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Digitalisierung von Stoffströmen: Aufreinigung von Kiesen und Sanden bei gleichzeitiger Gewinnung von werthaltigen akzessorischen Mineralen unter Einsatz der Hyperspektralphotographie - Wissenschaftleraustausch

Digitale und nachhaltige Dienstleistungen im Ostseeraum

<p> <p>Die Digitalisierung und ökologisches Design schaffen neue Möglichkeiten für den Umwelt- und Ressourcenschutz: Beispielsweise helfen digitale Service-Angebote bereits heute dabei, Lebensmittelabfälle zu vermeiden oder die Nutzungsdauer von Elektrogeräten zu verlängern. Das vom UBA koordinierte EU-Interreg-Projekt EcoDesign Circle 4.0 fördert solche Dienstleistungen in sechs Ostsee-Anrainerstaaten.</p> </p><p>Die Digitalisierung und ökologisches Design schaffen neue Möglichkeiten für den Umwelt- und Ressourcenschutz: Beispielsweise helfen digitale Service-Angebote bereits heute dabei, Lebensmittelabfälle zu vermeiden oder die Nutzungsdauer von Elektrogeräten zu verlängern. Das vom UBA koordinierte EU-Interreg-Projekt EcoDesign Circle 4.0 fördert solche Dienstleistungen in sechs Ostsee-Anrainerstaaten.</p><p> <p>Lässt sich mein Smartphone nicht doch reparieren? Können übrig gebliebene Lebensmittel aus gastronomischen Einrichtungen noch vor der Tonne bewahrt werden? Service-Angebote erlauben hier Lösungsansätze, wie diese beiden mit dem Bundespreis Ecodesign ausgezeichneten Beispiele zeigen: Eine Webseite bietet ein nützliches Portal für Reparaturlösungen bei Elektrogeräten, mit Anleitungen und Hilfsmitteln für die Selbsthilfe sowie Kontakten zu Reparaturbetrieben. Eine App ermöglicht es Bäckereien, Cafés oder Gaststätten, überschüssige Ware vergünstigt an Selbstabholer abzugeben.</p> <p>Dienstleistungsangebote können erheblich dazu beitragen, Produkte, ihre Komponenten oder Materialien so lange wie möglich zu nutzen und in biologischen oder technischen Kreisläufen zu führen. Dies hilft, den Ressourcenverbrauch auf ein Maß zu beschränken, das mit den planetaren Grenzen vereinbar ist. Verleih- und Rücknahmesysteme oder langlebige Produkte mit Wartungsservice und Upgrade-Möglichkeit sind Beispiele für unternehmerische Geschäftsmodelle, die meist auf digitale Komponenten wie Apps oder Plattformen zurückgreifen.</p> <p>Dienstleistungen für eine Kreislaufwirtschaft zu fördern, steht deshalb auch im Mittelpunkt des Interreg-Projektes im Ostseeraum „EcoDesign Circle 4.0“, bei dem das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a> federführender Partner ist. Nicht nur Produkte werden designt, sondern auch Dienstleistungsangebote und systemische Lösungen. Und mit dem Design, sei es für ein Produkt oder einen Service, werden auch die wesentlichen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt festgelegt. Designer*innen und Entrepreneure sind daher zwei wichtige Zielgruppen, um Kompetenzen für nachhaltiges Design als Basis für eine kreislauffähige Ökonomie und Gesellschaft zu stärken. Designzentren wiederum sind ideale Schnittstellen, an denen diese Gruppen zusammenkommen, um durch Design Antworten zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu finden. Die acht „EcoDesign Circle 4.0“-Partner aus Estland, Finnland, Polen, Russland, Schweden und Deutschland sind deshalb in erster Linie Designzentren, ergänzt durch die TU Berlin und das UBA als Akteure aus Wissenschaft und Umweltpolitik. Bis Anfang 2021 arbeitet dieses Konsortium zusammen, um Informations-, Weiterbildungs- und Beratungsangebote aus einer vorherigen Kooperation auf die Entwicklung nachhaltiger Dienstleistungsangebote zu erweitern und anzupassen.</p> <p>Dazu gehört unter anderem die vom Fraunhofer IZM entwickelte Lernfabrik EcoDesign. In einem auf dem „Design Thinking“ basierenden Workshop erarbeiten interdisziplinäre Teams neue (Service)-Ideen und Geschäftsmodelle. Ziel ist es, Methoden kennenzulernen und zu erproben und vom ko-kreativen Arbeiten zu profitieren. Im Herbst sind zwei Online-Workshops geplant.</p> <p>EcoDesign Audits und Sprints sollen Unternehmen helfen, zusammen mit Fachleuten aus Kreislaufwirtschaft und Servicedesign Konzepte für ein eigenes digitales Dienstleistungsangebot zu entwickeln und umzusetzen. Auch hierzu wird es in Deutschland, aber auch Estland und Finnland Pilotvorhaben geben. Ein kürzlich in einer großen russischen Möbelfabrik in Sankt Petersburg durchgeführter mehrtägiger Sprint hat ein radikales Umdenken angestoßen – erstmals in der Fabrikgeschichte soll ein Kreislaufwirtschaft-förderndes Dienstleistungskonzept für Möbel erarbeitet und zur Marktreife gebracht werden.</p> <p>„Trainings-Angebote“ sollen des Weiteren dazu beitragen, mehr Anwender*innen der oben genannten Angebote zu finden und dabei zu „dualem Wissen“ beizutragen: Designer*innen sollen vor allem vom Fokus auf Umweltaspekte und Kreislaufwirtschaft profitieren, Expert*innen aus dem Bereich <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a> davon, dass sie Design-Instrumente kennenlernen. Ebenso essenziell ist aber die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch untereinander.</p> <p>Ein Ende des Jahres fertig gestelltes englischsprachiges Toolkit soll alle erarbeiteten und getesteten Methoden sowie überzeugende Beispiele aus der Praxis anwendungsfreundlich vereinen. Das Toolkit wird anschließend im dafür angepassten Webportal „Sustainability Guide“ verfügbar sein.</p> <p>Übrigens: <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/projekt-ecodesign-circle-fuer-regiostars-award">Das Vorgängerprojekt „EcoDesign Circle“ ist einer der Finalisten für die „Regiostars Awards</a>“ - einem Wettbewerb EU-finanzierter Projekte, die inspirierende Ansätze in der regionalen Entwicklung vorstellen. Bis zum 15. September kann für den Publikumspreis noch auf der Webseite des Wettbewerbs in der Kategorie „Kreislaufwirtschaft für ein grünes Europa“ für das Projekt abgestimmt werden.</p> <p><em>„EcoDesign Circle 4.0“ ist ein Erweiterungs-Projekt im Rahmen des Interreg-Programms für den Ostseeraum. Es wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und der Russischen Föderation kofinanziert. Lead Partner ist das Umweltbundesamt. „EcoDesign Circle 4.0“ schließt an das Interreg Projekt im Ostseeraum „EcoDesign Circle“ 2016-2019 an.</em></p> <p><em>Interreg ist eine Initiative des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und hat die Förderung der Zusammenarbeit zwischen EU-Mitgliedstaaten und benachbarten Nicht-EU-Ländern zum Ziel. Die Initiative fördert u.a. auch Umweltschutz-Projekte.</em></p> </p><p>Informationen für...</p>

FP4-INCO, Scientific cooperation on sustainable water equipment in agricultural areas around St. Petersburg

Prime Contractor: Roskilde Universitets Center, Department of Environment Technology and Social Studies; Roskilde; Denmark.

Abwasserprojekt Sankt Petersburg, Ingenieurplanungsarbeiten zum langfristigen Ausbau des AW-Kanalnetzes Sankt Petersburg

Schliessung der Abwasserdirekteinleiter im Bereich der historischen Innenstadt/Isaak-Platz in Sankt Petersburg

Abwasserbehandlung Sankt Petersburg - Mitwirkung als Sachverstaendiger bei der Ausschreibung der Bauvorhaben Isaak-Platz/Admiralitaet und Repinplatz

Störfall im AKW Sosnowi Bor

In dem AKW bei Sankt Petersburg (Russland) verzögern sich die kleinsten Sicherheitsarbeiten nun um mindestens zwei Jahre. In dem AKW des Reaktortyps wie in Tschernobyl ist ein Rohrbruch im Kühlsystem durch die Reservesysteme nach wie vor nicht beherrschbar. (Quelle:Greenpeace)

Verbesserte Membranfiltrationsverfahren für die Behandlung komplexer Abwässer

Die deutschen Firmen EUT und MFT erarbeiten gemeinsam mit der russischen Firma Ökoprom und der Staatlichen Universität für Architektur und Bauwesen Sankt Petersburg speziell auf den russischen Markt zugeschnittene Lösungen zur Abwasserbehandlung, insbesondere zur Aufbereitung mineralölbelasteter Industrieabwässer, Grund- und Oberflächenwässer. Dazu ist in Sankt Petersburg ein gemeinsames Technikum zur Untersuchung von Membranfiltrationsprozessen für diese Anwendungsgebiete im Aufbau, ausgestattet mit Versuchs- und Pilotanlagen aus deutscher Produktion. Durch das bilaterale Kooperationsprojekt soll einen Beitrag geleistet werden zum Technologietransfer und zur Schaffung der personellen Voraussetzungen für den langfristigen Betrieb dieses Technikums als Schulungs- und Entwicklungszentrum. Im Rahmen von Kolloquien in Deutschland und Russland sowie Betriebsaufenthalten russischer Nachwuchswissenschaftler in Deutschland sollen Grundlagen- und Spezialkenntnisse in der Auslegung und Anwendung von Membranverfahren für die Behandlung spezieller Abwässer vermittelt werden und somit die Basis gelegt werden für zukünftige gemeinsame Verfahrensentwicklungen .

Know-how-Transfer zu innovativen, technischen und nicht-technischen Maßnahmen zur Reduktion des Energieverbrauches im Wohngebäudebereich für Baubeteiligte in Nordwestrussland mit dem Ziel einer langfristigen Umweltentlastung

Energiesparen mit dem Ziel, dem Klimawandel Einhalt zu gebieten, erfordert globale Anstrengungen, wobei gerade in rohstoffreichen Ländern, wie Russland, die Meinung vorherrscht, dass die eigenen Ressourcen den eigenen Bedarf auch langfristig in der Zukunft sichern werden. Ziel des Projektes ist es, das Wissen von Baubeteiligten, d.h. in erster Linie Ingenieuren, Architekten, Handwerkern, KMUs im Bausektor, sowie Multiplikator-NGOs in NW Russland zum Thema Energieeffizienz und Einsparmöglichkeiten in Wohngebäuden zu erweitern. Das Projekt konzentriert sich dabei geographisch vor allem auf St. Petersburg und das umgebende Leningrader Gebiet. Das Projektteam zieht ein positives Fazit. Durch die relativ große Anzahl erreichter Akteure, die die anfänglichen Erwartungen übertraf, durch daraus resultierende neue Kooperationen, das Folgeprojekt und die doch spürbar verbesserte Informationslage im Vergleich zum Projektbeginn hat das Projekt langfristig zu den selbstgesteckten Zielen beigetragen.

Energieeffiziente Sanierung und Modernisierung eines Wohngebäudes in Plattenbauweise in Sankt Petersburg

Trotz Notwendigkeit und Nachholbedarf bei der Sanierung von Wohngebäuden unter Energieeffizienzkriterien gibt es in der Russischen Föderation keine entsprechenden Finanzierungs- und Förderkonzepte. Das Forschungsprojekt sollte Abhilfe schaffen: Ziel war die beispielhafte Planung, Durchführung und Finanzierung der energetischen Sanierung eines zukunftsfähigen repräsentativen russischen Plattenbaus. Ausgangslage: In den vergangenen Jahren verzeichnet der russische Wohnungsmarkt eine vergleichsweise hohe Dynamik. Seit 1992 wurden durch Wohnraumprivatisierung mehr als 70Prozent der Wohnungen in Mehrfamilienhäusern an die Bewohner gegen ein oft geringes Entgelt verkauft. Das Nationale Projekt 'Erschwingliches und komfortables Wohnen' und das 2005 in Kraft getretene Wohnungsgesetzbuch legen neue inhaltliche Schwerpunkte der Wohnungspolitik fest. Durch die Reglementierung von Wohneigentumsrechten und -pflichten wurde ein normativer Rahmen geschaffen, um auch private Ressourcen der zumeist selbst nutzenden Eigentümer und Bewohner für die Modernisierung und Sanierung des Wohn- und Gemeinschaftseigentums zu mobilisieren. Zielsetzung: Ziel des Forschungsprojektes war die beispielhafte Planung, Durchführung und Finanzierung der energetischen Sanierung eines zukunftsfähigen repräsentativen russischen Plattenbaus. Das Gebäude sollte eine durchschnittliche Bewohnerstruktur haben und die Sanierung unter den aktuellen russischen Rahmenbedingungen im bewohnten Zustand und nach deutschem Standard erfolgen. Das Projekt wurde vor dem Hintergrund des erheblichen Sanierungsrückstaus im Plattenbaubestand, zu geringer Investitionen und mangelnden Know-hows der energetischen Gebäudesanierung in Russland initiiert. Es ist Teil einer bilateralen Vereinbarung über die Zusammenarbeit im Bereich der Wohnungs- und Kommunalwirtschaft zwischen dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und der Stadt Sankt Petersburg und war in der Unterarbeitsgruppe 'Bau, Wohnungs- und Kommunalwirtschaft' der Deutsch-Russischen Strategischen Arbeitsgruppe Gegenstand bilateraler Beratungen auf Regierungsebene.

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