Der Regionalplan Südhessen stellt die Festlegungen der Raumordnung für die Entwicklung der Planungsregion Südhessen dar.
Die autochthonen bayerischen Vorkommen bilden zusammen mit denen im österreichischen Inntal ein vom übrigen Artareal hochgradig isoliertes Vorkommen. Dieses isolierte Teilareal ist das Ergebnis einer von den anderen deutschen Podarcis muralis-Vorkommen unabhängigen nacheiszeitlichen Einwanderung (Schulte & Franzen 2019). Sehr wahrscheinlich erfolgte die Besiedlung des Inntals in einer wärmeren nacheiszeitlichen Phase über den Reschen- oder den Brennerpass (Schmidtler et al. 2006), während der Alpenhauptkamm heute eine natürliche Barriere zwischen italienischen und österreichischen Vorkommen bildet (Schweiger et al. 2015). Genetisch gehört die Metapopulation des Inntals zur Südalpen-Linie der Unterart P. m. maculiventris. Deutschland ist für die hochgradig isolierten Vorposten in besonderem Maße verantwortlich. Als submediterrane Art ist die Mauereidechse ausschließlich in Südwestdeutschland (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland, Südhessen und südliches Nordrhein-Westfalen; Unterart: P. m. brongniardii) sowie im äußersten Südosten Bayerns einheimisch (Unterart: P. m. maculiventris-SüdalpenLinie). Darüber hinaus haben sich infolge von Verschleppungen und Aussetzungen über 110 Populationen innerhalb und außerhalb des natürlichen Areals etabliert, die neben den beiden autochthonen drei weiteren genetischen Linien (bzw. Unterarten) angehören, die in Deutschland allochthon sind: (1) P. m. maculiventris, östliche Linie, (2) P. m. muralis und (3) P. m. nigriventris (Schulte & Deichsel 2015). Bei der Gefährdungseinstufung wurden, soweit eine klare Trennung möglich war, ausschließlich die autochthonen Bestände berücksichtigt. Ihr Verbreitungsschwerpunkt liegt entlang der wärmebegünstigen Hanglagen der Weinberge und Niederwaldflächen der Flüsse Saar, Mosel, Nahe, Rhein, Lahn und Neckar. Die TK25-Q-Rasterfrequenz (Zeitraum 2000 – 2018) der autochthonen Vorkommen beträgt 4,78 % und liegt im unteren Bereich der Kriterienklasse „selten“. Unabhängig von ihrer geografischen Beschränkung bzw. Seltenheit kann die Mauereidechse dort, wo sie vorkommt, mitunter individuenreich vertreten sein (Laufer et al. 2007 b, Schulte 2008). Zur Beurteilung des langfristigen Bestandstrends sind vor allem bestandsreduzierende Auswirkungen der intensiven Flurbereinigungen in den Weinbaugebieten und der wasserbaulichen Maßnahmen (Wegfall von Kiesbänken und Abbruchkanten) sowie Bestandsförderungen durch den Ausbau des Eisenbahnnetzes und den Bau von Uferpflasterungen zu betrachten. Die vor allem in den 1970er Jahren intensivierten Rebflurbereinigungen verursachten durch die Beseitigung hunderter Kilometer alter Trockenmauern sicherlich die größten Bestandsrückgänge der Mauereidechse (Fritz 1987, Konold 2007, Laufer et al. 2007 b, Schulte 2008), sodass für den langfristigen Bestandstrend mindestens ein mäßiger Rückgang anzunehmen ist. Wegen einer Abschwächung der langfristig wirksamen Faktoren, insbesondere weil großflächige Flurbereinigungen kaum noch durchgeführt werden, wird im Zeitraum des kurzfristigen Bestandstrends deutschlandweit von stabilen Beständen ausgegangen. Insgesamt ergibt sich die Einstufung in die Rote-Liste-Kategorie „Vorwarnliste“. Es ergeben sich keine Änderungen bei der Einstufung der einzelnen Kriterien und der Rote-Liste-Kategorie. Die Mauereidechse ist vor allem durch folgende Faktoren gefährdet (siehe Laufer & Schulte 2015): Flurbereinigungen und Hangsicherungen in Weinberglagen; Verlust von Trockenmauern, Felsbereichen, Gebüschinseln und Säumen; Beschattung durch Sukzession infolge der Aufgabe des Weinbaus; Baumaßnahmen (z. B. Instandhaltungsmaßnahmen im Gleisbett der Eisenbahn, Einbau von Festbettgleisen, Lärmschutzwände) an Güterbahnhöfen und Bahndämmen; Erschließung von Brachflächen; unsachgemäße Sanierungsmaßnahmen an Ruinen, Burgen und Trockenmauern; genetische Verdrängung durch gebietsfremde genetische Linien im natürlichen Areal. Dieser Prozess ist entlang der Oberrheinebene bereits in vollem Gange (Schulte et al. 2012 c). Von besonderer Relevanz ist diese Gefährdung für die einzigen autochthonen deutschen Vorkommen der Südalpen-Linie von P. m. maculiventris in Südost-Bayern. Für eine anpassungsfähige Art wie die Mauereidechse ist es mit überschaubarem Aufwand möglich, effektive Schutzmaßnahmen durchzuführen (siehe Laufer & Schulte 2015): Erhaltung und langfristige Sicherung trockenwarmer Primärbiotope (lichte felsdurchsetzte Laubwälder, Block- und Geröllhalden sowie Trockenrasen); Wiederzulassen von Fließgewässerdynamik (Sedimentabtrag und -auflandung); Beibehaltung und Wiederaufnahme einer naturverträglichen Weinbergsbewirtschaftung (z. B. tradtionieller kleinparzelliger Terrassenweinbau); Erhaltung und Pflege brachliegender Steinbrüche, Bahndämme, Straßen- und Wegränder; Erhaltung, Freistellung und unter Berücksichtigung von Naturschutzaspekten sachgerechte Sanierung von Mauern, Burgen, Ruinen und Gleisbereichen (Wagner et al. 2015); Erhaltung der genetischen Integrität der heimischen Populationen am Nordrand des Areals: Unterlassen ungeeigneter Schutzmaßnahmen, insbesondere Umsiedlungen eingeschleppter Populationen.
Der Regionalplan Südhessen stellt die Festlegungen der Raumordnung für die Entwicklung der Planungsregion Südhessen dar.
Vorkommen in Baden-Württemberg und der Pfalz sind von denen im Elsass wohl nicht hochgradig isoliert. Gefährdung durch Rückgang des Habitats: Xerothermstandorte mit niedriger Vegetation und traditioneller Großviehbeweidung, Empfindlichkeit gegenüber Medikation von Weidetieren (Antiparasitikum Ivermectin) nachgewiesen ( Wardhaugh et al. 2001, Schoof & Luick 2019). Die Art profitiert möglicherweise kurzfristig von der Klimaerwärmung. Kontinental-mediterrane Art, von Süden her einstrahlend, Trockenheit und Wärme liebend. Nördlich der Mainlinie nicht nachgewiesen. Erster Wiederfund nach zuletzt Baden: Kaiserstuhl, Lilienhof 1935 ( Horion 1958) jetzt: Kaiserstuhl, Schelingen 1992 ( Waßmer et al. 1994), 2007 in der Pfalz (Bienwald) gefunden ( Buse et al. 2013). Nördlicher Vorposten, der evtl. mit Populationen im Elsass in Zusammenhang zu sehen ist, wo die Art lange Zeit (seit 1955) nicht nachgewiesen ( Gangloff 1991), aber 2010 wiedergefunden wurde ( Callot 2020). Aktuell in Baden und in Rheinland-Pfalz, z.B. St. Martin 2012 ( Buse et al. 2013), Leithof 2013 ( Buse et al. 2014) und Mombach, Mainzer Sand 2014-2015 ( Buse et al. 2016a), im Südwesten auch etliche Neufunde (Buse mdl. 2019). Neuerdings auch aus Südhessen belegt: Griesheimer Düne 2017 ( Brenner 2019), Affhöllerbach (Brenzbach) 2019 (Hofmann mdl. 2019). 2020 erstmals auch aus Bayern gemeldet: Lenkersheim und Tennenlohe (Thorn mdl. 2020). Art der offenen Landschaft, in Deutschland in der Ebene und im Hügelland (Köhler brfl. 2008).
Dieser Datensatz beinhaltet INSPIRE-konforme Geodaten des Regionalplans Südhessen im Schema Planned Land Use
Dieser Datensatz beinhaltet INSPIRE-konforme Geodaten des Regionalplans Südhessen im Schema Planned Land Use
Mit der NEED-Plattform werden die Prozesse eines Datenökosystems beschleunigt. Automatisiert werden heterogene energiebezogene Datenquellen zusammengeführt und mittels Ontologien konsistent über die verschiedenen Sektoren sowie zeitliche und räumliche Ebenen verknüpft. In diesem Zusammenhang sollen bestehenden Datenplattformen nicht ersetzt, sondern vielmehr als Quelle in das Ökosystem integriert werden. Neben konventionellen Datenquellen der verschiedenen Planungsebenen sollen dabei auch Möglichkeiten erforscht werden, um Lücken mit synthetischen Daten zu schließen. Die NEED-Plattform ist ein robustes, pflegeleichtes und flexibles Werkzeug zur Planung von Energiemaßnahmen auf verschiedenen räumlichen Ebenen, ohne das Gesamtbild aus dem Blick zu verlieren. Werkzeuge und Modelle der Partner sollen über semantische Anfragen auf die erforderlichen Daten zugreifen, um die jeweiligen (Planungs-)Aufgaben durchzuführen. Der NEED Ansatz für eine transparente Bereitstellung aktueller Daten wird an Anwendungsbeispielen evaluiert. Das Teilvorhaben befasst sich mit der Erstellung einer Wärmeleitplanung für das Versorgungsgebiet in Südhessen als Referenzfall für die Anwendung der NEED-Plattform, in Kooperation mit den Tools der TU Darmstadt, Ableitung von Maßnahmen zur energetischen Quartiersentwicklung.
Ertragsbildung bei organischer oder mineralischer Duengung (gleiche Mengen Gesamt-Stickstoff) unter extremen Standortbedingungen (Sandboden, trocken-warmes Klima); Fruchtfolge: Rotklee, Sommer-Weizen, Kartoffeln, Winterroggen. Stickstoffdynamik und -bilanzierung. Langfristig stabiler Humusgehalt nur bei Rottemist-Duengung mit Anwendung biol-dyn Praeparate; in Boeden dieser Variante groesste mikrobielle Biomasse und hoechste Enzymaktivitaet.
Die Deiche entlang der Modau und des Fanggrabens sind Bestandteil des Hochwasserschutzsystems in Südhessen. Sie gehören zu den Rheindeichsystemen 3 und 4 und schützen die Kommunen Gernsheim, Biebesheim und Stockstadt im Landkreis Groß-Gerau vor den Auswirkungen eines Rheinhochwassers. Grundlage hierfür ist die Verwaltungsvereinbarung zwischen den Ländern Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz vom 28. Februar 1991 (fortgeschrieben am 1. Februar 2002). In dieser Vereinbarung sind die maßgeblichen Bemessungswerte definiert und es ist festgelegt, dass die Deiche ein Bemessungshochwasser von 6.000 m³/s am Pegel Worms zuzüglich eines Freibords aufnehmen müssen. Für die ordnungsgemäße Funktion der Flügeldeiche sind eine ausreichende Deichhöhe, eine stabile Bauweise sowie ein durchgehender, im Hochwasserfall erreichbarer Verteidigungsweg erforderlich. Die durchgeführten geotechnischen Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass die vorhandenen Deichabschnitte diese Anforderungen derzeit nicht in vollem Umfang erfüllen. Insbesondere bestehen Einschränkungen hinsichtlich der Standsicherheit gegenüber dem Bemessungshochwasser, Defizite in der Deichhöhe sowie fehlende durchgehende Verteidigungswege. Das Sanierungsvorhaben umfasst daher den rechtsseitigen Modaudeich von km 0+000 bis -1+427,75 sowie den linksseitigen Fanggrabendeich von km 16+100 bis 19+390. Mit der Planung und Umsetzung wurde das Regierungspräsidium Darmstadt beauftragt. In seiner Funktion als obere Landesbehörde verantwortet es die Koordination und Durchführung von Hochwasserschutzmaßnahmen im Regierungsbezirk.
Früher nicht von Psammoporus sabuleti (Panzer, 1797) unterschieden. Fast alle bisherigen Meldungen von P. sabuleti ( Panzer , 1797) aus Deutschland beziehen sich auf P. mimicus Pittino , 2006 , auch die Einstufung in der alten Roten Liste durch Geiser (1998). Lebensraum stark verändert und verschmutzt, daher extrem selten und hoher Gefährdungsgrad. Saprophag, in Sandböden und Schwemmböden an sauberen Fließgewässern der Mittelgebirge und des Vorlandes ( Rößner 2012). Aktuelle Vorkommen gemeldet aus Hessen: Jossklein bei Marburg 2000 ( Schaffrath 2003a) und Thüringen: Saaletal südlich Jena, Maua 2005/2006, Löbstedt 2006-2010 ( Kopetz et al. 2008, Rößner 2012), Dietlas westlich Merkers, Feldaufer 2013 (Kopetz mdl. 2020). Letzter Nachweis Nordrhein-Westfalen: Köln-Brück 2016 (Köhler mdl. 2019).
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 45 |
| Land | 68 |
| Weitere | 9 |
| Wissenschaft | 28 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Agrarwirtschaft | 1 |
| Daten und Messstellen | 1 |
| Förderprogramm | 29 |
| Hochwertiger Datensatz | 4 |
| Taxon | 11 |
| Text | 62 |
| Umweltprüfung | 6 |
| unbekannt | 5 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 83 |
| Offen | 36 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 119 |
| Englisch | 17 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 19 |
| Datei | 4 |
| Dokument | 57 |
| Keine | 39 |
| Multimedia | 1 |
| Webdienst | 2 |
| Webseite | 59 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 78 |
| Lebewesen und Lebensräume | 119 |
| Luft | 47 |
| Mensch und Umwelt | 113 |
| Wasser | 56 |
| Weitere | 111 |