s/soziale-folgen/Soziale Folgen/gi
<p> <p>Die Folgen des Klimawandels in Umwelt und Gesellschaft werden zunehmend spürbar. Der dritte Monitoringbericht zur Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) wurde 2023 veröffentlicht und gibt einen breiten Überblick über bereits beobachtete Klimafolgen. Die 2021 veröffentlichte Klimawirkungs- und Risikoanalyse (KWRA) des Bundes zeigt künftige Folgen des Klimawandels in Deutschland.</p> </p><p>Die Folgen des Klimawandels in Umwelt und Gesellschaft werden zunehmend spürbar. Der dritte Monitoringbericht zur Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) wurde 2023 veröffentlicht und gibt einen breiten Überblick über bereits beobachtete Klimafolgen. Die 2021 veröffentlichte Klimawirkungs- und Risikoanalyse (KWRA) des Bundes zeigt künftige Folgen des Klimawandels in Deutschland.</p><p> <p>Das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klima">Klima</a> ändert sich bereits und wird sich auch in Zukunft weiter wandeln. Der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawandel">Klimawandel</a> manifestiert sich dabei sowohl in langfristigen Klimaänderungen (wie langsam steigenden Durchschnittstemperaturen) als auch in einer veränderten <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimavariabilitaet">Klimavariabilität</a> (also stärkeren <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschwankungen">Klimaschwankungen</a> und häufigeren Extremwetter-Ereignissen wie Stürmen, Dürren, Überschwemmungen und Sturzfluten oder Hitzesommern).Die Klimafolgen sind also vielfältig und haben Einfluss auf unser tägliches Leben.</p> <p>Um die in Deutschland erwarteten Folgen des Klimawandels zu beschreiben, wurden verschiedene Indikatoren entwickelt. Mit ihrer Hilfe können die Folgen und die bereits begonnene <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/anpassung-an-den-klimawandel">Anpassung an den Klimawandel</a> beschrieben, sowie seine weitere Entwicklung verfolgt werden. Dargestellt werden Veränderungen in der natürlichen Umwelt, aber auch gesellschaftliche Folgen wie zum Beispiel die Entwicklung von Einsatzstunden bei wetter- und witterungsbedingten Schadensereignissen. Die fachlichen Grundlagen hat das <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/70366">Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung (KomPass</a>) zusammen mit anderen Bundesbehörden erarbeitet.</p> <p>Alle vier Jahre veröffentlicht die Bundesregierung einen Monitoringbericht. Der aktuelle <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/106954">Monitoringbericht</a> erschien im November 2023, der vierte Monitoringbericht ist für November 2027 geplant. Er liefert mit Hilfe von Indikatoren einen breiten Überblick über beobachtete Klimafolgen und die begonnene Anpassung. Mehr als 50 Bundesbehörden, wissenschaftliche Einrichtungen und Universitäten sind an der Erstellung des Monitoringbericht beteiligt. </p> <p>Das Behördennetzwerk „Klimawandel und Anpassung“, ein Netzwerk von 25 Bundesbehörden und -instituten und unterstützt von einem wissenschaftlichen Konsortium, hat in der Klimawirkungs- und Risikoanalyse 2021 (KWRA) über 100 Wirkungen des Klimawandels und deren Wechselwirkungen untersucht und bei rund 30 davon sehr dringender Handlungsbedarf festgestellt. Dazu gehören tödliche Hitzebelastungen - besonders in Städten, Wassermangel im Boden und häufigere Niedrigwasser. Dies hat schwerwiegende Folgen für alle Ökosysteme, die Land- und Forstwirtschaft sowie den Warentransport. Es wurden auch ökonomische Schäden durch <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/starkregen">Starkregen</a>, Sturzfluten und Hochwasser an Bauwerken untersucht sowie der durch den graduellen Temperaturanstieg verursachte Artenwandel, einschließlich der Ausbreitung von Krankheitsüberträgern und Schädlingen.</p> Quelle: Umweltbundesamt 23.11.2015 Animation: Bedrohung durch den Klimawandel – Analyse zur Verletzlichkeit Deutschlands <p>Seit 2011 wurde von 16 Bundesbehörden und -institutionen im Auftrag der Bundesregierung die Vulnerabilität – also Verletzlichkeit – Deutschlands gegenüber dem Klimawandel analysiert.</p> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>
Die Verschlechterung des Zustands von Natur und Landschaft sowie der Verlust der biologischen Vielfalt werden maßgeblich durch menschliche Nutzungen und gesellschaftliche Lebensweisen verursacht. Um Landschaft und Natur langfristig zu schützen, ist daher eine sozial-ökologische Transformation notwendig, die tiefgreifende Veränderungen der Lebens- und Wirtschaftsweisen einschließt. Eine zentrale Rolle spielt dabei Suffizienz, eine Strategie zur absoluten Reduzierung des Verbrauchs natürlicher Ressourcen, um innerhalb der planetaren Grenzen zu bleiben und gleichzeitig allen Menschen den Zugang zu den für ihr Leben notwendigen Ressourcen zu ermöglichen. Die Notwendigkeit von Suffizienz wird anhand der Energiewende und der Flächennutzung verdeutlicht: Auch die Energiewende, verstanden als Umstieg auf erneuerbare Energien, kann - ohne ihre zwingende Notwendigkeit bestreiten zu wollen - mit erheblichen negativen Umwelt- und sozialen Folgen verbunden sein, sei es durch den Bau und Betrieb von Anlagen oder die erforderliche Rohstoffgewinnung. Suffizienz, d. h. die Reduzierung des Energieverbrauchs, muss daher neben Energieeffizienz und Umstieg auf erneuerbare Energien zu einem weiteren zentralen Element der Energiewende werden. In Bezug auf Flächennutzung ist Suffizienz erforderlich, da nur so Flächenkonkurrenzen vermindert und zugleich ausreichend Flächen zur Erhaltung biologischer Vielfalt gesichert werden können. Trotz der dargelegten Relevanz wird Suffizienz im Naturschutz bislang wenig beachtet. Als mögliche Ansatzpunkte für die Integration von Suffizienz in den Naturschutz werden die Planungsinstrumente der Raumordnung und Umweltprüfungen sowie die Entwicklung von "Suffizienzkorridoren" diskutiert. Da Suffizienz und eine sozial-ökologische Transformation mit weitreichenden Veränderungen unserer Lebensweise verbunden sind, treffen sie auf erhebliche Widerstände und stellen eine kulturelle Herausforderung dar, die nur im Rahmen einer umfassenden gesellschaftlichen Diskussion bewältigt werden kann.
<p> <p>Am 29.11.2025 ist „Kauf-Nix-Tag“. Eine gute Gelegenheit, gerade mitten in den vorweihnachtlichen Rabattaktionen, wie dem „Black Friday“ oder „Cyber Monday“, kritisch das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen. Ob online oder im Shoppingcenter – wer auf Qualität, Langlebigkeit und Nutzen achtet und nachhaltige Alternativen im Blick hat, schont Ressourcen, Umwelt, Klima und den Geldbeutel.</p> </p><p>Am 29.11.2025 ist „Kauf-Nix-Tag“. Eine gute Gelegenheit, gerade mitten in den vorweihnachtlichen Rabattaktionen, wie dem „Black Friday“ oder „Cyber Monday“, kritisch das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen. Ob online oder im Shoppingcenter – wer auf Qualität, Langlebigkeit und Nutzen achtet und nachhaltige Alternativen im Blick hat, schont Ressourcen, Umwelt, Klima und den Geldbeutel.</p><p> <p>Den weltweiten „Kauf-Nix-Tag“ gibt es in Deutschland seit dem Jahr 2000. Seitdem hat sich kaum etwas an den Umweltauswirkungen durch Konsum verändert. Unsere <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/85702">Ressourcen-Inanspruchnahme</a>, die CO2-Emissionen aus privatem Konsum, die Ausgaben für Produkte sowie die Abfallmengen sind annähernd gleich hoch geblieben. Insbesondere zur Weihnachtszeit werden Verbraucher*innen mit Werbung und Angeboten zum Kauf von Produkten angeregt, wobei sich diese Produkte dann nicht immer als sinnvolle Anschaffungen oder Geschenke herausstellen. Die große <a href="https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/studie-umweltbewusstsein-vielfaeltige-krisen">Mehrheit der Menschen in Deutschland</a> befürwortet weiterhin mehr Umwelt- und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaschutz">Klimaschutz</a>. Dennoch spiegelt sich dieses Bewusstsein im Alltag oft noch zu wenig in konkreten Konsumentscheidungen wider.</p> Mehr als Kaufen: Kurzfristiges Konsumdenken hinter sich lassen <p>Der „Kauf-Nix-Tag“ setzt ein Zeichen gegen den anhaltenden Trend des kurzfristigen Konsumdenkens. Dieses verdeckt häufig den Blick für die langfristigen ökologischen und sozialen Folgen unserer Kauf- und Konsumentscheidungen.</p> <p>Dabei geht es in der persönlichen Umweltbilanz nicht nur um das Kaufen von Produkten. Vielmehr umfasst Konsum eine Reihe von Aspekten, an die nicht immer direkt gedacht wird. Zum Beispiel finden sich unter den besonders klimawirksamen <a href="https://nachhaltigerkonsum.info/service/bigpoints">„Big Points“ eines zukunftsfähigen Lebensstils</a> eher alltagsbezogene Hebel, wie weniger Autofahren, Ökostrom beziehen oder eine pflanzenbetonte Ernährung.</p> <p>Dennoch gibt es auch bei Fragen nach konkreten Produkten und Geschenkideen umweltfreundlichere Möglichkeiten, die auch finanziell interessant sein können.</p> Auch nach den Festtagen: Nachhaltige Geschenke und Konsumalternativen <p>Gerade in der Zeit vor und während der Feiertage wird besonders viel eingekauft. An einem Tag innezuhalten und die Notwendigkeit mancher Geschenkidee oder eines Wunsches zu hinterfragen, dafür steht der „Kauf-Nix-Tag“. Unter den zahlreichen Optionen einmal gar nichts zu kaufen, auf <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a> zu achten und dennoch Freude zu verbreiten, finden sich zum Beispiel:</p> <ul> <li><strong>Zeit statt Zeug:</strong> Schenken Sie gemeinsame Erlebnisse statt materieller Dinge. Ein vegetarischer Kochabend, ein Ausflug in die Region oder ein (nachhaltiges) Erlebnisgeschenk können oft mehr Freude bereiten als Produkte, die schnell im Regal einstauben.</li> <li><strong>Spenden statt Schenken:</strong> Anstatt Geschenke zu kaufen, können Sie im Namen Ihrer Liebsten an Umwelt- und Klimaschutzorganisationen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/112619">spenden</a>. Das ist eine gute und wirkungsvolle Chance, ihre gesellschaftliche Wirkung in Sachen Umweltschutz effektiv voranzubringen.</li> <li><strong>Bewusst konsumieren:</strong> Wenn Sie ein neues Produkt wirklich brauchen oder verschenken wollen, sollte vor Allem auf langlebige, reparierbare und fair sowie ökologisch produzierte Produkte geachtet werden. Hilfreich sind hier verschiedene <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/96200">Umweltsiegel</a>.</li> </ul> <p>In unserem Umwelttipp für ein nachhaltiges <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/112483">Weihnachtsfest</a> sind einige Punkte nochmal zusammengefasst und weitere Informationen zu Weihnachtsbaum & Co zu finden.</p> Online oder vor Ort: Überkonsum hinterfragen – Chancen nutzen <p>Viele Produkte werden heute <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/96289">online gekauft</a>. Der Einkaufsort ist zwar in den meisten Fällen nicht besonders wichtig für die Umweltauswirkungen eines Einkaufs – allerdings fördert der Onlinehandel Nutzungs- und Attraktivitätsverluste von Innenstädten. Es verschwinden Orte des Austausches und der Begegnung.</p> <p>Eine aktuelle UBA-Studie zeigt zudem, dass <a href="https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/kaum-nachhaltigkeit-im-onlinehandel">nachhaltige Optionen im Onlinehandel bislang kaum sichtbar</a> sind. Preis, Komfort und schnelle Verfügbarkeit bestimmen häufig das Kaufverhalten, während Informationen zu Reparierbarkeit, Lebensdauer oder Herkunft oft fehlen. Das UBA fordert daher, dass Plattformen Nachhaltigkeitsaspekte systematischer in ihre Strukturen integrieren und Verbraucher*innen diese leichter finden können.</p> <p>Diese Veränderungen in den Stadtzentren bieten aber auch Chancen, zum Beispiel für Angebote des nachhaltigen Konsums. Das zeigen einige Initiativen, die aktuell in den Projekten <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/105450">SONa</a> und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/108680">NiCE</a> vom Umweltbundesamt (UBA) unterstützt werden. Hier wird in mehreren deutschen und europäischen Städten untersucht, wie sich Innenstädte als Orte für gemeinschaftliche Erlebnisse und nachhaltige Konsumstrukturen entwickeln können, anstatt reine Konsumzentren zu sein.</p> <p>Der „Kauf-Nix-Tag“ kann als eine Einladung begriffen werden, Konsum in einem größeren Kontext zu reflektieren und auch langfristig auf bewusste, klimafreundliche Entscheidungen zu setzen. Praktische Informationen darüber, wie sich Umweltschutz einfacher in den Alltag integrieren lässt, bieten die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/12311">UBA-Umwelttipps</a> auf knapp 100 Themenseiten mit konkreten Handlungsempfehlungen und Tipps zu Kauf, Nutzung und Entsorgung von Produkten und Dienstleistungen.</p> </p><p>Informationen für...</p>
Im Vorhaben wird eine 'Toolbox' erstellt, die BMUV und UBA bei der Analyse und Entwicklung umweltpolitischer Maßnahmen in Bezug auf ihre Sozialverträglichkeit unterstützen soll. Unter Berücksichtigung von Erkenntnissen aus Vorläufervorhaben und bestehenden Tools wie 'eNAP' und dem SFA-Tool des UBAs wird zunächst eine Handreichung entwickelt, wie unterschiedliche soziale Wirkungen von Maßnahmen identifiziert und bewertet werden können. Dabei geht es primär um qualitative Wirkungsabschätzungen, aber auch das Aufbereiten möglicher Ansätze für vereinfachte, im Behördenalltag nutzbare quantitative Methoden. In einem zweiten AP werden Stellschrauben für eine sozialverträgliche Gestaltung und Flankierung unterschiedlicher Typen von umweltpolitischen Maßnahmen identifiziert (v.a. bei ordnungsrechtlichen und Anreizinstrumenten, ggf. auch informativen und prozeduralen Instrumenten). Hierauf aufbauend wird ein Katalog von generischen Optionen entwickelt, mit dem die unterschiedlichen Maßnahmentypen sozialverträglich ausgestaltet werden. Die Optionen werden auf Vor- und Nachteile bzw. ihr 'Leistungsprofil' hin ausgewertet. In einem dritten AP sollen weitere, auch übergreifende (fiskalische, makroökonomische, sozialpolitische/SGB-bezogene etc.) Ansatzpunkte für die faire Gestaltung einer sozial-ökologischen Transformation exploriert werden. Die Arbeitspakete basieren im Wesentlichen auf einer Sichtung bestehender Literatur und Studien. Ergänzend werden ressortinterne Workshops durchgeführt, um (Zwischen-)Ergebnisse in BMUV und UBA zu diskutieren und Anwendbarkeit sowie Nutzen der Toolbox zu testen. Für das Testen der Toolbox werden geplante oder in Entwicklung befindliche Maßnahmen aus der Zuständigkeit des BMUV herangezogen, die Fachreferate entsprechend eingebunden. Mögliche Politikbereiche könnten Wasser und Klimaanpassung, Kreislaufwirtschaft, Chemikalienpolitik etc. sein. Teil der Toolbox kann ein graphisch aufbereiteter Leitfaden sein, ggf. digitale Tools.
Die EU-Verordnungen über CO2-Flottenziele für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge (LNF) sowie für schwere Nutzfahrzeuge (SNF) sollen 2026 bzw. 2027 überprüft werden. Im Rahmen des Strategiedialogs im Frühjahr 2025 hat die EU-Kommission (KOM) angekündigt, die Arbeiten an der Überprüfung der Flottenziele für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge zu beschleunigen. Zudem fordert der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung, dass auch die Überprüfung der CO2-Flottenziele für schwere Nutzfahrzeuge vorgezogen wird. Besonderes Augenmerk bei den Vorschlägen zur Überarbeitung dürfte darauf liegen, die Klimaambition der 2023 verabschiedeten Regelungen beizubehalten, aber die Regelungen angesichts der neueren wirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen flexibler auszugestalten. Zudem soll die Überprüfung der Pkw-Flottenziele lt. Ankündigung von KOM-Präsidentin von der Leyen unter dem "Grundsatz der vollständigen Technologieneutralität" erfolgen. Im Hinblick auf diese angekündigten Überprüfungen/Überarbeitungen besteht dringender Forschungsbedarf des BMUKN. Dabei sollen die technischen, ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen sowie Abhängigkeiten verschiedener Ausgestaltungsoptionen untersucht werden, um die Positionierung der Bundesregierung zu unterstützen. Zunächst sind die Bewertungen der KOM der untersuchten Ausgestaltungsoptionen in den vorzulegenden Folgenabschätzungen kritisch zu prüfen und ggf. im Hinblick auf die Wirkungen in Deutschland näher zu untersuchen. Hierzu gehört unter anderem die Modellierung der Wirkungen der Ausgestaltungsoptionen auf die CO2-Emissionen des Verkehrssektors. Im Rahmen der Befassungen innerhalb der Bundesregierung entstehende Ausgestaltungs-/Kompromissvarianten sind ebenfalls zu untersuchen. Zu erwarten sind unterschiedliche Ausgestaltungsoptionen u.a. im Hinblick auf Höhe der Zielvorgaben, Anpassungsintervalle und Flexibilität bei Ziel
Zielsetzung: Die Art, wie wir uns ernähren, hat erhebliche Auswirkungen auf die planetaren Grenzen. In Deutschland verursacht die Ernährung etwa 17 % der pro-Kopf-Treibhausgasemissionen. Auch der Verlust an Biodiversität oder die Störung der Nährstoffkreisläufe - insbesondere durch die industrielle Tierhaltung - sind eng mit unserem Ernährungssystem verknüpft. Tierische Lebensmittel belasten die Umwelt deutlich stärker als pflanzliche. Eine Umstellung auf die Planetary-Health-Diet bietet ein großes Potenzial, diese ökologischen Belastungen deutlich zu reduzieren. Gleichzeitig zeigen sich auch auf gesundheitlicher und sozialer Ebene gravierende Probleme. In Deutschland sind 15,4 % der Kinder und Jugendlichen übergewichtig, 5,9 % leiden an Adipositas. Besonders betroffen sind Kinder aus sozioökonomisch benachteiligten Familien. Sie tragen nicht nur ein höheres Risiko für Übergewicht, sondern sind auch häufiger unzureichend mit essenziellen Nährstoffen versorgt. Hier setzt das Projekt Food Empowerment an. Ziel ist es, mittel- und langfristig negative ökologische, gesundheitliche und soziale Wirkungen des Ernährungssystems zu verringern. Im Reallabor-Setting des Quartiers Schotthock in Rheine werden exemplarisch Konzepte entwickelt und erprobt, die sowohl den individuellen Kompetenzerwerb fördern als auch gemeinschaftliche Veränderungen im Ernährungsverhalten ermöglichen. Dabei knüpft das Projekt an das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept „Unser Schotthock - auf gute Nachbarschaft“ an, das den sozialen Zusammenhalt stärkt und Klimaschutz sowie infrastrukturelle Transformationen in den Blick nimmt. Um Veränderungen hin zu einem nachhaltigen Ernährungssystem zu erreichen, braucht es einen Wandel sozialer Praktiken. Gerade ein geringes Einkommen und wenig Zugang zu Bildung sind dabei große Herausforderungen. In schulformübergreifender Zusammenarbeit mit den Schulen im Quartier entstehen im Rahmen eines Co-Creation-Prozesses innovative Bildungsformate. Diese orientieren sich an der Diversität der Schüler*innen, binden sie aktiv ein und stärken ihre Selbstwirksamkeit. So wird Ernährung zum Lernfeld für Gesundheitsförderung, soziale Teilhabe und ökologische Verantwortung. Zentrales Ziel ist es gemeinsam mit der Stadt, den Akteuren aus den Schulen und den Netzwerken des Stadtteils gute Ernährungsumgebungen zu schaffen, um es Schüler*innen zu ermöglichen sich gesund und nachhaltig zu ernähren.
Schätzungsweise bis zu 25 % der neu zugelassenen Pkw in Deutschland sind Dienstwagen, die auch privat genutzt werden. Exakte Daten liegen derzeit nicht vor. Grund für die Attraktivität des Pkw als Gehaltsbestandteil ist die niedrige Besteuerung: Für Arbeitnehmende ist der zu versteuernde geldwerte Vorteil deutlich günstiger als die entsprechenden Kosten für einen privat angeschafften Pkw. In der Folge entgehen dem deutschen Staat Steuereinnahmen. Der individuelle Vorteil aufseiten der Dienstwagennutzenden hängt stark von der Kombination aus Dienstwagen (Listenpreis, tatsächlicher Kaufpreis), Nutzungsmuster (insbesondere dem Umfang der privaten Fahrleistung) und Grenzsteuersatz (inkl. SV-Beitragssatz), sowie der spezifischen Verhandlungslösung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer (einschl. Tankkostenübernahme) ab. Derzeit fehlt für einen neutralen, pauschalisierten Besteuerungssatz, die sich an der durchschnittlichen Nutzung des Dienstwagens orientiert, die Datenbasis. Im Rahmen des Vorhabens sollen empirische Daten zu Dienstwagenflotten und den Fahrprofilen der Dienstwagennutzenden erhoben werden. Dabei soll die tatsächliche Nutzung untersucht (Einkommen und Grenzsteuersatz, privater/geschäftlicher Fahranteil, Fahrzeug- und Antriebstyp, Emissionen, Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber) und daraus ein Steuersatz abgeleitet werden, die aufkommensneutral gegenüber eines allein durch Privatfahrzeuge dominierten Pkw-Marktes wäre.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 287 |
| Europa | 38 |
| Global | 1 |
| Kommune | 2 |
| Land | 18 |
| Weitere | 7 |
| Wirtschaft | 1 |
| Wissenschaft | 103 |
| Zivilgesellschaft | 13 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 224 |
| Text | 55 |
| unbekannt | 24 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 76 |
| Offen | 228 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 255 |
| Englisch | 93 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 13 |
| Datei | 1 |
| Dokument | 35 |
| Keine | 178 |
| Webseite | 108 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 221 |
| Lebewesen und Lebensräume | 270 |
| Luft | 166 |
| Mensch und Umwelt | 304 |
| Wasser | 156 |
| Weitere | 301 |