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Erfassung oekologisch orientierter Innovationspotentiale und -projekte der ehemaligen DDR zur Revitalisierung fuer die Wirtschaftsentwicklung in den neuen Bundeslaendern

Erhaltung/Verbesserung der Widerstandsfaehigkeit von Baeumen/Bestaenden gegenueber biotischen und abiotischen Krankheits- und Schaderregern

Durch die Deposition von Luftschadstoffen und die damit verbundenen Vorgaenge wird die Vitalitaet der Waldbestaende erheblich herabgesetzt. Die Versuche fuer die Entwicklung und Erprobung spezieller Boden- und Pflanzenhilfsstoffe sollen dazu beitragen, die Widerstandsfaehigkeit zu erhalten und die Vitalitaet der Bestaende zu steigern.

Nachhaltiges und klimaangepasstes Wassermanagement im Bergbau der Region des südlichen Afrikas, Teilprojekt 7

Biologisch-physikalische Behandlungsmethoden für einen gesunden Boden, Teilvorhaben: Vernetzung von Akteuren des Bodenschutzes und der Bodenremediation (net4soilprot)

Alytes obstetricans (Laurenti, 1768) Geburtshelferkröte Amphibien Stark gefährdet

Die Geburtshelferkröte ist eine westeuropäisch verbreitete Art, welche von Zentralspanien bis an den Rand der Norddeutschen Tiefebene vorkommt. Im äußersten Norden ihres Verbreitungsgebietes dringt sie entlang der Mittelgebirgsschwelle am weitesten nach Osten in kontinentalere Regionen, bis an den östlichen Harzrand, in das Thüringer Becken und den Thüringer Wald vor. Vorkommen existieren in weiten Teilen des Saarlandes, in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, im Süden Niedersachsens und dem angrenzenden Sachsen-Anhalt (Harz und Harzvorland), im westlichen Thüringen sowie im nördlichen Hessen und dem äußersten Nordwesten Bayerns. Von der Schweiz und dem Elsass aus erreicht die Geburtshelferkröte zudem den Süden Baden-Württembergs. Die TK25-Q-Rasterfrequenz (Zeitraum 2000 – 2018) beträgt 4,98 %, daraus folgt die Kriterienklasse „selten“. In zahlreichen TK25-Q wurde die Art nach dem Jahr 2000 nicht mehr nachgewiesen. Dieser Befund wird durch zahlreiche Berichte über einen rapiden Bestandsschwund bei noch vorhandenen Populationen und das Verschwinden ganzer Populationen untermauert (z. B. Kordges 2003, Böll & Hansbauer 2008, Schlüpmann 2009, Kronshage et al. 2011, Brückmann & Thiesmeier 2012, Westermann & Seyring 2015, Uthleb 2016, Wagner et al. 2019 a). Während die Art ein breites Spektrum an möglichst fischfreien Gewässern für die Larven nutzt, stellt sie an das nahegelegene Landhabitat hohe Ansprüche. Bevorzugt werden vegetationsarme bis -freie Böden, die gut besonnt sind. Diese sollten entweder gut grabfähig sein oder als Versteck geeignete Spalten und Hohlräume aufweisen. Traditionell fand die Geburtshelferkröte diese Bedingungen in ausgedehnten Hutelandschaften sowie in Dörfern und auf Höfen. Die Veränderungen in diesen Landschaftsbereichen führten im langfristigen Bestandstrend zu einem starken Rückgang. Aktuell werden die Habitatanforderungen fast nur noch in Abgrabungen erfüllt. Die Konzentration auf wenige große Abbaustellen, Veränderungen in der Abbau-Technologie sowie Rekultivierungen bedingen weitere Bestandseinbußen. Erhöhter Nährstoffeintrag führt zu verstärkter Sukzession, die den Landlebensraum entwertet und den Raumwiderstand für die zunehmend isolierten Populationen erheblich erhöht. Die Art besitzt zudem eine besonders hohe Prävalenz gegenüber dem Chytridpilz Batrachochytrium dendrobatidis (Ohst et al. 2013, Böll et al. 2014), der insbesondere für Metamorphlinge regelmäßig letal ist (Böll et al. 2012). Dies alles führt zu der sehr starken Abnahme im kurzfristigen Bestandstrend. Insgesamt ergibt sich die Rote-Liste-Kategorie „Stark gefährdet“. Sowohl der langfristige Bestandstrend als auch der kurzfristige Bestandstrend wurden um jeweils eine Kriterienklasse schlechter eingestuft als in der letzten Roten Liste. Gründe sind verbesserte Kenntnisse durch eine bessere Datenlage sowie aktuelle Bestandseinbrüche. Damit ändert sich die Rote-Liste-Kategorie von vormals „Gefährdet“ auf „Stark gefährdet“. Die wichtigsten Gefährdungsursachen für die Geburtshelferkröte sind: Rückgang extensiver Beweidung; Verlust von Habitaten in Dörfern und auf Höfen; Fischbesatz in Reproduktionsgewässern; Verfüllung und Rekultivierung von Abbaustätten; Vernichtung von Kleinstrukturen im Offenland, die als Versteck geeignet sind (z. B. unverfugte Steinmauern); Sukzession der Landlebensräume; Ausbreitung des Chytridpilzes Batrachochytrium dendrobatidis durch Vektoren (z. B. durch Fischbesatz); Isolierung verbliebener Vorkommen. Wichtig für die Geburtshelferkröte ist die unmittelbare Nachbarschaft von geeigneten Landlebensräumen und Reproduktionsgewässern (Entfernung möglichst < 100 m). Die Gewässer sollten nur gelegentlich austrocknen, fischfrei sein und Versteckmöglichkeiten für die Larven enthalten. Auf den Einsatz von Agrochemikalien sollte im Umfeld verzichtet werden. Als Landlebensräume werden auch kleinflächige Böschungen und Böschungsanrisse mit lückiger Vegetation genutzt; Böschungssicherungen sollten daher im Landlebensraum möglichst unterbleiben. Analog sollten Hangrutschungen in Abgrabungen zugelassen werden. Abgrabungen sollten nach Nutzungsaufgabe nicht verfüllt werden, sondern dem Artenschutz dienen (siehe Kirschey & Wagner 2013). Durch extensive Pflegemaßnahmen (Mahd, Rückschnitt aufkommender Gehölze) muss der offene Charakter dieser Abgrabungen gewahrt bleiben. Extensive Weideprojekte sind eine hervorragende Schutzmaßnahme, soweit geeignete Gewässer vorhanden sind oder angelegt werden. In Dörfern, auf Höfen und im Wald sollten Kleingewässer mit nahegelegenen steinigen Böschungen, Steinschüttungen und Trockenmauern gefördert werden. Im Wasserbau können durch Revitalisierung von Bächen im Hügel- und Bergland Stillwasserbereiche mit angrenzenden Prallhängen und Uferböschungen geschaffen werden; bereits bestehende Stillwasserbereiche mit den genannten Eigenschaften sollten toleriert werden. Hilfreich ist das Belassen von Totholz im Gewässer. Biber (Castor fiber) schaffen vielfach geeignete Strukturen, indem sie kleine Bäche stauen und durch ihre Baumfällungen besonnte Bereiche entstehen (Dalbeck et al. 2007). Das Wirken dieses „Ökosystemingenieurs“ ist aus Autorensicht in Vorkommensgebieten der Geburtshelferkröte zu fördern.

Michael Hauer: „Gemeinsam sorgen wir dafür, dass der Stausee Bitburg auch künftig seine wichtige Funktion zum Schutz der Menschen und der Umwelt der gesamten Region erfüllen kann“

Land unterstützt VG Bitburger Land mit rund 10,7 Millionen Euro aus dem Wiederaufbaufonds – Störstoffe werden aus dem Stausee Bitburg beseitigt „Besonders vor dem Hintergrund des Klimawandels und zunehmender Extremwettereignisse ist es wichtig, dass Kommunen und Verbandsgemeinden sich für die Hochwasservorsorge wappnen. Die Extremwetterereignisse vor rund fünf Jahren haben in erschütternder Weise gezeigt, wie – neben dem unermesslichen menschlichen Leid – auch unsere Infrastruktur durch außergewöhnliche Naturereignisse beeinträchtigt werden kann. Das betrifft auch bauliche Maßnahmen, wie den Stausee Bitburg, der seinen Zweck im Sinne des Hochwasserschutzes erfüllt und viel Leid von der Region abgewendet hat. Es ist wichtig, dass wir die Funktionsfähigkeit des Stausees wieder vollständig herstellen“, sagte Klimaschutzstaatssekretär Michael Hauer anlässlich der Übergabe eines Förderbescheids aus dem Wiederaufbaufonds an die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Bitburger Land, Janine Fischer. Der Stausee Bitburg ist ein zentrales Element des regionalen Hochwasserschutzes. Infolge des Hochwassers im Jahr 2021 war der Stausee nahezu vollgelaufen, es kam hier zu massiven Einträgen von Sedimenten, Treibgut und Unrat. Seither ist die Funktionsfähigkeit des Stausees erheblich beeinträchtigt, weshalb die Störstoffe beseitigt werden müssen. Das Land unterstützt die Verbandsgemeinde Bitburger Land bei der dringend notwendigen Räumung des Stausees mit 10.737.539 Euro aus Mitteln des Wiederaufbaufonds. „So wird die Region nachhaltig und zukunftsorientiert widerstandsfähiger gegenüber künftigen Extremwetterereignissen aufgestellt“, erläuterte Michael Hauer. Vor der vorgesehenen Entsedimentierung ist eine umfassende Räumung des Stausees zwingend erforderlich, um dessen Schutzfunktion dauerhaft zu erhalten. Eine besondere Herausforderung besteht darin, dass es sich bei den eingetragenen Materialien um belastete Sedimente und Abfälle handelt. Ihre fachgerechte Entsorgung und Verwertung sind technisch anspruchsvoll und mit erheblichen Kosten verbunden. Bürgermeisterin und Zweckverbandsvorsteherin Janine Fischer betonte, dass der Zweckverband Stausee sehr froh über die bewilligte Vollförderung aus dem Wiederbaufonds ist. Der Zweckverband erhält damit die Möglichkeit zur Beseitigung der flutbedingten Schadeinträge aus Störstoffen und Sedimenten. Dies ist die entscheidende Basis für eine umfassende Revitalisierung des Stausees Bitburg, insbesondere einer Wiederherstellung der Hochwasserschutzfunktion des Gewässers, so Fischer. Das Schlüsselthema der Entsedimentierung hat neben dem Hochwasserschutz aber auch direkte Auswirkungen auf die Gewässerökologie und -güte sowie auf die Attraktivität als Ferien- und Naherholungsgebiet. Das bewilligte Vorhaben ist damit ein essentieller Beitrag für ein nachhaltiges Sedimentmanagement am Stausee Bitburg als Basis seiner ökologischen Tragfähigkeit, Hochwasserschutz- und Freizeitfunktion. Der Stausee Bitburg wurde mit seinen Nebenanlagen zwischen 1970 und 1972 erbaut und dient neben dem Hochwasserschutz für den Unterlauf der Prüm auch zur Energiegewinnung durch Wasserkraft und als touristischer Naherholungsort. Im Stausee Bitburg gelangen Sedimente – vor allem solche, die bei Regenereignissen aus den intensiv bewirtschafteten Ackerböden in die Gewässer geschwemmt werden – aus einem Einzugsgebiet der Prüm mit ihren Nebenflüssen von etwa 330km2 zur Ablagerung. In Form von Ton- und Sandpartikeln oder Kies werden diese am Gewässergrund mitgeführt und bei nachlassender Fließgeschwindigkeit im Stausee abgelagert. Die Entsedimentierung muss gewöhnlich etwa alle zehn Jahre durchgeführt werden um den Hochwasserschutz zu gewährleisten. Durch zunehmende sommerliche Starkregenereignisse wird dieser Zeitraum kürzer, weil – wie im Sommer 2021 – große Mengen Sedimente, aber auch große Treibgüter wie Bäume, Wohnwagen und Traktorreifen den Stauraum des Sees blockieren. Die letzte konventionelle Entsedimentierungsmaßnahme am Stausee Bitburg wurde im Jahr 2016 durch Ausbaggern und Transport von rund 40.000m3 Sand, Ton und Kies auf das Zwischenlager durchgeführt. Aufgrund der im Einzugsgebiet natürlich vorkommenden Schwermetalle gelten die Sedimente wegen erhöhter Blei-, Nickel- und Zinkwerte nach neuesten Richtwerten des Bundesbodenschutzgesetzes als belastet. „Ich danke der Verbandsgemeinde Bitburger Land sowie dem Zweckverband Stausee Bitburg ausdrücklich für ihr entschlossenes Handeln und die enge Zusammenarbeit mit den Fachbehörden. Die Umsetzung der hier anstehenden Maßnahmen ist nicht nur kostspielig, sondern erfordert großes Engagement in der Planung, Genehmigung und Umsetzung. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass der Stausee auch künftig seine wichtige Funktion zum Schutz der Menschen und der Umwelt der gesamten Region erfüllen kann“, sagte Michael Hauer.

Revitalisierung und ökologische Aufwertung bodensaurer Magerrasen durch die Anreicherung und nachhaltige Nutzung der Heilpflanze Arnica montana.

EU-Life-Programm: Entwicklung eines Sedimentmanagementkonzeptes für die Lahn und Monitoring der Auswirkungen von im Projekt laufenden Revitalisierungsmaßnahmen auf die Sedimentqualität

Veranlassung Durch Remobilisierung von Feinsedimenten, z.B. durch Baumaßnahmen, können sedimentgebundene Schadstoffe gelöst werden. Dies kann zu negativen Effekten für den chemischen und ökologischen Zustand des Gewässers führen. Um besonders kontaminierte Stellen zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zur Minimierung der Auswirkungen zu ergreifen, ist die Charakterisierung, Bewertung und Beobachtung der Sedimente vor, während und nach der Maßnahme unabdingbar. Die aktuelle Datenbasis der Schadstoffbelastung von Sedimenten im Untersuchungsgebiet der Lahn ist nicht ausreichend, um die Sedimentqualität zu bewerten. Als Ausgangspunkt für die Sedimentqualitätsbewertung wird daher ein Sedimentkataster erstellt. Die Bewertung der Sedimentqualität erfolgt auf Basis chemischer Analysen (nach 2008/105/EG und 2013/39/EU) und ökotoxikologischer Tests (nach HABAB 2017). Im Sedimentmonitoring soll die zentrale Fragestellung beantwortet werden, wie sich die geplanten Revitalisierungsmaßnahmen zur ökologischen Aufwertung der Lahn auf die Sedimentqualität und das Remobilisierungspotenzial auswirken. Ziele - Bereitstellung eines Sedimentkatasters zur Beschreibung des Ist-Zustandes der Sedimentqualität der Lahn und Veröffentlichung in der Datenbank SedIS - Erarbeitung eines Sedimentmanagementkonzepts zur Bewertung der Sedimentqualität der Lahn sowie eine Umweltrisikobewertung und eine Handlungsanweisung zum Umgang mit Sedimenten bei zukünftigen Maßnahmen - Durchführung eines Sedimentmonitorings zur Überwachung der Einflüsse von Revitalisierungsmaßnahmen auf die Sedimentqualität - Beantwortung der Fragestellung, wie Sedimente in die Evaluierung des ökologischen und chemischen Zustandes limnischer Ökosysteme einbezogen werden können und ob dies zur Erreichung der WRRL-Umweltziele genutzt werden kann Das Ziel des Projektes ist die Revitalisierung des stark anthropogen überprägten Flusssystems Lahn. Dabei integriert das Projekt naturschutzfachliche, regulatorische und gesellschaftspolitische Fragestellungen. Im BfG-Teilprojekt soll auf Basis eines Sedimentkatasters zur Erfassung des Sediment-Ist-Zustandes ein Sedimentmanagementkonzept erstellt werden und ein, die im Gesamtprojekt geplanten Maßnahmen begleitendes, Sedimentmonitoring durchgeführt werden. Grundlegend ist die Fragestellung, wie Sedimente in die Evaluierung des ökologischen und chemischen Zustandes limnischer Ökosysteme einbezogen werden können und ob dies zur Erreichung der WRRL-Umweltziele genutzt werden kann. Die ökologische Aufwertung anthropogen überprägter Flüsse und ihre zukünftige Nutzung sind Herausforderungen bei der Umsetzung der EU-WRRL. Aufgrund der Schlüsselfunktion von Sedimenten im Naturhaushalt eines Flusssystems kommt dem Sedimentmanagement eine besondere Bedeutung zu.

Bergbaufolgelandschaften in der Lausitz - Strukturwandel einer altindustriell gepraegten Region

Revitalisierung von durch Strukturbrueche gekennzeichneten Staedten und Regionen aktuell: - vergleichende Analyse der IBA Emscherpark/Uebertragbarkeit auf die Niederlausitzstrategien und raeumliche Konzeptfindung fuer Bergbaufolgelandschaften. Das Thema ist in vielfaeltigen Aktivitaeten des Lehrstuhls praesent. Es wurde bereits eine universitaere Tagung mit Beteiligung von Wissenschaftlern und regionalen Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung vorbereitet, durchgefuehrt und als Arbeitsergebnis publiziert. Des weiteren ist der Lehrstuhl an einer das IBA-Kuratorium unterstuetzenden universitaeren Arbeitsgruppe im Arbeitskreis 'Baukultur' der IBA-Vorbereitungsgesellschaft sowie an einer Begleitforschung zum IBA Auftaktprojekt 'Pritzen-Greifenhain-Graebendorf' beteiligt.

Modellhafte gebietskoerperschaftenuebegreifende Umsetzung des Gesamtkonzepts 'Revitalisierung der Haseauen'

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