Die regelmäßige Ermittlung der medizinischen Strahlenexposition der Bevölkerung und ausgewählter Bevölkerungsgruppen sowie die Erstellung von diagnostischen Referenzwerten (DRW) für nuklearmedizinische Untersuchungen gehören zu den Aufgaben des Bundesamtes für Strahlenschutz. Für die Berichterstattung sowie die Aktualisierung der in der StrlSchV geforderten DRW ist es notwendig, aktuelle Daten zur Häufigkeit nuklearmedizinischer Untersuchungsverfahren, der verwendeten Radiopharmaka, der applizierten Aktivitäten sowie der Alters- und Geschlechtsverteilung der Patienten zu erheben. Im Rahmen des Vorhabens sollen die genannten Daten in einer repräsentativen Erhebung erhoben und ausgewertet werden.
Die Frühdiagnose der koronaren Herzerkrankung ist heute durch multimodale Konzepte (CT/CTA, SPECT/CT und PET/CT) geprägt. Bei derartigen Untersuchungen werden die Patienten wie bei der Koronarangiographie zum Teil erheblichen Strahlenexpositionen ausgesetzt. Die resultierenden Organdosen sollen zur Abschätzung von Spätfolgen und der personalisierten Optimierung der Untersuchungsverfahren bestimmt werden. Insbesondere der Vergleich der Dosisverteilungen für PET/CT und PET Verfahren wird für dieses Projekt von Interesse sein, da die kurzlebigen PET-Radiopharmazeutika die Untersuchungen nicht nur beschleunigen, sondern auch die Strahlenexposition verringern. Existierende (z.B. Koronarangiographie) und in der Entwicklung stehende (PET/CT oder Herz-CT) Methoden sollen hinsichtlich der Strahlenexposition und der entsprechenden diagnostischen Aussagekraft vergleichend untersucht werden. Dynamische SPECT- und PET-Untersuchungen werden benutzt, um die Kinetik der Tracerverteilung zu definieren und die erzeugte Strahlenexposition organspezifisch abzuschätzen. Hierzu werden personalisiert Voxelmodelle erstellt, nach Validierung der biokinetischen Modelle ggf. biokinetische Parameter bestimmt und Simulationsrechnungen durchgeführt. Eingeschlossen werden Patienten mit Verdacht auf koronarer Herzerkrankung im Alter zw. 18 und 75 Jahren. Patienten mit Diabetes mellitus und instabiler Präsentation der KHK sind ausgeschlossen. Kontraindikationen gelten für pharmakologische Belastung als Ausschlusskriterium.
Das Ziel dieses Projekts ist es die Unsicherheiten und damit die Zuverlässigkeit von Dosiskoeffizienten für ausgewählte Radiopharmaka zu ermitteln sowie die biokinetischen und dosimetrischen Parameter zu identifizieren, die am meisten zur Unsicherheit der Dosiskoeffizienten beitragen.
Vorhabensziele der hier beantragten Teilprojekte sind: a) Präklinische Optimierung von Strahlenwirkungen in der Tumortherapie durch die Entwicklung und Anwendung von Bildgebungstechniken zur Charakterisierung der Tumorbiologie sowie der Bioverteilung, Pharmakokinetik und Pharmakodynamik von Substanzen, die die Strahlenwirkung modifizieren. b) Risikobewertung diagnostischer und interventioneller Strahlenanwendungen bei Patienten mit Koronarer Herzkrankheit (KHK). Teilprojekt (a) umfasst die medizinphysikalische Implementierung und Validierung funktioneller Bildgebungstechniken, die Entwicklung von Radiosensitizern sowie deren Einsatz im Rahmen tierexperimenteller Studien. In Teilprojekt (b) werden Daten zur Erfassung und Bewertung der Strahlenexposition von KHK-Patienten erhoben und strahlenhygienisch bewertet. Die Ergebnisse werden in Form von Dissertationen und Publikationen dargestellt. Da es sich um präklinische Grundlagenforschung (Projekt a) bzw. strahlenepidemiologische Untersuchungen (Projekt b) handelt, ist eine wirtschaftliche Verwertung derzeit nicht absehbar.
Saemtliche in der Bundesrepublik Deutschland kommerziell erhaeltlichen Technetium-99m Generatoren werden hinsichtlich ihrer Qualitaet ueberprueft. Hierbei werden von jedem Generator mit zeitlich groesserem Abstand mindestens zwei Exemplare fuer die Qualitaetskontrolle herangezogen. Folgende Parameter werden geprueft: Die Beladung der Generatorsaeule mit Molybdaen 99; die Elutionsausbeute; die praktische Handhabbarkeit des Generators; der Anteil an radionuklearen Verunreinigungen im Generatoreluat; die radiochemische Reinheit des Generatoreluats; der pH-Wert der Eluate; der Aluminiumgehalt der Eluate.
'The aim of this proposal is to provide data on dosimetry and corresponding dose related risks when administering radiopharmaceuticals for diagnostic purposes in children and adults. The composition of the consortium ensures that contacts to other bodies such as the International Commission on Radiological Protection (ICRP), the Medical Internal Radiation Dose (MIRD) Committee of the Society of Nuclear Medicine or member state radiation protection agencies are provided in order to obtain up-to-date information on the developments in this field. In addition, data on imaging device-specific parameters and corresponding phantoms will be gathered in order to get information on potential dose reductions with emphasis on paediatric nuclear medicine procedures, and on computed tomography absorbed doses in hybrid scanners. If, as a result of the reviews, the need for additional clinical trials is identified, details for the set-up of such trials will be given. Finally, recommendations for weight-dependent minimum and maximum activities with particular emphasis on paediatric nuclear medicine will be developed. The dissemination of results will be coordinated by the European Institute for Biomedical Imaging Research (EIBIR) and undertaken with the help of the radiation protection authorities in individual member states and the European Association of Nuclear Medicine (EANM).'
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 8 |
| Europa | 1 |
| Wissenschaft | 2 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 8 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 8 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 7 |
| Englisch | 1 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 4 |
| Webseite | 4 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 2 |
| Lebewesen und Lebensräume | 5 |
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| Mensch und Umwelt | 8 |
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| Weitere | 8 |