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Found 12 results.

Auswirkungen des Klimawandels auf Waldstrukturen und assoziierte Vogelarten des Bergwaldes

Biodiversität im Wald hängt stark mit struktureller Diversität zusammen. In Bergwäldern sind die kalten Klimabedingungen ein wesentlicher Faktor für die natürliche Strukturbildung, z.B. durch langsame Wuchsbedingungen, lange Sukzessionszeiträume und ein hohes Potential für Schneebruch, Windwurf und folgende Insektenkalamitäten. Obwohl die natürlichen Prozesse durch die Waldwirtschaft überprägt sind, ist zu erwarten dass der Klimawandel die strukturellen Bedingungen und damit die Habitatqualität für assoziierte Tierarten verändern wird. Ziel des Projektes ist, die direkten und indirekten Auswirkungen des Klimawandels auf die realisierten ökologischen Nischen von spezialisierten Brutvogelarten des Gebirgswaldes zu ermitteln. Dazu untersuchen wir entlang des klimatischen Gradienten Schwarzwald-Jura-Alpen, wie das Klima die strukturellen und vegetationsspezifischen Lebensraumbedingungen für ausgewählte Arten im hochmontanen und subalpinen Gebirgswald beeinflusst. Die ausgewählten Modellarten sind: Haselhuhn (Bonasa bonasia), Auerhuhn (Tetrao urogallus), Dreizehenspecht (Picoides tridactylus) und Sperlingskauz (Glaucidium passerinum).

Vogel des Jahres 1997 ist der Buntspecht

Vogel des Jahres 1997 ist der Buntspecht (Dendrocopos major).

Landschaftspflegerischer Begleitplan zum Neubau der BAB 49 bei Neuental (Herrenwald), VKE 40

Die hessische Straßen- und Verkehrsverwaltung beabsichtigt den Weiterbau der BAB A 49 zwischen dem jetzigen Bauende bei Neuental und der BAB A 5. Das Untersuchungsgebiet wird mit dem Herrenwald und dem Dannenröder Forst von großen geschlossenen Waldgebieten geprägt. Getrennt werden die beiden Waldbereiche durch das intensiv grünlandwirtschaftlich genutzte Tal der Klein, begleitet von einem galerieartigen Bachauenwald. Als weiteres prägendes Fließgewässer ist die Joßklein im Herrenwald zu nennen. Ein sehr naturnah ausgebildeter Zufluss zur Klein mit flächigen Beständen des prioritären LRT Erlen- Eschen-Auwald. Die agrarisch genutzten Offenlandbereiche im Untersuchungsraum bieten einigen seltenen Brut- und Rastvogelarten Lebensraum. Der Landschaftspflegerische Begleitplan musste u.a. aufgrund der erheblichen Beeinträchtigung des FFH-Gebietes 'Herrenwald sowie geschützter Arten (z.B. Fledermäuse, Spechte, Kammmolch) ein Kohärenzkonzept für den LRT 91E0 und artbezogene Maßnahmenbündel integrieren. Das Maßnahmenkonzept wird daher von drei großen Komplexen geprägt: Aufwertungs- und Umbaumaßnahmen sowie Aufforstungen im und am Herrenwald und Dannenröder Forst; Renaturierungs-, Extensivierungsmaßnahmen und Ufergehölzanlagen an der Joßklein und Kleinaue; Extensivierungs- und Wiedervernässungsmaßnahmen im Bekassinenloch für die Zielarten Kiebitz, Bekassine, Rebhuhn, Goldregenpfeifer. Die über die des Gebiets- und Artenschutzes hinausgehenden Anforderungen der Eingriffsregelung wurden soweit möglich in diese Maßnahmenkomplexe integriert.

Vogel des Jahres 2014 ist der Grünspecht

Der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den farbenprächtigen Grünspecht (Picus viridis) zum Vogel des Jahres 2014 gekürt. Wegen seines markanten Rufs, der wie ein gellendes Lachen klingt, erhielt er diesen Beinamen "Lachvogel". Er ist nach dem Buntspecht und vor dem Schwarzspecht die zweithäufigste Spechtart Deutschlands. Aufmerksame Beobachter können ihn in halboffenen Waldlandschaften, Gärten und Parks oder auf Streuobstwiesen und Brachen finden – überall dort, wo Grünland mit alten Bäumen vorkommt.

Oekologische Untersuchungen an Spechten im Nationalpark Berchtesgaden

In ausgewaehlten typischen Waldgesellschaften des Nationalparks Berchtesgaden soll der Bestand an Spechten innerhalb und ausserhalb der Brutzeit bzw im Fruehjahr und im Winter ermittelt, quantifiziert und kartenmaessig erfasst werden. Dabei sollen die wichtigsten Indikatoren fuer die Verbreitung der verschiedenen Arten herausgearbeitet werden, so dass eine Bewertung der Flaechen moeglich ist.

Oekologische Untersuchungen an Spechten im Nationalpark Berchtesgaden

Integration der Daten der Waldinventur in die zoologische Forschung. Spechte sind Indikatorarten fuer den Waldzustand. Durch die integrierte Analyse der Daten kann ein oekologisches Anspruchsprofil fuer die Rote-Liste-Arten erarbeitet werden. Daraus erfolgt eine Ursachenanalyse (Borkenkaefer, Totholz). Vorschlaege fuer eine oekologische Waldbehandlung werden erarbeitet.

Zur Oekologie von Gruen- und Grauspecht im bernisch-solothurnischen Mittelland

Feldstudie Die Arbeit unterstreicht die grosse Bedeutung der inneren Grenzlinien fuer den zur Hauptsache im Wald lebenden Grauspecht und der aeusseren Grenzlinien fuer den im Wald bruetenden, aber die halboffene Landschaft nutzenden Gruenspecht. Beide Arten beduerfen um so groesserer Reviere, je geringer die Gliederung ihres Lebensraumes ist. Der z.Z. wahrscheinlich grossraeumig ruecklaeufige Bestandsentwicklung zeigende Gruenspecht kann in der halboffenen Landschaft nur jene Bereiche nutzen, die ueber Feldgehoelze, Hecken, Obstgaerten u.ae. Strukturen erreichbar sind; ueber mehr als 300 m offene Strecken (ausgeraeumte Landschaft) werden kaum ueberflogen und bleiben ungenutzt. Die Arbeit gibt ferner Auskunft ueber die Nahrung der beiden Arten, ueber das Hoehlenangebot und die interspezifische Konkurrenz unter den in Hoehlen bruetenden oder naechtigenden Vogelarten.

Natur vor der Haustür - Citizen Science macht Schule

Die Erhaltung der Biodiversität ist das wichtigste internationale Naturschutzziel. Naturschutzpolitik konzentriert sich auf seltene und bedrohte Arten und Lebensräume. Häufigere Arten, die im direkten Siedlungsumfeld des Menschen vorkommen, werden nicht berücksichtigt, obwohl Bestandsveränderungen dieser Arten sehr aussagekräftig sein können. Naturnahe Gärten, Parks und andere Grünflächen sind wesentliche Refugien für Arten, die aufgrund der modernen, ausgeräumten Kulturlandschaft im Rückgang begriffen sind. Durch ihr Vorkommen in Siedlungen, besteht die Chance, dass interessierte Laien vor der Haustür ihr Vorkommen und ihre Häufigkeit erheben. Da der Grundstein für das Interesse für Natur und Biodiversität in der Kindheit gelegt wird, ist es wichtig bereits Kinder und Jugendliche für Artenvielfalt und Natur vor der Haustür zu begeistern. Das Projekt verfolgt folgende Ziele (i) Erfassung der Biodiversität im Siedlungsraum anhand der Vorkommen von Zielarten im Untersuchungsraum der Projektschulen (ii) Analyse des Zusammenhangs zwischen den Vorkommen der Arten und Habitatparametern, und davon Ableitung von Vorschlägen zur biodiversitätsfördernden Gartenbewirtschaftung und (iii) Erforschung der Motivation und Motivierbarkeit von Jugendlichen (Schüler/innen) für Biodiversität und für das Monitoring (Citizen Science) der beobachteten Zielarten mit SchülerInnen. Durch die Initiierung konkreter Umsetzungsprojekte für die Verbesserung der Habitatqualität in Gärten bzw. Grünflächen soll mit begleitender Öffentlichkeitsarbeit durch die SchülerInnen Bewusstseinsbildung für Natur im Garten erreicht werden. Folgende attraktive, häufige und aussagekräftige Zielarten(gruppen) werden von jeder Schule erhoben: Igel, Wildbienen, Spechte und leicht kenntliche Tagfalterarten. Gemeinsam mit Naturschutzvereinen, Studierenden und Wissenschafterlnnen wird die Datenqualität kritisch evaluiert.

Vögel als Indikatoren in NATURA 2000-Waldgebieten nach EU-Vogelschutzrichtlinie

Im Rahmen von Natura 2000 werden in den EU-Mitgliedsstaaten große Gebiete zum Schutz der Vogelwelt ausgewiesen. Für Eulen und Spechte werden im Vogelschutzgebiet Südschwarzwald spezielle Erfassungsmethoden erprobt und Ergebnisse mit dazu gewonnenen Lebensraumdaten analysiert. Die Erarbeitung eines naturschutzfachlichen Bewertungsverfahrens zu charakteristischen Vogelarten in Wäldern ist das Ziel des laufenden Projektes. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei den waldtypischen Arten der Vogelschutzrichtlinie aus der Artengruppe der Spechte (Piciformes) und Eulen (Strigidae) gewidmet. In Waldkomplexen werden Brutzeitvorkommen mit den dazugehörigen Habitatstrukturen kartiert. Die Bearbeitung sowohl des Monitorings auf größeren Flächen im Bereich des Naturparks Südschwarzwald als auch die Verbindung zu den spezifischen Lebensräumen der untersuchten Arten sind Gegenstand der Untersuchung. Der weiter gehende Ansatz verfolgt dabei das Ziel, die gewonnenen Erkenntnisse für die Erhaltung der Habitate einzusetzen und damit dem Schutz anspruchsvoller repräsentativer Vogelarten in geeigneter Form als Empfehlungen zur pfleglichen waldbaulichen Nutzung zu dienen. Das Modellprojekt vereinigt klassische, auf die untersuchten Arten speziell angepasste Erhebungsmethoden und eine Erfassung der Lebensraumstrukturen mit den erweiterten Möglichkeiten der räumlichen Strukturauswertung in einem GIS. Die funktionalen Beziehungen wie die Konnektivität über Forstgrenzen hinweg, die Fragmentierung und die Ausweisung strukturell homogener Flächen unterschiedlicher Größe (d.h. unabhängig von forstlichen Bewirtschaftungseinheiten) oder die Fragmentierung wird durch gesonderte Aufnahme erfasst. Die lebensnotwendigen Requisiten werden weder in Forsteinrichtungswerken noch in der Waldbiotopkartierung berücksichtigt, werden hier aber gezielt einbezogen.

Oekologische Untersuchungen an Spechten im Nationalpark Berchtesgaden

Im beantragten Projekt sollen die Populationsstrukturen von 3 forstwirtschaftlich relevanten, phytophagen Insektenarten (Lymantria monacha, Ips typographus, Cephalcia abietis) auf Fichte isozymatisch untersucht werden. Die untersuchten Populationen werden im natuerlichen bzw. im anthropogen erweiterten Verbreitungsgebiet der Fichte gesammelt. Im Mittelpunkt steht die Frage nach Isozymen, deren Frequenzen nicht nur mit klimatischen Kenngroessen korrelieren, sondern die sich auch temperaturabhaengig, hinsichtlich ihrer biochemischen Eigenschaften, unterscheiden. Die Untersuchung soll Hinweise auf die Wirkung der Temperatur als Selektionsfaktor auf drei kausal verknuepften Ebenen geben: 1. genetische Variabilitaet, 2. Physiologie und 3. Fitness. Hierdurch sollen Vorhersagen ueber den Einfluss der Klimaveraenderung auf Insektenpopulationen ermoeglicht werden.

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