Der maispathogene Pilz Gibberella fujikuroi verursacht Kolben- und Stengelfaeule und gibt karzinogene Toxine in die Wirtspflanze ab. Ziele des Forschungsvorhabens sind: 1. Die artspezifische Diagnose: fruehzeitige Detektion des Erregers im Wirtsgewebe und Unterscheidung von anderen maispathogenen Pilzen. 2. Die genetische Analyse: Erfassung inter- und intraspezifischer genetischer Diversitaet von (natuerlichen) Gibberella fujikuroi-Erregerpopulationen unterschiedlicher geographischer Herkuenfte. Es wurden bisher Feldisolate von G. fujikuroi aus Kenia, Italien und Deutschland analysiert. Die Befunde zeigen, dass der Erreger einen hohen Polymorphiegrad besitzt. In Clusteranalysen ergeben sich Gruppierungen entsprechend den verschiedenen Fusarium-Anamorphen des Pilzes: Fusarium subglutinans, Fusarium proliferatum, Fusarium verticillioides bzw. moniliforme. Von den mittels PCR amplifizierten RAPD-Fragmenten konnten einige identifiziert werden, die fuer eine Diagnose geeignet erscheinen. Ein artspezifisches Primerpaar fuer den Nachweis von F. prolieratum mittels PCR liegt bereits vor. Weitere spezifische Primerpaare fuer den Nachweis von F. subglutinans und F. verticillioides bzw. moniliforme sind in der Entwicklung.
Das inzwischen weitgehend etablierte Verfahren des DNA-fingerprintings hat trotz der grossen Erfolge Schwachstellen gezeigt, die mit dem beantragten Projekt beseitigt werden sollen. Die Polymerase-Chain-Reaction (PCR) soll dazu verwendet werden, um in haeufig auftretenden Problemfaellen das einfache Fingerprinting zu ersetzen. Dies ist immer dann notwendig, wenn sehr wenig DNA gewonnen werden kann (z.B. bei kleinen Tieren), wenn nur Gewebeteile vorliegen, die wenig DNA enthalten (z.B. Federn, Haare oder Reptilienhaeute) oder wenn die DNA bereits teilweise zerstoert ist (z.B. bei Kadavern). In diesen Faellen sollen mit Hilfe der PCR selektiv bestimmte Abschnitte der DNA vermehrt und so fuer die Untersuchung zugaenglich gemacht werden.