Die Berliner Badegewässerverordnung regelt, in welchen Gewässern und mit welchen Einschränkungen das Baden in Berlin erlaubt ist. In Umsetzung der EU-Badegewässer-Richtlinie bestimmt die für die Wasserwirtschaft zuständige Senatsverwaltung vor Beginn jeder Badesaison diejenigen Badegewässer, deren Qualität nach den Vorgaben der Berliner Badegewässerverordnung kurz vor und während der Badesaison (15. Mai bis 15. September eines jeden Jahres) überwacht wird. Sie veröffentlicht diese im Amtsblatt für Berlin und auf den eigenen Internetseiten. Aktuelle Informationen zur Badegewässerqualität finden sich auf der Internetseite des Landesamtes für Gesundheit und Soziales . Nachfolgend wird die Aufstellung der für die Badesaison 2026 qualitätsüberwachten Badegewässer bekannt gegeben. Das Baden in den Gewässern erfolgt grundsätzlich auf eigene Gefahr. DEBE_PR_0001: Strandbad Jungfernheide DEBE_PR_0024: Strandbad Halensee DEBE_PR_0030: Unterhavel, Grunewaldturm DEBE_PR_0038: Teufelssee DEBE_PR_0003: Seebad Friedrichshagen DEBE_PR_0004: Strandbad Müggelsee DEBE_PR_0005: Kleiner Müggelsee DEBE_PR_0006: Zeuthener See, Schmöckwitz DEBE_PR_0007: Langer See, Bammelecke DEBE_PR_0008: Strandbad Grünau DEBE_PR_0009: Strandbad Wendenschloss DEBE_PR_0039: Seddinsee DEBE_PR_0027: Dämeritzsee DEBE_PR_0028: Flussbad Gartenstraße DEBE_PR_0029: Große Krampe DEBE_PR_0011: Strandbad Tegeler See DEBE_PR_0012: Tegeler See, Saatwinkel DEBE_PR_0013: Strandbad Lübars DEBE_PR_0031: Freibad Heiligensee DEBE_PR_0034: Oberhavel, Sandhauser Straße DEBE_PR_0035: Tegeler See, gegenüber Reiswerder DEBE_PR_0036: Tegeler See, gegenüber Scharfenberg DEBE_PR_0037: Tegeler See, Reiherwerder DEBE_PR_0019: Flughafensee, Badestelle DEBE_PR_0026: Unterhavel, Breitehorn DEBE_PR_0020: Groß-Glienicker See, nördlich DEBE_PR_0021: Groß-Glienicker See, südlich DEBE_PR_0014: Oberhavel, Bürgerablage DEBE_PR_0015: Unterhavel, Kleine Badewiese DEBE_PR_0022: Schlachtensee DEBE_PR_0023: Krumme Lanke DEBE_PR_0025: Unterhavel, Alter Hof DEBE_PR_0032: Unterhavel, Lieper Bucht DEBE_PR_0033: Unterhavel, Radfahrerwiese DEBE_PR_0017: Unterhavel, Große Steinlanke DEBE_PR_0018: Strandbad Wannsee DEBE_PR_0016: Strandbad Plötzensee DEBE_PR_0002: Strandbad Orankesee DEBE_PR_0010: Strandbad Weißensee Stand: Februar 2026 Im Rahmen der Erstellung, Überprüfung und Aktualisierung der Badegewässerliste besteht für die betroffene Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich zu beteiligen. Vorschläge und Bemerkungen zu den ausgewiesenen Badegewässern richten Sie bitte per E-Mail an: cornelia.albers@senmvku.berlin.de .
Flussseen Rund 30 km der Havel und ihrer seenartigen Erweiterungen verlaufen auf Berliner Stadtgebiet. Die bereits vor 1232 bestehende Staustufe Spandau trennt die Oberhavel , einschließlich Nieder-Neuendorfer und Tegeler See von der Unterhavel , einschließlich Scharfe Lanke, Stößensee, Jungfernsee und Großer Wannsee.In einer eiszeitlichen Nebenrinne verläuft die kleine Wannseekette , welche den Kleinen Wannsee, Pohle- und Stölpchensee umfasst. Diese Gewässer ähneln sich sowohl morphologisch als auch hydrologisch und können als durchflossene, bzw. Flussseen zusammengefasst werden. Die Gesamtfläche der Havelseen beträgt mehr als 2000 ha, wobei Pohle- und Stölpchensee mit je 10 ha die kleinsten und der Tegeler See mit etwa 400 ha der größte ist. Alle genannten Gewässer wurden im Rahmen der Erfassung der Berliner Fischfauna beprobt. Das Gewässernetz der Havelseen gehört zu den fischartenreichsten Berliner Gewässern mit bis zu 24 Arten (Unterhavel) in einzelnen Gewässern und 31 insgesamt festgestellten Fischarten . Das große Fischarten-Spektrum der Flussseen hat mehrere Ursachen . Zum einen finden sich, wie bereits o.g., neben Stillwasserbereichen auch durchströmte, weshalb neben den ubiquitär verbreiteten eurytrophen Arten, auch limnophile (ruhiges Wasser bevorzugende) und rheophile (Strömung bevorzugende) Arten geeignete Lebensbedingungen finden. Zudem sind trotz starker anthropogener Beeinträchtigungen noch vergleichsweise vielfältige Uferstrukturen zu finden. Abgesehen von weiträumigen Verbauungen aller Art (Spundwände, Stege, Anlegestellen etc.), existieren noch flache verkrautete Buchten und Röhrichtbestände, die den Fischen als Laichplätze und der Brut als Aufwuchsgebiete dienen. Zudem erfolgt regelmäßig Besatz mit Aalen, Hechten und Karpfen. Die Havelgewässer sind Wasserstraßen erster Ordnung , d.h. sie dienen der Berufsschifffahrt. Darüber hinaus werden sie von Fischern und Anglern genutzt sowie von Wassersportlern und Erholungssuchenden stark frequentiert. Neben den Havelgewässern finden wir seenartige Erweiterungen insbesondere im Verlauf von Spree und Dahme . Im Zug der Dahme befinden sich Langer und Zeuthener See sowie die Große Krampe . Der Seddinsee wird über den Gosener Kanal mit Spreewasser versorgt, alle weiteren untersuchten Gewässer ( Rummelsburger, Großer und Kleiner Müggel- und Dämeritzsee sowie die Bänke ) werden direkt von der Spree durchflossen. Die letztgenannten Seen nehmen zusammen eine Fläche von 952 ha ein, wobei ihre Größe im Einzelnen zwischen 15,8 ha ( Kleiner Müggelsee ) und 770 ha ( Großer Müggelsee ) schwankt. Insgesamt wurden 31 Fischarten nachgewiesen, mit einer Schwankungsbreite von 6 (Rummelsburger See) bis 30 Arten (Großer Müggelsee). Die Bestände des Bitterlings in diesen Gewässern sind meist erloschen, lediglich im Großen Müggelsee konnte diese Art festgestellt werden. Besonders erwähnenswert sind die im Großen Müggelsee vorhandenen starken Bestände der FFH-Arten Steinbeißer und Rapfen . Für beide Arten ist der Große Müggelsee das Hauptlaichgebiet in Berlin. Hier sind diese Arten besonders zahlreich und von hier besiedeln sie auch weitere, innerstädtische Gewässer, wie z.B. die Spree. Die am südöstlichen Stadtrand gelegenen Flussseen zeichnen sich durch vielfältige Habitate aus. Dort findet man neben ausgedehnten Schwimmblattpflanzen-Zonen (Die Bänke) noch großräumig unverbaute, naturnahe Ufer (Süd- und Westufer des Großen Müggelsees) sowie relativ ausgedehnte Röhrichtgürtel (Ostufer des Seddinsees). Die Nutzung der Gewässer erfolgt analog zu den Havelseen, allerdings ist die Belastung durch Sportboote deutlich geringer. Die Dahme bis Schmöckwitz ist Teil der Spree-Oder-Wasserstraße und wird durch die Berufsschifffahrt frequentiert. Der zwischen 2003 und 2013 insgesamt artenärmste Flusssee war der Rummelsburger See, in dem nur sechs Fischarten nachgewiesen wurden. Die Gruppe der Landseen bilden geschlossene, stehende Gewässer mit einer Fläche von mehr als einem Hektar. Je nach Art ihrer Entstehung wurden natürliche (als Folge der Weichsel-Vereisung) und künstliche Seen (Restlöcher, Kiesgruben, Ton- oder Torfstiche u.ä.) unterschieden. Von den beprobten Seen wurden 31 dieser Gruppe zugeordnet. Ihre Größen reichen von 1,2 ha (Möwensee) bis 70 ha (Groß-Glienicker See). In ihnen wurden insgesamt 25 Fischarten nachgewiesen, wobei die Anzahl der Arten im Einzelnen zwischen 2 (Schwarzwassersee) und 15 (Koenigssee) variiert. Der verlandete, flache, polytrophe Bogensee im Bucher Forst besitzt einen ausgedehnten Röhrichtgürtel. Die bis Mitte der 80er Jahre erfolgte Rieselfeldnutzung der Umgebung des Sees führte zu starken Nährstoffeinträgen, in deren Folge er verschlammte. Im Sommer erreicht der Sauerstoffgehalt des Wassers oft für Fische kritische Werte. Am Südufer des Sees besteht eine Rohrverbindung zu den Bucher Teichen. Der See wirkt sehr naturbelassen. Grunewald-, Hundekehle-, Nikolas- und Schlachtensee sowie die Krumme Lanke gehören zur Großen Grunewaldseenkette . Sie liegen in einer durch nacheiszeitliches Schmelzwasser entstandenen Nebenrinne der Havelseen. Die Ufer der langgestreckten Gewässer sind fast auf ihrer gesamten Länge mit Bäumen bewachsen. Mit Ausnahme des Nikolassees, welcher über ausgedehnte verkrautete Flachwasserbereiche und Röhrichtbestände verfügt, besitzen die genannten Gewässer nur an wenigen Stellen spärliches Röhricht. Die Kleine Grunewaldseenkette wird von Hertha-, Halen-, Diana-, Hubertus- und Koenigssee gebildet. Wie die Seen der Großen Grunewaldseenkette liegen sie in einer durch nacheiszeitliches Schmelzwasser entstandenen Nebenrinne der Havelseen. Ihre Ufer sind mit Büschen und Bäumen bestanden sowie z.T. mit hölzernen Faschinen befestigt. In allen Bereichen finden sich auch flache, verkrautete Gewässerabschnitte und Röhrichtbestände. Die Ufer sind nur an wenigen Stellen öffentlich zugänglich. Wie die meisten Berliner Seen, sind auch sie Angelgewässer und werden als solche regelmäßig mit Fischen besetzt. Mit einer Fläche von 70 ha ist der Groß-Glienicker See der größte Berliner Landsee. Er ist ein geschichteter, eu- bis hypertropher See. Seine frühere, temporäre Verbindung zum Sacrower See ist nicht mehr existent, so dass Einwanderungen von Fischen auf diesem Weg unterbunden wurden. Fischbesatz erfolgt vorwiegend mit Hechten, Schleien, Karpfen und Aalen, insgesamt wurden acht Fischarten nachgewiesen. Infolge einer 1992/93 erfolgten chemischen Phosphatfällung im See verbesserte sich die sommerliche Sichttiefe im See erheblich, was auch die Ansiedlung von Unterwasserpflanzen begünstigte und damit zu einer Erhöhung der Strukturvielfalt des Sees führte. Im Norden Berlins liegt der langgestreckte Hermsdorfer See . Er wird vom Tegeler Fließ durchströmt. Analog zum Heiligensee ist der Durchfluss zu gering, um ihn als Flusssee auszuweisen. Seine Ufervegetation ist abwechslungsreich strukturiert, neben röhrichtbewachsenen Bereichen sind weitere mit Büschen und Bäumen bestanden. Im Wasser finden sich flache, krautige Bereiche, welche den Fischen und ihrer Brut als Laichplätze und Unterstände dienen können. Der Gewässergrund ist schlammig. Im Hermsdorfer See wurden 14 Arten nachgewiesen. Der hypertrophe Malchower See liegt im Norden Berlins. Er wird durch Angler bewirtschaftet. Seine maximale Tiefe beträgt 6,5 m, die Sichttiefe nur wenige Zentimeter. Das Seeufer ist z.T. mit dichten Weidengebüschen (Ostufer) und Bäumen (Nord- und Nordwest-Ufer) gesäumt. Höhere Wasserpflanzen fehlen infolge des Nährstoffeintrages aus der Umgebung weitgehend, der Westteil des Sees ist besonders stark verschlammt. Hier reichen mächtige Schlammablagerungen bis dicht (10-20 cm) unter die Wasseroberfläche. Allerdings wurde in den letzten zwanzig Jahren kein Fischsterben beobachtet, wie sie noch zwischen 1974 und 1988 wiederholt auftraten. So gelang unter anderem die erfolgreiche Ansiedlung von Welsen, wie der Fang eines 1,20 m langen Exemplares im Sommer 2003 eindrucksvoll belegte. Aktuell wurden zwölf Fischarten nachgewiesen, gegenüber 14 bis 1993 und 11 bis 2003. Der hypertrophe Obersee in Hohenschönhausen ist ein Parkgewässer. Der bis auf seine Insel strukturarme See wird durch monotone Betonufer gesäumt, die den Fischen weder Unterstände noch Laichhabitate bieten. Im den Jahren 2011 bis 2014 erfolgte eine umfangreiche Seesanierung mit Entschlammung, Uferneugestaltung und Einbau eines Seefilters. Ziel der Maßnahme ist es die Gewässergüte deutlich zu verbessern. Gegenüber der Periode vor 1993 hat sich der Fischbestand erheblich gewandelt. Waren damals nur noch Karauschen, Giebel, Schleien und Karpfen häufig, so waren es 2003 und sind es heute Barsche und Moderlieschen, von denen insbesondere die Barsche eine geringere Toleranz gegenüber geringen Sauerstoffwerten haben als die genannten Karpfenfische. Die Fischartenzahl ging auf neun zurück , gegenüber 14 bis 1993 und zehn bis 2003. Der benachbarte, eutrophe Orankesee ist ebenfalls ein fischereilich bewirtschaftetes Parkgewässer, das an dessen Nordufer darüber hinaus eine stark frequentierte, öffentliche Badeanstalt liegt. Die Seeufer waren mit Stahlspundwänden und Beton-Wabenplatten befestigt bevor diese im Jahr 2012 im Zuge einer Uferrenaturierung entfernt wurden. Im See finden sich noch ausgedehnte Wasserknöterich-Bestände, die den Fischen Laichplätze und Unterstände bieten, der Badestrand bietet sandlaichenden (psammophilen) Fischarten, wie dem Gründling, geeignete Laichrefugium. Der See wird über einen Tiefbrunnen gespeist und hat trotz starker Frequentierung durch Badende eine bessere Wasserqualität als der Obersee. Ebenfalls als öffentliche Badeanstalt genutzt wird der Plötzensee im Wedding. Der See wird anglerisch genutzt. Der Plötzensee weist überwiegend unbefestigtes Ufer, mit bis zum Wasser reichendem Baumbestand auf. Nur im Bereich der Badeanstalt ist das Ufer unbewaldet. Von der Ufervegetation fallen jährlich große Mengen Laub ins Wasser, bei deren Umsetzung Nährstoffe freigesetzt werden und zeitweise Sauerstoffmangel im Hypolimnion auftritt. Bei der Vollzirkulation im Oktober 2000 kam es deshalb zu einem Aalsterben , weshalb im Herbst des gleichen Jahres intensiv chemische Verfahren zur Nährstofffestlegung im Sediment angewandt wurden. Eine im Folgejahr durchgeführte Untersuchung der fischfaunistischen Auswirkungen erbrachte den Nachweis von insgesamt 15 Fischarten (Fredrich & Wolter unveröffentlicht), gegenüber 10 Arten bis 1993. Bis 2013 wurden 13 Arten , darunter auch der Aal, festgestellt. Vor der Einstellung der Bewirtschaftung des Teufelssees (Müggelheim, Köpenick) wurde dieser vom Deutschen Anglerverband (DAV) LV Berlin e.V. mit Fischen besetzt. Die gegenwärtig nachgewiesenen Fischarten sind in erster Linie darauf zurückzuführen. Analog zum Plötzensee sind die Ufer zu großen Teilen durch Bäume gesäumt. Der damit verbundene Laubeintrag führte zu einer Verschlammung des polytrophen Sees mit bis zu 20 m mächtigen Feinsedimentauflagen. Der Teufelssee (Wilmersdorf) liegt in einem Naturschutzgebiet. Seine Ufer sind mit Bäumen bestanden und z.T. schilfbewachsen. Dadurch bilden sie relativ vielgestaltige Strukturen und wirken naturnah. Im Gewässer befindet sich ein sich selbst reproduzierbarer Bitterlingsbestand von denen es im Land Berlin nur noch wenige gibt. Die Ufer des Waldsees (Hermsdorf) sind dicht mit Bäumen bestanden. Es gibt flache verkrautete Bereiche, in denen Brut und Jungfische geeignete Lebensräume finden sowie Krautlaicher die erforderlichen Laichplätze. Das Gewässer erscheint sehr naturnah. Insgesamt wurden 9 Fischarten nachgewiesen. Der Waldsee (Zehlendorf) ist nicht öffentlich zugänglich. Auch dieses Gewässer erscheint weitgehend naturnah. Seine Ufer sind dicht mit Bäumen bestanden, teilweise allerdings durch Steganlagen verbaut. Es gibt eine reiche Unterwasser-Vegetation. Gegenüber elf Fischarten 1993 und acht Fischarten bis 2003, wurden bis 2013 nur noch sieben nachgewiesen Der hypertrophe Weiße See (Weißensee) ist ein fischereilich durch den Deutschen Anglerverband (DAV) LV Berlin e.V. bewirtschaftetes Parkgewässer, mit einer monotonen, aus alten Faschinen bestehenden, strukturarmen Uferlinie. Da höhere Wasserpflanzen aufgrund der starken Eutrophierung fehlen, finden die hier lebenden Cyprinidenarten kaum Laichsubstrate. Bis auf den Bereich der Badeanstalt am Ostufer ist der Seeboden stark verschlammt. Die Wasser-Fontäne in der Mitte des Sees führt während der Sommermonate zu einem mechanischen Sauerstoffeintrag und ist daher positiv zu bewerten. Nach mehreren Fischsterben zwischen 1993 und 1996, wurden bis 2003 und auch bis 2013 nur noch sieben Fischarten nachgewiesen, 1993 waren es noch 18. Der oftmals dramatisch erscheinende Rückgang der Artenzahlen gegenüber 1993 in vielen natürlichen Seen ist darauf zurückzuführen, dass die Bewirtschafter, meistens Angelvereine, Fischbesatzmaßnahmen heute verantwortungsvoller planen und durchführen. In den Seen fehlen fast ausschließlich solche Arten, die in der Vergangenheit besetzt wurden, obgleich sie für den Gewässertyp ungeeignet waren (vielfach Regenbogenforellen, aber auch Zander, Rapfen, Döbel u.a.m.) und die nun wieder verschwinden, nachdem die Besatzmaßnahmen offensichtlich eingestellt wurden. Die Regenbogenforelle wurde in den über 900 Befischungen zwischen 2003 und 2013 in Berlin nicht mehr nachgewiesen. Dieser Gruppe wurden 9 der beprobten Seen zugeordnet. Ihre Größe schwankt zwischen 0,5 ha (Körner See) und 15 ha (Habermannsee). In ihnen wurden insgesamt 23 Fischarten nachgewiesen. Wobei in den einzelnen Gewässern mindestens vier (Laßzinsee) und maximal elf (Butzer See, Fauler See, Neuer See) vorkamen. Die hohen Fischartenzahlen sind auf Besatz zurückzuführen. Die BUGA-Gewässer auf dem Gelände der ehemaligen Bundesgartenschau (Östlicher See, Hauptsee, Südlicher See, Irissee) wurden zur landschaftlichen Gestaltung der Parkanlage geschaffen. Sie werden künstlich gespeist. Ihr Wasser ist relativ nährstoffarm und klar. Die Uferregion wurde in Teilbereichen naturnah gestaltet, bepflanzt und beherbergt dort eine artenreiche Vegetation. Im Wasser wachsen dichte Bestände submerser Makrophyten. Obwohl zahlreiche Fischarten, darunter auch Bitterlinge, in die Gewässer eingesetzt wurden, konnten nur acht nachgewiesen werden. Die Bitterlinge haben sich nicht etabliert. Im Tiergarten befinden sich eine Reihe von Parkgewässern , die z.T. über Gräben miteinander verbunden sind, von denen zwei, Fauler und Neuer See, aufgrund ihrer Fläche zu den künstlichen Seen gezählt wurden. Ihre Wasserversorgung erfolgt aus der Spree, allerdings ist diese Verbindung für Fische nicht passierbar, so dass die mit 11 Arten noch immer hohe Fischartenzahl (gegenüber 18 bis 1993 und 15 bis 2013) vorwiegend auf Besatz zurückzuführen ist. Eine bereits von Vilcinskas & Wolter (1993) angeregte, für Fische passierbare Anbindung der Tiergartengewässer an die Spree wurde bislang nicht realisiert. Bei den im Bezirk Hellersdorf gelegenen Kaulsdorfer Seen handelt es sich um ein sehr junges, fünf Seen umfassendes Naherholungsgebiet, von denen Butzer und Habermannsee die beiden ältesten sind. Letztgenannte entstanden 1942 im Zusammenhang mit dem Bau der Reichsbahn-Umgehungsbahn Wuhlheide. Erst 1970 wurde der Kiessee ausgebaggert, der mit einer Tiefe von 1 – 2 m sehr flach mit dem Habermannsee verbunden ist. Insgesamt wurden in den Kaulsdorfer Seen 13 Fischarten nachgewiesen. In den Seen finden Hechte noch geeignete Bedingungen zur natürlichen Reproduktion. Da diese Fischart in Berlin aufgrund selten gewordener Laichplätze und damit eingeschränkter Möglichkeiten der Arterhaltung überwiegend durch Besatz erhalten wird, sind die wenigen vorhandenen Laichplätze besonders schützenswert. Die ehemalige Kiesgrube Laßzinssee ist ein naturnahes Gewässer, welches aufgrund seiner Bedeutung für die Vogelfauna geschützt wird und eingezäunt wurde. Die Uferstruktur weist einen breiten Röhrichtgürtel und Bäume auf. Im klaren, relativ nährstoffarmen Wasser sind dichte Bestände submerser Makrophyten vorhanden. Auch hier finden insbesondere Hechte geeignete Lebens- und Reproduktionsbedingungen. Rückhaltebecken sind künstlich geschaffene Gewässer. Wie bereits der Name impliziert, dienen sie als Auffang-, Sammel- und Sedimentationsbecken für Regen- und Oberflächenwasser. In diesen Becken gesammelte Abflüsse von Dächern, Höfen, Straßen u.a. versiegelten Flächen sind stark mit Nähr- und Schadstoffen, besonders PCB’s belastet . Dafür gelangen die eingeschwemmten toxischen Sedimente nicht mehr in die offenen Gewässer, so dass Regenrückhaltebecken einen Beitrag zur oft geforderten Verminderung der diffusen Nähr- und Schadstoffeinträge in andere Oberflächengewässer leisten (wofür sie auch konzipiert und angelegt wurden). Aufgrund der Belastungen des Wassers und der Sedimente, die sich in den Fischen akkumulieren, dürfen diese Gewässer nicht fischereilich bewirtschaftet werden . Da Rückhaltebecken auch nicht natürlich durch Fische besiedelt werden können, sollten sie eigentlich fischfrei sein. Das Gegenteil ist der Fall.Beispielsweise wurden im Krötenteich im Ortsteil Rahnsdorf vier Fischarten nachgewiesen. Im Gegensatz zu den übrigen Rückhaltebecken wurde der Krötenteich als Überlebensgrube für die Fische des im Unterlauf nur noch periodisch wasserführenden Fredersdorfer Mühlenfließes angelegt. Bei einer 1999 erfolgten Abfischung der rund 250 m 2 großen Überlebensgrube wurden über 14.000 Fische aus elf Arten gezählt (Fredrich & Wolter unveröffentlicht). Darunter befand sich u.a. auch ein einzelner, aus Besatz stammender Wels, für den sowohl das Becken als auch das Fließ selbst, als Lebensraum völlig ungeeignet sind. Während Teiche immer künstliche, ablassbare Gewässer sind, entstanden die anderen Formen meistens natürlich, infolge der eiszeitlichen Überformung der Landschaft als Toteisseen und Sölle oder auch als Abbau-Restlöcher (Ton-, Kies- oder Torfstiche). Von Teichen unterscheiden sich diese Gewässer dadurch, dass sie grundsätzlich nicht ablassbar sind. Da in Berlin keine Teichwirtschaft erfolgt und die Teiche deshalb höchstens im Zuge von Sanierungsarbeiten abgelassen werden, wurden beide Formen zusammengefasst. Aus ichthyofaunistischer Sicht sind im Untersuchungsgebiet auch keine weiteren Differenzierungen der Kleingewässer erforderlich. Die Qualität des Speisungswassers, anthropogene Beeinträchtigungen (in erster Linie durch Fischbesatz) und ihre Flächen (meist unter einem Hektar liegend) sind ähnlich und machen diese Gewässer untereinander vergleichbar. In den 48 beprobten Berliner Kleingewässern wurden insgesamt 24 Fischarten nachgewiesen, davon 18 einheimische. Die durchschnittliche Artenzahl beträgt vier je Kleingewässer, was angesichts der geringen Flächen dieser Gewässer sehr hoch ist. Nachfolgend werden nur einige Beispielgewässer kurz vorgestellt. Mit 13 Fischarten ist der Jungfernheideteich das artenreichste untersuchte Kleingewässer. Alle vorkommenden Fischarten sind hier heimisch. Bei vier der untersuchten Kleingewässer konnten keine Fischarten nachgewiesen werden. Dabei handelt es sich um den Entenpfuhl und den Sperlingssee in Mitte, den Kleinen Torfstich im Ortsteil Hermsdorf sowie den Rötepfuhl in Marienfelde. Inmitten einer Parkanlage in Tempelhof liegt der Eckernpfuhl . Seine Uferstrukturen sind durch die gleichförmige Befestigung monoton. Hier wurden zwei (bis 2003 noch fünf), ausnahmslos euryöke Fischarten nachgewiesen. Bei den Karower Teichen handelt es sich um vier hypertrophe, ehemalige Fischteiche auf dem Gebiet der stillgelegten Bucher Rieselfelder. Die durch Rohrleitungen miteinander verbundenen Teiche wurden bis 1990 fischereilich bewirtschaftet und sind heute Naturschutzgebiet. Ihre sehr naturbelassenen Ufer sind mit ausgedehnten Röhrichtbeständen gesäumt. Zwischen 2003 und 2013 wurden im Inselteich und Weidenteich Befischungen durchgeführt und insgesamt sechs Arten nachgewiesen. In dieser Kategorie wurden die Berliner Spree, kleinere Zuläufe von Havel und Spree sowie Zuflüsse der großen Seen zusammengefasst, insgesamt 10 Gewässer , die jedoch für die fischfaunistische Betrachtung in 13 Gewässerabschnitte unterteilt wurden. Alle weisen wenigstens noch rudimentär die für Fließgewässer charakteristischen Lebensraumstrukturen auf, wie z.B. Kolke, Mäander, naturnahe Ufer, Rückströmungen, Turbulenzen sowie unterschiedliche Bodensedimente . Besonders Ausuferungsbereiche, grobkörniges Sediment und Mäander, als naturnahe Strukturelemente, wurden durch wasserbauliche Maßnahmen fast überall beseitigt. Dies führte zu einer starken Abnahme der an diese Strukturen gebundenen Fließgewässerbewohner. Der strenge Schutz noch existierender sowie die Wiederherstellung zerstörter Fließgewässerhabitate könnten einen sehr wertvollen Beitrag zum Fischartenschutz darstellen. Andere Fließgewässer wurden in ihrem Charakter stark verändert und durch die Abläufe von Klärwerken belastet. Sie werden unter der Kategorie Klärwerksableiter beschrieben. Insgesamt kommen in den Berliner Fließgewässern 29 Fischarten vor, darunter auch die nach der Berliner Roten Liste stark gefährdeten Arten Karausche und Schlammpeitzger sowie die gefährdeten Arten Quappe, Bitterling, Döbel und Hasel. Bei lediglich zwei Arten der in den Fließgewässern nachgewiesenen Vorkommen handelt es sich um Neozoa, Blaubandbärbling und Zwergwels. Im Mittel kommen in den Berliner Fließgewässern 14 verschiedene Fischarten vor. Hecht und Plötze kommen in allen untersuchten Gewässern vor. Die meisten Arten wurden im Tegeler Fließ nachgewiesen, hier sind alle 21 Vorkommen einheimisch. Unterdurchschnittlich viele Fischarten wurden im Fließgraben (13 Arten), in der Neuen Wuhle (11 Arten) sowie mit jeweils 10 Arten in der Kuhlake, im Lietzengraben und in der Laake festgestellt. Die Einspeisung von mechanisch gereinigtem Havelwasser ermöglichte in der Kuhlake die Wiederansiedlung von submersen Makrophyten (z.B. Wasserfeder, Wasserstern und Tausendblatt). Die dichten Pflanzenbestände begünstigten besonders die natürliche Vermehrung der Rotfeder und des Hechtes . Die Quelle des Lietzengrabens liegt im Land Brandenburg, westlich der Ortschaft Schönow bei Bernau. Der Lietzengraben entwässert die Rieselfelder bei Hobrechtsfelde, fließt westlich an der Bogenseekette vorbei und mündet bei den Karower Teichen in die Panke. Die Alte Wuhle entspringt im Land Brandenburg bei Ahrensfelde und die Neue Wuhle am ehemaligen Klärwerk, bevor beide Flussarme sich nördlich der Cecilienstraße vereinigen und nahe der Alten Försterei in Köpenick in die Spree münden. Die Befischungen fanden in drei fischfaunistischen Abschnitten statt. Einerseits in der Neuen Wuhle und andererseits in der Wuhle zwischen Cecilienstraße und Wuhleblase ( Wuhle oberhalb Absturz ) sowie zwischen Wuhleblase und Spree ( Wuhle unterhalb Absturz ). Nach der Stilllegung des Klärwerks Falkenberg 2003, wurden zwischen 2006 und 2008 umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen an der Wuhle durchgeführt. Neben den Umbaumaßnahmen zu fisch- und kleintiergerechten Wehren wurden Beton- und Spundwandbauwerke durch naturnahe Steinriegel-Sohlgleiten ersetzt sowie ca. 50.000 t belasteter Schlamm aus der Wuhle und den Kaulsdorfer Teichen entfernt. Zusätzlich wurde die Gewässersohle um bis zu einem Meter erhöht, um den teilweise niedrigen Wasserstand der Wuhle zu beheben und eine Grundwasserstabilisierung zu erreichen. Weitere Maßnahmen sind in Planung (SenStadtUm 2013b). In der Neuen Wuhle wurden insgesamt 12 Arten , 11 davon heimisch, darunter der Schlammpeitzger, nachgewiesen. In den beiden Abschnitten der Wuhle wurden jeweils 16 heimische Arten , darunter jeweils auch die Karausche, nachgewiesen. Im Abschnitt oberhalb der Wuhleblase wurde auch der Schlammpeitzger nachgewiesen. Kanäle sind künstliche Wasserstraßen mit monotonen, befestigten Ufern (Steinschüttungen, Beton- oder Stahlspundwände), weitgehend konstanter Breite und Tiefe sowie einem meistens trapezförmigen Regelprofil. Rechnet man die in innenstädtischen Bereichen kanalartig ausgebaute Spree hinzu, verfügt Berlin über mehr als 100 Kanalkilometer . Da infolge des naturfernen Ausbaus für Fische wichtige Strukturen wie Laichplätze, Unterstände und Weidegründe fehlen, dienen sie ihnen vornehmlich saisonal als Aufenthaltsorte oder Wanderwege . Die Zahl der zu erwartenden Fischarten wird daher auch von der Fauna der mit ihnen in Verbindung stehenden Gewässer beeinflusst. Um das gute ökologische Potential im Sinne der EG-WRRL in den Berliner Kanälen erreichen zu können, müssten 16 typspezifische Fischarten vorkommen (Pottgiesser et al. 2008).Dieses gute ökologische Potential wurde in keinem der untersuchten Kanäle erreicht. Aktuell wurden in den innerstädtischen Kanälen im Durchschnitt nur 10 Arten festgestellt. Der Gosener Kanal wurde 1936 fertiggestellt und verbindet den Dämeritz- mit dem Seddinsee. Seine Ufer bestehen zu großen Teilen aus Steinschüttungen. Die mittlere Tiefe beträgt 3 m, die Breite 35 m. Wasserpflanzen sind im Kanal sehr selten, als Ursache dafür sind Ufersicherungsmaßnahmen sowie der von der Schifffahrt erzeugte Wellenschlag anzunehmen. Aktuell wurden im Gosener Kanal 10 Fischarten nachgewiesen. Die Kanäle im Bereich der Innenstadt , wie z.B. Landwehrkanal und Kupfergraben , sind noch monotoner ausgebaut. Aus Platzgründen stehen hier die Ufer lotrecht und sind fest verfugt. Damit sind sie, im Gegensatz zu den Steinschüttungen anderer Kanäle, nicht einmal für Hartsubstratlaicher, wie Barsch oder Kaulbarsch, als Laichsubstrat nutzbar. Insgesamt wurden in den Kanälen 20 Fischarten nachgewiesen, als artenreichstes Gewässer erwies sich der Teltowkanal , die Südverbindung zwischen Spree und Havel , mit 16 Fischarten . Bei dieser Gruppe handelt es sich um kleine, kaum strukturierte, weitgehend gerade verlaufende künstliche Fließgewässer . Sie wurden hauptsächlich als Zu- und Ablaufgräben der Rieselfelder , aber auch zur Entwässerung z.B. der Gosener Wiesen in Köpenick angelegt. Ihr Profil ist trapezförmig bis rechteckig. Während die Abwasserleiter der Rieselfelder stark mit Nähr- und Schadstoffen belastet sind, zeigen reine Meliorations-, also Be- oder Entwässerungsgräben, meistens nur dann Belastungen, wenn ihr Umland intensiv landwirtschaftlich genutzt wird, bzw. wurde. Durch die Aufgabe der Verrieselung und die Absenkung des Grundwasserspiegels trockneten viele der im Norden Berlins (ehemalige Bucher Rieselfelder) gelegenen Gräben aus. Insgesamt wurden zwischen 2003 und 2013 20 Gräben und Meliorationsgräben untersucht. Der Westliche Abzugsgraben zweigt über ein Wehr vom Zitadellengraben ab und mündet unterhalb der Schleuse Spandau in die Havel. Unmittelbar unterhalb des Wehres herrscht eine relativ starke Strömung vor und das Sediment ist sandig bis kiesig. Weiter stromab, in Bereichen mit geringerer Strömung, ist der Grund schlammig. Die Ufer wirken naturnah und sind fast auf der gesamten Länge mit Bäumen bestanden. Insgesamt wurden 9 Fischarten nachgewiesen. Zweifelsohne ist der Westliche Abzugsgraben für die Fische der Havel, insbesondere für die strömungsliebenden Arten, ein wichtiges Laichgebiet. Der Große Sprintgraben ist ein stark verkrauteter Meliorationsgraben, der mit dem Teich Lübars in Verbindung steht. In ihm wurden beide Stichlingsarten und Schlammpeitzger nachgewiesen. Hinsichtlich des fischereibiologischen Wertes und Schutzes ist er den Rieselfeldgräben gleichzustellen (siehe unten). Um ein Zuwachsen und damit Verschwinden des Gewässers zu verhindern, können Unterhaltungsmaßnahmen erforderlich werden. Als Überbleibsel der rund einhundert Jahre betriebenen Verrieselung des Berliner Abwassers finden sich auf den nunmehr stillgelegten Rieselfeldern in Buch noch eine Vielzahl von Ablaufgräben . Diese fallen heute z.T. während des Sommers trocken, eine Folge der Absenkung des Grundwasserspiegels. In fast allen Rieselfeldgräben wurden beide Stichlingarten nachgewiesen. Sie sind an derartige Extrembiotope am besten angepasst und finden hier letzte Rückzugsgebiete. Da die verbliebenen kleinen Gräben erhalten wurden, haben sich die Bestände der Stichlinge in den letzten Jahren auf einem, im Vergleich zum Lebensraumangebot vor der großflächigen Grundwasserabsenkung niedrigen Niveau stabilisiert, weshalb beide Arten in der aktuellen Roten Liste in der Gefährdung herabgestuft wurden (Wolter et al. 2003). In der Roten Liste Berlin 2013 ist der Zwergstichling auf der Vorwarnliste und der Dreistachlige Stichling aals ungefährdet eingestuft. Kleine Gräben werden typischerweise nur von zwei bis drei Fischarten besiedelt. Hingegen kann diese Zahl erheblich zunehmen, wenn die Gräben mit Flüssen oder Seen in Verbindung stehen und von den dort heimischen Arten als Laich- und Brutaufwuchsgebiet genutzt werden. In der Ausgabe 2014 wird nur noch das Neuenhagener Mühlenfließ (Erpe) als Klärwerksableiter geführt. Die bis zur Stilllegung des Klärwerks Falkenberg 2003 als Klärwerksableiter dienende Wuhle wird seit dieser Ausgabe zu den Fließgewässern gezählt. Das Neuenhagener Mühlenfließ (Erpe) weißt mit 23 Arten, davon 20 Arten heimisch, eine sehr hohe Artenanzahl auf. Hier kommen u.a. die gefährdeten Arten Bitterling und Döbel und die in Berlin als extrem selten eingestufte Schmerle vor. Die Schmerle wurde im Jahr 2010 seit 1920 zum ersten Mal wieder im Land Berlin nachgewiesen. Im alten Verlauf des Neuenhagener Mühlenfließes (Fließstrecke im Bellevuepark, Alte Erpe) kommen sieben heimische Arten, darunter die Karausche, vor.
Verkehrsflächen
Die Landesregierung ist heute unter der Leitung von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff zu einer auswärtigen Kabinettssitzung in der Hansestadt Salzwedel zusammenkommen. Auf der Tagesordnung standen neben allgemeinen auch regionale Themen wie die infrastrukturelle, wirtschaftliche, kulturelle und soziale Entwicklung in der Hansestadt Salzwedel und im Altmarkkreis Salzwedel. Haseloff: „Dem Land liegt eine gute Entwicklung ländlicher Räume am Herzen. Deswegen haben wir auch Vorhaben im Altmarkkreis und der Stadt Salzwedel in den vergangenen Jahren intensiv gefördert und werden dies auch künftig tun: Von Investitionen in die Infrastruktur über die Wirtschaftsförderung bis hin zu den Bereichen Soziales und Kultur.“ Für einen lebenswerten Altmarkkreis Salzwedel In den zurückliegenden fünf Jahren sind rund 7,7 Mio. € Städtebaufördermittel in die Hansestadt Salzwedel geflossen; in die Kommunen des Altmarkkreises insgesamt knapp 18 Mio. €. In diesem sind weitere Fördermittel in Höhe von rund 4,6 Mio. € eingeplant. Für die Sicherung des historischen Speichergebäudes Lohteich 24 in der Hansestadt Salzwedel sind rund 2,2 Mio. € vorgesehen. Die Sicherung von historischen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden im Stadtkern soll mit fast 215.000 € finanziell unterstützt werden. In Klötze ist der Neubau eines Verwaltungsgebäudes geplant: dort sind neben dem Einzeldenkmal Rathaus ein Trauzimmer, das Büro des Standesamtes sowie das Stadtarchiv vorgesehen. Aus Städtebaufördermitteln wird das Vorhaben mit 940.000 € unterstützt. Für attraktive Bahnhöfe Dank der REVITA-Förderung, sowie Mitteln aus dem Städtebau haben im vergangenen Jahr die Arbeiten an der Verkehrsstation Gardelegen begonnen. Im Erdgeschoss soll ein Wartebereich samt Gastronomie, Shop für Fahrkarten und Reisebedarf sowie öffentlichen Toilettenanlagen gebaut werden. Darüber hinaus wird eine sichere Abstellmöglichkeit für Fahrräder im Bahnhofsgebäude geschaffen. Außerdem sollen im Obergeschoss des Bahnhofsgebäudes Büroflächen entstehen. Das Land stellt im Rahmen des REVITA-Programmes seit dem vergangenen Jahr rund 870.000 € bereit. Außerdem stehen im Rahmen der Städtebauförderung knapp 2,4 Mio. € zu Verfügung. Für digitale Netze und Verfahren Eine positive Entwicklung ist sowohl im Altmarkkreis als auch in der Hansestadt bei den Festnetzquoten zu verzeichnen. Durch den geförderten und eigenwirtschaftlichen Ausbau liegt die Versorgungsquote mit 50 Mbit/s in der Hansestadt inzwischen bei 98,8 Prozent, im Altmarkkreis nahezu ebenso hoch bei 98,7 Prozent. Auch beim Mobilfunkausbau mit 5G wurden deutliche Verbesserungen erreicht: der Altmarkkreis verfügt inzwischen über eine Abdeckung von 94,6 Prozent, die Hansestadt liegt aktuell bei 99,2 Prozent. Nur noch vereinzelt gibt es sogenannte „weiße“ Mobilfunkflecken, die erschlossen werden müssen. Die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft des Bundes (MIG) setzt dazu im Altmarkkreis zwei Förderverfahren um: in Apenburg-Winterfeld und Gardelegen-Wannefeld entstehen neue Mobilfunkstandorte. Auch der Glasfaserausbau geht gut voran: im Rahmen einer Zuwendung des Landes wurde die Hansestadt Salzwedel mit mehr als vier Mio. € für den geförderten Ausbau von 387 unterversorgten Adressen unterstützt. Daneben wurden eigenwirtschaftlich weitere 3.900 Adressen mit Glasfaserinfrastruktur erschlossen. Mit dem kürzlich abgeschlossenen Großprojekt des Zweckverbandes Breitband Altmark konnten in der gesamten Altmark rund 30.000 Anschlüsse geschaffen werden. Land (ca. 30 Mio. €) und Bund (ca. 115 Mio. €) haben dafür in großem Umfang Fördermittel beigesteuert. Im Rahmen der WLAN- und Freifunkförderung wurden zwei Projekte realisiert. Das WLAN auf den Caravan-Stellplätzen und im Freibad in der Hansestadt Salzwedel wurde mit gut 7.000 € gefördert, das WLAN im Bereich des Stadtbades und auf dem Campingplatz in Arendsee mit knapp 100.000 €. Wirtschaftsentwicklung und zukunftsorientierte Perspektiven für den Altmarkkreis Salzwedel Die Wirtschaftsförderung durch das Land Sachsen-Anhalt unterstützt den Landkreis erheblich. So wurden im Zeitraum von 2000 bis 2025 insgesamt 221 Projekte im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit rund 124,7 Mio. € bezuschusst. Diese Fördermittel trugen zur Schaffung von fast 2.100 neuen Arbeitsplätzen und zur Sicherung von rund 7.240 Arbeitsplätzen bei. Ein weiteres Beispiel für die Wirtschaftsförderung ist das Programm „Sachsen-Anhalt investiert“ , das seit seiner Einführung im Februar 2022 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Kleinstunternehmen unterstützt. Im Altmarkkreis wurden seitdem 14 Projekte mit einem Investitionsvolumen von rund 1,01 Mio. € bewilligt. Zusätzlich wurden im Bereich Digitalisierung rund 118.000 € in der Strukturfondsperiode 2021-2027 bewilligt. Bergbauliche Abfallentsorgungsanlage Brüchau und Lithiumvorkommen Die Sanierung der bergbaulichen Abfallentsorgungsanlage Brüchau kann fortgesetzt werden: Das Landesamt für Geologie und Bergwesen (LAGB) hat im August 2025 den abgeänderten Abschlussbetriebsplan des Unternehmens Neptune Energy genehmigt. Neptune Energy besitzt zudem eine Bewilligung zur Gewinnung von Lithium sowie drei Aufsuchungserlaubnisse auf Lithium im Norden Sachsen-Anhalts. Das Unternehmen führt derzeit Pilotprojekte durch, die keine zusätzliche bergbauliche Zulassung benötigen. Inwieweit die Lithiumvorkommen jedoch wirtschaftlich erschlossen werden können, ist noch nicht abschließend geklärt. Schätzungen zufolge könnten ab 2032 jährliche Wertschöpfungseffekte von rund 550 Mio. € und etwa 1.500 Arbeitsplätze entstehen. Eine Aussage zur wirtschaftspolitischen Bedeutung ist aber erst in einer späteren Projektphase möglich. Land- und Forstwirtschaft als tragende Säulen des Altmarkkreises Salzwedel Die landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Förderung, insbesondere durch das Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP) und Projekte zur Flurneuordnung, trägt maßgeblich zur Weiterentwicklung im Altmarkkreis Salzwedel bei. Im Rahmen der einzelbetrieblichen Investitionsförderung über das AFP wurden rund 7,0 Mio. €an landwirtschaftliche Betriebe im Altmarkkreis ausgezahlt. Junglandwirteim Landkreis wurden mit rund 650.000 € gefördert. Investitionen in die soziale Infrastruktur Von 2023 bis 2024 sind insgesamt mehr als 22,5 Mio. € aus Landes-, Bundes- und EU-Mitteln in die Hansestadt Salzwedel und den Altmarkkreis Salzwedel geflossen. So wurden unter anderem die Krankenhäuser im Landkreis im Rahmen des Krankenhausfinanzierungsgesetzes mit insgesamt rund 1,1 Mio. € unterstützt. Weitere Bundes- und Landesmittel erhielten die Krankenhäuser aufgrund der Sonderbelastung durch das Coronavirus sowie der durch den Anstieg der Energiepreise verursachten Kostensteigerungen. Im Bereich der ambulanten medizinischen Versorgung wird seit 2024 ein Modellprojekt zur Etablierung von Telemedizinischen Versorgungseinheiten (TE) am Beispiel der augenärztlichen Versorgungsstruktur der Region Altmark mit 2 Mio. € gefördert. Im Rahmen von REGIO AKTIV erhält der Landkreis zur Unterstützung der Integration von benachteiligten und armutsgefährdeten Personen in Arbeit sowie beim Übergang von Schule zu Beruf insgesamt 8,9 Mio. € an Landes-, Bundes- und kommunalen Mitteln. Für die Umsetzung des Berufsorientierungsprogramms BRAFO im Altmarkkreis hat das Land in den Jahren 2023 und 2024 insgesamt 771.800 € bereitgestellt, davon 363.200 € aus Mitteln des ESF. Dynamischer Zubau bei sauberen Energien Beim Ausbau der erneuerbaren Energien sind im Altmarkkreis Salzwedel gerade beim Bau von Windrädern in den nächsten Jahren starke Impulse zu erwarten: Aktuell werden im Landkreis 51 neue Anlagen mit einer Gesamtleistung von 318 Megawatt geplant; dadurch würde sich die aktuell installierte Leistung von 412 MW fast verdoppeln. Vom geplanten dynamischen Zubau werden auch die Menschen vor Ort profitieren: Durch das im September beschlossene Akzeptanz- und Beteiligungsgesetz fließen für jedes moderne 6-Megawatt-Windrad künftig mindestens 33.000 € pro Jahr direkt in die Gemeindekassen – für Kitas, Sportplätze, Vereine und mehr. Millionenschwere Unterstützung für Naturschutz Der Altmarkkreis Salzwedel profitiert stark von der Naturschutzförderung des Landes. In der derzeit laufenden EU-Strukturfondsperiode 2021-2027 werden im Landkreis aktuell sechs größere Vorhaben mit insgesamt gut 4,2 Mio. € unterstützt; der Großteil davon kommt aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Die Naturschutzprojekte sollen den Wasserhaushalt im Cheiner Torfmoor stärken und die dortige Wiedervernässung voranbringen, Brachvögel im Drömling und Kreuzottern am „Grünen Band“ schützen sowie Moorwiesen-Lebensräume in der Gemeinde Rohrberg verbessern und zur Fortschreibung des Pflege- und Entwicklungsplans für das UNESCO-Biosphärenreservat Drömling dienen. Kommunaler Finanzausgleich ist wichtiges Instrument Mit dem Finanzausgleichsgesetz (FAG) stellt das Land den Kommunen Mittel in Ergänzung ihrer eigenen Erträge und Einzahlungen zur Verfügung. Die Hansestadt Salzwedel erhält im Jahr 2025 insgesamt rund 9,2 Mio. € an Zuweisungen aus dem Finanzausgleichsgesetz und damit knapp 0,1 Mio. € mehr Zuweisungen als im Jahr zuvor. Der Altmarkkreis Salzwedel erhält im Jahr 2025 insgesamt rund 51,7 Mio. € an Zuweisungen aus dem Finanzausgleichsgesetz. Das sind gut 3,0 Mio. € mehr als im Jahr zuvor. Sondervermögen „Infrastruktur“ Nach dem Entwurf eines Gesetzes über das Sondervermögen „Infrastruktur“, das zum 1. Januar 2026 in Kraft treten soll, erhalten die Kommunen insgesamt rund 1,56 Mrd. €. Für die kreisangehörigen Gemeinden im Altmarkkreis Salzwedel ergibt sich insgesamt ein Förderbudget in Höhe von 43,1 Mio. €. Der Altmarkkreis Salzwedel erhält ein pauschales Förderbudget in Höhe von 36,8 Mio. €. Schulbaumaßnahmen im Altmarkkreis Salzwedel Nach dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz II können im Altmarkkreis Salzwedel insgesamt 14 Maßnahmen von kommunalen und freien Schulträgern mit einem Gesamtvolumen von ca. 5,05 Mio. € gefördert werden. Acht Maßnahmen sind bereits abgeschlossen. Förderung von Kunst und Kultur In den Jahren 2024, 2025 und 2026 profitiert die Hansestadt Salzwedel und der Altmarkkreis Salzwedel auf vielen Ebenen vom kulturpolitischen Engagement der Landesregierung. Allein für das Jahr 2024 belief sich die Förderung im Bereich Kultur auf über 970.000 €. Mit insgesamt 23 Konzerten und Lesungen an 16 Orten konnten die Altmark Festspiele in 2025 einen Publikumsrekord erzielen. Das Land förderte das Festival mit 20.000 €. Das Musikfest Altmark und die Aktion Musik/local heroes e.V. werden ebenfalls regelmäßig mit Landesmitteln unterstützt. Diese Veranstaltungen sind im Land etabliert und verfügen über einen exzellenten Ruf über die Landesgrenzen hinaus. Für Kunstschaffende in Literatur, Bildender Kunst sowie Musik/Komposition werden im Altmarkkreis Salzwedel durch das Land jährlich vier Stipendien mit einer Gesamthöhe von 18.000 € gefördert. Unter dem Dach der Stiftung Gedenkstätten befindet sich mit der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe Gardelegen die älteste Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus in Sachsen-Anhalt. Das Dokumentations- und Besucherzentrum mit der Dauerausstellung wurde im Jahr 2020 eröffnet. Das jährliche Haushaltsvolumen liegt durchschnittlich bei rund 290.000 €. In der Denkmalpflege förderte das Land in 2024 denkmalgerechte Sanierungsarbeiten am Gutshof Schenkenhorst und im Kloster Dambeck sowie in 2025 Maßnahmen an der Dorfkirche Dambeck, der St. Marienkirche Gardelegen, an Schloss Kunrau und an der Schlossanlage Isenschnibbe. Das in der Hansestadt Stendal beheimatete Theater der Altmark bedient mit seinem schauspielerischen Angebot die gesamte Altmark. Durch die Theater- und Orchesterverträge sichert das Land die Finanzierung des Hauses bis 2028. Das BRUCCA! Festival für Theater, Zirkus und Musik in der Künstlerstadt Kalbe erhielt 2025 eine Einzelförderung des Landes Höhe von 26.000 €. Aktuelle Informationen bieten wir Ihnen auch auf der zentralen Plattform des Landes www.sachsen-anhalt.de , in den sozialen Medien über X , Instagram , YouTube und LinkedIn sowie über WhatsApp Impressum: Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Hegelstraße 42 39104 Magdeburg Tel: (0391) 567-6666 Fax: (0391) 567-6667 Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de
Die heutige Oberflächenform Berlins wurde hauptsächlich durch die Weichsel-Kaltzeit geprägt. Sie hat der Stadt gleichsam ihren morphologischen Stempel aufgedrückt (Abb. 4). Naturräumlich erscheint die Stadt dreigeteilt und besteht aus der Barnim-Hochfläche im Norden, der Teltow-Hochfläche gemeinsam mit der Nauener Platte im Süden sowie dem morphologisch tiefgelegenen Warschau-Berliner Urstromtal (Abb. 5). Ergänzt wird das geomorphologische Erscheinungsbild durch die Niederungen des Panketals und der Havelseenkette . Die Barnim-Hochfläche , eine weichselkaltzeitliche Grundmoränenplatte, befindet sich im nördlichen Teil. Hier bestimmt die Grundmoräne im Wechsel mit Schmelzwassersanden der Weichsel-Kaltzeit die Oberfläche. Die weichselzeitliche Grundmoräne wird zum großen Teil direkt von der Grundmoräne der Saale-Kaltzeit unterlagert. Es sind aber auch Schmelzwassersande verbreitet, die beide Grundmoränen trennen. Im Nordwesten wird die Hochfläche vom etwa Nordnordost-Südsüdwest verlaufenden Panketal mit Talsandablagerungen durchquert. Im Ortsteil Lübars des Stadtbezirkes Reinickendorf befindet sich ein kleinräumiger Bereich, in dem der tertiäre Rupelton durch salztektonische Vorgänge oberflächennah ansteht. Sonst kommt dieser erst in größeren Tiefen von ca. 150 bis 200 m unter Gelände vor. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde dieser Ton im Tagebau abgebaut und in einem dort errichteten Ringofen zu Ziegeln gebrannt. Berühmte Bauten wie das Rote Rathaus und das Rathaus Reinickendorf sind z. T. aus diesen Ziegelsteinen errichtet worden. Nach dem Ende des Abbaus bildete sich durch Einströmen von Grundwasser in die ehemalige Tongrube ein See, der heute als Freibad genutzt wird. Das Warschau-Berliner Urstromtal ist durch Akkumulation glazifluviatiler, teils auch fluviatiler Sande und Kiese größerer Mächtigkeit (bis etwa 50 m) gekennzeichnet und durchzieht die Stadt von Ost nach West und quert den Innenstadtbereich. Örtlich sind Geröllhorizonte und Geschiebemergelreste eingelagert (ASSMANN 1957). Lokal werden die Talsande von jüngeren holozänen Sedimenten (organisch durchsetzte Sande, Torf und Mudde sowie Dünen) unterschiedlicher, teils beträchtlicher Mächtigkeiten überdeckt. Der südliche Bereich wird von der Teltow-Hochfläche und westlich der Havel von der Nauener Platte , beides ebenfalls weichselkaltzeitlichen Grundmoränenplatten, eingenommen. Hier bestimmt im östlichen Teil der Teltow-Hochfläche die Grundmoräne im Wechsel mit Schmelzwassersanden der Weichsel-Kaltzeit die Oberfläche. Die weichselzeitliche Grundmoräne wird ebenfalls zum Teil direkt von der Grundmoräne der Saale-Kaltzeit unterlagert, es sind aber auch Schmelzwassersande verbreitet, die beide Grundmoränen trennen. Der westliche Teil ist überwiegend durch mächtige Schmelzwassersandabfolgen geprägt. Die Nauener Platte ist zu etwa gleichen Teilen aus Schmelzwassersanden und Grundmoräne aufgebaut. Die Einheiten auf der Karte lassen sich von den älteren zu den jüngeren Schichten (von unten nach oben) wie folgt beschreiben: Sedimente des Tertiärs Rupelton Als tertiäres Sediment ist nur in einem kleinräumigen Vorkommen im Ortsteil Lübars östlich des Hermsdorfer Sees der Rupelton des Oligozäns anzutreffen. Petrografisch handelt es sich um einen hellgrauen bis olivgrgrünen, kalkhaltigen schluffigen Ton und tonigen Schluff mit geringem Feinsandgehalt. Die bisweilen eingelagerten Kalksteinlinsen (Septarien), die durch Sammelkristallisation entstanden sind, haben ihm auch den Namen „Septarienton“ verliehen. Auf Grund seines Tonanteils stellt der Rupelton ein bindiges Sediment dar, das ein sehr geringes Wasserleitvermögen besitzt (Grundwasserstauer). Durch seine große Mächtigkeit von rd. 80 m stellt er in Berlin wie auch in weiten Teilen Norddeutschlands die Barriere zwischen dem unteren Salz- und dem oberen Süßwasserstockwerk dar. Sedimente des Quartärs Schmelzwassersand Zu diesem glazifluviatilen Sediment werden die über, innerhalb und unter der weichselzeitlichen Grundmoräne abgelagerten Schmelzwassersande gezählt. Sie wurden durch das vom Gletscher abschmelzende Wasser transportiert und in wechselnden Lagerungsformen und Korngrößen abgelagert. Die über der Grundmoräne weit verbreiteten Schmelzwassersande können einen Anteil von spätpleistozänen bis holozänen Abschwemmmassen enthalten. Sie können vom schluffigen Feinsand bis zum Grobsand ein sehr unterschiedliches Körnungsspektrum mit einer zum Teil sehr variablen Mächtigkeit aufweisen. Lokal sind Schmelzwassersande auch unter der weichselzeitlichen Grundmoräne verbreitet. Innerhalb dieser Bereiche trennen diese glazifluviatilen Fein- bis Grobsande die obere, weichselzeitliche Grundmoräne von der unteren, saalezeitlichen Grundmoräne. Des Weiteren treten innerhalb des Geschiebemergels inglaziale Sande auf, die meist nur eine lokale Verbreitung finden und im Allgemeinen auch nur eine geringe Mächtigkeit aufweisen. Diese Sande sind petrografisch nicht von den glazifluviatilen Schmelzwassersanden zu unterscheiden, so dass die Grenzziehung zwischen weichsel- und saalekaltzeitlichem Geschiebemergel oft schwierig ist. Auf Grund ihres rolligen Charakters besitzen die Schmelzwassersande ein hohes Wasserleitvermögen und stellen einen guten Grundwasserleiter dar. Geschiebelehm/-mergel der Weichsel-Kaltzeit Die Grundmoräne des Brandenburger Stadiums der Weichsel-Kaltzeit bildet, örtlich von Schmelzwassersanden überlagert, einen zusammenhängenden Horizont aus Geschiebemergel von 5 – 10 m (z. T. auch über 10 m) Mächtigkeit. Petrografisch handelt es sich zumeist um schwach tonige, schluffige, kalkhaltige Sande mit einem geringen Anteil an Kies sowie Steinen und selten Findlingen. An der Oberfläche ist der Geschiebemergel durch Verwitterung zu Geschiebelehm entkalkt. Auf Grund seines Ton- und Schluffanteils stellt der Geschiebemergel bzw. -lehm ein bindiges Sediment dar, das ein geringes Wasserleitvermögen besitzt (Grundwassergeringleiter). In den durch Sande überdeckten Bereichen sowie am Hochflächenrand ist die Grundmoräne meist infolge von Erosion ihrer Mächtigkeit reduziert. Die durch die Gletscher mitgeführten oder aus den Grundmoränen erodierten Findlinge sind im ganzen Stadtgebiet anzutreffen. Talsand im Bereich des Urstromtales und der Nebentäler Mit zunehmendem Abschmelzen des Weichseleises kam es zur Herausbildung des Warschau-Berliner Urstromtals . Seine Entwicklung erfolgte mehrphasig. Sowohl die Schmelzwässer des älteren Stadiums der weichselzeitlichen Vereisung (Frankfurter Staffel), als auch die des jüngeren Stadiums (Pommersche Eisrandlage) nutzten die Talung als Abflussbahn nach Nordwesten in Richtung Elbe zur Nordsee. Im Urstromtal ist der Talsand überwiegend mehr als 10 m mächtig, darunter folgen die Sedimente der Saale-Kaltzeit. In den oberen Lagen ist der Talsand fein- bis mittelkörnig, z. T. schwach schluffig, mit zunehmender Tiefe wird er gröber und enthält hier häufig kiesige Beimengungen. Die weichsel- und auch die saalekaltzeitliche Grundmoräne ist überwiegend erodiert, so dass die weichselkaltzeitlichen Sande hier meist direkt von älteren Sanden (manchmal bis in mehr als 50 m Tiefe) unterlagert werden. Im Panketal , einem Nebental des Urstromtales, ist die gleiche Sandabfolge anzutreffen, nur beträgt deren Mächtigkeit selten mehr als 10 m. Lokal treten Geschiebemergeleinlagerungen auf, die als Erosionsreste sowohl der weichselkaltzeitlichen als auch der saalekaltzeitlichen Grundmoräne gedeutet werden. Auf Grund seines rolligen Charakters besitzt der Talsand ein hohes Wasserleitvermögen und stellt einen guten Grundwasserleiter dar. Sedimente des Holozäns Dünen Während der noch kalten, trockenen und vegetationsarmen Phase des Weichsel-Spätglazials kam es zur Aufwehung von Dünen und Flugsandfeldern. Große Flugsandgebiete und ausgedehnte Dünenfelder sind in Berlin keine Seltenheit und treten häufig an den Rändern der großen Niederungen im Urstromtal auf. In Tegel, Spandau und Friedrichshagen sind dabei die weitflächigen und vor allem auch bis zu 30 m hohen Dünen (Ehrenpfortenberg) aufgeweht worden. In Spandau kam es auch zur Ausbildung von Parabeldünen. Die Grundmoränenflächen blieben weitgehend frei von Dünen, da die dort vorherrschenden bindigen Ablagerungen nur wenig oder kein Material für Flugsandbildungen liefern konnten. Das Kornspektrum der Dünensande besteht aus Feinsand mit Mittelsandanteilen. Torf, Mudde Nach dem endgültigen Abtauen des weichselzeitlichen Toteises entstanden Hohlformen, in denen dann bereits meist im Weichsel-Spätglazial die Sedimentation verschiedener Muddetypen und/oder humos-sandiger Bildungen einsetzte, die bis ins Holozän andauerte. Stellenweise können diese Ablagerungen bis zu 40 m mächtig werden (Museumsinsel, Tiefwerder). Der Laacher See-Tuff, eine geringmächtige Ablagerung eines Vulkanausbruchs aus der Eifel (9.350 v. Chr.), wurde in diesen Mudden an einigen Stellen Berlins nachgewiesen (PACHUR & RÖPER 1984 und LIMBERG 1991). Einhergehend mit der fortschreitenden Verlandung der Seen und sonstiger Wasserflächen, im Niederungs- wie auch im Hochflächenbereich, kam es zur Entstehung von weitflächigen Niedermooren (Torfe) und Moorerdearealen (Vermischung von organischer und mineralischer Substanz). Die holozänen Bildungen verteilen sich mit kleineren oder auch größeren, zusammenhängenden Flächenanteilen über das gesamte Stadtgebiet, wobei die Hauptverbreitungsgebiete jedoch in den Niederungen des Urstromtals und innerhalb von Talungen auf den Hochflächen liegen. Die fluviatilen Auensedimente der Spree lassen sich aufgrund der anthropogenen Veränderungen der Landschaft (Bebauung, Laufverlegung) häufig nicht mehr von Urstromtalsedimenten trennen. Anthropogene Veränderung der Landschaft Die Landschaft des Ballungsraumes Berlin ist durch den Menschen nachhaltig überprägt worden. Schon seit dem Neolithikum, vor etwa 5.000 Jahren, griff er verändernd in die Landschaft ein. Im Mittelalter führten großflächige Rodungen erneut zu Sandverwehungen mit einzelnen Dünenbildungen im Urstromtal (LIMBERG 1991). Der mittelalterliche Mühlenstau und die Trockenlegung von Sümpfen beeinflussten durch die veränderten Grundwasserverhältnisse die Entwicklung der Moore. Durch natürliche und künstliche Flussverlegungen entstanden Altwasserläufe. Stadtgräben wurden angelegt und später wieder verfüllt. In dem damals noch sumpfig ausgebildeten Urstromtal wurden Dämme als Verkehrswege für Straßen (Kurfürstendamm, Kaiserdamm) und Eisenbahnen gebaut und befestigt. Später schüttete man Niederungsgebiete großflächig auf. Zahlreiche stillgelegte Kiesgruben innerhalb des Urstromtals sind heute Baggerseen, die Grundwasserblänken darstellen (Großer Spektesee, Habermannsee). Bauschutt, besonders Kriegstrümmerschutt wurde zu Halden oder Bergen (Teufelsberg, Volkspark Prenzlauer Berg) aufgeschüttet. Letztendlich hat die Urbanisierung in weiten Teilen die Landschaft des Stadtgebietes so stark überprägt, dass in vielen Fällen die ursprünglichen morphologischen oder geologischen Formen nur schwer erkennbar sind. Große Baumaßnahmen im Urstromtal, die über lange Zeit eine Grundwasserabsenkung erforderten, führten in Gebieten mit mächtigen organogenen Schichten des Holozäns (schlechter Baugrund) in einigen Fällen zu Setzungserscheinungen mit starken Bauschäden. So mussten z. B. im „Nassen Dreieck“ in Charlottenburg und in Mitte (alter Friedrichstadtpalast) ganze Häuser abgerissen werden, da die langjährigen Grundwasserabsenkungen durch den U-Bahnbau einerseits Geländesetzungen erzeugten aber andererseits auch die Pfähle, auf denen die Häuser gegründet waren, beschädigt hatten.
Das Plangebiet liegt im Ortsteil Ovelgönne.
<p><p>Versiegelte Parkplätze heizen die Städte auf. Bäume könnten dem entgegenwirken. Doch unsere Datenrecherche zeigt: Städte kümmern sich kaum darum – obwohl sie es könnten.</p></p><p>Die wichtigsten Punkte in Kürze:<ul><li>Bäume funktionieren wie natürliche Klimaanlagen und können Städte deutlich kühlen.</li><li>In Bebauungsplänen fehlen oft Vorgaben, wie viele Bäume auf Parkplätzen gepflanzt werden müssen. </li><li>Die Städte könnten auch auf bestehenden Parkplätzen Bäume pflanzen lassen, tun dies allerdings nicht.</li><li>Dort, wo Bäume vorgeschrieben sind, werden sie nicht immer ausreichend gepflanzt – und nicht ausreichend kontrolliert. </li><li>Viele Bäume, die gepflanzt werden, sind so klein, dass sie weder Schatten spenden noch kühlen. </li></ul><p><a href="https://fragdenstaat.de/newsletter/">Keine Recherche verpassen und hier den Newsletter abonnieren!</a></p><p><em>„36 Grad und es wird immer heißer / unser Beat wird nie mehr leiser / nur ein halbes Grad noch bis zur Katastrophe / die Welt singt schon die letzte Strophe.“</em></p><p>Als die Band 2raumwohnung den Song <a href="https://www.youtube.com/watch?v=wIRyoh5TClI&list=RDwIRyoh5TClI&start_radio=1">„36grad“</a> in den 2000er Jahren veröffentlichte, waren Sommertage mit Temperaturen über 30 Grad noch etwas Besonderes. Mittlerweile hat die Band den Refrain umgeschrieben. Denn was einst nach Freibad, Eis und lauen Nächten klang, steht heute für aufgeheizte Wohnungen, glühenden Asphalt – und Hitzetote. </p><p>Allein 2024 starben in Deutschland <a href="https://www.mdr.de/wissen/medizin-gesundheit/rki-schaetzt-zahl-der-jaehrlichen-hitzetoten-100.html#:~:text=Das%20Robert%20Koch%2DInstitut%20(RKI,Sachsen%20war%20am%20st%C3%A4rksten%20betroffen.&text=Die%20Analyse%20des%20RKI%20basiert,vergangenen%20Sommer%20der%20Nordwesten%20Deutschlands.">rund 3.000 Menschen</a> an den Folgen extremer Hitze. Unser Planet heizt sich auf. <a href="https://www.zdfheute.de/panorama/hitze-hitzetage-wetter-deutschland-100.html">Hitzetage sind häufiger</a> – und belasten vor allem das Leben in den Städten. Dort ist der Boden stark versiegelt: Asphalt, Beton und Pflastersteine lassen kein Wasser versickern, speichern die Hitze und geben sie nachts wieder ab. Dabei gäbe es eine einfache und wirksame Methode, um entgegenzusteuern: Bäume. Sie spenden Schatten, senken die Umgebungstemperatur und verbessern so das Mikroklima. Doch sie fehlen, weil Städte versäumen, sie vorzuschreiben – obwohl sie es könnten. </p><p>Gemeinsam mit der <a href="https://www.ardmediathek.de/video/story/wie-schuetzen-wir-staedte-vor-hitze/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIyNTk0NzA">ARD Story</a> haben wir uns die am stärksten versiegelten Parkplätze in sechs Städten angesehen, in denen es besonders heiß wird: Mannheim, Stuttgart, Frankfurt am Main, Hannover, Braunschweig und Köln. Wir wollten wissen, auf welchen Parkplätzen die Städte Bäume vorgeschrieben haben und auf welchen nicht. Anschließend haben wir mithilfe von Satellitenbildern und Luftaufnahmen überprüft, ob Bäume den Vorgaben entsprechend gepflanzt wurden. Das Ergebnis: Die Städte tun zu wenig. Sie machen kaum Vorgaben, obwohl sie das könnten. Und wo es Vorgaben gibt, werden sie oft nicht umgesetzt – ohne dass es bislang aufgefallen ist. </p>Vorgaben? Fehlanzeige<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bebauungsplan_(Deutschland)">Ein Bebauungsplan</a> ist ein wichtiges Instrument. Darin steht, wie eine Fläche bebaut und genutzt werden darf. So ein Plan prägt das Stadtbild – und das Stadtklima. Wenn eine Supermarktkette eine neue Filiale bauen möchte, steht im Bebauungsplan, ob auf dem Grundstück überhaupt ein Supermarkt gebaut werden darf, wie hoch das Gebäude sein darf – und meist auch, wie viele Bäume auf dem Parkplatz gepflanzt werden sollen. Ausgestellt wird der Bebauungsplan von der Stadt selbst. </p><p>Unsere Analyse der Bebauungspläne der Parkplätze zeigt: In vielen Fällen schreiben die Städte gar nicht vor, wie viele Bäume auf den Parkplätzen zu pflanzen sind. In Köln gab es bei mehr als zwei Dritteln der von uns untersuchten Parkplätze keine Vorgaben. In Mannheim und Braunschweig betraf dies knapp die Hälfte. In Stuttgart gab es bei fast keinem der Parkplätze Vorgaben. <br> </p><p><br> Ein Grund dafür: Viele der Bebauungspläne stammen aus einer Zeit, in der Maßnahmen zur Anpassung an die Klimakrise noch kein Thema waren. Erst in den letzten zehn Jahren ist das Thema auch bei der Stadtplanung angekommen. Dies ist vor allem der <a href="https://difu.de/projekte/klimaschutz-in-der-verbindlichen-bauleitplanung">Klimaschutznovelle des Baugesetzbuches von 2011</a> zu verdanken. Sie hat Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel im Städtebau gesetzlich verankert. Dadurch haben Kommunen mehr Möglichkeiten, Begrünung, wie Bäume auf Parkplatzflächen, vorzuschreiben. Doch die Möglichkeit nutzen die Städte zu wenig, wie unsere Recherche zeigt. </p>Dranbleiben<p>Abonniere jetzt unseren Newsletter, um keine Recherche mehr zu verpassen!</p>Bitte geben Sie hier nichts einE-MailAbonnierenBäume bleiben Nebensache <p>„Die Klimaschutznovelle 2011 hat den Kommunen nochmals zusätzliche Handlungsmöglichkeiten im Bereich der Bauleitplanung gegeben“, erklärt Philipp Schulte. Er ist Fachanwalt für Verwaltungsrecht. „Auch bei bestehenden Bebauungsplänen ist es rechtlich zulässig, diese nachträglich zu ändern und die Begrünung des jeweiligen Plangebietes vorzuschreiben.“ Wenn es durch den vielen Asphalt auf Parkplatzflächen zu heiß wird, können dort beispielsweise die Anpflanzung und der Erhalt von Bäumen oder die Begrünung der angrenzenden Gebäude von der Gemeinde verbindlich festgesetzt werden. </p><p>Als Orientierungswert für die Zumutbarkeit solcher Klimaschutzmaßnahmen müssten die Interessen der Eigentümer*innen abgewogen werden, sagt Schulte. Dabei gelte, dass die Kosten der Maßnahmen den Wert des Grundstücks nicht überschreiten sollen. Einen Laubbaum zu kaufen, zu pflanzen und drei Jahre zu pflegen <a href="https://www.berlin.de/sen/uvk/natur-und-gruen/stadtgruen/stadtbaeume/stadtbaumkampagne/fragen-und-antworten/?utm_source=chatgpt.com">kostet etwa 3.000 Euro</a>. In den meisten deutschen Großstädten kann man damit nur <a href="https://www.deutschlandatlas.bund.de/DE/Karten/Wie-wir-wohnen/043-Baulandpreise.html#_lfw8r58u4">wenige Quadratmeter Grundstücksfläche</a> kaufen. Am Geld dürfte es also nicht scheitern.</p><p>Unsere Analyse zeigt: Viele Kommunen haben seit 2011 ihre Bebauungspläne angepasst. Doch Klimaschutz war dabei selten das Ziel. Meist geht es darum, Spielhallen, Bordelle oder neue Discounter aus bestimmten Vierteln auszuschließen. Das war vor allem in Stuttgart der Fall. Das Grün bleibt Nebensache. </p><p>Wir haben die Städte dazu befragt und sie haben ausführlich geantwortet. Zusammenfassend lässt sich sagen: Bebauungspläne seien sehr komplex. Es sei sehr kompliziert, Bäume bei bestehenden Parkflächen vorzuschreiben. Mannheim beispielsweise setzt auf Freiwilligkeit und versucht vor allem auf den eigenen Flächen zu entsiegeln – also Asphalt und Beton gegen Grün zu tauschen. Ob die Vorgaben regelmäßig kontrolliert werden? Dazu antworteten alle sechs Städte: Nein, dafür fehle Personal. Manche prüfen nach Hinweisen aus der Bevölkerung. </p>Zu klein, zu mickrig<p>Für diese Recherche hat das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erstmals ausgewertet, wo in den sechs Städten Bäume stehen – und wo nicht. Dazu wurde ein Deep-Learning-Modell verwendet, das bestimmen kann, ob sich an einer bestimmten Stelle Asphalt, ein Dach oder ein Baum befindet. Fast die Hälfte der Stadtflächen sind komplett versiegelt. Nicht einmal ein Viertel der Flächen sind Bäume. Dabei könnten mehr Bäume Leben retten: Laut <a href="https://www.eurekalert.org/news-releases/978104">einer Studie</a> mit Daten aus 93 europäischen Städten würde ein Drittel weniger Menschen an Folgen der Hitze sterben, wenn 30 Prozent der Fläche mit Bäumen bepflanzt wäre. Davon sind die untersuchten Städte weit entfernt.<br> </p><p><br> Bäume kühlen auf zwei Arten: Wenn es heiß ist, <a href="https://www.wsl.ch/de/news/stadtbaeume-kuehlen-auch-bei-extremer-hitze/">verdunstet Wasser über die Blätter</a>. Außerdem spenden ihre Kronen Schatten, der die Umgebung um <a href="https://www.bmwsb.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/publikationen/stadtentwicklung/hitzeschutzstrategie.pdf?__blob=publicationFile&v=3">bis zu 10 Grad abkühlen</a> kann. Ein <a href="https://gruene-stadt-der-zukunft.de/wp-content/uploads/Steckbrief_Baeume-als-Hitzeschutz_Feder_Welling_2023.pdf">80 Jahre alter Baum</a> kühlt das fast zehnmal besser als ein 20 Jahre alter Baum. Um wachsen zu können, muss der Baum allerdings gepflegt werden.</p><p>Wie wichtig das ist, zeigt sich in Hannover. Bei den Vorschriften ist die niedersächsische Stadt ein positives Beispiel. Schon 1995 wurde festgelegt, dass Bäume auf Parkplätzen gepflanzt werden müssen. In fast jedem Bebauungsplan steht, dass je vier Stellplätze ein großkroniger Laubbaum gepflanzt werden soll. Beim Abgleich mit den Satellitenbildern und Luftaufnahmen fällt jedoch auf, dass viele der gepflanzten Bäume alles andere als großkronig sind. Eher zart und mickrig – weshalb sie auch schlechter kühlen. </p><p>„Häufig werden Städtbäume, nachdem sie angepflanzt wurden, sich selbst überlassen und von Billiganbietern gepflegt und kaputt geschnitten“, erklärt Daniela Antoni. Sie ist Baumsachverständige für Stadtbäume und klärt auf ihrem Instagram-Kanal <a href="https://www.instagram.com/baumkontrolle_im_netz/?hl=de"><em>Baumkontrolle im Netz</em></a> darüber auf, was ein Baum wirklich braucht, um gesund zu bleiben. Vor allem Jungbäume müssten regelmäßig und häufig gegossen werden, um wachsen zu können. „Es werden Jungbäume gekauft, aber nicht gepflegt. Wenn sie absterben, werden sie durch neue ersetzt“, berichtet Antoni. So sei die gesetzliche Pflicht laut Bebauungsplan erfüllt. Einen tatsächlichen Nutzen, um das Stadtklima zu verbessern, brächten solche Bäume allerdings nicht. <br> </p>Datenauswertung im Detail<p>Wir haben für unsere Analyse sechs Städte ausgewählt, in denen Menschen besonders stark hitzebelastet sind – also besonders betroffen von Hitze, Versiegelung und fehlendem Grün. Als Grundlage haben wir den <a href="https://www.duh.de/fileadmin/user_upload/download/Pressemitteilungen/Kommunal/Hitze-Check_2025/Hitze-Check_Staedte-Deutschland_Uebersicht_2025.pdf">Hitze-Check</a> der Deutschen Umwelthilfe herangezogen, der bewertet, wie gut Städte auf die zunehmenden Hitzewellen vorbereitet sind. Alle Parkplätze, die wir analysiert haben, sind größer als 1.000 m2 und laut dem KI-Modell des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) stark versiegelt. Insgesamt haben wir 220 Parkplätze analysiert. <br> </p>Wie wir vorgegangen sind:<ol><li><strong>Parkplätze identifizieren</strong></li></ol><p>Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat gemeinsam mit der ci-tec GmbH für uns alle Parkplätze größer als 1.000 m2 markiert und analysiert, wie stark diese Flächen versiegelt sind. Dafür nutzten die Wissenschaftlerinnen den sogenannten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Normalized_Difference_Vegetation_Index">NDVI</a> – das steht für Normalized Difference Vegetation Index. Der NDVI wird anhand von Satellitenbildern und Luftaufnahmen berechnet und gibt an, wie viel Vegetation auf einer Fläche vorhanden ist. Ein niedriger Wert zeigt versiegelte oder unbepflanzte Flächen. </p><ol><li><strong>Bebauungspläne recherchieren </strong></li></ol><p>Wir haben städtische Webseiten nach Bebauungsplänen gescrapt und diese den Parkplatzflächen zugeordnet. Dabei haben wir auch das Jahr dokumentiert, wann die Pläne erstellt oder geändert wurden. </p><ol><li><strong>Sortieren und filtern </strong></li></ol><p>Wir haben die Parkplätze nach dem NDVI sortiert, also danach wie wenig grün sie sind. Dann haben wir nach dem Jahr, in dem die Bebauungspläne erstellt oder geändert wurden, gefiltert. Zuerst haben wir uns nur auf Bebauungspläne, die nach der Klimaschutz-Novelle im Baugesetzbuch im Jahr 2011 erstellt wurden, konzentriert.</p><p>Diesen Filter haben wir im Lauf der Recherche für einzelne Städte angepasst:</p><ul><li>In Hannover haben wir Bebauungspläne ab 1995 berücksichtigt – ab dem Jahr der Baumschutzsatzung.</li><li>In Mannheim und Frankfurt am Main haben wir den Stichtag auf das Jahr 2000 gelegt, weil uns aufgefallen ist, dass bereits vor 2011 Vorschriften zur Pflanzung von Bäumen gemacht wurden. </li></ul><ol><li><strong>Vorgaben suchen </strong></li></ol><p>In den Bebauungsplänen haben wir nach sogenannten Grünfestsetzungen für die Parkplätze gesucht – also behördlichen Vorgaben für das Pflanzen von Bäumen. </p><ol><li><strong>Vorgaben überprüfen</strong></li></ol><p>Wenn wir Vorgaben gefunden haben, haben wir sie mit Satellitenbildern und Luftaufnahmen abgeglichen. Wir haben die Bäume gezählt und uns die Größe der Baumkronen angesehen. Dafür haben wir auf die Satellitenbilder und Luftaufnahmen zurückgegriffen, mit denen auch das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die ci-tec GmbH ihre Analysen aufgebaut haben. Diese basierten nicht nur auf den Bilddaten selbst, sondern vor allem auf den Ergebnissen eines Deep-Learning-Modells, das die Bäume automatisch erkannt und vermessen hat. Die Satellitenbilder stammen von Google Satellite; die Luftaufnahmen aus den Beflugsdaten der Landesämter. Die Aufnahmen wurden 2022, 2023 oder 2024 erstellt. Ergänzend haben wir uns auch Google-Street-View-Bilder angeschaut. Die Größe haben wir anhand der Breite des Parkplatzes geschätzt und mit dem vermuteten Alter verglichen.</p><ol><li><strong>Konfrontieren</strong></li></ol><p><strong></strong>Wir haben alle Unternehmen, Kaufhäuser, Hochschulen und Händler kontaktiert, die an die untersuchten Parkplätze angrenzen und wo es erscheint, als wären Vorgaben nicht eingehalten worden – und sie um Informationen zum Baujahr und zur Pflanzung der Bäume gebeten. Nicht alle haben geantwortet. Einige verwiesen darauf, dass sie lediglich Mieter*innen seien und keine Verantwortung für die Flächen tragen. Die Eigentümer*innen oder Bauherr*innen konnten wir nicht kontaktieren, da nicht öffentlich einsehbar ist, wem welcher Parkplatz gehört. Letztlich ist es aber nicht möglich, festzustellen, wer die Verantwortung für die Bepflanzung und Pflege der Bäume trägt.</p><p><br> </p><ul><li> Braunschweig </li><li> Frankfurt am Main </li><li> Hannover </li><li> Köln </li><li> Mannheim </li><li> Stuttgart </li></ul>versiegeltDachunversiegeltniedriges Grün (Wiese)mittelhohes Grün (Büsche)hohes Grün (Bäume)GewässerVergleich des Satellitenbildes von Braunschweig mit der Versiegelungsanalyse. Rote Flächen zeigen versiegelte Bereiche, während grüne und blaue Flächen unversiegelte Naturflächen darstellen.<br>Das KIT weist darauf hin, dass Modellunsicherheiten aufgrund der Referenzdatenlage und der Komplexität gegeben sind.Quelle: <a href="https://www.kit.edu">KIT & ci-tec GmbH</a>•Erstellt mit: <a href="https://github.com/NUKnightLab/juxtapose">JuxtaposeJS</a><p>46 Prozent der Menschen in Braunschweig sind laut dem <a href="https://www.duh.de/fileadmin/user_upload/download/Pressemitteilungen/Kommunal/Hitze-Check_2025/Hitze-Check_Staedte-Deutschland_Uebersicht_2025.pdf">Hitze-Check</a> stark hitzebelastet. Die Oberflächentemperatur beträgt im Sommer durchschnittlich 35,08 Grad. </p><p>Wir haben 47 Parkplätze analysiert:</p><ul><li>Bei 19 Parkplätzen stehen in den Bebauungsplänen keine Vorgaben zu Bäumen auf Parkplätzen.</li><li>Bei 28 Parkplätzen gibt es hingegen Vorgaben, dass Bäume auf den Parkplätzen gepflanzt werden müssen. <ul><li>Auf 10 Parkplätzen wurden Bäume entsprechend dieser Vorgaben gepflanzt. </li><li>Auf 14 Parkplätzen sind laut Satellitenbildern weniger Bäume als vorgegeben sichtbar. </li><li>Auf 2 Parkplätzen wurden zwar so viele Bäume gepflanzt, wie im Bebauungsplan vorgesehen, allerdings scheinen die Kronen auf den Satellitenbildern sehr klein. </li><li>Auf 2 Parkplätzen gibt es zwar Vorgaben im Bebauungsplan, diese greifen jedoch nicht. Die Vorgabe gilt nur für Neu- und Zubau; die Parkflächen sind allerdings älter – also Bestand. </li></ul></li></ul><p><strong>Was sagt die Stadt dazu? </strong><br> Die Stadt Braunschweig schreibt, dass Entsiegelung ein wichtiger Bestandteil ihrer Klimaanpassungsstrategie sei. Man prüfe seit Jahren in allen Bebauungsplanverfahren, ob Klimaanpassungsmaßnahmen – etwa die Begrünung von Parkplätzen – umsetzbar seien. Wenn möglich, würden entsprechende Vorgaben gemacht. Ob Vorgaben eingehalten werden, wird nur bei Projekten mit städtebaulichen Verträgen mit Investoren überprüft. <br> </p>versiegeltDachunversiegeltniedriges Grün (Wiese)mittelhohes Grün (Büsche)hohes Grün (Bäume)GewässerVergleich des Satellitenbildes von Frankfurt am Main mit der Versiegelungsanalyse. Rote Flächen zeigen versiegelte Bereiche, während grüne und blaue Flächen unversiegelte Naturflächen darstellen.<br>Das KIT weist darauf hin, dass Modellunsicherheiten aufgrund der Referenzdatenlage und der Komplexität gegeben sind.Quelle: <a href="https://www.kit.edu">KIT & ci-tec GmbH</a>•Erstellt mit: <a href="https://github.com/NUKnightLab/juxtapose">JuxtaposeJS</a><p>61 Prozent der Menschen in Frankfurt am Main sind laut dem <a href="https://www.duh.de/fileadmin/user_upload/download/Pressemitteilungen/Kommunal/Hitze-Check_2025/Hitze-Check_Staedte-Deutschland_Uebersicht_2025.pdf">Hitze-Check</a> stark hitzebelastet. Die Oberflächentemperatur beträgt im Sommer durchschnittlich 36,14 Grad. </p><p>Wir haben 31 Parkplätze analysiert: </p><ul><li>Bei 6 Parkplätzen stehen in den Bebauungsplänen keine Vorgaben zu Bäumen auf Parkplätzen.</li><li>Bei 25 Parkplätzen gibt es hingegen Vorgaben, dass Bäume auf den Parkplätzen gepflanzt werden müssen. <ul><li>Auf 6 Parkplätzen wurden Bäume entsprechend dieser Vorgaben gepflanzt. </li><li>Auf 8 Parkplätzen sind laut Satellitenbildern und Luftaufnahmen weniger Bäume als vorgegeben sichtbar. </li><li>Auf 1 Parkplatz wurden zwar so viele Bäume gepflanzt, wie im Bebauungsplan vorgesehen, allerdings scheinen die Kronen auf den Satellitenbildern und Luftaufnahmen sehr klein.</li><li>Auf 10 Parkplätzen gibt es zwar Vorgaben im Bebauungsplan, diese greifen jedoch nicht. Die Vorgabe gilt nur für Neu- und Zubau; die Parkflächen sind allerdings älter – also Bestand. </li></ul></li></ul><p><strong>Was sagt die Stadt dazu? </strong><br> Die Stadt Frankfurt am Main hat die teilweise Daten überprüft und in einem Fall Maßnahmen wegen eines Verstoßes eingeleitet. Kontrolliert werde üblicherweise im Rahmen einer Besichtigung kurz vor der Fertigstellung einer Bebauung. Danach kontrolliere die Stadt nicht regelmäßig. <br> </p>versiegeltDachunversiegeltniedriges Grün (Wiese)mittelhohes Grün (Büsche)hohes Grün (Bäume)GewässerVergleich des Satellitenbildes von Hannover mit der Versiegelungsanalyse. Rote Flächen zeigen versiegelte Bereiche, während grüne und blaue Flächen unversiegelte Naturflächen darstellen.<br>Das KIT weist darauf hin, dass Modellunsicherheiten aufgrund der Referenzdatenlage und der Komplexität gegeben sind.Quelle: <a href="https://www.kit.edu">KIT & ci-tec GmbH</a>•Erstellt mit: <a href="https://github.com/NUKnightLab/juxtapose">JuxtaposeJS</a><p>43 Prozent der Menschen in Hannover gelten laut dem <a href="https://www.duh.de/fileadmin/user_upload/download/Pressemitteilungen/Kommunal/Hitze-Check_2025/Hitze-Check_Staedte-Deutschland_Uebersicht_2025.pdf">Hitze-Check</a> als stark hitzebelastet. Die Oberflächentemperatur erreicht im Sommer durchschnittlich 35,75 Grad. Die Stadt hat bereits 1995 eine Baumschutzsatzung eingeführt, die Bäume auf Parkplätzen vorschreibt. </p><p>Wir haben 37 Parkplätze analysiert:</p><ul><li>Bei 5 Parkplätzen stehen in den Bebauungsplänen keine Vorgaben zu Bäumen auf Parkplätzen.</li><li>Bei 32 Parkplätzen gibt es hingegen Vorgaben, dass Bäume auf den Parkplätzen gepflanzt werden müssen. <ul><li>Auf 7 Parkplätzen wurden Bäume entsprechend dieser Vorgaben gepflanzt. </li><li>Auf 21 Parkplätzen sind laut Satellitenbildern und Luftaufnahmen weniger Bäume als vorgegeben sichtbar. </li><li>Auf 4 Parkplätzen wurden zwar so viele Bäume gepflanzt, wie im Bebauungsplan vorgesehen, allerdings scheinen die Kronen auf den Satellitenbildern und Luftaufnahmen sehr klein. </li></ul></li></ul><p><strong>Was sagt die Stadt dazu? </strong><br> Hannover erklärt, dass mögliche Verstöße nur bei Hinweisen geprüft werden. Für präventive Kontrollen fehle das Personal. Zusätzliche Stellen seien beantragt worden.<br> </p>versiegeltDachunversiegeltniedriges Grün (Wiese)mittelhohes Grün (Büsche)hohes Grün (Bäume)GewässerVergleich des Satellitenbildes von Köln mit der Versiegelungsanalyse. Rote Flächen zeigen versiegelte Bereiche, während grüne und blaue Flächen unversiegelte Naturflächen darstellen.<br>Das KIT weist darauf hin, dass Modellunsicherheiten aufgrund der Referenzdatenlage und der Komplexität gegeben sind.Quelle: <a href="https://www.kit.edu">KIT & ci-tec GmbH</a>•Erstellt mit: <a href="https://github.com/NUKnightLab/juxtapose">JuxtaposeJS</a><p>43 Prozent der Menschen in Köln gelten laut dem <a href="https://www.duh.de/fileadmin/user_upload/download/Pressemitteilungen/Kommunal/Hitze-Check_2025/Hitze-Check_Staedte-Deutschland_Uebersicht_2025.pdf">Hitze-Check</a> als stark hitzebelastet. Die Oberflächentemperatur erreicht im Sommer durchschnittlich 33,93 Grad. </p><p>Wir haben 41 Parkplätze analysiert:</p><ul><li>Bei 32 Parkplätzen stehen in den Bebauungsplänen keine Vorgaben zu Bäumen auf Parkplätzen.</li><li>Bei 9 Parkplätzen gibt es hingegen Vorgaben, dass Bäume auf den Parkplätzen gepflanzt werden müssen. <ul><li>Auf 4 Parkplätzen wurden Bäume entsprechend dieser Vorgaben gepflanzt. </li><li>Auf 2 Parkplätzen sind laut Satellitenbildern weniger Bäume als vorgegeben sichtbar. </li><li>Auf 3 Parkplätzen wurden zwar so viele Bäume gepflanzt, wie im Bebauungsplan vorgesehen, allerdings scheinen die Kronen auf den Satellitenbildern sehr klein. </li></ul></li></ul><p><strong>Was sagt die Stadt dazu? </strong><br> Die Stadt Köln sagt, dass die Begrünung von Parkplätzen im Einzelfall verhandelt werde. Bei privaten Parkplätzen – etwa im Einzelhandel – sei oft zu wenig Platz, um Bäume zu pflanzen. Bei manchen Bebauungsplänen ohne Vorgaben habe es lediglich Nutzungsänderungen gegeben, etwa zum Ausschluss bestimmter Händler. Aktuell arbeite die Stadt an einem Entsiegelungskataster. Die Einhaltung von Begrünungsvorgaben werde stichprobenartig geprüft.<br> </p>versiegeltDachunversiegeltniedriges Grün (Wiese)mittelhohes Grün (Büsche)hohes Grün (Bäume)GewässerVergleich des Satellitenbildes von Mannheim mit der Versiegelungsanalyse. Rote Flächen zeigen versiegelte Bereiche, während grüne und blaue Flächen unversiegelte Naturflächen darstellen.<br>Das KIT weist darauf hin, dass Modellunsicherheiten aufgrund der Referenzdatenlage und der Komplexität gegeben sind.Quelle: <a href="https://www.kit.edu">KIT & ci-tec GmbH</a>•Erstellt mit: <a href="https://github.com/NUKnightLab/juxtapose">JuxtaposeJS</a><p>88 Prozent der Menschen in Mannheim sind laut dem <a href="https://www.duh.de/fileadmin/user_upload/download/Pressemitteilungen/Kommunal/Hitze-Check_2025/Hitze-Check_Staedte-Deutschland_Uebersicht_2025.pdf">Hitze-Check</a> stark hitzebelastet. Die Oberflächentemperatur beträgt im Sommer durchschnittlich 38,38 Grad. </p><p>Wir haben 36 Parkplätze analysiert:</p><ul><li>Bei 15 Parkplätzen stehen in den Bebauungsplänen keine Vorgaben zu Bäumen auf Parkplätzen.</li><li>Bei 21 Parkplätzen gibt es hingegen Vorgaben, dass Bäume auf den Parkplätzen gepflanzt werden müssen. <ul><li>Auf 3 Parkplätzen wurden Bäume entsprechend dieser Vorgaben gepflanzt. </li><li>Auf 7 Parkplätzen sind laut Satellitenbildern und Luftaufnahmen weniger Bäume als vorgegeben sichtbar. </li><li>Auf 4 Parkplätzen wurden zwar so viele Bäume gepflanzt, wie im Bebauungsplan vorgesehen, allerdings scheinen die Kronen auf den Satellitenbildern und Luftaufnahmen sehr klein. </li><li>Auf 7 Parkplätzen gibt es zwar Vorgaben im Bebauungsplan, diese greifen jedoch nicht. Die Vorgabe gilt nur für Neu- und Zubau; die Parkflächen sind allerdings älter – also Bestand.</li></ul></li></ul><p><br><strong>Was sagt die Stadt dazu?</strong><br> Die Stadt Mannheim erklärt, dass neue Bebauungspläne in der Regel Begrünungsvorgaben enthalten. In Wohngebieten würden zudem gezielt Pläne zum Schutz und zur Weiterentwicklung von Grünflächen aufgestellt. Wenn Vorgaben fehlen, liege das meist daran, dass die betroffenen Parkplätze bereits vor Erlass des Bebauungsplans bestanden und neue Regelungen daher “keine unmittelbare Wirkung” gehabt hätten. Ob Vorgaben eingehalten werden, prüfe die Stadt bei allgemeinen Kontrollfahrten und bei Hinweisen aus der Bevölkerung. <br> </p>versiegeltDachunversiegeltniedriges Grün (Wiese)mittelhohes Grün (Büsche)hohes Grün (Bäume)GewässerVergleich des Satellitenbildes von Stuttgart mit der Versiegelungsanalyse. Rote Flächen zeigen versiegelte Bereiche, während grüne und blaue Flächen unversiegelte Naturflächen darstellen.<br>Das KIT weist darauf hin, dass Modellunsicherheiten aufgrund der Referenzdatenlage und der Komplexität gegeben sind.Quelle: <a href="https://www.kit.edu">KIT & ci-tec GmbH</a>•Erstellt mit: <a href="https://github.com/NUKnightLab/juxtapose">JuxtaposeJS</a><p>50 Prozent der Menschen in Stuttgart gelten laut <a href="https://www.duh.de/fileadmin/user_upload/download/Pressemitteilungen/Kommunal/Hitze-Check_2025/Hitze-Check_Staedte-Deutschland_Uebersicht_2025.pdf">Hitze-Check</a> als stark hitzebelastet. Die Oberflächentemperatur beträgt im Sommer durchschnittlich 35,02 Grad. </p><p>Wir haben 29 Parkplätze analysiert: </p><ul><li>Bei 25 Parkplätzen stehen in den Bebauungsplänen keine Vorgaben zu Bäumen auf Parkplätzen.</li><li>Bei 4 Parkplätzen gibt es hingegen Vorgaben, dass Bäume auf den Parkplätzen gepflanzt werden müssen. <ul><li>Auf 2 Parkplätzen wurden Bäume entsprechend dieser Vorgaben gepflanzt. </li><li>Bei 2 gibt es zwar eine Vorgabe, Bäume zu pflanzen. Allerdings nennt der Bebauungsplan keine Zahl. </li></ul></li></ul><p><strong>Was sagt die Stadt dazu?</strong><br> Die Stadt Stuttgart erklärt, dass aktuelle Bebauungspläne grundsätzlich Begrünung und wasserdurchlässige Beläge vorschreiben, um das Stadtklima zu verbessern. Viele der untersuchten Pläne seien jedoch keine klassischen Bebauungspläne, sondern Pläne zur Nutzungssteuerung. Damit könne man etwa festlegen, ob dort eine Spielhalle sein darf oder nicht. Diese enthalten keine Regeln zur Begrünung oder Flächengestaltung<br> </p></p>
Der Datenbestand beinhaltet die in Berlin vorhandenen Schwimmbäder der Berliner Bäder-Betriebe (BBB). Angezeigt werden neben den Hallenbädern auch die Kombi- und Sommerbäder sowie die Strandbäder. Zu jedem Bad wird der Standort, der Schwimmbadtyp sowie Hinweise zu den Öffnungszeiten angegeben. Im Datenbestand ist auch vermerkt, falls ein Bad aktuell saniert und deshalb geschlossen ist. Die BBB sind der größte kommunale Bäderbetrieb Europas. Zu ihnen gehören 67 Bäder an 62 Standorten.
Plangebiet liegt in der Mitte vom Ortsteil Alsenborn der Ortsgemeinde Enkenbach-Alsenborn
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 235 |
| Kommune | 35 |
| Land | 390 |
| Weitere | 50 |
| Wirtschaft | 3 |
| Wissenschaft | 50 |
| Zivilgesellschaft | 36 |
| Type | Count |
|---|---|
| Daten und Messstellen | 56 |
| Ereignis | 2 |
| Förderprogramm | 194 |
| Hochwertiger Datensatz | 5 |
| Infrastruktur | 14 |
| Taxon | 3 |
| Text | 102 |
| Umweltprüfung | 171 |
| unbekannt | 107 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 343 |
| Offen | 272 |
| Unbekannt | 37 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 642 |
| Englisch | 52 |
| andere | 1 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 23 |
| Bild | 11 |
| Datei | 42 |
| Dokument | 89 |
| Keine | 237 |
| Webdienst | 1 |
| Webseite | 334 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 286 |
| Lebewesen und Lebensräume | 534 |
| Luft | 231 |
| Mensch und Umwelt | 652 |
| Wasser | 377 |
| Weitere | 609 |