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GHK: Gefahrenhinweiskarte des linksrheinischen Mainzer Beckens (Rutschungen)

Die Hangstabilitätskarte des linksrheinischen Mainzer Beckens wurde erstmals von KRAUTER & STEINGÖTTER 1983 erstellt. In ihr sind im Maßstab 1 : 50 000 von Hangbewegungen betroffene bzw. gefährdete Gebiete dargestellt worden. In der 2. Auflage von ROGALL & SCHMITT (2005) wurden auf Basis aktueller Karten und neueren Schadensfällen weitere kritische Hangbereiche identifiziert. Bei der nun vorliegenden 3. Auflage der Gefahrenhinweiskarte handelt es sich um eine komplette Überarbeitung und Neukartierung der Rutschgebiete. Als Grundlage für die Arbeiten diente das Digitale Geländemodell (DGM) des Landes Rheinland-Pfalz aus den Jahren 2016 bis 2022. Das hochauflösende Geländemodell stellt die Geländeoberfläche in bisher unerreichter Genauigkeit dar, so dass Abrisse, Geländekanten, Senken und Wülste bei richtiger Betrachtung deutlich hervortreten und präzise kartiert und bewertet werden können. Mit Hilfe des Digitalen Geländemodells konnten die Rutschgebiete wesentlich detaillierter und präziser identifiziert werden, so dass nicht nur Aussagen zur Ausdehnung der Rutschungen gemacht werden konnten, sondern es auch möglich war, die Aktivität der Rutschmassen abzuschätzen und zu bewerten. Für die Bereiche innerhalb der dargestellten Gefahrengebiete gilt nicht zwangsläufig, dass sie stark gefährdet oder nicht bebaubar sind. Im Vorfeld der Bauplanung ist hier jedoch ein erhöhter Untersuchungsaufwand hinsichtlich der Hangstabilität notwendig und oft sind auch konstruktive Anpassungen der Bauwerke bei der Bauplanung vorzusehen. Umgekehrt kann jedoch nicht gefolgert werden, dass Baumaßnahmen, die außerhalb der ausgewiesenen Gefahrengebiete liegen, grundsätzlich unbedenklich sind. Die Gefahrenhinweiskarten sollten als ergänzende Planungsgrundlage im Vorfeld von Bauvorhaben dienen. Zu beachten sind die verlinkten weiterführenden Erläuterungen.

HSK: Hangstabilitätskarte

Die Gefahrenhinweiskarten sollen zukünftig nach und nach für die die gesamte Landesfläche erarbeitet werden. Für die Bereiche innerhalb der nachgewiesenen und vermuteten Gefahrengebiete gilt nicht zwangsläufig, dass sie stark gefährdet oder nicht bebaubar sind. Im Vorfeld der Bauplanung ist hier jedoch ein erhöhter Untersuchungsaufwand hinsichtlich der Hangstabilität notwendig und oft sind auch konstruktive Anpassungen der Bauwerke bei der Bauplanung vorzusehen. Umgekehrt kann jedoch nicht gefolgert werden, dass Baumaßnahmen, die außerhalb der ausgewiesenen Gefahrengebiete liegen, grundsätzlich unbedenklich sind. Die Gefahrenhinweiskarten sollten als ergänzende Planungsgrundlage im Vorfeld von Bauvorhaben dienen. Sie können und sollen jedoch nicht als Ersatz von projektbezogenen Baugrunduntersuchungen nach DIN 4020, die grundsätzlich zu empfehlen sind, verstanden werden. Insbesondere bei der Planung neuer Baugebiete sollten frühzeitig Baugrunduntersuchungen unter besonderer Beachtung möglicher Risiken durchgeführt werden.

Hydrologische und kinematische Prozesse bei Großhangrutschungen in bindigen Sedimenten, Hydrologische und kinematische Prozesse bei Grosshangbewegungen in bindigen Sedimenten

Die Alpen sind ein Gebiet, in dem haeufig katastrophale Massenbewegungsprozesse wie Berg- und Felsstuerze, Rutschungen, Muren, Lawinen vorkommen. Dabei handelt es sich um natuerliche Prozesse, die sich fuer den Menschen katastrophal auswirken koennen. Diese Prozesses verstaerken sich unter Umstaenden ohne Fehler des Menschen im Naturumgang. Einige Bergstuerze wurden von Menschen ausgeloest (falsche Anlage von Steinbruechen, Aufstau von Seen, etc), zahlreiche Lawinen sind auf die Rodung von Waeldern zurueckzufuehren, ungeeignete Bewirtschaftungsformen loesen Bodenabtrag und Hochwasser aus, und gegenwaertig nimmt die Gefahr von Verklausungen und den daraus entstehenden Muren und Flutwellen durch Verwilderung wieder zu. Die Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte sind als naturraeumliche Prozesse in der Regel nicht staerker als fruehere Ereignisse, aber der von ihnen verursachte Schaden ist um ein Vielfaches groesser, weil man den bekannten Gefahren nicht mehr ausweicht, sondern den technischen Schutzmassnahmen vertraut und gefaehrdete Zonen verbaut. Die Anlage von nicht der Umwelt angepassten Bauten fuehrt oft jahrezehntelang zu kleinen Veraenderungen im Naturhaushalt und besitzen die Tendenz, zu einem bestimmten Zeitpunkt in Form von Naturkatastrophen zu reagieren, die dann von den Betroffenen als ueberraschend erlebt werden, weil ihr keine massiven Natureingriffe unmittelbar vorausgingen. Die bis zum heutigen Zeitpunkt durchgefuehrten Voruntersuchungen in dem Modelluntersuchungsgebiet Ebnit in Vorarlberg/Oesterreich zeigen, dass in Ebnit verschiedene Hangbereiche in Bewegung sind, deren Kinematik zum Teil sehr unterschiedlich ist. Die gewonnenen Gelaendedaten aus Hydrologie, Schichtaufbau, Hanggeometrie, Lage der Gleitflaeche, Bewegungsvektoren (ermittelt durch NAVSTAR-GPS), Piezometerdaten, Sondierungen sollen durch Laborwerte aus Kreisringscherversuchen und bodenmechanischen sowie hydrologischen Kennwerten ergaenzt werden. Diese Daten fliessen in ein kinematisches Modell ein, in dem Aussagen ueber Hangstabilitaet, Rutschungsgefaehrdung und das Versagensrisiko bei Kriechhaengen getroffen werden koennen. Das Ziel der Arbeiten ist die Uebertragung der standardisierten Messergebnisse in ein neues, kinematisches Modell. Die Verknuepfung von Hangkriechparametern mit Prognosemodellen bildet die Basis fuer die Abschaetzung der Gefahr eines Versagensrisikos bei Kriechbewegungen an unterschiedlich aufgebauten Haengen (natuerliche Boeschungen, kuenstlich errichtete Haenge, alpine Talflanken und dergleichen). Unsere Modellierung soll als Baustein fuer eine spaetere sinnvolle und vor allem kostenguenstige Auswahl von verschiedensten Sanierungsmassnahmen dienen. Die zuverlaessige Aussagekraft der Regionalisierung und somit die Anwendung auf groessere geologische Gebiete kann durch den Einsatz der fuzzy-Regionalisierung verbessert werden indem der Ausgangsdatensatz mit den von Experten interpolierten und gemessenen...

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