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PHILEAS (Untersuchung des Transport aus dem asiatischen Sommermonsun in hohe Breiten)

PHILEAS (Probing high latitude export of air from the Asian summer monsoon)Die asiatische Sommermonsun Antizyklone (AMA) während des Nordsommers wird als ein Haupttransportweg in die obere Troposphäre / untere Stratosphäre (UTLS) für troposphärische Luftmassen, die viel H2O und Aerosolvorläufergase und Verschmutzung enthalten, gesehen. Neuere Beobachtungen zeigen eine große Bedeutung des Transports von Ammoniumnitrat durch die AMA für das Aerosolbudget und die asiatische Tropopausenaerosolschicht (ATAL), wahrscheinlich auch mit Konsequenzen für die Zirrenbildung.Neuere flugzeuggetragene Messkampagnen konnten die Zusammensetzung und Aerosolgehalt im Inneren der AMA charakterisieren oder werden in unmittelbarer Nähe Messungen erheben. Im Gegensatz dazu wurde der Einfluss von monsungeprägten Luftmassen auf die Gesamtzusammensetzung der nördlichen untersten Stratosphäre, z.B. bei HALO Mesungen nachgewiesen. Allerdings gibt es bisher keine Studie, die den Übergang der AMA Luftmassen in die extratropische unterste Stratosphäre (LMS) und die Konsequenzen für Aerosolprozessierung und Zusammensetzung zeigt. Im Rahmen der früheren HALO Missionen TACTS/ESMVal und WISE hat sich gezeigt, dass der nördliche Zentralpazifik eine Schlüsselregion für diesen Übergang ist.Beobachtungen und Modelldaten zeigen eine besondere Bedeutung des sogenannten ‘eddy-sheddings‘ für die Befeuchtung der nördlichen UTLS an. Diese Eddies stellen isolierte dynamische Anomalien dar, die sich von der AMA gelöst haben und mit der Hintergrundströmung in der Atmosphäre zu zirkulieren beginnen. Die chemische Zusammensetzung der Eddies ist zunächst isoliert von ihrer Umgebung. Dynamische und diabatische Prozesse erodieren jedoch diese Anomalien und führen zu einer allmählichen Vermischung mit dem stratosphärischen Hintergrund.Weitere Transportpfade beeinflussen die Zusammensetzung der UTLS über dem Pazifik im Sommer: i) quasi-horizontales Mischen über den Subtropenjet ii) konvektiver Eintrag tropischer Taifune, die in die Extratropen wandern können iii) Wettersysteme der mittleren Breiten. Bei PHILEAS ist geplant, die relative Bedeutung verschiedener Prozesse für die Gasphasen und Aerosolzusammensetzung der UTLS zu untersuchen. Dabei soll insbesondere die dynamische und chemische Entwicklung ehemaliger AMA Filamente untersucht werden, die sich von der AMA abgespalten haben und über dem Pazifik aus der Troposphäre in die Stratosphäre übergehen.Insgesamt ergeben sich drei Hauptthemen, die die PHILEAS Mission motivieren:1) Welche Haupttransportpfade, Zeitskalen und Prozesse dominieren den Transport aus der AMA in die unterste Stratosphäre?2) Wie entwickeln sich Zusammensetzung der Gasphase und der Aerosole während des Transports speziell durch die 'shed eddies'?3) Welche Bedeutung hat der Prozess der Wirbelablösung für das globale Budget der UTLS speziell von H2O und infrarot-aktiven Substanzen?

Nutzung passiver baulicher Massnahmen zur Einhaltung des sommerlichen und winterlichen Wärmeschutzes

Ökologische Grundlagen des Waldwachstums, Auswirkungen extrem warmer und trockener Witterungsbedingungen auf das Wachstum von Fichten und Buchen entlang von Höhengradienten im Südschwarzwald

In dem Vorhaben werden die Auswirkungen extrem trocken-warmer Witterungsverhältnisse auf das Wachstum von Fichten und Buchen unter Berücksichtigung des Baumalters und des Standorts retrospektiv untersucht. Dazu werden im Südschwarzwald Untersuchungsbäume entlang von Höhengradienten jeweils auf einem Sommer- und einem Winterhang ausgewählt. Um Unterschiede in den chemischen und physikalischen Bodeneigenschaften gering zu halten sollen alle Untersuchungsstandorte einen ähnlichen Substratcharakter besitzen. Das jährliche bzw. periodische Höhen- und Dickenwachstum der Untersuchungsbäume wird mittels Stammanalyse retrospektiv erhoben. Die auf diese Weise gewonnenen Radial- und Höhenzuwachsreihen werden zur statistischen Analyse der Wachstumsreaktionen einzeln und in Kombination untersucht. Die zur Analyse der Zusammenhänge zwischen Witterung und Zuwachs notwendigen meteorologischen Messreihen von geeigneten Stationen aus dem amt-lichen Messnetz werden vom Deutschen Wetterdienst bezogen. Der Einfluss des Baumalters bzw. -entwicklungsstandes auf die Sensitivität und das Regenerationsvermögen bezüglich Trockenstress wird anhand des Vergleichs zwischen jüngeren und älteren Untersuchungs-bäumen analysiert. Aus der Kenntnis baumarten- und standortspezifischer Zuwachsreaktionen auf Trockenstress ergeben sich erweiterte Interpretationsmöglichkeiten für die räumliche Differenzierung der Gefährdung von Wäldern. Die Untersuchung der zeitlichen Dynamik des Klima-Zuwachs-Systems auf der Grundlage langfristiger dendrometrischer Messreihen gewinnt angesichts der rasanten Umweltveränderungen zunehmend an Bedeutung.

Simulation und experimentelle Evaluierung thermoaktiver Raumtextilien für die energieeffiziente Heizung und Kühlung von Räumen

Die weitere Reduzierung des Primärenergieeinsatzes zur Heizung und Kühlung von Gebäuden erfordert neue, intelligente Lösungen für eine Raumkonditionierung mit hoher Flexibilität. Eine Möglichkeit ist die funktionale Kombination von Raumtextilien und Heiz-/Kühlflächen zu 'thermoaktiven Raumtextilien'. Es ist zu erwarten, dass derartige textile Konstruktionen gegenüber konventionellen Flächenheiz- und -kühlsystemen eine Reihe von Vorteilen aufweisen. Hier sind beispielsweise die hervorragende Eignung bei Altbausanierungen, sehr flexible Anordnungsmöglichkeiten im Raum sowie vorteilhafte Regel-, Schnellaufheiz- und -ankühlfähigkeiten mittels 'Faltung' bzw. 'Entfaltung' der Raumtextilien zu nennen. Zudem besteht bei geeigneter Konstruktion die Möglichkeit einer problemlosen Unterschreitung der Taupunkttemperatur im sommerlichen Kühlfall. Diese speziell ausgerüsteten Raumtextilien fungieren gleichzeitig als Wandbespannung und/oder als Vorhang vor den Fenstern und er-möglichen auf diese Weise nicht nur die Wärmezu- und -abfuhr sondern auch die Aufnahme, Speicherung und Abgabe von Wasserdampf und damit die Regulation der Raumluftfeuchte. Wesentliche Zielstellung dieses Projektes ist die grundlegende Untersuchung funktioneller, energetischer und wärmephysiologischer Aspekte bei der Anwendung von textilen Raumheiz- und -kühlflächen. Theoretische Betrachtungen sollen anhand ausgewählter repräsentativer Prototypen verifiziert werden

Sonderforschungsbereich Transregio 172 (SFB TRR): Arktische Verstärkung: Klimarelevante Atmosphären- und Oberflächenprozesse und Rückkopplungsmechanismen (AC)3, Teilprojekt A03: Einfluss von tiefen Wolken auf die arktische atmosphärische Grenzschichtturbulenz und -Strahlung

Vertikalprofile von Strahlungsenergie- und Turbulenzenergieflüssen sowie Impulserhaltung werden untersucht durch (i) Verwendung vorheriger Schiffs- und Flugzeugkampagnen, und (ii) durch die Analyse neuer Messungen von zwei geplanten Flugzeugkampagnen über dem Arktischen Ozean. Die beiden neuen Kampagnen beziehen die AWI Forschungsflugzeuge Polar 5 & 6 ein um die vertikalen Flussprofile als Funktion von Wolken- und Meereisbedeckung unter verschiedenen synoptischen Bedingungen zu messen. Die Flugzeugbeobachtungen sind für Mai/Juni 2017 und März 2019 geplant und decken somit Zeiträume starker (Spätwinter) und schwacher (Frühsommer) arktischer Verstärkung ab.

Verbesserung der Ertragsfähigkeit von Bio Wiesen und Weiden durch regelmäßige Nachsaaten und einer Ergänzungsdüngung von Phosphor und Schwefel (BioNaDü)

Zielsetzung: Im Bio-Grünland werden möglichst geschlossene Nährstoffkreisläufe sowie ein aktives Bodenleben angestrebt. Damit sich diese Ziele erreichen lassen sind die hofeigenen Wirtschaftsdünger die wertvolle Basis. In jüngster Zeit wurde zunehmend deutlich, dass aber auch die Einzelnährstoffbetrachtung am Bio-Betriebe wichtig ist. Nachhaltigkeit erfordert, dass über die Produkte exportierte Nährstoffe auch wieder in bodenschonender Form auf die Flächen zurückkommen müssen. Der Boden bildet die Basis eines Grünlandstandortes und ein aktiver und gut mit Stoffen versorgter Standort ist erst in der Lage den Pflanzenbestand zu tragen, der für die jeweilige Nutzung gut angepasst ist. Im Rahmen dieses Projektes wird mit regelmäßigen Übersaaten der Versuch unternommen ertragsstarke und dichte Bestände mit modernen Zuchtsorten aufzubauen. Dabei steht im Vordergrund durch einen dichten Grasbestand die Ausbreitung von Problempflanzen, wie dem Stumpfblättrigen Ampfer oder der Gemeinen Rispe, zu reduzieren und diese zurück zu drängen. Auch Bio-Betriebe sind gefordert auf intensiv genutzten Flächen rechtzeitig zu nutzen, um eine hohe Grundfutterqualität zu erreichen. Die durch die globale Erwärmung bedingte längere Vegetationsperiode im Alpenraum führt ebenfalls zu mehr Schnitten bzw. einer längeren Weidnutzungsperiode. Diese Faktoren beinträchtigen die Ausdauer der Gräser im Bestand und daher soll mit regelmäßigen Nachsaaten versucht werden die Bestände in einer optimalen Ertragslage zu halten. Da gerade auf intensiv genutzten Flächen die für das Pflanzenwachstum wichtige Nährstoffe leichter im Mangel vorliegen können, wird der Focus in dieser Arbeit auf den Phosphor und den Schwefel gelegt. Bodenuntersuchungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass gerade Bio-Betriebe vorwiegend in den Versorgungsstufen A und B liegen. Phosphor und Schwefel sind für das Pflanzenwachstum und gerade für die Leguminosen essentiell. Daher soll diese Arbeit auch der Frage nachgehen ob durch eine zusätzliche Düngung dieser beiden Elemente das Wachstum der Leguminosen verbessert werden kann. Aus diesen offenen Fragen und Zielen ergeben sich folgende Forschungsfragen: - Ist eine regelmäßige Nachsaat im Dauergrünland im Frühling oder Sommer effektiver? - Welche Arten aus der Nachsaatmischung können sich am besten durchsetzen? - Wie hoch ist die mögliche Ertragssteigerung durch eine regelmäßige Nachsaat? - Beeinflusst eine zusätzliche Düngung von Phosphor und Schwefel die Zusammensetzung der Dauergrünlandbestände? - Können durch die Düngung von Phosphor und Schwefel die Leguminosenanteile im Bestand erhöht werden? - Wirkt sich die Zusatzdüngung von Phosphor und Schwefel auf den Grünlandertrag und die Qualität des Futters aus?

Rehabilitation of Degraded Forests in Yunnan (German-Chinese Cooperation for Agrarian Research)

Background: An increasing frequency of massive flooding along the lower Yangtse River in China ended in a disastrous catastrophe in summer 1998 leaving several thousand people homeless, more than 3.600 dead and causing enormous economic damage. Inappropriate land-use techniques and large scale timber felling in the water catchment of the upper Yangtse and its feeder streams were stated to be the main causes. Immediate timber cutting bans were imposed and investigations on land use patterns were initiated by the Chinese Government. The Institute for World Forestry of the Federal Research Centre for Forestry and Forest Products was approached by the Yunnan Academy of Forestry in Kunming to exchange experiences and to cooperate scientifically in the design and application of appropriate afforestation and silvicultural management techniques in the water catchment area of the Yangtse. This cooperation was initiated in 1999 and is based on formal agreements in the fields of agrarian research between the German and Chinese Governments. Objectives: The cooperation was in the first step focussing on the identification of factors which caused the enormous floodings. After their identification measures of prevention were determined and put into practice. In this context experiences made in past centuries in the alpine region of central Europe served as an incentive and example for similar environmental problems and solutions under comparable conditions. Relevant key questions of the cooperation project were: - Analysis of forest related factors influencing the recent floodings of the Yangtse, - Analysis and evaluation of silvicultural management experiences from central Europe for know-how transfer, - Evaluation of rehabilitation measures for successful application in Yunnan, - Dissemination of knowledge through vocational training. Results: - Frequent wild grazing of husbandry is a key factor for forest degeneration beyond unsustainable timber harvests, forest fires and insect calamities leading to increased water run-off in the mountainous region of Yunnan; - Browsing of cattle interrupts succession thus avoiding natural regeneration and leaving a logging ban ineffective; - Mountain pasture in the Alps had similar effects in the past in central Europe. The introduction of controlled grazing has led to an ecologically compatible coexistence of pasture and ecology. Close-to-nature forestry can have positive effects in this sensitive environment. - Afforestation with site adopted broadleaves and coniferous tree species was implemented on demonstration level using advanced techniques in Yunnan.

Analyse und Nowcasting von konvektiven Systemen mit VERA

Die genaue Vorhersage von Gewittern ist sowohl für die Wissenschaft als auch für die Öffentlichkeit ein wichtiges Anliegen, da konvektive Ereignisse im Sommer zu den größten Naturgefahren in unseren Breiten gehören. Um die Entstehungsprozesse von Gewittern genauer zu verstehen, ist eine Untersuchung von Konvektion auf einer hoch auflösenden Skala nötig. Nur damit kann man den heutigen Anforderungen an die Vorhersage (in Bezug auf Zeit, Raum und Intensität) gerecht werden. Zu diesem Zweck wird im nächsten Jahr im Rahmen von zwei internationalen Projekten (COPS und MAP D-PHASE) im Süden von Deutschland eine groß angelegte Messkampagne durchgeführt. Das Hauptziel dieser Kampagne ist die Erstellung eines hochwertigen Datensatzes für die Untersuchung konvektiver Prozesse, von der Auslösung von Konvektion über die Wolken- und Niederschlagsbildung bis hin zur Untersuchung von Wolkenchemie und Hydrometeoren. Damit sollen meteorologische (und hydrologische) Vorhersagen für konvektive Ereignisse verbessert werden. Sowohl bei COPS (Convective and Orographically-induced Precipitation Study; Teil des Priority Program SSP 1167 der Deutschen Forschungsgemeinschaft) als auch bei MAP D-PHASE (Mesoscale Alpine Program Demonstration of Probabilistic Hydrological and Atmospheric Simulation of flood Events in the Alpine region, ein von der Welt-Meteorologischen Organisation gefördertes Projekt) ist das Institut für Meteorologie und Geophysik in der Planungsphase vertreten. Im Rahmen des vorgeschlagenen Projektes soll die Messkampagne durch den Einsatz eines eigenen Meso-Messnetzes und Personal unterstützt werden, womit ein wichtiger Beitrag zu dem einmaligen Datensatz, der durch den Einsatz verschiedenster Messsysteme (Bodenstationen, Dopplerradar, Lidar, Satelliten, Flugzeuge, Radiosonden, ...) zu Stande kommt, geleistet wird. Mit Hilfe der Daten aus der Feldkampagne soll im Zuge des Projektes das Analyseverfahren VERA, das im Rahmen von FWF-Projekten am Institut entwickelt worden ist, einerseits für das Nowcasting von Gewittern, andererseits zur genaueren Niederschlagsanalyse, weiterentwickelt werden. Für beide Entwicklungsschritte wird dem Fingerprint-Ansatz, mit dem Zusatzinformation für das Downscaling meteorologischer Felder in die VERA-Analyse implementiert werden kann, eine wichtige Rolle zukommen. Dieser Ansatz wird für 3 Dimensionen, mehrere Fingerprints und höhere Auflösungen (bis 1km Gitterdistanz) erweitert. Mittels des Datensatzes werden neue Fingerprints entwickelt, die dazu beitragen werden, die Analysegenauigkeit für den Niederschlag und die Vorhersagbarkeit von Gewittern in Echtzeit mit Routinedaten zu verbessern. Das fertig entwickelte Analyseverfahren soll dann in einem weiteren Schritt zur Echtzeit-Validierung von hoch auflösenden Wettermodellen verwendet werden, wobei ein neuer Ansatz des Vergleiches zum Tragen kommt. Auch dadurch wird ein Beitrag zur besseren Vorhersagbarkeit von Gewittern geleistet.

Trends der Niederschlagshöhe

<p> <p>Seit 1881 hat die mittlere jährliche Niederschlagsmenge in Deutschland laut linearem Trend um rund 8 Prozent zugenommen. Dabei verteilt sich dieser Anstieg nicht gleichmäßig auf die Jahreszeiten. Vielmehr sind insbesondere die Winter deutlich nasser geworden, während die Niederschläge im Sommer geringfügig zurückgegangen sind.</p> </p><p>Seit 1881 hat die mittlere jährliche Niederschlagsmenge in Deutschland laut linearem Trend um rund 8 Prozent zugenommen. Dabei verteilt sich dieser Anstieg nicht gleichmäßig auf die Jahreszeiten. Vielmehr sind insbesondere die Winter deutlich nasser geworden, während die Niederschläge im Sommer geringfügig zurückgegangen sind.</p><p> Teilweise sehr regenreiche Jahre seit 1965 <p>Die Zeitreihe der jährlichen Niederschläge in Deutschland (Gebietsmittel) zeigt laut linearem Trend einen leichten Anstieg, der mit einer Irrtumswahrscheinlichkeit von 5 % statistisch signifikant ist. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass bis etwa 1920 nur selten überdurchschnittlich niederschlagsreiche Jahre aufgetreten sind. Im Anschluss an eine Übergangsphase mit mehreren leicht überdurchschnittlich feuchten Jahren traten ab Mitte der 1960er Jahre dann auch einige sehr regenreiche Jahre auf (siehe Abb. „Jährliche mittlere Niederschlagshöhe in Deutschland 1881 bis 2025).&nbsp;Dies entspricht genau der Zeit, seit der die Auswirkungen des Klimawandels global deutlich zu beobachten sind. Im globalen Durchschnitt steigt mit den Temperaturen auch die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/verdunstung">Verdunstung</a> von Wasser an, was in der globalen Summe zu größeren Niederschlagsmengen führt, jedoch mit regional und saisonal sehr großen Unterschieden - von Dürren bis Überschwemmungen.</p> <p>Seit 2011 wurden in Deutschland einige ausgesprochen trockene Jahre beobachtet. In den Jahren 2023 und 2024 wurde jedoch überdurchschnittlich viel Niederschlag registriert. 2025 beendet diese kurze Reihe nasser Jahre in Deutschland und mit einem Defizit von 147 l/m2 sind 250 l/m2 weniger gefallen als im Vorjahr.&nbsp;Auch von großräumigen Überschwemmungen und extremen Starkniederschlägen ist Deutschland in 2025, ganz anders als noch 2024, weitgehend verschont geblieben. Stattdessen spielte dieses Jahr Trockenheit wieder eine größere Rolle. Vor allem das Frühjahr fiel sehr trocken aus (-44 %), im März fielen im Deutschlandmittel nur 17 mm. Die Periode von Anfang Februar bis Ende Juni zählt sogar zur trockensten Periode jemals in Deutschland.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/2_Abb_Mittlere-jaehrl-NSH-D_2026-03-30.png"> </a> <strong> Jährliche mittlere Niederschlagshöhe in Deutschland 1881 bis 2025 </strong> Quelle: Deutscher Wetterdienst Downloads: <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2_Abb_Mittlere-jaehrl-NSH-D_2026-03-30.pdf">Diagramm als PDF (42,84 kB)</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2-bis-7_Abb-Tab_NSH_2026-03-30.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten (498,64 kB)</a></li> </ul> </p><p> <p>Saisonale Unterschiede in den langfristigen Trends sind für den Niederschlag noch größer als schon in der Lufttemperatur. Dies beruht im Wesentlichen darauf, dass die mittleren Winterniederschläge zugenommen haben. Die aktuelle Klimanormalperiode 1991-2020 zeigte mit 189,5 mm etwa 40 mm mehr Niederschlag als die Periode 1881-1910 (148,2 mm). Der Winter 2024/2025 lag mit 157 mm Niederschlag deutlich unter diesem langfristigen linearen Trend. Frühling und Herbst zeigen ebenfalls eine leichte, aber im Gegensatz zum Winter nicht signifikante Zunahme, während die Niederschläge im Sommer geringfügig zurückgegangen sind (siehe nachfolgende Tabellen und Abbildungen).</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/3_Tab_Lineare-Trends-NSH_2026-03-30.png"> </a> <strong> Tab: Lineare Trends der Niederschlagshöhe zwischen 1881 und 2025 </strong> Quelle: Deutscher Wetterdienst <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/3_Tab_Lineare-Trends-NSH_2026-03-30.png">Bild herunterladen</a> (61,02 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/3_Tab_Lineare-Trends-NSH_2026-03-30.pdf">Tabelle als PDF</a> (40,76 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2-bis-7_Abb-Tab_NSH_2026-03-30_0.xlsx">Tabelle als Excel</a> (498,64 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/4_Abb_Mittlere-jaehrl-NSH-Fruehling_2026-03-30.png"> </a> <strong> Mittlere Niederschlagshöhe im Frühling in Deutschland 1881 bis 2025 </strong> Quelle: Deutscher Wetterdienst <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/4_Abb_Mittlere-jaehrl-NSH-Fruehling_2026-03-30.png">Bild herunterladen</a> (241,55 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/4_Abb_Mittlere-jaehrl-NSH-Fruehling_2026-03-30.pdf">Diagramm als PDF</a> (43,03 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2-bis-7_Abb-Tab_NSH_2026-03-30_1.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten</a> (498,64 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/5_Abb_Mittlere-jaehrl-NSH-Sommer_2026-03-30.png"> </a> <strong> Mittlere Niederschlagshöhe im Sommer in Deutschland 1881 bis 2025 </strong> Quelle: Deutscher Wetterdienst <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/5_Abb_Mittlere-jaehrl-NSH-Sommer_2026-03-30.png">Bild herunterladen</a> (320,55 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/5_Abb_Mittlere-jaehrl-NSH-Sommer_2026-03-30.pdf">Diagramm als PDF</a> (42,78 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2-bis-7_Abb-Tab_NSH_2026-03-30_2.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten</a> (498,64 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/6_Abb_Mittlere-jaehrl-NSH-Herbst_2026-03-30.png"> </a> <strong> Mittlere Niederschlagshöhe im Herbst in Deutschland 1881 bis 2025 </strong> Quelle: Deutscher Wetterdienst <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/6_Abb_Mittlere-jaehrl-NSH-Herbst_2026-03-30.png">Bild herunterladen</a> (255,53 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/6_Abb_Mittlere-jaehrl-NSH-Herbst_2026-03-30.pdf">Diagramm als PDF</a> (41,27 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2-bis-7_Abb-Tab_NSH_2026-03-30_3.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten</a> (498,64 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/7_Abb_Mittlere-jaehrl-NSH-Winter_2026-03-30.png"> </a> <strong> Mittlere Niederschlagshöhe im Winter in Deutschland 1881/1882 bis 2025/2026 </strong> Quelle: Deutscher Wetterdienst <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/7_Abb_Mittlere-jaehrl-NSH-Winter_2026-03-30.png">Bild herunterladen</a> (267,32 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/7_Abb_Mittlere-jaehrl-NSH-Winter_2026-03-30.pdf">Diagramm als PDF</a> (41,61 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2-bis-7_Abb-Tab_NSH_2026-03-30_4.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten</a> (498,64 kB) Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> </p><p> <p>Mit 642 mm belegt 2025 auf der Rangliste der trockensten Jahre seit 1881 den 15. Platz (siehe Karte „Jährliche Niederschläge in Deutschland im Jahr 2024“).</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/8_Karte_J%C3%A4hrl-Niederschl%C3%A4ge-D_2026-03-30.png"> </a> <strong> Karte: Jährliche Niederschläge in Deutschland im Jahr 2025 (in mm) </strong> Quelle: Deutscher Wetterdienst 2025: Deutscher Klimaatlas (Aufruf: Juli 2025) URL: https://www.dwd.de/DE/klimaumwelt/klimaatlas/klimaatlas_node.html </p><p> <p>Bei der Betrachtung der Einzelmonate sind erhebliche Unterschiede erkennbar:&nbsp;Acht Monate verzeichneten im Vergleich zu den vieljährigen Mitteln ein Defizit, relativ fiel dieses im März und Dezember mit -70 % am größten aus. Absolut sind im März mit 17 mm am wenigsten gefallen, im Juli mit 113 mm am meisten. Der Juli brachte dann auch neben der angesprochenen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/hitzewelle">Hitzewelle</a> größere Regenmengen, die die Waldbrandgefahr etwas mildern konnte (siehe Karte „Veränderung der jährlichen Niederschläge in Deutschland).&nbsp;</p> <p><em>Wir danken dem </em><a href="https://www.dwd.de/DE/Home/home_node.html"><em>Deutschen Wetterdienst</em></a><em> für die Bereitstellung der Daten und der Analysen.</em></p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/9_Karte_Ver%C3%A4nd-j%C3%A4hrl-Niederschl%C3%A4ge-D_2026-03-30.png"> </a> <strong> Karte: Veränderung der jährlichen Niederschläge in Deutschland im Jahr 2025 (in Prozent) </strong> Quelle: Deutscher Wetterdienst 2025: Deutscher Klimaatlas (Aufruf: Juni 2025) URL: https://www.dwd.de/DE/klimaumwelt/klimaatlas/klimaatlas_node.html </p><p> </p><p>Informationen für...</p>

Kühle Orte - Geoportal Stadt Köln

Im Rahmen des Kölner Hitzeportals wird eine digitale Stadtkarte bereitgestellt, in die Bürger*innen ihre „Kühlen Orte“ eintragen können, welche einen angenehmen Aufenthalt bei sommerlicher Hitze bieten. Sie können Orte auswählen und mit Foto und Beschreibung in der interaktiven Karte eintragen. Hierdurch werden auch versteckte, tatsächlich genutzte lokale Orte im Veedel auf der Karte sichtbar. So entsteht eine Landkarte der kühlen Wege und Aufenthaltsmöglichkeiten, die vor dem Hintergrund der zunehmenden Versiegelung in Köln für den Aufenthalt im öffentlichen Raum von besonderer Bedeutung ist. Begrünte und kühle Orte, die den Aufenthalt bei Hitze angenehmer machen, bekommen einen höheren Stellenwert.

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