API src

Found 73 results.

Strategisches Monitoring von Rodentizid-Rückständen in Fischottern zur Überprüfung der Wirksamkeit von Risikominderungsmaßnahmen aus der Biozid-Zulassung

Als PBT-Stoffe gelangen antikoagulante Rodentizide bei Rattenbekämpfungen in der Kanalisation oder in Ufernähe in Gewässer, wo sie von Fischen aufgenommen und über die Nahrungskette in Top-Prädatoren wie Fischottern angereichert werden. Aufbauend auf dieser Erkenntnis aus dem Vorläufervorhaben (FKZ 3720 64 409 0) wurden in der Biozid-Zulassung Risikominderungsmaßnahmen (RMM) zur Verhinderung von Gewässereinträgen festgelegt. Um zu überprüfen, ob diese Maßnahmen geeignet sind, die Gewässerbelastung tatsächlich zu reduzieren, soll im Rahmen dieses Projekts ein strategisches Biotamonitoring anhand der systematischen Sammlung und Untersuchung von Fischotter-Totfunden aus ganz Deutschland durchgeführt werden. Dazu werden die tot aufgefundenen Tiere zentral gesammelt und obduziert, um ihren Gesundheitszustand zu untersuchen. Gleichzeitig werden sie beprobt, um die Leberproben auf Rückstände von Rodentiziden (und nach Möglichkeit auch anderen Umweltschadstoffen aus anderen Vollzügen) zu analysieren. Die Häufigkeit der positiven Rodentizid-Nachweise aber auch die Höhe ihrer Konzentration in der Leber sollen in drei aufeinander folgenden Jahren erhoben werden. Im Vergleich zu Daten aus früheren Jahren, die im Rahmen des Vorgängerprojekts erhoben wurden, erlaubt dies Rückschlüsse darüber, ob die aquatische Belastung nach Festlegung der RMM tendenziell abnimmt, zunimmt oder gleichbleibend ist. Zusätzlich dazu werden Begleitparameter wie Fundort, Rodentizideinsatz in Fundort-Nähe, Todesursache, Alter, etc. erhoben sowie Nahrungsanalysen (Untersuchung des Mageninhalts und Metabarcoding) durchgeführt. Dadurch können die Einflussfaktoren auf die Rodentizid-Rückstände in Fischottern und damit die Eintragswege dieser Stoffe statistisch ausgewertet werden.

REACH Mindestanforderungen PBT

Konkretes Management von Substanzen von hoher Besorgnis im Rahmen von REACH; Exemplarische Beschreibung an Fallbeispielen.

The impact of information gaps in the supply chain on environmental exposure - case study of a PBT substance

The ⁠ REACH ⁠ Regulation (EC 1907/2006) ensures chemical safety by requiring rigorous risk assessments before market entry. Safety data sheets (SDS) are vital for communicating safe usage guidelines, yet deficiencies are common, with up to 52% of SDSs found to be inadequate. This project aimed to identify gaps in SDS data by surveying actors across the supply chain with a specific focus on effect related to the environment. The key question driving the project was how far information on emission reduction measures is transferred by the registrants into their SDS and what is communicated along the supply chain. Using octamethylcyclotetrasiloxane (D4) as a case study, a substance with persistent, bioaccumulative, and toxic properties, the study assessed communication effectiveness. Despite a limited response rate, challenges in communication were identified, highlighting the need for improved coordination and transparency. Recommendations targeting both industry and regulatory agencies seek to enhance supply chain communication and address data gaps more effectively. Veröffentlicht in Texte | 131/2025.

The impact of information gaps in the supply chain on environmental exposure - case study of a PBT substance

The REACH Regulation (EC 1907/2006) ensures chemical safety by requiring rigorous risk assessments before market entry. Safety data sheets (SDS) are vital for communicating safe usage guidelines, yet deficiencies are common, with up to 52% of SDSs found to be inadequate. This project aimed to identify gaps in SDS data by surveying actors across the supply chain with a specific focus on effect related to the environment. The key question driving the project was how far information on emission reduction measures is transferred by the registrants into their SDS and what is communicated along the supply chain. Using octamethylcyclotetrasiloxane (D4) as a case study, a substance with persistent, bioaccumulative, and toxic properties, the study assessed communication effectiveness. Despite a limited response rate, challenges in communication were identified, highlighting the need for improved coordination and transparency. Recommendations targeting both industry and regulatory agencies seek to enhance supply chain communication and address data gaps more effectively.

Neue Wege bei der Bewertung der Anreicherung von Stoffen im Organismus: Validierung eines Konzepts zur Berücksichtigung der Eliminations-Halbwertzeit als alternative Größe der Bioakkumulation bei der PBT Bewertung

Zur Entscheidung ob ein Stoff bioakkumulativ (B) ist dient bisher vornehmlich der Bioakkumulationsfaktor (BCF) aus Fischstudien (OECD 305). Der BCF betrachtet aber nur den Expositionspfad/ Kompartiment Wasser und lässt andere Kompartimente (z.B.Terrestrik) außer Acht. Die regulatorischen Endpunkte der Bioakkumulation BCF, Biomagnifikationsfaktor (BMF) und trophische Magnifikationsfaktor (TMF) sind nicht direkt vergleichbar. Dies stellt die B-Bewertung vor große Herausforderungen. Deshalb schlagen das abges. UFOPLAN Vorhaben zur terrestrischen Bioakkumulation (FKZ 3710 67 421) sowie das laufendes Gutachten (PN 75337) die Eliminations-Halbwertzeit (EL0.5) als eine alternative Größe der Bioakkumulation vor: im stufenweisen Vorgehen soll die EL 0.5 zunächst theoretisch berechnet (Tier1) und der Metabolismus einbezogen werden (Tier2). Besteht dann noch Verdacht auf ein erhöhtes B-Potential sollen experimentelle Studien erfolgen (Tier3). Sowohl terrestrische als auch aquatische Spezies kommen in Frage. Das Konzept als solches wurde positiv aufgenommen und derzeit von der ECHA und international diskutiert. Verschiedene internationale Projekte zum Thema wurden angestoßen. Nun muss geprüft werden, ob das EL0.5- Bewertungskonzept praktisch anwendbar ist. Dafür sollen vorhandene, experimentell ermittelte Ausscheidungs- und Biotransformationsraten in Fischen und Säugern zur Validierung ausgewertet werden. Derzeit wird ein OECD in-vitro Test zur Abschätzung des Fischmetabolismus anhand von Leberzellen etabliert, die zukünftig in das Bewertungsschema integriert werden könnten. Ein Vorteil des EL0.5-Ansatzes ist, dass für viele REACH Stoffe ohnehin Toxikokinetikstudien an Säugern aus der Humantoxizitätsbewertung vorgelegt werden müssen, die zur Validierung und später zur B-Bewertung verwendet werden können. Zur Abstimmung mit den anderen MS/ ECHA soll auch ein internationaler Workshop veranstaltet werden und ggf. ein konkreter Wert für die EL0.5 als Trigger festzulegt werden.

Entwicklung eines Monitoring- und Bewertungskonzepts für die Schadstoffbelastung mariner Säuger der Nord- und Ostsee zur Umsetzung der MSRL

Ziel 1: Zusammenstellung /Auswertung von Schadstoffdaten für marine Säuger: Verfügbare Messdaten zu Schadstoffen in marinen Säugern werden im geplanten FuE zusammengestellt und in der Meeresumweltdatenbank (MUDAB) gespeichert und genutzt, um eine Liste relevanter Schadstoffe für marine Säuger zu erstellen. Ziel 2: Entwicklung eines Monitorings-/Bewertungskonzepts der Schadstoffbelastung mariner Säuger unter der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL), HELCOM (Übereinkommen zum Schutz der Ostsee) und OSPAR (Übereinkommen zum Schutz des Nordostatlantiks): Unter Berücksichtigung der als relevant identifizierten Schadstoffe soll ein geeignetes Schadstoff- und Gesundheitsmonitoring für Meeressäuger (z.B. über existierende Strandungsnetzwerke der Bundesländer sowie OSPAR und HELCOM Staaten) entwickelt werden. Ziel 3: Ableitung von Bewertungsschwellen zum Schutz mariner Säuger: Die Methodik der Ableitung von Umweltqualitätsnormen (UQN) nach dem europäischen (Technical Guidance Document) TGD soll im Vorhaben für die als relevant identifizierten Stoffe für marine Säuger angewendet werden. Bestehende Biota-UQN sollen gemäß aktualisiertem TGD überprüft werden. Für relevante Stoffe, für die bislang keine Biota UQN vorliegen, sind UQNs abzuleiten, um die Gefährdung der Meeressäuger bewerten und geeignete Maßnahmen zum Schutz vor Belastungen mit diesen Stoffen ergreifen zu können. Die Auswertung von Schadstoffdaten für marine Säuger und deren UQN unterstützen die Indikatorentwicklung bei OSPAR/HELCOM für eine regionale Bewertung ihrer Schadstoffbelastung. Übergreifendes Ziel des geplanten FuE-Vorhabens ist, eine maßgebliche Belastung mariner Säuger zu verhindern. Ziel 4: Nutzung der Daten: Zur Überprüfung der Wirksamkeit der Stoffgesetze (z.B. REACH, Pflanzenschutzmittel) und die Identifizierung von Problemstoffen werden besonders Daten für die nationale/europäische Bewertung persistenter, bioakkumulierender und toxischer (PBT) Stoffe geliefert. Marine Säuger sind dafür als Spitzenprädatoren besonders geeignet.

Weiterentwicklung einfacher Testsysteme für die Bewertung potentieller PBT-Stoffe: Wie kann die Lücke zwischen Screeningtests und komplexen Studien geschlossen werden?

Das Wissen über die Abbaubarkeit von Chemikalien ist einer der Grundpfeiler für Entscheidungsprozesse zu ihrer Regulierung. Die Identifizierung und Regulierung von besonders besorgniserregenden Stoffen (sog. SVHCs) ist relevanter Bestandteil der Behördenarbeit unter der Europäischen Chemikalienverordnung REACH. Mit Blick auf die Bewertung der Umwelteigenschaften handelt es sich bei SVHC bspw. um Stoffe, die persistent, bioakkumulierend und toxisch (PBT) oder sehr persistent und sehr bioakkumulierend (vPvB) sind. Die für die Bewertung der Abbaubarkeit notwendigen Informationen werden i.d.R. über computerbasierte Modelle vorhergesagt o. anhand von analytischen Methoden im Labor ermittelt. Letztere unterscheidet man im Wesentlichen in Screening-Tests und in sog. Simulationsstudien, die im Labor den Abbau in den Umweltkompartimenten Wasser, Sediment und Boden beschreiben. Screening-Tests messen die Mineralisationsrate innerhalb einer bestimmten Zeitspanne (bis zu 60d) und erlauben nur die Schlussfolgerung, dass der Stoff unter Umweltbedingungen wahrscheinlich 'nicht persistent' ist. Simulationsstudien dagegen dauern wesentlich länger (bis etwa 6 Monate) u. erlauben im Gegensatz dazu eine endgültige Entscheidung über den Zeitraum, bis 50% des Stoffes in der Umwelt abgebaut sind (DegT50). Dieses Ergebnis kann dann mit den eindeutigen Persistenzkriterien des Anhangs XIII der REACH-Verordnung verglichen werden. Zur Bewertung der leichten biologischen Abbaubarkeit können Tests der OECD Richtlinien 301 und 310 herangezogen werden. Obwohl jeder einzelne dieser Tests standardisiert und die angewendete Vorgehensweise ähnlich ist, unterscheiden sie sich in wichtigen Aspekten voneinander. Mit der Weiterentwicklung der Analysentechnik, aber auch durch die bevorzugte Nutzung einzelner Testsysteme sollte es möglich sein, auf inzwischen selten eingesetzte Testsysteme ganz zu verzichten und die Rahmenbedingungen der verbliebenen Testverfahren stärker zu vereinheitlichen. Die Möglichkeit einer Konsolidierung der bestehenden OECD-Testrichtlinien 301 und 310 soll mit diesem Projekt geprüft werden. Zwischen den Screening-Tests und den deutlich komplexeren Simulationsstudien fehlt es an einem einfachen Testsystem für die Bewertung der Persistenz von Stoffen. Ein vorangegangenes UBA-Projekt zeigte die Möglichkeit auf, dass Anpassungen am Design von Screening-Tests durchgeführt werden könnten um zu einer verlässlichen Entscheidung zu kommen, ob ein Stoff in der Umwelt persistent ist. In diesem Projekt soll für 2-3 Stoffe analytisch untersucht werden, in welchem Umfang die im REACH Leitfaden R.11 (2017) genannten, akzeptablen Modifikationen der Tests auf leichte biologische Abbaubarkeit die gemessene Mineralisationsrate beeinflussen. Gleichzeitig soll dieses Projekt bewerten, ob mit Hilfe dieser modifizierten Screening-Tests eine belastbare Schlussfolgerung zur Persistenz von Stoffen getroffen werden kann, ohne dass dafür eine DegT50 in Simulationsstudien ermittelt wurde.

Are substances more persistent than test systems lead to believe? Non-extractable residues: experimental examination of suitable extraction methods in view of a long-term risk for the environment

In transformation tests with organic substances in soil non-extractable residues (NER) are formed which remain there as residues. Some can be released again into the environment in the long-term and should be considered in the persistent assessment. Besides substances properties and soil characteristics the proportion of NER strongly depends on the extraction procedure. Within the European authorisation procedures, there is no precise and generally applicable definition of how NERs are to be determined and characterised.In this project a widely applicable standardised extraction procedure for the determination of non-extractable residues was developed to improve the comparability of NER data. Further extraction methods for the characterisation of reversibly bound residues such as ⁠EDTA⁠ extraction and silylation are discussed.The report is aimed at regulators, industry and experts from science and research.

Gestern PCBs - heute PFCs und bromierte Flammschutzmittel - und morgen?

Welche Erfahrungen und Konsequenzen ziehen wir aus der flächendeckenden Kontamination der Umwelt mit altbekannten POPs und PBT-Stoffen wie den dioxin-ähnlichen PCBs für die Bewertung und das Management neuer persistenter Umweltchemikalien? Inzwischen sind PFCs ubiquitär verteilt - wieder kommen Maßnahmen zu spät. Wie können Schäden wie z.B. Kontaminationen von Ackerböden und Grundwasserleitern durch PFCs - wie z.B. in Süddeutschland geschehen - verhindert werden, bzw. Gegenmaßnahmen rechtzeitig ergriffen werden? Wie können Gefährdungen durch neue/weitere Stoffgruppen frühzeitig erkannt werden? Analysen, weshalb bisher so wenig aus all diesen gut bekannten Problemen gelernt bzw. die Erkenntnisse nicht längst in vorsorgliches Handeln umgesetzt worden sind, werden benötigt sowie darauf aufbauend dringend Instrumente/Strategien, mit denen derartige Folgen zuvor abgeschätzt werden können um frühzeitig eingreifen zu können. Im Projekt sollen die vergangene und gegenwärtige Praxis der wissenschaftlichen Stoffbewertung von POPs, ihrer Regulierung und der Chemikalienpolitik analysiert werden, um Ideen und Konzepte für eine Optimierung dieser Verfahren zu erarbeiten.

Further development of screening tests for the evaluation of potential PBT substances

Assessing the persistency of chemicals in general involves a stepwise approach. This includes cost effective and easy to conduct screening tests, that may lead to a need for more complex, lengthy and expensive tests which try to simulate conditions being more representative for the environmental compartments water, sediment and soil. The former tests lead to conclusions about the substance’s degradation potential, the latter allow to deviate degradation half-lives that can be compared with the compartment specific persistency criteria. There are no tests established yet to close the gap between screening and simulations tests. This project evaluated potential enhancements for existing screening test methods and provides suggestions for establishing a new test method for assessing the biodegradation of chemicals. Veröffentlicht in Texte | 10/2023.

1 2 3 4 5 6 7 8