Die kürzeste Route zwischen Brutgebiet und Überwinterungsquartier liegt auf einem Großkreis und sollte von den Vögeln bevorzugt werden. Danach müssten europäische Singvögel in ihre südlich gelegenen Winterquartiere direkt nach Süden ziehen. Jede Abweichung von dieser Route bedeutet, dass die Vögel einen Umweg machen. Offensichtlich ziehen die meisten europäischen Singvögel nicht nach Süden, sondern in südwestliche und südöstliche Richtung und meiden auf diese Weise die Überquerung der Alpen. Das Zugverhalten in Bezug zur Barriere der Alpen ist gut untersucht, nicht dagegen zu weiter südlich gelegenen Barrieren. Völlig unerforscht ist der Atlas in seiner Wirkung auf den Vogelzug. Für ihn liegen sich widersprechende Hypothesen vor, nach denen er auf dem Herbstzug entweder überquert oder umflogen wird. Auf dem Frühjahrszug lassen die mittleren Zugrichtungen in Gibraltar die Überquerung des Atlas erwarten, doch ist wegen der Größe der ökologischen Barriere ebenso eine Umgehung denkbar. Mit Hilfe von Radarstationen, die entlang einer W-E gerichteten Achse im Norden des Atlas errichtet werden, sollen die Zugrichtungen der nächtlich ziehenden paläarktischen Singvögel untersucht werden.
An moribunden bzw. tot gefundenen Voegeln werden Reihenuntersuchungen auf Tumore und andere Erkrankungsformen durchgefuehrt. Zusammenhaenge zwischen der Biologie und der moeglichen Einwirkung von Umweltgiften soll geprueft werden.
Zur Ableitung von Schutzmassnahmen sind genaue Kenntnisse zur Dismigration und Raumnutzung der Dohlen notwendig. Entscheidend ist die mittlere und maximale Ansiedlungsentfernung vom Geburtsort.
Mit gegenwärtig 328 Arten stellt die Familie der Kolibris ein bedeutendes Faunenelement der Neotropis dar. Die äquatorialen Regionen, insbesondere der Andenraum, bilden das zoogeographische Zentrum des Taxons. Als Nahrungsspezialisten (Nektarivorie) konnten sich die Trochiliden eine bedeutende ökologische Nische in fast allen terrestrischen Lebensräumen erschließen. Ihre homogene großräumige Verbreitung begünstigt die Dokumentation und Analyse der Biogeographie, der Ausbreitungs- und Speziationsgeschichte sowie der geographischen Variation. Auf der Grundlage rezenter Verbreitungsmuster und apomorpher Merkmale sollen intragenerische phylogenetische Zusammenhänge andiner Taxa rekonstruiert werden. Zur Beurteilung topographischer Strukturen auf den Genfluss zwischen benachbarten Subpopulationen wird anhand kleinräumiger geographischer Pools die Variation morphologischer Parameter analysiert. Hierfür werden Belegexemplare in nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen untersucht. Zur Erklärung allo- bzw. sympatrischer Verbreitung werden Vikarianz- und Dispersionseffekte und daraus abgeleitete Speziationsmodelle (u.a. Refugialtheorie) untersucht. Ziel des Projektes ist es, unter Berücksichtigung von zeitlichen Eichparametern wie geologischen, phyto- und zoogeographischen Befunden Aufschlüsse über Evolutionszentren sowie Radiationsrichtungen und -zeiträume der einzelnen Trochilidentaxa zu erhalten. Die biogeographische und morphologische Rekonstruktion von Speziationsmustern bildet die Ausgangshypothese für weiterführende phylogenetische Fragestellungen, die in einem Anschlussprojekt mit Hilfe molekularbiologischer Methoden bearbeitet werden sollen.
Auf zwei Versuchsflaechen wird diese historische Betriebsform in ihrer urspruenglichen Art betrieben. Ziel ist die Schaffung eines Anschauungs- und Studienobjektes. Daneben werden verjuengungsoekologische Fragen untersucht. Ornithologische und wildbiologische Begleituntersuchungen werden durchgefuehrt. Es wird untersucht: Zusammenhang zwischen Eichen-Naturverjuengung und Oberholzvorrat; Entwicklung der Naturverjuengung nach Lichtbedarf der Baumarten; zahlenmaessige Entwicklung nach Art, Lichtbedarf und Oberholzvorrat; Ausschlagsfaehigkeit der Stoecke im Unterholz nach Baumart, Alter des Stockes und Vitalitaet des stehenden Individuums vor der Nutzung; Entstehungsart und Ueberleben der Ausschlaege; Biomasse der Unterschicht ueber die Umtriebszeit; Kronenentwicklung und Vorratsentwicklung des Oberholzes ueber die Umtriebszeit.
1.) Zielsetzung: Beitragen zur langfristigen Erhaltung der Auerhuhnbestaende der Schweiz durch: a) Einflussnahme auf waldbauliche Massnahmen und forstliche Erschliessungen; b) Information von Foerstern und Waldbesitzern. Parallel dazu Erfolgskontrollen und Revision bzw. Ergaenzung des Auerhuhn-Inventars von 1985. 2.) Projektplan und Methoden: a) Beurteilung von Erschliessungsprojekten, Mitwirkung bei UVP's in und in der Naehe von Auerhuhnschutzgebieten; b) Ermitteln von Habitatanspruechen und den geeigneten waldbaulichen Methoden; c) Erstellen eines Leitfadens Waldbau und Auerhuhnschutz; d) Durchfuehrung von regionalen Kursen fuer Foerster und Waldbesitzer; e) Ausbau der persoenlichen Kontakte, Aufnahme von Verhandlungen ueber Schutzmassnahmen; f) Komplettierung der Angaben ueber die Auerhuhnbestaende und die Biotopsituation; g) Begleiten der vereinbarten Massnahmen; h) Erfolgskontrolle (3. Inventar bzw. Teilrevision des Inventars von 1985).
Hannover. Vögel waren seine persönliche und berufliche Leidenschaft: Dr. Markus Nipkow, seit 2012 Leiter der Staatlichen Vogelschutzwarte im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), geht in den Ruhestand. Vögel waren seine persönliche und berufliche Leidenschaft: Dr. Markus Nipkow, seit 2012 Leiter der Staatlichen Vogelschutzwarte im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), geht in den Ruhestand. „Der Naturschutz und die Bewahrung der Artenvielfalt dürfen niemals als überflüssiger Luxus betrachtet werden, den wir uns nicht mehr leisten können – wir setzen sonst eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder aufs Spiel“, so beschreibt der Ornithologe seine eigene Motivation und seinen Einsatz für die Vogelwelt. Sein Interesse an Vögeln entwickelte der gebürtige Bielefelder bereits, als er 1975 Mitglied wurde beim damaligen Deutschen Bund für Vogelschutz, heute NABU. In Tübingen und Freiburg studierte der 65-jährige Biologie und promovierte auch in Freiburg am Institut für Landespflege. In Niedersachsen startete der Vogelkundler seine berufliche Laufbahn 1994 als Seminarleiter bei der Naturschutzakademie in Schneverdingen. Im Anschluss war er von 2001 bis 2012 als Referent für Ornithologie und Vogelschutz im NABU Bundesverband tätig, erst in Bonn, dann in Berlin. Zurück in Niedersachsen übernahm der Vater einer Tochter und eines Sohnes im Mai 2012 die Leitung der Staatlichen Vogelschutzwarte im NLWKN. Die 1947 gegründete „Staatliche Vogelschutzwarte“ pflegt ein umfangreiches Netzwerk zum wissenschaftlich, behördlich und ehrenamtlich organisierten Vogelschutz. Diese entwickelte er in seiner Zeit kontinuierlich weiter - sowohl inhaltlich als auch personell. Aktuell kümmern sich 30 Mitarbeitende hauptamtlich um die Vogelwelt in Niedersachsen, davon die Hälfte in einem LIFE-Projekt zum Wiesenvogelschutz, einem der Aufgabenschwerpunkte. „Denn Niedersachsen trägt für Vogelarten der Feuchtwiesen, der Moore und der Agrarlandschaft eine besonders große Verantwortung“, betont Nipkow. Berthold Paterak, Leiter des Naturschutzes im NLWKN, dankte dem Chef-Vogelschützer im NLWKN für seinen langjährigen Einsatz: „Markus Nipkow hat sein umfangreiches Fachwissen auf zahlreichen Veranstaltungen weitergegeben. Als Teil der niedersächsischen Fachbehörde für Naturschutz standen er und sein Team sowohl dem Umweltministerium als auch den Unteren Naturschutzbehörden immer mit Sachverstand zur Seite. Oftmals ging es dabei um den Umgang mit Konflikten zwischen Betroffenen und den Erfordernissen des Artenschutzes, zum Beispiel bei den Kormoranen, Gänsen und Saatkrähen. Markus Nipkow gelang es stets, Kompromisse zu finden, die von allen Seiten Akzeptanz finden konnten. Dafür danke ich ihm. Ich wünsche ihm alles Gute im wohlverdienten Ruhestand“. Nipkow selbst blickt gespannt auf seinen neuen Lebensabschnitt, wünscht sich, ihn vielfältig nutzen zu können, draußen in der Natur und mit seiner Familie: „Die Freude an der Vogelbeobachtung wird immer dazugehören!“. Die Staatliche Vogelschutzwarte im NLWKN in Kürze Die Staatliche Vogelschutzwarte im NLWKN in Kürze In der Staatlichen Vogelschutzwarte laufen alle Fäden des landesweiten Vogelartenschutzes zusammen: Basierend auf dem Monitoring sämtlicher Brut- und Gastvogelarten zwischen Harz und Nordseeküste, das in enger Zusammenarbeit mit Haupt- wie auch mit Ehrenamtlichen umgesetzt wird, entwickeln die Mitarbeitenden in der Staatlichen Vogelschutzwarte Schutzkonzepte und begleiten zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung von Lebensräumen fachlich. Im Mittelpunkt der Aufgaben stehen die 71 EU-Vogelschutzgebiete in Niedersachsen, deren Kulisse als Hotspots der Artenvielfalt Niedersachsens gelten. Darüber hinaus werden die Rote Liste der gefährdeten Brutvögel Niedersachsens und Bremens erarbeitet und regelmäßig aktualisiert sowie Leitfäden für das Land erarbeitet und fachlich begleitet. Umfangreiches Fachwissen wird laufend auf zahlreichen Veranstaltungen weitergegeben.
Vogelmonitoring-Bericht für das Jahr 2023 erschienen – erfolgreiches Projekt liefert seit fünf Jahren wichtige Daten zu Beständen unserer Vogelarten Unter Federführung der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz e. V. (GNOR) wird seit über fünf Jahren das von der Aktion Grün geförderte verbandsübergreifende Projekt zum ehrenamtlichen Vogelmonitoring in Rheinland-Pfalz umgesetzt. „Das Vogelmonitoring in Rheinland-Pfalz ist ein Erfolgsprojekt. Mit Hilfe von über 300 Ehrenamtlichen erfahren wir von Jahr zu Jahr mehr über die heimische Vogelwelt und können bei Bedarf Arten mit Schutzmaßnahmen unter die Arme greifen, deren Population zurückgeht, wie beim Kiebitz geschehen. Mein Dank gilt daher allen Ehrenamtlichen, die sich in diesem Projekt engagieren und der GNOR für die Initiierung und Leitung des Projekts“, sagte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Katrin Eder. Ehrenamtliche Vogelbeobachtung und -zählung haben zwar eine lange Tradition in Rheinland-Pfalz, aber erst durch die hauptamtliche Koordination und Betreuung der über 300 ehrenamtlichen Kartiererinnen und Kartierer kann sich das volle Potenzial der für den Natur- und Artenschutz so wichtigen ehrenamtlichen Tätigkeit entfalten. Das erschienene fünfte Heft „Vogelmonitoring-Bericht 2023 für Rheinland-Pfalz“ zeigt eindrucksvoll das Ergebnis der drei Monitoringprogramme „Monitoring häufiger Brutvögel“ (MhB), „Monitoring seltener Brutvögel“ (MsB) und „Monitoring rastender Wasservögel“ (MrW). Alle drei Monitoringprogramme werden deutschlandweit durchgeführt und vom Dachverband Deutscher Avifaunisten e. V. (DDA) organisiert. Die in Rheinland-Pfalz erhobenen Daten fließen somit auch in die deutschlandweite Sicht auf die Vogelwelt ein. Bereits seit 20 Jahren wird deutschlandweit das „Monitoring häufiger Brutvögel“ durchgeführt. Hierfür sind in Rheinland-Pfalz 150 Probeflächen eingerichtet, auf denen zur Brutzeit von März bis Juni vier Mal alle dort vorkommenden Vogelarten kartiert werden. Mit Hilfe des Projektes zum ehrenamtlichen Vogelmonitoring konnte die Anzahl an bearbeiteten Probeflächen in den letzten fünf Jahren deutlich gesteigert werden, so dass in naher Zukunft ein detaillierteres Wissen über die Bestandstrends vieler Arten vorhanden sein wird. Das „Monitoring seltener Brutvögel“ erfasst eher punktuell verbreitete Arten oder Arten mit speziellen Lebensweisen, die besondere Erfassungsmethoden erfordern. Mittlerweile liegen über fünfjährige Erfassungsreihen für die Arten Graureiher, Saatkrähe und Zaunammer vor, mit denen sich fundierte Aussagen zur Bestandsentwicklung und Verbreitung in Rheinland-Pfalz treffen lassen. Erfassungsprogramme für weitere Arten befinden sich im Aufbau. Im Rahmen des „Monitorings rastender Wasservögel“, dem dritten Monitoring-Programm unter dem Dach des DDA, finden im Zeitraum von September bis April einmal monatlich zeitgleiche Zählungen der Vögel statt, die sich im Winterhalbjahr auf oder an den Gewässern aufhalten. Mit Hilfe der Ergebnisse lassen sich unter anderem besonders schützenswerte Stillgewässer oder Flussabschnitte beispielsweise entlang des Rheins identifizieren. Der Vogelmonitoring-Bericht für das Jahr 2023 ist abrufbar unter https://vogelmonitoring-rlp.de/wp-content/infomaterial/vogelmonitoring-bericht_2023.pdf Bei Interesse an einer Mitarbeit in den Erfassungsprogrammen ist die Projektkoordination unter vogelmonitoring(at)gnor.de erreichbar.
Presseanfrage um Fördergelder für das Beweidungsprojekt mit Exmoorponys der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz e. V. (GNOR) in Oberdiebach (Halboffene Weidelandschaft Oberdiebach).
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 222 |
| Europa | 1 |
| Kommune | 2 |
| Land | 87 |
| Schutzgebiete | 58 |
| Weitere | 37 |
| Wissenschaft | 28 |
| Zivilgesellschaft | 8 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 163 |
| Mitmachportal | 1 |
| Taxon | 1 |
| Text | 56 |
| unbekannt | 60 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 59 |
| Offen | 222 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 270 |
| Englisch | 13 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 56 |
| Bild | 1 |
| Datei | 57 |
| Dokument | 31 |
| Keine | 164 |
| Multimedia | 1 |
| Webseite | 40 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 110 |
| Lebewesen und Lebensräume | 281 |
| Luft | 100 |
| Mensch und Umwelt | 281 |
| Wasser | 127 |
| Weitere | 268 |