Das TaMIS-Projekt adressiert kaskadierende Effekte zur Vermeidung von Naturkatastrophen im Umfeld von Staudämmen unter Einsatz innovativer Sensortechnologie. In diesem Vorhaben sollen hierzu Funkknoten in den Boden eingebracht werden, um eine Veränderungen der Durchfeuchtung in einem größeren Bereich festzustellen und ggf. auch zu verorten. Die große Herausforderung dabei sind die sehr speziellen Eigenschaften von Funkfeldern im Untergrund, insbesondere die hohe Dämpfung. Die TaMIS Sensoren kommunizieren zur Steuerung und Kalibrierung des Messprozesses fortlaufend miteinander. In diesem Zusammenhang muss im Projekt geprüft werden, ob der unterirdische Funkkanal für die Kommunikation ausreichend ist oder ob dies mithilfe des oberirdischen Funknetzes erfolgen muss. Im Rahmen eines modellbasierten Entwicklungsprozesses werden die Projektziele schrittweise adressiert, wobei das Systemkonzept in verschiedenen Validierungsschritten iterativ verfeinert wird. Im Rahmen der Modellbildung kommt uns eine umfangreiche Laborausstattung zu Gute: ein Network Vector Analyzer erlaubt die Bestimmung der Impulsantworten des Funkkanals im Untergrund. Der im Lehrstuhl verfügbare Funkkanalemulator erlaubt die physikalische Emulation der im Feld gemessenen Funkkanaleigenschaften. Schließlich ist die flexibel konfigurierbare Umsetzung des Systemkonzepts in dem gegebenen Zeitrahmen nur unter Einsatz von Software-Defined Radio-Komponenten denkbar.