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Found 38 results.

Gefahren fuer die Bevoelkerung durch Kernenergieanlagen

Bearbeitet werden folgende Fragestellungen: Strahlenschutzmessungen, Sicherheit von Kernkraftwerken, Interessenlage von Gutachtern, biologische Strahlenwirkungen, Strahlenschutzgesetzgebung, Radiooekologie und (Strahlenschutzmessungen), Spurennachweis durch Roentgenfluoreszenz. Benutzte Unterlagen sind: Fachliteratur, behoerdliche und andere Gutachten, Gerichtsurteile.

Quantitative Erfassung molekulargenetischer Alterationen in Schilddruesentumoren bei Kindern nach Tschernobyl

ELE/RET-Rearrangements finden sich als moeglicherweise typische molekulare Veraenderung mit hoher Praevalenz in Schilddruesencarcinomen von Kindern nach Fall-Out-Exposition infolge des Reaktorunfalls nach Tschernobyl.

REFOPLAN 2022 - Ressortforschungsplan 2022, Auswertung von Schilddrüsen-Messungen und Bewegungsprofilen zur Ermittlung der Iod-Expositionen mit KI-Verfahren

Nachsorge von Kindern mit Schilddrüsenkrebs post-Tschernobyl aus Weißrussland

Es wurde eine Gruppe von 231 Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit fortgeschrittenen Formen des Schilddrüsenkrebses nach Tschernobyl, die in Minsk operiert und in Deutschland mit Radiojod nachbehandelt worden waren, entsprechend einem definierten Untersuchungsprotokoll medizinisch nachuntersucht und betreut. In keinem Fall wurde eine Progression der Tumorerkrankung im Rahmen der Nachsorge festgestellt. Auch Zweittumoren sind bisher nicht aufgetreten; in der Zwischenzeit sind bereits 64 gesunde Kinder der Patienten auf die Welt gekommen. Die Daten dieser Zielgruppe und einer wesentlich größeren Gruppe von über 1000 weißrussischen Kindern und Jugendlichen mit Schilddrüsenkrebs nach Tschernobyl konnten in einer eigens dafür aufgebauten Datenbank dokumentiert und gespeichert werden.

Der ED-Stoff Perchlorat in der Umwelt - eine reelle Gefahr oder doch nur ein Nischenprodukt? Identifizierung relevanter Emissionsquellen von potentiellen Vorläufersubstanzen zur Vorbereitung gesetzlicher Regelungen unter REACH

a) Perchlorate sind potentielle endokrine Disruptoren. Sie können die Produktion von Schilddrüsenhormonen hemmen, was zu schwerwiegenden Effekten in Organismen führen kann. Jedoch liegen nur wenige Daten über das Vorkommen von Perchloraten in der Umwelt vor, so dass ihre Umweltrelevanz schwer einschätzbar ist. Perchlorate können vor allem aus chlorhaltigen Desinfektionsmitteln und aus vielen weiteren Vorläufersubstanzen aus der Chlorindustrie gebildet werden. Chlorhaltige Chemikalien werden in großen Mengen in den verschiedenen Bereichen eingesetzt und gelangen hierdurch auch in die Umwelt. Dort kann eine Perchloratbildung nicht ausgeschlossen werden. b) In dem Vorhaben soll das Vorkommen von Perchloraten in der Umwelt an 'hotspots', an denen große Mengen chlorhaltiger Chemikalien zum Einsatz kommen (Häfen, Auslauf von Kläranlagen etc.), analytisch ermittelt werden. Um die Perchloratbildung in Beziehung zu den Vorläufersubstanzen setzen zu können, soll ebenfalls die Konzentration wichtiger potentieller Vorläufer (wie z.B. Chlorat, Hypochlorit, freies und gebundenes Chlor etc.) an den 'hotspots' gemessen werden. Die Ergebnisse des Projektes tragen zum besseren Verständnis der Perchloratbildung aus den Vorläufersubstanzen bei.

Untersuchung über die strahlenbiologische Wirkung von Radium 224

Vor ca. 50 Jahren wurden Patienten mit Injektionen von Radium-224 (radioaktiver Stoff) behandelt. Diese Behandlung erwies sich in der Folge als ärztlicher Kunstfehler, da einerseits der erhoffte Heilungserfolg nicht eintrat, andererseits bei den Patienten erhebliche Folgeschäden durch die Bestrahlung mit dem Radionuklid Radium-224 auftraten. Insbesondere wurden als Folge der Bestrahlung überdurchschnittlich häufige Fallzahlen an Knochentumoren, Mammakarzinomen, Lebertumoren u.a.m. festgestellt. Aus dem Verhältnis der festgestellten Fallzahlen zu den erwarteten Fallzahlen können Risikofaktoren, bzw. Dosis-Wirkungsfaktoren abgeleitet werden. Die bisherigen Ergebnisse lassen auf ein deutlich erhöhtes Risiko von Kindern bzw. Jugendlichen gegenüber Erwachsenen bei gleicher applizierter Strahlendosis schließen. Die Radium-224-Studie ist weltweit neben der Studie über die Überlebenden der Hiroshima/Nagasaki-Atombomben eine der wichtigsten (belastbaren) Untersuchungen über die Dosis-Wirkungsbeziehungen nach Expositionen durch ionisierende Strahlung. Das noch lebende Patien-tenkollektiv ist deshalb auch weiterhin zu beobachten.

Fernmesssystem zur Erfassung der Jod-Immission nach stoerfallbedingter Freisetzung aus kerntechnischen Anlagen

Es wird ein Jodmesskopf zur Erfassung von Radiojod in der Umgebung kerntechnischer Anlagen entwickelt, der im Stoerfall ferngesteuert geschaltet und mit dem dann ohne Zeitverlust die Schilddruesendosis durch Inhalation bestimmt werden kann. Der Jodmesskopf wird durch eine Gammasonde und einem Probensammler fuer Jod und Aerosole mit angeschlossenem Aerosolenmesskopf zu einer kompletten Messstation zur Luftueberwachung in der Umgebung kerntechnischer Anlagen ergaenzt. Mehrere Messstationen bilden zusammen mit einer ueber Standleitung verbundenen Zentrale ein Ueberwachungssystem, das sowohl fuer den Stoerfall als auch fuer den bestimmungsmaessigen Betrieb ausgelegt ist. Das gesamte System wird in der Umgebung der Kernforschungsanlage Juelich erprobt.

Schilddruesenkarzinomentstehung nach Applikation von 131-Iodid bei Kindern

Im Vorhaben wird die Haeufigkeit von Schilddruesenkarzinomen in einer Gruppe von Patienten, die zu diagnostischen Zwecken einem Radio-Jod-Test unterzogen wurden und die zum Zeitpunkt dieses Test nicht aelter als 17 Jahre waren, verglichen mit der Haeufigkeit in eben dieser Altersgruppe in der Gesamtbevoelkerung und mit der Haeufigkeit des Schilddruesenkarzinoms in einer Kontrollgruppe, die bei gleichen Diagnosegruenden und gleicher Altersstruktur einem anderen Diagnoseverfahren unterzogen wurde. Zielsetzung ist es, aufgrund dieser Vergleiche das relative Risiko fuer ein Schilddruesenkarzinom nach Applikation von Iod-131 zu bestimmen. Das Untersuchungsprogramm umfasst: 1) Ermittlung der Inzidenz in der Bevoelkerung anhand des bundesweiten Kinderkrebsregisters am Institut fuer Medizinische Statistik und Dokumentation der Universitaet Mainz; 2) Auswahl, Gewinnung und medizinische Untersuchung von Patienten, die einem Radio-Jod-Test unterzogen wurden; 3) Auswahl, Gewinnung und medizinische Untersuchung von Patienten, die aufgrund gleicher Diagnosen einem Schilddruesenszintigramm unterzogen wurden, bei den aber nicht Iod-131 Anwendung fand; 4) Historische Kohortenstudie mit einer mittleren Beobachtungsdauer von 24 Jahren; 5) Kooperation mit verschiedenen Kliniken zur Gewinnung von Faellen und Kontrollen; 6) Ein Inzidenzvergleich zwischen der untersuchten Population einerseits, der Bevoelkerung und der Kontrollgruppe andererseits; 7) Insgesamt sollen 2000 Patienten, je zur Haelfte Faelle und Kontrollen, untersucht werden; Aussagen ueber das relative Risiko sind noch nicht moeglich, da das Vorhaben noch nicht abgeschlossen ist. Es hat sich aber gezeigt, dass der Weg, auf dem die Patienten und die Kontrollen gewonnen werden, ein gangbarer ist und das die Akzeptanz der Einladung zu einer medizinischen Untersuchung durchaus befriedigend ist.

Untersuchung des Brustkrebsrisikos nach Radioiodtherapie eines Schilddrüsenkarzinoms-Machbarkeitsstudie

Ein mögliches Risiko der Strahlentherapie ist die Induktion von Zweittumoren. Im Besonderen geht es um die Induktion von Brustkrebs durch die Radioiodtherapie (RIT). Dazu vorliegende Ergebnisse aus Studien lassen keine eindeutige Aussage zu und sind in Teilen widersprüchlich. Aus strahlenhygienischer Sicht ist eine systematische Erfassung von Brustkrebs als Folge einer RIT von besonderer Bedeutung, da die RIT eine gängige Form der Therapie bösartiger Schilddrüsentumoren und im gegebenen Fall auch gutartiger Erkrankungen der Schilddrüse ist. Derzeit werden in Deutschland bei gutartigen und bösartigen Schilddrüsenerkrankungen ca. 50 000 RIT pro Jahr durchgeführt (s. F. Grünwald, K.-M. Derwahl, Diagnostik und Therapie von Schilddrüsenerkrankungen. Frankfurt, Berlin 2014). Demzufolge wurde 2011 ein Ressortforschungsvorhaben (3611S40006) initiiert mit dem Ziel, das Brustkrebsrisiko von Frauen, die als Kinder und Jugendliche radioiodtherapiert wurden, zu untersuchen. Im Verlauf dieser Studie wurden das Studiendesign festgelegt und geeignete Studienzentren und -kollektive für eine repräsentative Erhebung des Brustkrebsrisikos ausfindig gemacht. Innerhalb der Laufzeit des FVs konnten jedoch weder genügend Zusagen von den geeigneten Forschungseinrichtungen gewonnen werden, noch eine für eine repräsentative Erhebung ausreichende Anzahl an Teilnehmerinnen rekrutiert werden, die sich bereit erklärten, an einer langfristigen Studie teilzunehmen. Diese Schwierigkeiten konnten zwischenzeitlich überwunden werden, so dass nunmehr durch Zusagen verschiedener Studienzentren eine ausreichende Anzahl an möglichen Teilnehmerinnen (8070) zur Verfügung steht, um eine belastbare Abschätzung des Brustkrebsrisikos nach RIT ermitteln zu können. Bevor diese repräsentative Studie an mehreren Tausend Frauen initiiert wird, soll im vorliegenden Forschungsvorhaben ihre Machbarkeit an einem kleinen Kollektiv von Frauen erprobt werden.

Bewertung des endokrinen Potenzials von Bisphenol Alternativstoffen in umweltrelevanten Verwendungen

Bisphenol A und die Gruppe der Bisphenole insgesamt stehen im Verdacht, den Hormonhaushalt von Mensch und Tieren zu stören, und so als endokrine Disruptoren in der Umwelt zu wirken. Als prominenteste Vertreter dieser Gruppe sind Bisphenol A und Bisphenol S aktuell Ziel verschiedener regulatorischer Aktivitäten. Aufgrund nachgewiesener reproduktionstoxischer Eigenschaften (Einstufung als Repro. Tox 1B) und Hinweisen auf eine endokrine Wirkung in Mensch und Umwelt, plant Frankreich Bisphenol A als besonders besorgniserregenden Stoff nach Artikel 57 c und f der REACH Verordnung zu identifizieren. Zusätzlich steht eine EU weite Beschränkung für den Einsatz von Bisphenol A in Thermopapier unmittelbar bevor. Ebenfalls gibt es in verschiedenen Staaten nationale Beschränkungen, die z.B. den Einsatz von Bisphenol A in Lebensmittelverpackungen regeln. Bisphenol S gilt für viele Verwendungen als die Hauptalternative zu Bisphenol A und steht ebenfalls im Verdacht, endokrin aktiv zu sein. Aktuell bewertet Belgien in einer Stoffbewertung das Gefahrenpotenzial von Bisphenol S. Das UBA möchte vermeiden, dass als Substitute Substanzen zum Einsatz kommen, die ein vergleichbares Gefahrenpotenzial aufweisen.. Das Ziel dieses Projektes ist es daher zunächst für diejenigen Verwendungen von Bisphenol A, Bisphenol S und weiterer Bisphenole, für die das UBA einen besonders hohen Umwelteintrag der Stoffe erwartet, nach möglichen Alternativstoffen (auch weitere Vertreter der Bisphenolgruppe) zu recherchieren. Für die so identifizierten Substitutionskandidaten soll dann das endokrine Gefahrenpotenzial ermittelt werden. Dies soll zum einen auf der Auswertung vorhandener Literaturdaten geschehen und zum anderen sollen für identifizierte Datenlücken Tests auf in vitro Ebene durchgeführt werden. Für diese Tests soll eine Testbatterie mit den gängigsten in vitro Assays für östrogene, androgene und thyroidale Wirkungen eingesetzt werden. Die so generierten Informationen (Text gekürzt)

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