Die Probleme des Rückbaus, die erhebliche Negativwirkungen auf die Ver- und Entsorgungssysteme erwarten lassen, wurden bisher unmöglich berücksichtigt. Die technische Zielstellung besteht darin in ausgewählte typische VU's der neuen Länder die Situation des Wohnungsrückbaus zu analysieren und Anpassungsstrategien zu entwickeln. Die Entwicklung der Strategien soll in der Einheit von Erneuerung, Verteilung und Kundenstrategie erfolgen. Die wirtschaftliche Zielstellung wird darin gesehen, die optimale Weiterung des Anlagenkapitals zu gewährleisten und Änderungsinvestitionen auf einem minimalen Level zu halten.
Aufbauend auf einer Grundlagenstudie sind in den letzten Jahren zahlreiche BMBF-gefoerderte Modellvorhaben zur energetischen Verbesserung von Typenbauten durchgefuehrt worden. Die Koordination von 5 Vorhaben sicherte die Bearbeitung des identifizierten FuE-Bedarfs und die Vergleichbarkeit der Ergebnisse. Ueber die Bearbeitung der Einzelprojekte hinaus erbrachte eine Querauswertung weitere Ergebnisse, vor allem hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit der Massnahmen.
Das Vorhaben resultiert auf der Grundlage von Ergebnissen durchgefuehrter Bauzustandsanalysen untersetzt von gutachterlichen Stellungnahmen zur vorhandenen Bausubstanz. Neben der Sanierung der bestehenden Bausubstanz mit der Massgabe einer Erhoehung der Nutzungsdauer des Gebaeudekomplexes werden diese flankiert mit innovativen Massnahmen zur Steigerung des Energieeinsparungspotentials. Einen Hauptschwerpunkt bildet die Verstaerkung aller konstruktiven Aussenwandelemente mit verschiedenen Waermedaemmsystemen sowie die Einbeziehung der Dach- und Kellerbereiche. Ergebnis aller baulichen Massnahmen muss der Nachweis der Effizienz von Gebaeudesanierungen fuer den Waermeverbrauch der Haeuser sein. Begleitend wird damit verbunden sein, das Wohnumfeld, die Hauseigangsbereiche und die Aufwertung der architektonischen und staedtebaulichen Qualitaeten des Gebaeudes zu verbessern.
Die 1990 und 1991 im Rahmen eines gleichnamigen Forschungsvorhabens des Saechsischen Bauinstitutes Dresden unter Verwendung typischer DDR-Zemente gefertigten Pruefkoerper werden einer weiteren Beobachtung und Messung unterworfen. Ziel der Untersuchungen ist es, einen Beitrag zur Schadensbewertung und zur Sanierung betroffener Bauten, die aus waermebehandelten Fertigteilen errichtet wurden (z.B. Plattenbauten) durch Gewinnung sicherer Erkenntnisse aus Langzeitbeobachtungen zu leisten. Schaedigungen in Form von Rissbildungen, die mit der Menge der sekundaeren Ettringitbildung weitgehend korrelieren, ergaben sich nur bei hohen Waermebehandlungstemperaturen (90 Grad.C), mittleren w/z-Werten (w/z = 0,50) und einer Wechsellagerung mit Frosteinwirkungen. Rissbildungen an den verwendeten Betonbalken 10x10x40 cm3 bei ausschliesslicher Wasserlagerung oder im Aussenlager wurden nicht festgestellt.