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Geowissenschaftliche Karte der Bundesrepublik Deutschland 1:2.000.000 - Geologie

Die digitale GK2000 Geologie zeigt die oberflächennahe Geologie Deutschlands und angrenzender Regionen im Maßstab 1:2.000.000. Die Karte umfasst 30 nach ihrem Entstehungsalter differenzierte Einheiten. Zudem enthält sie Informationen über die Verbreitung von vulkanischen, plutonischen und metamorphen Gesteinen. Weiterhin sind in der Karte tektonische Linienelemente, die Eisrandlagen der letzten Kaltzeiten sowie die Impaktkrater Nördlinger Ries und Steinheimer Becken dargestellt.

Geologische Karte der Bundesrepublik Deutschland 1:2.750.000 (GK2750) (WMS)

Die digitale GK2750 Geologie zeigt die oberflächennahe Geologie Deutschlands im Maßstab 1:2.750.000. Die Karte umfasst 28 nach ihrem Entstehungsalter differenzierte Einheiten. Zudem enthält sie Informationen über die Verbreitung von vulkanischen und plutonischen Gesteinen. Weiterhin sind in der Karte tektonische Linienelemente, die Eisrandlagen der letzten Kaltzeiten sowie die Impaktbildung Nördlinger Ries dargestellt.

Geowissenschaftliche Karte der Bundesrepublik Deutschland 1:2.000.000 - Geologie (WMS)

Die digitale GK2000 Geologie zeigt die oberflächennahe Geologie Deutschlands und angrenzender Regionen im Maßstab 1:2.000.000. Die Karte umfasst 30 nach ihrem Entstehungsalter differenzierte Einheiten. Zudem enthält sie Informationen über die Verbreitung von vulkanischen, plutonischen und metamorphen Gesteinen. Weiterhin sind in der Karte tektonische Linienelemente, die Eisrandlagen der letzten Kaltzeiten sowie die Impaktkrater Nördlinger Ries und Steinheimer Becken dargestellt.

Geologische Karte der Bundesrepublik Deutschland 1:2.750.000 (GK2750)

Die digitale GK2750 Geologie zeigt die oberflächennahe Geologie Deutschlands im Maßstab 1:2.750.000. Die Karte umfasst 28 nach ihrem Entstehungsalter differenzierte Einheiten. Zudem enthält sie Informationen über die Verbreitung von vulkanischen und plutonischen Gesteinen. Weiterhin sind in der Karte tektonische Linienelemente, die Eisrandlagen der letzten Kaltzeiten sowie die Impaktbildung Nördlinger Ries dargestellt.

Schwerpunktprogramm (SPP) 2238: Dynamik der Erzmetallanreicherung, Teilprojekt: Magmatische und hydrothermale Voraussetzungen für porphyrisch-epithermale Mineralisation in kontinentalen Vulkanbögen, Thrakien, NE Griechenland

Die Versorgung von kritischen und energie-kritischen Elementen für die Energiewende wird zu einer immer größeren Herausforderung. Viele dieser Metalle und Halbmetalle werden hauptsächlich als Nebenprodukt gewonnen und sind somit stark von den Hauptabbauprodukten abhängig. Der beträchtliche Einfluss dieser Elemente auf den Energie- und Wirtschaftssektor der Europäischen Union macht sie strategisch bedeutend. Daher muss die Abhängigkeit von Ländern wie China reduziert werden um die Rohstoffversorgung zu sichern, da politische Spannungen den Import beeinträchtigen können, was zu Versorgungsengpässen führen kann. Folglich muss der europäische Kontinent auf Anreicherungen wirtschaftlich wichtiger Elemente neu untersucht werden.Thrakien in NE Griechenland stellt ein Beispiel für solch eine Zone mit hohen Gehalten an Metallen und Halbmetallen (z. B. Cu, Ga, Ge, Se, Mo, Sb, Te, Re, Au and Bi) dar. Die Lagerstätten treten in unterschiedlicher Krustentiefe auf, von porphyrischen Systemen in der direkten Umgebung einer Magmenkammer zu epithermaler Mineralisation bis zur Oberfläche. Regionale Unterschiede in der Mineralogie der Lagerstätten wurden beschrieben, die erzbildenden Prozesse der porphyrisch-epithermalen Systeme sind aber insbesondere im Hinblick auf die Spurenelementchemie schlecht verstanden. Die magmatischen und hydrothermalen Voraussetzungen, die zur Bildung eines solchen mineralisierten Vulkanbogens führen sind umstritten, aber essentiell um neue Anreicherungen von Spurenmetallen in der kontinentalen Kruste zu identifizieren. Die Metall- und Halbmetallzusammensetzung von plutonischen und vulkanisch/sub-vulkanischen Gesteinen wird neue Ergebnisse zu den magmatischen Prozessen in der tieferen Kruste und während des Magmenaufstiegs liefern; Bereiche wo es zur Bildung porphyrisch-epithermaler Systeme kommen kann. Dies ermöglicht es Prozesse der Magmenentgasung und Sulfidsättigung sowie Segregation, als Vorkonzentrat in der mittleren bis unteren Kruste, als einen grundlegenden Prozess für die Mineralisation in kontinentalen Vulkanbögen zu identifizieren. Pyrit oder Magnetit treten in allen wichtigen metallführenden Adern im flacheren Hydrothermalsystem auf. Hochauflösende Spurenelementanalytik an diesen Mineralen wird einen 3D-Einblick in die erzbildenden Prozesse geben, d.h. vertikal und lateral in der Kruste. Die (in situ) S Isotopie von hydrothermalem Pyrit wird zu einem besseren Verständnis der Interaktion des magmatischen und hydrothermalen Systems führen. Die kombinierte Untersuchung von magmatischen und hydrothermalen Prozessen macht diesen Antrag einzigartig und wird neue grundlegende Informationen über die Quelle, Fraktionierung und Ausfällung von S, Metallen und Halbmetallen liefern, wodurch die magmatischen und hydrothermalen Voraussetzungen für die Anreicherung von kritischen und energie-kritischen Elementen in einem mineralisierten kontinentalen Vulkansegment in Europa definiert werden können.

Schwerpunktprogramm (SPP) 527: Bereich Infrastruktur - International Ocean Discovery Program, Teilprojekt: Assimilation, Kontamination und die Bildung von felsischen Schmelzen am Top der axialen Schmelzlinse von schnell-spreizender ozeanischer Kruste: Kombinierte geochemische und experimentelle Untersuchungen am Dike/Gabbro-Übergang am IODP Site 1256 (East Pacific Rise)

Entlang der ca. 60.000 km langen Plattengrenzen der mittelozeanischen Rücken, die als Motoren für die Verschiebung der Erdplatten eine besondere geologische Stellung einnehmen, konzentriert sich etwa 90 Prozent des Vulkanismus der Erde. Trotz der Einfachheit der Struktur der ozeanischen Kruste und ihrer riesigen Ausdehnung, weiß man nur relativ wenig über die Details ihrer Entstehung. Hier setzt die IODP Tiefbohr-Kampagne 'Superfast Spreading Crust' an (Leg 206, Expeditionen 309, 312, 335), um über die direkte Untersuchungen von Proben beträchtliche Wissenslücken über die Geodynamik von schnell-spreizenden Rücken zu schließen. Die Bohrung am Site 1256 liegt im äquatorialen Pazifik in 15 Millionen Jahre alter Kruste, die am Ost-Pazifischen Rücken unter höchst-schnellspreizenden Bedingungen ( größer als 20 cm neue Kruste pro Jahr) gebildet wurde. Hier wurde, zum ersten Mal in der Geschichte von IODP, in einer kohärenten Bohrung die Grenze zwischen der basaltischen Oberkruste (Sheeted Dikes) und der plutonischen Unterkruste (Gabbros) penetriert, mit dem Potential, durch die jetzt mögliche direkte Untersuchung von Proben, profunde Einblicke in die bislang kaum verstandenen komplexen magmatischen und hydrothermalen Prozesse an diesem Interface zu verstehen.Charakteristisch für die erbohrten untersten Sheeted Dikes und für die Gabbros ist das Auftreten von verschiedenartigen felsischen Gesteinen, die signifikante Unterschiede in ihren Zusammensetzungen, in der Art der Platznahme sowie in den Beziehungen zum Nebengestein aufweisen. Sie sind Schlüssel-Lithologien, um die komplexe und innige Kopplung zwischen magmatischen, metamorphen und hydrothermalen Prozesse am Top der axialen Schmelzlinsen unter schnell-spreizenden Rückensystemen zu verstehen. Durch ihre Untersuchung können Arbeitshypothesen zu deren Bildung, in einem weiten magmatischen Spektrum zwischen MORB-Differenzierung und Aufschmelzung von hydrothermalisiertem Material aus dem Dachbereich der axialen Schmelzlinse und deren Implikation für die Kontamination von frischem MORB, getestet werden. Dafür planen wir eine geochemische/petrologische Studie unter Einsatz von Haupt- und Spurenelementchemie an Gesamtgesteinen und Mineralphasen. In einem zweiten Teil des Projektes sollen experimentelle Techniken eingesetzt werden: Kristallisations- und Aufschmelzexperimente unter Verwendung von am Site 1256 erbohrtem Ausgangsmaterial. Damit sollen die Modelle, die aus den geochemischen/petrologischen Untersuchungen abgeleitet werden, getestet bzw. modifiziert werden. Aus der Kombination dieser beiden Forschungsansätze werden bedeutende Erkenntnisgewinne zu den komplexen, bislang kaum verstandenen magmatischen, metamorphen und hydrothermalen Prozessen am Dach der Magmenkammern unter schnell-spreizenden ozeanischen Rücken erwartet. Der einzigartige Rocord des am Site 1256 durch IODP geborgene Dike/Gabbro-Übergang bildet die Grundlage dafür.

Tiefengeothermie Sachsen - Thermische Gesteinsparameter und Temperaturfeld in den Vorzugsgebieten Tiefengeothermie Sachsen zusätzlich mineralogisch-geochemische Untersuchungen der Monzonite in der Elbe-Zone

Ziel des Forschungsvertrages ist die Erstellung geothermischer Parameter, insbesondere Daten der Wärmeleitfähigkeit variszischer Magmatite und Plutonite, als Grundlage für Temperatur-Tiefen-Modelle. - mineralogisch-geochemische Untersuchungen der Monzonite in der Elbe-Zone

Stellungnahme des sächsischen Staatsministeriums für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) sowie des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) (PDF)

SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR ENERGIE, KLIMASCHUTZ, UMWELT UND LANDWIRTSCHAFT Postfach 10 05 10 | 01075 DresdenIhr/-e Ansprechpartner/-in Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) Eschenstraße 55 31224 PeineDurchwahl Telefon +49 351 564 Telefax +49 351 564 vorab per E-Mail @ smekul.sachsen.de Ihr Zeichen Ihre Nachricht vom Stellungnahme zum "Konzept zur Durchführung der repräsentativen vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen (rvSU) gemäß der Endlagersicherheitsuntersuchungsverordnung (EndlSiUntV)" der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) vom 28. März 2022 Sehr geehrte Damen und Herren, Aktenzeichen (bitte bei Antwort angeben) 45-8465/31/6 Dresden, 24. Juni 2022 wir bedanken uns für die Gelegenheit, zu dem Konzept Stellung nehmen zu können. Dieses Schreiben enthält auch die fachlichen Beiträge des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG). 1. Umsetzung von Hinweisen aus der Fachstellungnahme des LfULG zum Zwischenbericht Teilgebiete In der Fachstellungnahme vom 21.Januar 2021 des LfULG wurden die folgenden Hinweise gegeben und von der BGE berücksichtigt: 2022/35608 *D2022/35608* a) b) Die Teilgebiete in regionalgeologische Einheiten mit einem einheitlichen lithologischen und strukturellen Bau zu untergliedern und für diese jeweils differenziert die Erfüllung der Mindestanforderungen zu prüfen. In ihrem Konzept für die rvSU folgt die BGE dieser Anregung und untergliedert darüber hinaus die Teilgebiete entlang von Störungen und Regionen, in welchen Ausschlusskriterien erfüllt sind. Die bei der Methodenentwicklung angestrebte gebietsspezifisch differenzierte Bewertung von Wirtsgesteinseinheiten betrachtet das LfULG als sehr wichtig. Das Ausschlusskriterium „aktiver Vulkanismus“ nach aktuellem Stand der Forschung zu überarbeiten. Auch dieser Forderung folgt die BGE. Basierend auf den Ergebnissen des Berichts von Schreiber & Jentzsch (2021) werden Gebiete mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit von zukünftiger vulkanischer Aktivität unter Berücksichtigung eines erweiterten Sicherheitssaums von 25 km ausgeschlossen. Erdbebenschwärme werden als Grundlage zur Festlegung des Gebiets mitberücksichtigt, da Aufstiegswege von Gasen als potenzielle Wegsamkeiten für Magmen dienen können. Seite 1 von 6 Hausanschrift: Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft Wilhelm-Buck-Straße 4 01097 Dresden www.smekul.sachsen.de Verkehrsverbindung: Zu erreichen mit den Straßenbahnlinien 3, 6, 7, 8, 13 Besucheradresse: Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft Wilhelm-Buck-Straße 2 01097 Dresden Bitte beachten Sie die allgemeinen Hinweise zur Verarbeitung personenbezogener Daten durch das Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft zur Erfüllung der Informationspflichten nach der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung auf www.smekul.sachsen.de Anpassungsbedarf beim Konzept zur Durchführung der rvSU sehen wir in den nachfolgenden Punkten und bitten um Berücksichtigung der Hinweise: 2. Verfahren und Kriterien zur Bewertung von kristallinem Wirtsgestein Am Beispiel der Kenngröße Datenqualität (DQL) wird die Bewertung von Bohrungsdaten anhand der Detailgrade von Stratigraphie- und Petrologieangaben in den digitalen Schichtenverzeichnissen vorgestellt. (Methodenbeschreibung als Anlage zum Konzeptentwurf, hier: Blatt 232). Auf Blatt 234 wird das Vorgehen am Beispiel der sedimentären Einheiten des Thüringer Beckens beschrieben. Eine detaillierte Bewertung erfolgt zuerst aufgrund der stratigraphischen Angaben (zum Beispiel ob Chrono-Folge oder Chrono-Stufe dokumentiert ist). Erst danach wird (nur) generell geprüft, ob petrographische Angaben vorhanden sind oder nicht. Ein solches Vorgehen ist aus unserer Sicht für kristallines Wirtsgestein ungeeignet. Stratigraphische Angaben sind nur für sedimentäre Gesteine verwendbar. Kristallines Wirtsgestein umfasst laut dem Zwischenbericht Teilgebiete nur plutonische und hoch- metamorphe Gesteine, die keine biostratigraphische Einordnung erlauben. Falls noch biostratigraphische Indizien aus dem Ausgangsgestein bei einer Metamorphose erhalten geblieben sind, sind diese völlig unerheblich für die Charakteristik eines metamorphen Wirtsgesteins. So konnte von Mingram (1996) gezeigt werden, dass Gesteine ordovizischen Alters in allen metamorphen Decken des Erzgebirges von Niedrigdruck-Niedrigtemperatur bis zu Ultrahochdruck-Hochtemperatur-Bedingungen auftreten. Die physikalischen Eigenschaften der Gesteine wurden entsprechend der Metamorphosebedingungen verändert, die stratigraphische Stellung des Ausgangs- gesteins spielt keine Rolle mehr. Auch für alle anderen Charakterisierungen von kristallinem Wirtsgestein sind stratigraphische Kategorien nicht brauchbar. Kristalline Wirtsgesteine sollten stattdessen nach a) b) c) d) Petrographie, Metamorphosegrad, retrograder Überprägung, Metamorphose- beziehungsweise Intrusionsalter bewertet werden. 3. Zur Grenztemperatur an der Außenfläche der Behälter In Abschnitt 8.6 (hier: Blatt 39, vgl. Abschnitt 4.2.8 in der Anlage) wird unter Bezugnahme auf § 27 Abs. 4 der EndlSiUntV von einer Grenztemperatur von 100 °C an der Außenfläche der Behälter ausgegangen, unabhängig vom anstehenden Wirtsgestein und dem Endlagerkonzept. Dies wird mit der Regelung in § 27 Abs. 4 Standortauswahlgesetz (StandAG) begründet. Eine Aussage, ob seit dem Inkrafttreten dieser Regelung im Jahr 2017 alle ausstehenden Forschungsarbeiten vorliegen oder welche gegebenenfalls noch benötigt würden, wird nicht getroffen. Positiv werten wir allerdings, dass mittlerweile seitens der BGE an einem Vorschlag zur Aktualisierung der Grenztemperatur gearbeitet wird. Seite 2 von 6 Die Entsorgungskommission (ESK) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) legt in ihrer Stellungnahme vom 12. Mai 2022 zum Grenztemperaturkriterium nicht nur dar, dass dazu keine Forschungsarbeiten mehr ausstehen, es wird sogar klargestellt, dass „die Festlegung einer wirtsgesteinunabhängigen ‚Grenztemperatur‘ durch das Vorsorgeprinzip nicht gerechtfertigt [ist].“ Stattdessen müssten Grenztemperaturen wirtsgesteins-, standort- und konzeptspezifisch abgeleitet werden. Wir teilen die eindeutige Position der ESK und bitten die BGE, das Konzept zur Durchführung der rvSU entsprechend zu überarbeiten und ab sofort nicht mehr von einer pauschalisierten Grenztemperatur von 100 °C auszugehen. Vor dem Hintergrund der Aufgaben und der Zusammensetzung der ESK sollten hinsichtlich des wissenschaftlichen Erkenntnisstands zu dieser Fragestellung nunmehr alle Zweifel ausgeräumt sein. Dies bekommt angesichts des Bedarfs einer zügigen Umsetzung des Standortauswahlverfahrens eine umso größere Bedeutung. Ein fachlich nicht mehr zu rechtfertigendes Festhalten an einer pauschalen Grenztemperatur kann den Fortschritt des Verfahrens nicht nur beeinträchtigen, sondern auch dessen Akzeptanz gefährden. 4. Verfahrensweise bei Gebieten ohne hinreichende Anwendung der geowissenschaftlichen Auswahlkriterien Informationen zur Im Abschnitt 9 (hier: Blatt 60) wird ausgeführt, dass Gebiete, bei denen die verfügbaren geowissenschaftlichen Informationen für eine Anwendung der geowissenschaftlichen Auswahlkriterien nicht ausreichen, zunächst nicht weiterbearbeitet werden. Allerdings soll im Zuge der Veröffentlichung der vorgeschlagenen Standortregionen der Umgang mit diesen Gebieten „individuell empfohlen und fachlich begründet“ werden. Die Empfehlung soll auf einer Prüfung basieren, bei der abgeschätzt wird, ob solche Gebiete in Anwendung der geowissenschaftlichen Auswahlkriterien „eine gleichwertige oder bessere Bewertung“ im Vergleich zu den vorgeschlagenen Standortregionen erwarten lassen. Nur dann soll ein betroffenes Gebiet im Auswahlverfahren verbleiben und einer oberirdischen Erkundung unterzogen werden. Aus unserer Sicht bestehen hier gleich mehrere Fragestellungen, die im Rahmen einer Konkretisierung des Konzepts beantwortet werden sollten: a) Wie kann abgeschätzt werden, dass Gebiete eine gleichwertige oder bessere Bewertung in Anwendung der geowissenschaftlichen Auswahlkriterien erhalten könnten, wenn die Anwendung schon zu Beginn aufgrund der unzureichenden Informationslage nicht möglich war? b) Auf welcher Grundlage und nach welchen Kriterien erfolgt diese Abschätzung? Aus unserer Sicht ist es für die Fairness und in der Konsequenz auch für die Akzeptanz des Standortauswahlverfahrens von elementarer Bedeutung, dass kein Gebiet faktisch auf Grund einer unzureichenden Datenbasis ausgeschlossen wird. Der Ausgangspunkt der „weißen Landkarte“ bedeutet, dass das gesamte Bundesgebiet gleichermaßen in das Standortauswahlverfahren einbezogen wird. Dieser Grundsatz muss gewahrt bleiben, wenn notwendig, auch durch zusätzlichen Aufwand. Seite 3 von 6

rvSU-Kriterium - Kristallines Wirtsgestein - Prüfschritt 2 - Kristalline Wirtgesteinskomplexe (PDF)

rvSU-Kriterium Ungünstige räumliche Charakterisierbarkeit kristalliner Wirtsgesteinskomplexe Einordnung PrüfschrittPrüfschritt 2 WirtsgesteinKristallines Wirtsgestein Fachlich-regulatorische Beschreibung Fachliche BeschreibungDer strukturelle Aufbau kristalliner Wirtsgesteinskomplexe wirkt sich auf die Übertragbarkeit der charakteristischen Ge­ steinseigenschaften und damit auf die Bewertung der räumli­ chen Charakterisierbarkeit aus. Im Gegensatz zu Plutoniten ist insbesondere bei hochgradig regionalmetamorphen Gesteinen wie Gneisen und Migmatiten durch das metamorphe Lagenge­ füge die räumliche Vorhersagbarkeit der Gesteinstypen nicht zuverlässig möglich. Bedeutung für die Sicherheit des EndlagersystemsDie räumliche Charakterisierung des Wirtsgesteinsbereichs mit Barrierefunktion (WbB)1 soll zuverlässig möglich sein. Thematischer und regulatori­ scher BezugHauptgruppe „Räumliche Charakterisierbarkeit und Zuverläs­ sigkeit der Sicherheitsaussage“ (vgl. BGE 2023/3, S. 27 ff.); § 7 Abs. 6 Nr. 3 Buchst. a EndlSiUntV Anwendungsmethodik KategorisierungMittels der weiteren rvSU-Kriterien zu Prüfschritt 2 (BGE 2023/3, S. 35) werden ggf. frühzeitig eindeutige Nach­ teile eines Gebiets identifiziert. Als weiteres rvSU-Kriterium zu Prüfschritt 2 ist die ungünstige Bewertung dieses rvSU-Kriteri­ ums damit hinreichend für die Nichterfüllung des Prüfschritts 2 und eine Einstufung in Kategorie C. BewertungsmethodikDie Bewertung des rvSU-Kriteriums erfolgt anhand der Ge­ steinsausbildung (Gefüge)2, welche insbesondere anhand ge­ ologischer Karten ermittelt und in die Tiefe übertragen wird. 1 Als WbB wird bis zum Zeitpunkt der konkreten räumlichen Festlegung des einschlusswirksamen Gebirgsbereichs (ewG) in einem Untersuchungsraum der Wirtsgesteinsbereich bezeichnet, der den ewG aufnehmen kann (verändert nach BGE 2023/6). Innerhalb eines WbB kann theoretisch überall ein ewG platziert werden. Der ewG ist „der Teil eines Gebir­ ges, der bei Endlagersystemen, die wesentlich auf geologischen Barrieren beruhen, im Zusammenwirken mit den techni­ schen und geotechnischen Verschlüssen den sicheren Einschluss der radioaktiven Abfälle in einem Endlager gewährleis­ tet“ (§ 2 Nr. 9 StandAG). 2 Bei der Charakterisierung der kristallinen Gesteine nach dem Gefüge wird der Begriff im Sinne von Okrusch & Matthes (2014) angewendet. Dabei umfasst das Gefüge von Gesteinen folgende, nicht scharf gegeneinander abzugrenzende Be­ griffe: Struktur, Textur, Absonderung. Die genannten Einzelbegriffe sind wie folgt definiert: Struktur beschreibt die Mine­ ralkörner und Einzelkomponenten bezogen auf deren Grad der Kristallinität, die Größe und Größenverteilung sowie die Gestalt der Minerale und ihre Bindung untereinander. Mit Textur werden die räumlichen Anordnungsformen der Minerale angesprochen, wie die besondere Verteilung in Lagen, die Orientierungen der jeweiligen Mineralformen oder bestimmte Wachstumsformen. Die makroskopische Form der Absonderung ergibt sich wiederum aus der Struktur und Textur der Gesteine. Bei kristallinen Gesteinen ist das insbesondere die flächige Absonderungsform der Gneise. Geschäftszeichen: SG02303/97-4/3-2025#6 – Objekt-ID: 14063857 – Stand: 03.11.2025 www.bge.de Seite 1 von 5 rvSU-Kriterium Bewertungs-/Datengrundlagen Als Bewertungsgrundlage dienen insbesondere geologische Karten und wenn vorhanden geologische Schnitte, 3D-Struk­ turmodelle, Bohrungsdaten (Schichtenverzeichnisse, bohr­ lochgeophysikalische Messungen) und Fachliteratur. Wertungsgruppen nicht ungünstigPlutonite mit weitgehend isotropem magmatischen Gefüge (mit entsprechendem Intrusionsvolumen) mit geringer Variations­ breite der Gesteinseigenschaften und guter räumlicher Vorher­ sagbarkeit der Gesteinsausbildung. ungünstigHochgradig regionalmetamorphe Gesteine wie Gneise und Migmatite mit ausgeprägtem metamorphen Gefüge, deutlicher Variationsbreite der strukturellen Muster und räumlich nicht vorhersagbaren Verteilungen von Gefüge- und Gesteinstypen. 1 Fachliche Herleitung des Kriteriums Eine günstige räumliche Charakterisierbarkeit zeichnet sich dadurch aus, dass die in einem Gebiet vorkommenden Gesteinstypen und ihre bewertungsrelevanten Eigenschaften ermittelbar und räum­ lich übertragbar sind. Dabei ist bei kristallinen Wirtsgesteinen die Übertragbarkeit von übertägigen Informationen in endlagerrelevante Teufen wichtig, was durch das Fehlen oder den eingeschränkten Informationsgehalt von Bohrungen und aufgrund komplexer Strukturmuster nur begrenzt möglich ist. Die Möglichkeiten der Übertragbarkeit werden durch die Lagerungsverhältnisse, einen möglichen Faltenbau und Störungen sowie die räumliche Verteilung der homogen bzw. heterogen ausgebilde­ ten Gesteine bestimmt. Die BGE definiert zwei Gesteinsgruppen als kristalline Wirtsgesteine: Plutonite und hochgradig re­ gionalmetamorphe Gneise. Ihre Klassifizierung und die Bestimmung der spezifischen Gesteinsei­ genschaften erfolgen anhand des Mengenverhältnisses der im Gestein enthaltenen Minerale und der verschiedenartig ausgebildeten Gefüge. Bei gleicher Mineralzusammensetzung bestehen Nach­ teile, wenn über die spezielle Anordnung und Verteilung von Mineralen (Gefüge) potenzielle Ablö­ sungsflächen und Wegsamkeiten entstehen und bei Beanspruchung weiterentwickelt werden kön­ nen. Das Festigkeitsverhalten der kristallinen Gesteine wird hauptsächlich durch das Gefüge und den mengenmäßigen Anteil der Schichtsilikate Muskovit und Biotit bestimmt. Diese Minerale neh­ men aufgrund ihrer flachen Form und blättrigen Ausbildung eine Sonderstellung ein. In plutonischen Gesteinen sind sie meist regellos und homogen verteilt. Gneise weisen demgegenüber stofflich dif­ ferenzierte Lagen und sehr häufig auch Anreicherungen der o. g. Schichtsilikate entlang sogenann­ ter Foliationsflächen auf. Der stetige Materialwechsel in Gneisen bewirkt daher eine richtungsab­ hängige Festigkeit. Je stärker das Lagengefüge in Gesteinen mit einer metamorphen Entstehungs­ geschichte entwickelt ist, desto deutlicher wirkt sich das Gefüge auf das Festigkeitsverhalten und mögliche Wegsamkeiten aus (z. B. Plinninger et al. 2019). Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Ausbildung der Gesteinsgefüge in der Tiefe annähernd bekannt ist bzw. dass dort zwischen homogenen Magmatiten und den stärker anisotropen Gneisen unterschieden werden kann. In geologischen Karten sind die dargestellten Einheiten neben der Mineralzusammensetzung auch nach Art und Verteilung der Gefüge sortiert. Zusätzlich zu magmatischen Intrusionen und Gneisen Geschäftszeichen: SG02303/97-4/3-2025#6 – Objekt-ID: 14063857 – Stand: 03.11.2025 www.bge.de Seite 2 von 5 rvSU-Kriterium werden sogenannte migmatische Gneise unterschieden, die eine Mischform der beiden Erstgenann­ ten darstellen. In Anlehnung an Mehnert (1968) sind diese wiederum in die zwei Haupttypen Meta- texite und Diatexite gegliedert. Der Zusammenhang zwischen Art und Ausbildung der Gefüge und den Bezeichnungen in den gängigen geologischen Karten ist in Abbildung 1 verdeutlicht. Gebän­ derte Gneise (Typ 1) besitzen in der Regel flächenhaft ausgerichtete Gefüge und Strukturen. In mig­ matischen Gneisen wird dieser Lagenbau sukzessive aufgelöst. Metatexite zeigen noch flächige, sich aber bereits in Verformung und Auflösung befindende Gefüge (Typ 2 „stromatisch“ bis Typ 3 „verfaltet“), während sich Diatexite durch eine fortgeschrittene Auflösung und Reliktgefüge auszeich­ nen (Typ 4 „schlierenförmig“ bis Typ 5 „nebulös“). Aufgrund der vielfältigen Erscheinungs- und Durchdringungsformen ist eine genaue Einstufung im Aufschlussmaßstab oft schwierig. Geologi­ sche Karten weisen deshalb fast ausschließlich nur die beiden Grundformen Metatexit und Diatexit aus. Gneise mit Übergängen in Metatexite und Diatexite zeigen sehr komplexe Verzahnungen und kleinmaßstäbliche Veränderungen der Gefüge sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung (Olin et al. 1997; Bierbrauer & Oncken 1996). Entsprechende Beobachtungen sind auch über Boh­ rungen belegt (z. B. in der Auswertung der Geothermiebohrungen Urach 3 und 4 im Grundgebirge des Moldanubikums in Hann et al. (2014)). Abbildung 1: Gesteinstypen gegliedert nach der Gefügeausbildung. Die Gesteinstypen sind dargestellt als kontinuierliche Entwicklungsreihe zwischen den Endgliedern „Gneis“ und „Plutonit“ mit den Zwischengliedern „Metatexit“ und Diatexit“ nach Bierbrauer & Oncken (1996) in Anlehnung an Mehnert (1968). Siehe Text für Erläuterungen. Plutonische Gesteine (Typ 6, Abbildung 1) können zwar unterschiedliche Korngrößen, porphyrische Erscheinungsformen und in Einzelfällen auch magmatische Fließgefüge und Formregelungen ein­ zelner Minerale aufweisen, der damit verbundene Grad der Anisotropie (Richtungsabhängigkeit der Eigenschaften) ist jedoch zu vernachlässigen. Auch die stoffliche Variabilität ist innerhalb einer In­ trusionsfolge vergleichsweise gering. Hinsichtlich der Geometrie größerer magmatischer Intrusionen Geschäftszeichen: SG02303/97-4/3-2025#6 – Objekt-ID: 14063857 – Stand: 03.11.2025 www.bge.de Seite 3 von 5

Legende zum Datenbericht Teil 3 von 4 zu den Mindestanforderungen gemäß § 23 StandAG und geowissenschaftliche Abwägungskriterien gemäß § 24 StandAG (Teil 2 – Stratigraphie) (PDF)

Legende zum Datenbericht Teil 3 von 4 zu den Mindestanforderungen gemäß § 23 StandAG und geowissenschaftliche Abwägungskriterien gemäß § 24 StandAG Teil 2 – Stratigraphie Stand 07.06.2021 Geschäftszeichen: SG02103/9-3/1-2021#2 – Objekt-ID: 881242 – Revision: 00 Legende zum Datenbericht Teil 3 von 4 zu den Mindestanforderungen Legende zum Datenbericht Teil 3 von 4 zu den Mindestanforde- rungen (BGE 2020l) – Teil 2: Stratigraphie Hinweis Die hier gezeigten Symbole zur Stratigraphie geologischer Einheiten beziehen sich auf die Einträge in den Tabellen 11 bis 76 im Datenbericht Teil 3 von 4 zu den Mindestan­ forderungen (BGE 2020l) und sollen zu einem leichteren Verständnis der im Datenbe­ richt gezeigten Schichtenverzeichnisse beitragen. Grundlage für die Erstellung der Le­ gende stellt die zur Erfassung durch das jeweilige Bundesland verwendete Objektart in GeODin dar. SymbolBedeutung 13289Paläozoikum #Nicht eingestuft bBraunjura-Gruppe bEsEisensandstein-Formation bOTOpalinuston-Formation bOtOpalinuston-Formation bStSengenthal-Formation bStWWinnberg-Subformation bStZZeitlarn-Subformation CKarbon cKarbon [ungestuft] cbKambrium cdDinantium (Unterkarbon) cd3Goniatites-Stufe cdKGKulm-Grauwacke cdKTKulm-Tonschiefer cnNamur CPSilesium (Oberkarbon) CPNCNamurium C CPWWestfalium Geschäftszeichen: SG02103/9-3/1-2021#2 – Objekt-ID: 881242 – Revision: 00 2 Legende zum Datenbericht Teil 3 von 4 zu den Mindestanforderungen SymbolBedeutung csSilesium (Steinkohlen-Gruppe) cstStefan cstGGeorgenthal-Formation des Stefan cstMAMansfeld-Formation des Stefan cuGrTThüringer Hauptgranit dDevon [ungestuft] eAAmpfing-Sandstein eBObereozän-Basissandstein (Molassebecken) eDMDiscocyclinen-Mergel (Molassebecken) eLLithothamnienkalk (Molassebecken) GGGrundgebirge GG,PlVariszischer Plutonit GRPGranitplutone hGsGarschella-Formation hSSeewen-Formation JJura jJura [ungestuft] JMMitteljura jmMitteljura jmADogger Alpha jmACAchdorf-Formation jmalAalenium jmaloOber-Aalen jmaloOberes Aalenium [Dogger Beta 1 - Dogger Beta 4] jmaluUnter-Aalen jmaluUnteres Aalenium [Dogger Alpha] jmASAspidoideston-Formation jmBDogger Beta jmBGBlagdenischichten Geschäftszeichen: SG02103/9-3/1-2021#2 – Objekt-ID: 881242 – Revision: 00 3

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