In dem FuE-Vorhaben 'NEKO - Neuartiger emissionsarmer Kaminofen' sollten Methoden und Wege aufgezeigt und an einem Prototyp umgesetzt werden, durch welche gesundheitsrelevante Schadstoffe aus Verbrennungsprozessen in Kaminöfen bereits in der Bildungsphase (Vermeidung der Schadstoffentstehung) verringert werden können. Es sollte ein besonders schadstoffarmer sowie effizienter Verbrennungsprozess in einem neuartigen Kaminofen gewährleistet werden, so dass die klimafreundliche Wärmebereitstellung auf Basis von naturbelassenem Stückholz in Privathaushalten nachhaltig erfolgen kann. Das Vorhaben mit dem AZ 28412/02 führte die grundlegenden Arbeiten aus der Vorphase AZ 28412/01 fort.
Im Rahmen des von der DBU geförderten Projektes wurden Forschungsarbeiten zur Entwicklung von, in einem Kaminofenbrennraum integrierbaren, Festkörperkatalysatoren durchgeführt. Dazu wurde die Geometrie des eingesetzten Kaminofens modifiziert. Außerdem wurde der Einsatz der Festkörperkatalysatoren bei höherer Temperatur direkt in der Brennkammer realisiert. Zunächst wurde zur Modifizierung der Kaminofengeometrie der untere Brennraum verlängert, um die Verweilzeit der Brenngase in der Flamme erhöhen zu können. Anschließend wurde ein Brennerring zur optimierten Sekundärluftzufuhr unter dem Rost eingebaut. Dadurch konnte ein erhöhter Sekundärluftmassenstrom zur Verbrennung genutzt werden. Die Emissionswerte von CO und Org.-C wurden nach dem Einsatz des Brennrings um 68% bzw. 82% reduziert. Darüber hinaus wurde der Schwamm-Katalysator in unterschiedlichen Varianten untersucht sowie dessen Langzeitstabilität (mind. 3 Heizperioden) nachgewiesen sowie abschließend zusammen mit dem Brennerring im Prototyp bei dem ausgewählten privaten Betreiber in Coswig bei Dresden eingesetzt. Zur Optimierung des NEKO-Prototyps wurde ebenfalls ein Regelungssystem konzipiert. Das Luftregelungssystem stabilisierte eine optimale Rost- Temperatur, sodass geringe Emissionswerte erreicht werden konnten. Diesbezüglich wurde der Einlass von Primär - und Sekundärluft im NEKO Prototyp getrennt geführt. Die Nachlegemethode ermöglichte ein rechtzeitiges Nachlegen des Brennstoffs, um die Emissionswerte in der Ausbrandphase so niedrig wie möglich halten zu können. Zum Schluss wurde eine Feldmessung mit dem weiterentwickelten Wandkatalysator (Pt/MnOX/Al2O3) und dem Brennerring durchgeführt, um die Ergebnisse vom Prüfstand bestätigen zu können. Die Ergebnisse zeigten, dass die Ergebnisse vom Prüfstand auf den Praxisbetrieb übertragbar sind. Die Ergebnisse des Projektes DBU-NEKO sind aus Sicht der Projektpartner sehr positiv zu bewerten. Die Arbeiten weisen eine hohe wissenschaftliche und wirtschaftliche Anschlussfähigkeit auf, welches im Abschlussbericht ausführlich erläutert wurde.