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Found 38 results.

Gefahren fuer die Bevoelkerung durch Kernenergieanlagen

Bearbeitet werden folgende Fragestellungen: Strahlenschutzmessungen, Sicherheit von Kernkraftwerken, Interessenlage von Gutachtern, biologische Strahlenwirkungen, Strahlenschutzgesetzgebung, Radiooekologie und (Strahlenschutzmessungen), Spurennachweis durch Roentgenfluoreszenz. Benutzte Unterlagen sind: Fachliteratur, behoerdliche und andere Gutachten, Gerichtsurteile.

Quantitative Erfassung molekulargenetischer Alterationen in Schilddruesentumoren bei Kindern nach Tschernobyl

ELE/RET-Rearrangements finden sich als moeglicherweise typische molekulare Veraenderung mit hoher Praevalenz in Schilddruesencarcinomen von Kindern nach Fall-Out-Exposition infolge des Reaktorunfalls nach Tschernobyl.

Determinanten der Krebsbildung bei Xiphophorus: II. Modelle, die die inhaerenten Potenzen zur Krebsbildung 'spontan' oder nach Provokation durch Initiatoren oder Promotoren der Umwelt freigeben

Individuen aus Wildpopulationen von Xiphophorus (Freiland oder Labor) sind insuszeptibel fuer Krebsbildung. Dagegen sind Individuen aus panmiktischen Bastardpopulationen zu etwa 5 Prozent suszeptibel und bilden Retikulosarkome, Lymphosarkome, Leiomyosarkome, Rhabdomyosarkome, Fibrosarkome, intestinale Fibrome, Karzinome (Gallenblase, Niere, Leber, Pankreas, Schilddruese), Schuppenzellkarzinome, Papillome, Neuroblastome, Retinoblastome, Ganglioneurome, Neurilemmome, Melanome. Manche Populationsbastarde bilden die Tumoren 'spontan', andere nach Behandlung mit mutagenen Agenzien (Initiatoren), wiederum andere nach Behandlung mit zelldifferenzierenden Agenzien (Promotoren). Das xiphophorine Genom enthaelt also Krebsdeterminanten, auch dann, wenn keine Tumoren auftreten. Sie geben sich meist als Entwicklungsgene zu erkennen, repraesentieren Grundelemente der metazoischen Organisation, und sind als solche in der Evolution konservativ. Sie werden von flexiblen Systemen von Kontrollelementen reguliert, die nach Darwinistischen Prinzipien populationsspezifisch divers evoluiert sind. Folgende Test-Modelle fuer Melanombildung zeigen dies: a) Durch Introgressionsstrategien transferierten wir einzelne genetisch definierte Entwicklungsgene aus Wildpopulationen in Genome anderer Wildpopulationen, die ihre eigenen Entwicklungsgene durch anders organisierte Kontrollelemente regulieren. Nach Ersatz entscheidender Kontrollelemente des betreffenden Entwicklungsgens durch unbrauchbare fremde Kontrollelemente, entstehen 'spontan'Tumoren (S-Modell). b) Die gemeinsame Introgression einer Tumordeterminanten und ein mit ihr gekoppeltes Kontrollelement (Suppressorgen) in das fremde Genom garantiert primaer Tumorfreiheit; doch kann Tumorbildung bei bis zu 40Prozent der Tiere durch Initiatoren (somatische Mutation des Suppressorgens) provoziert werden (I-Modell). Promotoren sind beim I-Modell wirkungslos. c) Auch die Introgression einer Krebsdeterminanten zusammen mit einem die Stammzelldifferenzierung retardierenden Kontrollelement (ein onkostatisches Gen) garantiert Tumorfreiheit; doch durchbrechen schon geringe Dosen von Tumorpromotoren die Retardation der Zelldifferenzierung bei bis zu 100 Prozent der Tiere, die nun alle Tumoren bilden. Waehrend der Berichtszeit sind rund 100 karzinogen-verdaechtige Agenzien an rund 7000 Tieren am I- und P-Modell geprueft worden. Die meisten karzinogenen Agenzien erwiesen sich als Tumorpromotoren. Der Befund, dass die staerksten Promotoren, z.B. Androgene (Testosteron, Methyltestosteron, Trenbolon), Oestrogene (Ethinylestradiol, Diethylstilbestrol), das Antioestrogen Tamoxifen, sowie Vitamin-A-Saeure an tumortragenden Tieren Tumorregressionen provozieren, fordert zu weiteren Studien auf.

REFOPLAN 2022 - Ressortforschungsplan 2022, Auswertung von Schilddrüsen-Messungen und Bewegungsprofilen zur Ermittlung der Iod-Expositionen mit KI-Verfahren

Der ED-Stoff Perchlorat in der Umwelt - eine reelle Gefahr oder doch nur ein Nischenprodukt? Identifizierung relevanter Emissionsquellen von potentiellen Vorläufersubstanzen zur Vorbereitung gesetzlicher Regelungen unter REACH

a) Perchlorate sind potentielle endokrine Disruptoren. Sie können die Produktion von Schilddrüsenhormonen hemmen, was zu schwerwiegenden Effekten in Organismen führen kann. Jedoch liegen nur wenige Daten über das Vorkommen von Perchloraten in der Umwelt vor, so dass ihre Umweltrelevanz schwer einschätzbar ist. Perchlorate können vor allem aus chlorhaltigen Desinfektionsmitteln und aus vielen weiteren Vorläufersubstanzen aus der Chlorindustrie gebildet werden. Chlorhaltige Chemikalien werden in großen Mengen in den verschiedenen Bereichen eingesetzt und gelangen hierdurch auch in die Umwelt. Dort kann eine Perchloratbildung nicht ausgeschlossen werden. b) In dem Vorhaben soll das Vorkommen von Perchloraten in der Umwelt an 'hotspots', an denen große Mengen chlorhaltiger Chemikalien zum Einsatz kommen (Häfen, Auslauf von Kläranlagen etc.), analytisch ermittelt werden. Um die Perchloratbildung in Beziehung zu den Vorläufersubstanzen setzen zu können, soll ebenfalls die Konzentration wichtiger potentieller Vorläufer (wie z.B. Chlorat, Hypochlorit, freies und gebundenes Chlor etc.) an den 'hotspots' gemessen werden. Die Ergebnisse des Projektes tragen zum besseren Verständnis der Perchloratbildung aus den Vorläufersubstanzen bei.

Bewertung des endokrinen Potenzials von Bisphenol Alternativstoffen in umweltrelevanten Verwendungen

Bisphenol A und die Gruppe der Bisphenole insgesamt stehen im Verdacht, den Hormonhaushalt von Mensch und Tieren zu stören, und so als endokrine Disruptoren in der Umwelt zu wirken. Als prominenteste Vertreter dieser Gruppe sind Bisphenol A und Bisphenol S aktuell Ziel verschiedener regulatorischer Aktivitäten. Aufgrund nachgewiesener reproduktionstoxischer Eigenschaften (Einstufung als Repro. Tox 1B) und Hinweisen auf eine endokrine Wirkung in Mensch und Umwelt, plant Frankreich Bisphenol A als besonders besorgniserregenden Stoff nach Artikel 57 c und f der REACH Verordnung zu identifizieren. Zusätzlich steht eine EU weite Beschränkung für den Einsatz von Bisphenol A in Thermopapier unmittelbar bevor. Ebenfalls gibt es in verschiedenen Staaten nationale Beschränkungen, die z.B. den Einsatz von Bisphenol A in Lebensmittelverpackungen regeln. Bisphenol S gilt für viele Verwendungen als die Hauptalternative zu Bisphenol A und steht ebenfalls im Verdacht, endokrin aktiv zu sein. Aktuell bewertet Belgien in einer Stoffbewertung das Gefahrenpotenzial von Bisphenol S. Das UBA möchte vermeiden, dass als Substitute Substanzen zum Einsatz kommen, die ein vergleichbares Gefahrenpotenzial aufweisen.. Das Ziel dieses Projektes ist es daher zunächst für diejenigen Verwendungen von Bisphenol A, Bisphenol S und weiterer Bisphenole, für die das UBA einen besonders hohen Umwelteintrag der Stoffe erwartet, nach möglichen Alternativstoffen (auch weitere Vertreter der Bisphenolgruppe) zu recherchieren. Für die so identifizierten Substitutionskandidaten soll dann das endokrine Gefahrenpotenzial ermittelt werden. Dies soll zum einen auf der Auswertung vorhandener Literaturdaten geschehen und zum anderen sollen für identifizierte Datenlücken Tests auf in vitro Ebene durchgeführt werden. Für diese Tests soll eine Testbatterie mit den gängigsten in vitro Assays für östrogene, androgene und thyroidale Wirkungen eingesetzt werden. Die so generierten Informationen (Text gekürzt)

Umweltverschmutzung durch Bisphenol A: Einträge und Stoffverhalten im Elbe-Einzugsgebiet sowie biologische Wirkungen

Haushalte und industrielle Direkteinleiter gehören zu den Haupteinträgern von Bisphenol A (BPA) in die Oberflächengewässer des Elbe- Einzugsgebietes. Die Emission erfolgt dabei über kommunale Kläranlagen (WWTP), Gemischtwasserkanalisation sowie industrielle Direkteinleiter. Der Gesamteintrag von BPA über die WWTP beläuft sich auf etwa 970 kg/a, der über die Gemischtwasserkanalisation auf 70 kg/a und etwa 510 kg/a entfallen auf zwei industrielle Direkteinleiter im tschechischen Teil der Elbe. Die Retention innerhalb der Oberflächengewässer der Elbe beträgt 790 kg/a bzw. 51 Prozent . Xenopus laevis Kaulquappen im Entwicklungsstadium 48 bzw. 51 wurden mit verschiedenen BPA-Konzentrationen im Bereich von 223 ng/L bis 223 myg/L exponiert, um die Wirkungen von BPA auf die Sexualdifferenzierung und das Schilddrüsensystem zu untersuchen. BPA beeinflusste das Schilddrüsensystem über Interaktionen mit dem Schilddrüsenrezeptor nur moderat, zeigte aber adverse Auswirkungen auf die Sexualdifferenzierung durch Störungen bei der Gonadenentwicklung von männlichen Individuen auf morphologischer und histologischer Ebene.

Projekte des Institutes für umweltmedizinische Forschung (IUF) - Teilprojekt B: Endokrine Disruptoren

In der Umwelt vorkommende endokrine Disruptoren sind Chemikalien, die schädliche Auswirkungen auf das Hormonsystem haben und dadurch die Entwicklung des menschlichen Gehirns stören. Die hierfür verantwortlichen Mechanismen werden nur sehr unzureichend verstanden. Es ist jedoch bekannt, dass eine Störung im Gleichgewicht von Schilddrüsen- und Östrogenhormonen für eine Störung der Hirnentwicklung verantwortlich sein kann. Im Immunsystem, hier insbesondere im Thymus, führt eine unerwünschte Aktivierung durch Dioxine als Liganden zu komplexen Veränderungen in der Programmierung der Zellen. Gleichzeitig werden Funktionen der Zellen verändert, was möglicherweise mit der durch Dioxin verursachten generellen Immunsuppression in kausalem Zusammenhang steht. Mit diesem Forschungsvorhaben soll ein neuartiges in-vitro Modell erfolgreich entwickelt werden, dass auf der Verwendung von normalen menschlichen neutralen Progenitorzellen beruht und mit dem es nunmehr möglich ist, mechanistische Untersuchungen durchzuführen, die erstmals Aufschluss darüber geben werden, wie PCB's, Toxafene und Endosulfan sowie Tarnoxifen als Beispiel eines klassischen Antiöstrogens als endokrine Disruptoren im Nervensystem ihre Wirkung entfalten. Die vorhandenen bzw. neu im IUF etablierten experimentellen Systeme stellen sehr gute Modelle dar, um grundlegende Mechanismen, die sich mit der Interaktion von Umweltnoxen und dem menschlichen Körper beschäftigen, zu untersuchen. Darüber hinaus könnte sich dieses System als außerordentlich wertvoll erweisen zur Evaluation des endokrinen Potentials unbekannter Substanzen. Es sind folgende Themen vorgesehen: Thema 1: Die Auswirkungen einer endokrinen Disruption durch halogenierte Hydrocarbone auf die Reifung von Neuronen und Gliazellen. Thema 2: Primäre und sekundäre Signalwege des AhR-ARNT Systems: Definition der gewebsspezifischen Genexpression in Immunzellen.

Amphibien als Modell zum Nachweis endokrin wirksamer Stoffe (endocrine disruptors) mit Wirkungen auf die Reproduktionsbiologie

Umweltrelevante Stoffe können mit den endokrinen Systemen von Tier und Mensch interagieren. Diese endokrin wirksamen Substanzen, auch 'endocrine disruptors (ED) genannt, beeinflussen hauptsächlich die Reproduktionsbiologie und das Schilddrüsensystem. Die klassischen Tiermodelle für diese endokrinen Systeme finden sich bei den Amphibien, die deshalb auch als sensitive Versuchsmodelle für den Nachweis der verschiedenen Wirkmechanismen (MOA) der ED dienen können. Amphibien werden gegenwärtig hinsichtlich ihrer Eignung, sowohl (anti)estrogene wie auch (anti)androgene MOA auf die Reproduktionsbiologie zu detektieren, geprüft. Die Reproduktionsbiologie kann auf verschiedenen endokrinen Ebenen gestört werden, wobei Einflüsse auf negative Feed-back-Mechanismen und die Konzentrationen der Sexsteroide, Androgene und Estrogene, zu Änderungen in der Genexpression spezifischer Biomarker führen. Zur Bestimmung aller 4 prinzipiell möglichen MOA der ED auf die Reproduktionsbiologie wurden adulte Xenopus laevis beiderlei Geschlechts in vivo exponiert mit dem Estrogen Ethinylestradiol (EE2), dem Antiestrogen Tamoxifen (TAM), dem Androgen Methyldihydrotestosteron (MDHT) und dem Antiandrogen Flutamide (FLU). Die Exposition mit diesen ED erfolgte bei einer Konzentration von 10-8 M über 4 Wochen und parallel dazu mit Wasser des anthropogen belasteten Flusses Lambro (Italien). Die Feed-back- Mechanismen der die Reproduktion regulierenden Hypothalamus- Hypophysen-Achse wurde untersucht anhand der Änderungen der Genexpression des Gonadotropin releasing Hormons (GnRH), des luteinisierenden Hormons (LH beta) und des Follikel stimulierenden Hormons (FSHß) im Gehirn und der Hypophyse mittels semi-quantitativer RT-PCR. Die Expression von LHß war in Männchen höher als in Weibchen, während für FSH beta und GnRH keine geschlechtsspezifischen Unterschiede festzustellen waren. EE2 and MDHT verminderten die LH alpha-mRNAExpression im Gehirn männlicher X. laevis, während in Weibchen nur EE2 die LH alpha-mRNA reduzierte. TAM steigerte LH alpha-mRNA und FSH alpha-mRNA in weiblichen X. laevis, während keinerlei andere Behandlung die FSH alpha- mRNA-Expression veränderte. Die GnRH-Expression wurde nicht beeinflußt und die Exposition mit Wasser des Lambro zeigte keinerlei signifikanten Effekt.

Wirkung der kombinierten Belastung mit ausgewaehlten PCB-Kongeneren auf das Verhalten, Neurotransmitter im Gehirn und Schilddruesenhormone bei der Ratte + Folgeprojekt

Teil 1: Verglichen werden die Kongener 47 (orthochloriert) und 77 (coplanar) nach praenataler Gabe (GD 7-18; s.c.-Injektion) Wirkungsuntersuchungen erfolgen an den Nachkommen zu unterschiedlichen postnatalen Zeitpunkten. Untersucht wurden verschiedene Verhaltensmodelle, sowie Transmitter im Gehirn sowie Schilddruesenhormone. Betroffen waren vor allem Amydala-abhaengige Funktionen (passive Vermeidung, konditionierte Geschmacksversion, Aengstlichkeit im open field), aber auch dopaminerg (Haloperiodol-induzierte Katalepsie) sowie serotonerg vermittelte Funktionen (Substanzdiskrimination mit Buspiron/Apomorphin gg NaCl). Durchgaengig erwies sich das coplanare Kongener 77 als staerker wirksam. Teil 2: Vergleich eines technischen PCB-Gemisches (Arochlor) mit einem gemaess Muttermilchspektrum rekonstituierten Gemisch. Praenatale Exposition ueber das Futter mit Absetzen zum Geburtstermin. Diese Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Erste Ergebnisse zeigen: Deutlich verminderte Aromataseaktivitaet im Gehirn der PCB-Tiere (rekonstituiertes Gemisch) - Aromatase katalysiert die Umwandlung von Testosteron in Oestradiol waehrend der Gehirnentwicklung und, damit stimmig, eine erhoehte Suesspraeferenz der maennlichen Nachkommen ('Feminisierung'). Auch Hodengewichte waren stark reduziert.

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