In Neunburg vorm Wald, Oberpfalz, wurden in einer Demonstrationsanlage in industrieller Groessenordnung wichtige technische Systeme einer moeglichen, kuenftigen (Solar-)Wasserstoffenergiewirtschaft errichtet, wobei erste Schritte eines Uebergangs aus der derzeitigen, vornehmlich fossil ausgerichteten Energieversorgung beruecksichtigt sind. Die Solarwasserstoffanlage umfasst u.a. (meist als Prototypen, teilweise in unterschiedlichen Technologien) photovoltaische Solargeneratoren, Wasserelektrolyseure, H2/O2-Speicherung, katalytische und fortgeschrittene konventionelle Heizgeraete, eine katalytisch beheizte Absorptionskaelteanlage, stationaere und mobil eingesetzte Brennstoffzellenanlagen, eine automatische LH2-Tankstelle fuer Testfahrzeuge sowie eine Tankstelle fuer gasfoermigen Wasserstoff. Untersuchungsschwerpunkte des Vorhabens sind das Verhalten der Anlagenteilsysteme sowie ihr gegenseitiges Zusammenspiel unter praxisorientierten Langzeitbetriebsbedingungen. Die Auswertungen schaffen eine Datenbasis zur belastbaren Beurteilung von Chancen und Herausforderungen einer (Solar-)Wasserstoffenergiewirtschaft. Die Solarwasserstoffanlage mit Infozentrum wurde bisher von ca. 129000 Personen aus ueber 100 Laendern besucht, darunter etwa 1/3 Fachleute.
Ziel des Vorhabens war die Nachweisfuehrung fuer ein ausschliesslich photovoltaisch betriebenes Kuehlsystem bezueglich der Funktions- und Betriebssicherheit in Kombination mit einem Kuehlraum entsprechend etwa einem 10ft-Standardcontainer fuer den Einsatz in sonnenscheinreichen und sehr warmen Laendern. Basierend auf der Entwicklung eines speziellen Eisspeichersystems und der Optimierung der Anlagenkomponenten konnte dieser Nachweis erbracht werden. Die erreichten Ergebnisse waren die Basis fuer die Entwicklung einer Typenreihe von Solar-Kuehlcontainern fuer die Lebensmittel- und Medikamentenkuehlung, die inzwischen erfolgt ist.