Das Ziel des Projekts FANS ist die Entwicklung und Evaluation eines Fußgänger-Assistenzsystems zur Vermeidung von Unfällen und zur Verbesserung der Mobilität älterer Menschen im Straßenverkehr unter Berücksichtigung der speziellen Erfordernisse der Nutzer sowie der Umwelt. Die Diskrepanz zwischen der Gefährdung und Assistenzbedürftigkeit speziell älterer Fußgänger und dem aktuell kaum vorhandenen Angebot an automatisierter Unterstützung begründet den Bedarf an Begleit- und Führungssystemen im Straßenverkehr. Im Jahr 2012 war die Hälfte aller Fußgänger, die Opfer eines Verkehrsunfalls wurden über 65 Jahre alt. Die häufigste Ursache für Unfälle älterer Fußgängern ist das Überschreiten der Fahrbahn ohne auf den Fahrzeugverkehr zu achten. Ein Assistenzsystem, welches ältere Menschen in solchen kritischen Verkehrssituationen unterstützt, indem es ihre Aufmerksamkeit auf die Straße und den Verkehr lenkt, hat demnach das Potential (tödliche) Unfälle zu verhüten. Während im Automobilbereich in den letzten Jahren eine stetige Entwicklung und Weiterentwicklung von Assistenzsystemen zu verzeichnen ist, gibt es für Fußgänger bislang kein geeignetes technisches Hilfsmittel, welches sie bei der Bewältigung des Straßenverkehrs unterstützt. Das Projekt FANS verfolgt als Lösungsansatz für die beschriebene Problematik einen interdisziplinären anwendungsorientierten Grundlagenforschungsansatz. Unter Berücksichtigung der kognitiven, physiologischen, Human Factors und verkehrsplanerischen Erfordernisse, soll am Beispiel eines Rollators ein Fußgänger-Assistenzsystem entwickelt werden. Das System soll mithilfe eines Mensch-zentrierten Sensor-Netzwerks, eines intelligenten Warnkonzepts sowie der Nutzung taktilen Feedbacks ältere Nutzer bei der Bewältigung der Anforderungen des Straßenverkehrs assistieren. Das Assistenzsystem soll in der Lage sein, sowohl potentiell gefährliche Situationen wie Straßen und Verkehrsaufkommen zu detektieren. Mithilfe multimodaler Information mit einem speziellen Fokus auf taktiler Information soll der Fußgänger auf die jeweilige Situation bzw. Gefahr aufmerksam gemacht werden. Um zu gewährleisten, dass die älteren Nutzer die Information verstehen und sinnvoll umsetzen können, soll ein Warnkonzept entwickelt werden, welches sowohl den Besonderheiten der Nutzergruppe als auch denen der Umgebung Rechnung trägt. Als Grundlage dafür dienen unter anderem physiologische Untersuchungen der Einbußen älterer Fußgänger in Bezug auf Wahrnehmung, Bewegungsinitiierung und Bewegungsausführung. Mithilfe der Nutzung eines solchen Fußgänger-Assistenzystems soll die subjektive und objektive Sicherheit älterer Fußgänger erhöht werden, indem die Zahl der Vorfälle und Unfälle reduziert wird und das Vertrauen der älteren Fußgänger in die Bewältigbarkeit des Verkehres gesteigert wird. Dadurch soll es älteren Menschen ermöglicht werden, angstfreier und unfallfreier am Straßenverkehr und damit am gesellschaftlichen Alltagsleben teilzunehmen.
Die auf Bundesebene diskutierten alternativen Szenarien des EE-Ausbaus sollen im Hinblick auf ihre Konfliktrisiken mit den Belangen des Naturschutzes bewertet und verglichen werden, um daraus strategische Empfehlungen ableiten zu können. Durch die exemplarische Visualisierung von repräsentativen Landschaftsräumen (AP4) sollen zu erwartende Konfliktlagen aufgezeigt werden und mithilfe einer Wahrnehmungspsychologischen Pilotstudie (AP5) bewertet werden, welche durch den Empfänger dieser Zuwendung (Antragsteller sowie Unterauftragnehmer) federführend bearbeitet werden. Für diese Pilotstudie werden die Eye-Tracking-, psychologischen sowie sozialwissenschaftlichen Methoden kombiniert. Es soll überprüft werden (AP 6), ob die in der bundesweiten Bewertung der Konfliktrisiken zugrunde gelegten Kriterien und die daraus abgeleitete Bewertung der berücksichtigten Flächenkategorien aufrechterhalten werden kann oder modifiziert werden sollte. Das Vorhaben zielt auf eine praxisrelevante Entscheidungsunterstützung eines Naturschutzbelange berücksichtigenden weiteren Ausbaus der (absehbar relevanten) erneuerbaren Energien. Der Antragsteller sowie die Unterauftragnehmer dieser Zuwendung sind federführend an der Bearbeitung folgender Arbeitspakete (AP) beteiligt: AP4 Exemplarische Veranschaulichung der Veränderung von Natur und Landschaft durch Visualisierung AP5 Empirische Überprüfung der Bewertung mit Hilfe ausgewählter Landschaftspräferenzen AP6 Qualifikation der Bewertung der landschaftsbildbezogenen Konfliktrisiken Die Empfehlungen (AP7) erstellen die Projektbeteiligten gemeinsam. Sowohl die Projektleitung als auch die Koordination des Projekts hat die HS OWL inne. Ihr obliegt auch die Zusammenführung der Zwischen- und Abschlussberichte. (Siehe auch Projektbeschreibung).
Untersuchung von 125 Kindern (im Alter von mindestens 12 Jahren) der Patienten der ABC-Schizophreniestudie (Leitung: Prof.Dr.Dr.h.c.mult. Heinz Haefner), die vom 1.1.1987-31.12.1998 am Zentralinstitut fuer Seelische Gesundheit in Mannheim durchgefuehrt und von der DFG finanziert wurde (SFB 258). Die Untersuchungen finden auf psychopathologischer, neuropsychologischer (kognitiver), psychophysiologischer und molekulargenetischer Ebene statt. Paralleluntersuchung des nicht-erkrankten Elternteils auf den genannten Ebenen. Pruefung von genetischen (Heriditaets- und molekularen etc.) Hypothesen zur Uebertragung der Schizophrenie unter Einbeziehung des Verlaufs. Entwicklung und Pruefung von Persoenlichkeits-, Umwelt- und Interaktionsmodellen unter Beruecksichtigung der in der ABC-Schizophreniestudie entwickelten Mehrebenenmodelle der Verlaufspraediktion. Vorgehensweise: Untersuchungsdesign: Querschnitt; retrospektive Erfassung demographischer Entwicklungen und Entwicklungen psychischer Stoerungen.
Das Projekt 'Im Fluss: Förderung der psychischen Gesundheit von Arbeitnehmern in der Donauregion durch Wissenstransfer' (SHARE) hat das Ziel, ein interdisziplinäres Netzwerk zwischen Forschungseinrichtungen in Deutschland und in den Donauländern zum Thema psychische Gesundheit im Beruf aufzubauen. Mit der symeda GmbH wird dabei auch ein innovatives Kleinunternehmen (KMU) eingebunden, das die wissenschaftlichen Partner bei der technischen Umsetzung von Ideen zum Wissenstransfer in die Wirtschaft unterstützt. Durch die Entwicklung von Strategien, wie psychische Gesundheit von Arbeitnehmern in der Donauregion, insbesondere in KMU, gestärkt werden kann, soll die Basis für künftige gemeinsame Projekte gelegt werden, die die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen im Donauraum nachhaltig stärken. In der ersten Förderphase kommt es durch Workshops und Besuche des Projektkoordinators in den Donau-Partnerländern zu einer intensiven Vernetzung. In der zweiten Förderphase wird ein gemeinsames Projekt angebahnt. Geplant ist die Konzeptualisierung einer Plattform zur E-Wissensvermittlung zum Thema psychische Gesundheit für Unternehmen im Donauraum, vor allem für KMU.
Vorrangiges Ziel des Projektes war es, die Marktakzeptanz und Nutzung von Elektrofahrzeugen zu beschleunigen und damit den Umweltnutzen zu erhöhen. Die wissenschaftlichen Arbeitsziele bestanden darin, Nutzererwartungen, -erleben und -verhalten im Umgang mit Elektromobilität in unterschiedlichen Anwendungsfeldern zu erfassen. Die Anwendungsfelder waren: Park+Ride (P+R, mit privater Lademöglichkeit), Park+Charge (P+C, ohne eigene Lademöglichkeit), Carsharing und Fuhrparknutzer in verschiedenen Firmenflotten. Hierbei sollten Vorteile und Barrieren von Elektrofahrzeugen sowie das Konzept Wind-to-Vehicle (W2V) und ein Mehrwertdienst (Mobilitätsassistenten) aus Nutzersicht untersucht werden. Dabei wurden die Anwendungsfelder miteinander verglichen. Auf Grundlage eines früheren Projekts wurden Erhebungsinstrumente auf die Fragestellungen dieses Projekts zugeschnitten und damit ein Methodenkorpus erstellt. Der Korpus besteht aus Interviews, Fragebögen, Wege- und Ladetagebüchern, Tagebüchern für besondere Ereignisse, einer Conjoint Analyse und nutzerbezogenen Auswertungen von Datenloggerdaten. Diese Methoden wurden in einer sechsmonatigen Nutzerstudie unter Alltagsbedingungen mit 68 Fahrzeugen des Typs MINI E im Großraum Berlin bei 30 Privatnutzern (20 P+R-Nutzer; zehn P+C-Nutzer) und weiteren Nutzern in Firmenfuhrparks und im Carsharing angewendet. Ergänzend wurden mit zwei Fahrzeugen Testserien unter kontrollierten Bedingungen durchgeführt. Die Akzeptanz von Elektromobilität war bei den Teilnehmern aller Nutzergruppen bereits zu Beginn der Studie hoch und wurde durch die Erfahrung mit dem MINI E weiter gesteigert. Des Weiteren beurteilten sie die Alltagstauglichkeit des MINI E als hoch und schätzten das Fahrzeug als zuverlässig und sicher ein. Die Mobilitätsanforderungen der Nutzer konnten durch das Fahrzeug zum großen Teil erfüllt werden. Als Barrieren erlebten die Teilnehmer vor allem die eingeschränkte Reichweite und das begrenzte Raumangebot. In der Conjoint Analyse zeigte sich, dass der Anschaffungspreis eine große Rolle spielte. Der Ladevorgang an sich gestaltete sich meist problemlos, die Ladedauer ließ sich in den meisten Fällen in den Tagesablauf der Nutzer integrieren. Dabei bildete sich eine gruppenspezifische Laderoutine heraus. Anfänglich zeigten sich Schwierigkeiten bei der öffentlichen Ladeinfrastruktur. Die Nutzer aller Gruppen zeigten eine überwiegend positive Einstellung gegenüber dem Konzept Wind-to-Vehicle (W2V) und gaben eine hohe Bereitschaft zu dessen Umsetzung an. Im tatsächlichen Verhalten spiegelte sich diese Bereitschaft allerdings nur teilweise wider. Ein Mobilitätsassistent wurde mittels mehrerer Usability-Untersuchungen getestet. Die Ergebnisse dieses Projekts bestätigen die Ergebnisse des Vorgängerprojekts MINI E 1.0 - MINI E Berlin - powered by Vattenfall und erweitern diese auf weitere Nutzergruppen. Es konnten zudem Nutzungseinschränkungen identifiziert werden.
Die Ökologie des Litorals (Flachwasserzone) und die Wechselwirkungen zwischen Litoral und Pelagial (Freiwasserzone) werden in einem längerfristigen, interdisziplinären und koordinierten Ansatz wissenschaftlich untersucht. Wir streben an, zu einem generellen mechanistisch-kausalen Verständnis von der Funktion aquatischer Ökosysteme beizutragen. Datenerhebungen im Freiland an ausgewählten und gemeinsam genutzten Probenahmestellen kombinieren wir mit freilandnahen Mesokosmosexperimenten und mit ökophysiologischen sowie populationsökologischen Laboruntersuchungen. Das Litoral wird als Lebensraum mikrobieller Lebensgemeinschaften (Biofilme, Mikroflora, Bakterien, Pilze) und 'makrobieller' Lebensgemeinschaften (Meiobenthos, Makrobenthos, höhere Pflanzen, Fische) ebenso bearbeitet wie als wichtiges räumliches Kompartiment im Stoffhaushalt des Sees. Dazu gehören auch die gewässerphysikalische Erfassung spezifischer Wasserbewegungen mit entsprechenden Verfrachtungen von biologisch relevantem Material sowie die Fernerkundung vom Flugzeug aus.
*Die Forschergruppe will mit ihren Untersuchungen ein grundsätzliches Verständnis für wichtige in einem Watt ablaufende Prozesse gewinnen. Zu diesem Zweck sollen biogeochemische Stoffumwandlungsprozesse an Partikeln in der Wassersäule, an der Sediment-Wasser-Grenze und in den Wattsedimenten untersucht werden. Unter Berücksichtung der hydrodynamischen Verhältnisse wird der Einfluss der Prozesse auf den Stoffhaushalt ermittelt. Für die biogeochemischen Prozesse im Wattsediment und an der Sediment-Wasser-Grenze wird ein mathematisches Ökosystemmodell entwickelt. Auf einer globaleren Ebene soll eine Bilanz für den Stoffhaushalt in einem ausgewählten Wattgebiet der ostfriesischen Nordseeküste (Rückseitenwatt der Insel Spiekeroog) erstellt werden. Mit einem hydrodynamischen Modell werden die Ergebnisse der Untersuchungen zum Sedimenttransport mathematisch beschrieben. Zusätzlich soll durch eine enge Verknüpfung von Methoden zur Analyse nichtlinearer dynamischer Systeme mit ökologischen Fragestellungen untersucht werden, inwieweit zeitliche, räumliche und/oder raum-zeitliche Strukturen aufgrund nichtlinearer Wechselwirkungen von Reaktion, Diffusion und Advektion herausgebildet werden und ob die Überschreitung kritischer Schwellenwerte zur spontanen Herausbildung neuer Strukturen oder Dynamik führt.
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