Studien an Tieren In über 70 Tierstudien an Nagetieren wie Ratten, Mäusen und Kaninchen wurde der Einfluss hochfrequenter elektromagnetischer Felder im von Handys und drahtlosen Netzwerken genutzten Frequenzbereich (800 MHz – 2,5 GHz ) auf Hoden und Sperma untersucht. Die Mehrzahl der Tierstudien weist zum Teil erhebliche methodische Mängel auf und die Ergebnisse der einzelnen Studien sind nicht einheitlich. Bei den Tierstudien, die aufgrund von Qualitätskriterien ausgewählt wurden, zeigten sich überwiegend keine negativen Einflüsse hochfrequenter elektromagnetischer Felder mit SAR -Werten bis zu 4 W/kg auf unterschiedliche Parameter der Fruchtbarkeit. Seit 1999 wurde der Einfluss hochfrequenter elektromagnetischer Felder im von Handys und drahtlosen Netzwerken genutzten Frequenzbereich (800 MHz – 2,5 GHz ) auf Hoden und Sperma in über 70 Tierstudien an Nagetieren wie Ratten, Mäusen und Kaninchen untersucht. Etwa drei Viertel der Publikationen fanden mindestens in einem der vielen untersuchten Parameter einen signifikanten, häufig negativen Einfluss der elektromagnetischen Felder auf die Fruchtbarkeit. Als möglicher Wirkmechanismus wird häufig oxidativer Stress genannt. Methodische Mängel Die Mehrzahl der Tierstudien weist zum Teil erhebliche methodische Mängel auf: In mehr als einem Drittel der Studien wurde ein kommerzielles Mobiltelefon statt einer definierten Expositionsanlage als Quelle für die elektromagnetischen Felder verwendet. In einigen Fällen wurden die Tiere mit einem Mobiltelefon im Standby befeldet. In diesem Modus sendet ein Handy in Abständen von etwa einer halben Stunde bis zu mehreren Stunden ein kurzes Signal an die Basisstation und sendet ansonsten gar nicht. Die abgestrahlten elektromagnetischen Felder sind daher vernachlässigbar. [1] Häufig wurde die Spezifische Absorptionsrate ( SAR ) nicht angegeben. In vielen weiteren Fällen ist nicht nachvollziehbar, wie die SAR Werte bestimmt wurden, oder es werden lediglich die Angaben des Geräteherstellers übernommen. Diese geben die Maximalwerte an, die während des Telefonierens im menschlichen Kopf auftreten können, aber nicht die Exposition der Tiere unter realen Versuchsbedingungen. Es wurden häufig nur Käfigkontrollen benutzt, nicht aber auch eine Gruppe mit Scheinexposition. Die Mehrzahl der Studien wurde nicht verblindet durchgeführt. Zwei Drittel der Studien verwendeten sehr kleine Tierzahlen (unter 10). Die Gruppengröße ist für die statistische Auswertung der Ergebnisse wichtig. In kleinen Gruppen können individuelle Unterschiede dazu führen, dass sich Gruppen signifikant unterscheiden, ohne dass dies ursächlich etwas mit dem untersuchten Einflussfaktor zu tun hat. Andererseits haben Studien mit kleinen Gruppen eine geringe statistische Power, was bedeutet, dass ein vorhandener Effekt leicht übersehen werden kann. In der Toxikologie gilt als goldener Standard eine Gruppengröße von 32 Tieren. Diese Anforderung erfüllt nur eine Studie [2] . Ergebnisse nicht einheitlich Die Ergebnisse der einzelnen Studien sind nicht einheitlich. Unterschiedliche Studien finden Einflüsse auf unterschiedliche Parameter, und diese verändern sich oft in entgegengesetzte Richtungen. Auf einige Parameter wird im Folgenden näher eingegangen. Testosteron Der Gehalt des männlichen Hormons Testosteron im Blut war in einigen wenigen Fällen unverändert oder erhöht, überwiegend aber verringert. Nur eine Abnahme von Testosteron kann als Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit interpretiert werden, aber nur dann, wenn sie mit einer verminderten Spermienqualität einhergeht. Hoden Die Hoden und deren Gewebeparameter wurden in mehreren Studien untersucht, deren Ergebnisse widersprüchlich waren. Etwa zwei Drittel der Studien beschreibt Veränderungen des Gewebes, die in einem unterschiedlichen Ausmaß auftraten und geringfügig waren oder nur mikroskopisch festgestellt werden konnten. Insgesamt sprechen diese Ergebnisse gegen einen negativen Einfluss hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf die Hoden. Spermienqualität Unterschiedliche Aspekte der Spermienqualität wurden ebenfalls häufig mit widersprüchlichem Ergebnis untersucht. So war zum Beispiel die Spermienzahl in den meisten Studien unverändert, vereinzelt aber auch verringert oder sogar erhöht. In vielen Fällen blieb die Spermienzahl zwar unverändert, ihre Beweglichkeit und/oder Lebensfähigkeit konnte aber geringer, unbeeinflusst oder sogar erhöht [3] sein, was für eine Verbesserung der Fruchtbarkeit sprechen würde. Einige Studien beschrieben eine Beeinträchtigung der Spermatogenese, in mehreren anderen wurde dies aber nicht bestätigt [ 4 ] . Insgesamt lässt sich aus den sehr variablen Daten kein Nachweis für eine gesundheitsrelevante schädliche Wirkung elektromagnetischer Felder auf Spermien herleiten. Oxidativer Stress Anhand des Gehaltes verschiedener Enzyme, die in den männlichen Geschlechtsorganen an oxidativen Prozessen beteiligt sind, wurde ebenfalls mehrfach untersucht, ob hochfrequente elektromagnetische Felder oxidativen Stress hervorrufen können. Dieser könnte dann einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben. Die Mehrzahl der Studien fand Anzeichen für oxidativen Stress, die anderen konnten keinen Einfluss zeigen. Auch aus diesen Daten lässt sich kein belastbarer Schluss ziehen. Mehrere aktuelle Arbeiten beschreiben oxidativen Stress unter Mobilfunk- Exposition und postulieren als Folge eine Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit. Führend ist hier die Gruppe um Kavindra Kesari aus Indien [ 5 , 6 , 7] . Eine detaillierte Kritik der indischen Studien hat der Schwedische Wissenschaftliche Rat in seinem Bericht zu elektromagnetischen Feldern veröffentlicht. Ergebnis war, dass sich die Arbeiten durch einen äußerst mangelhaften methodischen Ansatz und eine unzureichende Expositionsbestimmung auszeichnen und die Ergebnisse in sich nicht konsistent und nicht nachvollziehbar sind. Andere Arbeiten, ebenfalls von fragwürdiger Qualität, nehmen oxidativen Stress als Folge von Expositionen durch Handys als gegeben an und versuchen zu zeigen, dass verschiedene Antioxidantien, wie zum Beispiel Hormone [8] oder Vitamine [9] , als „Gegenmittel“ wirken könnten. Die Vermutung, dass oxidativer Stress zu Erkrankungen führt, ist nach Angaben des Robert Koch Instituts nicht abschließend wissenschaftlich geklärt und die Wirksamkeit von Therapien mit Antioxidantien umstritten. Hohe Variabilität der Ergebnisse infolge schlechter Qualität Da die Ergebnisse sehr variabel sind, ist anzunehmen, dass die meisten der beschriebenen Effekte nur zufällige Befunde sind. Hätten elektromagnetische Felder tatsächlich einen Einfluss auf die Fruchtbarkeit, wäre zu erwarten, dass sich ein bestimmter Parameter in einer Mehrzahl der Studien immer auf eine ähnliche Weise verändert. Auch sollte eine Dosisabhängigkeit zu beobachten sein. In vielen der vorliegenden Studien wurde anscheinend nur die normale physiologische Variabilität und nicht der tatsächliche Einfluss hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf die Fruchtbarkeit untersucht. Anhand von Qualitätskriterien ausgewählte Studien: Im Folgenden werden Studien bewertet, die anhand folgender Qualitätskriterien ausgewählt wurden und deren Ergebnisse belastbar sind: Verwendung einer Expositionsanlage, Angabe des SAR -Wertes Scheinexposition als Kontrolle Verblindung mindestens zehn Tiere in den Gruppen der exponierten und scheinexponierten Tiere. Diesen Kriterien entsprechen insgesamt sechs Studien. Diese haben auch den Vorteil, dass in zwei Fällen eine Ganzkörperexposition bis zu 4 W/kg angewandt wurde. Bei 4 W/kg treten bei Nagetieren bereits Verhaltensänderungen und thermoregulatorische Reaktionen auf, es ist also zu erwarten, dass es sich bei einer so hohen Belastung zeigen würde, wenn elektromagnetische Felder einen Einfluss auf die Fruchtbarkeit hätten. Trotzdem fanden vier der genannten Studien keinen Einfluss und eine Studie sogar eine erhöhte Fruchtbarkeit. Zelltod in Hoden Dasdag et al. [10] befeldeten erwachsene Ratten zehn Monate lang zwei Stunden täglich. Die Tiere waren während der Befeldung in Plastikröhrchen fixiert, der SAR -Wert im Bereich der Hoden schwankte zwischen 0,07 und 0,57 W/kg . Scheinexponierte Tiere wurden ebenfalls zehn Monate lang für zwei Stunden täglich fixiert, es wurde aber kein elektromagnetisches Feld angewandt. Es zeigte sich kein verstärkter Zelltod in den Hoden unter dem Einfluss der elektromagnetischen Felder. Andere Parameter wurden nicht untersucht. Reproduktive Eigenschaften In einem Vorhaben des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms [2] wurden Langzeiteffekte, unter anderem auf reproduktive Eigenschaften von männlichen und weiblichen Mäusen, über vier Generationen hinweg unter dem Einfluss eines UMTS -Signals untersucht. Dabei wurden Ganzkörperexpositionen von 0,08, 0,4 und 1,3 W/kg angewandt. Jeweils 32 Männchen und 64 Weibchen lebten dauerhaft in drei kreisrunden Hohlleitern bei den genannten SAR -Werten. Scheinexponierte Tiere lebten in einem vierten Hohlleiter, der ausgeschaltet war. Die Wissenschaftler wussten nicht, welcher SAR -Wert in welchem Hohlleiter angewandt wurde. Über vier Generationen hinweg wurden keine Unterschiede im Gewicht der Hoden, Nebenhoden und der Anhangsdrüse sowie Spermienzahl und Anteil geschädigter Spermien zwischen den Gruppen gefunden. Der Paarungserfolg mit ebenfalls befeldeten Weibchen, gemessen an der Zahl der Nachkommen, war auch unverändert. Einfluss auf die sexuelle Entwicklung Ozlem Nisbet et al. [3] befeldeten fixierte Ratten bereits ab dem zweiten Lebenstag 90 Tage lang zwei Stunden täglich bei 900 und 1800 MHz . Dieser Zeitraum deckt die gesamte Entwicklungsphase von Ratten ab. Der SAR -Wert variierte in Abhängigkeit vom Wachstum der Tiere bei 900 MHz zwischen 1,2 und 3 mW/kg, bei 1800 MHz zwischen 0,011 und 0,053 mW/kg. Der Testosteronspiegel war in beiden exponierten Gruppen gegenüber scheinexponierten Tieren erhöht. Die Spermienzahl war in allen drei Gruppen nicht signifikant unterschiedlich, deren Beweglichkeit war aber in beiden befeldeten Gruppen erhöht. Bei den mit 900 MHz befeldeten Tieren war zusätzlich der Anteil normaler Spermien erhöht und der Anteil geschädigter Spermien niedriger. Die Autoren interpretieren diese Ergebnisse als verfrühte Pubertät infolge der Einwirkung elektromagnetischer Felder. Eine Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit bedeuten sie aber nicht. Eigenschaften von Hoden und Spermien Lee et al. [4] befeldeten frei bewegliche Ratten mit einem Signalgemisch mit den Frequenzen 848,5 und 1950 MHz und mit einem SAR -Wert von insgesamt 4 W/kg . Zu Versuchsbeginn waren die Tiere vier Wochen alt. Jeweils 20 Tiere wurden für zwölf Wochen an fünf Wochentagen jeweils 45 Minuten lang exponiert oder scheinexponiert. Weitere zwei Gruppen von jeweils fünf Tieren dienten als Käfigkontrollen und Positivkontrollen. Die Positivkontrollen wurden mit ionisierender Strahlung behandelt, so dass eindeutige negative Effekte erwartet und auch gefunden wurden. Zwischen exponierten und scheinexponierten Tieren gab es keine Unterschiede im Gewicht von Hoden und Nebenhoden, Spermienzahl, Stadien der Spermatogenese, oxidativem Stress und Zelltod in den Hoden. Hoden und Fruchtbarkeit Poulletier de Gannes et al. [11] befeldeten sieben Wochen alte frei bewegliche Ratten für sechs Wochen an sechs Wochentagen je eine Stunde mit einem WiFi Signal mit der Frequenz von 2450 MHz . Jeweils zwölf Tiere wurden scheinexponiert oder mit 0,08 und 4 W/kg exponiert. Nach drei Wochen wurden die Männchen mit ebenfalls befeldeten Weibchen verpaart. Es gab keinen Unterschied zwischen den Gruppen hinsichtlich des Gewichts von Hoden, Nebenhoden, Samenblase und Prostata. Ebenfalls gab es weder makroskopische noch mikroskopische Unterschiede im Hodengewebe. Die Spermienqualität wurde nicht untersucht, da aber der Paarungserfolg in allen Gruppen gleich war, ist davon auszugehen, dass die Fruchtbarkeit nicht beeinträchtigt war. Oxidativer Stress in Hoden Saygin et al. [ 12 ] untersuchten junge männliche Ratten bei einer Exposition mit einem WiFi-Signal mit einer Frequenz von 2,45 GHz und einem SAR Wert von 3,2 W/kg . Jeweils 12 Tiere wurden 30 Tage lang jeweils 3 Stunden täglich exponiert, scheinexponiert, bekamen Gallussäure oder wurden exponiert und bekamen Gallussäure. Gallussäure hat antioxidative Eigenschaften und ist im grünen Tee enthalten. Die exponierten Tiere zeigten einen erhöhten oxidativen Stress, der Testosteronpegel war leicht, aber nicht signifikant gesenkt. Gewebeveränderungen waren auf makroskopischer Ebene nicht zu beobachten, auf mikroskopischer Ebene waren geringfügige Veränderungen sichtbar. Die Spermatogenese war reduziert und die Spermienzahl in den Hoden war bei exponierten Tieren geringer. Gallussäure konnte die beschriebenen negativen Auswirkungen teilweise aufheben. Die Autoren vermuten als Wirkmechanismen thermische Wirkungen und oxidativen Stress. In realistischen Szenarien kann die Exposition von männlichen Geschlechtsorganen die in dieser Studie angewandten Werte bei weitem nicht erreichen. Fazit: überwiegend kein negativer Einfluss auf die Fruchtbarkeit Die aufgrund von Qualitätskriterien ausgewählten Tierstudien zeigen überwiegend keinen negativen Einfluss hochfrequenter elektromagnetischer Felder mit SAR -Werten bis zu 4 W/kg auf unterschiedliche Parameter der Fruchtbarkeit. Diese decken aber nicht alle möglichen Parameter der Fruchtbarkeit ab und sind auch untereinander sehr unterschiedlich was Befeldungsdauer, Frequenz der angewandten elektromagnetischen Felder und die untersuchten Endpunkte betrifft. Daher empfiehlt die WHO in der Research Agenda 2010 weitere Tierstudien zum Einfluss hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf die Geschlechtsorgane, allerdings nicht mit einer hohen Priorität. Seit dieser Empfehlung wurden weltweit über 50 Tierstudien durchgeführt. Die Qualität entsprach weiterhin überwiegend nicht den oben genannten Kriterien. Obwohl die Mehrzahl der genannten Studien negative Einflüsse auf die Fruchtbarkeit findet, erlauben sie weiterhin keine abschießende belastbare Aussage. Literatur (Volltext oft gebührenpflichtig) [1] Mild KH, Bach Andersen J, Frølund Pedersen G (2012) Is there any exposure from a mobile phone in stand-by mode? Electromagn. Biol. Med. 31(1): 52 - 56 [2] Sommer AM, Grote K, Reinhardt T, Streckert J, Hansen V, Lerchl A (2009) Effects of radiofrequency electromagnetic fields ( UMTS ) on reproduction and development of mice: a multi-generation study . Radiat Res 171 (1): 89 – 95 [3] Ozlem Nisbet H, Nisbet C, Akar A, Cevik M, Onder Karayigit M (2011) Effects of exposure to electromagnetic field (1.8/0.9GHz) on testicular function and structure in growing rats. Res. Vet. Sci. 93(2): 1001 – 100 [4] Lee HJ, Jin YB, Kim TH, Pack JK, Kim N, Choi HD, Lee JS, Lee YS (2012): The effects of simultaneous combined exposure to CDMA and WCDMA electromagnetic fields on rat testicular function . Bioelectromagnetics 33(4): 356 – 364 [5] Kesari KK, Behari J (2012) Evidence for mobile phone radiation exposure effects on reproductive pattern of male rats: role of ROS . Electromagn. Biol. Med. 31(3): 213-22. [6] Kesari KK, Kumar S, Nirala J, Siddiqui MH, Behari J (2012) Biophysical evaluation of radiofrequency electromagnetic field effects on male reproductive pattern . Cell Biochem. Biophys. 65(2): 85 -96 [7] Kumar S, Nirala JP, Behari J, Paulraj R (2014) Effect of electromagnetic irradiation produced by 3G mobile phone on male rat reproductive system in a simulated scenario. Indian J Exp Biol. 52(9): 890 - 897. [8] Meena R, Kumari K, Kumar J, Rajamani P, Verma HN, Kesari KK (2014) Therapeutic approaches of melatonin in microwave radiations-induced oxidative stress-mediated toxicity on male fertility pattern of Wistar rats . Electromagn Biol Med. 33(2): 81 - 91 [9] Al-Damegh MA (2012) Rat testicular impairment induced by electromagnetic radiation from a conventional cellular telephone and the protective effects of the antioxidants vitamins C and E . Clinics 67(7): 785 - 792 [10] Dasdag S, Akdag MZ, Ulukaya E, Uzunlar AK, Yegin D (2008) Mobile phone exposure does not induce apoptosis on spermatogenesis in rats . Arch Med Res. 39(1): 40 – 44 [11] Poulletier de Gannes FP, Billaudel B, Haro E, Taxile M, Le Montagner L, Hurtier A, Aissa SA, Masuda H, Percherancier Y, Ruffié G, Dufour P, Veyret B, Lagroye I (2013) Rat fertility and embryo fetal development: Influence of exposure to the Wi-Fi signal . Reprod Toxicol. 36(1): 1 - 5 [12] Saygin M, Asci H, Ozmen O, Cankara FN, Dincoglu D, Ilhan I (2016). Impact of 2.45 GHz microwave radiation on the testicular inflammatory pathway biomarkers in young rats: The role of gallic acid. Environ Toxicol 31(12): 1771-1784 Stand: 19.03.2026
Laborstudien Der direkte Einfluss hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf entnommene Spermien von Menschen und Tieren wurde seit 1999 in etwa 20 Laborstudien untersucht. Die meisten Laborstudien weisen in unterschiedlichem Ausmaß methodische Mängel auf. Angesichts der Ergebnisse der Laborstudien ist davon auszugehen, dass eine realistische Belastung mit elektromagnetischen Feldern eines Handys nicht zu einer Schädigung von Spermien und einer Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit führt. Der direkte Einfluss hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf entnommene Spermien von Menschen und Tieren wurde seit 1999 in etwa 20 Laborstudien untersucht. Die meisten fanden mindestens in einem der untersuchten Parameter eine signifikante Veränderung unter dem Einfluss elektromagnetischer Felder, wobei häufig viele andere Parameter unverändert blieben. Studien weisen methodische Mängel auf Die meisten Laborstudien weisen in unterschiedlichem Ausmaß methodische Mängel auf. Quellen elektromagnetischer Felder: Einige Studien verwendeten kommerzielle Mobiltelefone statt Expositionsanlagen als Quellen elektromagnetischer Felder, was dem heutigen Stand der Technik und damit der guten wissenschaftlichen Praxis nicht entspricht. Spezifische Absorptionsrate : Mehrfach wurde die Spezifische Absorptionsrate ( SAR ) nicht angegeben, welche die vom Gewebe aufgenommene Energie in Watt pro Kilogramm ( W/kg ) beschreibt. Ohne diese Angabe ist eine Bewertung der beobachteten Veränderungen nicht möglich. Kontrollen: Die meisten Studien verwendeten Kontrollen, zum Beispiel außerhalb der Expositionsanlage oder in einem anderen Raum. Um aber den Qualitätskriterien einer guten wissenschaftlichen Praxis zu entsprechen, muss auch eine Scheinexposition in der Expositionsanlage mit ausgeschalteten elektromagnetischen Feldern erfolgen. Sonst besteht die Möglichkeit, dass noch andere Umgebungseinflüsse zwischen den befeldeten Proben und den Kontrollen unterschiedlich waren und die beobachteten Effekte verursachten. Verblindung: Nur wenige Studien wurden verblindet durchgeführt. Verblindet bedeutet, dass die Wissenschaftler, die die Proben auswerteten, nicht wussten, welche befeldet worden waren und welche nicht. Dies ist eine wichtige Maßnahme, um zum Beispiel bei visuellen Auswertungen subjektive Einflüsse zu minimieren. SAR -Werte oberhalb der Grenzwertempfehlung: Mehrere Studien arbeiteten bei SAR -Werten oberhalb der Grenzwertempfehlungen, bis zu 27 W/kg . Hier ist davon auszugehen, dass die beobachteten Effekte thermisch waren, da Spermien besonders temperaturempfindlich sind. Studien, die eine Expositionsanlage verwendeten und den SAR -Wert angaben Neuere Studien, die diese Qualitätskriterien erfüllen, werden im Folgenden näher beschrieben: Falzone et al. [1] fanden bei 2 W/kg (dies entspricht der Empfehlung der Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung - ICNIRP für den Teilkörpergrenzwert) keinen Einfluss auf sämtliche Parameter der Spermienbeweglichkeit. Bei 5,7 W/kg war die Zahl beweglicher Spermien unverändert, deren Geschwindigkeit aber geringer. Weder bei 2 noch bei 5,7 W/kg wurden oxidativer Stress, veränderte enzymatische Aktivität oder ein vorzeitiger programmierter Zelltod bei den Spermien beobachtet [2] . In einer weiteren Folgestudie [3] waren die Spermien bereits bei 2 W/kg morphologisch verändert, ihre Vitalität blieb aber unverändert. Dies ist nicht nachvollziehbar, da morphologisch veränderte Spermien meistens weniger lebensfähig sind. Deswegen wurde dieses Ergebnis von anderen Wissenschaftlern angezweifelt [4] . De Iulis et al. [5] beobachteten bei steigenden SAR -Werten im Bereich von 0,4 bis 27,5 W/kg ein Absinken der Beweglichkeit und Lebensfähigkeit von Spermien sowie oxidativen Stress. Der Einfluss war dosisabhängig und begann bei einer Befeldungsdauer von 16 Stunden ab etwa 1 W/kg . Eine chinesische Arbeitsgruppe [ 6 ] beobachtete an einer Zelllinie von Spermatozyten der Maus bei 180 MHz bei SAR -Werten von 1 und 2 W/kg keinen Effekt, bei 4 W/kg kam es nach 12 Stunden zu oxidativem Stress, gefolgt von einer DNA Schädigung. Es traten keine DNA -Strangbrüche auf. Es kam zu Veränderungen im Proteinhaushalt, aber nicht zum verstärkten Zelltod. In zwei Folgestudien wurde gezeigt, wie zelleigene metabolische Prozesse den oxidativen Stress [ 7 ] und die DNA -Schäden [ 8 ] wieder einschränken können. Eine weitere Studie an Spermatozyten der Maus [ 9 ] bei bis zu 1,5 W/kg und 1800 MHz zeigte keine DNA Schäden, aber ebenfalls oxidativen Stress, vermittelt durch Mitochondrien. Dieser konnte von den Spermatozyten wieder neutralisiert werden, ohne dass es zu DNA Schäden kam. Zwei qualitativ hochwertige Studie wurden in Japan durchgeführt [10, 11 ] . In der ersten Studie [10] wurde das Sperma von 50 gesunden Probanden untersucht. Exponiert wurde in einer hochwertigen Expositionsanlage. Es erfolgten verblindet eine Scheinexposition und Expositionen von einer Stunde bei 2 W/kg und 6 W/kg . Der Temperaturanstieg betrug 0,16 °C bzw. 0,24 °C . Es wurden mehrere Parameter der Spermienbeweglichkeit sowie oxidativer Stress untersucht. Die Exposition zeigte keinen Einfluss. Die zweite japanische Studie [11] untersuchte den Verlauf der Befruchtung und die frühe Embryogenese bei Mäusen. Verwendet wurde wieder eine hochwertige Expositionsanlage. Entnommene Eizellen und Spermien wurden bei 1,95 GHz und 2 mW/g für einen Stunde exponiert oder scheinexponiert. Dies ist mehr als beim Tragen eines Handys in der Hosentasche auftritt. Die Exposition erfolgte verblindet. Es wurde kein Einfluss elektromagnetischer Felder auf die künstliche Befruchtung und die nachfolgende Embryogenese gefunden und auch keine Chromosomen-Aberrationen. Thermische Effekte? Die Autoren aller Studien, die Effekte fanden [2-9] , behaupten, dass es sich nicht um thermische Effekte handeln könne, da die Proben gekühlt wurden. Es ist aber anzunehmen, dass bei einer Erwärmung durch elektromagnetische Felder und gleichzeitiger Kühlung die Wärmegradienten anders sind, als wenn keine Erwärmung und Kühlung stattfindet. Da Spermien besonders wärmeempfindlich sind, ist vor allem oberhalb der Grenzwertempfehlungen ein thermischer Effekt zu erwarten. Generell gilt, dass eine Erwärmung der Hoden und Spermien um mehr als 2 °C beziehungsweise über 39 °C schädlich ist, wobei die Schädigung vorübergehend ist. Untersuchungen in realistischen Szenarien – zum Beispiel ein Handy in der Hosentasche – haben gezeigt, dass die SAR -Werte deutlich unter 1 W/kg liegen und die durch elektromagnetische Felder verursachte Erwärmung der Hoden im Bereich von etwa 0,01 °C liegt. Diese Erwärmung wird als gesundheitlich unbedenklich bewertet. Auch angesichts der genannten Ergebnisse aus Laborstudien ist davon auszugehen, dass eine realistische Belastung mit elektromagnetischen Feldern eines Handys nicht zu einer Schädigung von Spermien und einer Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit führt. Gleichzeitig zeigen die Laborstudien, dass vor allem oxidative Schäden, die durch eine Exposition mit mehreren W/kg verursacht werden können, durch die natürlichen zellulären Prozesse wieder repariert werden. Literatur (Volltext oft gebührenpflichtig) [1] Falzone N, Huyser C, Fourie F, Toivo T, Leszczynski D, Franken D (2008) In vitro effect of pulsed 900 MHz GSM radiation on mitochondrial membrane potential and motil-ity of human spermatozoa. Bioelectromagnetics 29(4): 268 - 276 [2] Falzone N, Huyser C, Franken DR, Leszczynski D (2010) Mobile phone radiation does not induce pro-apoptosis effects in human spermatozoa . Rad. Res. 174(2): 169 - 176 [3] Falzone N, Huyser C, Becker P, Leszczynski D, Franken DR (2011) The effect of pulsed 900- MHz GSM mobile phone radiation on the acrosome reaction, head morphometry and zona binding of human spermatozoa . Int. J. Androl. 34(1): 20 - 26 [4] Lerchl A (2012) Letter on 'The effect of pulsed 900- MHz GSM mobile phone radiation on the acrosome reaction, head morphometry and zona binding of human sper-matozoa' by Falzone et al . (Int J Androl 34: 20-26, 2011). Int J Androl. 35(1): 103 [5] De Iuliis GN, Newey RJ, King BV, Aitken RJ (2009) Mobile phone radiation induces reactive oxygen species production and DNA damage in human spermatozoa in vitro . PLoS One. 4(7): e6446 [6] Liu C, Duan W , Xu S, Chen C, He M, Zhang L, Yu Z, Zhou Z (2013) Exposure to 1800 MHz radiofrequency electromagnetic radiation induces oxidative DNA base damage in a mouse spermatocyte derived cell line . 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Bioelectromagnetics 37(6): 373-381 [11] Suzuki S, Okutsu M, Suganuma R, Komiya H, Nakatani-Enomoto S, Kobayashi S, Ugawa Y, Tateno H, Fujimori K (2017). Influence of radiofrequency-electromagnetic waves from 3rd-generation cellular phones on fertilization and embryo development in mice. Bioelectromagnetics 38(6): 466-473. Stand: 19.03.2026
Drahtlose Anwendungen im Alltag Über drahtlose Funktechnologien wie Bluetooth, WLAN oder NFC kommunizieren verschiedene Geräte miteinander. Bei der Kommunikation dieser Technologien gibt es unterschiedliche Frequenzen und Sendeleistungen. Die Strahlenbelastung im Alltag ist dabei sehr niedrig. Aus Sicht des Strahlenschutzes gehen von drahtlosen Anwendungen keine gesundheitsrelevanten Wirkungen aus. Drahtlose Funktechnologien wie Bluetooth, WLAN , UWB , Zigbee , DECT , NFC , LoRaWAN, Matter und Thread sind fester Bestandteil des modernen Alltags. Sie ermöglichen kabellose Kommunikation zwischen Geräten, die in Heim, Büro oder industriellen Anwendungen zum Einsatz kommen. Trotz der verschiedenen Frequenzen und Sendeleistungen dieser Technologien ist die Strahlenbelastung im Alltag sehr niedrig. Gleichzeitig liegt die durch sie verursachte Exposition gegenüber hochfrequenten elektromagnetischen Feldern in der Regel weit unterhalb der empfohlenen Höchstwerte. Warum keine gesundheitsrelevanten Wirkungen aus Sicht des Strahlenschutzes bestehen: Einhaltung der Grenzwerte: Die von der ICNIRP empfohlenen Grenzwerte, die auch den SAR -Wert ( Spezifische Absorptionsrate ) berücksichtigen, sind deutlich unterschritten. Produktsicherheitsrichtlinien: Endgeräte unterliegen in Deutschland den Produktsicherheitsrichtlinien, die auch Aspekte des Strahlenschutzes umfassen. Minimale Exposition im Alltag: Messungen zeigen, dass typische Immissionen in Heim- oder Büroumgebungen weit unterhalb der kritischen Werte liegen. Wissenschaftlicher Konsens: Nach aktuellem Stand der Wissenschaft sind gesundheitlich relevante Wirkungen durch die EMF nicht zu erwarten. Dieser Artikel wurde sprachlich mit KI überarbeitet. Stand: 18.02.2026
Freie Sprechfunkdienste und Amateurfunk Freie Funkdienste kann jede und jeder nutzen, ohne sich anmelden oder Gebühren zahlen zu müssen ("Jedermannfunk"). CB-Funk, kurz für "Citizens' Band radio", ist ein privater Funkdienst, mit dem Nutzerinnen und Nutzer miteinander sprechen und Daten austauschen können. PMR bedeutet "Private Mobile Radio". Es ist ein Funkdienst für kurze Distanzen, der mit Handsprechfunkgeräten, auch Walkie-Talkies genannt, genutzt werden kann. Amateurfunk ist ein Experimentalfunk, bei dem die Geräte und Antennen oft verändert werden. Für Amateurfunk gibt es bestimmte Frequenzen, die genutzt werden dürfen. Die Bundesnetzagentur hat für die freien Funkdienste bestimmte Frequenzen festgelegt. Damit es nicht zu Störungen kommt, müssen die Geräte einige Vorgaben erfüllen, wie zum Beispiel bei der Sendeleistung . CB-Funk Der CB-Funk (CB: Abkürzung für "Citizens' Band radio") ist eine private, nicht kommerzielle Funkanwendung, mit der Sprache und Daten zwischen den Nutzenden ("CB-Funker") übermittelt werden. Die verwendeten Funkkanäle liegen im Frequenzbereich um 27 Megahertz ( MHz , 11 m-Band). Mit den auf wenige Watt begrenzten Sendeleistungen sind Reichweiten von mehreren Kilometern möglich. Wenn für den CB-Funk ortsfeste Sendeanlagen verwendet werden, müssen sie unter Umständen Anforderungen der 26. Verordnung zum Bundesimmissionsschutzgesetz (26. BImSchV ) und der Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder ( BEMFV ) erfüllen. Diese Anforderungen sind von der Strahlungsleistung ( EIRP ) der Anlage und anderen am Standort betriebenen Sendern abhängig. PMR PMR steht als Abkürzung für "Private Mobile Radio". Es ist ein Funkdienst für kurze Distanzen mit Handsprechfunkgeräten ( sog. Walkie-Talkies), der für die Nutzung durch die Allgemeinheit freigegeben ist. Die verwendeten Funkfrequenzen liegen im Bereich um 446 MHz . Die Reichweite kann abhängig von den Umgebungsbedingungen einige Kilometer betragen. Die Sendeleistung von PMR-Funkgeräten ist ähnlich wie bei Mobiltelefonen. Wenn das Gerät zum Einsprechen unmittelbar vor das Gesicht gehalten wird, können daher ähnliche SAR -Werte (der Wert beschreibt die Energieaufnahme im Körper) auftreten wie bei Mobiltelefonen. PMR-Funkgeräte mit Sprachsteuerung werden zum Teil als Babyüberwachungsgeräte eingesetzt oder als solche beworben. Von der Verwendung als Spielgerät für Kinder rät das BfS ab. Weitere freie Funkdienste, die von jedermann genutzt und betrieben werden dürfen, sind zum Beispiel WLAN , Bluetooth oder Ultrawideband ( UWB ) . Amateurfunk Der Amateurfunk ist dagegen ein Experimentalfunk, bei dem Geräte und Antennen häufigen Änderungen unterliegen. Für Amateurfunkanlagen sind bestimmte Frequenzbänder zugelassen, die über den gesamten Hochfrequenzbereich verteilt sind. Funkamateure*innen müssen in der Lage sein, notwendige Messungen und Berechnungen durchzuführen, um die Einhaltung der vorgeschriebenen Normen nachweisen zu können. Wenn sie dies gegenüber der Bundesnetzagentur durch eine entsprechende Prüfung (fachliche Prüfung oder harmonisierte Amateurfunk-Prüfungsbescheinigung) belegt haben, dürfen sie Sendeanlagen betreiben. Die Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder ( BEMFV ) legt fest, dass auch ortsfeste Amateurfunkanlagen unter bestimmten Voraussetzungen eine Standortbescheinigung benötigen. Das ist gemäß Paragraph 8 Absatz 1 BEMFV der Fall, wenn sich am vorgesehenen Standort der Anlage bereits ortsfeste Funkanlagen befinden, auf die die Regelungen des Paragraphen 4 BEMFV über die Standortbescheinigung anzuwenden sind. Eine ortsfeste Amateurfunkanlage, an deren Standort eine Gesamtstrahlungsleistung ( EIRP ) von zehn Watt oder mehr erreicht wird, darf nur betrieben werden, wenn der standortbezogene Sicherheitsabstand innerhalb des vom Betreiber der Anlage kontrollierbaren Bereichs liegt. Dies bedeutet, dass der Betreiber den Zugang zu dem Bereich innerhalb des Sicherheitsabstands unterbinden kann. Außerdem muss der Betreiber die Anlage nach Paragraph 9 angezeigt haben, die Betriebsdaten dürfen die Anzeige- oder Antragsdaten nicht überschreiten und durch den Betrieb dürfen keine Personen, einschließlich der Menschen mit aktiven Körperhilfen, gesundheitlich geschädigt werden können. Dieser Artikel wurde sprachlich mit KI überarbeitet. Stand: 13.01.2026
Umweltzeichen Blauer Engel Das Umweltzeichen Blauer Engel für Mobiltelefone wurde im Jahr 2002 eingeführt. 2007 erhielt das erste Handy dieses Umweltzeichen. Zwei weitere Geräte bekamen es im September 2013, aber die Auszeichnung galt nur bis 2014. Im Oktober 2026 wurde erstmals ein Smartphone ausgezeichnet, dessen Zertifikat Ende 2018 auslief. Überarbeitung der Vergabegrundlagen 2017 und 2022 Im Jahr 2017 erschien eine überarbeitete Vergabegrundlage für das Umweltzeichen für Mobiltelefone. Neben der Absenkung für den SAR -Wert am Kopf von 0,6 Watt pro Kilogramm ( W/kg) auf max. 0,5 W/kg gibt es seither auch für den Anwendungsfall "Betrieb des Gerätes am Körper" einen Richtwert von max. 1,0 W/kg , ermittelt ohne Trennabstand zum Körper. Anfang des Jahres 2022 wurden die Strahlenschutzkriterien des Blauen Engels erneut angepasst. Mit der Änderung wurde der Richtwert für den Anwendungsfall "Betrieb des Gerätes am Körper" auf 2,0 W/kg angehoben. Erhebung der SAR -Werte von Mobiltelefonen Das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) erhebt seit 2002 regelmäßig bei den Herstellern die Spezifische Absorptionsrate ( SAR -Werte) von auf dem Markt erhältlichen Mobiltelefonen. Diese werden in einer SAR -Werte-Übersicht zusammengefasst. Die aktuelle Erhebung vom Dezember 2024 umfasst insgesamt 4120 Geräte von 91 Herstellern und 4 Netzbetreibern. Typische Verteilung der Spezifischen Absorptionsrate (SAR) an der Oberfläche des Kopfes während eines Handytelefonats. Von den Herstellern wird grundsätzlich der maximale SAR -Wert angegeben. Eine Zuordnung dieser Werte zu den verschiedenen Frequenzbändern GSM (D-, E-Netz), LTE oder 5G wird nicht vorgenommen. SAR -Werte für den Betrieb von Mobiltelefonen an den Extremitäten Mittlerweile geben fast alle Hersteller für ihre Mobiltelefone einen SAR -Wert sowohl für den Anwendungsfall "Betrieb am Kopf" als auch für den "Betrieb am Körper" an. Vereinzelt wird auch ein weiterer Wert für den Anwendungsfall "Tragen an den Extremitäten" angegeben. Hier gilt allerdings der Grenzwert von 4 W/kg . In der SAR -Werte-Übersicht werden Angaben zu den Messabständen gemacht. Am 05. April 2016 entschied die EU -Kommission, dass der Abstand bei der SAR -Messung am Körper nur wenige Millimeter betragen darf. Seit dieser Entscheidung messen die Hersteller die SAR -Werte am Körper einheitlich in einem Abstand von 0,5 cm , um vergleichbare Ergebnisse zu erzielen. Dieser Artikel wurde sprachlich mit KI überarbeitet. Stand: 17.12.2025
Biologische Wirkungen hochfrequenter Felder durch Energieabsorption und Erwärmung Die Energie hochfrequenter elektromagnetischer Felder wird vom Körper aufgenommen ("absorbiert") und kann dort unterschiedliche Wirkungen hervorrufen. Die Geschwindigkeit und Verteilung der Energieabsorption im Körper hängt von der Stärke und der Frequenz der elektromagnetischen Felder ab, aber auch von den Eigenschaften und Strukturen des biologischen Gewebes. Physikalisch definiert und eindeutig nachgewiesen sind Kraftwirkungen und die Wärmewirkung der hochfrequenten Felder. Ausschlaggebend für die biologische Wirkung von hochfrequenten Feldern ist die Geschwindigkeit der Energieaufnahme im Körpergewebe. Die Spezifische Absorptionsrate ( SAR , Maßeinheit: Watt pro Kilogramm - W/ kg ) gibt an, wieviel Leistung (Energie pro Zeit) pro Kilogramm Gewebe absorbiert wird. Lebewesen, also auch der Mensch, enthalten viele elektrisch geladene Teilchen und polare Moleküle. Polare Moleküle, wie zum Beispiel das Wassermolekül, sind zwar als Ganzes elektrisch neutral, tragen aber an einem Ende eine negative und am anderen Ende eine positive Teilladung. Elektromagnetische Felder üben auf elektrisch geladene oder polare Teilchen Kräfte aus, wodurch diese zusätzliche Bewegungsenergie erhalten. Diese zusätzliche Bewegungsenergie führt zu einer Erhöhung der Temperatur. Wenn die Felder sehr stark sind, können sich aufgrund der Kraftwirkung auch ganze Zellen bewegen. Sie richten sich im Feld aus oder wandern. Solche nicht-thermischen Wirkungen können durch Felder von Funkanwendungen aber nicht ausgelöst werden, da ihre Feldstärke dafür nicht ausreicht. Wärmewirkung Für mögliche gesundheitliche Wirkungen hochfrequenter Felder beim Menschen ist die Wärmewirkung ausschlaggebend. Wirken hochfrequente Felder auf den Körper ein, kann dieser die absorbierte und in Wärme umgewandelte Energie durch die sogenannte Thermoregulation in gewissem Umfang ausgleichen: Wird der Körper nur örtlich begrenzt erwärmt, so kann in der Regel das Blut die zusätzliche Wärme abführen. Wird der ganze Körper erwärmt, so kommt es durch die stärkere Durchblutung der Haut und die Verdunstung von abgesondertem Schweiß zur Abgabe der Wärme an der Hautoberfläche. Mit Auswirkungen auf die Gesundheit ist dann zu rechnen, wenn bestimmte Schwellenwerte überschritten werden und die Wärmeregulierung des Körpers gestört ist. Im Tierexperiment wurden zum Beispiel gesundheitliche Wirkungen nachgewiesen, wenn sich die Körpertemperatur über einen längeren Zeitraum um deutlich mehr als 1° Celsius erhöht hatte: Stoffwechselvorgänge wurden gestört, es traten Verhaltensänderungen ein und Störungen der Embryonalentwicklung wurden beobachtet. Langanhaltende Überwärmung im Augenbereich begünstigt die Entstehung von grauem Star und anderen Augenkrankheiten. Das Gehirn und die Hoden sind ebenfalls besonders wärmeempfindlich. Spezifische Absorptionsrate (SAR) Ausschlaggebend für die biologische Wirkung von hochfrequenten Feldern ist die Geschwindigkeit und Verteilung der Energieaufnahme im Körpergewebe. Die Spezifische Absorptionsrate ( SAR , Maßeinheit: Watt pro Kilogramm - W/ kg ) gibt an, wieviel Leistung (Energie pro Zeit) pro Kilogramm Gewebe absorbiert wird. Hochfrequente Felder, die auf den gesamten Körper einwirken und dabei zu SAR -Werten von im Mittel 4 Watt pro Kilogramm führen, können beim Menschen die Körpertemperatur um etwa 1° Celsius erhöhen. Im Vergleich dazu: Bei mäßiger körperlicher Aktivität , wie z. B. zügigem Gehen, wird im Körper Wärme mit einer Leistung von etwa 3 bis 5 Watt pro Kilogramm Körpergewicht erzeugt. Eindringtiefe Ein wichtiger Faktor bei der Wirkung hochfrequenter Felder auf Lebewesen ist die Eindringtiefe. Sie ist stark frequenzabhängig: Elektromagnetische Felder im zwei- bis dreistelligen Megahertzbereich, wie sie für den Rundfunk verwendet werden, haben Eindringtiefen im Bereich von etwa 10 Zentimetern. Beim Mobilfunk mit rund zehnmal höheren Frequenzen um 1 Gigahertz ( GHz ) dringt die Strahlung dagegen nur wenige Zentimeter tief in das Gewebe ein. Bei Frequenzen über 10 Gigahertz , wie sie bei Radargeräten vorkommen, beträgt die Eindringtiefe wenige Millimeter. Bei noch höheren Frequenzen dringen hochfrequente Felder nicht tiefer als in die Hautoberfläche ein. Resonanz Bei der Beurteilung der Wirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder muss ein weiteres Phänomen berücksichtigt werden - die Resonanz. Die Körpergröße spielt dabei eine entscheidende Rolle - der Körper wirkt als Empfangsantenne. Besitzt er eine Größe von etwa der halben Wellenlänge des Feldes, so befindet er sich im "Resonanzbereich". Das bedeutet, er nimmt besonders effizient Energie auf. Der Frequenzbereich für die Resonanz ist abhängig von der Körpergröße und der Orientierung des Menschen im elektromagnetischen Feld . Für einen erwachsenen Menschen liegt dieser Bereich bei Frequenzen um etwa 70 Megahertz und bei Kindern um etwa 100 Megahertz. Dieser Frequenzbereich wird von UKW-Sendern genutzt. Viele Tierversuche werden mit Mäusen durchgeführt, deren Resonanzfrequenz im Bereich einiger Gigahertz liegt. Eine Maus nimmt bei ihrer Resonanzfrequenz von etwa 2 Gigahertz pro Gramm Körpergewicht sehr viel mehr Energie auf als ein Mensch bei der gleichen Frequenz . Dies muss bei der Übertragung von Ergebnissen aus Tierexperimenten auf den Menschen berücksichtigt werden. "Mikrowellenhören" Eine spezielle Wirkung von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern wird durch kurze starke Pulse hervorgerufen. Unter bestimmten Bedingungen sind diese als Summen oder Klicken wahrnehmbar. Man spricht vom "Mikrowellenhören". Der gegenwärtig akzeptierte Mechanismus des "Mikrowellenhörens" basiert auf den thermoelastischen Eigenschaften des Gewebes. Durch kurze, leistungsstarke Hochfrequenzsignale werden Gewebeareale des Gehirns in kurzer Zeit geringfügig erwärmt und dehnen sich folglich aus. Dadurch werden mechanische Wellen im Gewebe angeregt, deren Frequenzen im hörbaren Bereich liegen und das Innenohr stimulieren. Um auf diese Weise hörbare Reize zu erzeugen, Wenn die Energie der einzelnen Pulse begrenzt wird, können derartige Effekte nicht auftreten. Die Felder von Radio- und Fernseh-Sendern sowie die des Mobilfunks können das "Mikrowellenhören" nicht hervorrufen. In unmittelbarer Nähe leistungsstarker Radaranlagen ist eine Wahrnehmung möglich. Nicht-thermische Wirkungen Die bekannten und biophysikalisch nachgewiesenen nicht-thermischen Wirkungen, die zum Beispiel von starken Krafteinwirkungen auf Zellen ausgehen können, treten erst bei Feldstärken auf, die deutlich höher sind als die Feldstärken, bei denen bereits thermische Wirkungen auftreten. Mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen infolge nicht-thermischer Wirkungen bei Expositionen unterhalb empfohlener Grenzwerte werden nach wie vor wissenschaftlich diskutiert. Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch nicht-thermische Wirkungen von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern mit schwacher Intensität konnten bisher allerdings nicht wissenschaftlich belegt werden. Stand: 19.12.2025
Strahlenschutz beim Handykauf: SAR -Werte vergleichen Ausgabejahr 2025 Datum 13.11.2025 Viele Smartphones haben niedrige SAR-Werte Quelle: Yana Iskayeva/Getty Images Der Black Friday naht und auch die Zeit für Weihnachtseinkäufe beginnt. Viele Verbraucher*innen stehen vor der Entscheidung, ein neues Mobiltelefon zu kaufen. Dabei spielen Kriterien wie Preis, Display, Kamera und Akkulaufzeit oft eine zentrale Rolle. Wer zusätzlich darauf achten möchte, für sich selbst oder als Geschenk ein möglichst strahlungsarmes Modell zu wählen, kann auch die SAR-Werte der Telefone vergleichen. Verbraucher*innen finden die SAR -Werte von über 4.000 aktuellen und älteren Mobiltelefonen sowie Tablets beim Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ): Unter www.bfs.de/sar können sie die Werte über eine einfache Suchfunktion recherchieren und in die Kaufentscheidung einbeziehen. "Das BfS bietet diesen Service an, um auch beim Strahlenschutz für Transparenz zu sorgen und eine informierte Entscheidung zu ermöglichen" , erläutert BfS -Präsidentin Inge Paulini. Viele Geräte mit niedrigen SAR -Werten verfügbar Alle Handys müssen einen SAR-Wert von 2 Watt pro Kilogramm einhalten Quelle: LB Studios/Getty Images Mobiltelefone nutzen – ebenso wie andere Funkanwendungen – hochfrequente elektromagnetische Felder, um Sprache und Daten zu übertragen. Diese Felder können das Körpergewebe erwärmen. Die Begrenzung des zulässigen SAR -Wertes sorgt dafür, dass die Erwärmung sehr gering bleibt und kein gesundheitsschädliches Ausmaß annehmen kann. Der SAR -Wert eines Handys gibt an, wie viel Energie der Kopf oder der Körper beim Telefonieren mit dem Handy aufnimmt. Alle Mobiltelefone auf dem deutschen Markt müssen einen SAR -Wert von 2 Watt pro Kilogramm einhalten. Viele Mobiltelefone weisen jedoch deutlich niedrigere SAR -Werte auf. Wer sich in seinem Alltag möglichst wenig den hochfrequenten elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks aussetzen möchte, kann ein Gerät mit niedrigem SAR -Wert aussuchen. SAR ist die Abkürzung für Spezifische Absorptionsrate . Stand: 13.11.2025
Mobilfunkendgeräte Zu den Mobilfunkendgeräten zählen vor allem klassische Mobiltelefone und Smartphones sowie Router und Tabletcomputer. Die Geräte müssen so gebaut sein, dass sie die international empfohlenen Höchstwerte für hochfrequente elektromagnetische Felder im Körper nicht überschreiten. Um zu beurteilen, ob die Höchstwerte eingehalten werden, misst man die Spezifische Absorptionsrate ( SAR ). Zu den Mobilfunkendgeräten zählen vor allem klassische Mobiltelefone und Smartphones. Router und Tabletcomputer gehören ebenfalls zu dieser Gerätegruppe, wenn sie Mobilfunkverbindungen aufbauen und nutzen können. Für die Kommunikation mit einer Mobilfunkbasisstation erzeugen die Geräte hochfrequente elektromagnetische Felder. Quelle: Anana_go/stock.adobe.com Schutz Die Geräte müssen so gebaut sein, dass sie die international empfohlenen Höchstwerte für hochfrequente elektromagnetische Felder im Körper nicht überschreiten. Damit sollen gesundheitliche Wirkungen ausgeschlossen werden. Um zu beurteilen, ob die Höchstwerte eingehalten werden, wird die Spezifische Absorptionsrate (SAR) gemessen. Sie zeigt, wie viel Hochfrequenzenergie pro Zeit und Gewebemasse vom Körper aufgenommen wird. Sendeleistung Handys, die im GSM-Modus in einem D-Netz betrieben werden, erreichen Sendeleistungen bis zu 2 Watt pro Puls (Spitzensendeleistung). In E-Netzen beträgt die maximale Pulsleistung 1 Watt. Aufgrund des Zeitschlitzverfahrens ist die zeitlich gemittelte Sendeleistung geringer: In den D-Netzen beträgt sie maximal 0,25 Watt und in den E-Netzen 0,125 Watt. Auch in den modernen LTE - und 5G -Netzen liegen die zeitlich gemittelten Sendeleistungen der Endgeräte bei höchstens 0,12 bis 0,2 Watt. Höchstwerte für die spezifische Absorptionsrate ( SAR ) Für jedes Handy- oder Smartphone -Modell ermitteln Herstellende oder Importierende vor der Markteinführung unter standardisierten Laborbedingungen einen maximalen SAR -Wert, den die Geräte im Betrieb hervorrufen können. Man unterscheidet zwischen den beiden Anwendungsfällen "Betrieb am Ohr" und "Betrieb beim Tragen des Geräts am Körper" (siehe Spezifische Absorptionsraten (SAR) von Handys ). Mobilfunkfähige Tablets werden üblicherweise nur für den zweiten Anwendungsfall geprüft. Auch bei maximaler Sendeleistung muss der für die Spezifische Absorptionsrate festgelegte Höchstwert in beiden Anwendungsfällen eingehalten werden. Unter alltagstypischen Bedingungen arbeiten moderne Mobilfunkgeräte aufgrund einer automatischen Sendeleistungsregelung oft mit einer niedrigeren aktuellen Sendeleistung . Wenn die Sendeleistung abnimmt, verringert sich auch der aktuelle Wert der SAR . Die aktuelle europäische Produktnorm lässt für messtechnische Prüfungen, ob ein Gerät den empfohlenen maximalen SAR -Wert im Anwendungsfall "Betrieb beim Tragen des Geräts am Körper" einhält, Abstände von bis zu fünf Millimetern zwischen dem Mobilfunkgerät und dem für die Prüfung verwendeten Körpermodell zu. Viele Herstellende geben den bei der Prüfung verwendeten Abstand zusammen mit dem ermittelten maximalen SAR -Wert in den Begleitunterlagen des Geräts an oder verweisen auf eine Stelle, wo diese Information verfügbar ist. Exposition beim Telefonieren und beim Surfen im Internet Beim "klassischen" Telefonieren sind das Gerät und die Antennen sehr nahe am Kopf ( Nahfeld ). Dabei kommt es zu einer ungleichmäßigen Energieaufnahme an der Oberfläche und im Inneren des Kopfes. Die Abbildung zeigt, wie sich die Spezifische Absorptionsrate ( SAR ) an der Kopfoberfläche verteilt, wenn mit einem Handy telefoniert wird. Das gilt besonders, wenn die Antenne im oberen Teil des Handys eingebaut ist. Die über ein Volumen mit einer Gewebemasse von 10 Gramm gemittelten SAR -Werte sollen einen Höchstwert von 2 Watt pro Kilogramm nicht überschreiten. Typische Verteilung der Spezifischen Absorptionsrate (SAR) an der Oberfläche des Kopfes während eines Handytelefonats. Wenn ein Headset genutzt wird, kann das Handy in der Kleidungstasche und somit nah am Körper sein. Auch wenn das Smartphone oder Tablet zur Datenübertragung (zum Beispiel Surfen im Internet) genutzt wird, können sich die Antennen in Körpernähe befinden. Ausmaß der Energieaufnahme im Körper Das Ausmaß der bei der Nutzung eines mobilen Endgerätes im Körper absorbierten Hochfrequenzenergie hängt unter anderem ab von der Bauform des Gerätes, von dem Typ der Antenne , ihrem Abstand und ihrer Position zum Körper, von der Sendefrequenz, von der Art der Benutzung sowie von der tatsächlichen Ausgangssendeleistung des Gerätes. Die Feldstärken, die Handys erzeugen, sind oftmals höher, wenn die Handys nah am Körper verwendet werden. Diese Feldstärken sind stärker als die Feldstärken, die Mobilfunkbasisstationen verursachen. Wird mit dem Handy am Ohr telefoniert, sind vor allem die Kopfbereiche nah an der Antenne betroffen. Beim Surfen im Internet sind andere Körperbereiche mehr oder weniger nah an den Antennen des Mobilfunkgerätes. Die Exposition durch Mobilfunkendgeräte ist auf die Dauer der Nutzung beschränkt (hierzu zählen auch automatische Aktualisierungen von Zusatzprogrammen (Apps) oder die automatische Zustellung von Nachrichten). Im Gegensatz dazu ist die Exposition durch eine Basisstation zeitlich nicht begrenzt und gleichmäßiger über den gesamten Körper verteilt. Stand: 25.11.2025
NetCDF files containing raster layers of the Airborne SnowSAR observations, land cover (SCM) and elevation (DEM) over the Austrian ”AlpSAR” sites; Leutasch, Mittelbergferner and Rotmoos. The Airborne SnowSAR observations include the mean and the standard deviation of the X- and Ku-band backscatter (sigma nought) in VV- and VH-polarization, as well as the incidence angle in 10 m pixel size. The AlpSAR airborne data was collected in winter 2012-2013
Snowpit measurements providing information on the snow properties in Austria during winter 2012-2013.
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