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Phyllodromica maculata (Schreber, 1781) Aphlebia maculata (Schreber, 1781); Blatta maculata Schreber, 1781; Hololampra maculata (Schreber, 1781); Phyllodromia maculata (Schreber, 1781) Gefleckte Kleinschabe Schaben Gefährdet

Die Art wurde 1948 von Bey-Bienko aus der Gattung Blatta in die Gattung Phyllodromica gestellt Aufforstung, Bebauung, Biozid- und Düngereintrag aus angrenzenden Agrarflächen Die Gefleckte Kleinschabe kommt in zwei größeren Gebieten im Osten und Süden Deutschlands vor (Wallaschek 1997, Bohn 2003, Bohn & Chládek 2011), wo sie vergleichsweise selten gefunden wird. In Sachsen-Anhalt ist sie relativ verbreitet und besiedelt vor allem Mischwaldränder, Heiden und bebuschte Magerrasen (Wallaschek 1997, Wallaschek et al. 2004). Die wenigen xerothermen Fundgebiete in Thüringen liegen an stark besonnten, verbuschenden Hängen (Köhler & Renker 2005).

Periplaneta americana (Linnaeus, 1758) Amerikanische Großschabe Schaben Nicht bewertet

Neozoon um 1670; aktuell mäßig häufig

Ectobius pallidus (Olivier, 1789) Ectobius livens (Turton, 1806); Ectobius lividus (Fabricius, 1793) Blasse Waldschabe Schaben Ungefährdet

Für Sachsen sicher nur aus der Umgebung von Leipzig um 1900 (Bohn 2003, Klaus & Matzke 2010)

Periplaneta australasiae (Fabricius, 1775) Südliche Großschabe Schaben Nicht bewertet

Neozoon um 1900; aktuell selten

Supella longipalpa (Fabricius, 1798) Supella supellectilium (Serville, 1839) Braunbandschabe, Möbelschabe Schaben Nicht bewertet

Neozoon 1954; aktuell sehr selten

Blatta orientalis Linnaeus, 1758 Orientalische Schabe, Bäcker-, Küchenschabe Schaben Nicht bewertet

Neozoon um 1700; aktuell mäßig häufig

Blattella germanica (Linnaeus, 1767) Blatta bivittata Serville, 1839; Blatta germanica Linnaeus, 1767; Blatta transfuga Brünnich, 1763; Phyllodromia germanica Linnaeus, 1767 Deutsche Schabe Schaben Nicht bewertet

Die Art wurde 1903 von Caudell aus der Gattung Blatta in die Gattung Blattella gestellt vermutlich Archaeozoon; aktuell häufig

Ectobius vittiventris (A. Costa, 1847) Bernstein-Waldschabe Schaben Nicht bewertet

Die südeuropäisch verbreitete Bernstein-Waldschabe besiedelte innerhalb kurzer Zeit die gesamte Schweiz und drang bis SW-Deutschland vor, wo sie aktuell vor allem in Städten (und häufig in Wohnungen) als semi-synanthrope Art auftritt (Baur et al. 2004; Bohn in litt.). Weit nördlich davon wurde jeweils ein adultes Männchen 2006 und 2009 in Jena/Thüringen gefunden (Köhler 2006, 2009). Die gut flugfähige Art wird wahrscheinlich mit Verkehrsmitteln über größere Strecken verfrachtet und breitet sich dann lokal weiter aus (Invasionsart). In Deutschland gilt sie insgesamt noch als sehr selten.

Ectobius panzeri Stephens, 1835 Ectobius ericetorum (Wesmael, 1838) Küsten-Waldschabe Schaben Vom Aussterben bedroht

Zerstörung und Verbuschung von (Dünen-)Heiden Die vormals von (Dünen-)Heiden der Nordfriesischen Inseln bekannte Küsten-Waldschabe wurde nach 1935 nur auf Sylt und Amrum nachgewiesen (Dierking-Westphal et al. 1982, Bohn 2003) Zwei ältere Angaben/Funde vor 1920 aus NI und MV bedürfen der Überprüfung

Ectobius lucidus (Hagenbach, 1822) Blatta lucida Hagenbach, 1822; Ectobius sylvester f. lucidus (Hagenbach, 1822) Glänzende Waldschabe Schaben Vorwarnliste

Die westeuropäisch verbreitete, wärmeliebende Glänzende Waldschabe ist vor allem westlich des Rheins an warmen Wald- und Gebüschrändern relativ häufig, während sie östlich davon lokal nur aus Hessen und Baden-Württemberg bekannt ist (Bohn 2003, 2004). Bei ähnlichen Ansprüchen wie E. pallidus ist sie aber deutlich seltener als diese, wobei für Rheinland-Pfalz und das Saarland eine defizitäre Datenlage (D) vermutet wird (M.A. Pfeifer, A. Staudt, persönliche Mitteilungen).

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