Waehrend das Trennen von austenitischen und austenitisch plattierten ferritischen Werkstoffen an Atmosphaere bis 150 mm und unter Wasser bis 80 mm Stand der Technik ist, gibt es zur Zeit weltweit kein Verfahren, das es ermoeglicht, dickwandige Komponenten - wie den Flanschring des Reaktordruckbehaelters und den Rohrboden des Dampferzeugers bis 700 mm Wandstaerke, unter Minimierung der Strahlenexposition auf die Bedienungsmannschaft, zu zerlegen. Die Loesung dieser Problemstellung erscheint realisierbar durch die Kombination thermischer Vorkerbung und Sprengung des verbleibenden Restquerschnittes. Vorteilig ist hierbei die Moeglichkeit der zusaetzlichen Rissinitiierung und die Tatsache, der Vorherbestimmbarkeit der Stueckgroessen durch Einbringung von Sollbruchstellen. Ziele dieses Vorhabens sind Untersuchungen zur thermischen Verkerbung mit Rissinitiierung und der gesicherte Nachweis mittels zerstoerungsfreier Pruefverfahren.
Untersuchungen zur Entwicklung von Zerlegeverfahren fuer dickwandige Stahlkomponenten in stillgelegten KKW, bei denen nach thermischer Vorbehandlung vorgeschwaechte Stellen mit sprengtechnischen Mitteln getrennt werden. Durch geeignete Kombination zweier unterschiedlicher Verfahren, die ihre Eignung zum Trennen duenner bis mitteldicker Stahlproben erwiesen haben, soll die Zerlegung extrem dicker Anlagenteile erreicht werden. Zunaechst wird durch lokale Versproedung bzw Rissinitiierung entlang der gewuenschten Trennlinien mittels thermischer Vorbehandlung die Zerlegung an Stahlbauteilen grosser Dicke vorbereitet. Die Zerlegung erfolgt danach sprengtechnisch durch Stoss- bzw Projektileinwirkung entlang der vorgegebenen Trennlinien. Das Vorhaben soll die Realisierbarkeit dieses Verfahrenskonzepts klaeren und wesentliche Verfahrenskenngroessen erarbeiten.