Lehrer*innen und Erzieher*innen sind wichtige Multiplikator*innen der Risikokommunikation, über ihre Sichtweisen zu EMF-Themen und deren berufsbezogene Relevanz ist jedoch so gut wie nichts bekannt. Dies betrifft vor allem den deutschsprachigen Raum. Ziel des Vorhabens war es, den Umgang von Pädagog*innen mit dieser Thematik sowie deren Kenntnisstand und eventuell bestehenden Informationsbedarf im Bereich EMF zu ermitteln. Ebenso sollte festgestellt werden, welche Art von Angebot (Informationen, Weiterbildung, Seminare etc.) die Pädagog*innen im Hinblick auf ihre berufliche Rolle unterstützen können. Zentrale Fragen der Untersuchung sind folgende: Wie ist die Risikowahrnehmung dieser Zielgruppen bzgl. EMF? Wie wird das Thema EMF von Lehrer*innen und Erzieher*innen in der Berufspraxis behandelt? Welche Wissensstände und welche offenen Fragen bezüglich EMF bestehen? Zur Beantwortung dieser Fragen wurden mittels eines Mixed-Methods-Ansatzes eine quantitative deutschlandweite Befragung (N=1.400) und qualitative Fokusgruppendiskussionen (N=29) durchgeführt.
Dieses Forschungsprojekt des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) bündelt und bewertet den sozialwissenschaftlichen Forschungsstand des BfS zur EMF-Risikokommunikation von 2005 bis 2025. Ziel ist es, zentrale Erkenntnisse zusammenzuführen, gesellschaftlich einzuordnen und Handlungsempfehlungen für die zukünftige Kommunikationspraxis und Forschung abzuleiten. Grundlage bilden 30 BfS-Studien (zu hochfrequenten, niederfrequenten und beiden Frequenzbereichen), die methodisch und qualitativ anhand eines Bewertungsrasters und Qualitätskriterien analysiert werden. Die Studien zeigen methodisch ein breites Spektrum, das von rein quantitativen und qualitativen Designs bis Mixed-Methods-Ansätzen reicht. Qualitativ wurden die Studien überwiegend positiv bewertet, insbesondere bezüglich der angewendeten Methoden und Ressortforschungsrelevanz. Verbesserungen können teilweise im Bereich der Forschungstransparenz vorgenommen werden. Die Identifikation zukünftiger Forschungsfelder ergibt eine Priorisierung der Forschung zu Wissenschafts- und Risikokommunikation (z. B. im Bereich Science Literacy), flankiert von Maßnahmen zur Befähigung von Multiplikator*innen und zur Analyse des öffentlichen Diskurses rund um EMF. Weiterhin relevant bleiben außerdem Fehl- und Desinformationen im Bereich EMF sowie die Forschung zur Risikowahrnehmung und den Informationsbedürfnissen der Bevölkerung. Die Auswertung mündet in zehn praktischen Handlungsempfehlungen: (1) BfS als glaubwürdige Präsenz etablieren, (2) Breite Aufklärung, aber nah am Alltag der Menschen, (3) Science Literacy berücksichtigen, (4) Wissenschaft als Prozess darstellen, (5) Informationsbedürfnisse erkennen und Aktivitäten effizient koordinieren, (6) Multiplikator*innen befähigen, (7) zielgruppengerecht schulen, (8) Informationsmaterial und Internetartikel zugänglich gestalten, (9) Intuitive Benutzerführung beachten, und (10) Positive Social-Media-Agenda verfolgen.
In dem Forschungsprojekt werden von MultiplikatorInnen aus den Bildungsstätten: Berufsschulen, Landwirtschaftskammern, kirchliche Bildungseinrichtungen und Verbraucherzentralen, Einstellung, Bedeutungszuschreibung, Problembewusstsein, Kenntnisstand, Informations- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie spezifische institutionelle Rahmenbedingungen erhoben und beschrieben. In einer Modellanalyse werden der Zusammenhang zwischen personenspezifischen, situationsspezifischen und sozial-interaktiven Variablen mit dem Vermittlungshandeln ermittelt und dargestellt.
Das EUPHRESCO-Projekt PREPSYS soll die wissenschaftliche Basis für die Erstellung von Leitlinien und Notfallplänen für Agrilus planipennis (EAB) und Agrilus anxius (BBB) liefern, sowie Politik und Stakeholdern wichtige Informationen in passend aufbereiteter Form zur Verfügung stellen. Darauf aufbauend sollen sich die Pflanzenschutzdienste bestmöglich auf die Risiken und Auswirkungen im Falle einer Einschleppung der Schadorganismen vorbereiten können. Das hier beantragte Projekt stellt den Beitrag des BFW zum EUPHRESCO-Projekt dar. Die spezifischen Ziele sind: - Zusammenstellung der potentiellen Risiken und Auswirkungen einer Einschleppung von EAB oder BBB - Identifikation möglicher Einschleppungswege und Gegenmaßnahmen - Verbesserung der frühen Detektion entlang der Einschleppungswege und im Falle eines Auftretens im Freiland, Vorbereitung entsprechender Methoden - Voraussagen zur natürlichen sowie der durch Menschen unterstützen Ausbreitung der beiden Schadorganismen - Zusammenfassung des Wissensstandes und Darstellung effizienter Management- und Bekämpfungsansätze - Kommunikation mit Stakeholdern (Pflanzenschutzdienste, Waldbewirtschafter, Handel, Politik und Öffentlichkeit). Die internationale Zusammenarbeit mit Partnern aus Europa und den USA im Rahmen des EUPHRESCO-Projektes ermöglicht Zugang zu breit gestreuten Informationsquellen. Managementansätze in verschiedenen Ländern können analysiert und auf die Anwendbarkeit in Europa geprüft werden. So wird eine Zusammenstellung erfolgversprechender Ansätze für das Management der Einschleppungswege, für frühe Detektion und für Notfallmaßnahmen möglich. Dazu wird das EUPHRESCO-Gesamtprojekt in sechs Arbeitspakete aufgeteilt, zu denen jeweils alle Projektpartner Beiträge leisten.
Welche Rolle spielt Vertrauen für die Risikowahrnehmung von Rezipient*innen in verschiedenen Kommunikationskontexten? Forschungsnehmer: Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik) gGmbH Projektleitung: Dr. P. Niemann Beginn: 01.04.2023 Ende: 31.05.2024 Finanzierung: 115.212,68 Euro Hintergrund Vertrauen wird eine wichtige Rolle im Kontext der Wissenschafts- und Risikokommunikation zugeschrieben. Während die deutsche Bevölkerung Wissenschaft und Forschung in hohem Maße vertraut ( Wissenschaft im Dialog/Kantar 2020 ), ist ihr Vertrauen in die staatlichen Einrichtungen des Strahlenschutzes etwas geringer ausgeprägt ( Götte/Ludewig 2019 ). Für die Kommunikationspraxis des BfS und des Bundesumweltministeriums stellt sich damit die Frage, wie das Vertrauen der Bevölkerung in die Behörden des Strahlenschutzes verbessert werden kann. Vor diesem Hintergrund behandelt das Forschungsprojekt folgende Fragestellungen: Was sind die relevanten Faktoren für Vertrauen seitens der Bevölkerung in die Institutionen des Strahlenschutzes? Wie beeinflusst Vertrauen die Wahrnehmung und Bewertung von Strahlenrisiken und wie wirkt sich die Kommunikationspraxis des BfS und des Bundesumweltministeriums auf das Vertrauen in den Strahlenschutz aus? Welche Strategien zur Stärkung des Vertrauens in die Behörden des Strahlenschutzes lassen sich ableiten? Zielsetzung Das Ziel des Forschungsvorhabens ist es, Erkenntnisse über die Wirkung sowie über die Voraussetzungen von Vertrauen in die Institutionen des Strahlenschutzes zu gewinnen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Fragen nach der Bedeutung von Risikokommunikation für diesen Zusammenhang lag. Mit Blick auf die fortschreitende Digitalisierung ist zudem die spezifische Wirkung von Online-Medien und Online- Risikokommunikation auf das Institutionenvertrauen von Interesse. Auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse sollen Handlungsempfehlungen zur Verbesserung des Vertrauens in die Behörden des Strahlenschutzes entwickelt werden. Methodik und Durchführung Literaturrecherche Im ersten Arbeitspaket wurde eine Recherche zum aktuellen themenbezogenen Forschungsstand sowie zu den Methoden durchgeführt, die für die Fragestellungen des Forschungsvorhabens relevant sind. Dazu zählen Definitionen von Vertrauen sowie Erkenntnisse zu den Voraussetzungen der Vertrauensbildung, insbesondere zur Bedeutung von Vertrauen für die Risikokommunikation und die gesellschaftliche Wahrnehmung von Risiken. Relevant war in diesem Zusammenhang auch der Forschungsstand zu Vertrauen in Wissenschaft sowie in wissenschaftliche Institutionen, insbesondere in Behörden des Strahlenschutzes. Ein weiterer Schwerpunkt der Literaturrecherche lag auf der Wirkung von Online-Medien und Onlinekommunikation auf die Risikowahrnehmung und das Institutionenvertrauen bei Rezipient*innen. Darüber hinaus wurde der Kenntnisstand in Bezug auf für das Forschungsvorhaben relevante Erhebungsinstrumente zusammengetragen. Qualitative Erhebung Im zweiten Arbeitspaket wurden 40 leitfadengestützte Interviews durchgeführt. Diese zielten darauf ab, Erkenntnisse zu den Bedingungen von Vertrauen in die Institutionen des Strahlenschutzes, zum Einfluss der Risikokommunikation auf Institutionenvertrauen sowie zur Wirkung von Vertrauen auf die Risikowahrnehmung der Befragten zu gewinnen. Quantitative Erhebung Im dritten Arbeitspaket wurde eine standardisierte und hinsichtlich soziodemographischer Merkmale repräsentative Online-Befragung (CAWI) durchgeführt, die in Deutschland und in Privathaushalten lebende Personen ab 18 Jahren berücksichtigt. Analog zur qualitativen Teilstudie werden folgende Themenkomplexe behandelt: Grundlagen von Institutionenvertrauen, Einfluss von Risikokommunikation auf Vertrauen , Einfluss von Vertrauen auf die Risikowahrnehmung der Befragten. In der quantitativen Erhebung sollte überprüft werden, ob und inwieweit die im vorherigen Arbeitsschritt gewonnenen Erkenntnisse verallgemeinert werden können. Dabei sollte auch Erkenntnisse über die Stärke des Einflusses relevanter Variablen und Faktoren (etwa hinsichtlich des Einflusses von Risikokommunikation auf Vertrauen bzw. des Einflusses von Vertrauen auf die Risikowahrnehmung ) gewonnen werden. Abschluss Im vierten Arbeitsschritt werden alle im Verlauf des Forschungsvorhabens durchgeführten Arbeiten sowie die dabei gewonnenen Erkenntnisse bilanziert und zu Handlungsempfehlungen für eine Steigerung des Vertrauens in die Institutionen des Strahlenschutzes verdichtet. Im vierten Arbeitsschritt wurden alle im Verlauf des Forschungsvorhabens durchgeführten Arbeiten sowie die dabei gewonnenen Erkenntnisse bilanziert und zu Handlungsempfehlungen für eine Steigerung des Vertrauens in die Institutionen des Strahlenschutzes verdichtet. Die Ergebnisse des Vorhabens wurden in einem Abschlussbericht veröffentlicht. Literatur Götte, S. /Ludewig, Y. (2019). Was denkt Deutschland über Strahlung? Umfrage 2019 Wissenschaft im Dialog/Kantar (2020). Wissenschaftsbarometer Corona Spezial (letzter Zugriff: 08.08.2022). Stand: 01.09.2026
AI is the future, including in public authorities’ communications with citizens. The use of AI-based chatbots helps streamline the press and public relations workflows of public authorities. At the same time, a chatbot meets the public’s need for information by making it available on demand. The research project investigated how a chatbot for risk and crisis communication should be designed in order to come across as accessible, trustworthy and reliable to users. A literature review and a quantitative online survey were carried out to answer the research questions.
KI ist die Zukunft, auch in der Bürgerkommunikation von Behörden. Die Nutzung von KI-basierten Chatbots unterstützt einerseits die Arbeitsabläufe der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Behörden. Andererseits kommt ein Chatbot dem Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit entgegen, indem Informationen on demand zur Verfügung stehen. Das Forschungsvorhaben hat untersucht, wie ein Chatbot für die Risiko- und Krisenkommunikation gestaltet werden sollte, um auf die Nutzenden zugänglich, vertrauenswürdig und verlässlich zu wirken. Zur Beantwortung der Forschungsfragen wurde ein Literatur Review und eine quantitative online-Befragung durchgeführt.
Das Ressortforschungsvorhaben "Die Anwendung von Risikovergleichen im Strahlenschutz – eine theoretisch-empirische Überprüfung" (FKZ 3623S72214) zielte darauf ab, die Verwendung von Risikovergleichen in der Praxis der Risikokommunikation im Strahlenschutz zu untersuchen. Dabei ging es insbesondere um die Frage, für welche Zwecke Risikovergleiche geeignet sind und in welchen Bereichen vom Einsatz von Risikovergleichen eher abgesehen werden sollte. Um diese Forschungsfragen zu beantworten, wurden drei Arbeitspakete bearbeitet. Im ersten Arbeitspaket (AP1) wurde eine systematische Literaturrecherche durchgeführt, um den aktuellen Forschungsstand zum Thema zu erfassen. Das zweite Arbeitspaket (AP2) umfasste eine qualitative Studie, in der die Wirkung von unterschiedlichen Risikovergleichen mithilfe von Interviews untersucht wurde. Im Rahmen des dritten Arbeitspakets (AP3) wurden zwei quantitative Onlineexperimente durchgeführt, um eine solide Evidenzbasis durch größere Stichproben zu erhalten. Im Folgenden werden die wichtigsten Befunde der drei Arbeitspakete kurz zusammengefasst. In den weiteren Kapiteln wird ausführlich auf die jeweiligen Methoden und Ergebnisse eingegangen, bevor im letzten Kapitel eine allgemeine Diskussion der Ergebnisse erfolgt und Schlussfolgerungen gezogen werden.
Zielsetzung Die zunehmende Häufigkeit extremer Wetterereignisse lenkt die Aufmerksamkeit auf Grundhochwasser, das durch steigendes Grundwasser entsteht und erhebliche Schäden an Infrastruktur, Gebäuden und Umwelt verursachen kann. Im Gegensatz zu fluvialen oder pluvialen Hochwassern ist Grundhochwasser schwer zu erkennen und mit traditionellen Schutzmaßnahmen nicht leicht zu bewältigen. Numerische Modelle, insbesondere probabilistische Ansätze wie die Bayessche Inferenz, helfen, Unsicherheiten in der Modellierung und Vorhersage besser zu quantifizieren. Hochwasserrisikokarten sind essenziell für das Management von Grundhochwasser. Allerdings fehlen oft präzise Unsicherheitsanalysen, was durch datengetriebene Ansätze wie maschinelles Lernen verbessert werden könnte. Citizen Science und kostengünstige Sensoren können ebenfalls beitragen, indem sie Datenlücken schließen und die öffentliche Beteiligung fördern. Diese Studie präsentiert ein Rahmenwerk zur Bewertung der Anfälligkeit für Grundhochwasser, das Unsicherheiten berücksichtigt und probabilistische Karten erstellt. Anhand eines Fallbeispiels in Garching 2023 wird gezeigt, wie Modellierungstools effektiv eingesetzt werden können. Abschließend wird vorgeschlagen, Monitoring-Tools und Bürgerbeteiligung auszubauen, um die Risikokommunikation zu stärken, das Bewusstsein zu erhöhen und Maßnahmen zum Grundhochwasserschutz besser zu verankern.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 308 |
| Europa | 2 |
| Kommune | 1 |
| Land | 9 |
| Weitere | 59 |
| Wirtschaft | 1 |
| Wissenschaft | 60 |
| Zivilgesellschaft | 11 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 232 |
| Text | 86 |
| unbekannt | 53 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 113 |
| Offen | 258 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 325 |
| Englisch | 98 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 5 |
| Dokument | 68 |
| Keine | 176 |
| Webseite | 146 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 203 |
| Lebewesen und Lebensräume | 297 |
| Luft | 214 |
| Mensch und Umwelt | 371 |
| Wasser | 190 |
| Weitere | 355 |