentation. 2. Assessing the extent and quality of the inventory information used in policy processes as compared to the potentially available information. 3. Analyzing implemented inventory practices against the scientific state of the art approaches and their role in the context of fragmentation 4. Identifying avenues for scientific knowledge to enter into the IFRC by testing the knowledge-transfer-by-allies-hypothesis. The project will review the technical scientific possibilities of forest inventories and develop a method for assessing quantity and quality of inventory-based information used within the IFRC by national and international bureaucracies. Subsequently, the quality of information used will be assessed against the state of the art in inventory research. Based on the hypothesis that information may only enter the policy process in alliance with powerful actors, who in turn selected the information, the project will analyse the interest-driven selection of information by political actors.

Die raumzeitlichen Beziehungsstrukturen kleinbäuerlicher Organisationen im neoliberalen Kontext am Beispiel ländlicher Räume Chiles - Die Netzwerkanalyse zum Nachweis der endogenen Entwicklung, Armutsbekämpfung und sozioökonomischen Integration

Ausgehend von einer Bestandsaufnahme der Kleinbauernorganisationen in Chile und einer geographischen Gliederung des Agrarraumes konzentriert sich die Fragestellung auf soziale, wirtschaftliche usw. Interaktionen der Betriebe und Organisationen als Netzwerke. Die Netzwerkanalyse bewertet die Beziehungen als Stege bzw. Pfade zwischen den Knoten, die aktiviert werden, um Prioritären durchzusetzen. Daraus ergeben sich Strukturen und Konstellationen unterschiedlicher zeitlicher und räumlicher Muster mit prioritäten Zuordnungen. Die Beziehungen von Kleinbauernorganisationen (organizational networks) untereinander, zu staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen (policy networks) und vor allem die Beziehungen der Mitglieder untereinander und zu ihren Organisationen stehen im Mittelpunkt der Forschung. Als Ergebnis werden die Einflussmöglichkeiten der Organisationen beispielsweise auf die wirtschaftliche Entwicklung aufgezeigt und Handlungsstrategien zur Risikoverminderung für die Kleinbauern und zur Förderung des ländlichen Raumes in ausgewählten Regionen formuliert.

Konferenz: Climate Change and Paths to Sustainability

Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Das Europäische Klimaforum (European Climate Forum e. V.) ist ein neugegründetes Forum, das verschiedene Akteure im Klima- und Energiebereich zusammenbringt, um einen neuen integrierten Ansatz in der Klimaforschung und -Debatte voranzubringen. Mitglieder sind führende wissenschaftliche Institutionen in Europa, Vertreter der Industrie sowie international aktive Umweltverbände. Die Konferenz in Berlin am 14.-15. Dezember war das Hauptereignis im Jahr 2002 und gehört zu einer Serie von kleineren und größeren ECF-Veranstaltungen. Angesichts der bisherigen Trennung zwischen akademischen Studien im Klimabereich und konkreten Bemühungen der Wirtschaft und der Verbände Lösungen für das Klimaproblem zu finden, ist ein stetiger und strukturierter Dialog wichtig. Die Konferenz hat einen Beitrag zur Zusammenbringung dieser zwei Bereiche geleistet. Fazit: Die Konferenz und die Diskussionen wurde sowohl von den Teilnehmern als auch Veranstalter als höchst interessant und erfolgreich eingestuft. Anregungen zu zukünftigen Forschungsprojekten wurden geliefert. Der Dialogprozess wird weitergeführt. Es wurde deutlich, dass in Zukunft kleinere Studien und Positionspapiere geeignet sind um gezielt bestimmte Klimarelevanten Fragen zwischen Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen und Wissenschaftlern zu diskutieren. Die jährlichen ECF Konferenzen werden fortgeführt werden und die nächste wird am 8.-10. September 2003 am Tyndall Centre/UEA (Norwich) stattfinden. Die ECF Konferenz wird als teil der dritten Nachhaltigkeitstage stattfinden.

Forschergruppe (FOR) 2936: Klimawandel und Gesundheit in Afrika südlich der Sahara, Teilprojekt: Klimasensible Nährstoffe, Unterernährung und Malaria

Das Projekt P2 befasst sich mit den prognostizierten landwirtschaftlichen Verlusten basierend auf den aktuellen CO2-Emissionen bis 2050 und deren Folgen für den Ernährungszustand von Kindern unter 5 Jahren, die in zwei ausgewählten Regionen Subsahara-Afrikas leben. P2 ermittelt das Potenzial eines integrierten Landwirtschafts- und Ernährungsprogramms als Anpassungsstrategie zur Verbesserung des Ernährungszustands für klimasensible Nährstoffe im ländlichen Burkina Faso und Kenia, wo der Klimawandel die Landwirtschaft am stärksten beeinträchtigen wird. Die Intervention konzentriert sich auf Biodiversifizierung der Subsistenzlandwirtschaft durch Hausgärten und wird von Ernährungsund Gesundheitsberatung unter Verwendung der 7 Essential Nutrition Action-Botschaften der Weltgesundheitsorganisation begleitet. Für Subsahara-Afrika stellt Biodiversifizierung eine der vielversprechendsten und praktikabelsten Anpassungsstrategien an CO2-bedingte landwirtschaftliche Verluste dar, sowohl für die absoluten Erntemengen als auch für die Pflanzengehalte an Protein, Eisen und Zink. Als Novum identifiziert P2 die kontrovers diskutierten möglichen Auswirkungen eines solchen Landwirtschafts- und Ernährungsprogramms auf das Risiko einer klinischen Malaria bei Kindern unter 5 Jahren. In der ersten Projektphase wurde das Anpassungsprogramm in Zusammenarbeit mit den Ministerien für Gesundheit und Landwirtschaft des Landkreises Siaya und der Nichtregierungsorganisation Centre for African Bio-Entrepreneurship (CABE) auf die Bedürfnisse der Region Kenia zugeschnitten. Wir definierten die anzubauenden Gartenbaukulturen sowie die Praktikabilität und Akzeptanz des Programms. Eine clusterrandomisierte kontrollierte Studie mit 2 x 600 Haushalten wurde durchgeführt. Wir rekrutierten Haushalte mit Kindern im Alter der Beikosteinführung (6-24 Monate) und stellten Nachbeobachtungen für 1 Jahr lang an. In Phase 2 werden wir die Auswirkungen des Interventionsprogramms auf Änderungen der Ernährungsgewohnheiten, den Status klimasensibler Nährstoffe und das Risiko einer klinischen Malaria bei den Kindern nach 2 Jahren ermitteln. Wir werden die notwendigen Investitionen definieren, um solche Interventionsprogramme auf Provinz-, Landes- und nationaler Ebene auszuweiten. Schließlich werden wir Adaptation Response Functions generieren, die die Auswirkungen des landwirtschaftlichen Biodiversifizierungs- und Ernährungsberatungsprogramms unter zukünftigen Klimaszenarien beschreiben.

Dialog zum Umweltschutz zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen

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