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Schwerpunktprogramm (SPP) 1889: Regional Sea Level Change and Society (SeaLevel), Teilprojekt: Blue Urbanism für die Anpassung an Meeresspiegeländerung: Globale Trajektorien und spekulative Zukunftsentwürfe in Inselstaaten Südostasiens (BlueUrban)

Der Meeresspiegelanstieg wird üblicherweise als Problem von Risiko und Verwundbarkeit diskutiert, insbesondere in Bezug auf die Inselstaaten Südostasiens. Ein Ergebnis dieser Diskussionen ist die 'Aufrüstung' der urbanen Küstenlinien in der Region, die massive Investitionen für Infrastrukturmaßnahmen zum Schutz vor steigenden Überflutungsrisiken, Subsidenz und anderen damit verbundenen Gefahren nach sich zieht. Parallel dazu findet eine starke ökonomische Aufwertung der Küstengebiete statt, etwa durch die Erschließung für hochwertige Immobilienprojekte und andere Privatisierungsprozesse. Diese Entwicklungen zeigen eine gegensätzliche Realität der zukünftigen Entwicklung von städtischen Küsten auf. Das beantragte Projekt 'Towards Blue Urbanism for Sea Level Change Adaptation' erforscht dieses scheinbare Paradoxon, indem sowohl risikobezogene, als auch solche Lösungsansätze und Paradigmen der Anpassung an Meeresspiegeländerungen Gegenstand der Analyse werden, die stärker als Chance und positive Entwicklungsperspektive wahrgenommen und diskutiert werden. Den empirischen Kern bildet dabei die Fokussierung auf zwei Technologien der Anpassung, die in den letzten Jahren in verschiedenen räumlichen Kontexten an Bedeutung gewonnen haben: multifunktionelle Deiche und schwimmende Inseln und Häuser. Anhand dieser Lösungsansätze werden globale Trajektorien sowie diskursive Verschiebungen und Infragestellungen untersucht, die mit der Verbreitung solcher Technologien einhergehen. Das Forschungsprojekt verbindet dabei Schauplätze der Innovation mit Orten der Weiterverbreitung von Wissen, bis hin zu Orten der Umsetzung der Technologien in den drei Städten Jakarta, Singapur und Manila. Während diese verschiedenen Orte als 'diskursive Räume' konzipiert werden, legt das Projekt besonderes Augenmerk auf die Akteure und Akteurskonstellationen der Wissensdiffusion ('Diskursträger'), sowie die Modi und Bedingungen der Weiterverbreitung ('epistemic channels'). In diesen drei Dimensionen wird untersucht, inwiefern die Anpassung an den Meeresspiegel im 21. Jahrhundert zu einem gewinnträchtigen Investitionsbereich werden kann, der neue Formen des 'blue urbanism' ermöglicht. Auf konzeptioneller Ebene trägt das Projekt damit zu den aktuellen Diskussionen um Mikropolitiken in globalen Wissensnetzwerken bei, sowie zur Rolle von spekulativen Zukunftsentwürfen für die Anpassung urbaner Küstenregionen an Meeresspiegeländerungen.

Monsunvariabilität in SE-China - der Huguang-Maarsee (Huguangyan)

Südchina, insbes. die Provinz Guandong, ist eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Erde. Positive Konsequenz dieser Ballung ist eine äußerst dynamische Wirtschaftsentwicklung, aber gerade diese von subtropischem Monsunklima geprägte Region ist auch immer wieder Ausgangspunkt für sich schnell und zunehmend global ausbreitende epidemische Krankheiten wie zuletzt SARS. Mit der globalen Erwärmung einhergehende Klimaveränderungen könnten sich für diese Region insbesondere durch Veränderungen der Häufigkeit und Intensität tropischer Wirbelstürme, aber auch Änderungen der Niederschlagsmenge- und Intensität bemerkbar machen. Im Gegensatz zu den schon recht umfangreichen Datensätzen aus der Südchinesischen See (SCS) gibt es bisher jedoch nur sehr wenige terrestrische Paläoklimaarchive aus der Region, die Klimaveränderungen während des Holozäns, des Spätglazials oder Glazials hochauflösend dokumentieren. Wir haben deshalb einen an der nördlichen Küste der SCS gelegenen Maarsee ausgewählt, um über die Analyse von Proxydaten aus Seesedimenten solche Paläo-Klimavariationen zu untersuchen. Aus dem Sediment des Huguang-Maarsees wurden mittels Usinger-Präzisionsstechtechnik von einem Floss aus insgesamt 7 Sedimentsequenzen gewonnen, von denen die tiefste bis 57 m unter den Seeboden reicht. Die zeitliche Einstufung der Profile wurde mit Hilfe von 17 Radiokohlenstoff-Datierungen vorgenommen und ergab ein extrapoliertes Maximalalter von ca. 78.000 Jahren. Ein breites Spektrum aus sedimentologischen, geochemischen, paläo- und gesteinsmagnetischen sowie palynologischen Methoden kam sodann zum Einsatz, um die Paläo-Umweltbedingungen, die natürlich immer das entsprechende Klima widerspiegeln, während dieses Zeitraumes zu rekonstruieren. Überraschenderweise ergab sich ein von vielen bekannten Klimaprofilen der Nordhemisphäre (insbes. des Atlantikraumes, aber auch mariner Kerne aus dem Indik und Südostasien) abweichendes Muster. Im Gegensatz zu dem bekannten Grundmuster eines vergleichsweise stabilen Klimas während des Holozäns und stärkerer Schwankungen während des letzten Glazials weisen die Daten aus dem Huguang-Maarsee für das letzte Glazial im Zeitraum zwischen 15.000 und 40.000 Jahren auf relativ stabile Umweltbedingungen hin. Die älteren Bereiche zwischen 40.000 und ca. 78.000 Jahren haben durch Eintrag von umgelagertem Torf eine eher lokale Komponente und sind somit für den regionalen und globalen Vergleich ungeeignet. Das Holozän hingegen zeichnet sich durch hohe Schwankungsamplituden vieler Proxydaten (Karbonatgehalt, magnetische Suszeptibilität, organischer Kohlenstoff, Trockendichte, gesteinsmagnetische Parameter, Redox-Verhältnisse) aus, die auf ein recht variables Klima hinweisen. Besonders interessant ist die Übergangsphase vom Glazial zum Holozän, die bei etwa 15.000 Jahren vor heute in etwa zeitgleich mit dem beobachteten stärksten Meeresspiegelanstieg der Südchinesischen See einsetzt und eine abrupte Intensitätszunahme des Sommermonsuns anzeigt

Sonderforschungsbereich (SFB) 990: Ökologische und sozioökonomische Funktionen tropischer Tieflandregenwald-Transformationssysteme (Sumatra, Indonesien)

In vielen tropischen Gebieten werden Regenwälder gerodet, um Holz und andere Waldprodukte zu gewinnen und Nahrungs-, Futter-, Faser- und Energiepflanzen anzubauen. Häufig wird angenommen, dass beim Roden natürlicher Wälder alle Funktionen und Leistungen des Waldes verloren gehen. Allerdings ist eine vollständige Konservierung in vielen Situationen nicht realistisch und aus ökologischer Sicht möglicherweise auch nicht erforderlich. Überraschenderweise wurden die Determinanten der Abholzung tropischer Regenwälder und die Rolle der daraus entstehenden agrarischen Nutzungssysteme für den Erhalt von Biodiversität und anderen ökologischen und sozioökonomischen Funktionen im Detail bisher nur wenig wissenschaftlich erforscht. Der Sonderforschungsbereich 990 (SFB 990 / EFForTS) verfolgt das Ziel, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse darüber bereitzustellen, wie auf der Landschaftsskala die ökologischen Funktionen tropischer Regenwälder und landwirtschaftlicher Nutzungssysteme erhalten und verbessert werden können, bei gleichzeitiger Steigerung der menschlichen Wohlfahrt. Ebenso verfolgt der SFB die Frage, wie landwirtschaftliche Nutzung und Naturschutz besser integriert werden können. Die Forschung wird in einer der größten Tieflandregenwaldregionen Südostasiens durchgeführt, der Provinz Jambi in Sumatra, Indonesien. Gummi- und Ölpalmenplantagen gehören zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Nutzungssystemen in Jambi. Innerhalb der Provinz wurden zwei Landschaften und 36 Kernflächen für umfassende Analysen ausgewählt, die unterschiedliche Nutzungssysteme und Regenwaldreferenzflächen umfassen. In einer der Landschaften wurden zum Vergleich Flussufer- und nicht-Flussuferbereiche identifiziert. Zudem werden in zwei Experimenten in Ölpalmplantagen der Einfluss von Anreicherungskulturen sowie von unterschiedlichen Dünger- und Pestizidintensitäten erforscht. Bei den Analysen wird eine Vielzahl relevanter Aspekte untersucht und verglichen, z.B. ober- und unterirdische Biodiversität, Bodenfruchtbarkeit, Wasser- und Nährstoffflüsse, Treibhausgasemissionen, sowie wirtschaftliche, soziale, kulturelle und politische Dimensionen der Landnutzungsänderung. Besonderes Augenmerk liegt auf der Analyse von Synergien und Konflikten zwischen den unterschiedlichen ökologischen und sozioökonomischen Funktionen, deren detaillierte Kenntnis eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Agrarsysteme ist. Der SFB wird in enger Kooperation zwischen der Universität Göttingen und verschiedenen Partnerinstitutionen in Indonesien durchgeführt. Dieses Programm zur Erforschung von Transformationsprozessen in tropischen Tieflandregenwäldern ist mit Blick auf die sehr breite interdisziplinäre Ausrichtung und die Landschaftsperspektive international einzigartig.

Nachhaltige Ansätze zur Minimierung von Arsen in Trinkwasser und Reis in Vietnam

Arsen-kontaminiertes Grundwasser stellt eine große Gefahr für zig Millionen von Menschen dar, insbesondere in Süd- und Südost-Asien, durch seine Verwendung als Trinkwasser und für die Bewässerung von Reisfeldern. Das Hauptziel dieses Projekts ist es gemeinsam mit Wissenschaftlern der Stanford University die Menge an giftigem Arsen in den beiden wichtigsten Expositionsquellen, Wasser und Reis, zu reduzieren und zu bestimmen wie i) Arsen effizient mit Wasserfiltern aus dem Trinkwasser entfernt und ii) die Arsenaufnahme durch Reis während der Nasskultivierung reduziert werden kann. Im ersten Teilprojekt planen wir in Vietnam zu untersuchen, unter welchen Bedingungen Wasserfilter Arsen effizient entfernen, wie lange die Filter verwendet werden können und ob gesundheits-schädigende Konzentrationen von Nitrate in den Filtern gebildet werden. Wir werden einen visuell sichtbaren Indikator in den Filtern entwickeln, der es der breiten Bevölkerung erlaubt, ohne analytische Verfahren oder besonderen Bildungsstand zu bestimmen, wann die Effizienz des Filters aufgrund der Sättigung mit Arsen verschwindet und das Filtermaterial ersetzt werden muss. Darüber hinaus werden wir untersuchen, wie das Arsen-verschmutzte Filtermaterial ohne weitere Risiken entsorgt werden kann. Im zweiten Teilprojekt werden wir untersuchen, ob die Stimulation von nitrat-reduzierenden, eisenoxidierenden Bakterien in Reisfeldböden die Arsenaufnahme in Reis reduziert durch die Bindung von Arsen an die gebildeten Minerale. Wir werden bestimmen, wie die Zugabe definierter Mengen an Nitrat helfen kann, gleichzeitig die Arsenaufnahme in den Reis und die Emission des Treibhausgases N2O zu minimieren. Dieses Projekt wird für die Bevölkerung in Arsen-betroffenen Ländern praktische Lösungen bieten, um mögliche Schädigungen durch Arsen und Nitrat zu reduzieren und ihre Gesundheit und Lebenssituation zu verbessern.

Verfahrensentwicklung sowie Untersuchungen zu Dämpf- und Röstprozessen an ausgewählte Bambussortimenten Vietnams

Die thermische und hygrothermische Behandlung vietnamesischer Bambusarten wurde bisher nicht zielgerichtet wissenschaftlich analysiert und keine reproduzierbare Verfahrenstechnik abgeleitet. Ziel der Forschungsarbeiten ist es, Einflussparameter zur gezielten thermischen bzw. hygrothermischen Modifikation des grünen Bambus zu analysieren, Wirkzusammenhänge zwischen diesen Modifikationsparametern und resultierenden physikalischen und chemischen Eigenschaften zu beschreiben und in Modellvorstellungen zu übertragen. Es wird eine zielgerichtete Verfahrenstechnik zur thermischen bzw. hygrothermischen Modifikation von Bambus entwickelt, die auf weitere Bambussortimente Südostasiens übertragbar ist. Hierbei kommt die statistische Versuchsplanung unter Nutzung von Screening-Plänen zum Einsatz. Aus chemischen, physikalischen und strukturellen Untersuchungen werden Wirkzusammenhänge abgeleitet und deren Verallgemeinbarkeit abgeschätzt. Zukünftig führt das Verständnis der Zusammenhänge des Modifikationsprozesses und die Entwicklung eines Verfahrens zur Veredelung von Bambus zu einer deutlichen Erhöhung der Wertschöpfung in Vietnam und beinhaltet somit neben dem wissenschaftlichen Aspekt auch eine perspektivische Entwicklungshilfe.

Schwerpunktprogramm (SPP) 1889: Regional Sea Level Change and Society (SeaLevel), Teilprojekt: Küstennahe und regionale Meeresspiegeländerungen und Subsidenz - Das Gefährungspotential in Indonesien und Südostasien

Klimaänderungen sind als natürliche Phänomene in allen Epochen der Erdgeschichte zu finden. Neben diesen natürlichen Variationen stehen heute zunehmend die anthropogen Änderungen im Fokus der Aufmerksamkeit. Dabei kommt dem Anstieg des Meeresspiegels in der Öffentlichkeit eine herausragende Bedeutung zu, da die gesellschaftlichen und ökonomischen Konsequenzen bereits allgemein sichtbar und spürbar sind. Viele Megastädte der Welt liegen in Küstenregionen und nehmen insgesamt fast ein Drittel der Weltbevölkerung auf. Die durch den Meeresspiegelanstieg verursachte Bedrohung wird zudem durch eine natürliche oder anthropogen verursachte Subsidenz in vielen Fällen noch vergrößert. Somit ist eine umfassende und genaue Bestimmung von Meeresspiegelanstieg und die Bestimmung von Subsidenzraten die Voraussetzung für eine sinnvolle Küstenplanung, Landnutzung und den Erhalt der ökonomischen und ökologischen Lebensgrundlagen. Seit 1991 wird der Meeresspiegel durch Radaraltimeter kontinuierlich und hochgenau erfasst. Ungeachtet dieser langen Zeitspanne fällt es heute immer noch schwer, konsistente Beschreibungen des globalen Meeresspiegels zu liefern. Das Projekt wird die Ursachen in einer fokussierten Region (Südostasien) untersuchen und Lösungsstrategien erarbeiten. Meeresspiegeländerungen werden mittelfristig durch saisonale und jährliche Variationen beeinflusst. Diese Prozesse überlagern die globale Änderung des Meeresspiegels als Rauschen und erschweren somit die Bestimmung von Langzeittrends. Gezeitenpegel, die teilweise seit über 100 Jahren Messungen liefern, sind ein probates Mittel, langfristige Änderungen zu untersuchen und Extremereignisse zu detektieren. GNSS-Sensoren an oder der Nähe von Pegeln erlauben die Ableitung geozentrische Meeresspiegeländerungen und die Trennung von Landdriften (GIA, Subsidenz). Die genaue Bestimmung des Zustandes des Meeresspiegels, die Analyse von GNSS-korrigierten Pegelmessungen und die Erfassung der Subsidenz in Megastädten sind zentrale Forschungsgegenstände und unentbehrlich für die vorausschauende Planung und Entwicklung von Küstensiedlungen. In dem Projekt planen wir (1) die Nutzung und Verbesserung der Datenbasis, bestehend aus Radaraltimetrie, GNSS-Sensoren, Gezeitenpegeln und dem zeitvariablen Schwerefeld, mit dem Ziel, regionale Änderungen des Meeresspiegels und der Subsidenz möglichst präzise zu erfassen; (2) die Variabilität des Meeresspiegels in Südostasien und vor Java/Indonesien zu analysieren und Ursachen dafür zu identifizieren; (3) lokale Änderungen des Meersspiegels aus Pegeln in Südostasien zu untersuchen, und Extremereignissen zu identifizieren, zu analysieren und zu beschreiben; (4) die Informationen mit den Ergebnissen anderer Projekte desselben Zielgebietes zu kombinieren und zu einer konsistenten Beschreibung der Gefährdung durch Meeresspiegelanstieg und Subsidenz von der Messung bis hin zur Auswirkung auf die Gesellschaft für einzelne Städte zu gelangen.

NUR: Polyzentrische Ansätze zum Management urbaner Wasserressourcen in Südostasien, Teilprojekt 3: Integrated Urban Planning

GTS Bulletin: FEAE55 EDZW - Forecast (details are described in the abstract)

The FEAE55 TTAAii Data Designators decode as: T1 (F): Forecast T1T2 (FE): Extended A1A2 (AE): South-East Asia (Remarks from Volume-C: FORECAST (5 DAYS) FOR THE EASTERN ATLANTIC (IN GERMAN))

"FAIRER HANDEL": Ergänzungskapitel zum blauen Ordner "lebengestaltenlernen - Kompetenzen fördern"

Arbeitsblätter [Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] lebengestaltenlernen – Fairer Handel Achtsamkeit FAIRES FRÜHSTÜCK Ein gemeinsames Frühstück mit fair gehandelten Produkten für und mit den Kindern, Erzieher*innen und Eltern zu organisieren, ist eine gute Möglichkeit sich mit dem Fairen Handel und dem Ursprung der Produkte, die wir täglich nutzen, zu beschäftigen. Außerdem unterstreicht es die Ambitionen der Kita, nicht nur über den Fairen Handel zu reden, sondern auch fair gehandelte Produkte zu beziehen. Einige Waren können sicherlich dauerhaft – nicht nur für das Faire Frühstück – in den Kita-Alltag integriert werden. Das könnten zum Beispiel Bananen, Kaffee, Kakao, Tee, Schokolade, Orangensaft, kleine Geschenke oder Spielzeug, etwa kleine Instrumente, sein. Tipp Große betretbare Welt- In der Kita können verschiedene fair gehandelte Produkte des Frühstücks auf einer begehbaren Welt- karte aus LKW-Plane karte dort platziert werden, wo sie angebaut oder hergestellt wurden. Bei Nahrungsmittel aus dem über https://www.das- Weltladen steht fast immer das Ursprungsland auf der Verpackung. Beim gemeinsamen Schlemmen weltspiel.com/ kann über die unterschiedlichen Frühstücksvorlieben und -gewohnheiten gesprochen werden. So erleben die Kinder eine Vielfalt an Produkten und erfahren, dass die meisten davon einen langen Weg bis zu uns zurücklegen. Wenn auch die Eltern der Kinder am Fairen Frühstück teilnehmen, lässt sich ihre Herkunft mit ein- beziehen. Sie können selbst berichten, wo sie oder ihre Familien aufgewachsen sind und was dort häufig zum Frühstück gegessen wird. Dann suchen alle nach den entsprechenden Ländern auf der Weltkarte. Damit entsteht für die Kinder ein Bezug zwischen dem Leben in anderen, zum Teil sehr weit entfernten Regionen und ihrem eigenen Alltag. Tipp Vielleicht können Sie in Ihrer Kita gegen einen kleinen monatlichen Beitrag ein „Faires Bistro“ etablieren, in dem die Kinder gemeinsam frühstücken. Dort können sie regionale, saisonale und fair gehandelte Produkte anbieten. Die Kinder müssten dann keine eigene Brotzeit mitbringen. Vorteile: Alle Kinder bekommen dasselbe Angebot an guten Produkten, der Einkauf in größeren Gebinden spart Verpackung und Müll. Material: Frühstückszutaten, Geschirr, Weltkarte Aktionsraum: Fairer Handel Seite 1 Kommunikative Kompetenz GESPRÄCHSKREIS – WAS IST FAIR? Zum Einstieg in das Thema Fairer Handel bietet sich ein Gesprächskreis mit den Kindern an. Eine Rabengeschichte: „Zwei Raben machen heute einen Ausflug. Es ist ein schöner Tag und sie sind schon eine ganze Weile gelaufen. Jetzt machen sie an einem sonnigen Plätzchen eine Pause. Einer der beiden Raben hat eine Banane dabei und schlägt vor, dass sie sich die Banane teilen. Der andere Rabe hat riesigen Hunger und möchte gerne mehr als die Hälfte der Banane haben. Das findet der erste Rabe aber nicht gerecht. Jetzt fangen sie an, sich zu streiten, denn beide finden die Aufteilung der Banane ungerecht und unfair.“ Anhand der Geschichte kann nun darüber nachgedacht werden, was die Kinder als fair und unfair oder ungerecht erachten. Kinder haben schon früh ein ausgeprägtes Empfinden für Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit. Um darüber zu sprechen, kann die Methode „Philosophieren mit Kindern“ genutzt werden. Beim Philosophieren versuchen die Kinder allein oder gemeinsam mit anderen Antworten darauf zu finden. Diese Antworten sind nicht endgültig, sondern können sich im Ver- lauf des Nachdenkprozesses verändern. Wichtig ist, dass Kinder akzeptieren, dass es beim Philosophieren kein richtig oder falsch gibt. Aktives Zuhören und Nachfragen sind dabei essenziell. Es geht nicht darum, andere vom eigenen Standpunkt zu überzeugen, sondern gegebenenfalls viele Antworten auf eine Frage zu finden. Rolle der Gesprächsleitung: Geeignete Rahmenbedingungen schaffen (vertrauensvolle Atmo- sphäre, wenig Ablenkung, geeignete Gruppengröße und Alter, geeigneter zeitlicher Rahmen). Die Gesprächsleitung fasst Gesprächsmeldungen zusammen, stellt Rückfragen oder versucht zu diffe- renzieren. Sie beteiligt sich jedoch nicht inhaltlich am Gespräch. Seite 2 Material: Geschichte, evtl. Decken und Kissen Aktionsraum: lebengestaltenlernen – Fairer Handel Kommunikative Kompetenz Happy BANANA! ERKUNDEN DER WELTKARTE Kleine Weltenbummler erkunden gemeinsam mit den pädagogischen Fachkräften unsere Erde anhand einer Karte. Sie entdecken, wo sie selbst leben, wo andere Familienmitglieder leben und wie man von einem Land zum anderen reisen kann. Kinder können Entfernungen besser einschätzen, wenn sie sich an Reisen erinnern, etwa in Länder, in denen eine andere Sprache gesprochen wird. Mit Spielzeug-Verkehrsmitteln kön- nen die Kinder markieren, wie man in diese Länder von Deutschland aus reisen kann. Wie lange dauert das? Wie könnte man über das große Meer, den Atlantik, kommen? Ecuador als Hauptanbauland von Bananen wird auf der Weltkarte gesucht. Auch andere Bananenan- bauländer wie Indien, Brasilien, China, die Philippinen, Indonesien, Costa Rica, Mexiko, Thailand, Burun- di, Kolumbien, Vietnam, Guatema- la und Honduras können markiert werden. Die Kinder dürfen nun fair gehandelte Bananenchips auf diese Länder verteilen. Kommen Kinder der Gruppe aus ei- nem dieser Länder, in denen Bananen angebaut werden? War jemand dort im Urlaub? Wie ist dort das Wetter? Es wird deutlich, dass die Bananen in bestimmten Regionen angebaut wer- den, die sich wie ein Gürtel um die Erde ziehen. Das liegt an den Bedin- gungen, die Bananen zum Wachsen benötigen. Bildauswahl und Weltkarte: Fotos und Videos prägen unsere Vorstellungen von anderen Menschen und Ländern. Bei der Bildauswahl ist es daher wichtig, darauf zu achten, dass keine Stereotpye verstärkt werden, sondern Vielfalt zu sehen ist. Ein Beispiel: In Ecuador, einem Land in Südamerika, leben zwar Menschen in Häusern aus Lehm – vor allem auf dem Land –, aber ein Großteil der Bevölkerung wohnt in gemauerten Häusern und Städten. Es gibt viele arme, aber auch wohlhabende Men- schen. So wie die deutsche Gesellschaft nicht durch ein einziges Bild dargestellt werden kann, ist dies auch in anderen Ländern der Fall. Diese Vielfalt gilt es den Kindern zu vermitteln, um damit auch Gemeinsamkeiten zu deren eigenem Leben herzustellen. Weltkarten gibt es in unterschiedlichen Darstellungsarten. Die bekannteste ist die Mercator- Projektion, die winkelgetreu abbildet. Die Peters-Projektion dagegen sieht auf den ersten Blick langgezogen aus, ist aber flächengetreu. Sie stellt die Größenverhältnisse zwischen den Ländern etwas genauer dar. Fairer Handel Seite 3 Bananenanbau: In Südostasien wurden Bananen schon vor etwa drei Jahrtausenden angebaut. Bananen brauchen etwa 25 °C und viel Regen. Daher gibt es Bananenplan- tagen in tropischen Regionen nördlich und südlich des Äquators. Dieses Gebiet wird auch „Bananengürtel“ genannt. Heute werden in etwa 100 verschiede- nen Ländern Bananen angebaut. Weltweit leben viele Millionen Menschen von ihrem Anbau und Handel. Die meisten Bananen, die exportiert werden, kommen aus Ländern in Mittel- und Südamerika wie Ecuador oder Costa Rica. Der Bananenex- port spielt für die lokale Wirtschaft dieser Länder eine enorme Rolle. Material: Weltkarte, Bananenchips aus Fairem Handel, Spielzeug (Autos, Fahrräder, Zug, Schiff und Flugzeug), Fotos einer Bananenstaude Aktionsraum: lebengestaltenlernen – Fairer Handel Motorische Kompetenz Happy BANANA! Die schnellste Banane der Welt Die Kinder sitzen im Kreis und müssen eine Banane so schnell wie möglich mit den Füßen weitergeben. Alle ziehen die Schuhe aus und setzen sich im Kreis auf den Boden. Jedes Kind darf vor dem Spiel die Banane einmal mit den Füßen halten. Wie fühlt sich die Bananenschale in den Füßen an? Ist sie kalt oder warm? Glatt oder rau? Ist es einfach, sie mit den Füßen festzuhalten? Auf ein Signal hin be- ginnen die Kinder, eine Banane von einem zum anderen weiterzugeben. Je nachdem, wie fit die teilnehmenden Kinder sind, können die Hände zu Hilfe genommen werden. Klappt die Weitergabe gut, kann die Zeit gestoppt werden. Vielleicht schafft die Gruppe einen eigenen Rekord? Das Spiel kann in beide Richtungen durchgeführt werden. Tipp Die in Mitleidenschaft gezogene Banane wird nach dem Spiel als Stärkung zu einem Bananenshake gemixt! Material: Bananen Aktionsraum: Fairer Handel Seite 4 lebengestaltenlernen – Fairer Handel Motorische Kompetenz Happy BANANA! Vom Pflänzchen bis zum Export In einem Bananenparcours können die Kinder spielerisch den Anbau, die Ernte und den Transport von Bananen nachempfinden. Station 1: Traumreise in den Bananenwald Die Kinder setzen oder legen sich gemütlich hin und schließen die Augen. Dann hören sie diese Geschichte: „Stell dir vor, du bist in einer Art Wald, in dem es sehr warm ist. Es gibt viele hohe Bäume und Pflanzen und es ist fast kein Durchkommen zwischen den Pflanzen. Es riecht nach Erde, Blüten und manchmal auch ein bisschen süßlich. Sonnenlicht strahlt durch die Blätter. Du hörst verschie- dene Geräusche, Vogelgezwitscher, Rascheln und Plätschern. Du stehst vor einer Finca, das ist ein Haus, zu dem auch ein großer Garten und ein Stück Wald gehören. Vor dem Haus wachsen Bananen, Kakao und verschiedene andere Pflanzen. Du bist jetzt auf der Suche nach deiner Bananenpflanze. Sie ist drei Meter hoch, 30 Zentimeter dick und besteht aus vielen eng aneinanderliegenden Bananenblättern, die fast wie ein Baumstamm aussehen. Damit deine Bananenstaude gut wachsen kann, braucht sie Platz. Deshalb entfernst du kleinere Pflanzen um sie herum. Außerdem braucht deine Staude regelmäßig Wasser. Also gießt du sie. Jetzt geht es deiner Bananenstaude richtig gut. Unter dem Blätterdach der Stauden ist es ange- nehm schattig und kühl. Bald kannst du Bananen ernten.“ Station 2: Bananen ernten Die Bananenstaude kann bis zu sechs Meter hoch werden. Wenn sie einige Zeit gewachsen ist, bekommt sie Blüten. Aus diesen Blüten wachsen die Bananenfrüchte. Erst ganz klein, dann immer größer. Und ganz schön viele! Die Bananen wachsen in Büscheln. Jedes Büschel hat etwa 14 „Ba- nanenhände“. Und diese Bananenhände haben wiederum 10 bis 20 einzelne Bananenfrüchte. Jetzt müssen die Bananen von den hohen Stauden geerntet werden. Je nach Alter der Kinder können echte Bananenbüschel oder andere Gegenstände (z.B. Sandsäck- chen) an einer Leine oder der Sprossenwand aufgehängt werden. Die Kinder haben nun die Auf- gabe, gemeinsam zu ernten. Station 3: Bananenhandel Die Bananen werden geerntet, wenn sie noch grün sind, und werden erst später reif und süß. Nach der Ernte werden sie auf die Waage gelegt. Die vielen Bananen sind ganz schön schwer. Die Arbeiter*innen bekommen dann ihren Lohn ausbezahlt. In einem Spiel können die Kinder in kleinen Gruppen als Bananenbauern möglichst viele Bananen sammeln und abwiegen. Die Erwachsenen verteilen den Lohn und sind dabei auch unfair. Damit kommt man zurück auf die Frage „Was ist fair?“. Station 4: Bananentransport Jetzt müssen die Bananen noch zum Hafen, übers Meer und dann in den Supermarkt. Eine volle Bana- nenkiste wiegt knapp 18 Kilogramm. Das ist in etwa so viel wie ein Kind wiegt. Die Kinder können sich in der Kiste gegenseitig durch einen kleinen Hindernisparcours bis zum Hafen transportieren. Am besten klappt das auf einem Rollbrett oder einem kleinen Teppich. Material: Bananenstaude aus Papier oder Pappmaschee, leere Bananen- kisten aus dem Supermarkt, Personenwaage, Schnur, Bana- nenbüschel oder Sandsäckchen, Decken oder Matten Aktionsraum: Fairer Handel Seite 5

GTS Bulletin: FEAE75 EDZW - Forecast (details are described in the abstract)

The FEAE75 TTAAii Data Designators decode as: T1 (F): Forecast T1T2 (FE): Extended A1A2 (AE): South-East Asia (Remarks from Volume-C: FORECAST (5 DAYS) FOR THE EASTERN ATLANTIC (IN ENGLISH))

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