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Oekomorphologische Datenbank zur 'Flora von Oesterreich'

Aufbau der Struktur einer Datenbank fuer die Erfassung oekomorphologischer Merkmale der oesterreichischen hoeheren Pflanzen u.a. zur formalisierten Ableitung von Wuchsformtypen.

Fischartenkartierung in Bayern (Deutschland)

Erfassung der Fischarten in den Fliessgewaessern Bayerns und ihre Lebensraeume. Davon abgeleitet: - Ueberblick ueber die Bestandssituation, - Bedrohung der Fischarten und Abhilfemassnahmen (Biotopsanierung), - Hegemassnahmen (Bewirtschaftung).

Oekomorphologie der heimischen Fischarten

Die Oekomorphologie der heimischen Fischarten soll als Nachweis von Rhein und Donau vor und nach der Verbindung der zwei groessten europaeischen Einzugsgebiete (Rhein-Main-Donau-Kanal) untersucht werden. Am Anfang der Studie stehen Untersuchungen zur intraspezifischen Variabilitaet der morphometrischen und meristischen Merkmale im Vordergrund.

Renaturierung des Fliessgewaessersystems im Naturpark 'Maerkische Schweiz'

Fliessgewaessersysteme wurden besonders in den vergangenen Jahrzehnten durch Verbauung, Begradigung und Belastung in ihrer Funktion zum Teil stark gestoert. Das Projekt hat die Einschaetzung des Gewaesserzustandes des Fliessgewaessersystems im Naturpark 'Maerkische Schweiz' unter Beruecksichtigung der naturraeumlichen Gegebenheiten des nordostdeutschen Tieflandes zum Ziel. Hieraus sind Leitbilder, Entwicklungsziele und Methoden zur Renaturierung abzuleiten. Im Ergebnis des Projektes liegen umfassende Bestandsaufnahmen und Bewertungen zur Oekomorphologie, Wasserguete, Vegetation und zum Makrozoobenthos des Stoebbers, des Sophienfliesses, des Kreuzfliesses, des Hohen Grabens, des Hoellenbaches und des Muehlenfliesses vor. Auf dieser Basis konnten Defizite, Entwicklungsziele und Handlungsempfehlungen abgeleitet und zum Teil umgesetzt werden. Insbesondere ist der Wert von Fischaufstiegsanlagen zur Wiederherstellung des Biotopverbundes zu nennen.

Fischgemeinschaften der oberen Donau (Deutschland, Oesterreich) vor dem Rhein-Main-Donau Kanal

Die Studie ueber die Fischgemeinschaften der oberen Donau wurde durchgefuehrt in den Jahren 1976 und 1984. Es wurden 19 Stationen und 24 Fischproben mit insgesamt ueber 23000 Fischen untersucht. 42 Arten, davon 8 Erstnachweise fuer diese Donaustrecke und 8 Hybriden wurden beschrieben. Die obere Donau wurde in zwei unterschiedliche Abschnitte aufgeteilt, oberhalb und unterhalb von Ulm. Als Kriterien dienten die abiotischen Parameter (Entfernung von der Quelle, die Hoehe ueber NN und das Flussgefaelle) sowie die biotischen Parameter (Artenreichtum, Artenverteilung). 9 Arten kamen ueber die ganze Strecke der oberen Donau verteilt vor, dagegen waren 10 bzw. 23 Arten in ihrem Vorkommen entweder auf den oberen oder den unteren Abschnitt beschraenkt. Eine Faktorenanalyse der oekomorphologischen Eigenschaften der 28 dominierenden Arten zeigte 'generalist-specialist'-Merkmale in ihrem Schwimmverhalten und Futtereerwerb. Der Anteil der Schwimm- und Futtererwerbs-Spezialisierungen war in den oberen und den unteren Flussabschnitten deutlich verschieden. Weiterhin wurden die Fischarten genannt, die nach der Oeffnung des Rhein-Main-Donau Kanales in das System der Nordsee einwandern koennten. Ebenso wurde auf die Gefahren eines Einwanderns der nordischen Fischarten in das Donausystem hingewiesen, besonders auf die natuerliche Ausbreitung des Meeresneunauges und des Aales. Obwohl die Erfahrung mit anderen grossen Schiffskanaelen - Erie, Welland, Suez - anzeigt, dass ernstliche Veraenderungen mit bis zu einem halben Jahrhundert Verzoegerung eintreten, sind diese Veraenderungen skizziert worden und es wird vor ihnen gewarnt.

Zur Oekologie des Fliessgewaessersystems der Nieme

Von Mai 1992 bis Maerz 1994 wurden verschiedene Untersuchungen zur Oekologie des Fliessgewaessersystems der Nieme (Suedniedersachsen) durchgefuehrt. Hierzu gehoerten die Erfassung von Makrozoobenthon, Ufervegetation und Oekomorphologie. Ergaenzend wurden wichtige chemisch-physikalische Parameter untersucht und die Avifauna qualitativ erfasst. Neben der detaillierten Beschreibung des Gewaessersystems anhand der o.g. Parameter wurden insbesondere Aspekte der Typologie und der naturschutzfachlichen Bewertung exemplarisch diskutiert.

Erfolgskontrolle von Fliessgewaesser-Renaturierungen - Ableitung eines Minimalkonzeptes

Die Alfred Toepfer Akademie fuer Naturschutz (NNA) fuehrte im Rahmen ihres Projektes 'Obere Boehme' eine erste Entwicklungskontrolle eines 1992/93 in typischer Weise durch Rueckbau naturnaeher umgestalteten Heidebachabschnitts durch. Neben dem Ziel einer umfassenden Bewertung dieser Gewaesserumgestaltung verfolgte das Projekts das zentrale Anliegen, am Beispiel der oberen Boehme Konzepte und Methoden fuer Begleituntersuchungen von Fliessgewaesserrenaturierungsmassnahmen zu entwickeln. Das bei Wolterdingen im Landkreis Soltau-Fallingbostel gelegene Renaturierungsgebiet, in dem 700 m begradigte Bachstrecke der oberen Boehme remaeandriert wurden, war Gegenstand von Untersuchungen der Gewaessergeschichte und -morphologie, der Vegetation und naturraeumlichen Standortbedingungen sowie der Selbstreinigungsleistung des Gewaessers. Ferner wurde eine erste Bestandesaufnahme der Fischfauna und der Eintags-, Stein- und Koecherfliegenbesiedlung durchgefuehrt. Der Bewertungsmassstab dieser Ergebnisse resultierte meist ausschliesslich aus parallelen Untersuchungen im gesamten Einzugsgebiet der oberen Boehme, teilweise konnte auch auf Vorerhebungen zurueckgegriffen werden. Aus den Ergebnissen und Erfahrungen des Projektes 'Obere Boehme' werden spezifische und grundsaetzliche Empfehlungen fuer Entwicklungskontrollen an Fliessgewaessern abgeleitet. Erstere beziehen sich insbesondere auf Beprobungen der chemisch-physikalischen Wasserqualitaet und der Eintags-, Stein- und Koecherfliegenfauna.

Oekologische Verbesserung von Fliessgewaessern II. Ordnung - Rankbach-Modell

Viele Gewaesser II. Ordnung befinden sich in einem oekologisch sehr unbefriedigenden Zustand. Mit der Novellierung des Paragraph 68 WG sollen die Gemeinden als Traeger der Unterhaltungslast zur naturnahen Umgestaltung verpflichtet werden. Ziel des Erprobungsvorhabens ist die modellhafte Erarbeitung von Inhalten und Verfahrensweisen bei der fachlichen und rechtlichen Umsetzung des Paragraph 68 a neu und die Ueberpruefung der Akzeptanz bei den Traegern der Unterhaltungslast. Der guetemaessig und oekologisch defizitaere Rankbach ist aufgrund der Vergleichbarkeit mit anderen Gewaessern II. Ordnung fuer das Erprobungsvorhaben besonders geeignet. Es sollen zunaechst oekomorphologische und guetemaessige Bestandsaufnahmen durchgefuehrt werden, von denen Entwicklungsziele und Massnahmentypen abgeleitet werden. Die unterhaltungspflichtigen Gemeinden sollen zur Umsetzung dieser Ziele verpflichtet werden. Zur Erarbeitung eines Handlungsrahmens fuer die Verbesserung der Gewaesserverhaeltnisse wurden schwerpunktmaessig die drei Teilaspekte Oekomorphologie (Strukturen in und an den Gewaessern), biologische Gewaesseruntersuchungen (zur faunistischen Bewertung und Ermittlung der Gewaesserguete) sowie chemische Wasseruntersuchungen betrachtet. Die struktur- und belastungsbezogenen Defizite wurden in einem Bestandsplan dargestellt. Daraus abgeleitet wurde ein Bewertungs- und Massnahmenplan erstellt. Die gut gewaehlte Darstellung ermoeglicht es sowohl dem interessierten Laien als auch dem Fachmann, sich im Plan entsprechend zurechtzufinden und auch Detailinformation zu erhalten.

Ausweisung flusstypspezifisch erhaltener Fliessgewässerabschnitte in Österreich (Studie 1), Ausweisung flusstypspezifisch erhaltener Fliessgewaesserabschnitte in Oesterreich - Fliessgewaesser mit eine Einzugsgebeit groesser 500 km2 ohne Bundesfluesse (Studie 2)

Auftrag der Studie 1 war die einheitliche Bewertung, Beschreibung und planliche Ausweisung 25 oesterreichischer Bundesfluesse (laut Paragraph 8 WBFG) hinsichtlich ihres Bestandes an gewaessertypspezifisch erhaltenen Flussabschnitten. Studie 2 besitzt die gleiche Aufgabenstellung an den restlichen oesterreichischen Fliessgewaessern, die ein groesseres Einzugsgebiet als 500 km aufweisen. Bei der Kartierung und Bewertung der insgesamt 54 Fliessgewaesser kam und kommt die 'Typspezifisch-oekomorphologische Methode' zur Anwendung, die im Rahmen einer eigenen Vorstudie (BMUJF, Blaue Reihe, Bd. 1 1993) entwickelt wurde. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie liefern Grundlageninformation fuer das weite Spektrum wasserwirtschaftlicher Planungen, die als raumrelevante Ordnungsinstrumente u.a. Vorgaben fuer die Nutzung, Entwicklung und Sicherung von Gewaesserraeumen definieren.

Oekomorphologie domestizierter Voegel mit besonderer Beruecksichtigung des Skelettes; Oekomorphologie wildlebender, gefaehrdeter oder bejagter Vogelarten mit Gefangenschaftsnachzucht

Die laufende Untersuchung zeigt die Einwirkung der Umwelt (verschiedener Haltungssysteme) auf die Morphologie domestizierter Vogelarten (zunaechst dem Haushuhn als wirtschaftlich wichtigstem Vogel) auf, wobei besonderes Augenmerk auf die Ausbildung des Skelettes gelegt wird. Das Skelett ist in seiner Funktion als Stuetzorgan innerhalb des Bewegungsapparates an der aktiven Auseinandersetzung eines Tieres mit dessen Umwelt beteiligt, was in Form und Struktur der Knochen zum Ausdruck kommt. Als Depot fuer Mineralstoffe ist das Skelett bei Voegeln ausserdem im Rahmen der Fortpflanzung an der Eierschalenbildung beteiligt. Die makroskopische Analyse der Skelettelemente erfolgt an metrischen und diskreten Merkmalen. Die innere Struktur der Knochen wird histologisch unter dem Durchlicht- und Polarisationsmikroskop untersucht. Zusaetzlich ist eine chemische Analyse des Anteils mineralischer Knochenbestandteile geplant.

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