Das vorliegende Projekt untersucht, wie sich die Auswirkungen eines Regimewechsels im Humboldt Upwelling System (HUS) auf die industrielle Sardellenfischerei und auf andere handwerkliche peruanische Fischereien auswirken. Eine Veränderung in der handwerklichen Fischerei wird sich dabei hauptsächlich auf inländische Nahrungsmittelmärkte, die Sardellenfischerei insbesondere auf Weltmarktpreise für Fischmehl und -öl, und damit auf Futtermittelpreise auch in der Aquakultur auswirken. Daher könnte ein Zusammenbruch der peruanischen Sardellenfischerei Auswirkungen auf die Aquakulturproduktion und letztlich auf die Wildfangfischerei auf der ganzen Welt haben, die über den Weltmarkt für Fischmehl und die globalen Fischmärkte vermittelt wird. Das Projekt wird die Zusammenhänge zwischen Wildfang und Aquakultur, und insbesondere alternative Managementoptionen untersuchen, die die wirtschaftlichen Folgen von Kipppunkten abmildern und somit zur Entwicklung von Managementstrategien beitragen können. Insbesondere wird untersucht, unter welchen Managementsystemen das gekoppelte ökologisch-ökonomische peruanische Fischerei-System besonders resilient ist. Ein weiterer Schwerpunkt des Projektes ist die Koordination des Verbundvorhabens, inklusive der Koordination, Kommunikation, Datenmanagement und der Synthese. Dabei soll sowohl der reibungslose Ablauf des Verbundvorhabens, sowie die effektive Kommunikation innerhalb des Projektes und nach außen zu wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Partnern und der Öffentlichkeit sichergestellt werden. In der Vorphase wurde insbesondere die Kommunikation zu Nutzergruppen bereits aufgebaut und soll im Rahmen des Projektes erweitert werden um gewonnenes Wissen in Handlungsmöglichkeiten der Nutzergruppen umzusetzen.
Unterstuetzt wird eine BMBF- und ISP-gefoerderte Gemeinschaftsinitiative der Abteilungen Biotechnologie und Molekulare Genetik der Universitaet Bremen, FB2, Zentrum fuer Umweltforschung und Umwelttechnologie, des Senators fuer JBWKS und des Senators fuer BWKS und des Senators fuer WMTE GmbH. Die Projektpartner entwickeln gegenwaertig ein Konzept fuer die Integration biotechnologischer Kapazitaeten in der Region Bremen. Um die konzertierte Aktion von fuenf Universitaetsinstituten mit der regionalen Industrie ueber die Phase der Konzepterstellung hinaus zu begleiten, wird eine wissenschaftliche Fachkraft mit Industrieerfahrung benoetigt, die die Konzeptumsetzung koordiniert und insbesondere die wissenschaftlich-technische Umsetzung verantwortlich betreut. Forschungsergebnisse sollen gemeinsam mit den Firmen der Region zu foerderfaehigen Projekten bzw. marktfaehigen Produkten/Dienstleistungen vorangebracht werden. Finanziert wird die zweijaehrige Verlaengerung der zunaechst BMBF-gefoerderten WiMi-Stelle.