Gewässer in der Agrarlandschaft werden durch Wasser- und Bodenverbände unterhalten. Dabei liegt der Fokus meist auf der Abfluss/Vorflutsicherung. Die in den Verbänden organisierten und für diese Aufgabe geschulten Landwirte sind damit direkt an solchen kleinen Gewässern (permanent sowie zeitweise wasserführend) tätig, die im Rahmen der Pilotstudie Kleingewässermonitoring als wesentliche Eintragsorte für Pflanzenschutzmittel in Gewässer identifiziert wurden. Diese Akteure sollen mit einem qualifizierenden Schulungsprogramm für Belange der Pflege und Entwicklung im Sinne des Gewässer-, Biodiversitäts- und Klimaschutzes (Stoff- und Nährstoffeinträge, Wasserknappheit im Hinblick auf den Klimawandel, Lebensraum Ufer und Gewässerrandstreifen) sensibilisiert werden. Das zu entwicklende Schulungsprogramm soll u.a. direkt auf den Erkenntnissen aus dem Kleingewässermonitoring aufbauen und möglichst einen regionalen Bezug und hohe Praxisrelevanz aufweisen. Eine wesentliche Anforderung des Vorhabens ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse aus Forschung, Stoffvollzug und Umweltbeobachtung adressatengerecht "so konkret wie möglich und so akademisch wie nötig" zu vermitteln. Schulungsinhalte sind neben rechtlichen, ökologischen und gerätetechnischen Grundlagen auch konkrete Handlungsoptionen und deren praktische Umsetzung. Schwerpunkt liegt in der Befähigung und Sensibilisierung der Schulungsteilnehmer dafür, unter den jeweiligen Bedingungen vor Ort einzuschätzen, wie wenig regulierender Eingriff "nötig" ist und wie viel dynamische Entwicklung und Veränderung des bisherigen Handelns zugelassen werden kann (Abwägungskompetenz). Wesentlicher Bestandteil des Vorhabens ist die pilothafte Umsetzung der Schulungen gemeinsam mit einem beteiligten Akteur (Unterhaltungsverband, Bundesland). [...]