In diesem Fachthema werden Flächen mit unterschiedlichen Bodenbelastungen (Schwermetallbelastungen) dargestellt. Die Schadstoffeinträge in die Böden sind darauf zurückzuführen, dass im Harz über Jahrhunderte Erze abgebaut und verarbeitet wurden. Dabei gelangten anorganische Schadstoffe wie Blei, Cadmium, Zink und Arsen in die Flüsse, die im Harz entspringen, und über den Wasserpfad auch in die Böden der historischen Flussauen. Räumlich betroffen sind vor allem: • der Harz selbst (Landkreise Goslar und Göttingen) • die Innerste-Aue (Landkreise Hildesheim und Wolfenbüttel, Städte Hildesheim und Salzgitter) • die Oker-Aue (Landkreise Wolfenbüttel und Gifhorn, Stadt Braunschweig) • und die Allerniederung (Landkreise Celle, Gifhorn und Soltau-Fallingbostel, Stadt Celle). Die Nutzung der betroffenen Flächen erfordert eine besondere Aufmerksamkeit, damit die Schadstoffe nicht zu Risiken für die menschliche Gesundheit führen oder eine Beeinträchtigung weiterer Böden bewirken. Dies gilt insbesondere für folgende Nutzungsarten: • Aufenthalt im Wohnumfeld (Hausgärten), • Freizeitaktivitäten, insb. auf Kinderspielflächen, • Landwirtschaft und Gartenbau, • Baumaßnahmen und Gewässerunterhaltung, durch die Bodenmaterial und Baggergut anfallen. In den belasteten Gebieten werden zahlreiche Menschen und Institutionen von der Problematik berührt: Haus- und Grundbesitzer, Landwirte, planende Gemeinden, Bauunternehmen, Abfallbehörden, Träger der Gewässerunterhaltung u.a.. Die Karte bietet eine räumliche Übersicht über die Erkenntnisse, für die die zuständigen Bodenschutzbehörden bereits verbindliche Regelungen zu den Bodenbelastungen erarbeitet und in Bodenplanungsgebietsverordnungen gefasst haben. Auf den Internetseiten der Behörden (Städte Hildesheim, Salzgitter, Braunschweig und Landkreise Hildesheim und Goslar) finden Sie weitere Einzelheiten über die geltenden Vorschriften. Für andere Gebiete sind 'Erwartungsflächen für Bodenbelastungen‘ dargestellt, auf denen nach dem gegenwärtigen Erkenntnisstand vor dem Hintergrund geowissenschaftlicher Erkenntnisse mit erhöhten Schadstoffgehalten im Boden zu rechnen ist. Bei diesen Gebietsdarstellungen handelt es sich zwangsläufig um vergröbernde Abschätzungen. Bei einer detaillierten Untersuchung einzelner Punkte oder Flächen können sich in den betreffenden Gebieten erhebliche Unterschiede im Schadstoffgehalt ergeben. Einige Flächen können auch unerhebliche Belastungen aufweisen.
Die Hydrogeologische Übersichtskarte von Niedersachsen 1 : 500 000 - Grundwasserbeschaffenheit: Chloridgehalt zeigt die Auswertung einer repräsentativen Auswahl von Chloridkonzentrationen aus der Labordatenbank des LBEG. Die über einen Zeitraum von 1967 bis 2000 erhobenen Daten wurden zweifach gemittelt. Bei Grundwasser-Messstellen mit Mehrfachanalysen wurden Mittelwerte der jeweils vorliegenden Untersuchungsergebnisse gebildet. Zusätzlich wurden die Werte aller Probenahmestellen in einem Radius von 2000 m einer weiteren Mittelwertbildung unterzogen. Die Einteilung der Klassen erfolgt unter Berücksichtigung des Geringfügigkeitsschwellenwertes (GFS) bzw. des Grenzwertes der Trinkwasserverordnung (TVO) von 250 mg/l. Erhöhte Konzentrationen, die eindeutig auf punktförmige anthropogene Einträge (z.B. Altdeponien, Bergbauhalden) zurückzuführen sind, werden im Rahmen dieser Übersichtskarte nicht wiedergegeben. Die Chloridgehalte sind in Tiefenstufen ohne Bezug zur lokalen hydrogeologischen Situation dargestellt. Die Stabdiagramme im rechts gezeigten Beispiel spiegeln Ergebnisse für die Tiefenstufen bis 20 Meter, über 20 bis 50 Meter, über 50 bis 100 Meter und über 100 bis 200 Meter wieder. Ein Vergleich von Werten ist daher ohne Berücksichtigung der jeweiligen hydrogeologischen Situation (z.B. hydrogeologischer Stockwerksbau) ebenso wie die Heranziehung der Daten für Detailuntersuchungen nicht zulässig. Die niedrigsten Chlorid-Konzentrationen Niedersachsens finden sich im Harz und im Solling mit 5 – 10 mg/l und in der Lüneburger Heide mit 10 – 30 mg/l. Gehalte über 50 mg/l lassen sich durch den Eintrag aus der Atmosphäre und die Anreicherung durch Evapotranspiration im Allgemeinen nicht erklären und sind in der Regel auf eine geogene oder anthropogene Versalzung des Grundwassers zurückzuführen. Sehr starke geogen bedingte chloridische Versalzung des Grundwassers findet sich in Niedersachsen vor allem an der Küste und im Mündungsbereich von Elbe, Weser und Ems (Küstenversalzung durch Meerwasser) mit Konzentrationen von 15.000 – 16.000 mg/l. Außerhalb der Bereiche der Meerwasserversalzung liegen die Chloridgehalte nahe der Küste zwischen 30 und 50 mg/l. Eine weitere Ursache für geogen bedingte Versalzung des Grundwassers ist die Ablaugung von Salzgesteinen im Untergrund. Ein Beispiel dafür sind erhöhte Chlorid-Konzentrationen, die häufig in Niederungsbereichen von Flüssen (z.B. Elbe bei Lauenburg und Gorleben, Jeetzel, Wümme) auftreten und die auf aufsteigende Ablaugungswässer von Salzstrukturen zurückzuführen sind. Auch bei Hannover (Ronnenberg, Sarstedt), Salzgitter, Braunschweig (Wolfenbüttel; Asse) und im Niedersächsischen Bergland sind kleinräumige Versalzungen häufig in der Nähe von Salzstöcken anzutreffen. Erhöhte Chlorid-Konzentrationen befinden sich darüber hinaus in Bereichen des niedersächsischen Berglandes, in denen Salinarfolgen (Zechstein, Oberer Buntsandstein, Mittlerer Muschelkalk, Mittlerer Keuper, Münder-Mergel des Oberen-Jura) oberflächennah vorkommen. Nördlich von Hannover führt der Einfluss von marinen Tonsteinablagerungen der Unterkreide zur Erhöhung des Chloridgehaltes auf 50 – 100 mg/l in den geringmächtigen quartären Ablagerungen.
Ausgehend von der 50000 Jahre alten Siedlungsgeschichte Salzgitters bestand von vielen Schulklassen aller Altersstufen und Schularten, aber auch von Kindergartengruppen die Nachfrage nach zielgerichteten Führungen zum Thema 'Steinzeit'. In der ur- und frühgeschichtlichen Dauerausstellung '50000 Jahre Leben in Salzgitter' sind regional relevante Inhalte dazu vorhanden. Ausstellungsstücke mit entsprechenden Erläuterungen, großformatige Bilder sowie ein Filmbeitrag laden ein, sich mit der Steinzeit und den Neandertalern in Salzgitter zu beschäftigen. Dieser Themenkomplex ist jedoch ohne Kenntnisse der Lebensbedingungen, des Klimas sowie der Ökologie jener Zeit, nicht umfassend zu erklären, so dass in den Führungen auch die Eiszeit sowie der Klimawandel auf der Erde erläutert wurde. Aus dieser Arbeit heraus ergab sich der Wunsch nach einem Außenbereich, in dem man einerseits die eiszeitliche Umwelt vor 50.000 Jahren in Salzgitter erfahren sowie außerdem die steinzeitliche Lebensweise von Jägern und Sammlern ausprobieren könnte. Dies sollte in einer naturnah gestalteten, eiszeitlichen Landschaft umgesetzt werden. Wir nahmen uns deshalb vor, einen Landschaftsbereich anzulegen, der sich nah an die Umweltbedingungen vor 50.000 Jahren in Salzgitter anlehnen sollte. Pollenanalysen aufgrund der Ausgrabungsergebnisse in der Freilandstation von Salzgitter-Lebenstedt, An der Krähenriede, Tierknochenfunde und geologische Aufschlüsse bildeten die Grundlage für dieses Vorhaben, welches den Titel 'EISZEITGARTEN' erhielt. Im Eiszeitgarten erfährt der Besucher, wodurch Landschaft und Lebewelt im Verlauf des Quartärs geprägt und beeinflusst wurden und wie sich Menschen an ihre spezifische Umwelt anpassten. Es besteht außerdem die Möglichkeit, sich in einer nahezu authentischen eiszeitlichen Umwelt über Themenkomplexe wie Wetter, Klima, Klimawandel sowie die Lebensweise von Neandertalern zu informieren. Dem Besucher wird in Führungen die Gelegenheit gegeben, steinzeitliche Techniken auszuprobieren: Feuer machen, Feuerstein schlagen, Kochen in Fellgruben. Insofern zielt der Eiszeitgarten auf eine neuartige Dimension von Museumspräsentation sowie museumspädagogischer Arbeit ab: zusätzlich zur herkömmlichen Ausstellung der historischen Originale in Vitrinen eine Freiluft-Ausstellung der ursprünglichen Umwelt mit Aspekten zur Lebensweise in Salzgitter vor 50.000 Jahren. Nach der Eröffnung des Eiszeitgartens am 2. Juli 2006 fanden anschließend unsere 'Eiszeitwochen' statt. Für diese besonderen Projekttage hatten sich 540 Schüler in 21 Gruppen der Klassenstufen 3-8 angemeldet. Das Projekt gliederte sich in zwei Angebote: - Wann kommt die nächste Eiszeit? Leben im eiszeitlichen Klima und - Wollschal oder Badehose - Wie wird das Wetter morgen? In diesen Angeboten ging es darum, die inhaltliche Bandbreite des Eiszeitgartens in thematischer sowie chronologischer Hinsicht auszuschöpfen. usw.
Grundwasser ist die Hauptquelle für Trinkwasser in Niedersachsen. Zugleich ist es durch die intensive Bodennutzung im Land belastet. Mit insgesamt 17 neuen Trinkwasserschutzverträgen im Gesamtwert von 22,7 Millionen Euro fördert das Land Niedersachsen in den kommenden fünf Jahren erneut und kontinuierlich regionale Bemühungen um einen vorsorgenden Grund- und Trinkwasserschutz. Vertragspartner sind der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und Wasserversorgungsunternehmen in ganz Niedersachsen. Grundwasser ist die Hauptquelle für Trinkwasser in Niedersachsen. Zugleich ist es durch die intensive Bodennutzung im Land belastet. Mit insgesamt 17 neuen Trinkwasserschutzverträgen im Gesamtwert von 22,7 Millionen Euro fördert das Land Niedersachsen in den kommenden fünf Jahren erneut und kontinuierlich regionale Bemühungen um einen vorsorgenden Grund- und Trinkwasserschutz. Vertragspartner sind der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und Wasserversorgungsunternehmen in ganz Niedersachsen. „Wasser ist Leben! Sauberes Trinkwasser für alle ist gerade in der Klimakrise existentiell. Dazu bauen wir die Trinkwasserschutzmaßnahmen in Wasserschutzgebieten in Kooperation mit den Wasserversorgern und der Landwirtschaft deutlich aus, um jetzt und in Zukunft unsere Grundwasserkörper zu sichern. 85 Prozent des Trinkwassers im Flächen- und Agrarland Niedersachsen werden aus Grundwasser gewonnen. Landwirtschaft, Land und Wasserversorger stehen gemeinsam in der Verantwortung, diese wichtige Ressource zu schützen und für die Zukunft zu sichern. Mit der erneuten millionenschweren Förderung im Rahmen der Trinkwasserschutzverträge bekennt sich das Land klar dazu, diese Herausforderung gemeinsam und kooperativ anzugehen“, kommentiert Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer den Abschluss der neuen Vereinbarungen. Im Rahmen des „Niedersächsischen Kooperationsmodells Trinkwasserschutz“ arbeiten Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und weitere Akteure seit Anfang der neunziger Jahre gemeinsam daran, die Qualität der wichtigen Ressource Wasser zu verbessern. Trinkwasserschutzverträge sind ein wesentliches Instrument. Dabei werden regionalen Trinkwasserschutzkooperationen über die Verträge Fördermittel für einen jeweils fünfjährigen Zeitraum zur Verfügung gestellt. „Die Förderung basiert auf sogenannten Schutzkonzepten. Diese Konzepte stellen die fachliche Grundlage für die im Projektzeitraum umzusetzenden Maßnahmen dar. Es geht dabei vorrangig um die Reduzierung von landwirtschaftlichen Nitrat- und Pflanzenschutzmitteleinträgen ins Grund- und Trinkwasser“, erklärt Thorsten Hartung, Aufgabenbereichsleiter Grundwasser beim NLWKN in Braunschweig. Laufend durchgeführte Untersuchungen des Bodens und der Grundwassergüte zeigen immer wieder: die landwirtschaftliche Nutzung ist eine Hauptquelle für Nitratbelastungen des Grundwassers in Niedersachsen. 59 Trinkwassereinzugsgebiete im Fokus 59 Trinkwassereinzugsgebiete im Fokus In den jetzt neu abgeschlossenen Verträgen stehen die Gewässerschutzberatung der Landwirtschaft und der Abschluss von freiwilligen Vereinbarungen zum Vertragsgewässerschutz im Fokus. Das umfassende Beratungsangebot im Rahmen der Gewässerschutzberatung richtet sich an einzelne oder mehrere landwirtschaftliche Betriebe. Dabei werden zum Beispiel vielfältige Boden- und Pflanzenanalysen aufbereitet und kostenlos zur Verfügung gestellt. Ziel ist eine möglichst gewässerschonende Landbewirtschaftung. Der Abschluss von freiwilligen Vereinbarungen etwa zum Anbau bestimmter Feldfrüchte, zur Etablierung von Brachen oder Zwischenfrüchten oder zur reduzierten Stickstoff-Düngung ergänzt das Beratungsangebot. Es ermöglicht die Umsetzung von Maßnahmen, die für die landwirtschaftlichen Betriebe mit wirtschaftlichen Nachteilen verbunden wären. Von den 17 neuen Verträgen betroffen sind insgesamt 59 Trinkwassereinzugsgebiete mit rund 2.200 landwirtschaftlichen Betrieben und 67.000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche. Und damit nicht genug: „Die jetzt vertraglich gesicherte Fördersumme wird mit großer Wahrscheinlichkeit 2029 und 2030 noch einmal aufgestockt, so dass am Ende eine Fördersumme von fast 25 Millionen Euro für den vorsorgenden Grund- und Trinkwasserschutz bereitgestellt werden kann“, so Hartung. Neben den jetzt ab 2026 neu abgeschlossenen Verträgen existieren landesweit bereits 51 weitere laufende Verträge, die sich derzeit in unterschiedlichen Projektphasen befinden. Ein typisches Angebot im Rahmen der Gewässerschutzberatung ist der sogenannte Düngerstreuer-Check. Ziel ist eine bessere Nährstoffversorgung bei geringeren negativen Umwelteffekten (Bild: Ingus). Durch eine Begrünung von Ackerflächen auch im Winter kann ein Auswaschen überschüssiger Nährstoffe ins Grundwasser verhindert werden (Bild: Ingus). Mit diesen Wasserversorgern wurden 2026 neue Trinkwasserschutzverträge geschlossen: Mit diesen Wasserversorgern wurden 2026 neue Trinkwasserschutzverträge geschlossen: 1. Hamburger Wasserwerke GmbH 2. Wasserverband Hümmling 3. TAV Bourtanger Moor 4. Wasserverband Weddel-Lehre 5. Salzgitter Flachstahl GmbH 6. LSW Netz GmbH & Co. KG 7. Stadtwerke Delmenhorst GmbH 8. Verkehr und Wasser GmbH 9. Wasser- und Abwasserverband Osterholz 10. Wesernetz Bremen GmbH 11. Wasserversorgungsverband Rotenburg-Land 12. Stadtwerke Soltau GmbH & Co KG 13. Stadtwerke Böhmetal GmbH 14. Wasserverband Nordschaumburg 15. Wasserverband Bremervörde 16. Wesernetz Bremerhaven GmbH 17. Trinkwasserverband Stader Land
In diesem Fachthema werden Flächen mit unterschiedlichen Bodenbelastungen (Schwermetallbelastungen) dargestellt. Die Schadstoffeinträge in die Böden sind darauf zurückzuführen, dass im Harz über Jahrhunderte Erze abgebaut und verarbeitet wurden. Dabei gelangten anorganische Schadstoffe wie Blei, Cadmium, Zink und Arsen in die Flüsse, die im Harz entspringen, und über den Wasserpfad auch in die Böden der historischen Flussauen. Räumlich betroffen sind vor allem: • der Harz selbst (Landkreise Goslar und Göttingen) • die Innerste-Aue (Landkreise Hildesheim und Wolfenbüttel, Städte Hildesheim und Salzgitter) • die Oker-Aue (Landkreise Wolfenbüttel und Gifhorn, Stadt Braunschweig) • und die Allerniederung (Landkreise Celle, Gifhorn und Soltau-Fallingbostel, Stadt Celle). Die Nutzung der betroffenen Flächen erfordert eine besondere Aufmerksamkeit, damit die Schadstoffe nicht zu Risiken für die menschliche Gesundheit führen oder eine Beeinträchtigung weiterer Böden bewirken. Dies gilt insbesondere für folgende Nutzungsarten: • Aufenthalt im Wohnumfeld (Hausgärten), • Freizeitaktivitäten, insb. auf Kinderspielflächen, • Landwirtschaft und Gartenbau, • Baumaßnahmen und Gewässerunterhaltung, durch die Bodenmaterial und Baggergut anfallen. In den belasteten Gebieten werden zahlreiche Menschen und Institutionen von der Problematik berührt: Haus- und Grundbesitzer, Landwirte, planende Gemeinden, Bauunternehmen, Abfallbehörden, Träger der Gewässerunterhaltung u.a.. Die Karte bietet eine räumliche Übersicht über die Erkenntnisse, für die die zuständigen Bodenschutzbehörden bereits verbindliche Regelungen zu den Bodenbelastungen erarbeitet und in Bodenplanungsgebietsverordnungen gefasst haben. Auf den Internetseiten der Behörden (Städte Hildesheim, Salzgitter, Braunschweig und Landkreise Hildesheim und Goslar) finden Sie weitere Einzelheiten über die geltenden Vorschriften. Für andere Gebiete sind 'Erwartungsflächen für Bodenbelastungen‘ dargestellt, auf denen nach dem gegenwärtigen Erkenntnisstand vor dem Hintergrund geowissenschaftlicher Erkenntnisse mit erhöhten Schadstoffgehalten im Boden zu rechnen ist. Bei diesen Gebietsdarstellungen handelt es sich zwangsläufig um vergröbernde Abschätzungen. Bei einer detaillierten Untersuchung einzelner Punkte oder Flächen können sich in den betreffenden Gebieten erhebliche Unterschiede im Schadstoffgehalt ergeben. Einige Flächen können auch unerhebliche Belastungen aufweisen.
Messübung 2018 in Tschornobyl (Videotagebuch) Üben für den Ernstfall: Vom 3. bis zum 7. September 2018 führte das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) zusammen mit der ukrainischen Atomaufsichtsbehörde (State Nuclear Regulatory Inspectorate of Ukraine) eine Messübung in der 30-Kilometer-Zone um das Kernkraftwerk in Tschornobyl (Russisch: Tschernobyl), Ukraine, durch. D. Esch, S. Seifert und H. John (BfS) Drei Teilnehmer des BfS berichteten in kurzen Videos von der Übung: Dr. Stefan Seifert ist Physiker und arbeitet als wissenschaftlicher Referent im BfS in Freiburg. Als Übungsleitung begleitete er die Übung. Dr. Daniel Esch ist Physiker und arbeitet als wissenschaftlicher Referent im BfS in Salzgitter. In der Übung übernahm er die Rolle des Einsatzleiters und berichtete aus dieser Perspektive. Hermann John ist In-situ-Techniker im BfS in Rendsburg. Als Übungsteilnehmer leitete er ein Messteam, mit dem er im Übungsgelände unterwegs war. Messung der Ortsdosisleistung und Aufbau eines Gammaspektrometers in Schutzausrüstung Selbst 32 Jahre nach dem Reaktorunfall von Tschornobyl werden in der 30-Kilometer-Zone um das dortige Kernkraftwerk immer noch erhöhte Strahlungswerte verzeichnet. Im Rahmen einer Messübung trainierte das BfS vom 3. bis 7. September 2018 dort in einer radioaktiv kontaminierten Umwelt den Ablauf mobiler Messungen, die Koordinierung von Messteams und die Übertragung und Auswertung der ermittelten Daten. In der Messübung wurde die Situation nach einem Unfall in einem Kernkraftwerk simuliert. Vor Ort waren die einzelnen Messteams teilweise mit Schutzanzügen und Atemschutzmasken in Fahrzeugen oder zu Fuß mit rucksackgestützten Messsystemen im Einsatz, um die Ortsdosisleistung und die Bodenkontamination an unterschiedlichen Orten innerhalb der Sperrzone von Tschornobyl (Russisch: Tschernobyl) zu erfassen. Die so gewonnenen Messdaten wurden per mobiler Datenübertragung nach Deutschland übermittelt, wo sie in der Messzentrale des BfS weiterverarbeitet und für ein radiologisches Lagebild ausgewertet wurden. Videotagebuch In einem Videotagebuch berichteten die BfS -Mitarbeiter Daniel Esch, Hermann John und Stefan Seifert von der Übung. 10. September 2018: Fazit Daniel Esch: "Es ist jetzt Montagmorgen und alle Teilnehmer sind nach Berlin zurückgekehrt. Aus Sicht der Einsatzleitung war die Messübung ein voller Erfolg. Insbesondere hat die Kommunikation mit dem Messteams hervorragend geklappt. Und auch alle Messaufträge wurden durchgeführt." Hermann John: "Aus meiner Sicht kann ich sagen, dass vor Ort im Feld alle Messgeräte und Fahrzeuge einwandfrei funktioniert haben. Die Datenübertragung hat geklappt und auch die Zusammenarbeit mit den ukrainischen Teams vor Ort klappte super." Stefan Seifert: "Aus Sicht der Übungsleitung muss ich auch sagen, die Übung war ein voller Erfolg. Die Übungsziele wurden erreicht, und was natürlich das Wichtigste ist: Alle Teilnehmer sind gesund und wohlbehalten in Berlin wieder angekommen. Es gab keine Unfälle, es hat sich keiner kontaminiert, und auch die Inkorporationsmessungen sind jetzt abgeschlossen, und wir wissen, dass es keine Inkorporationen gab." 9. September 2018: Ankunft in Berlin-Karlshorst Daniel Esch: "Es ist jetzt Sonntagabend kurz nach halb sieben, und gerade ist das letzte Fahrzeug des BfS in Berlin angekommen. Hinter mir findet noch eine kurze Abschlussbesprechung statt, bevor dann alle Teilnehmer zurück zu ihren Hotelzimmern fahren. Morgen werden dann alle nochmal zur Dienststelle kommen, um eine abschließende Ganzkörpermessung durchzuführen." 8. September 2018: Abfahrt aus Tschernobyl Daniel Esch: "Es ist jetzt Samstagmorgen, 8 Uhr, und wir haben uns gerade formiert, um die Stadt Tschernobyl in der Sperrzone zu verlassen. In etwa einer halben Stunde werden wir den äußeren Kontrollposten passieren und dann weiter Richtung ukrainisch-polnische Grenze fahren, die wir nach etwa 500 Kilometern erreichen werden." 7. September 2018: Ein Besuch in Reaktorblock 3 Daniel Esch: "Ich befinde mich hier in Reaktorblock 3 des Kernkraftwerks in Tschernobyl. Dieser Reaktorblock wurde auch nach der Katastrophe von 1986 noch bis in das Jahr 2000 weiterbetrieben, und lieferte auch solange Elektrizität für die Ukraine." 7. September 2018: Messgeräte werden für den Transport nach Deutschland verpackt Daniel Esch: "Hallo, es ist jetzt Freitagmorgen, und gestern wir haben unsere Messkampagne in der Sperrzone von Tschernobyl erfolgreich beendet. Hinter mir wird gerade die Messausrüstung in die mitgebrachten Kisten gepackt und zum Abtransport mit der Spedition vorbereitet. Wir werden morgen früh in Richtung Deutschland aufbrechen und am Sonntagabend wieder in Berlin-Karlshorst eintreffen." 6. September 2018: Mobiles Messen in der verlassenen Stadt Prypjat Daniel Esch: "Hallo, ich befinde mich hier in der verlassenen Stadt Prypjat in der Sperrzone von Tschernobyl. Hinter mir sehen Sie Gebäude, die nach dem Reaktorunglück 1986 evakuiert werden mussten. Wir trainieren hier heute das mobile Messen in urbanen Gebieten und werden an ausgewählten Punkten gammaspektrometrische Messungen vornehmen, um den Nuklidvektor der damals deponierten Radioaktivität zu ermitteln." 6. September 2018: Der verlassene Jahrmarkt in Prypjat Stefan Seifert: "Hallo, herzlich willkommen zu unserem Videotagebuch. Wir sind hier in Prypjat, das ist eine kleine Stadt, die etwas nördlich des verunglückten Reaktors in Tschernobyl liegt. Wir haben auch hier Messungen durchgeführt, unter anderem In-Situ-Messungen und Messungen der Ortsdosisleistung, und ich stehe jetzt gerade vor einem der, wenn man so will, Wahrzeichen. Das ist ein Bild, das wahrscheinlich jeder kennt, ein alter Jahrmarkt mit einem Riesenrad, das dann natürlich so stehen geblieben ist, wie es eben nach der Katastrophe verlassen werden musste." 5. September 2018: Dekontamination eines LKW Daniel Esch: "Hallo, ich befinde mich hier in der zentralen Dekontaminationshalle des Sperrgebiets Tschernobyl. Hinter mir wird gerade ein LKW dekontaminiert, bei dem bei der Ausfahrtkontrolle eine unzulässige Kontamination festgestellt wurde. Hier wird er nach einer erneuten Ausmessung komplett dekontaminiert und danach zur Weiterfahrt freigemessen." 5. September 2018: Messungen im Feld Hermann John: "Hallo, heute ist der 5.9., Tag 3 der Tschernobyl-Messübung, und wir befinden uns hier im Feld. Nachdem wir gestern großräumig die Lage mobil mit den Fahrzeugen ermittelt haben, lautet die heutige Messaufgabe, die Durchführung von In-Situ-Messungen und die Bestimmung der Ortsdosisleistung durch mobile Messtrupps zu prüfen." 4. September 2018: Zwischenfazit aus der Übungsleitung Stefan Seifert: "Hallo, herzlich willkommen zu unserem Videotagebuch. Ich melde mich hier aus unserem Hotel in Tschernobyl, wo wir einen kleinen Raum für die Einsatzleitung eingerichtet haben, die heute unseren ersten richtigen Messtag begleitet hat. Das ist aus Sicht der Übungsleitung sehr gut gelaufen. Die Einsatzleitung hatte ein bisschen mit der Datenübertragung der Messteams zu kämpfen, die natürlich die Daten übertragen müssen, so dass die Einsatzleitung live mitverfolgen kann, wo unsere Messteams gerade sind. Wie gesagt, da gab es ein paar Probleme, aber ansonsten hat die Einsatzleitung das aus der Sicht der Übungsleitung hervorragend gelöst." 3. September 2018: Vorbereiten der Messgeräte Hermann John: "Hallo, heute ist Montag, Tag 1 in Tschernobyl, und wir haben gerade unser Equipment aus dem Lager geholt. Wir sind gerade dabei, die Gamma-Detektoren mit flüssigem Stickstoff einzukühlen. Diese werden benötigt, um im Feld ein Gammaspektrum zwecks Nuklidbestimmung aufzunehmen." 2. September 2018: Ankunft in der Sperrzone von Tschernobyl Daniel Esch: "Es ist jetzt Sonntagabend, und wir sind gerade am Kontrollposten zum Eingang der Sperrzone von Tschernobyl angekommen. Wir haben seit gestern etwa 1.300 Kilometer zurückgelegt, und werden gleich, nachdem wir den Kontrollposten passiert haben, weiter zum Hotel fahren. Dort, in Tschernobyl, werden wir dann morgen früh unser Equipment auspacken, um alles für die Messungen vorzubereiten." 1. September 2018: Start in Berlin Daniel Esch: "Guten Morgen, es ist Samstag, kurz nach acht, und ich stehe hier an der Dienststelle des BfS in Berlin-Karlshorst. In wenigen Minuten werden wir starten, um heute 800 Kilometer durch Polen zurückzulegen, bis wir heute Abend unser Hotel an der polnisch-ukrainischen Grenze erreichen." 31. August 2018: Messung im Ganzkörperzähler Daniel Esch: "Heute ist Freitag, und morgen früh geht es los Richtung Tschernobyl. Ich befinde mich hier im Ganzkörperzähler des BfS in der Dienststelle Berlin-Karlshorst. In diesem Ganzkörperzähler werden mithilfe eines Gamma-Detektors die in den Körper aufgenommenen radioaktiven Stoffe gemessen. Um feststellen zu können, wie viele radioaktive Stoffe während der Übung aufgenommen wurden, werden alle Teilnehmer in diesem Ganzkörperzähler vor und nach der Übung ausgemessen und die daraus resultierende Strahlenbelastung ermittelt." Vorstellungsrunde Zum Auftakt des Videotagebuches stellen sich Daniel Esch, Hermann John und Stefan Seifert kurz vor und erklären ihre Rollen und Aufgaben in der Messübung: Daniel Esch Daniel Esch: "Mein Name ist Daniel Esch. Ich arbeite als Physiker im Bundesamt für Strahlenschutz in der Abteilung 'Radiologischer Notfallschutz'. Das BfS führt in der nächsten Woche eine Messübung in der Sperrzone von Tschernobyl durch. Ich werde in den nächsten Tagen im Rahmen eines Videotagebuchs aus Sicht der Einsatzleitung von dieser Messübung berichten." Hermann John Hermann John: "Hallo, mein Name ist Hermann John. Ich bin In-Situ-Messtechniker des Bundesamtes für Strahlenschutz am Standort in Rendsburg. In der nächsten Woche während der Übung in Tschernobyl werde ich mit einem Messteam im Feld unterwegs sein und dann von dort von dieser Arbeit im Videotagebuch berichten." Stefan Seifert Stefan Seifert: "Hallo, mein Name ist Stefan Seifert. Ich bin Physiker. Ich arbeite für das Bundesamt für Strahlenschutz in der Abteilung Notfallschutz, und ein Teil dieser Abteilung führt in der kommenden Woche in der Sperrzone um das Kernkraftwerk Tschernobyl eine Messübung durch. Bei dieser Messübung bin ich auch dabei, da bin ich in der Übungsleitung, und aus dieser Funktion in der Übungsleitung werde ich in einem Videotagebuch auch in der kommenden Woche berichten." Stand: 19.12.2024
Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat heute dem Vorstandsvorsitzenden der Salzgitter AG, Prof. H.J. Fuhrmann, einen Förderbescheid in Höhe von über 5 Mio. Euro für ein Projekt zur Herstellung klimafreundlichen Stahls übergeben. Im Beisein des Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen, Stephan Weil, fiel damit auch der offizielle Startschuss des BMU-Förderprogramms 'Dekarbonisierung in der Industrie'. Mit diesem Programm sollen schwer vermeidbare, prozessbedingte Treibhausgasemissionen in den energieintensiven Branchen wie Stahl, Zement, Kalk und Chemie durch den Einsatz innovativer Techniken möglichst weitgehend und dauerhaft reduziert werden. Bundesumweltministerin Svenja Schulze: 'Für ein klimaneutrales Deutschland brauchen wir eine Industrie, die ohne fossile Energie- und Rohstoffe auskommt. Mit unserem neuen Dekarbonisierungsprogramm fördern wir eine grundlegende Neuausrichtung der Produktionsprozesse. Der Klimaschutz wird so zum Innovationstreiber für die Wirtschaft, macht den Industriestandort Deutschland zukunftsfähig und erhält hochqualifizierte Arbeitsplätze. Das Projekt in Salzgitter ist ein wichtiger, erster Schritt in diese Richtung, dem weitere folgen werden. Es zeigt auch, dass wir den Ausbau der erneuerbaren Energien und den Markthochlauf von grünem Wasserstoff beschleunigen müssen, damit wir unsere anspruchsvollen Ziele erreichen können.' Die Anlage der Salzgitter Flachstahl GmbH mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 13 Mio. Euro soll innerhalb der nächsten zwei Jahre in Betrieb gehen und zeigen, wie die sukzessive Umstellung eines integrierten Hochofenwerks auf die CO2-arme Stahlerzeugung erfolgen kann. Mit dem von der Salzgitter AG entwickelten Verfahren wird die konventionelle Roheisengewinnung im Hochofen auf die emissionsarme Direktreduktion umgestellt. Beim Einsatz von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien wird so die Herstellung von grünem Stahl ermöglicht. Innovative Projekte wie dieses sollen auch als Vorbilder dienen und als Multiplikatoren auf die ganze Branche ausstrahlen. Im Projekt ProDRI soll der flexible Betrieb mit Wasserstoff und Erdgas demonstriert und optimiert werden. Langfristiges Ziel von Salzgitter ist die ausschließliche Nutzung erneuerbaren Wasserstoffs zur Herstellung von grünem Stahl. Steht erneuerbarer Wasserstoff noch nicht in ausreichenden Mengen zur Verfügung, kann auch Erdgas zur Reduktion eingesetzt werden und dabei bereits erhebliche Mengen CO2 gegenüber der herkömmlichen Hochofen-Route einsparen. Die Stahlindustrie war 2019 mit über 36 Mio. Tonnen für etwa 30% der direkten Industrieemissionen in Deutschland verantwortlich. Mit dem Förderprogramm Dekarbonisierung im Industriesektor wird eine Maßnahme des Klimaschutzplans 2050 sowie des Klimaschutzprogramms 2030 umgesetzt. Das BMU wird - vorbehaltlich der Verabschiedung des Bundeshaushalts in der kommenden Woche - über den Energie- und Klimafonds in den kommenden Jahren rund 2 Mrd. Euro zur Verfügung stellen. Text gekürzt
Entwicklung des Notfallschutzes in Deutschland Nach dem Unfall von Tschornobyl wurde 1986 das Bundesumweltministerium gegründet, drei Jahre später das Bundesamt für Strahlenschutz . Als direkte Folge von Tschornobyl entstand in Deutschland das "Integrierte Mess- und Informationssystem" (kurz IMIS ). Darin werden alle Messdaten offizieller Stellen zur Umweltradioaktivität gesammelt und ausgewertet. Mit 1.700 rund um die Uhr aktiven Überwachungssonden löst das flächendeckende ODL -Messnetz bei erhöhter Radioaktivität in der Luft Deutschlands automatisch Alarm aus. Nach dem Unfall in Fukushima 2011 sind Untersuchungsergebnisse des BfS in eine Empfehlung der Strahlenschutzkommission ( SSK ) zur Ausweitung der bisherigen Planungszonen für den Notfallschutz in der Umgebung von Kernkraftwerken eingeflossen. 1986: der Kalte Krieg ist noch nicht vorbei, Deutschland ist getrennt in DDR und BRD, und auch die (weltweite) Kommunikation geschieht ganz anders als heutzutage: Internet und Smartphones sind noch nicht erfunden. Als im April 1986 erste Meldungen und Bilder über einen Störfall im sowjetischen Kernkraftwerk Tschornobyl ( russ. : Tschernobyl) bekannt wurden, herrschte zunächst Unsicherheit über das, was passiert war. Erst nach und nach gaben staatliche Stellen Bewertungen über das Ereignis ab. Die durch politische Rahmenbedingungen ohnehin dünne Informationslage wurde für die Bevölkerung in Deutschland zusätzlich diffus, da verschiedene staatliche Stellen unterschiedliche Verhaltensempfehlungen abgaben. Es gab keine bundesweit einheitlichen Richtwerte, keine gesetzliche Grundlagen und nur wenige Stellen, die die Radioaktivität in der Luft messen konnten. Internationale Abkommen über den schnellen gegenseitigen Informationsaustausch zu nuklearen Unfällen fehlten. 1989: Gründung des BfS In der Folge des Unfalls von Tschornobyl ( russ. : Tschernobyl) wurde noch im Jahr 1986 das Ministerium für Umwelt-, Naturschutz und Reaktorsicherheit ( BMU ) gegründet. Drei Jahre später folgte 1989 die Gründung des Bundesamtes für Strahlenschutz ( BfS ), welches unter anderem dafür zuständig ist, die Kontamination der Umwelt nach einem radiologischen Unfall schnell zu ermitteln und die Lage zu bewerten. Verschiedene wissenschaftliche Einrichtungen wurden im BfS integriert, so zum Beispiel das Institut für Strahlenhygiene des Bundesgesundheitsamtes in Neuherberg bei München, das Institut für Atmosphärische Radioaktivität des Bundesamtes für Zivilschutz in Freiburg, Teile der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig und (nach dem Mauerfall 1989) das Staatliche Amt für Atomsicherheit und Strahlenschutz der DDR in Berlin. Als Hauptsitz des BfS wurde Salzgitter gewählt. Gesetzliche Grundlagen Das Fehlen gesetzlicher Vorgaben führte nach dem Reaktorunfall von Tschornobyl ( russ. : Tschernobyl) dazu, dass teilweise unterschiedliche Grenzwerte und Maßnahmen im Bund und in den Bundesländern empfohlen wurden. Um die rechtliche Voraussetzung für ein bundesweit koordiniertes Handeln in vergleichbaren Situationen zu schaffen, wurde bereits am 19. Dezember 1986 das "Gesetz zum vorsorgenden Schutz der Bevölkerung gegen Strahlenbelastung" (Strahlenschutzvorsorgegesetz) erlassen. Zweck dieses Gesetzes war es, die routinemäßige Überwachung der Radioaktivität in der Umwelt neu zu regeln. Außerdem galt es, "die Strahlenexposition der Menschen und die radioaktive Kontamination der Umwelt im Falle von Ereignissen mit möglichen, nicht unerheblichen radiologischen Auswirkungen unter Beachtung des Standes der Wissenschaft und unter Berücksichtigung aller Umstände durch angemessene Maßnahmen so gering wie möglich zu halten". Inzwischen regelt das 2017 verabschiedete Strahlenschutzgesetz ( StrlSchG ) die Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor radioaktiven Stoffen . Es vereinheitlicht die bisherigen gesetzlichen Regelwerke im Strahlenschutz und sieht unter anderem den Aufbau des Radiologischen Lagezentrums des Bundes ( RLZ ) unter Leitung des Bundesumweltministeriums vor. Meilensteine in der Entwicklung Medien zum Thema Mehr aus der Mediathek Strahlenschutz im Notfall Auch nach dem Ausstieg Deutschlands aus der Kernkraft brauchen wir einen starken Notfallschutz. Wie das funktioniert, erklärt das BfS in der Mediathek. Stand: 20.07.2026
Die Hydrogeologische Übersichtskarte von Niedersachsen 1 : 500 000 - Grundwasserbeschaffenheit: Chloridgehalt zeigt die Auswertung einer repräsentativen Auswahl von Chloridkonzentrationen aus der Labordatenbank des LBEG. Die über einen Zeitraum von 1967 bis 2000 erhobenen Daten wurden zweifach gemittelt. Bei Grundwasser-Messstellen mit Mehrfachanalysen wurden Mittelwerte der jeweils vorliegenden Untersuchungsergebnisse gebildet. Zusätzlich wurden die Werte aller Probenahmestellen in einem Radius von 2000 m einer weiteren Mittelwertbildung unterzogen. Die Einteilung der Klassen erfolgt unter Berücksichtigung des Geringfügigkeitsschwellenwertes (GFS) bzw. des Grenzwertes der Trinkwasserverordnung (TVO) von 250 mg/l. Erhöhte Konzentrationen, die eindeutig auf punktförmige anthropogene Einträge (z.B. Altdeponien, Bergbauhalden) zurückzuführen sind, werden im Rahmen dieser Übersichtskarte nicht wiedergegeben. Die Chloridgehalte sind in Tiefenstufen ohne Bezug zur lokalen hydrogeologischen Situation dargestellt. Die Stabdiagramme im rechts gezeigten Beispiel spiegeln Ergebnisse für die Tiefenstufen bis 20 Meter, über 20 bis 50 Meter, über 50 bis 100 Meter und über 100 bis 200 Meter wieder. Ein Vergleich von Werten ist daher ohne Berücksichtigung der jeweiligen hydrogeologischen Situation (z.B. hydrogeologischer Stockwerksbau) ebenso wie die Heranziehung der Daten für Detailuntersuchungen nicht zulässig. Die niedrigsten Chlorid-Konzentrationen Niedersachsens finden sich im Harz und im Solling mit 5 – 10 mg/l und in der Lüneburger Heide mit 10 – 30 mg/l. Gehalte über 50 mg/l lassen sich durch den Eintrag aus der Atmosphäre und die Anreicherung durch Evapotranspiration im Allgemeinen nicht erklären und sind in der Regel auf eine geogene oder anthropogene Versalzung des Grundwassers zurückzuführen. Sehr starke geogen bedingte chloridische Versalzung des Grundwassers findet sich in Niedersachsen vor allem an der Küste und im Mündungsbereich von Elbe, Weser und Ems (Küstenversalzung durch Meerwasser) mit Konzentrationen von 15.000 – 16.000 mg/l. Außerhalb der Bereiche der Meerwasserversalzung liegen die Chloridgehalte nahe der Küste zwischen 30 und 50 mg/l. Eine weitere Ursache für geogen bedingte Versalzung des Grundwassers ist die Ablaugung von Salzgesteinen im Untergrund. Ein Beispiel dafür sind erhöhte Chlorid-Konzentrationen, die häufig in Niederungsbereichen von Flüssen (z.B. Elbe bei Lauenburg und Gorleben, Jeetzel, Wümme) auftreten und die auf aufsteigende Ablaugungswässer von Salzstrukturen zurückzuführen sind. Auch bei Hannover (Ronnenberg, Sarstedt), Salzgitter, Braunschweig (Wolfenbüttel; Asse) und im Niedersächsischen Bergland sind kleinräumige Versalzungen häufig in der Nähe von Salzstöcken anzutreffen. Erhöhte Chlorid-Konzentrationen befinden sich darüber hinaus in Bereichen des niedersächsischen Berglandes, in denen Salinarfolgen (Zechstein, Oberer Buntsandstein, Mittlerer Muschelkalk, Mittlerer Keuper, Münder-Mergel des Oberen-Jura) oberflächennah vorkommen. Nördlich von Hannover führt der Einfluss von marinen Tonsteinablagerungen der Unterkreide zur Erhöhung des Chloridgehaltes auf 50 – 100 mg/l in den geringmächtigen quartären Ablagerungen.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 1347 |
| Kommune | 12 |
| Land | 90 |
| Weitere | 45 |
| Wissenschaft | 12 |
| Zivilgesellschaft | 155 |
| Type | Count |
|---|---|
| Chemische Verbindung | 4 |
| Daten und Messstellen | 158 |
| Ereignis | 3 |
| Förderprogramm | 60 |
| Hochwertiger Datensatz | 2 |
| Infrastruktur | 1 |
| Taxon | 149 |
| Text | 1263 |
| Umweltprüfung | 86 |
| WRRL-Maßnahme | 10 |
| unbekannt | 53 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 1370 |
| Offen | 107 |
| Unbekannt | 153 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 1628 |
| Englisch | 57 |
| Leichte Sprache | 2 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 3 |
| Bild | 8 |
| Datei | 10 |
| Dokument | 1369 |
| Keine | 190 |
| Multimedia | 1 |
| Webseite | 224 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 477 |
| Lebewesen und Lebensräume | 1630 |
| Luft | 194 |
| Mensch und Umwelt | 1610 |
| Wasser | 194 |
| Weitere | 1334 |