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Entsorgung fester und schlammfoermiger Siedlungsabfaelle einer Region

Art und Menge der Siedlungsabfaelle nehmen mit der Intensivierung des Zivilisatorischen Taetigkeit zu. Erhoehte Anforderungen an die Muellverbrennung bzw. emittierte Schadstoffe fuehren zukuenftig zur Deponie gewisser Stoffe. Vor allem bei alternativen Massnahmen sind auch die wirtschaftlichen Fragen zu beruecksichtigen. In einer nach bestimmten Kriterien ausgewaehlten Region wird ein umfassendes, langfristiges Abfallbewirtschaftungskonzept erarbeitet. Die Methodik soll auf andere Regionen uebertragbar sein. Fragestellungen: Welches Ausmass hat die gegenwaertige oekologische und oekonomische Gesamtbelastung in der Region angenommen? - Koennen mit den Gegenwaertig praktizierten Massnahmen die oekologischen Ziele (Gewaesserschutz-, Umweltschutzgesetz etc.) erreicht werden? Wenn nein, welche Alternativen sind wirksamer?

Indikator: Abfallmenge – Siedlungsabfälle

<p>Die wichtigsten Fakten</p><p><ul><li>Das Aufkommen von Siedlungsabfällen zeigt im Zeitablauf nur geringe Schwankungen und lag im Jahr 2023 bei 48,9 Millionen Tonnen.</li><li>Ziel der Umweltpolitik ist die Vermeidung von Abfällen.</li><li>Bei den Siedlungsabfällen wird dieses Ziel nicht erfüllt. Um den Ressourcenverbrauch zu verringern, müssen die Siedlungsabfälle weiter zurückgehen.</li></ul></p><p>Welche Bedeutung hat der Indikator?</p><p>Um den Rohstoffbedarf der Volkswirtschaft zu reduzieren, verfolgt die Politik verschiedene Strategien. Ein Ansatz ist die Vermeidung von Abfällen. So definiert das <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/krwg/">Kreislaufwirtschaftsgesetz</a> in Paragraph 6 eine Abfallhierarchie: Höchste Priorität hat demnach die Abfallvermeidung. Abfälle, die nicht entstehen, erzeugen auch keine Umweltbelastungen, die sonst bei ihrer Sammlung und Sortierung, sowie der weiteren Verwertung oder Deponierung entstehen würden. Das gesamte Abfallaufkommen Deutschlands setzt sich zusammen aus Siedlungsabfälle, Abfälle aus der Gewinnung und Behandlung von Bodenschätzen, übrige Abfälle (insbesondere aus Produktion und Gewerbe), Bau- und Abbruchabfälle sowie Abfälle aus Abfallbehandlungsanlagen. Zwar wird das Abfallaufkommen vor allem von Bauabfällen dominiert, die rund 52,3 % am Aufkommen ausmachen und bildet somit vor allem die Konjunktur der Bauindustrie ab, doch sollte auch die Relevanz der jeweiligen Abfallströme in Betracht gezogen werden. Der hier verwendete ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/i?tag=Indikator#alphabar">Indikator</a>⁠ stellt die Entwicklung des Teilstroms der Siedlungsabfälle dar, die 2023 rund 15,2 % des gesamten Netto-Abfallaufkommens ausmachten. Unter Siedlungsabfällen werden im Wesentlichen die Abfallarten zusammengefasst, die bei kommunalen Abfallwirtschafts-Betrieben anfallen. „Abfallproduzenten“ sind vor allem private Haushalte, Verwaltung und Gewerbe-Betriebe. &nbsp;Das Siedlungsabfallaufkommen bildet somit das Verhalten eines breiten Spektrums von Abfallverursachern ab und wird in nicht gefährliche und gefährliche Abfälle unterteilt.</p><p>Wie ist die Entwicklung zu bewerten?</p><p>Die Menge der Siedlungsabfälle hat sich im Zeitraum zwischen 2010 und 2021 kaum verändert: Lag sie im Jahr 2010 noch bei 49,2 Mio. t, war der Höhepunkt des Aufkommens im Jahr 2016 bei 52,1 Mio. t erreicht. In den folgenden Jahren verblieb die Siedlungsmenge bei Werten über 50 Mio. Im Jahr 2022 sank das Siedlungsabfallaufkommen mit einem Wert von 48,6 Mio. t erstmals unter den von 2010 (49,2 Mio. t) und blieb auch 2023 mit 48,9 Mio. t unter dem Wert von 2010.</p><p>Mit dem Ziel, die Abfallvermeidung zu stärken, hat die Bundesregierung gemäß § 33 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) 2013 ein <a href="https://www.bmuv.de/download/abfallvermeidungsprogramm-des-bundes-unter-beteiligung-der-laender-fortschreibung-wertschaetzen-statt-wegwerfen">Abfallvermeidungsprogramm</a> des Bundes unter Beteiligung der Länder beschlossen und im Jahr 2020 fortgeschrieben. Während das Kreislaufwirtschaftsgesetz die Vermeidung der Entstehung von Abfällen als höchste Priorität ausgibt, wird im Abfallvermeidungsprogramm die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Abfallmenge angestrebt: Die Abfallmenge soll höchstens so schnell wachsen wie die Wirtschaft. Während ein Rückgang der Abfallmengen im betrachteten Zeitraum nicht zu verzeichnen war, kann eine leichte Entkopplung vom Wirtschaftswachstum beobachtet werden: Während die deutsche Wirtschaft zwischen 2010 und 2021 um etwa 15,9 % wuchs (<a href="https://www.statistischebibliothek.de/mir/receive/DEHeft_mods_00159547">Statistisches Bundesamt</a>, BIP preisbereinigt) nahm die Menge der Siedlungsabfälle um lediglich etwa 5,9 % zu. 2022 war erstmalig ein Rückgang der Siedlungsabfälle um 1,4 % gegenüber 2010 zu verzeichnen. Der Rückgang der Siedlungsabfälle bewegt sich 2023 auf ähnlichem Niveau. Weitere Anstrengungen sind dennoch erforderlich, um die Abfallmengen auf allen Stufen der Wertschöpfungskette wirksam zu reduzieren.</p><p>Wie wird der Indikator berechnet?</p><p>Das Abfallaufkommen wurde bis zum Berichtsjahr 2020 jährlich in der <a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Umwelt/Abfallwirtschaft/Tabellen/liste-abfallbilanz-kurzuebersicht.html">Abfallbilanz</a> des Statistischen Bundesamtes veröffentlicht. Ab dem Berichtsjahr 2020 wurde das bisherige Format der Abfallbilanz durch den Statistischen Bericht - Abfallbilanz abgelöst (<a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Umwelt/Abfallwirtschaft/Publikationen/_publikationen-innen-abfallbilanz.html">Statistisches Bundesamt 2025</a>). Die Abfallstatistik basiert auf einer Reihe unterschiedlicher Erhebungen, die zur Abfallbilanz zusammengefasst werden. Weitere Angaben zu den abfallstatistischen Erhebungen sind in den jeweiligen <a href="https://www.destatis.de/DE/Methoden/Qualitaet/Qualitaetsberichte/Umwelt/einfuehrung.html">Qualitätsberichten</a> zu finden.</p><p><strong>Ausführliche Informationen zum Thema finden Sie im Daten-Artikel <a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/ressourcen-abfall/abfallaufkommen">"Abfallaufkommen"</a>.</strong></p>

Beurteilung und kritische Wuerdigung der 'Untersuchung der Ersatz- und Standortmoeglichkeiten einer thermischen Abfallnutzung fuer das Gebiet der Stadt Moenchengladbach und des Kreises Viersen' des Bueros Dr. Born-Dr. Ermel GmbH

Das Oeko-Institut ueberpruefte im Auftrag der Kreistagsfraktion der GRUENEN in Viersen ein Gutachten ueber die 'Einsatz- und Standortmoeglichkeiten einer Muellverbrennungsanlage fuer das Gebiet der Stadt Moenchengladbach und des Kreises Viersen'. Die wichtigsten Ergebnisse dieser Ueberpruefung waren: Der Anteil an Hausmuell, der einer endgueltigen Beteiligung zugefuehrt werden muss, ist wesentlich geringer, als in dem Gutachten angenommen wird. Die konventionelle Rostfeuerung wurde durch methodisch fehlerhafte Wertung zu vorteilhaft dargestellt. Die Emissionen der vorgeschlagenen Anlage wurden aufgrund nicht korrekten Vergleichs mit Kohlekraftwerken bagatellisiert. Es wird vorgeschlagen, ein neues mengen- und schadstoffbezogenes Gutachten zu verlangen

Anwendung des GAD bei der Nutzungsentscheidung von Hausmülldeponien

Anwendung des GAD bei der Nutzungsentscheidung von Hausmülldeponien. Es wird eine Zusammenführung von Vorarbeiten des CEMAGREF (Frankreich) - externe Kostenschätzungen verschiedener Nutzungsmöglichkeiten - und der Universität Tübingen - intergenerationelle Diskontierung - angestrebt.

Verwertungsquoten der wichtigsten Abfallarten

<p>Mit knapp 70 Prozent stofflich verwerteten und nahezu 12 Prozent energetisch verwerteten Abfällen, wurden in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt knapp 82 Prozent der erzeugten Abfälle verwertet.</p><p>Nachhaltige Abfallvermeidung und –verwertung</p><p>Nachhaltige Entwicklung erfordert die Entkopplung des Ressourcenverbrauchs vom Wirtschaftswachstum. Eine Strategie kann allerdings auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn die durch sie erreichten Effizienzgewinne nicht durch wachsende Produktion und mehr Konsum aufgezehrt werden. Ein Schlüssel hierzu liegt neben der Abfallvermeidung in der verstärkten Verwertung von Abfällen. Zur Verwertung zählen alle Maßnahmen zur Nutzung der im Abfall enthaltenen Wertstoffe bzw. Energiepotentiale. Ziel ist es, die Abfallwirtschaft zu einer Quelle für die Beschaffung von Rohstoffen und für die Produktion von Gütern fortzuentwickeln.<br><br>98 % der Siedlungsabfälle werden verwertet (siehe Abb. „Verwertungsquoten der wichtigsten Abfallarten“). Der größte Teil davon wird stofflich verwertet. Die Recyclingquote der Siedlungsabfälle betrug 2023 68 %. Damit wurde das von der Bundesregierung gesetzte Ziel erreicht, die Recyclingquote bei den Siedlungsabfällen auf 65 % zu steigern (siehe Tab. „Aufkommen, Beseitigung und Verwertung von Abfällen im Jahr 2023“). Bau- und Abbruchabfälle machen etwa 52 % des (Brutto-) Abfallaufkommens in Deutschland aus &nbsp;(siehe <a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/ressourcen-abfall/abfallaufkommen">„Abfallaufkommen“</a>). Die Verwertung dieser Abfälle bewegt sich seit Jahren auf sehr hohem Niveau.</p><p>Geänderte statistische Erfassung</p><p>Bei der Interpretation der Angaben zu den einzelnen Hauptabfallströmen ist zu beachten, dass im dargestellten Zeitraum mehrere Umstellungen in der Erhebung und Zurechnung der erfassten Mengen zu Abfallarten erfolgten. Erfasst werden seit dem Jahr 1996 in erster Linie die bei den Betreibern von Abfallentsorgungsanlagen jeweils eingesetzten Abfallmengen.<br><br>Einschränkungen bezüglich der Vergleichbarkeit der Daten ergeben sich in der hier betrachteten Periode durch den Wechsel vom Europäischen Abfallkatalog (EAK) zum Europäischen Abfallverzeichnis (EAV) im Jahr 2002, was Verschiebungen innerhalb der Siedlungsabfälle sowie zwischen nicht gefährlichen und gefährlichen Abfällen zur Folge hatte. Ab dem Jahre 2006 wurde die Abfallbilanz erstmalig nach dem Bruttoprinzip dargestellt. Das bedeutet, Abfälle aus Abfallbehandlungsanlagen (Sekundärabfälle, EAV 19) werden getrennt dargestellt und zum Nettoabfallaufkommen (vergleichbar mit dem bisherigen Gesamtaufkommen) addiert. Gleichzeitig wurden erstmals ab dem Jahr 2006 die gefährlichen Abfälle explizit aufgeführt. Durch die Umstellung auf das Bruttoprinzip entstand ein gravierender Sprung in der Zeitreihe.</p>

Abfallaufkommen

<p>Das Netto-Abfallaufkommen sank zwischen den Jahren 2000 und 2023 um rund 21 Prozent. Das liegt neben statistischen Effekten hauptsächlich an der konjunkturell bedingten Abnahme der Bau- und Abbruchabfälle. Die Abfälle aus Haushalten blieben im Vergleich zum Vorjahr auf gleichem Niveau. Der Großteil des anfallenden Abfalls wird verwertet.</p><p>Deutschlands Abfall</p><p>Im Jahr 2023 betrug das ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/b?tag=Brutto-Abfallaufkommen#alphabar">Brutto-Abfallaufkommen</a>⁠ in Deutschland 380,1 Mio. t und ist somit weiterhin rückläufig. Das in diesem enthaltene ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/n?tag=Netto-Abfallaufkommen#alphabar">Netto-Abfallaufkommen</a>⁠ von 322,9 Mio. t sank im Vergleich zu 2000 um rund 21 %. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die Abnahme der Bau- und Abbruchabfälle zurückzuführen (siehe Abb. und Tab. „Abfallaufkommen“).</p><p>Bau-, Abbruch-, Gewerbe- und Bergbauabfälle</p><p>Bau- und Abbruchabfällen, Gewerbe- sowie Bergbauabfällen kommt beim Abfallaufkommen eine besondere Bedeutung zu (siehe Abb. und Tab. „Abfallaufkommen“).</p><p>Siedlungsabfälle / Haushaltstypische Siedlungsabfälle</p><p>Bei einem relativ konstanten Anfall an Siedlungsabfällen von ca. 50 Mio. t pro Jahr stieg das Aufkommen der haushaltstypischen Siedlungsabfälle (in der Abfallbilanz bis 2011 als „Haushaltsabfälle“ bezeichnet) von 37,6 Mio. t im Jahr 2000 auf 43,9 Mio. t im Jahr 2023 stark an. Pro Einwohner waren das im Jahr 2000 noch 458 kg, 2023 waren es 519 kg/Ew. Gleichzeitig stieg der verwertete Anteil. Wurden im Jahr 2000 nur etwa 51 % verwertet, waren es 2023 bereits 98 %, davon 68 % mit stofflicher Verwertung. Das Aufkommen der haushaltstypischen Siedlungsabfälle unterlag den letzten Jahren lediglich geringen Schwankungen und blieb demnach auf relativ konstantem Niveau.</p><p>Das Aufkommen der in den haushaltstypischen Siedlungsabfällen enthaltenen Fraktion „Hausmüll und hausmüllähnliche Gewerbeabfälle“ sank zwischen 2000 und 2023 von 18,0 Mio. t auf 14,3 Mio. t. Das Aufkommen der getrennt gesammelten Fraktionen - u.a. Glas, Papier, gemischte Verpackungen - stieg in diesem Zeitraum von 13,5 Mio. t auf 16,9 Mio. t (Quelle: <a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Umwelt/Abfallwirtschaft/Tabellen/abfallbilanz-kurzuebersicht-2019.html">Abfallbilanzen</a> des Statistischen Bundesamtes, siehe auch <a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/ressourcen-abfall/ablagerungsquoten-der-hauptabfallstroeme">„Ablagerungsquoten der Hauptabfallströme“</a>, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/abfall-kreislaufwirtschaft/verwertungsquoten-der-wichtigsten-abfallarten">„Verwertungsquoten der wichtigsten Abfallarten“</a> und Abb. „Zusammensetzung der haushaltstypischen Siedlungsabfälle 2023“).</p><p>Gefährliche Abfälle</p><p>Gefährliche Abfälle werden ab dem Jahr 1999 in der Abfallbilanz lediglich nachrichtlich als Summe ausgewiesen. Rund 6,2 % des Abfallaufkommens gehörten im Jahr 2023 diesem Abfallstrom an. Sie fielen vor allem in der Industrie und dem Baugewerbe an und gingen zu 67 % in die Verwertung.</p><p>Beseitigte Abfälle</p><p>Der nicht verwertbare Anteil des anfallenden Abfalls muss unter Vermeidung von Umweltschäden und Gesundheitsbeeinträchtigungen für die Bürger beseitigt werden. Vor der endgültigen Ablagerung sind organische Abfälle grundsätzlich mechanisch-biologisch oder thermisch zu behandeln. Damit sollen sie unschädlich gemacht (das heißt inertisiert) werden. Ziel ist es, aus Deponien weniger Sickerwässer und Deponiegas freizusetzen. Seit Mitte 2005 ist die Ablagerung (das heißt Deponierung) nicht vorbehandelter organischer Abfälle nicht mehr zulässig. Für Verbrennungsanlagen gelten strenge Standards zur Luftreinhaltung (siehe <a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/ressourcen-abfall/ablagerungsquoten-der-hauptabfallstroeme">„Ablagerungsquoten der Hauptabfallströme“</a>).</p><p>Abfallintensität</p><p>Die Abfallintensität ist ein ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/i?tag=Indikator#alphabar">Indikator</a>⁠ für die Entkopplung des Abfallaufkommens von der Wirtschaftsleistung. Sie sank zwischen den Jahren 2000 und 2023 um 38,2 Prozentpunkte (siehe Abb. „Entkopplung des Abfallaufkommens von der Wirtschaftsleistung“).</p><p>Weitere Informationen gibt es aus der <a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Umwelt/Abfallwirtschaft/_inhalt.html">Abfallstatistik </a>des Statistischen Bundesamtes.</p><p>Deutschlands Abfallbilanzen ab dem Jahr 2000</p><p>Bei der Interpretation der Daten zu den einzelnen Hauptabfallströmen ist zu beachten, dass die Abfallstatistik nicht auf eine unmittelbare Erfassung des Abfallaufkommens ausgerichtet ist. Erfasst werden seit dem Jahr 1996 in erster Linie die bei den Betreibern von Abfallentsorgungsanlagen jeweils eingesetzten Abfallmengen.</p><p>Das Statistische Bundesamt führte bis zum Jahr 2005 diese Abfallmengen mit Hilfe eines Rechenmodells zum Gesamtabfallaufkommen – der Abfallbilanz – zusammen. Das Bundesamt zog vom gesamten Input an Abfallentsorgungsanlagen den Output zur Abfallverwertung und Abfallbeseitigung im Inland ab. Fachleute sprechen hier vom Nettoprinzip. Dabei konnten Doppelzählungen nicht gänzlich vermieden werden.</p><p>Seit dem Jahr 2006 gilt daher das Bruttoprinzip. Das Statistische Bundesamt zieht seitdem Sekundärabfälle – also Abfälle, die bereits in anderen Abfallentsorgungsanlagen behandelt wurden – nicht mehr vom Input der Anlagen ab. Diese Sekundärabfälle (siehe Europäisches Abfallverzeichnis / EAV 19) werden nun getrennt ausgewiesen.</p><p>Geänderte statistische Erfassung</p><p>Die Abfallbilanzen sind über die Jahre nicht direkt vergleichbar, weil sich die Erfassung der Abfälle mehrfach änderte:</p>

Umsetzung von Neuregelungen zur Statistik im europäischen Abfallrecht

Am 2.12.2015 hat die EU-Kommission Änderungen zu einer Reihe von abfallrechtlichen EU-Richtlinien vorgeschlagen, die u.a. anspruchsvolle Vorgaben der Mitgliedstaaten für die Erreichung von Recyclingquoten enthalten. Hierbei werden auch die erforderlichen Definitionen ergänzt und eine Änderung der statistischen Methoden zur Ermittlung der Quotenvorgaben vorgeschlagen. Die vorgeschlagenen neuen Berechnungsmethoden für die Recyclingquote von Siedlungsabfällen werden zu erheblichen Umsetzungsnotwendigkeiten in Deutschland führen. Gemäß der gegenwärtigen Methodik zur Bestimmung von Recyclingmengen werden diejenigen Siedlungsabfallmengen berücksichtigt, die bestimmten Abfallentsorgungsanlagen zur Verwertung überlassen werden. Allgemein ist dies also die gesamte Abfallstrommenge, die am EINGANG sämtlicher Behandlungsanlagen der Verfahrensarten R 2- R 13 ermittelt wird, d.h. noch bevor irgendeine Abfallbehandlung oder eine stoffliche Verwertung (Recycling) stattfindet. Die Bestimmung der Recyclingquote auf Basis des Inputs in Entsorgungsanlagen ist laut aktuellem Entwurf der Abfallrahmenrichtlinie ab 2020 keine Option mehr. Die Erhebung soll künftig auf Basis des Inputs in das finale Recycling und/oder auf Basis des Outputs aus Entsorgungsanlagen erfolgen. Die Output-basierte Erhebung kann ggf. unter Zuhilfenahme von durchschnittlichen Verlustraten erfolgen, um die finalen Recyclingmengen abzuschätzen. Das Ziel dieses Projekts besteht in der Methodenentwicklung für eine richtlinienkonforme Bestimmung der Recyclingquote. Es soll untersucht werden, inwiefern dafür eine Notwendigkeit zur alternativen Datenerhebung und ein Änderungsbedarf im Umweltstatistikgesetz erkennbar ist. Schließlich sollen auf Grundlage einer richtlinienkonformen Bestimmungsmethodik Erwartungswerte für Recyclingquoten ermittelt werden.

Effektivitaetspruefung psychologischer Massnahmen zur Foerderung von Hausmuelltrennung und Hausmuellvermeidung

Ziel des Projekts war die Ueberpruefung der Tauglichkeit von psychologisch begruendbaren Massnahmen zur Verringerung der Hausmuellmengen (sowohl Wertstoffe als auch Restmuell) und zur Verbesserung der Sortiergenauigkeit beim Wertmuell. Zu den Massnahmen gehoerten eine Informationsbroschuere, eine finanzielle Belohnung fuer die Verringerung der Abfaelle (zur Simulation einen mengenbezogenen Muellgebuehr) und die Rueckmeldung an die Haushalte ueber ihre Muellmengen und Sortierfehler. In jeweils zwei Kommunen im sueddeutschen Raum wurde hierzu bei insgesamt 400 Haushalten Muellmengen (Gewicht) und Sortierfehler ueber einen Zeitraum von ca. 3 Monaten erhoben und jeweils eine Teilgruppe, die die Massnahmen (Information, Rueckmeldung und Belohnung) erhielt, mit einer Kontrollgruppe verglichen. Ergebnisse: Die Sortierfehler verringerten sich um 30 bis 40 Prozent, was auch sechs Wochen nach Abschluss des Programms stabil blieb. Die Muellmengen (Rest- und Wertmuell) verringerten sich durchschnittlich um etwa 17 Prozent; sechs Wochen nach Abschluss des Programms betrug die Verringerung noch etwa 10 Prozent. Folgerungen: Zur Verbesserung der Sortiergenauigkeit genuegen Informationsprogramme in gewissen Zeitabstaenden, waehrend zur Muellvermeidung aufwendigere Massnahmen andauernd erforderlich sind. Dies gilt bei konstanten Rahmenbedingungen (Warenangebot in den Geschaeften, Muellabfuhsystem usw.).

Strategies for the sustainable development of single-family housing (SNF No. 405 440 - 115 134)

Background: Residential estates occupied by single-family homes are widely regarded as the main driver behind excessive land use, urban sprawl, energy waste and the rising traffic volumes in conurbations. However, broad sections of the population (at least at certain stages in life) clearly view houses, as opposed to apartments, as the ideal way to live. Hence, a decline in demand appears highly unlikely in the medium to long term. This raises the question as to how existing and future single-family residential estates may be better reconciled with the goals of sustainable urban development. Objectives: The project will examine various scenarios in?order to identify the potential offered by single-family homes with regard to predetermined objectives for sustainable urban development, and to evaluate this potential using specific assessment methods. The working hypothesis is that residential estates comprising single-family homes will generally be able to meet these goals by adopting additional functions (e.g. of an ecological nature), using existing infrastructure?more efficiently, making greater allowance for shifting lifestyles and living habits, and adapting in line with a revised planning framework. Methods: The research hypothesis is to be tested using the Zurich Oberland area. Characterized by spatial variety, a high degree of urbanization and land-intensive development, this region is typical of settlement patterns in?Switzerland. The sustainability potential of developments of single-family homes will be investigated by modelling and comparing a range of possible future scenarios. This will allow conclusions to be drawn on the benefits and drawbacks of specific development strategies. The ascertained differences will be used to develop and formulate sustainability indicators. The adopted procedure will be interactive insofar as the general nature of the scenarios will reflect acknowledged existing sustainability criteria. Significance: The research project sets out to pinpoint options - not available under the existing framework - for sustainable settlement development strategies that include single-family homes. It will also contribute to the evolution of sustainability assessment techniques. In addition, it will?provide considerable impetus for tackling more general issues connected with spatial development in Switzerland.

Produktion und Einsatz von Ersatzbrennstoffen in Industriefeuerungsanlagen und Kraftwerken

Das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz von 1996 fordert nach der Vermeidung die Verwertung von Abfaellen. Die energetische Verwertung von Abfaellen in Industriefeuerungsanlagen beschraenkt sich bisher im Wesentlichen auf trockene Fraktionen, die aus Gewerbeabfaellen (z.B. Altreifen, Altholz, Altpapier, Sortierreste...) sortiert werden. Bereits etwa 19 Prozent des Brennstoffenergiebedarfs in der deutschen Zementindustrie wird durch den Einsatz dieser Abfaelle gedeckt; Tendenz steigend. (1) Eine energetische Nutzung von aufbereitetem Hausmuell und hausmuellaehnlichen Gewerbeabfaellen in Industriefeuerungsanlagen oder Kraftwerken findet nur in geringerem Masse statt. Besondere Bedeutung gewinnt der Einsatz von Ersatzbrennstoffen aus weiteren Abfaellen jedoch in Industriefeuerungsanlagen und Kraftwerken unter Beruecksichtigung der weltweiten Verknappung der Energieressourcen. Die Mengen an Hausmuell und hausmuellaehnlichen Abfaellen in der Bundesrepublik Deutschland belaufen sich nach wie vor auf fast 40 Mio t pro Jahr. So waere durch die energetische Nutzung des bundesdeutschen Hausmuellaufkommens in Industriefeuerungs- und Kraftwerksanlagen eine Teilsubstitution der eingesetzten fossilen Primaerenergietraeger moeglich. Ein erheblicher Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstosses und Annaeherung an die Ziele der AGENDA 21 waeren die positive Konsequenz. Des weiteren gilt es zu bedenken, dass mit Beendigung der Uebergangsfrist der TA Siedlungsabfall im Jahr 2005 die Kapazitaet der Abfallverbrennungsanlagen, der Anlagen zur Reststoffverwertung und der Anlagen zur Nutzung sonstiger brennbaren Stoffe fuer das dann vorhandene Angebot bei weitem nicht ausreichen werden (2). Im Rahmen des Forschungsprojektes soll von der angemessenen Aufbereitungstechnik von Abfaellen aus verschiedenen Herkunftsbereichen ueber die Festlegung von Stoffcharakteristiken das gesamte Stoffstrommanagement, incl. Sicherung der erforderlichen Qualitaet der Ersatzbrennstoffe untersucht werden. Ziel ist es, ein zertifiziertes Produkt zu schaffen, das den Anforderungen an die energetische Verwertung den fossilen Primaerenergietraegern gleichzustellen ist. Der Einsatz in Industriefeuerungsanlagen und Kraftwerken muss hinsichtlich der Schadstoffemissionen und weiterer oekologischer Kriterien mit den Anforderungen der Abfallbeseitigung in modernen Muellverbrennungsanlagen mindestens vergleichbar sein.

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