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Ökologische Bewertungskriterien für Desinfektionsmittel und deren Adaptierung in der Desinfektionsmittel-Datenbank der Stadt Wien

Das Projekt ÖkoKauf der Stadt Wien hat es sich zum Ziel gesetzt, durch die Erstellung von ökologischen Kriterien, Pilotprojekte und durch Bewusstseinsarbeit das Beschaffungswesen im Magistrat Wien weiter zu ökologisieren. In diesem Rahmen widmete sich der Arbeitskreis 'Desinfektionsmittel unter der Leitung der Wiener Umweltanwaltschaft (WUA) der Aufgabe, für Hygienefachleute ein Instrument zur Beurteilung der Auswirkungen von Desinfektionsmitteln auf Gesundheit und Umwelt zu erstellen. Das Österreichische Ökologie-Institut führte eine Daten- und Literaturrecherche durch, das Umweltbundesamt nahm ergän-zende ökotoxikologische Tests an Wirkstoffen und -produkten vor und 'die umweltberatung ermittelte stationsbezogene Desinfektionsmittelverbräuche in Wiener Krankenanstalten. Die Recherche- und Testergebnisse zu Desinfektionsmittelwirkstoffen und -produkten wurden in einer vom IFZ konzipierten und von der Magistratsabteilung 14 realisierten Datenbank zusammengefasst. Um die ökotoxikologischen Produkteigenschaften vergleichbar zu machen, wurde vom IFZ ein Bewertungsraster entwickelt und in die Datenbank integriert. Dabei werden nachteilige Wirkungen auf die Gesundheit anhand von vier Wirkungskategorien erfasst: Akute Giftigkeit; Reizwirkung auf die Haut; Sensibilisierung, allergenes Potenzial sowie Erbgutschädigende, krebserzeugende und fruchtschädigende Eigenschaften. Zusammen mit der Berücksichtigung des Verhaltens in Oberflächengewässern (Abbauverhalten, Bioakkumulationspotenzial, Toxizität für Wasserorganismen) sowie dem Verhalten in Kläranlagen werden insgesamt sechs Bewertungszahlen generiert, die auf einer Skala von 1 (vernachlässigbar) bis 5 (sehr hoch) das gesamte Gefährdungsprofil des Stoffes beschreiben sollen. Das Gefährdungsprofil eines Handelsproduktes errechnet sich aus den Gefährdungsprofilen der darin enthaltenen Wirkstoffe anhand eines Algorithmus: Dabei wird die Annahme getroffen, dass die Produkteigenschaften von der Konzentration der darin enthaltenen Wirkstoffe abhängen. Bei der Bewertung ist außerdem zu gewährleisten, dass ein Wirkstoff mit einem hohen Gefährdungspotenzial angemessen berücksichtigt wird, auch und gerade wenn seine Konzentration im Produkt gering ist. In der Literatur wird dazu eine logarithmische Skalierung vorgeschlagen. Die Bewertung berücksichtigt derzeit die Wirkstoffe sowie Anwendungsverdünnungen. Die Zusammenfassung der Produkte in Verwendungs- bzw. Expositionskategorien ermöglicht letztlich eine vergleichende Bewertung. Da das Bewertungsraster gerade auf eine vergleichende Bewertung von Produkten abzielt, unterliegt er einer ständigen kritischen Diskussion, die auch häufig von den Herstellern geführt wird. Dieser Umstand sowie das Faktum von Produktlebenszyklen erfordern ein ständiges Update der in der Datenbank enthaltenen Informationen und eine Anpassung des Bewertungsmodells an den aktuellen Stand von Forschung sowie Standards der Stoff- und Produktpolitik.

Grüne Logistik - Workshops für kleine und mittlere Unternehmen

bifa wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit mit der Durchführung des Projekts IPP als Instrument des betrieblichen Klimaschutzes - eine Anleitung insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) beauftragt. Im Rahmen dieses Projekts werden u. a. acht Workshops mit Vertretern der Wirtschaft durchgeführt. Der erste Workshop fand bereits im Februar 2010 unter dem Motto Grüne Logistik: Visionen - Chancen - Risiken statt. Es nahmen 13 Unternehmer aus verschiedenen Bereichen der Logistik teil. Nach kurzen Impulsvorträgen zur Integrierten Produktpolitik und Grünen Logistik wurden in drei Arbeitsgruppen Möglichkeiten der Umsetzung von grüner Logistik im eigenen Unternehmen diskutiert und Ansatzpunkte gesucht, wie durch verstärkte Kooperation und Kommunikation die umweltbezogenen Vorteile der grünen gegenüber der normalen Logistik noch weiter ausgeschöpft werden können. Das äußerst heterogene Teilnehmerfeld wurde sehr positiv bewertet. So beschreibt ein Teilnehmer: Da waren ein Unternehmer mit eigenem Fuhrpark, ein kleiner mittelständischer Spediteur, ein großer mittelständischer Spediteur und ich aus der verladenden Wirtschaft. In der abschließenden Diskussion tauchte neben zahlreichen Ansatzpunkten zur Umsetzung immer wieder eine Frage auf: Was ist Green Logistics ? Wie können wir sie messen, was umfasst sie, wer nimmt daran teil und wer bezahlt sie? . Zur Abgrenzung der grünen gegenüber der normalen Logistik müssen Standards geschaffen werden, die den Unternehmen helfen, sich noch intensiver mit Möglichkeiten der Umweltentlastung im Bereich der Logistik auseinanderzusetzen. In einem weiterführenden Workshop im April 2010 setzten sich die Teilnehmer mit diesen Fragestellungen auseinander und erarbeiteten unter dem Titel Grüne Logistik: Standards generieren und umsetzen - aber wie? Vorschläge und Handlungsempfehlungen für die Praxis. Das IPP-Projekt ist für unterschiedliche Wirtschaftszweige von großem Interesse: So wurden weitere Workshops zu Themen wie Reach , Emissionen/ CDM , Bauwirtschaft und Recycling erfolgreich durchgeführt. Methoden: Analyse und Moderation sozialer Prozesse.

Produktpolitik in Europa

Themenbereich: Klimamodellierung, SASSCAL: Southern African Science Service Centre for Climate Change and Adaptive Land Management; Topic: Water-related vulnerabilities and risks in southern Africa (water use)

The current processes of global change are an enormous challenge for societies worldwide. The SASSCAL is a joint initiative of Angola, Botswana, Namibia, South Africa, Zambia, and Germany, responding to the challenges of global change. Aim and Scope: SASSCAL will improve the capacities to provide sound science-based solutions for current problems and future risks in the region, in particular regarding climate change and the associated demands concerning land management practices of local players. To this end, the centre will contribute to strengthening existing and developing new capacities for application-oriented scientific research and science-policy consultations on climate change, adapted land-use and sustainable development in the region. SASSCAL will support national, regional and local institutions and service providers to develop relevant advisory and implementation skills. It will have a regional scope and the work of the Centre will be defined in partnership with the respective scientific communities, the users of science products, policy-makers, and decision-makers. Research: SASSCAL intends to cover a variety of research issues in state-of-the-art climate change and land management research, responding to the regional definition of needs and demands. The task of the ISOE project team is to analyse to what extent water-related vulnerabilities and risks for the population and ecosystems are developing within the context of global change and how these might conceivably be reduced. Research approach: Many natural and social processes mutually influence water resources in the southern part of Africa. Climate change and changes in land use, as well as population and economic growth act as localised forms of global change on the current and future state of the resource and as such influence peoples living conditions. The project team is developing a vulnerability and risk analysis for the catchment area of the Cuvelai-Basin in northern Namibia and southern Angola. First the 'status quo and expected trends in patterns of water demand are being studied, differentiated according to spatial and social characteristics and with the help of social-empirical surveys, consultations with experts and mapping. Using this as a starting point, researchers calculate water demand and availability in order to discover the water supplys vulnerabilities and risks for the population and ecosystems. The aim is to identify areas of relevance for decision-makers which are particularly threatened by supply gaps and their consequences (hot spot areas). Next the researchers will be developing supportive measures for an adapted and integrated management of water resources. usw.

GreenManufacturing - Expertenkreis zur Entwicklung und Evaluierung ökologisch und ökonomisch effizienter Produktionsverfahren, Teilvorhaben: Optimierung des Materialflusses, werterhaltende Kreislaufwirtschaft und Umweltaspekte'

Reparierbarkeit von Elektrogeräten: bessere Kennzeichnung nötig

<p> <p>Die Reparatur von Elektrogeräten ist mit zahlreichen ökologischen, sozialen und ökonomischen Vorteilen verbunden. Dennoch werden defekte Produkte bisher kaum repariert. Transparente Informationen, zum Beispiel in Form eines Reparaturindex, könnten dazu beitragen, Verbraucher*innen besser über die Reparierbarkeit von Produkten aufzuklären und in der Folge zu mehr Reparaturen führen.</p> </p><p>Die Reparatur von Elektrogeräten ist mit zahlreichen ökologischen, sozialen und ökonomischen Vorteilen verbunden. Dennoch werden defekte Produkte bisher kaum repariert. Transparente Informationen, zum Beispiel in Form eines Reparaturindex, könnten dazu beitragen, Verbraucher*innen besser über die Reparierbarkeit von Produkten aufzuklären und in der Folge zu mehr Reparaturen führen.</p><p> <p>Aus Umweltsicht lohnt es sich bei den meisten Elektrogeräten, diese länger zu nutzen und dafür gegebenenfalls auch zu <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/einfluss-der-nutzungsdauer-von-produkten-auf-ihre-1">reparieren</a>. Der Reparatur stehen dabei jedoch verschiedene Aspekte entgegen: eine schlechte Verfügbarkeit von Ersatzteilen, ein reparaturunfreundliches Design der Geräte und die Kosten einer Reparatur. Bei der Verfügbarkeit und Austauschbarkeit der Ersatzteile wurden durch <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/neue-waschmaschinen-kuehlschraenke-co-ab-2021">Gesetzgebung</a> für erste Geräte Verbesserungen erreicht.</p> <p>Neben der Verbesserung der Rahmenbedingungen für eine Reparatur ist es ebenso wichtig, dass Verbraucher*innen vor dem Kauf eines Gerätes wissen, wie leicht sich dieses reparieren lässt. Dies kann beispielsweise in Form einer leicht verständlichen Bewertung in verschiedenen Klassen erfolgen. Seit Anfang 2021 müssen beispielsweise in Frankreich Smartphones, Laptops, Fernseher, Rasenmäher und Waschmaschinen bereits mit einem solchen „Reparaturindex“ ausgezeichnet werden.</p> <p><strong>Forschungsprojekt zur Bewertung der Reparierbarkeit</strong></p> <p>Das Wuppertal Institut für <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a>, Umwelt, Energie hat, zusammen mit der Dr. Brüning Engineering UG, in einem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/methoden-normen-zur-bewertung-der-reparierbarkeit">Forschungsprojekt</a> im Auftrag des Umweltbundesamtes (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>) herausgearbeitet, wie die Reparierbarkeit von Elektro- und Elektronikgeräten mit Hilfe einer sogenannte Reparierbarkeitsmatrix bewertet werden kann. Dabei wurden schon bestehende Ansätze zur Bewertung der Reparierbarkeit untersucht und die Erarbeitung der Norm „Allgemeine Verfahren zur Bewertung der Reparier-, Wiederverwend- und Upgradebarkeit energieverbrauchsrelevanter Produkte“ (<a href="https://www.beuth.de/de/norm/din-en-45554/327255150">DIN EN 45554</a>) aktiv unterstützt. Anschließend haben die Auftragnehmenden die theoretischen Überlegungen in praktischen Demontage- und Reparaturuntersuchungen an verschiedenen Drucker- und Wäschetrocknermodellen getestet. Damit wurden die theoretischen Überlegungen bewertet und eine optimierte Reparierbarkeitsmatrix abgeleitet.</p> <p>Die Forschungsergebnisse sind hilfreich für eine mögliche Einführung von Reparierbarkeitsindeces für Drucker und Wäschetrockner auf europäischer Ebene im Rahmen der Ökodesign-Richtlinie oder Energieverbrauchskennzeichnungs-Verordnung. Neben spezifischen Informationen für die beiden untersuchten Produktgruppen können darüber hinaus allgemeine Informationen abgeleitet und damit die Einführung weiterer Reparierbarkeitsindices unterstützt werden, zum Beispiel <a href="https://susproc.jrc.ec.europa.eu/product-bureau//product-groups/447/documents">der von der Forschungseinrichtung der EU Kommission vorgeschlagene Reparierbarkeitsindex für Smartphones und Tablets</a>.</p> <p><strong>Erleichterung der Reparatur insgesamt</strong></p> <p>Die Informationen über die Reparierbarkeit von Produkten können jedoch nur ein Baustein sein, um die Reparatur als einen wichtigen Baustein zu einer längeren Lebensdauer von Produkten zu stärken. Die Informationspflicht sollte immer begleitet werden durch Mindestanforderungen an die Geräte und Ersatztverfügbarkeit, die eine Reparatur ermöglichen beziehungsweise erleichtern und begleitende Maßnahmen, die Reparaturen zugänglich und erschwinglich machen. Das UBA setzt sich in diesem Zusammenhang schon länger für eine <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/strategien-gegen-obsoleszenz">reduzierte Mehrwertsteuer</a> für Reparaturdienstleistungen ein. Das Projekt zeigte jedoch auch, dass Reparaturen durch überhöhte Ersatzteilpreise verhindert werden können. Neben Transparenz über Ersatzteilkosten und deren Einbeziehung in den Reparierbarkeitsindex, kann dabei auch die Deckelung der Preise für Ersatzteile eine wichtige Rolle spielen.</p> </p><p>Informationen für...</p>

Stärkere Verankerung der Ressourceneffizienz und Abfallvermeidung in produktpolitischen Instrumenten

Das Vorhaben soll dazu beitragen die Materialeffizienz von energieverbrauchsrelevanten Produkten zu steigern, indem Materialaspekte bei Anforderungen an die Produktgestaltung unter der Ökodesign-Richtlinie, der Produktkennzeichnung und der umweltfreundlichen Beschaffung zukünftig eine stärkere Berücksichtigung finden. In erster Linie ist zunächst von Vorgaben zur Lebensdauer und Funktionalität von Produkten und Komponenten und Maßnahmen zur Verbesserung der Kreislaufführbarkeit von Materialien und Rohstoffen ein Beitrag zu erwarten. Speziell die Kreislaufführung strategischer Metalle und Kunststoffe aus Stoffströmen des Elektro- und Elektronikschrotts stellt bis heute eine nicht gelöste Herausforderung dar. Das Vorhaben soll dabei einen Bezug zur Recyclingpraxis herstellen. Welche Designvorgaben ermöglichen am Ende des Produktlebensweges tatsächlich ein wirtschaftliches und verbessertes Recycling von Wertstoffen? Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung und Implementierung von bestehenden, in Entwicklung oder in Diskussion befindliche Normen und Anleitungen, die auf eine verbesserte Reparierbarkeit, Vereinheitlichung von Angaben zur Reparierbarkeit, zur Demontage oder eine Berechnung der Recyclingfähigkeit von energieverbrauchsrelevanten Produkten abzielen, sind zu entwickeln. Die vorhandenen methodischen Grundlagen zur Analyse und Verbesserung der Materialeffizienz und Abfallvermeidung (z.B. das Materialeffizienztool der Vorstudien der Ökodesign-RL) sind in 4 Fallstudien anzuwenden. Besonderes Augenmerk ist dabei auf die Ableitung praxistauglicher und überprüfbarer Anforderungen zur Erhöhung der Materialeffizienz, welche in produktpolitischen Instrumenten anwendbar sind, zu legen. Bei diesem Arbeitspaket ist eine enge Einbeziehung von Herstellern sowie Betreibern von Behandlungs- und Recyclinganlagen zu gewährleisten. Auf dieser Grundlage ist zu untersuchen, welche methodischen Grundlagen einer Weiterentwicklung bedürfen. Für die Nutzungsdauer von akkubetriebenen Geräten ist häufig die Lebensdauer des Akkus ein maßgeblicher Faktor. Die problemlose Entnehmbarkeit von Batterien und Akkumulatoren ist in Umsetzung der Vorgaben der EU-Batterierichtlinie in Deutschland durch das Elektro- und Elektronikgerätegesetz geregelt. Das Vorhaben soll in Form eines Leitfadens eine Anleitung zur leichten Entnehmbarkeit von (Batterien und) Akkumulatoren erarbeiten. Anhand von 4 Produktgruppen ist exemplarisch auf technischer Ebene zu prüfen, ob es einen Bedarf gibt, weitergehende Anforderungen, einschließlich Informationsanforderungen, in produktpolitischen Instrumenten zu verankern.

Umweltkommunikation im Generationskonflikt - Steigerung der Wirksamkeit des Blauen Engel bei Kindern und Jugendlichen

Der Blaue Engel gilt seit über 35 Jahren als erfolgreiches Orientierungslabel für umweltfreundliche Produkte (Bekanntheit 93%). Doch seine Zielgruppe ist mit ihm gealtert. Die Verbraucherbefragung zum Umweltzeichen 2011/2012 zeigt: Die primären Zielgruppen, die den Blauen Engel kennen und nutzen, sind zwischen 35 und 65 Jahre alt. Gerade die älteren Generationen verbinden mit ihm die frühen Themen der Umweltbewegung (Recyclingprodukte, emissions- und schadstoffarme Produkte). Um zukünftig auch innerhalb der jungen Zielgruppe diese Bekanntheit zu erreichen, müssen in der Kommunikation zum Blauen Engel die Bedürfnisse der Jugend berücksichtigt und deren Kommunikationsformate genutzt werden. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, kommunikative Anknüpfungspunkte an die Interessen und Themen der jüngeren Zielgruppen herauszuarbeiten und in neue Kommunikationsformate zu überführen. Um zu einem echten Dialog mit Kindern und Jugendlichen zu gelangen, sollen deren Informationsbedürfnisse und -wege analysiert und dialogorientierte Maßnahmen entwickelt und erprobt werden, vorzugsweise in Kooperation mit Hochschulen für Kommunikation und Mediengestaltung. Diese Maßnahmen sind hinsichtlich ihrer Wirksamkeit zu untersuchen und weiterführende Empfehlungen für das Umweltzeichen zu erarbeiten. Arbeitspakete: 1. Erarbeitung eines Sachstandes zum Konsum von Schülern und Jugendlichen, Sichtung von produktpolitischen Anknüpfungspunkten insb. unter Berücksichtigung von Umweltzeichen, Kommunikationsverhalten und Informationsformaten dieser Zielgruppen; erste Entwicklung von Empfehlungen für den Blauen Engel 2. Konzeption einer Kommunikationsstrategie im Rahmen eines Kreativwettbewerbes bspw. in Zusammenarbeit mit einer Hochschule (Semesterprojekt) 3. Umsetzung einer Kinder- und Jugendkampagne zu '40 Jahre Blauer Engel' in 2018 4. Evaluation mittels Fokusgruppen 5. Ableitung allgemeiner Trends und Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung Kommunikation des Blauen Engel

H2020 Energy - EU Horizon 2020 Energy, Next-level energy efficient lighting systems in the service sector (PremiumLight-Pro)

Innovative LED lighting technology for the private and public service sector provides many opportunities for more efficient high quality lighting systems. Modern LED solutions are based on optimised luminaires and advanced flexible lighting control and allow a more effective use of daylight. Despite the significant saving potentials, there are still relatively few policy measures implemented at international and national level that stimulate respectively facilitate the use of optimised LED lighting systems. LED lighting for the service sector is only partly supported by current EU legislation, however further developments are ongoing. At national level in the different EU-Member States good pilot initiatives for efficient LED-systems in the services sector already have been implemented. However the number of implementations is still limited and a broad market penetration has not yet been achieved. National and local policies supporting efficient LED technology are largely missing. The project PremiumLight-Pro aims at addressing the major saving potentials by supporting public authorities in the development of effective policies to facilitate the implementation of efficient new generation LED lighting systems in the service sector. The project shall support the implementation of policies including green procurement criteria and design guidelines for the planning and installation of both for outdoor and indoor lighting systems, education and capacity building for planners, architects, installers and consultants, incentives schemes, contracting, information services including product database and others. Furthermore the project will support energy efficient lighting in the national implementation of the EPBD and the development and implementation of supportive legislation at EU-level. The proposal thereby explicitly targets the central objectives of EE9 of the call for proposals. The initiative is supported by more than 50 major stakeholders in 9 EU countries.

Ökodesign ist relevant für das Recycling von Elektrogeräten

<p> <p>Die Verbesserung der Materialeffizienz von Produkten rückt zunehmend in den Fokus umweltpolitsicher Maßnahmen. Eine aktuelle UBA-Studie zeigt in diesem Kontext wie Designanforderungen die Kreislaufführbarkeit speziell von Edel- und Sondermetallen sowie von Kunststoffen ausgewählter Elektrogeräte verbessern können. Ergänzend fanden Aspekte wie Lebensdauer und Reparierbarkeit Berücksichtigung.</p> </p><p>Die Verbesserung der Materialeffizienz von Produkten rückt zunehmend in den Fokus umweltpolitsicher Maßnahmen. Eine aktuelle UBA-Studie zeigt in diesem Kontext wie Designanforderungen die Kreislaufführbarkeit speziell von Edel- und Sondermetallen sowie von Kunststoffen ausgewählter Elektrogeräte verbessern können. Ergänzend fanden Aspekte wie Lebensdauer und Reparierbarkeit Berücksichtigung.</p><p> <p>Die Studie „Stärkere Verankerung der Ressourceneffizienz und Abfallvermeidung in produktpolitischen Instrumenten“ leitet auf Basis von Demontageversuchen für Notebooks, Smartphones, Flachbildschirmfernseher und Drucker ab, welche Ökodesign-Maßnahmen eine verbesserte Kreislaufführbarkeit ermöglichen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entnehmbarkeit und Lebensdauer von wiederaufladbaren Gerätebatterien sowie die Erarbeitung weitergehender Anforderungen an akkubetriebene Geräte. Hierzu diente die Analyse von Notebooks, Smartphones, E-Book-Readern und elektrischen Zahnbürsten.</p> <p>Auf Grundlage der ökologischen Relevanz und Effektivität sowie der politischen und herstellerseitigen Umsetzbarkeit erfolgte eine Bewertung der abgeleiteten Designmaßnahmen. Auf dieser Grundlage werden Handlungsempfehlungen an Akteure im produktpolitischen Umweltschutz ausgesprochen.</p> Notebooks <p>Für diese Produkte steht die Entnehmbarkeit der Akkumulatoren im Zuge der Erstbehandlung im Vordergrund. Es werden verschiedene Anforderungen formuliert, die die Entnehmbarkeit vereinfachen sollen, um ein Verbringen der Akkumulatoren in ein fachgerechtes Batterierecycling zu fördern. Die Recyclingfähigkeit der Kunststoffgehäuse ist nach aktuellem Stand nur begrenzt gegeben und sollte gefördert werden. Das Recycling von Indium aus Displays wird bei Flachbildschirmfernsehern zurzeit als aussichtsreicher als bei Notebooks betrachtet. Die Entnehmbarkeit von Komponenten, die zur Wiederverwendung geeignet sind, wie bspw. Massenspeicher und Arbeitsspeicher, sollte durch entsprechende Anforderungen gewährleistet sein. Daten auf Massenspeichern sollten unwiderruflich löschbar sein, um eine Weiter- bzw. Wiederverwendung der Geräte bzw. Komponenten zu fördern.</p> Smartphones <p>Die Studie schlussfolgert aus ökobilanzieller Sicht für Smartphones, dass die Verlängerung der Nutzungsdauer im Vordergrund stehen sollte. Eine Austauschbarkeit von Komponenten wird als ein wesentlicher Faktor gesehen, der die Langlebigkeit fördern kann. Es wird empfohlen, ausschließlich lösbare Verbindungstechniken bei Smartphones einzusetzen, um die Entnahme recyclingrelevanter Komponenten zu begünstigen. Dies betrifft auch die Entnehmbarkeit von Akkumulatoren im Recyclingprozess bzw. deren Austauschbarkeit in der Nutzungsphase. Es wird angenommen, dass die Leiterplatten als ökonomischer Treiber der Recyclingaktivitäten mehrheitlich dem fachgerechten Recyclingpfad zur Verfügung stehen und eine Separierbarkeit nicht durch Ökodesign-Anforderungen reguliert werden muss.</p> Flachbildschirmfernseher <p>Für Flachbildschirmfernsehern wird vorgeschlagen, einerseits die Demontagefähigkeit der Geräte zu erhöhen und andererseits Anforderungen an die Behandlung der Geräte im Recyclingprozess zu stellen. Eine einfache Demontierbarkeit der Rückwand ermöglicht einen schnellen Zugriff auf die enthaltenen Leiterplatten und potentiell die Displayeinheit. Weiterhin werden Anforderungen an die Recyclingfähigkeit eingesetzter Werkstoffe gestellt.</p> Schreibtischdrucker <p>Die Recyclingfähigkeit der eingesetzten Kunststoffe sowie der Einsatz von Rezyklaten sind bei Schreibtischdruckern relevant. Dahingehend werden Anforderungen an die Werkstoffauswahl sowie an den Anteil von Kunststoffrezyklaten aus dem Post-Consumer-Bereich in Neugeräte empfohlen. Weiterhin soll die Trennbarkeit von metallischen Werkstoffen und Kunststoffen gefördert werden.</p> </p><p>Informationen für...</p>

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