Gaspapier: Die Produktentwicklung des neuen Grasrohstoffes hat am Campus Klein-Altendorf der Rheinischen Friedrich Wilhelms-Universität Bonn stattgefunden. Die Zielsetzung war, das Heu so aufzubereiten, dass es in der Papierfabrik unter Nutzung der vorhandenen Anlagentechnik eingesetzt werden kann. Nachdem die Anforderungen Qualität, Zielpartikellänge und Auflösezeit an das Endprodukt definiert waren, musste zunächst eine passende Qualitätsprüfung gefunden werden. Dabei hat sich die Sinnenprüfung, als geeignet herausgestellt. Im Anschluss wurden verschiedene Heuchargen auf deren Gräserzusammensetzung und Inhaltstoffe hin untersucht um anschließend eine Heucharge auszuwählen, die für die weiteren verfahrenstechnischen Untersuchungen eingesetzt wurde. Daraufhin wurde unter Einsatz verschiedener Mühlentypen untersucht, ob die Mühlen in der Lage sind, die Zielpartikellänge zu produzieren. Nachdem dieser Teilbereich erfolgreich abgeschlossen werden konnte, wurden Pellets und Briketts aus dem Mahlgut produziert, die dann zur Testproduktion von Graspapier dienten. Erkenntnisse aus diesen Tests sind dann in eine weitere Pelletproduktion eingeflossen, bei der das Augenmerk auf noch kürzere Graspartikel, geringere Festigkeiten und einer daraus resultierenden schnelleren Auflösezeit, gelegt wurde.
Ziel des Projektes ist es, mögliche Behandlungsverfahren für Hühnermist unter den speziellen Gegebenheiten in Asiatischen Ländern zu identifizieren. Ein Behandlungsverfahren zum Pelletieren von Hühnermist wurde bereits an der TUHH entwickelt und soll weiter optimiert werden, um den speziellen Anforderungen gerecht zu werden. Es wird ein technologischer Austausch und die enge Zusammenarbeit mit potentiellen Anwendern in Asien durchgeführt. Weiterhin sollen Trainingskurse, ein Workshop sowie eine internationale Konferenz abgehalten werden. Ein Video und eine ausführliche Broschüre sollen die Ergebnisse der Arbeit veranschaulichen und dokumentieren. Inhalt: Hühnermist stellt ein nicht zu verkennendes Problem in den Ländern Asiens da. Eine nicht fachgerechte Entsorgung stellt ein Risiko für Umwelt und Mensch da und kann zu Umweltbelastungen sowie zur Ausbreitung von Krankheiten führen. Die Anzahl kleinerer Hühneraufzuchtbetriebe ist in Asiatischen Ländern sehr hoch. Bestimmungen für eine umweltgerechte Entsorgung sind i.d.R. nicht vorhanden. Gerade kleine und mittelständische Betriebe zählen zum Zielpublikum dieses Projektes. Die Nutzbarmachung von Hühnermist unter Anwendung einfacher Behandlungsverfahren soll verdeutlich werden und damit in einem Zuge eine hygienische Weiterverwendung des Mistes erreicht werden. Das Projekt umfasst Laborversuche, Pflanzentests und praxisnahe Ausbringungsversuche. Weiterhin soll ein Informationsnetzwerk aufgebaut werden, in welchem der Stand der Technik dargestellt wird aber auch Adressen von Firmen und Herstellern zur Verfügung gestellt werden. Ergebnisse: Mit 5l Glasreaktoren kann eine Pelletierung des Hühnermistes erreicht werden. Entscheidend für Masse, Größe und Stabilität der Pellets ist der Feuchtegehalt des eingebauten Materials, die Betriebsgeschwindigkeit, die Belüftung sowie die Rotationsgeschwindigkeit der in den Reaktoren eingebauten Ruder. Verglichen mit industriell gefertigten Produkten wird eine geringere Stabilität der Pellets erreicht. Dies kann allerdings eine bessere Nährstofffreisetzung zu folge haben und soll im weitern untersucht werden.