Es wurden mehrere monoklonale Antikoerper (mAK) gegen Mecoprop hergestellt, ein Herbizid aus der Klasse der haeufig eingesetzten Phenoxycarbonsaeuren. Diese wurden auf ihre Sensitivitaet und Kreuzreaktivitaet getestet. Ein mAK wurde fuer weitere Tests ausgewaehlt. Mit diesem wurde ein Enzymimmunoassay (EIA) entwickelt, der einen Testmittelpunkt von ca 3 myg/L zeigte mit einer Nachweisgrenze zwischen 0,2 und 0,3 myg/L. Im folgenden wurden die Kreuzreaktivitaeten (KR) des mAK gegenueber anderen Phenoxycarbonsaeuren bestimmt. Die beste Erkennung erfolgte bei R(+)-Mecoprop, der Herbizid-aktiven Substanz, mit einer Kreuzreaktivitaet von 118 Prozent im Vergleich zum Mecoprop-Razemat (100 Prozent). Das Stereoisomer, S(-)-Mecoprop, wurde dagegen nicht erkannt (KR kleiner 1 Prozent). Die Bindung von 2,4-D, 2,4-DB, 2,4,5-T und MCPA war ebenfalls sehr gering (KR kleiner/gleich 5 Prozent).
Ziel: DDT wurde früher häufig als Insektizid auch im Wohnbereich eingesetzt. Messungen zeigten, dass auch noch lange nach dem DDT Verbot (15.09.1989) DDT Konzentrationen bis 90 mg/kg Hausstaub gemessen werden können. Handlungsbedarf besteht laut Umweltbundesamt bereits ab 4 mg DDT/kg. Da die Anreicherung bzw. die Probenahme des Hausstaubes in den meisten Fällen mit einfachen Staubsaugern durchgeführt wurden, liegen keine Kenntnisse über die Größenverteilung des gesammelten Staubes vor (z.B. über die Menge der einatembaren Staubfraktion). DDT könnte aber zusätzlich auch perkutan aus Kleidungsstücken, die in den übernommenen Einbauschränken aufbewahrt und kontaminiert werden, resorbiert werden. Eine Abschätzung der inneren Belastung allein über die DDT Konzentrationen in den gesammelten Staubfraktionen ist daher nicht möglich. Methodik: Im Serum von 16 Personen, die in früheren US Wohnungen mit angeblich erhöhten DDT Belastungen leben, führten wir ein human-biomonitoring durch. Wir bestimmten im Serum der Betroffenen den DDT Metaboliten 4,4 'DDE. Ergebnisse: Im Mittel lagen die 4,4 DDE Konzentrationen im Serum mit 1,62 my/l in der Größenordnung nicht belasteter Personen (1,82 my/l).
Zeitlich integrierende Erfassung und Bestimmung des Gehaltes an Pestiziden in Niederschlaegen. An drei topographisch verschiedenen Standorten in Wiesbaden wird die Deposition zunaechst gesammelt, um dann polare Pflanzenschutzmittel auf Festbett anzureichern. Hierzu wurde ein neues System zur automatisierten Direkt-Anreicherung von waessrigen Proben fuer die HPLC entwickelt.
Im Rahmen des Zulassungsverfahrens von Pflanzenschutzmitteln (PSM) müssen für alle Wirkstoffe und deren Hauptmetabolite die zeitabhängigen Konzentrationen im Boden abgeschätzt werden. Das erfolgt traditionell auf Basis einer Reaktionskinetik 1. Ordnung (SFO). Die jeweiligen Halbwertszeiten hierbei sind konstant und nur eine Funktion der entsprechenden Abbaurate. Somit bietet diese Kinetik viele Vorteile vor allem bei komplizierten Anwendungsmustern mit verschiedenen Applikationen und unterschiedlichen Anwendungsraten. Im Endbericht der für die europäische Kommission arbeitenden Gruppe 'FOCUS Degradation kinetics' werden jedoch auch weitere Abbaukinetiken beschrieben, wie Hockey Stick (HS), Double First Order in Parallel (DFOP), First Order Multi Compartment (FOMC). Hierbei ist in Einzelfällen eine bessere Beschreibung des Abbaus der PSM als mit SFO -Kinetiken möglich. Mit der vorliegenden Software werden zeitabhängige aktuelle und gemittelte Konzentrationen im Boden differenziert für Wirkstoff und Metabolite erstellt. Es werden die Kinetiken SFO, DFOP, HS, DFOP berücksichtigt. Des Weiteren können einzelne und multiple Applikationen über einen Zeitraum von 15 Jahren betrachtet werden, wobei auch jährliche Mehrfachanwendungen einsetzbar sind. Die Bodentiefe, auf die sich die jeweilige Konzentration bezieht, ist variable einstellbar (Voreinstellungen: 5 cm und 20 cm). Eine Korrektur der Applikationsrate durch die Interzeption kann automatisch erfolgen. Die Ergebnisse werden grafisch bzw. tabellarisch für die von der EU oder national verwendeten Zeitintervalle dargestellt. Des Weiteren ist die Ausbildung einer Plateaukonzentration ermittelbar. Das Programm gliedert sich in folgende Module: Steuerungsmodul - (Ansteuerung der verschiedenen Programmteile). Eingabemodul - (Eingabe der Modellparameter, wie Bodentiefe, Anwendungsrate, Anwendungsintervall, Interzeption, Typ der Abbaukinetik, molare Masse, max. Bildungsrate von Metaboliten, Button zur Auswahl getrennter/gemeinsamer Abbau von neuen und älteren Rückständen). Berechnungsmodul - (numerisches Verfahren, keine analytischen Lösungen). Ausgabemodul - (graphisch und numerisch, Darstellung der zeitabhängigen und der gemittelten Konzentrationen (TWA), Speicherung aller Ergebnisse als Gesamtdatei).
In Zusammenhang mit den Ausbrüchen von Geflügelpest in den Niederlanden, in Belgien und schließlich auch in Deutschland im Jahre 2003 wurde vom deutschen Referenzlabor für aviäre Influenza empfohlen, an den Landesämtern die PCR-Technologie zum schnellen Nachweis des aviären Influenza-Virus (Geflügelpest) einzuführen. Das herkömmliche Diagnostikverfahren für die Geflügelpest ist sehr langwierig (Beimpfung von bebrüteten Hühnereiern über 2 Passagen à 5 Tage mit anschließendem Hämagglutinationstest und Hämagglutinationshemmtest zur Differenzierung von Orthomyxo-Virus gegenüber Paramyxo-Virus). Mit Hilfe der PCR-Technik kann die Zeit bis zum Nachweis des Geflügelpestvirus auf 1-2 Tage verringert werden, um im Ernstfall eines Seuchenausbruches schnellstmöglich zu reagieren. Zusätzlich kann mit Hilfe der Real-Time-PCR-Technik gleichzeitig eine hohe Probenanzahl bewältigt werden. Des weiteren soll mittels Real-Time PCR-Technik eine Differenzierung der hochpathogenen Subtypen H5 (H5N1: Vogelgrippe-Erreger) und H7 eingeführt werden.
Im Einzugsbereich ausgewaehlter, zum Pantanal hin entwaessernder Fluesse sollen Verweilzeit und Verteilung wichtiger Pestizide in der Umwelt untersucht werden. Nach den Untersuchungen der Arbeitsgruppe Kohlhepp werden dort im Rahmen der aktuellen Landnutzungsformen in umfangreichem Masse Pestizide eingesetzt. Das gilt insbesondere fuer No-Till-Systeme, die sich grosser Beliebtheit erfreuen und sich rasch ausdehnen; sie sind nur praktikabel mit massivem Herbizideinsatz. Ziel des vorliegenden Projektantrages ist es, bevorzugt auf den von Prof. Kohlhepp bearbeiteten Arealen eine grundlegende Inventur der Pestiziddynamik zu erstellen und zwar unter Beruecksichtigung grob- und feintexturierter Boeden. Arbeiten zum Abbau- und Akkumulationsverhalten der Biozide in Boeden und Quellen sowie zur Aufnahme von Pestiziden durch Pflanzen und Tiere informieren ueber moegliche aktuelle Auswirkungen des Pestizideinsatzes fuer die Umwelt. In Abstimmung mit der Arbeitsgruppe Junk, welche die Pestiziddynamik in Gewaessern und Sedimenten des Pantanal untersuchen wird, soll die Frage ueberprueft werden, ob und in welchem Umfang Pestizide aus den intensiv genutzten Einzugsgebieten im Hinterland von Cuiaba ins Pantanal ausgetragen werden bzw. ob die massive Anwendung von Pestiziden langfristige oekologische Probleme mit sich bringt.
Prime Contractor: Suez-Lyonnaise des Eaux-Dumez, Centre International de Recherche sur l'Eau et l'Environnement; Le Pecq; France.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 54 |
| Kommune | 1 |
| Land | 7 |
| Wissenschaft | 17 |
| Zivilgesellschaft | 4 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 54 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 54 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 50 |
| Englisch | 10 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Dokument | 1 |
| Keine | 49 |
| Webseite | 5 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 47 |
| Lebewesen und Lebensräume | 54 |
| Luft | 46 |
| Mensch und Umwelt | 54 |
| Wasser | 46 |
| Weitere | 54 |