Titel: Braunkohlenplan als Sanierungsrahmenplan für den stillgelegten Tagebaubereich Goitsche-Holzweißig-Rösa Planungsstand: verbindlicher Braunkohlenplan als Sanierungsrahmenplan seit 05.12.2002, zur Zeit Planfortschreibung entsprechend § 6 Abs. 5 SächsLPlG Inhalt: * Das Hochwasser an der Mulde vom August 2002 hat die gesamte Bergbaufolgelandschaft Goitsche länderübergreifend geschädigt. Durch das Überschwappen von Muldewasser wurden die östlichen Böschungsbereiche des zukünftigen Seelhausener See erheblich geschädigt und der Wasserspiegel im Restloch angehoben. Die Ortsverbindungsstraße Löbnitz-Pouch und die Flutungsleitung der LMBV mbH wurden zerstört. Durch den massiven Wassereintritt in den Goitschesee wurde die geplante Endwasserspiegelhöhe frühzeitig erreicht und kurzzeitig überschritten. Der Lober-Leine-Kanal musste in den Seelhausener See eingeleitet werden. * Die vom Hochwasser verursachten Schäden machen eine Gesamtfortschreibung des Braunkohlenplans unerlässlich. Die Fortschreibung wurde am 13.12.2002 mit Beschluss Nr. III VV 11/02/2002 durch die Verbandsversammlung beschlossen. Die Fortschreibung wurde zunächst in Übereinkunft mit der sachsen-anhaltischen Planungsgemeinschaft Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg länderübergreifend nach dem Prinzip "Ein Plan - zwei Verfahren" für den Gesamtraum des ehemaligen Tagebaukomplexes begonnen. Aufgrund des parallel laufenden Verfahrens zum Regionalen Entwicklungsprogramm bei den sachsen-anhaltischen Kollegen musste die Fortschreibung des Teilgebietsentwicklungsprogramms "Goitzsche" zurückgestellt werden. Unter Leitung der Regionalen Planungsstelle Leipzig wurde eine Arbeitsgruppe zur Schaffung der fachlichen Grundlagen für die erforderliche Planfortschreibung konstituiert. In der Arbeitsgruppe sind die Fachämter und -behörden, das verantwortliche Bergbauunternehmen LMBV mbH sowie von der Planung berührten Kommunen vertreten. Bisher fanden 8 Arbeitsgruppensitzungen statt. * Die Durchführung der Aufstellungsbeteiligung für den Rohentwurf des fortgeschriebenen Braunkohlenplans entsprechend § 6 (1) SächsLPlG erfolgte im III. Quartal 2004 unter Beteiligung von 130 Trägern öffentlicher Belange. Mit Beschluss Nr. IV VV 03/04/2005 der Verbandsversammlung des Regionalen Planungsverbands Westsachsen am 01.07.2005 wurde die Abwägung der im Zuge der Aufstellungsbeteiligung eingegangenen Stellungnahmen abgeschlossen. * Der weitere Verfahrensfortgang ist jedoch derzeit ausgesetzt. Grund hierfür ist der nach einer nunmehr 10-jährigen Laufzeit des wasserrechtlichen Planfestellungsverfahrens ausstehende Beschluss zur Festlegung der Endwasserspiegelhöhe im Seelhausener See. Von dieser Festlegung sind insgesamt 14 von 33 Zielen und Grundsätzen des Braunkohlenplans betroffen. * Die Hochwasserschäden aus dem Jahr 2002 sind behoben. Der größte Sanierungsbedarf bestand in der Wiederherstellung des stark zerstörten Lober-Leine-Kanals und dessen Wiedereinbindung in die Mulde. * Die bergbauliche Sanierung mit Tagebaugroßgeräten (Anstützung/Profilierung von Böschungen) wurde im Mai 1997 im Restloch Rösa (Seelhausener See) abgeschlossen. In den Folgejahren wurden die Arbeiten für die Herstellung standsicherer Böschungen mit mobiler Erdbautechnik fortgeführt (Restlöcher Rösa und Holzweißig-West). * Die Maßnahmen zur Landschaftsgestaltung sind weitgehend abgeschlossen. Die im Plangebiet vorhandenen Kleinrestseen (Neuhauser See, Paupitzscher See und Ludwigsee) sind als Vorranggebiete für Natur und Landschaft zum Schutz der eingesetzten natürlichen Entwicklung ausgewiesen und bleiben der Sukzession vorbehalten. Maßgebliche Aspekte für die Planfortschreibung stellen die Sicherung des FFH-Gebiets Nr. 208 "Ehemaliger Übungsplatz und Paupitzscher See" sowie das SPA-Gebiet DE 4439-451 "Goitzsche und Paupitzscher See" im Plangebiet dar. * Mit dem Seelhausener See entsteht der größte Restsee im Plangebiet (6,1 km²). Die Fremdflutung des Seelhausener Sees (bis 08/02 Einleitung von Muldewasser) wurde aufgrund der Hochwassereinflüsse und der erreichten Wasserstände eingestellt. Die Flutung der übrigen Restlöcher im Plangebiet (Neuhauser See, Paupitzscher See, Ludwigsee) erfolgt weiterhin durch den natürlichen Grundwasserwiederanstieg. Den Schwerpunkt bei der Renaturierung von Fließgewässern stellt perspektivisch die geordnete Rückverlegung von Lober und Leine im Bereich der Ortslage Sausedlitz sowie die Sanierung deren Einzugsgebiete dar. * Die Landwirtschaft im Bereich des unverritzten Tagebauvorfeldes wird weitergeführt. Handlungsfelder der Forstwirtschaft bestehen in der naturnahen Bewirtschaftung der auf Kippenflächen vorhandenen Bestände sowie in deren waldökologischem Umbau. * Freizeit und Erholung sollen sich in den teilweise nutzungsorientiert vorprofilierten Uferbereichen am Seelhausener See etablieren (Löbnitz bzw. Sausedlitz). Die im Bereich Löbnitz vorhandenen Freizeitmöglichkeiten (Reitsportzentrum, Sportflugplatz) sollen als Initiale für die weitere touristische Entwicklung ("Erlebnisufer") genutzt und durch alternative Angebote (Yachthafen, Tauch- und Surfzentrum) ergänzt werden. Im Bereich Sausedlitz soll ein "beruhigter" Erholungsbereich entstehen. Das ergänzende touristische Angebot soll für Familien als Zielgruppe ("Das Familienufer") entwickelt werden. Kernprojekt der zukünftigen touristischen Entwicklung stellt die Fortführung der Planung und die Realisierung des länderübergreifenden Gewässerverbunds zwischen Goitzschesee und Seelhausener See dar. * Der Seelhausener See ist über das vorhandene Verkehrsnetz gut erreichbar. Für die durch den Lober-Leine-Kanal noch unterbrochene Verbindungstraße Laue-Sausedlitz soll Ersatz geschaffen werden. Die verkehrsinfrastrukturellen Sanierungsmaßnahmen sind mit der Fertigstellung des asphaltierten Uferrundwegs und der Komplettierung des übrigen Rad- und Wanderwegenetzes weitestgehend abgeschlossen. Im Jahr 2002 wurden Zuwegungen und Parkmöglichkeiten in Löbnitz, Sausedlitz und östlich des Neuhauser Sees sowie die Brücke über den Lober-Leine-Kanal im Rahmen des sog. § 4-Maßnahmeprogramms VA III BKS des Freistaats Sachsen geschaffen. * Die Revitalisierung der bis 1990 für eine Devastierung vorgesehenen Ortslage Sausedlitz ist weit fortgeschritten. Das Wohnumfeld ist weiter zu verbessern, Freizeitmöglichkeiten zu entwickeln und bestehende infrastrukturelle Defizite weiter abzubauen.
Land unterstützt VG Bitburger Land mit rund 10,7 Millionen Euro aus dem Wiederaufbaufonds – Störstoffe werden aus dem Stausee Bitburg beseitigt „Besonders vor dem Hintergrund des Klimawandels und zunehmender Extremwettereignisse ist es wichtig, dass Kommunen und Verbandsgemeinden sich für die Hochwasservorsorge wappnen. Die Extremwetterereignisse vor rund fünf Jahren haben in erschütternder Weise gezeigt, wie – neben dem unermesslichen menschlichen Leid – auch unsere Infrastruktur durch außergewöhnliche Naturereignisse beeinträchtigt werden kann. Das betrifft auch bauliche Maßnahmen, wie den Stausee Bitburg, der seinen Zweck im Sinne des Hochwasserschutzes erfüllt und viel Leid von der Region abgewendet hat. Es ist wichtig, dass wir die Funktionsfähigkeit des Stausees wieder vollständig herstellen“, sagte Klimaschutzstaatssekretär Michael Hauer anlässlich der Übergabe eines Förderbescheids aus dem Wiederaufbaufonds an die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Bitburger Land, Janine Fischer. Der Stausee Bitburg ist ein zentrales Element des regionalen Hochwasserschutzes. Infolge des Hochwassers im Jahr 2021 war der Stausee nahezu vollgelaufen, es kam hier zu massiven Einträgen von Sedimenten, Treibgut und Unrat. Seither ist die Funktionsfähigkeit des Stausees erheblich beeinträchtigt, weshalb die Störstoffe beseitigt werden müssen. Das Land unterstützt die Verbandsgemeinde Bitburger Land bei der dringend notwendigen Räumung des Stausees mit 10.737.539 Euro aus Mitteln des Wiederaufbaufonds. „So wird die Region nachhaltig und zukunftsorientiert widerstandsfähiger gegenüber künftigen Extremwetterereignissen aufgestellt“, erläuterte Michael Hauer. Vor der vorgesehenen Entsedimentierung ist eine umfassende Räumung des Stausees zwingend erforderlich, um dessen Schutzfunktion dauerhaft zu erhalten. Eine besondere Herausforderung besteht darin, dass es sich bei den eingetragenen Materialien um belastete Sedimente und Abfälle handelt. Ihre fachgerechte Entsorgung und Verwertung sind technisch anspruchsvoll und mit erheblichen Kosten verbunden. Bürgermeisterin und Zweckverbandsvorsteherin Janine Fischer betonte, dass der Zweckverband Stausee sehr froh über die bewilligte Vollförderung aus dem Wiederbaufonds ist. Der Zweckverband erhält damit die Möglichkeit zur Beseitigung der flutbedingten Schadeinträge aus Störstoffen und Sedimenten. Dies ist die entscheidende Basis für eine umfassende Revitalisierung des Stausees Bitburg, insbesondere einer Wiederherstellung der Hochwasserschutzfunktion des Gewässers, so Fischer. Das Schlüsselthema der Entsedimentierung hat neben dem Hochwasserschutz aber auch direkte Auswirkungen auf die Gewässerökologie und -güte sowie auf die Attraktivität als Ferien- und Naherholungsgebiet. Das bewilligte Vorhaben ist damit ein essentieller Beitrag für ein nachhaltiges Sedimentmanagement am Stausee Bitburg als Basis seiner ökologischen Tragfähigkeit, Hochwasserschutz- und Freizeitfunktion. Der Stausee Bitburg wurde mit seinen Nebenanlagen zwischen 1970 und 1972 erbaut und dient neben dem Hochwasserschutz für den Unterlauf der Prüm auch zur Energiegewinnung durch Wasserkraft und als touristischer Naherholungsort. Im Stausee Bitburg gelangen Sedimente – vor allem solche, die bei Regenereignissen aus den intensiv bewirtschafteten Ackerböden in die Gewässer geschwemmt werden – aus einem Einzugsgebiet der Prüm mit ihren Nebenflüssen von etwa 330km2 zur Ablagerung. In Form von Ton- und Sandpartikeln oder Kies werden diese am Gewässergrund mitgeführt und bei nachlassender Fließgeschwindigkeit im Stausee abgelagert. Die Entsedimentierung muss gewöhnlich etwa alle zehn Jahre durchgeführt werden um den Hochwasserschutz zu gewährleisten. Durch zunehmende sommerliche Starkregenereignisse wird dieser Zeitraum kürzer, weil – wie im Sommer 2021 – große Mengen Sedimente, aber auch große Treibgüter wie Bäume, Wohnwagen und Traktorreifen den Stauraum des Sees blockieren. Die letzte konventionelle Entsedimentierungsmaßnahme am Stausee Bitburg wurde im Jahr 2016 durch Ausbaggern und Transport von rund 40.000m3 Sand, Ton und Kies auf das Zwischenlager durchgeführt. Aufgrund der im Einzugsgebiet natürlich vorkommenden Schwermetalle gelten die Sedimente wegen erhöhter Blei-, Nickel- und Zinkwerte nach neuesten Richtwerten des Bundesbodenschutzgesetzes als belastet. „Ich danke der Verbandsgemeinde Bitburger Land sowie dem Zweckverband Stausee Bitburg ausdrücklich für ihr entschlossenes Handeln und die enge Zusammenarbeit mit den Fachbehörden. Die Umsetzung der hier anstehenden Maßnahmen ist nicht nur kostspielig, sondern erfordert großes Engagement in der Planung, Genehmigung und Umsetzung. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass der Stausee auch künftig seine wichtige Funktion zum Schutz der Menschen und der Umwelt der gesamten Region erfüllen kann“, sagte Michael Hauer.
Titel: Braunkohlenplan als Sanierungsrahmenplan für den stillgelegten Tagebau Espenhain Planungsstand: fortgeschriebene Fassung wurde am 25.09.2003 durch das Sächsische Staatsministerium des Innern genehmigt, verbindlich seit 15.04.2004 Inhalt: * Die bergbauliche Sanierung mit Tagebau-Großgeräten (Kippenrückgewinnung und Verkippung des Randschlauches) wurde im Mai 2001 abgeschlossen. Arbeiten an den Nord- und Nordostböschungen von Markkleeberger und Störmthaler See, die Ostböschung der ehemaligen Tagebauausfahrt, die Bereiche Göhrener und Getzelauer Insel sowie am Dammbauwerk zwischen den Restseen bildeten die verbliebenen Handlungsschwerpunkte. * Maßnahmen zur Landschaftsgestaltung konzentrieren sich auf die Nordböschung des am 15.07.2006 in öffentliche Nutzung übergebenen Markkleeberger Sees (Uferpromenade im Bereich Bornaische Straße mit archäologischer Fundstätte), das Dammbauwerk zwischen den Seen (Wildwasserstrecke "Kanu-Park", Gewässerverbund), das Steilufer im Bereich Störmthal-Güldengossa (Erhalt "geologischer" und "ökologischer Fenster) sowie das Umfeld des künftigen Wassersportzentrums Gruna (Regattastrecke, Hafen, Strand). * Schwerpunkte bei der Sanierung von Altlasten bilden die Altablagerungen an der B 2/95 (Schutz des Grundwassers, Fassung und Behandlung von Deponiegasen, niveaugleiche Verfüllung) sowie die industrielle Absetzanlage zur Ascheverspülung im östlichen Teil der Halde Trages (Begrünung, Sukzession). Der Betrieb der Zentraldeponie Cröbern soll so erfolgen, dass Grundwasserschutz (Basisabdichtung) und Sichtschutz (Schutzwaldgürtel) gewährleistet werden. * Im Zuge der Restlochflutung unter Einleitung von Sümpfungswässern aus dem aktiven Bergbau entstehen der 2,5 km² große Markkleeberger See (Flutung 1999-2006) sowie der 7,3 km² große Störmthaler See (2003-2011). Die Vorflutgestaltung schließt einen Verbund zwischen beiden Seen, die Anbindung des Markkleeberg Sees über die Kleine Pleiße an die Pleiße, die Bespannung des Gösel-Altlaufes zwischen Pötzschau und Dreiskau-Muckern sowie die Renaturierung der Pleiße ein. * Die in den Altkippenbereichen etablierte Landwirtschaft verfügt über einen Bestandsschutz (Anlage von Alleen und Flurgehölzen zur Landschaftsaufwertung). Prioritäre Handlungsfelder der Forstwirtschaft bestehen in der Waldmehrung (naturnahe, standort- und funktionsgerechte Aufforstungen mit Schwerpunkt Alt- und Neukippenbereiche) sowie im Umbau von Pappel-Reinbeständen (Altkippen und Halde Trages). * Die Entwicklung von Natur und Landschaft schließt die gezielte Belassung von Sukzessionsflächen mit Beschränkung von Sanierungsmaßnahmen auf den Abbau örtlicher Gefährdungspotenziale (Südufer Markkleeberger See mit Getzelauer Insel, Westufer Störmthaler See mit Göhrener Insel), den Erhalt bestehender Formen und Lebensräume (Erosionsformen Halde Trages, Göselaue, Steilufer Störmthal-Güldengossa) sowie gezielte Vernetzungen mit dem Tagebauumfeld (Oberholz) ein. * Freizeit und Erholung werden sich am Markkleeberger See auf das Nord- und Ostufer (Uferpromenade, Wachauer und Auenhainer Strand, Wildwasserstrecke, Segelstützpunkt) und am Störmthaler See auf das Wassersportzentrum Gruna auf der Magdeborner Halbinsel (Kanuregattastrecke, Segelhafen, Strand) konzentrieren. Beide Seen werden untereinander mit einem auch für Segelboote befahrbaren, mit einer Schleuse versehenen Kanal verknüpft und mittelfristig in einen "Gewässerverbund Region Leipzig" eingebunden. * Das Verkehrsnetz wird mit dem im August 2006 fertig gestellten Neubau der Autobahn A 38, der A 72 (Leipzig-Chemnitz) und der K 7924 (Dreiskau-Muckern - Störmthal) schrittweise ausgebaut. Damit werden neben der Verbesserung der regionalen Verkehrsinfrastruktur Voraussetzungen zur Erschließung der Bergbaufolgelandschaft geschaffen. Bei der Herstellung des Wegenetzes bilden Querungen von Pleiße und B 2/95 im Bereich Gaschwitz/Großdeuben Schwerpunkte. * Die Revitalisierung der bis 1993 vom Abbau bedrohten Ortslage Dreiskau-Muckern (EXPO-Dorf 2000) ist weit fortgeschritten (1993 50, 2001 300 Einwohner). Im Sanierungsgebiet entstanden im Rahmen der Initiative "Kunst statt Kohle" mehrere Landschaftskunstwerke (Butterfly am Südufer des künftigen Störmthaler Sees), die in Zukunft ergänzt werden sollen. Der Dispatcherturm (Magdeborner Halbinsel) und der Aussichtsturm (Rundwanderweg Halde Trages) bieten markante Ausblicke.
Klimaschutz braucht nasse Moore! Moore sind bedeutende Kohlenstoffspeicher und im nassen Zustand bleibt dieser im Torf gespeichert und es kann sogar Torfneubildung stattfinden (Kohlenstoffsenke). Nasse Moore spielen auch eine wichtige Rolle bei der Anpassung an den Klimawandel. Außerdem sind sie für den Grund- und Hochwasserschutz und den Erhalt von moortypischen Tier- und Pflanzenarten ausgesprochen wichtig. Die Moorböden Deutschlands, welche ca. 5% der Landfläche bedecken, sind zu 95 % entwässert und zumeist in landwirtschaftlicher Nutzung. Dabei ist der Lebensunterhalt zahlreicher Flächeneigentümer*innen und Landnutzer*innen eng mit den entwässerten Moorflächen verknüpft. Grünlandnutzung und Ackerbau sind die derzeit am weitesten verbreiteten Nutzungsformen. Damit steht die entwässerungsbasierte Landnutzung konträr zum Klimaschutz. Die Moor-Revitalisierung ist die entscheidende Maßnahme, um den anhaltenden anthropogenen Ausstoß von Treibhausgasen aus Mooren zu unterbinden und gleichzeitig eine natürliche Kohlenstoffsequestrierung mit langfristiger Speicherung für die Zukunft zu ermöglichen. Das Konzept der Paludikultur eröffnet Perspektiven für eine angepasste Nutzung und neue Wertschöpfungsmöglichkeiten. MOOReturn ist die langfristige Verknüpfung von Moorbodenschutz mit der Wertschöpfung aus der Verwertung von Moor Biomasse durch Paludikultur mit folgender Zielstellung: 1. Die Umsetzung möglichst großflächiger Revitalisierung entwässerter Moorflächen und die Optimierung der Wasserstände bereits revitalisierter Moore in der Region um Malchin. 2. Demonstration eines wirtschaftlichen, rückstandsfreien Aufbereitungsverfahrens zur Verwertung von Moorbiomasse im Industriemaßstab. 3. Der ganzheitliche Nachweis der ökonomischen Tragfähigkeit und positiven Klimawirkung der Nutzung nasser Moore unter Beachtung gesellschaftlicher Aspekte. 4. Etablierung und Stärkung von Netzwerken mittels Wissenstransfer auch auf Basis interaktiver und digitaler Werkzeuge
Klimaschutz braucht nasse Moore! Moore sind bedeutende Kohlenstoffspeicher und im nassen Zustand bleibt dieser im Torf gespeichert und es kann sogar Torfneubildung stattfinden (Kohlenstoffsenke). Nasse Moore spielen auch eine wichtige Rolle bei der Anpassung an den Klimawandel. Außerdem sind sie für den Grund- und Hochwasserschutz und den Erhalt von moortypischen Tier- und Pflanzenarten ausgesprochen wichtig. Die Moorböden Deutschlands, welche ca. 5% der Landfläche bedecken, sind zu 95 % entwässert und zumeist in landwirtschaftlicher Nutzung. Dabei ist der Lebensunterhalt zahlreicher Flächeneigentümer*innen und Landnutzer*innen eng mit den entwässerten Moorflächen verknüpft. Grünlandnutzung und Ackerbau sind die derzeit am weitesten verbreiteten Nutzungsformen. Damit steht die entwässerungsbasierte Landnutzung konträr zum Klimaschutz. Die Moor-Revitalisierung ist die entscheidende Maßnahme, um den anhaltenden anthropogenen Ausstoß von Treibhausgasen aus Mooren zu unterbinden und gleichzeitig eine natürliche Kohlenstoffsequestrierung mit langfristiger Speicherung für die Zukunft zu ermöglichen. Das Konzept der Paludikultur eröffnet Perspektiven für eine angepasste Nutzung und neue Wertschöpfungsmöglichkeiten. MOOReturn ist die langfristige Verknüpfung von Moorbodenschutz mit der Wertschöpfung aus der Verwertung von Moor Biomasse durch Paludikultur mit folgender Zielstellung: 1. Die Umsetzung möglichst großflächiger Revitalisierung entwässerter Moorflächen und die Optimierung der Wasserstände bereits revitalisierter Moore in der Region um Malchin. 2. Demonstration eines wirtschaftlichen, rückstandsfreien Aufbereitungsverfahrens zur Verwertung von Moorbiomasse im Industriemaßstab. 3. Der ganzheitliche Nachweis der ökonomischen Tragfähigkeit und positiven Klimawirkung der Nutzung nasser Moore unter Beachtung gesellschaftlicher Aspekte. 4. Etablierung und Stärkung von Netzwerken mittels Wissenstransfer auch auf Basis interaktiver und digitaler Werkzeuge
Revitalisierung von durch Strukturbrueche gekennzeichneten Staedten und Regionen aktuell: - vergleichende Analyse der IBA Emscherpark/Uebertragbarkeit auf die Niederlausitzstrategien und raeumliche Konzeptfindung fuer Bergbaufolgelandschaften. Das Thema ist in vielfaeltigen Aktivitaeten des Lehrstuhls praesent. Es wurde bereits eine universitaere Tagung mit Beteiligung von Wissenschaftlern und regionalen Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung vorbereitet, durchgefuehrt und als Arbeitsergebnis publiziert. Des weiteren ist der Lehrstuhl an einer das IBA-Kuratorium unterstuetzenden universitaeren Arbeitsgruppe im Arbeitskreis 'Baukultur' der IBA-Vorbereitungsgesellschaft sowie an einer Begleitforschung zum IBA Auftaktprojekt 'Pritzen-Greifenhain-Graebendorf' beteiligt.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 334 |
| Europa | 11 |
| Kommune | 18 |
| Land | 117 |
| Weitere | 25 |
| Wirtschaft | 1 |
| Wissenschaft | 91 |
| Zivilgesellschaft | 80 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 2 |
| Förderprogramm | 320 |
| Taxon | 2 |
| Text | 52 |
| Umweltprüfung | 32 |
| WRRL-Maßnahme | 21 |
| unbekannt | 20 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 106 |
| Offen | 341 |
| Unbekannt | 2 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 441 |
| Englisch | 41 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 1 |
| Bild | 9 |
| Dokument | 55 |
| Keine | 322 |
| Unbekannt | 1 |
| Webseite | 70 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 279 |
| Lebewesen und Lebensräume | 414 |
| Luft | 196 |
| Mensch und Umwelt | 441 |
| Wasser | 309 |
| Weitere | 449 |