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s/seese/Seeve/gi

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Model Output Statistics for Seesen (E864)

DWD’s fully automatic MOSMIX product optimizes and interprets the forecast calculations of the NWP models ICON (DWD) and IFS (ECMWF), combines these and calculates statistically optimized weather forecasts in terms of point forecasts (PFCs). Thus, statistically corrected, updated forecasts for the next ten days are calculated for about 5400 locations around the world. Most forecasting locations are spread over Germany and Europe. MOSMIX forecasts (PFCs) include nearly all common meteorological parameters measured by weather stations. For further information please refer to: [in German: https://www.dwd.de/DE/leistungen/met_verfahren_mosmix/met_verfahren_mosmix.html ] [in English: https://www.dwd.de/EN/ourservices/met_application_mosmix/met_application_mosmix.html ]

Pegelmessstelle Jehrden am Gewässer Seeve

Auf dem Informationsportal des NLWKN werden die aktuellen Wasserstände von Pegelmessstationen des Landes Niedersachsen für Binnen- und Tidegewässer veröffentlicht. Neben Wasserständen an Pegeln, die der NLWKN betreibt, werden auch Pegel an Bundeswasserstraßen dargestellt, die von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) betrieben werden. Es handelt sich bei allen Daten um Rohdaten, die vollautomatisch am Pegel erfasst werden. Neben aktuellen Wasserständen, werden auch Wasserstandshauptwerte und Extremwerte bereitgestellt. Die Pegelmessstelle Jehrden am Gewässer Seeve gehört zum übergeordneten Einzugsgebiet Elbe. Die Pegelmessstelle Jehrden am Gewässer Seeve gehört zum übergeordneten Einzugsgebiet Elbe.

EG Wasserrahmenrichtlinie Fließgewässer Seen Maßnahmen: Gewässerallianz Niedersachsen

Die Fließgewässerentwicklung in Verbindung mit Auenrenaturierungen ist zum tragenden Element bei der Bewältigung aktueller klimatischer Herausforderungen geworden. Es müssen die Gewässerauen im Zusammenhang mit der Fließgewässerentwicklung wieder renaturiert und angebunden werden. Zur Bewältigung dieser Herausforderungen ist die Gewässerlandschaft in Zusammenarbeit mit allen Akteuren zielgerichtet und unter Berücksichtigung der interdisziplinären Belange im Konsens zu entwickeln und die Baumaßnahmenumsetzung zu intensivieren. Eine intakte Gewässerlandschaft kann zur Klimafolgenanpassung beitragen, erzielt ein natürliches Wassermengenmanagement und ist naturschutzfachlich sowie biologisch von großer Bedeutung. Im Fokus stehen hierbei funktionsfähige natürliche Ökosysteme und ihre Biodiversität, als Basis auch für unseren gesamtgesellschaftlichen Nutzen. Das Ziel der „Gewässerallianz Niedersachsen“ ist die naturnahe und klimaresiliente Entwicklung der Fließgewässer und ihrer Auen unter Betrachtung der wasserwirtschaftlichen und naturschutzfachlichen Anforderungen, als Beitrag zur Zielerreichung insbesondere der EG-WRRL, EG-HWRM-RL und FFH-RL. Eine zeitgemäße Wasserbewirtschaftung schafft Synergien u.a. bezüglich Biotopverbund und Wassermengenmanagement und gewinnt auf das ganze Land Niedersachsen übertragbare Erkenntnisse über die Zielerreichung der Vorhaben. Aufbau und Finanzierung Aufbau und Finanzierung Die Gewässerallianz ist von einer engen Kooperation zwischen den Projektpartnern und dem Land Niedersachsen geprägt. In der Betriebsstelle Lüneburg, Geschäftsbereich 3 „Oberirdische Gewässer“, engagieren sich zwei Gesamtprojektkoordinatoren und setzen sich bei der Auswahl von geeigneten Maßnahmen und Finanzierungsmöglichkeiten unterstützend ein, sowie bei der strategischen Weiterentwicklung des Projektes „Gewässerallianz“. Die Gewässerallianz Niedersachsen deckt bisher mit 16 Gewässerallianzen ca. 34,5% der Fläche Niedersachsens ab, siehe Projektkulisse Gewässerallianz Niedersachsen, Kartenübersicht. Die räumliche Verortung einer Gewässerallianz setzt sich aus den Grenzen der jeweiligen Projektpartner der jeweiligen Wasser- und Bodenverbände, oder auch Landschaftspflegeverbände zusammen. Das Land gewährt dem Projektpartner zur Erledigung der Aufgaben einen nicht rückzahlbaren Zuschuss von 80% für Personal, Sach- und Nebenkosten sowie eine Verwaltungspauschale. Es sind Gewässerkoordinatorinnen oder Gewässerkoordinatoren für die Allianz tätig. In Einzelfällen übernehmen Planungs- oder Ingenieurbüros diese Tätigkeit. Zusätzlich wird zum Zwecke der verstärkten Umsetzung von kleineren Entwicklungs- und Ergänzungsmaßnahmen an Schwerpunktgewässern und deren Auen eine Zuwendung von 50.000,- EUR / Jahr als nicht rückzahlbare Projektförderung (Vollfinanzierung) als Baugeld gewährt. In Einzelfällen kann der Betrag nach Zustimmung durch das Land auf 80.000,- EUR / Jahr erhöht werden. Am 1.05.2025 begann bereits in Folge die 5. Projektphase. Handlungsgrundsätze und Maßnahmenumsetzung Handlungsgrundsätze und Maßnahmenumsetzung Die GewässerkoordinatorInnen wirken proaktiv und entwickeln vornehmlich naturnahe Maßnahmen. Sie akquirieren Fördermittel und setzen diese Projekte unter Einbeziehung von Fachbüros sowie sonstigen qualifizierten Akteuren und Partnern um. Sie sind das Gesicht und der Ansprechpartner vor Ort, auch für Naturschutzvereine oder Stiftungen, die Projekte der Umsetzung von Fließgewässer – oder Auenrenaturierungen umsetzen wollen. Dabei geht es auch um den Aufbau von Kommunikationsstrukturen, Öffentlichkeitsarbeit und akzeptanzverbessernde Maßnahmen, insbesondere für die nötige Flächenakquise bzw. -management. Es werden lokale und regionale Kooperationspartner wie das ArL, Landvolk, Umweltverbände u.ä. eingebunden. Auf der Grundlage ihrer besonderen Orts- und Sachkenntnisse handeln sie auf Basis einer selbst erarbeiteten und mit dem Land abgestimmten Projektskizze. Dabei wird auf vorhandene, geeignete Gewässerentwicklungs – oder Umsetzungsplänen u.ä. sowie auf FFH-Managementplänen aufgebaut. Neben der Entwicklung baulich-gestalterischer Maßnahmen sind auch die im Rahmen der Gewässerunterhaltung möglichen Inhalte der Pflege und Entwicklung zu ermitteln und umzusetzen. Netzwerk der Gewässerallianz Netzwerk der Gewässerallianz Die Gesamtprojektkoordinatoren sorgen für den Austausch der verschiedenen Projektpartner untereinander, organisieren regelmäßige Fachaustausche, Besprechungen der Koordinator:innen oder Fortbildungen. - Gewässerallianz Aller-Ohre-Ise (Aller-Ohre-Ise-Verband, Gifhorn) - Gewässerallianz Ilmenau (Kreisverband der Wasser- und Bodenverbände Uelzen, Uelzen) - Gewässerallianz Luhe-Seeve-Este (Unterhaltungs- und Landschaftspflegeverband Luhe, Unterhaltungs- und Landschaftspflegeverband Seeve und der Unterhaltungs- und Landschaftspflegeverband Este, Winsen (Luhe)) - Gewässerallianz Große Aue (Unterhaltungs- und Landschaftspflegeverband Große Aue, Mellinghausen) - Gewässerallianz Hunte-Ochtum (Hunte-Wasseracht, Großenkneten in Kooperation mit Ochtumverband, Harpstedt) - Gewässerallianz Wümme (Unterhaltungsverband Mittlere Wümme, Rotenburg (Wümme)) - Gewässerallianz Obere Hunte (Unterhaltungsverband Obere Hunte, Bad Essen) - Gewässerallianz Leine (Leineverband, Northeim) - Gewässerallianz Weserbergland (Unterhaltungsverband Bever-Holzminde, Holzminden in Kooperation mit UHV Lenne, Eschershausen und UHV Schwülme, Uslar) - Gewässerallianz Aller-Böhme (Dachverband Aller-Böhme, Walsrode) - Gewässerallianz Leine-Westaue (Unterhaltungsverband West- und Südaue in Kooperation mit dem UHV Mittlere Leine, Barsinghausen) - Gewässerallianz Hache-Mittelweser (Mittelweserverband in Kooperation mit dem Wasser- und Bodenverband Hache und Hombach, Syke) - Gewässerallianz Wietze (Unterhaltungsverband Wietze, Uetze) - Gewässerallianz Alpe-Leine-Meerbach (UHV Alpe-Schwarze Riede in Kooperation mit dem UHV Untere Leine, dem ULV Meerbach und Führse und dem Kreisverband für Wasserwirtschaft, Nienburg) - Gewässerallianz Jeetzel-Seege (Kreisverband der Wasser- und Bodenverbände Lüchow-Dannenberg, Dannenberg) - Gewässerallianz Mittlere Oker (Wasserverband Mittlere Oker) Das Projektpartner sind in der Region gut vernetzt und kooperieren mit allen Akteuren und Stakeholdern der Gewässerlandschaft. Ein gegenseitiges voneinander Lernen und „Best Practices“ sind Mehrwerte, die eine Gewässerallianz darüber hinaus bietet. Engagieren Sie sich für naturnahe Gewässer oder sind an Renaturierungsmaßnahmen interessiert? Sprechen Sie uns an! Ihre Gesamtprojektkoordinatoren der Gewässerallianz Niedersachsen

Grundwasserförderung im Rahmen eines Pumpversuches im Hinblick auf die Bemessung und Beantragung einer bauzeitlichen Wasserhaltung für den Neubau eines Regenrückhaltebeckens

Die Samtgemeinde Jesteburg plant an der Brückenstraße, südlich der Seeve, ein Regenrückhaltebecken. Für die Erdarbeiten mit dem Einbau der Dichtungsschicht ist eine Grundwasserabsenkung erforderlich. Der Ruhe-Grundwasserstand von ca. 21,00 m NHN muss für die Absetzzone auf ca. 16,10 m NHN abgesenkt werden. Um das Vorhaben und die Machbarkeit besser einschätzen zu können, soll im Februar 2025 ein Pumpversuch durch einen Brunnen erfolgen. Der Brunnen soll voraussichtlich 10 – 12 m tief sein. Die Dauer des Pumpversuches ist für eine Woche inklusive Wiederanstieg geplant. Der Pumpversuch soll anhand von zwei verschiedenen Förderraten 50 m³/h und 80-90 m³/h durchgeführt werden. Die Raten sind abhängig von der Ergiebigkeit. Das geförderte Wasser wird nach einem Sandfang in die Seeve wiedereingeleitet. Eine Grund- und Oberflächenwasseranalyse liegen vor. Eine Beweissicherung der im Absenktrichter liegenden Gebäuden ist vorgesehen. Der Grundwasserbrunnen wird nach dem Bau des Regenrückhaltebeckens zurückgebaut, da er in die bauzeitliche Absenkung mit einbezogen wird. Grundwassermessstellen und Datenlogger sind zur Überwachung vorgesehen sowie eine Wasserprobe aus dem Pumpversuch. Insgesamt ist eine Fördermenge von 7.000 m³ durch den Pumpversuch geplant. Die Samtgemeinde Jesteburg beantragt die wasserrechtliche Erlaubnis bzgl. der Grundwasserförderung aus dem Brunnen sowie die Erlaubnis zur Einleitung in die Seeve nach § 8 Abs. 1 i.V.m. § 9 Abs. 1 Nr. 4 und 5 Wasserhaushaltsgesetz (WHG).

Niedersachsen treibt die Entwicklung von Fließgewässern und Auen voran

Hannover – Mit der Gründung eines Kompetenzzentrums für die Entwicklung Niedersächsischer Gewässerlandschaften (KEG) stärkt und konzentriert der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) seine Aufgaben rund um naturnähere Fließgewässer. „Wir bündeln interdisziplinär und für alle Beteiligten sichtbar die Aktivitäten, um Gewässer und Auen naturnah zu entwickeln“, erklärte Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer am Donnerstag (10.04.) bei der Vorstellung des NLWKN-Jahresberichts in Hannover. Mit mehreren 2024 umgesetzten Renaturierungsprojekten und einer Studie zur Wirksamkeit bereits umgesetzter Maßnahmen bildete die Rückkehr zu naturnahen Gewässerstrukturen einen Schwerpunkt im Jahresbericht des Landesbetriebs. Mit der Gründung eines Kompetenzzentrums für die Entwicklung Niedersächsischer Gewässerlandschaften (KEG) stärkt und konzentriert der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) seine Aufgaben rund um naturnähere Fließgewässer. „Wir bündeln interdisziplinär und für alle Beteiligten sichtbar die Aktivitäten, um Gewässer und Auen naturnah zu entwickeln“, erklärte Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer am Donnerstag (10.04.) bei der Vorstellung des NLWKN-Jahresberichts in Hannover. Mit mehreren 2024 umgesetzten Renaturierungsprojekten und einer Studie zur Wirksamkeit bereits umgesetzter Maßnahmen bildete die Rückkehr zu naturnahen Gewässerstrukturen einen Schwerpunkt im Jahresbericht des Landesbetriebs. Aber auch die derzeitige Trockenheit nahm der Minister in den Blick: „Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes war der vergangene Monat rekordverdächtig trocken. Er war mit +2,4 Grad über dem Durchschnitt der wärmste März in Europa seit Aufzeichnungsbeginn. Das führt uns nochmal drastisch vor Augen: Die Klimakrise ist in Niedersachsen angekommen“, so Meyer. Mit einem Durchschnittsmittel von nur 21 Prozent des Niederschlags im Vergleich zur Periode 1991 bis 2020 war es extrem trocken. Und: „Noch nie hat es seit Beginn der Wetteraufzeichnungen weniger geregnet als im März 2025“, so der Minister, „bundesweit gehörte Niedersachsen damit zu den niederschlagsärmsten Regionen. Auch diesen leider weiter zunehmenden Trend zu mehr Dürre und Trockenheit müssen wir mitdenken, wenn wir uns Gedanken darüber machen, wie wir unsere Gewässer künftig bestmöglich weiterentwickeln und schützen können.“ Triebfeder der niedersächsischen Bemühungen sind dabei auch die europarechtlichen Ziele aus der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und den beiden Natura 2000-Richtlinien (FFH- und Vogelschutzrichtlinie). Diese fordern „einen guten ökologischen Zustand“ von Bächen, Flüssen und Seen sowie den Schutz, Erhalt und die Entwicklung von gefährdeten gewässer- und auentypischen Arten und Lebensräumen. Dabei bilden Gewässer und ihre Auen eine ökologische Einheit: „Gewässer brauchen ihre natürlichen Entwicklungsräume und Überschwemmungsgebiete in den Auen – die Auen wiederum sind von den Gewässern und deren Zustand abhängig. Sind diese Zusammenhänge gestört, wird das für viele Tier- und Pflanzenarten zu einem lebensbedrohlichen Problem“, so Umweltminister Meyer. In der Folge sind mittlerweile zahlreiche Arten dieser Lebensräume und die Lebensräume selbst gefährdet. Dass Bemühungen um eine Trendumkehr dabei durchaus auch mit den Zielen des Hochwasserschutzes und damit der Europäischen Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie (HWRM-RL) zusammenspielen, die mit dem Klimawandel dringender werden und sich verstärken, unterstreicht Anne Rickmeyer, Direktorin des NLWKN: „Darum haben wir bereits vor Jahren das Aktionsprogramm Niedersächsische Gewässerlandschaften , ein von der Naturschutz- und Wasserwirtschaftsverwaltung gemeinsam getragener Handlungsrahmen, ins Leben gerufen. Mit dem KEG entsteht nun eine Schnittstelle für landesweite, strategische Themen, die alle relevanten Stellen und insbesondere natürlich die Vorhabenträger wie beispielsweise Unterhaltungsverbände und Kommunen zusammenbringt und bei der Umsetzung von Vorhaben aktiv unterstützen soll.“ Nur drei Prozent der Gewässer in gutem Zustand Nur drei Prozent der Gewässer in gutem Zustand Der Handlungsbedarf ist groß: Bislang sind lediglich drei Prozent der niedersächsischen Gewässer im geforderten „guten ökologischen Zustand“ nach den Vorgaben der WRRL. Das Land selbst, vertreten durch den NLWKN, unterhält nur einen kleinen Teil der niedersächsischen Gewässer – rund 1.100 Gewässerkilometer insgesamt. „Auch hier ist die Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen der WRRL eine echte Herkulesaufgabe“, betont Jörn Drosten, in der NLWKN-Direktion verantwortlich für den Betrieb und die Unterhaltung landeseigener wasserwirtschaftlicher Anlage n. Der Landesbetrieb sieht sich in einer Vorbildrolle hinsichtlich der WRRL-Umsetzung an seinen eigenen Gewässern, begegnet dabei aber wie viele andere Akteure auch immer wieder großen Herausforderungen. Allen voran bestehende Nutzungen, die Flächenknappheit und auch Fachkräftemangel erschweren das Fortkommen. Künstliche und vom Menschen in früheren Jahrzehnten besonders stark veränderte – begradigte, kanalisierte, aufgestaute, befestigte – Gewässer erweisen sich zudem unter den sich wandelnden klimatischen Rahmenbedingungen in der Gewässerunterhaltung als besonders arbeitsintensiv und empfindlich. „Sie leiden auch am meisten unter den Auswirkungen des Klimawandels“, so Drosten. Naturnahe Gewässer dagegen würden sich resilienter zeigen – und erforderten auch deutlich geringeren Pflegeeinsatz. „Beim Winterhochwasser 2023/2024 konnten wir ganz klar feststellen, dass uns die naturnahen Gewässer bei der Bewältigung der Wassermassen deutlich weniger Aufwand bereitet haben. Daher unser Fazit: Naturnahe Gewässerlandschaften sind günstiger für die Bewältigung von Hochwasserlagen“, betont der NLWKN-Fachmann. 22 Millionen Euro für naturnahe Entwicklungsvorhaben 22 Millionen Euro für naturnahe Entwicklungsvorhaben Für das Jahr 2025 stehen in Niedersachsen 22 Millionen Euro für die „naturnahe Entwicklung der Oberflächengewässer“ (NEOG) zur Verfügung. Geplant sind damit 92 Vorhaben unter anderem an der Hase, Bückeburger Aue, Oker, Wagenfelder Aue, Aller, Seeve, Este und Hunte. Umgesetzt werden die Projekte von Unterhaltungsverbänden, Landkreisen, Naturschutzverbänden oder direkt durch den NLWKN. Ein Großteil der Vorhaben dient der Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit, gefolgt von Maßnahmen zur Strukturverbesserung oder naturnahen Umgestaltung sowie Laufverlängerung mit Auenentwicklung. Für den Erwerb von Flächen laufender und geplanter Vorhaben sind für 2025 rund 2,6 Millionen Euro vorgesehen. Im Rahmen der Richtlinie zum Erhalt und Entwicklung der Biologischen Vielfalt und der Richtlinie Landschaftswerte 2.0 . stehen darüber hinaus noch weitere Fördermöglichkeiten für die Fließgewässer- und Auenentwicklung zur Verfügung, die vom Land und der EU kofinanziert werden. Ebenso nutzen das Land und die Kommunen verstärkt das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz des Bundes für Auen, Gewässer, Seegraswiesen und Moore, das mit 3,5 Milliarden Euro ausgestattet ist. Auch hiermit werden Maßnahmen zum Gewässerschutz vorangetrieben. Profitieren soll von all diesen Anstrengungen neben der Natur und dem Hochwasserschutz am Ende auch das Klima, denn: „Naturnahe gewässerbegleitende Niedermoore und Auenwälder besitzen durch den Kohlenstoffrückhalt der Böden und der Vegetation ein hohes Potenzial zum Treibhausrückhalt. Zudem wird durch die Produktion von Biomasse der Atmosphäre CO2 entzogen“, unterstreicht Nadja Amaro, die die Leitung des KEG übernommen hat. Im Interesse des Natur- und Hochwasserschutzes gehe es nun insgesamt darum, die Widerstandsfähigkeit der Fließgewässer im Hinblick auf die Klimafolgenanpassung zu erhöhen, betont Petra Heidebroek, Leiterin des Geschäftsbereichs landesweiter Naturschutz im NLWKN: „Das erreichen wir durch die Entwicklung naturnäherer Zustände der Gewässer und ihrer Auen. Sie dient auch dem Aufbau eines funktionstüchtigen landesweiten Biotopverbunds, bei dem die Fließgewässer ein wichtiges Bindeglied zwischen den Naturräumen bilden. Die Anpassungsfähigkeit von Ökosystemen, Lebensräumen und Arten wird dadurch maßgeblich verbessert.“ NLWKN-Jahresbericht 2024: Studie beleuchtet Erfolgsfaktoren und Hemmnisse bei Revitalisierung von Gewässern NLWKN-Jahresbericht 2024: Studie beleuchtet Erfolgsfaktoren und Hemmnisse bei Revitalisierung von Gewässern Das Thema Fließgewässer bildet insgesamt einen der Schwerpunkte im NLWKN-Jahresbericht 2024. Um zu wissen, ob man mit den bisher eingeleiteten Schritten auf dem richtigen Weg ist, haben NLWKN-Biologen und Hydrologen etwa in einer im Rahmen des Jahresberichts vorgestellten Studie zahlreiche Revitalisierungsprojekte an Flüssen und Bächen in Niedersachsen überprüft. Das Ergebnis: Insbesondere strukturärmere Gewässerabschnitte lassen sich relativ leicht durch Steigerungen des Strukturreichtums, der Dynamik und der Strömungsvielfalt so aufwerten, dass sich gewässertypische Arten wieder ansiedeln können. Gerade Projekte auf längerer Strecke zeigen dabei enorme Entwicklungspotenziale – wenn sie mit einer schonenden Gewässerunterhaltung und der Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit einhergehen. Der NLWKN-Jahresbericht 2024 klärt aber auch über umgesetzte Vorhaben, aktuelle Entwicklungen und bestehende Herausforderungen in anderen Fachbereichen des Landesbetriebs auf. „Zusammen mit einem Kompendium an Zahlen aus Wasserwirtschaft und Naturschutz gestattet er einen schnellen Überblick über das breite Spektrum unserer Aufgaben in Niedersachsen. Vom neuen Online-Angebot einer „Querbauwerksdatenbank Niedersachsen“ über Beiträge zu unseren Radonmesskampagnen im Land, den Strahlenschutz-Praxisschulungen für Einsatzkräfte bis hin zu diversen LIFE-Projekten – um nur einige zu nennen“, so NLWKN-Direktorin Rickmeyer. „Für die in 2024 gemeinsam erfolgreich bewältigten Herausforderungen und ihren Einsatz gilt mein Dank allen Mitarbeitenden des NLWKN. Besonders bedanken möchte ich mich auch bei Minister Christian Meyer, der unsere Arbeit in so vielfältiger Weise unterstützt – nicht zuletzt durch die Bewilligung von Stellen oder Entfristungen in so wichtigen Aufgabenbereichen wie dem Küsten-, Hochwasser- und auch dem Naturschutz. Nur so können wir die wachsenden Herausforderungen unserer Zeit bewältigen!“ Den NLWKN-Jahresbericht 2024 ist online unter www.nlwkn.niedersachsen.de/jb24 zu finden. Bildmotive und weitere Informationen zu den vorgestellten Themen stehen über nachfolgendem Link als Download zur Verfügung: Bildmotive und weitere Informationen zu den vorgestellten Themen stehen über nachfolgendem Link als Download zur Verfügung: https://nlwkn.hannit-share.de/index.php/s/DTF3dyysWZE2D2m Passwort: NLWKNJB2025 Die Fotos sind unter Angabe der Quellen zur einmaligen Veröffentlichung im Rahmen der Berichterstattung über den NLWKN freigegeben. Die Fotos sind unter Angabe der Quellen zur einmaligen Veröffentlichung im Rahmen der Berichterstattung über den NLWKN freigegeben.

EU-Überwachungsprojekte

Teilnahme an EU-Projekten zur Überwachung der Einhaltung chemikalienrechtlicher Vorschriften

Hochwasserschutz am Luhedeich in Winsen: Weiden und Eichen müssen weichen

Winsen/Lüneburg . Noch in diesem Jahr soll der Startschuss für den geplanten Aus- und Neubau der Schutzdeiche entlang der Luhe fallen. Doch die Verbesserung des Hochwasserschutzes für die Anrainer am Fluss im Landkreis Harburg hat ihren Preis: Im Rahmen der bauvorbereitenden Arbeiten für den ersten Abschnitt des Hochwasserschutzprojektes müssen im Winsenser Ortsteil Roydorf in den kommenden Wochen mehrere Bäume gefällt werden. Noch in diesem Jahr soll der Startschuss für den geplanten Aus- und Neubau der Schutzdeiche entlang der Luhe fallen. Doch die Verbesserung des Hochwasserschutzes für die Anrainer am Fluss im Landkreis Harburg hat ihren Preis: Im Rahmen der bauvorbereitenden Arbeiten für den ersten Abschnitt des Hochwasserschutzprojektes müssen im Winsenser Ortsteil Roydorf in den kommenden Wochen mehrere Bäume gefällt werden. Dies teilt der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Lüneburg mit. Der NLWKN setzt das 2018 planfestgestellte, mehrstufige Bauvorhaben im Auftrag des Deich- und Wasserverbands Vogtei Neuland um. Im Rahmen des ersten Bauabschnitts, für den die eigentlichen Deichbauarbeiten ab dem Herbst geplant sind, stehen die rechtsseitigen Schutzdeiche zwischen der Brücke „In´n Dörp“ in Roydorf und der Bahnbrücke in Winsen im Fokus. Auf dem circa 1.800 Meter langen Planfeststellungsabschnitt sollen die Verwallungen der Luhe 2025 und 2026 in zwei Bauabschnitten erneuert werden. Der erste Bauabschnitt beginnt in Roydorf und ist rund 600 Meter lang. Ziel ist es, den Schutz der Stadt Winsen (Luhe) und insbesondere des Krankenhauses vor Überflutungen deutlich zu verbessern. „Die hier aktuell vorhandenen Deiche müssen hinsichtlich Abmessungen und Aufbau dem heutigen Stand der Technik angepasst werden“, unterstreicht Verbandsvorsteher Christoph Sander den Handlungsbedarf. Die wesentlichen Defizite an den an der Luhe bisher vorhandenen Hochwasserschutzanlagen bestehen vor allem in einer teils fehlenden Kleiabdichtung, den zu steilen Böschungsneigungen und fehlenden Deichverteidigungswegen. Im Zuge der in der kommenden Woche beginnenden Baufeldfreimachung müssen nun insbesondere einige Kopfweiden und Eichen weichen, um den Weg für das Hochwasserschutzvorhaben frei zu machen. „Unter Berücksichtigung der naturschutzfachlichen Vorgaben des Planfeststellungsbeschlusses wurden die Bäume selbstverständlich vorab in Bezug auf Fledermäuse, Brutvögel und weitere baumbewohnende Arten untersucht“, versichert Antonia Kachel vom NLWKN Lüneburg. Konkret entnommen werden müssen demnach ein Teil der Kopfweidenreihe sowie drei Eichen am Peerweg. Neben Ersatzpflanzungen der entnommenen Bäume sind noch in diesem Jahr weitere umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Zuge der Baumaßnahmen geplant, um die Auswirkungen der Entnahmen für die Natur möglichst verträglich zu gestalten. Das jetzt in Vorbereitung befindliche Hochwasserschutzprojekt basiert auf dem Rahmenentwurf zum Ausbau und Neubau der Schutzdeiche an der Ilmenau, der Luhe und der Seeve. Als Schutzdeiche bezeichnen die Experten dabei jene Deiche und Verwallungen auf der Binnenseite von Sperrwerken, die dem Schutz der Küstenregion vor Flusshochwassern dienen, weil das Oberwasser bei Schließung des Sperrwerks im Sturmflutfall nicht abfließen kann.

Reparierter Hydraulikzylinder kehrt nach nur zwei Wochen ins Sperrwerk Seeve-Siel zurück

Seevetal/Harburg. – Am Ende war es nur ein kurzer Ausflug: Nach knapp zweiwöchiger Reparaturzeit kann der Ende Februar am Sperrwerk Seeve-Siel ausgebaute Hydraulikzylinder bereits in der kommenden Woche in den Landkreis Harburg zurückkehren. Die Instandsetzung des schadhaften Bauteils ist Teil der fortlaufenden Anstrengungen des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) rund um einen optimalen Sturmflut- und Hochwasserschutz für die Seeveniederung. Für die Rückkehr des Zylinders muss ein Teil der Kreisstraße 25 (Alter Elbdeich) Anfang der Woche erneut kurzzeitig gesperrt werden. Am Ende war es nur ein kurzer Ausflug: Nach knapp zweiwöchiger Reparaturzeit kann der Ende Februar am Sperrwerk Seeve-Siel ausgebaute Hydraulikzylinder bereits in der kommenden Woche in den Landkreis Harburg zurückkehren. Die Instandsetzung des schadhaften Bauteils ist Teil der fortlaufenden Anstrengungen des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) rund um einen optimalen Sturmflut- und Hochwasserschutz für die Seeveniederung. Für die Rückkehr des Zylinders muss ein Teil der Kreisstraße 25 (Alter Elbdeich) Anfang der Woche erneut kurzzeitig gesperrt werden. Verschleißerscheinungen an der Zylinderdichtung hatten den Ausbau des 5,60 Meter langen Bauteils im Februar erforderlich gemacht. Der Hydraulikzylinder kommt am Sperrwerk für die Betätigung eines von insgesamt drei vorhandenen Hubtoren zum Einsatz. Dass die Reparatur so schnell abgeschlossen werden konnte, freut auch Klaus Jänsch, Leiter des Geschäftsbereichs Betrieb und Unterhaltung der für das Sperrwerk zuständigen NLWKN-Betriebsstelle Lüneburg: „Der Umfang der erforderlichen Arbeiten ist bei derartigen Bauteilen immer erst nach Ausbau und genauer Begutachtung wirklich absehbar“, weiß Jänsch aus Erfahrung. Der Zylinder war zur Zerlegung und Begutachtung in ein Spezialwerk nach Brunsbüttel transportiert worden. Dort wurden sämtliche Dichtungen erneuert und die Zylinderinnenfläche abgeschliffen. Für den Einbau per Kran, der für Montag (11.03.) vorgesehen ist, muss die Kreisstraße 25 (Alter Elbdeich) ab etwa 9 Uhr bis zum Mittag für mehrere Stunden einseitig gesperrt werden. Der hier verlaufende Geh- und Radweg wird von den Einschränkungen nach aktuellem Stand nicht betroffen sein. Nach dem Einbau steht in der kommenden Woche noch ein Probelauf auf dem Programm. Danach ist das betroffene Tor der Anlage wieder vollständig einsetzbar. Das Sperrwerk und Siel an der Seeve ist seit 1966 in Betrieb. Die Anlage wurde als Reaktion auf die verheere Sturmflut von 1962 errichtet und übernimmt seither gleich zwei wichtige Aufgaben: Sie schützt die Seeveniederung vor den Sturmfluten der Nordsee und gewährleistet zugleich die Entwässerung der Seeve in die Elbe. Auch während der jetzt durchgeführten Arbeiten war der Sturmflutschutz vollumfänglich gewährleistet: Das Hubtor blieb während der Reparatur unten – ein Kran hätte bei Bedarf die Funktion des Hebens übernommen. Damit war auch eine Entwässerung sichergestellt.

Zum Schutz vor Sturmflut und Hochwasser: NLWKN nimmt Arbeiten am Sperrwerk Seeve-Siel vor

Seevetal/Harburg. – Das Sperrwerk Seeve-Siel übernimmt zwei wichtige Aufgaben: Es schützt die Seeveniederung vor den Sturmfluten der Nordsee und gewährleistet die Entwässerung der Seeve in die Elbe – und das bereits seit 1966. Am kommenden Dienstag (27.02.) veranlasst der für die Anlage zuständige Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) wichtige Instandsetzungen. An einem der drei Hubtore des Bauwerks wird der Hydraulikzylinder repariert. Dazu muss ein Teil der Kreisstraße 25 (Alter Elbdeich) kurzzeitig gesperrt werden. Das Sperrwerk Seeve-Siel übernimmt zwei wichtige Aufgaben: Es schützt die Seeveniederung vor den Sturmfluten der Nordsee und gewährleistet die Entwässerung der Seeve in die Elbe – und das bereits seit 1966. Am kommenden Dienstag (27.02.) veranlasst der für die Anlage zuständige Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) wichtige Instandsetzungen. An einem der drei Hubtore des Bauwerks wird der Hydraulikzylinder repariert. Dazu muss ein Teil der Kreisstraße 25 (Alter Elbdeich) kurzzeitig gesperrt werden. „ An einem unserer Hubtore wurde ein Verschleiß an der Zylinderdichtung festgestellt, für dessen Reparatur ein Ausbau des Zylinders notwendig ist. Dieser muss teilweise von der Kreisstraße 25 (Alter Elbdeich) aus erfolgen. Aufgrund der zeitweisen halbseitigen Straßensperrung während der Arbeiten muss kurzzeitig mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden. Wir bitten hierfür um Verständnis“, erklärt Klaus Jänsch, Leiter des Geschäftsbereichs Betrieb und Unterhaltung der zuständigen NLWKN-Betriebsstelle Lüneburg. „ Der Zylinder wird nach dem Ausbau abtransportiert und in einem Werk bei Brunsbüttel repariert. Der genaue Umfang der Arbeiten steht erst nach einer Begutachtung vor Ort fest, daher kann zum jetzigen Zeitpunkt noch kein Termin für den Wiedereinbau des Zylinders genannt werden. Für den Sturmflut- und Hochwasserschutz hat der Ausbau allerdings keine negativen Auswirkungen. „Das Hubtor bleibt während der Reparatur unten, so dass die zweite Deichsicherheit jederzeit gewährleistet ist“, betont Jänsch. Für den Fall eines Hochwasserereignis während der Reparaturarbeiten ist vorgesorgt. „Sollte es zu extremen Niederschlägen kommen und die Öffnung des dritten Tores notwendig werden, kommt kurzfristig ein Kran in Einsatz, um die erforderliche Entwässerung sicherzustellen.“ Hintergrundinformationen zum Bauwerk Hintergrundinformationen zum Bauwerk Das Sperrwerk Seeve-Siel wurde nach der Sturmflut vom Februar 1962 entwickelt und geplant. Das Bauwerk wurde 1966 fertiggestellt und ist eine landeseigene Anlage und wird vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) betrieben und unterhalten. Zur Gewährleistung des Sturmflutschutzes verfügt die Anlage als erste Deichsicherheit über je ein Schlagtorpaar aus Holz in den drei Sielläufen. Diese öffnen und schließen selbstständig in Abhängigkeit der Fließrichtung. Zur Gewährleistung der zweiten Deichsicherheit verfügt das Bauwerk über drei Hubtore, die hydraulisch gefahren werden Weitere Informationen gibt es auf der NLWKN-Website in folgendem Artikel: Seeve-Sperrwerk und Siel | Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (niedersachsen.de)

WWF-Alpenflussstudie 2011 - Freiheit für das Wilde Wasser

Anlass: Die Alpen zählen zu den wertvollsten Ökoregionen Europas. Ihre naturnahen Wildflüsse bilden Korridore und strukturieren die Vielfalt von Arten und Lebensräumen. Viel Wasser ist noch nicht talwärts geflossen, seit sie aufgestaut, verbaut, eingedämmt oder begradigt, ihrer natürlichen Dynamik beraubt wurden und große Teile ihrer Auen eingebüßt haben. Angesichts dieser Schäden lässt sich der Verlust, aber auch die Wertigkeit des erhalten Gebliebenen ermessen. Der WWF Deutschland hat im Jahr 2010 an der Ammer, einem der letzten noch weitgehend intakten nordalpinen Fließgewässer, ein Projekt zum Schutz und zur Förderung der Arten- und Lebensraumvielfalt gestartet. Als Teil dieses Projekts möchte der WWF Deutschland auch einen Überblick über die Naturnähe anderer nordalpiner Gewässer gewinnen. Methodisch schauen wir über den Flusslauf der Ammer hinweg und richten den Blick hin zu anderen nordalpinen Wildflüssen. Denn deren Zustand hilft uns umgekehrt, auch die Probleme der Ammer besser zu verstehen. Zuletzt gibt uns diese Arbeit einen Kompass an die Hand, der uns den Weg weist, wo und wie der WWF auch zukünftig zum Schutz alpiner Flüsse beitragen muss. Die Fachbehörden können mit dieser Arbeit ihre Prioritäten überdenken und da, wo notwendig, neu setzen. Ziele der Studie sind: - die vergleichende Bewertung nordalpiner Wildflusslandschaften (insbesondere unter naturschutzfachlichen Aspekten und mit innovativen Ansätzen); - die Unterstützung bei der Auswahl von naturschutzfachlich sehr guten bzw. entwicklungsfähigen Wildflüssen für evtl. weitere Renaturierungsprojekte; -die Nutzung der Ergebnisse für Öffentlichkeitsarbeit oder Stellungnahmen zu geplanten Projekten (z. B. bei der Diskussion zur Entwicklung der Wasserkraftnutzung und - im WWF-Netzwerk - gemeinsamer Standards zur Qualifizierung von Wasserkraftanlagen). Für die Studie wurden Flüsse in der Schweiz, Österreich und Deutschland gesucht, die prinzipiell mit der Ammer verglichen werden können. Die Flüsse, die es zu finden galt, mussten folgende Kriterien erfüllen: - nordalpine Wildflüsse; Mündung in Rhein oder Donau, nicht ins Mittelmeer - Abfluss und Geschiebeführung (natürlicherweise) vom Gebirge geprägt -Ursprung im Hochgebirge und Verlauf im Alpenvorland - kein oder nur geringer Gletschereinfluss auf die Gewässer - mittlere bis große Gewässer, aber keine Ströme wie Rhein oder Inn. Folgende 15 Flüsse entsprachen den genannten Kriterien und wurden zur Untersuchung herangezogen: - Sense (Schweiz), - Reuss (Schweiz,) - Thur (Schweiz), - Bregenzer Ach (Österreich), Iller (Deutschland) Lech bis Augsburg (Österreich/Deutschland) Ammer/Linder (Deutschland) bis zum - Ammersee Loisach (Österreich/Deutschland), - Isar bis München (Österreich/Deutschland), - Mangfall (Deutschland), - Großache/Tiroler Achen (Österreich/Deutschland), - Traun (Deutschland), - Traun (Österreich), - Ybbs (Österreich), - Traisen (Österreich).

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