Zielsetzung: Das gleichzeitige Streben nach mehr Holzernte gemäß den bioökonomischen Zielen und der Erhöhung des Waldschutzes gemäß der EU-Biodiversitätsstrategie ist in Regionen und Ländern mit derzeit intensiver Holzproduktion möglicherweise nicht gleichermaßen erreichbar. Die daraus resultierende Inkohärenz der Politik aufgrund von Zielkonflikten und inkongruenter Umsetzung wird wahrscheinlich verwirrend sein und möglicherweise die Multifunktionalität der Wälder beeinträchtigen. Die Förderung der Erhaltung der Waldökosysteme im Hinblick auf die zahlreichen Erwartungen der Gesellschaft ist ein entscheidendes Ziel der Forstwirtschaft und der Forschung. Frühere Forschung hat sich mit der Frage sich widersprechender Wald- und Umweltpolitik hauptsächlich aus der Sicht der Governance befasst, wobei der Schwerpunkt nicht auf den Auswirkungen der Inkohärenz oder auf den Auswirkungen und der Wirksamkeit von Policy-Mixen lag. Um neue Politiken und Forstwirtschaftspraktiken zu entwickeln, die die potenziellen Kompromisse zwischen verschiedenen sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Beiträgen identifizieren und in Einklang bringen können, ist eine systematische Analyse der Politik, ihrer Umsetzung und ihrer langfristigen Auswirkungen erforderlich. Unser Projekt plant, eine solche Analyse durchzuführen, um eine solide Grundlage für die Lösung der sozial-ökologischen Landnutzungskonflikte zu schaffen, die durch politische Inkohärenz verursacht werden. Dieses Projekt beabsichtigt, neue Erkenntnisse für die Forstpolitik, die Forstwirtschaft und die Raumplanung zu gewinnen, indem es die Auswirkungen von Politiken und Managementpraktiken quantitativ analysiert und groß angelegte Waldprogramme entwickelt, die gleichzeitig die Holzproduktion erhalten oder steigern und die Nachhaltigkeit und Widerstandsfähigkeit der Multifunktionalität in Wäldern gewährleisten können. Wir verwenden ein globales Modell, um nationale und regionale Schätzungen des Holzbedarfs in verschiedenen sozioökonomischen Entwicklungspfaden und Szenarien zur Klimaverminderung abzuleiten, und kombinieren Simulations- und Optimierungswerkzeuge mit einer umfassenden Reihe von Biodiversitätsindikatoren sowie monetären und nicht-monetären Wertindikatoren für Ökosystemdienstleistungen. Wir analysieren europäische und nationale Politiken, die auf mehrere Waldfunktionen ausgerichtet sind, entwickeln geeignete Multifunktionalitätsmetriken und kombinieren beteiligte Interessengruppen, um praktikable Politik- und Managementmaßnahmen zu identifizieren. Mit diesen Instrumenten bewerten wir empirisch und qualitativ die Nachhaltigkeitslücke, die sich aus der Inkohärenz der Politik ergibt. Aufgrund der Unterschiede zwischen den EU-Ländern und -Regionen in Bezug auf deren sozioökonomischen Rolle der Wälder oder in ihrer Verwaltung ist es sehr wahrscheinlich, dass die aus der Inkohärenz der Politik resultierende Nachhaltigkeitslücke geografisch sehr unterschiedlich ist. (Text gekürzt)
25. November 2025, 09:30 – 15:00 Uhr Museum für Naturkunde Berlin Unter der Leitfrage „Drei Metropolen im Vergleich – wie kann urbane Umweltgerechtigkeit gelingen?“ lud die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU) zum 3. Berliner Umweltgerechtigkeitskongress ein. Die Veranstaltung brachte Fachleute und Interessierte aus Verwaltung, Politik, Forschung, Zivilgesellschaft und Praxis zusammen, um Umweltgerechtigkeit aus verschiedenen Perspektiven zu diskutieren und voneinander zu lernen. Es gab ein vielfältiges Programm mit einem Grußwort von Andreas Kraus, Staatssekretär für Klimaschutz und Umwelt der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, der Vorstellung der Fortschreibung des Umweltgerechtigkeitsatlas 2023/2024 mit einem Fachkommentar von Prof. Dr. Claudia Hornberg, Vorsitzende des Sachverständigenrats für Umweltfragen, internationalen Beiträgen aus New York, Paris und London sowie weitere spannenden Themen und Diskussionen. Ziel war es, unterschiedliche methodische und konzeptionelle Ansätze von Umweltgerechtigkeit zu beleuchten und praxisnahe Impulse für Berlin zu gewinnen. Die Veranstaltung fand in Präsenz im Museum für Naturkunde Berlin statt. Englischsprachige Beiträge wurden nicht übersetzt. Ein Livestream zur Veranstaltung wurde auf dem YouTube-Kanal der SenMVKU zur Verfügung gestellt. Programm Moderation: Larissa Donges (Fachgebietsleiterin Klimaschutz und Transformative Bildung, Unabhängiges Institut für Umweltfragen, UfU e.V.) 09:00 – 09:30 Uhr Ankommen und Registrierung, Begrüßungskaffee 09:30 – 09:45 Uhr Einführung in die Veranstaltung durch Larissa Donges (UfU e.V.) 09:45 – 10:00 Uhr Begrüßung durch den Staatssekretär für Klimaschutz und Umwelt, Andreas Kraus 10:00 – 10:40 Uhr Vorstellung des Umweltgerechtigkeitsatlas 2023/2024 „Umweltgerechtigkeit und Gesundheit in Berlin: Eine intersektorale Perspektive auf sozial benachteiligte Quartiere“ Fachvortrag: Christina Koglin-Fanenbruck (Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt 10:40 – 11:20 Uhr „Umweltgerechtigkeit: Leitbild einer gesunden Stadtentwicklung?“ Fachkommentierung: Prof. Dr. Claudia Hornberg (Vorsitzende des Sachverständigenrates für Umweltfragen, SRU) 11:20 – 11:40 Uhr Kaffeepause 11:40 – 12:20 Uhr “Environmental Justice in Paris” Fachvortrag: Noam Marseille (Deputy Head of the Research Department at the Directorate for Ecological and Climate Transition, City of Paris) 12:20 – 12:40 Uhr “Stadt als Experiment: Impuls zum Umwelt_Gerechten Prototyping” Fachvortrag: Anna Meide und Yannick Müller (CityLAB Berlin) 12:40 – 13:00 Uhr “Building a just transition in London” Fachvortrag: Jon Emmett (Principal Policy and Programme Officer, Greater London Authority) 13:00 – 14:00 Uhr Mittagspause und Vernetzung 14:00 – 14:30 Uhr „Embedding Environmental Justice into the Fabric of New York City” Fachvortrag: Belinda Chiu (NYC Mayor’s Office of Climate & Environmental Justice, New York) 14:30 – 15:20 Uhr Podiumsdiskussion im Fish-Bowl Format mit Matthias Braubach (World Health Organization, WHO) und Prof. Dr. Claudia Hornberg (Vorsitzende des Sachverständigenrates für Umweltfragen, SRU) und zwei leeren Stühlen 15:20 – 15:30 Uhr Resümee, Ausblick und Verabschiedung 15:30 – 16:00 Uhr Netzwerken bei Kaffee und Kuchen Der Kongress „Umweltgerechtigkeit im Quartier – vernetzt und partizipativ Zukunft gestalten“ fand am 3. Mai 2023 im bUm – Raum für die engagierte Zivilgesellschaft und online statt. Die hybride Veranstaltung richtete sich an Vertreterinnen und Vertreter aus Zivilgesellschaft, Verwaltung, Politik, Forschung und Praxis, die sich informiert, ausgetauscht und Schnittstellen künftiger Zusammenarbeit ausgelotet haben. Veranstalter des Kongresses waren das Unabhängige Institut für Umweltfragen (UfU) e.V. sowie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Berlin e.V. Gefördert wurde der Kongress von der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt.
<p>Wie können Städte nachhaltiger, lebenswert und zukunftssicher werden? Dieser Frage widmete sich die interdisziplinäre Fachkonferenz „Gemeinsam. Neues Europäisches Bauhaus weiterdenken!“ des Umweltbundesamts im Mai 2025 in Berlin. Expert*innen aus Wissenschaft, Politik und Praxis diskutierten über innovative Lösungsansätze für klimaresiliente, umweltfreundliche und sozial gerechte Städte.</p><p>„Die Stadt der Zukunft muss Bauen, Stadtgrün und Mobilität besser integrieren, um resiliente urbane Räume mit hoher Lebensqualität zu schaffen und dabei Klimaanpassung und Umweltgerechtigkeit zu fördern. Dazu leistet unser Eigenforschungsprojekt 'Neues Europäisches Bauhaus weiterdenken' konzeptionelle Beiträge und unterstützt die EU-Initiative zum Neuen Europäischen Bauhaus“, betont Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UBA#alphabar">UBA</a>).</p><p>Die Konferenz beleuchtete zentrale Themen, wie klimaangepasste Stadtplanung, Umweltgerechtigkeit und Gesundheit. In Fachvorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops wurde erörtert, wie die Schwammstadt, multifunktionale Flächennutzung, Verkehrsversuche und Bauen im Bestand zur Transformation urbaner Räume beitragen können.</p><p>Das alles finden Sie jetzt gebündelt in unserer <a href="https://www.umweltbundesamt.de/konferenz-gemeinsam-neues-europaeisches-bauhaus">Online‑Dokumentation</a>: Ein kompakter Film, Fotos sowie die Präsentationen der Keynotes und Workshops stehen dort zum Anschauen und Download bereit.</p><p>Darunter die Keynotes von <a href="https://www.turenscape.com/en/about/cdo.html">Kongjian Yu</a> (Universität Peking) zum Schwammstadtkonzept für mehr Klimaresilienz und <a href="https://www.sheffield.ac.uk/geography-planning/people/academic-research/vanesa-castan-broto">Vanesa Castán Broto</a> (Universität Sheffield) zu zivilgesellschaftlichen Initiativen in Zeiten des Populismus als Herausforderung für das Neue Europäische Bauhaus. Außerdem Workshop-Präsentationen aus <a href="https://www.umweltbundesamt.de/forschungsprojekt-adneb-neues-europaeisches-bauhaus">Neues Europäisches Bauhaus weiterdenken – AdNEB</a> und verwandten Projekten, wie <a href="http://bauhauserde.org/">Bauhaus der Erde</a>, <a href="https://www.hcu-hamburg.de/bluegreenstreets-20">BlueGreenStreets</a> und <a href="https://www.nebourhoods.de/">NEBourhoods</a></p><p>Das AdNEB-Projekt erforscht mithilfe eines interdisziplinären Ansatzes, wo und wie wir in Zukunft leben und wie eine ökologisch nachhaltige, sozial inklusive, gesundheitsverträgliche und attraktive Entwicklung urbaner Räume gelingen kann. Mit der Konferenz wird die erste Projektphase abgeschlossen (2022-2025), bevor die zweite Phase beginnt (2025-2027). Ziel des Projektes ist es, wissenschaftliche Konzepte für umwelt- und klimaverträgliche Siedlungsstrukturen zu entwickeln, die eine hohe Lebensqualität für alle Bevölkerungsgruppen bieten.</p><p>Dabei wird die bauliche Innenentwicklung, die Qualifizierung von Frei- und Grünflächen, und eine nachhaltige Mobilität im Leitbild der dreifachen Innenentwicklung miteinander verknüpft. So werden Antworten auf drängende Herausforderungen, wie die Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel, die Gestaltung einer attraktiven urbanen blau-grünen Infrastruktur, die Umsetzung der urbanen Verkehrswende und damit die Verbesserung der Lebensqualität in Städten, entwickelt.</p><p>Ansprechpersonen für das Projekt sind: Miriam Dross (miriam [dot] dross [at] uba [dot] de) und Alice Schröder (alice [dot] schroeder [at] uba [dot] de).</p>
Erforschung des Zusammenhanges zwischen Umweltverschmutzung und Armutsentstehung sowie zwischen Armut und Umweltverschmutzung. Ziele sind die Ableitung von wirtschaftlichen Handlungsempfehlungen.
Problemstellung: 1. Eine konsequente Umweltpolitik, national wie international, muss auf die Unterstuetzung der Bevoelkerung bauen koennen. Das Projekt untersucht die Entwicklung, Wichtigkeit und Ursachen des Umweltbewusstseins als Issue auf dem politischen Agenda im internationalen Vergleich der EG-Laender ('die Zehn') seit 1973. 2. Die Umweltbewegungen werden sowohl als Ausdruck der 'neuen Politik', als eine unter vielen neuen sozialen Bewegungen, verstanden, als auch als eine Reaktion auf unmittelbare Umweltbeeintraechtigungen. Im internationalen Vergleich wird versucht, die Ursachen der Unterstuetzung der neuen sozialen Bewegungen (und gruenen bzw. oekologischen Parteien) zu ergruenden, insbesondere hinsichtlich der Fragestellung: Wird die Umweltbewegung eher durch Betroffenheit oder durch kognitive und ideologische Mobilisierung ausgeloest? Zentrale Konzepte fuer die Analyse sind: Wertwandel, Ideologie, Integration (Akzeptanz), kognitive Mobilisierung, Theorie der 'policy-Arenen'. Zu 1. und 2. wird die Methode der Umfragedaten angewandt. Das Projekt hat zu diesem Zweck Fragebatterien im Eurobarometer in Auftrag gegeben.
Das Ziel des Vorhaben ist Entwicklung einer integrierten, internet- und Datenbankbasierenden Bautechnologie zur Unterstützung der Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden in der Phase der baulichen Sanierung im bewohnten Zustand. Das Vorhaben hat insbesondere zum Ziel Ressourcenbedarf und Umweltbelastungen zu minimieren und die langfristige Qualität des Gebäudebestandes zu sichern durch die Kombination einer lebenszyklusbezogenen Strategie mit einer akteursbezogenen, kurzfristig einsetzbaren Planungstechnologie. Dadurch kann ein erhöhtes Qualitätsniveau bei geringeren Gesamtkosten (Investitions- und Nutzungskosten) und in kürzerer Zeit erreicht werden. Insbesondere sollen gleichzeitig ökonomische, ökologische und soziale Ziele, im Sinne einer Politik der Nachhaltigkeit, verfolgt werden. Durch die Verwendung von innovativen Kommunikationsmitteln wird der Planungsablauf verbessert und für alle Beteiligten, insbesondere Bauherren und Mieter transparent gemacht. Die resultierende Projektierungstechnologie wird nach Projektende Bauherren und mittelständischen Unternehmen und Gruppen von Unternehmen über ein Internetportal zur Verfügung gestellt.
Das Ziel des Vorhaben ist Entwicklung einer integrierten, internetbasierten Technologie zur Unterstützung der Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden in der Phase der baulichen Erneuerung unter Betrieb. Das Vorhaben hat insbesondere zum Ziel Ressourcenbedarf und Umweltbelastungen zu minimieren und die langfristige Qualität des Gebäudebestandes zu sichern durch eine Kombination einer lebenszyklusbezogenen Strategie mit einer akteursbezogenen, kurzfristig einsetzbaren Planungstechnologie. Dadurch kann ein erhöhtes Qualitätsniveau bei geringeren Gesamtkosten (Investitions- und Nutzungskosten) und in kürzerer Zeit erreicht werden. Insbesondere sollen gleichzeitig ökonomische, ökologische und soziale Ziele, im Sinne einer Politik der Nachhaltigkeit, verfolgt werden. Durch die Verwendung von innovativen Kommunikationsmitteln soll sowohl der Planungsablauf verbessert und für alle Beteiligten, insbesondere Bauherren und Mieter transparent gemacht werden. Die resultierende Projektierungstechnologie wird Bauherren und mittelständischen Unternehmen und Gruppen von Unternehmen über ein Internetportal zur Verfügung stehen.
Das Begleitgremium begleitet die Entwicklung der Berliner Nachhaltigkeitsstrategie, berät bei der Ausarbeitung und spricht Empfehlungen aus. Das Gremium unter Vorsitz der Staatssekretärin für Klimaschutz und Umwelt, Britta Behrendt, setzt sich aus politischen Vertreterinnen und Vertretern der Senatsverwaltungen und Bezirke sowie aus Vertreterinnen und Vertretern der Umsetzungsallianz Nachhaltiges Berlin und Engagierten der Zivilgesellschaft zusammen. Es besteht bis zur Verabschiedung der Berliner Nachhaltigkeitsstrategie. Staatssekretär für Klimaschutz und Umwelt Leitung des Begleitgremiums zur Entwicklung der Berliner Nachhaltigkeitsstrategie Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt Staatssekretär für Wirtschaft Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe Staatssekretärin für Arbeit und Gleichstellung Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung Bezirksbürgermeisterin Berlin Mitte Bezirksbürgermeister Berlin Lichtenberg Vorsitzende des Vorstands Berliner Stadtreinigungsbetriebe ehemaliger Landesgeschäftsführer BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. Mitgründerin und Executive Director Politics for Tomorrow c/o nextlearninge. V. Professorin für Soziale Arbeit und Sozialpädagogik Hochschule für Soziale Arbeit und Pädagogik (HSAP) Geschäftsführer Wirtschaft und Politik, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer Industrie und Handelskammer zu Berlin
Güterverkehr (GV) ist nicht nur für einen erheblichen Anteil der Treibhausgase verantwortlich, sondern verursacht Lärm, Luftschadstoffe, Flächen- und Ressourcenverbrauch. Umweltwirkungen des GV werden oftmals hingenommen, obwohl sie sich negativ auf Mensch und Umwelt niederschlagen. Dabei mangelt es insb. an einer integrierten, verkehrsträgerübergreifenden Betrachtung, die lokale, nationale und internationale GVe gemeinsam in den Blick nimmt, um Umwelt- und Klimawirkungen zu reduzieren. Im Vorhaben sollen systematisch integrierte Vorschläge für Maßnahmenbündel erarbeitet werden, die den urbanen, nat. und internat. GV umweltschonender machen können und deren Umsetzung angestoßen werden. Es gliedert sich in vier Arbeitspakete: 1) Analyse der Problemlage im GV mit besonderem Schwerpunkt auf den Umweltbelastungen jenseits von Treibhausgasen, wobei alle Verkehrsarten und diese von der Langstrecke bis zur letzten Meile betrachtet werden sollen. 2) Weiter- und Neuentwicklung geeigneter Indikatoren für umweltschonenden GV. Insbesondere für den Bereich der urbanen Mobilität sind geeignete Maßnahmenvorschläge, Konzepte und Lösungen zu erarbeiten. 3) Transformationshebel und -ansätze: Planung, Durchführung und Auswertung einer Akteursbeteiligung in Form eines digitalen #Güterverkehrsforums. Die Kurzsessions bei den jeweils eine eingeladene Expertenperson über a) die Vision für einen umweltschonenden GV und b) (eigene) Maßnahmen und Wünsche an die Politik referiert, werden in die sozialen Medien übertragen; anschließende soll intern und ohne Aufzeichnung mit UBA und BMU diskutiert werden. Über mindestens ein Jahr verteilt sollen etwa 15 Kurzsessions durchgeführt werden. 4) Die Organisation, Durchführung und Nachbereitung des UBA-Forums mobil & nachhaltig 'Umweltschonender Güterverkehr' sowie die Unterstützung bei der Erstellung einer UBA-Broschüre die eine Vision des umweltschonenden Güterverkehrs und die dafür nötigen Maßnahmen darstellt.
Die Lebens- und Umweltqualität in den Quartieren der Hauptstadt sind sehr unterschiedlich. In vielen Teilen Berlins – vor allem im hochverdichteten Innenstadtbereich – konzentrieren sich gesundheitsrelevante Umweltbelastungen, wie Verkehrslärm, Luftschadstoffe, unzureichende Ausstattung mit Grünflächen und bioklimatischen Belastungen. Viele Gebiete haben gleichzeitig eine hohe soziale Problematik und sind überproportional durch Mehrfachbelastungen betroffen. Diese Themen werden in Berlin unter dem Begriff Umweltgerechtigkeit diskutiert und gewinnen auch vor dem Hintergrund des Klimawandels an Bedeutung. Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit sind aufs engste miteinander verknüpft und betreffen vor allem die Metropolenräume. Menschen mit geringem Einkommen und niedriger Bildung sind in Deutschland oft höheren Gesundheitsbelastungen durch Umweltprobleme ausgesetzt als Menschen, die finanziell bessergestellt sind. Sie wohnen oft an stark befahrenen Straßen und sind besonders häufig von Lärm und Luftverschmutzungen betroffen. Umweltgerechtigkeit verfolgt das Ziel, umweltbezogene gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden und zu beseitigen sowie bestmögliche umweltbezogene Gesundheitschancen herzustellen. Als Leitbild zielt Umweltgerechtigkeit auf die Vermeidung und den Abbau der sozialräumlichen Konzentration gesundheitsrelevanter Umweltbelastungen sowie die Gewährleistung eines sozialräumlich gerechten Zugangs zu Umweltressourcen. Das Themenfeld “Umweltgerechtigkeit im Land Berlin” liegt an der Schnittstelle von Stadtentwicklungs-, Umwelt-, Gesundheits- und Sozialpolitik und befasst sich mit Art, Ausmaß und Folgen ungleicher räumlicher Verteilungen von Umweltbelastungen und Ressourcen sowie den Gründen dafür. Grundlage ist die kleinräumige Umweltbelastungsanalyse, die wesentliche Analysen und Ergebnisse der Umweltgerechtigkeitsuntersuchungen verknüpft und auf einer Fachebene zusammenfügt. Die Berliner Umweltgerechtigkeitskarte ermöglicht einen Gesamtüberblick über die Umweltqualität in den Quartieren der Hauptstadt. Basis der wissenschaftlichen Analysen sind die – für die Arbeit der planenden Fachverwaltungen – verbindlich festgelegten 542 lebensweltlich orientierten Planungsräume (LOR) in der Hauptstadt Berlin. Bild: SenMVKU Umweltgerechtigkeitsatlas Datenbasiert zeigt der Atlas, in welchen Berliner Quartieren Umweltbelastungen und soziale Benachteiligung räumlich zusammenfallen. Er liefert eine fundierte Grundlage für integrierte Planungs- und Entscheidungsprozesse. Weitere Informationen Bild: Jan Stradtmann Begleitende Publikationen Die begleitenden Publikationen zeigen, wie vielfältige Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltgerechtigkeit in Berlin beitragen können. Sie bieten praxisnahe Einblicke, Impulse und Strategien für unterschiedliche Akteurinnen und Akteure. Weitere Informationen Bild: Dagmar Schwelle Veranstaltungen Der Berliner Umweltgerechtigkeits-Kongress bietet Raum für Austausch, Vernetzung und fachliche Impulse rund um Umweltgerechtigkeit. Hier finden sich die Dokumentation des letzten Kongresses sowie Informationen bei künftigen Veranstaltungen. Weitere Informationen
| Origin | Count |
|---|---|
| Bund | 160 |
| Land | 137 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 128 |
| Lehrmaterial | 1 |
| Text | 26 |
| Umweltprüfung | 128 |
| unbekannt | 13 |
| License | Count |
|---|---|
| geschlossen | 167 |
| offen | 129 |
| unbekannt | 1 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 291 |
| Englisch | 32 |
| Leichte Sprache | 1 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Datei | 1 |
| Dokument | 15 |
| Keine | 88 |
| Webseite | 199 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 135 |
| Lebewesen und Lebensräume | 230 |
| Luft | 126 |
| Mensch und Umwelt | 297 |
| Wasser | 108 |
| Weitere | 291 |