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Die wichtigsten Themen der interdisziplinaeren Zusammenarbeit mit Agronomen, Geographen und Pedologen sind: 1. Angewandte Forschung betreffend Erosion und Wasserspeicherung als Kapillarwasser. Diesbezueglich sind wir daran, die Forschung in der Schweiz und in der Sahel zu kombinieren. Das gemeinsame Element ist die dynamische, interaktive Beeinflussung von Boden, Wasser und Vegetation. 2. Entwicklung angepasster mechanischer und biologischer Schutzmassnahmen in siltig-sandigen Boeden der Sahel. 3. Analyse von Oekosystemen aufgrund von Indikatoren. 4. Pflanzenproduktion, angepasste Bewirtschaftung und Nutzung. 5. Ausbildung.
Seit 1975 wird am Geographischen Institut, Universitaet Basel, die Bodenerosion untersucht. In einer ersten Phase ging es vor allem darum, Methoden zu entwickeln, mit denen der Abtragungsprozess im Feld und unter realen Bedingungen gemessen werden konnte. Ergaenzt wurde dies durch spezifische Untersuchungen einzelner wichtiger Prozessparameter (z.B. experimentell durch kuenstliche Beregnung). Dabei zeigte sich, dass die Bodenerosion auch in der Schweiz ein ernstzunehmendes Umweltproblem darstellt. Gefaehrdet ist dabei nicht nur die Ressource Boden, sondern auch das Gewaessernetz, da durch den Bodenabtrag auch Duenger- und Schaedlingsbekaempfungsmittel verlagert werden. Neben dem langjaehrigen Monitoring stehen daher heute das Entwickeln eines Konzeptes eines integrierten landschaftsoekologischen Bodenschutzes und das Testen entsprechender ackerbaulicher Anbauverfahren im Mittelpunkt. Ebenfalls von grosser Bedeutung ist die Erfassung des stoffhaushaltlichen Aspektes des Bodenabtrags.
Bodenerosionsprobleme werden in der Schweiz als Folge der Klimaveraenderung zunehmen. Eine Quantifizierung der Erosionsanfaelligkeit von Boeden aufgrund ihrer Scherfestigkeit ermoeglicht es, erosionsgefaehrdete Boeden zu erkennen sowie die Wirksamkeit von Sanierungsmassnahmen neu zu beurteilen. Ein Feldgeraet zur direkten Messung der Scherfestigkeit von Boeden wird entwickelt und getestet. An Fallstudien wird die praktische Anwendbarkeit getestet.
L'objectif principal de la recherche agronomique est de developper une agriculture respectueuse de l'environnement. Les principes de la production integree sont generalement admis pour remplir les exigences d'une production de qualite menageant l'environnement. En collaboration avec le Service romand de vulgarisation agricole, une methode d'evaluation de la production integree a ete developpee. Cette methode permet d'evaluer dans quelle mesure une exploitation peut etre consideree comme integree. Elle est testee en vraie grandeur sur 20 exploitations. Cet outil de travail permet de mettre en evidence les problemes non ou mal resolus, voire meme de nouveaux problemes. Il est donc possible d'orienter la recherche sur les objets bien definis. Selon les cas, ces problemes peuvent etre etudies soit en station, soit de maniere ciblee sur les exploitations pilotes elles-memes. (FRA)
Deckfruechte haben waehrend den letzten Jahren an Bedeutung zugenommen. Sie wurden fuer neue Maisanbaumethoden, die den Boden gegen Erosion und Wasserverschmutzung mit Nitratauswaschung und Herbizidpercolation schuetzen, eingesetzt. Unbehandelte, bleibende Deckfruechte sollen die Kulturen vor diesen Problemen schuetzen. Raygras als Bodendecker erfuellt diese Ziele vor und waehrend der Wachstumsperiode des Maises. Andere Vorteile sind eine starke Unterdrueckung des Unkrauts, Schutz der Bodenstruktur gegen Bodenverdichtung, erlaubte Verbreitung von Guelle im Herbst und anfangs Fruehling, zusaetzliches Futter fuer die Viehzuechtung vor dem Winter und im Fruehjahr und Moeglichkeiten fuer oekologische Optimierung von Land und Klima. Andererseits konkurriert Raygras mit dem Mais scheinbar stark um Wasser und Naehrstoffe. Deshalb ist die Absicht dieses Projektes, die Beziehungen zwischen Mais und Gras zu untersuchen. Die Hauptthemen sind Stickstoffaufnahme, Wassergehalt des Bodens und Maiswachstum unter Stress dieses Mischkultursystems (Mais-Gras-Fraesstreifen) zu erforschen.
Im Gemuesebau werden oft mehrere Kulturen in der gleichen Vegetationsperiode auf derselben Flaeche angebaut, was z.T. grosse jaehrliche Aufwandmengen an chemischen Wirkstoffen zur Folge hat. Eine Reduktion dieser Aufwandmengen durch Bandspritzung und niedrigere Dosierungen einerseits sowie durch den Einsatz von Alternativmethoden andererseits sind wesentliche Bestandteile der integrierten Produktionsweise. Der Einsatz von Untersaaten stellt theoretisch eine ideale Alternative zur chemischen Unkrautbekaempfung dar. Die optimale Abstimmung zwischen der Art oder Artenmischung der Untersaat, dem Standort und der Kulturpflanze ist jedoch aeusserst schwierig und benoetigt besonders intensive und interdisziplinaere Forschungsarbeit. Der Haupteffekt von Untersaaten liegt in ihrer Kapazitaet, Unkraeuter zu unterdruecken (Reduktion von Herbiziden). Zudem schuetzen sie den Boden vor Strukturschaeden (Erosion, Verschlaemmung), wirken - vor allem ueber die Wintermonate - der Nitratauswaschung entgegen (Duengereinsparung) und koennen im weiteren durch ihre ablenkende oder anziehende Wirkung Schaedlinge und Krankheiten auf der Kulturpflanze verringern (Reduktion von Insektiziden und Fungiziden). Dabei gilt es, zwischen einem schnellen Auflaufen mit rascher Bodenbedeckung und einem tolerierbaren Konkurrenzdruck fuer die Kulturpflanzen abzuwaegen.
The objective of this project was to investigate areal patterns of heavy metal distribution in soils, to evaluate the usefulness and applicability of geostatistical techniques for assessing such patterns and in designing appropriate sampling strategies for regional soil contamination surveys. Two test regions of comparable size (20-25 km2) were selected for the sampling of field data, one in the Swiss Jura close to the city of La Chaux-de-Fonds, the other in the flat valley of the Furtbach close to Zurich. Similar sampling strategies were used in both regions, combining a aregular grid with nested schemes at a subset of grid points. In the Furttal area, sampling was performed in two stages. The majority of grid points without nesting were sampled in a second stage and not included in the analysis performed within this project. For external reasons of time constraint, all points were sampled in one campaign in the La Chaux-de-Fonds area. Geostatistical as well as classical statistical analysis showed that the spatial distribution of heavy metals in the top soil to the two test regions were quite different. Bounded and well-structured semivariograms were obtained from the la Chaux-de-Fonds data, while the Furttal data of the first sampling campaign showed to much scatter at larger lag distances to allow a meaningful estimation of semivariograms. Geological substrate, land use and soil type explained some, but for none of the analyzed metals and none of the two regions more than one third of the total variance. Kriging was found to be applicable and useful to map the areal distribution of heavy metals in the topsoil of the La Chaux-de-Fonds area, while additional sampling was found to be required for the Furttal area nine order to adequately cover gaps of more than 250 m between support points.
Pfluegen in topographisch ungeeigneten Lagen kann zu Bodenerosion und damit zu Kontamination von Oberflaechengewaessern mit Herbiziden und Naehrstoffen fuehren. Speziell der konventionelle Maisanbau mit langen Perioden unbedeckten Bodens nach der Saat scheint hauptverantwortlich fuer solche Kontaminationen zu sein. Zwischenfruechte und Minimalbodenbearbeitung (z.T. mit speziellen Maschinen) koennen solche Effekte verhindern, senken aber oft den Ertrag in unzumutbarer Weise durch Naehrstoff-Wasser Konkurrenz. Das Projekt prueft ausgewaehlte Zwischenfruechte, verschiedene Bodenbearbeitungen auf Erosion, Nitratauswaschung, Wasser-Boden-Interaktionen und Pflanzenentwicklung.
Das Projekt besteht seit 1981. Hauptziel ist, die intensive Bodenkonservierungskampagne der aethiopischen Regierung zu unterstuetzen. Auf Grund von Messungen in Testgebieten (es werden Daten zu Klima, Landnutzung, Bodenkunde, Bodenerosion, Hydrologie, Produktion und Bevoelkerung gesammelt) werden angepasste Bodenkonservierungsmassnahmen entwickelt. Zudem hat das Projekt eine wichtige Ausbildungsfunktion gegenueber Universitaetsabsolventen und MinisterialbeamtInnen/angestellten.
Der Einfluss verschiedener Mulch- und Maehvarianten in Kombination mit unterschiedlicher Baumstreifenbehandlung soll abgeklaert werden: Wie wirkt sich weniger intensives Mulchen auf die Stickstoffversorgung der Baeume aus? Bringt der aeltere Grasbestand in der Fahrgasse eine bessere Lebensgrundlage fuer die Nuetzlinge? Ist es moeglich, den von Natur aus in genuegender Menge vorhandenen Stickstoff mit entsprechender Baumstreifenbehandlung dem Baum im richtigen Zeitpunkt zur Verfuegung zu stellen? Kann man den Stickstoff so in Pflanzen einlagern, dass er den Baeumen im Fruehjahr zugute kommt und die Stickstoffauswaschung ueber den Winter vermindert wird? Wird die Bodenstruktur durch weniger Mulchen (weniger Durchfahrten, verminderter Bodendruck) und durch begruente Baumstreifen verbessert? Ist bei begruenten Baumstreifen ueber den Winter die Maeusegefahr nicht zu gross? Der Einfluss von weniger haeufigem Mulchen in Apfelanlagen ist kaum untersucht. Ein aelterer Grasbestand mit bluehenden Pflanzen wirkt sich sicher positiv auf die Nuetzlingspopulation aus. Allerdings ist beim Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln darauf Ruecksicht zu nehmen.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 28 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 28 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 28 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 21 |
| Englisch | 7 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 28 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 28 |
| Lebewesen und Lebensräume | 27 |
| Luft | 23 |
| Mensch und Umwelt | 28 |
| Wasser | 22 |
| Weitere | 28 |