Other language confidence: 0.540932190355427
Überwachung der Gamma-Ortsdosisleistung https://odlinfo.bfs.de informiert über Radioaktivitätsmesswerte in Deutschland Das BfS betreibt ein bundesweites Messnetz zur großräumigen Ermittlung der äußeren Strahlenbelastung durch kontinuierliche Messung der Gamma-Ortsdosisleistung ( ODL ). Das ODL -Messnetz besteht aus 1.700 ortsfesten, automatisch arbeitenden Messstellen, die flächendeckend über Deutschland verteilt sind. Das ODL -Messnetz besitzt eine wichtige Frühwarnfunktion, um erhöhte radioaktive Kontaminationen in der Luft in Deutschland schnell zu erkennen. Auf https://odlinfo.bfs.de zeigt eine Karte aktuelle Radioaktivitäts-Messdaten des ODL -Messnetzes. Als eine der wichtigsten Messeinrichtungen betreibt das BfS auf Grundlage des Strahlenschutzgesetzes ( StrlSchG ) ein bundesweites Messnetz zur großräumigen Ermittlung der äußeren Strahlenbelastung durch kontinuierliche Messung der Gamma-Ortsdosisleistung ( ODL ). Bundesweit 1.700 Sonden umfasst das ODL-Messnetz Das ODL -Messnetz besteht aus 1.700 ortsfesten, automatisch arbeitenden Messstellen, die flächendeckend in einem Grundraster von rund 20 x 20 Kilometern über Deutschland verteilt sind. In einem Radius von 25 Kilometern beziehungsweise 100 Kilometern um kerntechnische Anlagen ist das Netz dichter angelegt. Messung der natürlichen Strahlenbelastung Im Routinebetrieb wird mit dem Messnetz die natürliche Strahlenbelastung gemessen, der der Mensch ständig ausgesetzt ist. Die Ortsdosisleistung erfasst die terristrische Komponente, die durch die überall im Boden vorkommenden natürlichen radioaktiven Stoffe ( Radionuklide ) verursacht wird. Ursache sind Spuren von Uran , Thorium und Kalium, die überall in Gesteinen, Böden und Baumaterialien vorkommen. In Gegenden mit alten Gesteinsarten (zum Beispiel Granit) sind diese Spuren ausgeprägter; deshalb ist in älteren Mittelgebirgen wie dem Schwarzwald und dem Erzgebirge die Bodenstrahlung höher als in Norddeutschland oder in den Kalkalpen. Ein Element in der natürlichen Zerfallskette des Uran -238 ist das Radon . Als Gas diffundiert es aus Böden und gelangt als natürlicher Strahler in die Atmosphäre. Daneben ist der Mensch einer natürlichen Strahlung ausgesetzt, die ihren Ursprung im Weltraum hat und abgeschwächt durch die Atmosphäre die Erdoberfläche erreicht (Höhenstrahlung, kosmische Strahlung). Die ODL wird in der Messgröße Umgebungs-Äquivalentdosisleistung bestimmt und in der Einheit Mikrosievert pro Stunde angegeben. Die natürliche ODL bewegt sich in Deutschland je nach örtlichen Gegebenheiten zwischen 0,05 und 0,2 Mikrosievert pro Stunde. Einfluss natürlicher Prozesse auf ODL -Werte Die äußere Strahlenbelastung ist an einem Ort weitgehend konstant. Allerdings spiegeln sich zwei natürliche Prozesse sehr deutlich in den Messdaten wider. Kurzzeitige Erhöhungen bis auf etwa das Dreifache des natürlichen Pegels treten auf, wenn radioaktive Folgeprodukte des natürlich vorkommenden radioaktiven Gases Radon durch Niederschläge aus der Atmosphäre ausgewaschen und am Boden abgelagert werden. Durch eine geschlossene Schneedecke kann es dagegen zu einer deutlichen Absenkung der zuvor gemessenen ODL kommen, weil die Bodenstrahlung teilweise durch den Schnee abgeschirmt wird. Messdaten Sonde zur Messung der Ortsdosisleistung (ODL) Die ODL -Messsonde, die in der Regel in ein Meter Höhe über Grasboden aufgebaut ist, erfasst die Umgebungsstrahlung im Zehnminuten-Takt. Die Messdaten werden in der Regel im Stundentakt automatisch an die Messnetzknoten übertragen. Sie werden durch ein automatisches Prüfverfahren analysiert. Bei Auffälligkeiten wird arbeitstäglich manuell geprüft, ob eine Störung vorliegt. Defekte Messgeräte können auf diese Weise frühzeitig identifiziert und ausgetauscht werden. Wichtige Frühwarnfunktion Das ODL -Messnetz ist wichtig für die Notfallvorsorge. Die Sonden befinden sich rund um die Uhr im Messbetrieb. Zusätzlich zu der regelmäßigen Datenübertragung sind die Sonden mit einer Benachrichtigungsfunktion ausgestattet: Sie übertragen die Messdaten an die Datenzentralen des BfS , sobald die gemessene ODL an einer Stelle den festgelegten Schwellenwert überschreitet. Falls ein internes Frühwarnkriterium ausgelöst wird, prüfen Fachleute des BfS umgehend die eingegangenen Messdaten. So wird sichergestellt, dass eine Erhöhung der Strahlung unverzüglich bemerkt wird. Die Schwellenwerte berücksichtigen dabei den natürlichen örtlichen Untergrund, die statistischen Schwankungen des Messsignals sowie Veränderungen durch natürliche Umwelteinflüsse auf die Messdaten (zum Beispiel bei einer Schneebedeckung des Bodens). Vorsorge für den Notfallschutz - betroffene Gebiete schnell erkennen Im Notfall ermöglicht das ODL -Messnetz, eine erhöhte Radioaktivität in der Luft schnell zu erkennen. Betroffene Gebiete, in denen die ODL angestiegen ist, werden rasch erkannt. Bei Bedarf können die Sonden alle 10 Minuten abgefragt werden. Dadurch sind Fachleute des BfS in der Lage, die Ausbreitung einer radioaktiven Schadstoffwolke nahezu in Echtzeit verfolgen. Die Messdaten ermöglichen eine erste grobe Dosisabschätzung in den betroffenen Gebieten. Um auf alle Szenarien vorbereitet zu sein, gibt das installierte System die Höhe der ODL in einem extrem weiten Messwerte-Bereich von 0,05 Mikrosievert pro Stunde bis 5 Sievert pro Stunde an. Erweiterung des Messnetzes durch spektroskopierende Sonden ODL-Doppelsonde im deutschen Grenzgebiet vor den Kühltürmen des Schweizer Kernkraftwerks Leibstadt (links: spektroskopierende Sonde mit eingebautem Lanthanbromid-Detektor) Ungefähr 20 Messstellen wurden in der Umgebung kerntechnischer Anlagen mit zusätzlichen spektroskopierenden Sonden ausgestattet. Diese Sonden verwenden Lanthanbromid-Detektoren, die im 10-Minuten-Takt ein Spektrum der Gammastrahlung aufnehmen. Selbst bei einer geringfügig erhöhten Gamma-Ortsdosisleistung kann zeitnah die Art der erhöhten Strahlung ermittelt werden. Damit lässt sich die Frühwarnfunktion des Messnetzes verbessern. Im Notfall können diese Messstellen frühzeitig Erkenntnisse zum Nuklidgemisch einer Freisetzung liefern. Prognosemodelle Im Falle eines nuklearen Notfalls in Deutschland könnte das BfS mit Hilfe von Prognosemodellen auf der Basis von Wettervorhersagen und Freisetzungsprognosen ermitteln, wie sich eine radioaktive Wolke in den kommenden drei Tagen ausbreiten wird und welche Strahlenbelastung für Menschen und Umwelt in betroffenen Gebieten daraus resultieren kann. Im Einzelnen sind folgende Informationen wichtig: Welche Gebiete sind betroffen? Welche Radionuklide spielen eine Rolle und wie hoch sind die Aktivitäten in der Umwelt? Wie hoch sind in den betroffenen Gebieten die aktuelle und die zu erwartende Strahlenbelastung der Menschen? Die zuständigen Behörden von Bund und Ländern könnten dann schnell entscheiden, welche Maßnahmen notwendig sind, um die Bevölkerung vor den schädlichen Auswirkungen der Radioaktivität zu schützen. Daten des ODL -Messnetzes können in derartigen Situationen schnell mit den Ergebnissen dieser Prognoserechnungen verknüpft werden. Damit lässt sich in einer Notfallsituation erkennen, ob bereits empfohlene Schutz- und Vorsorgemaßnahmen ausreichen. Aktuelle Messwerte online ansehen https://odlinfo.bfs.de informiert über Radioaktivitätsmesswerte in Deutschland Auf der BfS -Internetseite ODL -Info werden Daten des Messnetzes regelmäßig veröffentlicht. Verfügbar ist eine interaktive Kartendarstellung mit den aktuellen Messdaten sowie Zeitreihendarstellungen für die Gamma-Ortsdosisleistung : Für jeweils eine Woche werden die aktuellsten, teilweise noch ungeprüften Einstunden-Mittelwerte der ODL dargestellt. Zusammen mit der Information des Niederschlagradar-Systems des Deutschen Wetterdienstes lassen sich niederschlagsbedingt erhöhte ODL -Werte erkennen. Für einen Jahreszeitraum werden Tagesmittelwerte dargestellt. Zeitreihen von Messstellen, die in höheren Lagen aufgebaut sind, zeigen im Winter oft durch Schnee reduzierte ODL -Werte. Weitere Messnetze in Deutschland Neben dem bundesweiten ODL -Messnetz des BfS bestehen weitere Messnetze zur Überwachung der Umweltradioaktivität: Rund um ihre kerntechnischen Anlagen betreiben die betroffenen Bundesländer Messnetze, die von den Betreibern der kerntechnischen Anlagen bezahlt werden. Die Kernkraftwerksfernüberwachungen (KFÜ) veröffentlichen Ihre Messwerte auf eigenen Internet Seiten. Die Messwerte der ODL -Sonden des BfS -Messnetzes, die sich im Nahbereich der kerntechnischen Anlagen befinden, gehen ebenfalls in die Datenbanken der Kernkraftwerksfernüberwachung ein. Andererseits gehen auch die Daten der Kernkraftwerksfernüberwachung in die ODL -Datenbank des BfS ein. Europäische Informationsplattform Alle Europäischen Staaten betreiben eigene Messnetze zur Überwachung der Umweltradioaktivität. In Artikel 35 des EURATOM -Vertrags der Europäischen Atomgemeinschaft werden Einrichtungen zur ständigen Überwachung des Bodens, der Luft und des Wassers auf ihre Radioaktivität vorgeschrieben. In allen Mitgliedsstaaten sind entsprechende Messnetze installiert, die ihre erhobenen Daten in die zentrale Datenbank der EU ( EURDEP , EUropean Radiological Data Exchange Platform ) schicken. Auf der Webseite des EURDEP -Servers werden diese Daten veröffentlicht. Das BfS betreibt den Sicherungsserver der EURDEP -Datenbank. Im Fall eines Unfalls im Ausland würden auch diese Messnetze wichtige Informationen über das Notfallereignis liefern. Stand: 13.04.2026
Das Institut fuer Biophysik der Universitaet des Saarlandes fuehrt, mit Foerderung durch das BMI, die o.a. Messungen durch. Ziel des Vorhabens ist es, vor allem die Strahlenexposition der Lunge durch Radon zu bestimmen. Bisherige Abschaetzungen haben ergeben, dass die zusaetzliche Strahlenexposition der Lunge vor allem durch die radioaktiven Folgeprodukte des radioaktiven Edelgases Radon bei etwa 1 milli Sievert pro Jahr liegt und damit in der gleichen Groessenordnung wie die unveraenderte natuerliche Strahlenexposition.
Bisher bestehen noch große Unsicherheiten und ein erheblicher Datenmangel zurCharakterisierung der Wechselwirkung von Bioturbation und Radon-Dämmwirkung.Das durchgeführte Forschungsvorhaben hatte zum Ziel, mit neuartigen experimentellenMethoden existierende Altabdeckungen auf Bergbauobjekten wie Halden undAbsetzanlagen zu untersuchen. Damit soll ein Beitrag zur Verbesserung des Systemverständnissesund zur Quantifizierung verschiedener Einflüsse auf das Radon-Dämmverhalten und seines Langzeitverhaltens geleistet werden.
Im Rahmen eines früheren ReFoPlan-Projekts (FKZ 3717 62 205, Mobile Messsysteme für Innenraumschadstoffprobleme) wurde ein neues, zeitlich hochauflösendes Messsystem zur Erfassung einer Vielzahl von Klima- und Schadstoffparametern im Innenraum konstruiert. (Die Parameter umfassen Temperatur, relative Luftfeuchte, Luftdruck, Flüchtige organische Verbindungen (VOC), Gammastrahlung, Radon, die Beleuchtungsstärke, CO, H2S, NO, NO2, O3, SO2, CO2, PM1, PM2,5 und PM10). Von diesem Gerät soll eine Kleinserie gebaut und diese im Rahmen einer Feldkampagne im Realeinsatz bei Probanden getestet werden. Ziel ist es, die Voraussetzungen zu schaffen, dass dieses Gerät bei künftigen Bevölkerungsstudien (z.B. GerES) eingesetzt und somit neue innovative Parameter zur Qualität des Wohnumfeldes der Probanden erfasst werden können.
So wirkt Radon auf die Gesundheit Über die Atemluft gelangt Radon in die menschliche Lunge und kann Lungenkrebs verursachen. Das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, ist umso größer, je mehr Radon sich in der Atemluft befindet und je länger Radon eingeatmet wird. Ein Schwellenwert , unterhalb dessen Radon mit Sicherheit ungefährlich ist, ist nicht bekannt. Rund sechs Prozent aller Todesfälle durch Lungenkrebs in der deutschen Bevölkerung können Radon zugeschrieben werden. Radon ist nach dem Rauchen eine der wichtigsten Ursachen für Lungenkrebs. Radon kann beim Menschen Lungenkrebs verursachen. Das radioaktive Gas kommt in unterschiedlichen Konzentrationen überall in unserer Umwelt vor. Sammelt es sich in geschlossenen Räumen wie zum Beispiel Wohnungen an, können dort hohe Radon -Konzentrationen entstehen, die gesundheitsgefährdend sind. Wie wirkt Radon im Körper auf die Gesundheit? Wenn Radon radioaktiv zerfällt, entstehen als kurzlebige Folgeprodukte radioaktive Isotope von Polonium, Wismut und Blei. Sie sind in der Luft überwiegend an Staubteilchen, so genannte Aerosole , angelagert. Radon im menschlichen Körper Radon und seine Folgeprodukte werden mit der Luft eingeatmet. Während das gasförmige Radon fast vollständig wieder ausgeatmet wird, lagern sich die radioaktiven Folgeprodukte Polonium, Wismut und Blei an das empfindliche Lungengewebe an und zerfallen dort weiter. Dabei entsteht Alphastrahlung . Diese Strahlung kann die Zellen in der Lunge schädigen, insbesondere das darin enthaltene Erbgut bzw. die DNA . Dadurch kann Lungenkrebs entstehen. Radon führt auch zu einer Strahlendosis für andere menschliche Organe, vor allem für den Hals-Nasen-Rachenraum oder die Haut. Für alle anderen Organe ist die Strahlendosis selbst bei erhöhten Radon-Konzentrationen sehr klein. Dies gilt auch bei Schwangeren für deren Ungeborenes. Belege dafür, dass durch langjährige erhöhte Radon -Konzentrationen in geschlossenen Räumen andere Erkrankungen als Lungenkrebs entstehen können, gibt es bisher nicht. Wie gefährlich ist Radon für die Gesundheit? Atmet man Radon und seine radioaktiven Folgeprodukte über einen längeren Zeitraum in erhöhtem Maße ein, steigt das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Das Internationale Krebsforschungszentrum ( IARC ) in Lyon, das von der Weltgesundheitsorganisation WHO eingerichtet wurde, stuft Radon als nachgewiesen krebserregend für den Menschen ein. Das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) und die deutsche Strahlenschutz-Kommission ( SSK ) schließen sich dieser Bewertung an. Das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, ist umso größer, je mehr Radon in der Atemluft ist und je länger der Zeitraum ist, in dem Radon eingeatmet wird. Es steigt mit der langjährigen Radon -Konzentration in der Wohnung linear an, ergaben Studien . Das BfS hat ermittelt, dass rund sechs Prozent aller Todesfälle durch Lungenkrebs in der deutschen Bevölkerung Radon in Wohnungen zugeschrieben werden können. Im Zeitraum 2018 bis 2022, der in der Studie untersucht wurde, waren das rund 2.800 Todesfälle pro Jahr. Damit ist Radon nach dem Rauchen eine der wichtigsten Ursachen für Lungenkrebs. Es gibt keinen Hinweis auf einen Schwellenwert , unterhalb dessen Radon mit Sicherheit kein Gesundheitsrisiko darstellt. Pro 100 Becquerel pro Kubikmeter Raumluft langjähriger Radon -Konzentration erhöht sich das Lungenkrebsrisiko um etwa 16 % . Sind Kinder besonders gefährdet? Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Radon das Krebsrisiko für Kinder stärker erhöht als für Erwachsene. Die Datenlage ist hierzu aber bislang unzureichend. In einem europäischen Forschungsprojekt zum Radonrisiko, das das BfS koordiniert, wird daher auch das Risiko für Kinder gezielt untersucht. Für das Gesundheitsrisiko von Kindern dürfte im Allgemeinen die Radon-Konzentration in der Wohnung im Vergleich zu anderen Aufenthaltsorten, wie zum Beispiel der Schule, die größte Rolle spielen, da Kinder üblicherweise am meisten Zeit zuhause verbringen. Welchen Einfluss hat Rauchen auf das Gesundheitsrisiko durch Radon? Rauchen und Radon verstärken sich in ihrer schädlichen Wirkung auf die menschliche Gesundheit gegenseitig, so dass Radon für diejenigen, die rauchen oder geraucht haben, das Lungenkrebsrisiko besonders stark erhöht. Radon erhöht jedoch auch nachweislich das Lungenkrebsrisiko für Menschen, die ihr Leben lang nicht geraucht haben. Wie kann ich mich vor Radon schützen? Je niedriger die Radon -Konzentration ist, der ein Mensch tagtäglich ausgesetzt ist, desto geringer ist das Risiko, wegen Radon an Lungenkrebs zu erkranken. Oft reichen einfache Schutzmaßnahmen aus, um die Konzentration von Radon in einem Gebäude und damit das Erkrankungsrisiko deutlich zu senken. Medien zum Thema Broschüren und Video downloaden : zum Download: Radon - ein kaum wahrgenommenes Risiko (PDF, Datei ist barrierefrei⁄barrierearm) … PDF 3 MB Broschüre Radon - ein kaum wahrgenommenes Risiko downloaden : zum Download: Radon in Innenräumen (PDF, Datei ist barrierefrei⁄barrierearm) … PDF 853 KB Broschüre Radon in Innenräumen Video Radon Zu viel Radon im Haus kann Lungenkrebs verursachen. Aber woher weiß ich, ob ich betroffen bin? Wie kann ich es messen? Was kann ich gegen zu viel Radon tun? mehr anzeigen Stand: 24.02.2026 Ionisierende Strahlung Häufige Fragen Was ist Radon? Wie breitet sich Radon aus und wie gelangt es in Häuser? Welche Radon-Konzentrationen treten in Häusern auf? Alle Fragen
Hildesheim. Nach dem Rauchen ist das radioaktive Edelgas Radon die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Insbesondere dann, wenn es unbemerkt über einen langen Zeitraum in hoher Konzentration eingeatmet wird. Die Radonberatungsstelle des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) führt regelmäßig Messkampagnen durch, um eine mögliche gesundheitsschädliche Belastung durch Radon in Gebäuden zu ermitteln und die Bevölkerung zu schützen. Bei Messungen in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden wurden jetzt erfreuliche Ergebnisse festgestellt. Nach dem Rauchen ist das radioaktive Edelgas Radon die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Insbesondere dann, wenn es unbemerkt über einen langen Zeitraum in hoher Konzentration eingeatmet wird. Die Radonberatungsstelle des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) führt regelmäßig Messkampagnen durch, um eine mögliche gesundheitsschädliche Belastung durch Radon in Gebäuden zu ermitteln und die Bevölkerung zu schützen. Bei Messungen in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden wurden jetzt erfreuliche Ergebnisse festgestellt. „Für die meisten der untersuchten Gebäude liegen unbedenkliche Messwerte vor. Der gesetzliche Referenzwerte wurde nur in wenigen Ausnahmefällen erheblich überschritten. Für knapp vier Prozent der Messergebnisse aus insgesamt 1292 Radonmessungen wurde eine Referenzwertüberschreitung festgestellt“, berichtet Susanne Herrmann von der Radonberatungsstelle im NLWKN. Ein Referenzwert ist hierbei nicht als strikter Grenzwert anzusehen. Es handelt sich um einen Maßstab für die Angemessenheit von Schutzmaßnahmen, nicht um ein verbotenes Limit. Da die Radonkonzentration stark schwankt, sollte der Wert als Durchschnitt über zwölf Monate gemessen werden – so wie jetzt in Hameln-Pyrmont und Holzminden geschehen. Die gemessenen Radonkonzentrationen beider Landkreise liegen überwiegend in unbedenklichen Bereichen. „Alle Bürgerinnen und Bürger wurden über ihre Messergebnisse informiert. Bei den meisten Referenzwertüberschreitungen schaffen bereits einfache Maßnahmen wie häufiges Lüften oder eine Abdichtung möglicher Zutrittspfade im Hausfundament eine sofortige Senkung der Radonkonzentration“, erklärt Susanne Herrmann. Insgesamt 494 Privathaushalte hatten sich für diese Kampagne beworben. Nach einem Jahr Messzeit mit den sogenannten Exposimetern, welche den Teilnehmenden kostenfrei zur Verfügung gestellt und dann in Erd- oder Kellergeschossen platziert wurden, konnten die Expertinnen und Experten im NLWKN die Auswertungen vornehmen. Sehr erfreulich war hierbei die Rücklaufquote. „94 Prozent der Haushalte, die von uns mit Messgeräten ausgestattet wurden, haben uns diese nach Ablauf des Messzeitraums zur Verfügung gestellt. Das ist eine fantastische Resonanz. Dafür möchten wir uns bei allen Teilnehmenden bedanken“, so Susanne Herrmann. Umweltminister Meyer: „Radonschutz ist Gesundheitsschutz“ Umweltminister Meyer: „Radonschutz ist Gesundheitsschutz“ Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer war einer der Fürsprecher der Kampagne, die unter anderem in seinem Heimatkreis Holzminden stattgefunden hat. „Radonschutz ist Gesundheitsschutz. Viele Menschen sind sich dessen gar nicht bewusst, da das Gas farb-, geruchs- und geschmacklos aus dem Boden entweicht und sich in Innenräumen anreichern kann. Nur eine Messung bringt absolute Klarheit über die Situation in den eigenen vier Wänden. Daher unterstütze ich die Messkampagnen des NLWKN und freue mich sehr über die mehrheitlich erfreulichen Werte in Hameln-Pyrmont und Holzminden“, sagt Umweltminister Christian Meyer. Für die jüngste Radon-Messkampagne fiel die Wahl auf die Landkreise Hameln Pyrmont und Holzminden, da dort im landesweiten Vergleich grundsätzlich ergiebigere Quellen für Radon im Untergrund vorliegen. Durch oberflächennahe Festgesteinsschollen der Mittelgebirgsschwelle kann hier mit höheren Radon-Messwerten gerechnet werden als beispielsweise in der norddeutschen Tiefebene. Weitere Radon-Messkampagnen im südlichen Niedersachsen werden angestrebt. Eine Radonmessung ist unkompliziert, kostengünstig und jederzeit möglich. Bei Fragen zum Thema Radon und Radonschutz steht die Radonberatungsstelle des Landes Niedersachsen gerne zur Verfügung. Ausführliche Informationen zum Thema gibt es in folgendem Artikel auf der NLWKN-Webseite: Radon in Niedersachsen
BfS eröffnet Neubau: Bevölkerungsschutz wird gestärkt Lise-Meitner Haus in Berlin-Karlshorst verbindet Strahlenschutz und Nachhaltigkeit Ausgabejahr 2026 Datum 07.09.2026 Die geschwungene Fassade des Lise-Meitner-Hauses Das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) hat in Berlin ein modernes, ressourcenschonendes Gebäude für die Aufgaben und Arbeitsformen der Zukunft erhalten: Im Lise-Meitner-Haus im Stadtteil Karlshorst finden unter anderem Teile des Radiologischen Lagezentrums des Bundes als Krisenstab sowie die Nuklearspezifische Gefahrenabwehr des BfS neue Räumlichkeiten. Zudem wird der Betrieb von etwa 280 automatischen Messstellen für Strahlung in Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt von dort gesteuert. Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth und BfS -Präsidentin Inge Paulini hoben bei der Eröffnung am 7. September 2026 die Bedeutung des Neubaus für den Bevölkerungsschutz hervor. Wichtiger Beitrag zum Bevölkerungsschutz BMUKN-Staatssekretär Jochen Flasbarth Quelle: BMUKN Sascha Hilgers Umweltstaatssekretär Flasbarth: "Als Teil des Radiologischen Lagezentrums des Bundes und mit seiner Echtzeit-Überwachung der Strahlung in der Umwelt trägt das Bundesamt für Strahlenschutz wesentlich zum Schutz der Bevölkerung bei. Mit dem Neubau erhalten die Beschäftigten, die diese wichtige Arbeit leisten, die notwendige räumliche und technische Ausstattung. Das innovative Gebäudekonzept verfolgt dabei konsequent das Ziel einer nachhaltigen und klimaangepassten Bundesverwaltung." Schutz ist möglich BfS-Präsidentin Dr. Inge Paulini Quelle: bundesfoto/Bernd Lammel BfS -Präsidentin Inge Paulini: "Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine vor viereinhalb Jahren haben die Aufgaben des Bundesamtes für Strahlenschutz an Aktualität gewonnen: Schutz ist sowohl bei einem kriegsbedingten Unfall in einem Kernkraftwerk als auch bei Angriffen auf Nuklearanlagen möglich. Sogar der Einsatz einer Atomwaffe in Europa gehört zu den Szenarien, die wir nicht gänzlich ausschließen können. Der Umzug in ein hochmodernes, speziell für unsere Aufgaben konzipiertes Gebäude stärkt unsere Handlungsfähigkeit in Krisenfällen aller Art. Das Lise-Meitner-Haus darf aber nicht auf seine Funktion im Notfallschutz reduziert werden. Unsere Beschäftigen forschen hier auch für den Schutz vor Radon in Wohnungen oder sie untersuchen zum Beispiel Konsumgüter auf radioaktive Stoffe ." Moderne Arbeitsplätze für über 90 Beschäftigte Das Lise-Meitner-Haus beherbergt auf 3.600 Quadratmetern Nutzfläche Büroräume, Labore und Werkstätten für über 90 Beschäftigte sowie eine Bibliothek. Es ersetzt einen Plattenbau aus den 1970er Jahren, der bereits vom Staatlichen Amt für Atomsicherheit der DDR genutzt worden war und das Ende seiner technischen Nutzungsdauer erreicht hat. Die Entscheidung für die österreichische Physikerin Lise Meitner als Namenspatronin war eine Wahl der Beschäftigten. Der Hauptstandort des BfS befindet sich im niedersächsischen Salzgitter. Bibliothek als Begegnungsort Luftansicht des Lise-Meitner-Hauses Architektonisch charakteristisch für den Neubau sind seine Y-Form und die klaren Linien der geschwungenen Fassade. Zugleich fügt er sich mit nur drei Geschossen in das in der Umgebung entstehende Wohnumfeld ein. Dem Trend zur mobilen Arbeit wird das Lise-Meitner-Haus mit einem flexiblen Raumkonzept, das den sozialen und interdisziplinären Austausch fördert, gerecht. So ist die großzügig gestaltete Strahlenschutz-Fachbibliothek mit Beständen aus der DDR , dem früheren Westdeutschland und der heutigen Bundesrepublik zugleich als Begegnungs- und Arbeitsort für die Beschäftigten konzipiert. Kunst am Bau: "Urhütte" Die Skulptur "Urhütte" im Foyer des Gebäudes Im Foyer des Gebäudes passieren Besucherinnen und Besucher die Skulptur "Urhütte" des Künstlers Kang Sunkoo. Er wurde in Südkorea geboren und wuchs in Düsseldorf auf. In Berlin befinden sich weitere Werke des Künstlers im Humboldt Forum, auf dem Manga-Bell-Platz und im Bundesministerium des Innern. Als frühes Bauwerk des Menschen steht die "Urhütte" in der Architekturtheorie unter anderem für Schutz. Damit greift die Skulptur die Kernaufgabe des Bundesamtes für Strahlenschutz auf: den Schutz des Menschen und der Umwelt vor Schäden durch Strahlung . Nachhaltiges Bauprojekt Das nach dem Bundesstandard Nachhaltiges Bauen "Silber" errichtete Gebäude kann bis zu 14 Prozent des benötigten Stroms durch Photovoltaik decken. Außenliegende Verschattung, Nachtauskühlung über automatisch gesteuerte Fensterantriebe, Muldenversickerung mit einem Muldenvolumen von 39.000 Badewannen (780 m³) und eine für das Stadtklima geeignete Bepflanzung der Außenanlage sind wichtige Maßnahmen der Klimaanpassung und für eine Schwammstadt Berlin. Eigentümerin ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Die Verantwortung für die Baudurchführung trug das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung. Die Entwürfe von Gebäude und Außenanlage stammen von hks architekten BDA, Erfurt, und plandrei Landschaftsarchitektur, Erfurt. Stand: 07.09.2026
Umweltradioaktivität weltweit – neue Erkenntnisse aus dem UNSCEAR-Bericht 2024 Referent: Dr. Eric Petermann, Bundesamt für Strahlenschutz Anfang 01.10.2026 10:30 Uhr Ende 01.10.2026 11:30 Uhr Der UNSCEAR -Bericht 2024 aktualisiert die Bewertung der weltweiten Bevölkerungsexposition durch natürliche und anthropogene Strahlenquellen . Dr. Eric Petermann ( BfS ) stellt in dem Online-Vortrag am 1. Oktober 2026 zentrale Ergebnisse zu Radon und Thoron sowie weiteren Quellen der Umweltradioaktivität vor und ordnet ihre Bedeutung für Forschung und Strahlenschutz ein. Bei Interesse an diesem Vortrag bitten wir um eine E-Mail-Anfrage an kolloquium@bfs.de . Der Link zum Vortrag wird Ihnen dann mitgeteilt. Sie möchten über anstehende Vorträge im BfS -Kolloquium informiert werden und wünschen die Aufnahme in unseren E-Mail-Verteiler? Dann schreiben Sie eine E-Mail (mit der Angabe Ihrer Kontaktdaten) an kolloquium@bfs.de . Sie erhalten anschließend eine Bestätigung von uns. Quelle: UNSCEAR 2024 Report Neue Bewertung der weltweiten Strahlenexposition Der im Februar 2026 veröffentlichte UNSCEAR -Bericht 2024 aktualisiert erstmals seit 2008 die Bewertung der Exposition der Bevölkerung durch natürliche und vom Menschen verursachte ionisierende Strahlung . Grundlage sind internationale Erhebungen, ein umfangreicher Literaturreview und Daten internationaler Organisationen. Radon und Thoron im Fokus Einen Schwerpunkt bilden Radon und Thoron. Für 57 Länder mit 63 Prozent der Weltbevölkerung liegen repräsentative Daten zur Radonkonzentration in Innenräumen vor. Der Vortrag am 1. Oktober 2026 von Dr. Eric Petermann vom Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) beleuchtet globale Unterschiede, Unsicherheiten, Einflussfaktoren und zeitliche Trends. Zudem wird gezeigt, dass Bauvorschriften, Radonvorsorge, Lüftung und Sanierungsmaßnahmen die Exposition wirksam beeinflussen können. Der Beitrag von Thoron wird im neuen Bericht deutlich höher bewertet als zuvor. Einordnung für den Strahlenschutz Darüber hinaus werden Ergebnisse zu kosmischer Strahlung , terrestrischen Radionukliden und weiteren natürlichen Strahlenquellen vorgestellt. Abschließend werden die verschiedenen Beiträge zur weltweiten Bevölkerungsexposition eingeordnet und Schlussfolgerungen für Forschung und Strahlenschutz diskutiert. Adresse Bundesamt für Strahlenschutz Dienststelle München (Neuherberg) Ingolstädter Landstraße 1 85764 Oberschleißheim Deutschland Kontakt Bundesamt für Strahlenschutz Kolloquium E-Mail kolloquium@bfs.de Stand: 21.09.2026
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 338 |
| Land | 133 |
| Weitere | 204 |
| Wissenschaft | 78 |
| Zivilgesellschaft | 4 |
| Type | Count |
|---|---|
| Chemische Verbindung | 1 |
| Daten und Messstellen | 15 |
| Ereignis | 3 |
| Förderprogramm | 207 |
| Gesetzestext | 1 |
| Text | 213 |
| unbekannt | 242 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 356 |
| Offen | 289 |
| Unbekannt | 37 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 530 |
| Englisch | 263 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 15 |
| Bild | 39 |
| Datei | 8 |
| Dokument | 163 |
| Keine | 319 |
| Multimedia | 2 |
| Unbekannt | 3 |
| Webseite | 227 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 397 |
| Lebewesen und Lebensräume | 559 |
| Luft | 357 |
| Mensch und Umwelt | 682 |
| Wasser | 290 |
| Weitere | 625 |