In der geplanten Forschungsarbeit soll die zeitliche und raeumliche Verteilung oberflaechennaher Sedimente im noerdlichen Ontariosee (Kingston Basin) untersucht werden und die Extrapolation der durch Sedimentkerne gewonnenen Punktdaten auf Flaechendaten (Regionalisierung) durchgefuehrt werden. Zur zeitlichen Komponente (Datierung der Kerne), soll 1995 hauptsaechlich die Frage der raeumlichen Variabilitaet und der Moeglichkeit der Regionalisierung bearbeitet werden. Auf der Grundlage der im GIS ausgewiesenen Teilraeume werden zwei Probenahmesysteme (teilsystematisches Raster, teilsystematisches Transekt) auf ihre Effizienz und Akkuritaet ueberprueft. Raeume mit gestoerten Sedimenten werden direkt ueber Interpretation der physikalischen Aufnahmen der Sedimente als auch ueber ein in der Entwicklung befindliches wave base model ausgeschieden. Wie im letzten Antragszeitraum werden oberflaechennahe Proben entnommen und auf die genannten Parameter untersucht. Im letzten Schritt muessen dann Blindproben in den ausgewiesenen Raeumen gezogen werden, um die Richtigkeit des Modells zu ueberpruefen. Damit soll einerseits die Kontaminationsgeschichte des Raumes mit groesserer Genauigkeit erfasst werden, als dies bisher der Fall war, andererseits sollen die methodischen Erkenntnisse bezueglich des Informationsgehalts von Seesedimenten zukuenftigen Studien in anderen Seen wesentliche Orientierungshilfen geben. Letztendlich sollen Vorschlaege fuer eine Richtlinie zum Informationsgehalt von Sedimentkernen erarbeitet werden.