Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung des neuen Fertigungsverfahrens Polieren mit Laserstrahlung bei dem ein grundlegend anderes Wirkprinzip (Umschmelzen) gegenüber konventionellen Schleif- und Polierverfahren (Abtragen) genutzt wird. Die beteiligten Endanwender geben die Anforderungen an die polierten Oberflächen und das Verfahren vor. Durch die Analyse des Einfluss-Wirk-Zusammenhanges zwischen den Verfahrensparametern, der Rauheit und den Funktionseigenschaften der polierten Oberflächen wird das Verfahren zur industriellen Anwendungsreife entwickelt. Die Nutzung der Vorteile des Wirkprinzips Umschmelzen für das Polieren wird anhand von Bauteilen aus den Branchen Automobilbau, Werkzeugbau und Medizintechnik erprobt. Die Umsetzung der F+E Ergebnisse erfolgt zunächst bei den Industriepartnern des Projektes, und zwar auf den jeweiligen Anwendungsgebieten und mit Unterstützung des ILTs und des Anlagenherstellers. Hierauf basierend wird dann in einem nächsten Schritt der Anwenderkreis erweitert. Die Verbreitung der Projektergebnisse soll projektbegleitend durch Fachberichte bzw. Veröffentlichungen in Fachzeitschriften bzw. auf nationalen und internationalen Tagungen erfolgen.
Der Anlass des Vorhabens war ein gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für angewandte Materialforschung (IFAM) durchgeführtes Forschungsprojekt im Bereich der Niederdruck-Plasmapolymerisation zur Beschichtung ausgewählter Teilspektren aus dem Bereich Metall und Kunststoff. Auf Basis der Erkenntnisse des Forschungsprojektes sollte eine Plasmapolymerisationsanlage erstellt werden, die auf die Bedürfnisse der industriellen Anwendung der Plasmapolymerisationstechnologie optimiert ist. Die Zielsetzung war es, herkömmliche PTFE-Beschichtungen mit dieser besonders bei höheren Stückzahlen wesentlich kostengünstigeren Beschichtung zum Teil ersetzen zu können sowie neue Anwendungsfelder für die Oberflächenbeschichtung zu erschließen. Dabei sollten auch Umweltbelastungen aus den Verfahren zur PTFE-Beschichtung reduziert werden, da das Herstellungsverfahren der Plasmapolymerbeschichtung wesentlich umweltfreundlicher im Bezug auf Energiekosten und Luftverunreinigungen ist. Der Energieverbrauch bei der Niederdruck-Plasmapolymerisation beträgt nur einen Bruchteil vom Energiebedarf für PTFE-Beschichtungsverfahren. Es wurde vom IFAM eine Versuchsanlage gebaut, die von der Anlagengeometrie und den möglichen Beschichtungsarten ein breites Spektrum abdeckt. Über 15 Monate wurden umfangreiche Musterbeschichtungen an verschiedensten Teilen durchgeführt; Anlage und Software wurden optimiert.