Das Hauptziel des Vorhabens besteht darin, die Eignung eines neu entwickelten Produkts aus Typha, einem nachhaltigen und gleichzeitig in Preis und Leistung konkurrenzfähigen Dämmstoff für eine Aufdachdämmung, in geeigneter Weise zu demonstrieren.
Außerdem sollen im Rahmen dieses Projektes weiter gehende Produktoptimierungen erfolgen sowie noch ausstehende technische Fragestellungen für das Hochskalieren zur Markteinführung, wie z.B. Qualitätssicherungsprozesse, geklärt werden. Das IBP übernimmt dabei zusammen mit der Fa. Typhatechnik nach Aufbau der Laboranlage die Produktoptimierung und die Herstellung der einzusetzenden Platten für das Freilandversuchs- sowie das Demonstrationsgebäude. Außerdem werden die hygrothermischen Eigenschaften der Platten überprüft und die Eignung und die Einsatzgrenzen über zusätzliche Berechnungen bestimmt sowie im Freilandversuch ein Funktionstest und die Schadensfreiheit untersucht.
In PLASTER+ arbeitet das TTZ mit 3 weiteren Forschungspartnern aus Deutschland, Finnland und der Tschechischen Republik zusammen. Des Weiteren besteht das Konsortium in diesem EU-geförderten 'Cooperative Research' Projekt aus 6 Unternehmen aus 5 europäischen Ländern (inkl. Österreich und Schweiz). Das Hauptziel von PLASTER+ ist es mit Hilfe entsprechend verbesserten Produktionsmethoden einen hochwertigen Innenverputz aus Lehm herzustellen, der durch die Zugabe von Rohrkolben-Fasern verbesserte Eigenschaften hinsichtlich Raumluft und -klima hat und so zu einem gesunderen Wohnen beiträgt. Im Rahmen des Projektes wird von den Partnern ein Prototyp entwickelt, der die Herstellung des neuen Innenverputzes wirtschaftlich interessant macht.
Im Rahmen von Landnutzungskonzepten fuer das Donaumoos soll geprueft werden, inwieweit der Anbau von Rohrkolben auf kuenftigen Wasserretensionsflaechen moeglich ist. Oekologische Vorteile liegen in der Renaturierung des Niedermoors sowie in der biologischen Klaerfaehigkeit belasteter Gewaesser. Aus Rohrkolben lassen sich dauerelastische Waerme-Daemmplatten herstellen. In einem Vorversuch (1994/1996) wurden erste produktionstechnische Fragen geklaert. Im Hauptversuch (1998/2000) werden die biologische Klaerfaehigkeit von Rohrkolben, Gas-Emission auf gefluteten und nicht gefluteten Niedermoorflaechen sowie weiterfuehrende produktionstechnische Fragen untersucht. Ueber erste Ergebnisse ist auf der zehnten Europaeischen Konferenz, 08.-11.06.1998 in Wuerzburg berichtet worden.