Bei der Haupttätigkeit der ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH , Inspire-ID: https://registry.gdi-de.org/id/de.bb.inspire.pf.eureg/23024102_1554_0) handelt es sich um Warmwalzen von Eisenmetallen (NACE-Code: 24.10 - Erzeugung von Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen). Weitere Nebentätigkeiten beinhalten: Beseitigung oder Verwertung v. gefährlichen Abfällen > 10 t/d Aufbringen v. schmelzfl. metall. Schutzschichten bei Eisenmetallen > 2t/h Oberflächenbehandlung mit organischen Lösungsmitteln >150 kg/h oder >200 t/a Warmwalzen von Eisenmetallen >20 t/h Kalkherstellung in Drehrohröfen > 50 t/d Röst- oder Sinteranlagen f. Metallerz einschl. sulfid. Erze. Es wurden keine Freisetzungen oder Verbringungen nach PRTR berichtet zu: Freisetzung in das Wasser, Freisetzung in den Boden, Verbringung gefährlicher Abfälle im Ausland.
Die Firma Fissler GmbH ist einer der weltweit führenden Hersteller von qualitativ hochwertigem Kochgeschirr, vertreten mit eigenen Tochtergesellschaften und Vertriebspartnern in über 80 Ländern weltweit. 90 Prozent der Produkte werden dabei vollständig in Deutschland gefertigt, um den hohen Qualitätsanforderungen gerecht zu werden. Kochgeschirr als Gebrauchsgegenstand und zugleich Stilelement in der Küche wird in der täglichen Nutzung mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Belastungen konfrontiert. Dabei kommt vor allem der Oberflächenbeschichtung der Pfannen, Bräter etc. eine entscheidende Bedeutung zu. Die Oberflächenbeschichtung gewährleistet, dass die Produkte antihaftbar, kratz-, farbton- und temperaturbeständig sowie einfach zu reinigen sind. Üblicherweise kommen insbesondere für die Außenbeschichtung des Kochgeschirrs lösungsmittelbasierte Beschichtungsmittel zum Einsatz, Der Einsatz organischer Lösungsmittel geht aber mit erheblichen Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) einher, die eine aufwändige Abluftreinigung und Genehmigungsverfahren zur Folge haben. In Kombination mit dem grundsätzlich sehr ressourcenintensiven Beschichtungsprozess sowie den bislang sehr hohen Nacharbeits- und Ausschussquoten konventioneller Anlagentechnologien, besteht somit unter ökologischen Gesichtspunkten im gesamten Beschichtungsprozess erhebliches Optimierungspotenzial. Ziel dieses Projektes war es, die Ressourceneffizienz des gesamten Beschichtungsprozesses erheblich zu verbessern. Erstmalig sollten wasserbasierte Beschichtungsmittel für die Oberflächenbeschichtung eingesetzt und gleichzeitig durch eine verbesserte Prozessführung Nacharbeits- und Ausschussquoten signifikant reduziert und die Anlagenflexibilität erhöht werden. Nach erfolgreicher Inbetriebnahme des neuen Anlagenkonzepts konnten die anspruchsvollen Zielstellungen vollumfänglich erfüllt werden. Insbesondere im Bereich des Lackeinsatzes konnte dabei im Vergleich zu Referenzanlage die Ressourceneffizienz verbessert werden, was in Verbindung mit dem erstmaligen Umstieg auf wasserbasierte Lacke in der Außenbeschichtung erhebliche Einsparungen an Lösungsmitteln ermöglicht. Mit Blick auf die Umweltbilanz sind darüber hinaus die maßgebliche Reduzierung der Ausschussquote sowie die nahezu vollumfängliche Vermeidung von Nacharbeitsprozessen aufgrund von fehlerhaften Beschichtungen von entscheidender Bedeutung, sodass eine jährliche CO 2 -Einsparung von 374 Tonnen erzielt werden konnte. Die realisierte Anlagentechnik verbindet infolgedessen eine ressourcenschonende Beschichtung von Kochgeschirr mit einer maßgeblichen Anlagenfunktionalität und -flexibilität. Die realisierte Anlage definiert somit einen neuen Benchmark für die Beschichtung von Waren mit höchsten Ansprüchen an Temperaturbeständigkeit, Korrosionsschutz und Antihafteigenschaften.
Branche: Metallverarbeitung
Umweltbereich: Ressourcen
Fördernehmer: Fissler GmbH
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Laufzeit: 2019 - 2021
Status: Abgeschlossen
Bei der Haupttätigkeit der Körner Druck GmbH & Co. KG , Inspire-ID: https://registry.gdi-de.org/id/de.bw.lubw.inspire.pf/pi-450-1554697-61500092) handelt es sich um Oberflächenbehandlung mit organischen Lösungsmitteln (NACE-Code: 18.12 - Drucken a. n. g.). Es wurden keine Freisetzungen oder Verbringungen nach PRTR berichtet zu: Freisetzung in die Luft, Freisetzung in das Wasser, Freisetzung in den Boden, Verbringung von Schadstoffen mit dem Abwasser, Verbringung gefährlicher Abfälle im Inland, Verbringung gefährlicher Abfälle im Ausland, Verbringung nicht gefährlicher Abfälle.
Von der Europäischen Gemeinschaft wurde die Richtlinie 1999/13/EG vom 11.03.1999 über die Begrenzung von Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen, die bei bestimmten Tätigkeiten und in bestimmten Anlagen bei der Verwendung von organischen Lösemitteln entstehen (EU-VOC-RL), erlassen. Die EU-VOC-Richtlinie wurde als 31. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) in deutsches Recht umgesetzt.
Die Lösemittelrichtlinie 1999/13/EG wurde zwischenzeitlich inhaltlich in die Industrieemissionsrichtlinie (Richtlinie 2010/75/EU vom 24. November 2011 über Industrieemissionen) aufgenommen und das deutsche Recht entsprechend angepasst.
Zuständig für die immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftigen Anlagen sind die Betriebsreferate im Amt für Immissionsschutz und Abfallwirtschaft der BUKEA und für die nicht genehmigungsbedürftigen Anlagen die Bezirksämter Hamburgs.
Ziel des Projektes ist es, die gebundenen Rückstände des Fungizids Cyprodinil, die in Weizenstroh bis zu 45 Prozent und in Körnern bis zu 30 Prozent des applizierten Wirkstoffs betragen können, bezüglich ihrer Struktur und der Art der Bindung zu charakterisieren. Die in den unlöslichen Pflanzenfraktionen festgelegten Rückstände sollen durch klassische Aufschlüsse und, als zu entwickelnde neue Methode, durch Silylierung freigesetzt, in organische Lösungsmittel überführt und mit hochauflösender NMR-Spektroskopie sowie mit chromatographischen Methoden untersucht werden. Weiterhin sind Festkörper-NMR-Untersuchungen der Rückstände in festen Pflanzenproben und -fraktionen vorgesehen. Cyprodinil wird für die geplanten NMR-Untersuchungen vom Hersteller, Novartis, an geeigneten Molekülpositionen mit 13C markiert. Für die Lokalisation und quantitative Erfassung der Rückstände wird zusätzlich 14C-markierter Wirkstoff eingesetzt. Um größere Mengen von Metaboliten und gebundenen Rückständen für die geplanten Charakterisierungen herzustellen, soll Cyprodinil auch in Weizen-Zellkulturen inkubiert werden. Zur Verminderung der NMR-Untergrundsignale der Pflanzenmatrix ist vorgesehen, die Inkubation in Pflanzen bzw. Zellkulturen durchzuführen, deren natürlicher 13C-Gehalt abgereichert wurde. Für spektroskopische Vergleichsmessungen ist die Kopplung des Fungizids an synthetische Ligninpolymere geplant.
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