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Fukushima und die Folgen: BfS -Bericht über Unfallablauf und -ursachen

Fukushima und die Folgen: BfS -Bericht über Unfallablauf und -ursachen Im März 2012 veröffentlichte das BfS einen Bericht über den Ablauf und Ursachen Reaktorkatastrophe von Fukushima. Im Bericht legen die BfS -Experten wesentliche Faktoren dar, die zum schlimmsten Unfall seit Tschornobyl ( russ. : Tschernobyl) führten. Bericht vom 8. März 2012: "Die Katastrophe im Kernkraftwerk Fukushima nach dem Seebeben vom 11. März 2011: Beschreibung und Bewertung von Ablauf und Ursachen" Ein Jahr nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima veröffentlichte das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) einen Bericht über Ablauf und Ursachen des Unfalls. Die Grundzüge des Unfallablaufs sind bekannt. Bei den Details der Vorgänge innerhalb der Reaktoren selbst waren die Fachleute bei der Erstellung des Berichtes auf Beobachtung von außen, Erfahrungswissen und Rekonstruktion aus anderweitig gewonnenen Daten angewiesen. Im Bericht legen die BfS -Experten wesentliche Faktoren dar, die zum schlimmsten Unfall seit Tschornobyl ( russ. : Tschernobyl) führten. Faktoren, die den Unfallablauf beeinflusst haben Das Erdbebenrisiko und entsprechend auch das Tsunami- Risiko wurden unterschätzt. Mit einem so starken Erdbeben hatten Seismologen trotz einer systematischen seismographischen Überwachung und sehr gut dokumentierter, mehr als tausendjähriger Erdbebengeschichte nicht gerechnet. Deshalb hielt man auch einen Tsunami dieser Höhe für unmöglich. Anders lautende Hinweise von Tsunamiforschern wurden nicht ausreichend berücksichtigt. Offenbar waren die Reaktoren nicht ausreichend gegen übergreifende Einwirkungen dieser Größenordnung wie Erdbeben und Tsunamis oder andere Überflutungen ausgelegt. Die technische Auslegung der Anlage, wie eine in allen Notfallsituationen einsetzbare und betriebsbereite Notstromversorgung, wies mehrere Schwachpunkte auf. Die Blöcke 1 bis 4 des Kraftwerks waren nur unzureichend gegen Überflutung geschützt. Insbesondere lagen die Notstromdieselaggregate und andere wesentliche Teile der Notstromversorgung so tief, dass sie überflutet wurden und sofort ausfielen. Sowohl die Kühlsysteme für die Reaktoren als auch die Kühlung der Notstromdieselaggregate waren an dasselbe System von Meerwasserpumpen angeschlossen. Die Zerstörung dieser Pumpen durch den Tsunami führte somit sowohl zum Ausfall der Kühlung der Reaktoren als auch zum Ausfall der Kühlung der Notstromdiesel. Der Kernkraftwerksbetreiber war auf Notfälle offenbar nur unzureichend vorbereitet. Bauliche und systemtechnische Nachrüstungen waren bei den – teilweise kurz vor dem Ende ihrer Laufzeit stehenden – Reaktoren offensichtlich nicht konsequent genug durchgeführt und Notfallmaßnahmen nicht ausreichend geprobt worden. Es fehlten klare Anweisungen für das Vorgehen im Notfall . Für abschließende Bewertungen zum Unfallablauf und insbesondere zu seinen Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit war es im März 2012 indes zu früh. Daher zeigten sich bei der Bewertung des Zustands der Reaktoren zum Zeitpunkt der Berichtserstellung die Grenzen des Erkennbaren. Stand: 09.01.2025

Öffentliche Fachkonferenz zu World Nuclear Industry Status Report – BASE ist Co-Host

Öffentliche Fachkonferenz zu World Nuclear Industry Status Report – BASE ist Co-Host Anfang 26.03.2024 10:00 Uhr Ende 26.03.2024 17:00 Uhr Der „World Nuclear Industry Status Report” (WNISR) berichtet seit 2007 jährlich über den aktuellen Stand der weltweiten Atomindustrie: aktuelle Reaktorneubauprojekte, der Fortschritt beim Rückbau von Kernkraftwerken oder neue Entwicklungen im Betrieb werden vorgestellt. Ein besonderer Fokus des aktuellen Reports liegt auf einer umfassenden Analyse wirtschaftlicher Aspekte der Atomkraftnutzung. Der Report wurde u.a. aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert. Autoren der TU Berlin waren an der Erstellung des Reports maßgeblich beteiligt. Zeit: Dienstag, 26.03.2024, 10:00 – 12:00 Uhr Ort: TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, Hauptgebäude, Raum H3143 Am Nachmittag des gleichen Tages findet eine öffentliche Fachkonferenz von 15:00 – 17:00 Uhr im Hörsaal H0107 des Hauptgebäudes statt. Im Pressegespräch am Vormittag werden die zentralen Ergebnisse des WNISR2023 plus Updates vorgestellt und diskutiert von: Jochen Ahlswede Abteilungsleiter Forschung und Internationales des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung Mycle Schneider Unabhängiger Energie- und Atompolitik-Analyst, Paris, Frankreich, Projektleiter des WNISR Antony Froggatt Stellvertretender Leiter des Environment and Society Programs, Chatham House, London, Großbritannien, WNISR2023 Co -Lead Doug Koplow Gründer-Direktor von Earth Track, Cambridge, USA , WNISR2023 Co -Autor Alexander Wimmers Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik, Technische Universität Berlin, WNISR2023 Co -Autor Kurzbiografien der Autor:innen Kann ein neuerlichen Ausbau der Atomkraft den Kampf gegen die Klimakrise unterstützen, wie jüngste Beschlüsse auf der UN -Klimakonferenz in Dubai im Dezember 2023 (COP28) suggerierten? Fünf Tage nach dem geplanten „Nuclear Energy Summit“ der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEA am 21. März 2024 in Brüssel besteht bei der Vorstellung des World Nuclear Industry Status Report in Berlin die Möglichkeit, dies mit führenden unabhängigen Experten zu diskutieren. Der WNISR2023 liefert dazu die Fakten: Im Jahr 2022 wurde der größte Rückgang des nuklearen Anteils an der weltweiten Stromerzeugung seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima festgestellt. Er sank um 0,6 Prozentpunkte gegenüber 2021 auf einen Anteil von 9,2 Prozent. Zum Vergleich: Das historische Maximum lag 1996 bei 17,5 Prozent, der Anteil von Wind und Solar lag 2022 bei 11,7 Prozent. 2023 gingen fünf neue Atomkraftwerke ( AKW ) ans Netz, fünf wurden endgültig abgeschaltet. Daraus resultiert eine Nettoreduktion von einem Gigawatt elektrischer Leistung. Zum Vergleich: Die Leistung von Solaranlagen stieg im Jahr 2023 um 440 Gigawatt. Anfang 2024 sind 213 Reaktoren weltweit offiziell abgeschaltet – zurückgebaut sind aber nur 22 Reaktoren in Deutschland, Japan und den USA . Unabhängige Meta-Analysen, die unter anderem auch an der TU Berlin durchgeführt wurden, gehen von regelmäßig unterschätzten Kosten für die Atomenergie aus. So kann nach Ergebnissen des WNISR2023 Strom aus Atomkraftwerken bis zu viermal so teuer sein bei Betrachtung aller Kosten wie Strom aus Off-Shore-Windkraftanlagen. Hinweis: Der WNISR2023 wurde erstmals am 06.12.2023 in Brüssel vorgestellt. Nach diesem internationalen Launch diskutieren maßgebliche Autor*innen in Länderkonferenzen mit Stakeholdern vor Ort die Ergebnisse und erste Erkenntnisse zum Jahresende. Eine Vorstellung fand bereits am 6. März 2024 an der „Sciences Po“ in Paris statt. Neben den Events in Berlin wird es zudem Konferenzen in Dänemark und an vier Universitäten in Schweden geben (8. – 12. April 2024) sowie mit der Princeton University in Washington D.C. in den USA (2. Mai 2024). Adresse TU Berlin Hauptgebäude, Raum H3143 Straße des 17. Juni 135 10623 Berlin Der WNISR-Report 2023 zum Download World Nuclear Industry Status Report 2023 Kurzbiografien der Autor:innen World Nuclear Industry Status Report - Who We Are

WD 8 - 035/18 Einzelfragen zum Vergleich des Kernreaktors Fukushima mit dem

Kurzinformation des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages. 2 Seiten. Auszug der ersten drei Seiten: Wissenschaftliche Dienste Kurzinformation Einzelfragen zum Vergleich des Kernreaktors Fukushima mit dem Kernkraftwerk Gundremmingen Aufgrund der Reaktorkatastrophe in Fukushima und der in diesem Zusammenhang festgestellten Mängel wurden auch deutsche Kernkraftanlagen auf ihre Sicherheit hin überprüft: „Die Europäi- sche Kommission initiierte nach dem Unfall in Fukushima Daiichi einen europaweiten Stresstest für Kernkraftwerke (EU-Stresstest). Bis Ende 2011 bewerteten alle Betreiber von Kernkraftwerken in der Europäischen Union das Verhalten ihrer Kernkraftwerke auf extreme Situationen. Insbe- sondere die verfügbaren Maßnahmen zur Situationsbewältigung nach einem möglichen Ausfall der Sicherheitsfunktionen sind überprüft und bewertet worden. Als Ergebnis des Stresstests hat jeder Mitgliedstaat der EU, der Kernkraftwerke betreibt, in einem Nationalen Aktionsplan alle identifizierten Verbesserungsmöglichkeiten aufgelistet, die in den Kernkraftwerken umgesetzt werden sollen.“ Bundesamt für Strahlenschutz „Welche Konsequen- zen hat der Unfall in Japan für Kernkraftwerke in Europa?“, http://www.bfs.de/Shared- Docs/FAQs/BfS/DE/ion/fukushima-kerntechnik/konsequenzen-eu.html Weitere Informationen gibt es beispielsweise unter: Reaktor-Sicherheitskommission (RSK) Stel- lungnahme 11. – 14.05.2011 (437. RSK-Sitzung) „Anlagenspezifische Sicherheitsüberprüfung (RSK-SÜ) deutscher Kernkraftwerke unter Berücksichtigung der Ereignisse in Fukushima-I (Ja- pan)“, http://www.rskonline.de/sites/default/files/reports/rsksnsue20110516hp.pdf und RSK- Stellungnahme (496. Sitzung der Reaktor-Sicherheitskommission (RSK) am 06.09.2017) „Bewer- tung der Umsetzung von RSK-Empfehlungen im Nachgang zu Fukushima“, http://www.rskon- line.de/sites/default/files/reports/epanlage1rsk496hp.pdf Die beteiligten Staaten verpflichteten sich, die Nationalen Aktionspläne zu aktualisieren. Der deutsche Nationale Aktionsplan wird alle ein bis zwei Jahre aktualisiert und veröffentlicht, http://www.bmu.de/themen/atomenergie-strahlenschutz/nukleare-sicherheit/details-nukleare- sicherheit/artikel/nationaler-aktionsplan-zur-umsetzung-fukushima-relevanter-erkenntnisse-fuer- die-deutschen-kernkraftwerke/ Einen Einblick in die aktuelle Situation der Folgemaßnahmen der Fukushima - Katastrophe bzw. der Regelabweichungen des Kernkraftwerks Gundremmingen liefern beispielhaft folgende Quel- len: WD 8 - 3000 - 035/18 (24.4.2018) © 2018 Deutscher Bundestag Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages unterstützen die Mitglieder des Deutschen Bundestages bei ihrer mandatsbezogenen Tätigkeit. Ihre Arbeiten geben nicht die Auffassung des Deutschen Bundestages, eines sei- ner Organe oder der Bundestagsverwaltung wieder. Vielmehr liegen sie in der fachlichen Verantwortung der Verfasse- rinnen und Verfasser sowie der Fachbereichsleitung. Arbeiten der Wissenschaftlichen Dienste geben nur den zum Zeit- punkt der Erstellung des Textes aktuellen Stand wieder und stellen eine individuelle Auftragsarbeit für einen Abge- ordneten des Bundestages dar. Die Arbeiten können der Geheimschutzordnung des Bundestages unterliegende, ge- schützte oder andere nicht zur Veröffentlichung geeignete Informationen enthalten. Eine beabsichtigte Weitergabe oder Veröffentlichung ist vorab dem jeweiligen Fachbereich anzuzeigen und nur mit Angabe der Quelle zulässig. Der Fach- bereich berät über die dabei zu berücksichtigenden Fragen.[.. next page ..]Wissenschaftliche Dienste Kurzinformation Seite 2 Einzelfragen zum Vergleich des Kernreaktors Fukushima mit dem Kernkraftwerk Gundremmingen Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (2017) „Fukushima Folge- maßnahmen“, http://www.bmu.de/themen/atomenergie-strahlenschutz/nukleare-sicher- heit/fukushima-folgemassnahmen/ Gutachten zur Störfallbeherrschung der kerntechnischen Anlagen Gundremmingen: Prof. Dr. Manfred Mertins (2011) „Defizite und Regelwerksabweichungen des Atomkraftwerkes Gundrem- mingen“, https://www.gruene-bundestag.de/fileadmin/media/gruenebundestag_de/the- men_az/atomausstieg/PDF/Gutachten_Mertins_Gundremmingen.pdf , Hahn, L. (2017). „Peer Review zum Gutachten „Defizite und Regelwerksabweichungen des Atom- kraftwerks Gundremmingen“ von Prof. Dr. Manfred Mertins“, https://www.gruene-bundes- tag.de/fileadmin/media/gruenebundestag_de/themen_az/atomausstieg/PDF/Peer_Review_Hahn_- _Gundremmingen-Gutachen.pdf Kernkraftwerk Gundremmingen (KGG) (). „Fakten zum Kernkraftwerk Gundremmingen“ http://www.kkw-gundremmingen.de/fakten.php Schriftliche Frage 120 der Abgeordneten Sylvia Kotting-Uhl (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) auf Bundestagsdrucksache 19/695, Seite 81 Schriftliche Frage 75 der Abgeordneten Sylvia Kotting-Uhl (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) auf Bundestagsdrucksache 19/887, Seite 61 *** Fachbereich WD 8 (Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit, Bildung und Forschung)

Unterstützung bei technisch-wissenschaftlichen Fragestellungen zum Ausgleich frustrierter Investitionen

Fukushima-Folgen immer noch spürbar

Fukushima-Folgen immer noch spürbar Notfallschutz in Deutschland erheblich ausgeweitet Ausgabejahr 2021 Datum 23.02.2021 Blick auf das Gelände des zerstörten Kernkraftwerks Fukushima Daiichi Quelle: christian aslund/EyeEm/stock.adobe.com Die Reaktorkatastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima vor zehn Jahren hat beträchtliche Auswirkungen für Mensch und Umwelt gehabt. Rund 300 Quadratkilometer in der Region Fukushima sind weiterhin Sperrgebiet und dürfen nur eingeschränkt betreten werden. Viele Menschen leiden unter den Folgen, zu denen insbesondere auch psychische Belastungen zählen. Außerhalb des Sperrgebiets ist die zusätzliche Strahlenbelastung internationalen Angaben zufolge allerdings deutlich gesunken und damit wird sie 2021 auf einem Niveau wie die natürliche Strahlenbelastung in Deutschland sein. Die Präsidentin des BfS , Inge Paulini, betonte: "Auch wenn außerhalb der Sperrgebiete wieder ein weitgehend normales Leben möglich ist, wirken die Folgen der Katastrophe bis heute und noch lange weiter nach. Direkt durch die Strahlung verursachte Krankheiten sind zwar bislang nicht aufgetreten, zahlreiche Menschen sind allerdings infolge der Evakuierung verstorben oder leiden immer noch an psychischen Erkrankungen. Und immer noch ist das Sperrgebiet ungefähr so groß wie die Stadt München." Langzeitwirkungen für die Bevölkerung als Forschungsthema für kommende Jahre Japanische Besucherin lässt im Ganzkörperzähler Berlin untersuchen, ob sie Radioaktivität aufgenommen hat. Ganzkörperzähler Wer sich heute außerhalb des Sperrgebiets aufhält, muss sich keine Sorgen um seine Gesundheit machen. Doch manche Auswirkungen auf die Gesundheit der dortigen Bevölkerung lassen sich auch heute noch nicht abschließend erfassen. Insbesondere bei Krebserkrankungen, die mit ionisierender Strahlung in Verbindung stehen, dauert es oft viele Jahre, bis sie tatsächlich auftreten. Deshalb kann auch weiterhin nicht ausgeschlossen werden, dass in den kommenden Jahren doch noch Erkrankungen als direkte Folge des Reaktorunfalls auftreten. Das BfS war in den vergangenen Jahren an der Erstellung von Berichten zu den Auswirkungen des Reaktorunfalls in Fukushima für den Wissenschaftlichen Ausschuss der Vereinten Nationen zur Untersuchung der Auswirkungen atomarer Strahlung ( UNSCEAR ) beteiligt. Der neueste UNSCEAR -Bericht wird noch in diesem Frühjahr erwartet. Neue Themen für Strahlenschutz und Notfallplanung, auch in Deutschland BfS-Präsidentin Dr. Inge Paulini Quelle: bundesfoto/Bernd Lammel In den vergangenen zehn Jahren nach dem Reaktorunglück hat auch Deutschland Konsequenzen für den Notfallschutz gezogen. Paulini betonte: "Das Unglück im japanischen Fukushima hat gezeigt, dass Kernkraft selbst für hochentwickelte Industriegesellschaften ein besonders hohes Risiko darstellt. Deshalb müssen wir im Vorfeld alles tun, um bestmöglich vorbereitet zu sein. In Deutschland ist der Notfallschutz für Unfälle oder Ereignisse mit Freisetzungen von radioaktiven Stoffen deshalb nach Fukushima grundlegend neu aufgestellt worden." Das BfS hat hier einen wesentlichen Beitrag geleistet. Im Auftrag des Bundesumweltministeriums hatte die Strahlenschutzkommission ( SSK ) bereits frühzeitig die Erkenntnisse aus dem Reaktorunfall in Fukushima analysiert und Empfehlungen für die Weiterentwicklung des Notfallschutzes in Deutschland erarbeitet. Das BfS führte in diesem Zusammenhang umfangreiche repräsentative Ausbreitungsrechnungen für deutsche Kernkraftwerke durch und kam zu dem Ergebnis, dass die Gebiete um die Kernkraftwerke, in denen Schutzmaßnahmen konkret vorgeplant waren, ausgeweitet werden sollten, um die Bevölkerung besser zu schützen. Entsprechend wurden diese sogenannten Planungsradien dann auch angepasst. Verteilung von Jodtabletten zur Jodblockade der Schilddrüse neu geregelt Auch die Verteilung von Jodtabletten zur Jodblockade der Schilddrüse wurde neu geregelt. Wird nach einem nuklearen Vorfall radioaktives Jod frei, kann die Einnahme von hochdosierten nicht radioaktiven Jodtabletten verhindern, dass es sich in der Schilddrüse anreichert. Unter Federführung des BfS sind 2020 die Bestände deutschlandweit erneuert, erheblich aufgestockt und an die Bundesländer verteilt worden. Einrichtung des Radiologischen Lagezentrums des Bundes ( RLZ ) Das neue Strahlenschutzgesetz sieht außerdem die Einrichtung des Radiologischen Lagezentrums des Bundes ( RLZ ) vor, welches unter der Leitung des Bundesumweltministeriums koordinierende Aufgaben zur Krisenreaktion bei überregionalen radiologischen Notfällen hat. Das BfS ist im RLZ insbesondere für die Analyse und Bewertung der radiologischen Lage zuständig und erstellt ein sogenanntes radiologisches Lagebild, um im Krisenfall Informationen und Prognosen für die zuständige Behörden bei Bund und Ländern bereitzustellen. Dieses bildet die wichtigste Grundlage für weitere Entscheidungen. Weitere Informationen Das BfS hat die aktuelle Situation in Japan anhand international verfügbarer Daten bewertet. Die folgende Aufstellung gibt einen Überblick über die radioaktive Belastung in der Region Fukushima sowie weitere Indikatoren: Stand: 23.02.2021

Untersuchung der Kritikalität von Schüttbettkonfigurationen bei schweren Unfällen von Leichtwasserreaktoren - KEK

OECD-NEA Benchmark Study of the Accident at the Fukushima Daiichi Nuclear Power Station (BSAF) Project Phase 2; here: German participation

Quantifizierung der Grenztragfähigkeit mechanischer Komponenten bei multiplen Störfallbelastungen auf der Grundlage eines schädigungsmechanisch basierten Grenzdehnungskonzepts

Wie die Nuklearkatastrophe von Fukushima zeigte, können natur- und/ oder zivilisatorisch bedingte auslegungsüberschreitende Belastungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Es muss dabei davon ausgegangen werden, dass in kerntechnischen Anlagen, z. B. durch seismische Aktivitäten, mehrere Störfallbelastungen in Folge hintereinander auftreten können. Hier gewinnt die Frage nach der Quantifizierung von Sicherheitsreserven in Bezug auf die Tragfähigkeit von kerntechnischen Komponenten an Bedeutung. Gesamtziel des Vorhabens ist es, zur zuverlässigen Bewertung der Grenztragfähigkeit von Komponenten unter komplexen Beanspruchungen ein einfaches praxistaugliches Konzept abzuleiten. Hierzu sind mit Hilfe von schädigungsmechanischen Berechnungen belastungspfadabhängige Dehnungsgrenzkurven abzuleiten. Zur Herleitung des Grenzdehnungskonzeptes werden in umfangreichen experimentellen Untersuchungen der Einfluss der Spannungsmehrachsigkeit, der absoluten Bauteilgröße, von Spannungszuständen mit zeitlich wechselnder Mehrachsigkeit (rotierendes Hauptachsengerüst) und einer multiplen Belastung quantifiziert. Dabei werden sowohl rissfreie Proben als auch Proben mit Rissen betrachtet. Die schädigungsmechanischen Berechnungen bauen auf dem Rousselier-Modell auf, das für die hier zu betrachtenden Beanspruchungszustände modifiziert werden soll. Das so abgeleitete Grenzdehnungskonzept wird dann mit Hilfe von vorliegenden Bauteilversuchen verifiziert. Um eine breite Anwendbarkeit des Grenzdehnungskonzepts zu gewährleisten, werden im Forschungsvorhaben die in den deutschen Kernkraftwerken häufig verwendeten Stähle 20MnMoNi5-5 und X6CrNiNb18-10 betrachtet.

Internationales Fachforum 'Umweltpolitik 3.0' anlässlich des 30. Jahrestages der Atom-Katastrophe von Tschernobyl sowie der Gründung des Bundesumweltministeriums, Internationales Fachforum 'Umweltpolitik 3.0' anlässlich des 30. Jahrestages der Atom-Katastrophe von Tschernobyl sowie der Gründung des Bundesumweltministeriums

Anlässlich des 30. Jahrestages der Atom-Katastrophe von Tschernobyl und des 30. Jahrestages der Gründung des Bundesumweltministeriums soll im Jahr 2016 das internationale Forum 'Umweltpolitik 3.0' durchgeführt werden. Das Forum richtet sich an die wissenschaftliche Fachwelt. Im Sinne eines interdisziplinären Austauschs werden auch Vertreter aus Fachverbänden, der Zivilgesellschaft, aus Gewerkschaften, Kirchen und Wirtschaft angesprochen. Thematisiert und analysiert werden sollen: - Entwicklung, Wegmarken, Erfolge in drei Jahrzehnten deutscher Umweltpolitik - Zusammenwirken deutscher und internationaler Entwicklungen in der Umweltpolitik - Rolle der Atom-Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima für die Entwicklung der deutschen und internationalen Umweltpolitik sowie der Umgang mit den atomaren Hinterlassenschaften der Atomenergienutzung vor dem Hintergrund der Endlagersuche in Deutschland - Rolle der Bürgergesellschaft für die Entwicklung der Umweltpolitik - Rolle der Umweltpolitik für die Entwicklung von Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit - Debatte über die Zukunft ökologischer Politik; Chancen der Integration von Umwelt und Bauen Geplant ist ein Debattenkongress internationaler Experten der Umweltpolitik, die auf der Veranstaltung die Möglichkeit erhalten, in unterschiedlichen thematischen Foren ihre Beiträge einzubringen. Mit diesem Forschungsvorhaben sollen der Fachdebatte über die vergangene Entwicklung der Umweltpolitik und über mögliche Entwicklungsperspektiven neue Impulse gegeben werden. Das Vorhaben soll eine fachlich fundierte Vorbereitung und den hohen inhaltlichen Zielen entsprechende programmatische Ausarbeitung des geplanten Debattenkongresses sichergestellt. Ebenso ist die Ausführung sowie die Auswertung und Dokumentation der Kongressergebnisse Gegenstand des Auftrags.

Japanischer Gouverneur genehmigt Inbetriebnahme von Reaktoren

Der Gouverneur von Kagoshima, Yuichiro Ito, gab am 7. November 2014 die Genehmigung für die Wiederinbetriebnahme der ersten Reaktoren seit der Katastrophe von Fukushima im März 2011. Zwei Reaktoren der Anlage im südjapanischen Sendai könnten trotz der Bedenken einiger lokaler Anwohner wieder gestartet werden, sagte er. Für die Anlage gelten neue, strengere Sicherheitsvorkehrungen.

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