Nachhaltige Landwirtschaft agiert in einem Spannungsfeld zwischen Produktivität und Erhalt der Bodengesundheit. Kupfer wird in großem Umfang als Fungizid und Düngemittel eingesetzt, hat jedoch auch negative Auswirkungen auf die Bodengemeinschaft. Kupfertoxizität wird in der Regel durch Adsorption im Boden und Aufnahme durch Organismen erklärt, aber die Möglichkeit anderer toxischer Pfade, z. B. die Bildung von Radikalen, wird noch nicht in Betracht gezogen. Die Relevanz von Radikalen im Boden wurde zuvor in unseren Studien gezeigt, in denen Nanopartikel auf Kupferbasis bei sehr niedrigen, umweltrelevanten Konzentrationen negative Effekte auf Bodenorganismen hatten, einschließlich Reaktionen in deren antioxidativem System. Überraschenderweise war dies nur bei stark adsorbierenden, tonreichen Böden der Fall, die für die Landwirtschaft sehr relevant sind. Die Kombination von Kupfer und Ton in Böden ist in der Lage, reaktive Sauerstoffspezies (ROS) zu bilden oder weit verbreitete polyaromatische Schadstoffe in umweltbeständige freie Radikale (EPFR) umzuwandeln, die negative Folgen für Bodenorganismen, aber auch für die menschliche Gesundheit haben können. Die Bildung dieser Radikale beruht auf Elektronentransferprozessen, bei denen Übergangsmetalle wie Kupfer oder Eisen (insbesondere in nanopartikulärer Form), Tonminerale und organische Stoffe als Quelle und/oder Transporteur von überschüssigen Elektronen dienen. Alle diese Stoffgruppen kommen natürlich im Boden vor, werden aber auch durch landwirtschaftliche Aktivitäten eingebracht. In diesem Projekt werde ich mehrere repräsentative Stoffgruppen kombinieren, die ein landwirtschaftliches Bodensystem simulieren und für die Radikalbildung relevant sind. Das radikalbildende Potenzial sowohl natürlicher als auch anthropogener Stoffe, d.h. verschiedener Arten von Ton- und Eisenmineralen, organischer Substanz und anthropogenem Kupfer, wird einzeln und in Kombination ermittelt. Die Radikalbildung wird chemisch untersucht, indem die ROS- und EPFR-Bildung in künstlichen Bodenlösungen und Böden gemessen wird, aber auch biochemisch und ökologisch anhand der antioxidativen und Fitness-Reaktion von Springschwänzen (Folsomia candida). Um die Laborergebnisse auf die Freilandsituation zu übertragen, werden die Faktoren, die im Labor als am auffälligsten identifiziert wurden, zur Identifizierung potenzieller radikalbildender Hotspots im Feld verwendet; dabei werden Podsole mit Fluvisolen (schwankendere Redoxbedingungen aufgrund ihrer Nähe zu Flüssen) im Hinblick auf die Korrelation zwischen ihren Bodeneigenschaften und dem Auftreten von ROS und EPFR verglichen. Die Identifizierung der Bodenfaktoren für die Radikalbildung im Labor und auf dem Feld wird Auswirkungen auf den Bodenschutz, die Risikobewertung von Nanopestiziden und die landwirtschaftliche Bewirtschaftung haben und direkte Empfehlungen für eine nachhaltige Bewirtschaftung des Bodens mit Hinblick auf deren Potenzial zur Radikalbildung ermöglichen.
Wirbellose Tiere im Boden sind schwer zu identifizieren, dabei stellen Collembola - Springschwänze - keine Ausnahme dar. Folglich ist bisher nur wenig über die grundlegende Ökologie und Naturgeschichte der Collembola bekannt, insbesondere auf der Organisationsebene von Arten und Gemeinschaften. DNA-basierten Identifikation (Barcoding und Metabarcoding) erleichtert die Identifizierung, bringt jedoch einige Schwierigkeiten mit sich: 1) Barcode-Datenbanken für Bodenorganismen sind unvollständig, insbesondere in Deutschland, 2) die Wahl des Barcodes und der PCR Primer beeinflusst die Vergleichbarkeit zwischen Studien und 3) Metabarcoding kann keine Aussage über den Umfang der Biomasse treffen. Wir adressieren diese Problematik zunächst mit der Erstellung einer spezialisierten Datenbank ('Springtail Genome Reference Database', SGRD) mit Fokus auf der Collembola-Fauna von Grasflächen. Diese Datenbank wird nicht nur alle gängigen Barcodes enthalten, sondern zusätzlich umfangreiche neue Genominformationen beinhalten. Des Weiteren implementieren wir eine shotgun-metagenomische Methodik, um die Probleme bezüglich der Primerauswahl und Biomasseschätzung beim Metabarcoding zu umgehen. Wir verwenden dann die SGRD Datenbank und Metagenomik zusammen, um die Strukturen und Funktionen der Collembola-Gemeinschaften auf allen 150 Wiesen der Biodiversitäts-Exploratorien zu bewerten. Im Einzelnen werden wir bewerten 1) wie die Intensität der Bodennutzung die Artenvielfalt, den Reichtum und 2) die Verbreitung von funktionellen Merkmalen ('Traits') beeinflusst, und 3) wie die Collembola-Gemeinschaften mit anderen Organismengruppen, insbesondere mit Pilze und Pflanzen des Graslandökosystems in Verbindung stehen. Diese Arbeit wird eine unschätzbare Ressource für die zukünftige Erforschung der Bodenfauna-Gemeinschaften in Westeuropa darstellen und neue Einblicke in die grundlegende Ökologie einer bisher wenig verstandenen Gruppe ermöglichen.
In Deutschland leben 56 etablierte Hundertfüßerarten. In die Gesamtartenliste wurden zwei Arten aufgenommen, die durch den Menschen eingeschleppt wurden und sich in Deutschland verbreiten konnten. Nicht berücksichtigt wurden Hundertfüßerarten, die bisher nur in Gewächshäusern gefunden wurden. Die Klasse der Hundertfüßer gehört mit den Doppelfüßern sowie Zwerg- und Wenigfüßern zu den Tausendfüßern. In der Umgangssprache bezieht sich der Begriff Tausendfüßer fälschlicherweise meist jedoch nur auf die Doppelfüßer. Dies hat seine Ursache darin, dass die charakteristischen Vertreter der Hundertfüßer weit weniger Beine als die der Doppelfüßer haben. Hundertfüßer sind schnelle, nachtaktive Räuber. Ihre Beutetiere sind meist kleinere Tiere mit einer relativ weichen Haut, wie beispielsweise Spinnen, Asseln, Springschwänze und Würmer. Nur eine einzige Art der bewerteten Hundertfüßer gilt als bestandsgefährdet. Das Ausmaß ihrer Gefährdung ist jedoch noch nicht ausreichend erforscht. Die Mehrzahl der Arten, also 70 %, ist aktuell ungefährdet. Weitere 22 % der Arten konnten aufgrund der unzureichenden Datenlage nicht in eine Rote-Liste-Kategorie eingestuft werden. Die restlichen 6 % gelten als extrem selten. Als Hauptgefährdungsursache für Hundertfüßer spielt der Lebensraumverlust eine Rolle, auch wenn sich dies aktuell noch nicht in den Daten widerspiegelt. Wie auch bei zahlreichen anderen Arten steht der Biotopschutz an erster Stelle, um die Bestände und Artenvielfalt der Hundertfüßer langfristig zu sichern. (Stand Juli 2014) Decker, P.; Voigtländer, K.; Spelda, J.; Reip, H.S. & Lindner, E.N. (2016): Rote Liste und Gesamtartenliste der Hundertfüßer (Myriapoda: Chilopoda) Deutschlands. – In: Gruttke, H.; Balzer, S.; Binot-Hafke, M.; Haupt, H.; Hofbauer, N.; Ludwig, G.; Matzke-Hajek, G. & Ries, M. (Red.): Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands, Band 4: Wirbellose Tiere (Teil 2). – Münster (Landwirtschaftsverlag). – Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (4): 327–346. Die aktuellen Rote-Liste-Daten sind auch als Download verfügbar.
In Deutschland kommen 122 etablierte Doppelfüßerarten und -unterarten vor. Durch den Menschen eingeschleppte Arten, die nur in warmen Gewächshäusern sowie an vereinzelten Orten entlang von Verkehrswegen gefunden wurden, sind nicht Teil der Gesamtartenliste der Doppelfüßer. Doppelfüßer, die sich durch zwei Beinpaare pro Körpersegment auszeichnen, gehören mit den Hundertfüßern sowie Zwerg- und Wenigfüßern zu den Tausendfüßern. Umgangssprachlich wird der Begriff Tausendfüßer fälschlicherweise nur für die Klasse der Doppelfüßer verwendet. Auch wenn es Arten gibt, die weit über hundert Beine haben, so gibt es in Deutschland keinen Tausendfüßer, der tatsächlich tausend Beine hat. Doppelfüßer sind Nützlinge und spielen eine wichtige Rolle im Naturhaushalt. Wie auch Regenwürmer, Asseln oder Springschwänze ernähren sie sich von abgestorbenen Pflanzenteilen. Solche Zersetzer werden in der Biologie „Destruenten“ genannt. Erfreulicherweise sind nur 3 % der bewerteten Doppelfüßerarten und -unterarten bestandsgefährdet. Die Mehrheit von 71 % gilt derzeit noch als ungefährdet. Weitere 21 % werden jedoch als extrem selten eingestuft. Den übrigen Arten kann aufgrund fehlender Daten keine Kategorie zugewiesen werden (5 %). Deutschland hat für 21 Doppelfüßerarten und -unterarten eine besondere Verantwortlichkeit. Die Erhaltung ihrer Lebensräume ist von großer Bedeutung. Kahlschläge sowie die Entnahme von Totholz sollten zum Schutz der waldbewohnenden Arten vermieden werden. Die Gefährdungsursachen für die bereits bestandsgefährdeten und alle im Offenland lebenden Arten sind bislang unbekannt. (Stand Juli 2014) Reip, H.S.; Spelda, J.; Voigtländer, K.; Decker, P. & Lindner, E.N. (2016): Rote Liste und Gesamtartenliste der Doppelfüßer (Myriapoda: Diplopoda) Deutschlands. – In: Gruttke, H.; Balzer, S.; Binot-Hafke, M.; Haupt, H.; Hofbauer, N.; Ludwig, G.; Matzke-Hajek, G. & Ries, M. (Red.): Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands, Band 4: Wirbellose Tiere (Teil 2). – Münster (Landwirtschaftsverlag). – Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (4): 301–324. Die aktuellen Rote-Liste-Daten sind auch als Download verfügbar.
Pestizide sind eine der Hauptursachen für den Verlust biologischer Vielfalt in der Agrarlandschaft. Dabei gehören Weinberge zu den am stärksten belasteten Agrarökosystemen - so werden in Deutschland auf nur 1 % der landwirtschaftlichen Fläche Wein angebaut, aber 33 % der Fungizide appliziert. Neben den Zielorganismen, pathogenen Pilzen, werden durch Fungizide jedoch auch Nützlinge wie bodenbewohnende Pilze, Springschwänze (Collembola) und Spinnen (Araneae) geschädigt. Diese Organismengruppen stellen einen bedeutenden Teil der funktionellen Biodiversität im Weinberg und erbringen wichtige Ökosystemleistungen, unter anderem in Nährstoffkreisläufen (saprobiontische Pilze, Collembola), Symbiose mit der Weinrebe (Arbuskuläre Mykorrhizapilze, AMF) oder natürliche Schädlingskontrolle (Araneae). Neben der biologischen Landwirtschaft ist der Anbau von Pilzwiderstandsfähigen Rebsorten (PIWI) ein vielversprechender Ansatz, die Ausbringung von Fungiziden im Weinbau um bis zu 90 % zu verringern. In PIWIDiv soll erstmals der Einfluss von reduziertem Pestizideinsatz im Vergleich zu traditionellen Sorten in konventionellem und biologischem Weinbau auf die Biodiversität von Nicht-Zielorganismen am und im Boden evaluiert werden. Dadurch möchte PIWIDiv zeigen, wie pilzwiderstandsfähige Sorten zu einer nachhaltigen Landwirtschaft beitragen können.
Ein Kompendium der Biodiversität (2016) Dieter Frank und Peer Schnitter (Hrsg.) Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt ISBN 978-3-942062-17-6 Bezug beim Verlag Natur und Text GmbH Nutzungsrechte der Dateien und Fotos: Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt Gesamtdatei "Pflanzen und Tiere in Sachsen-Anhalt" (PDF) Inhalt (PDF) "Allgemeiner Teil" (PDF) "Spezieller Teil" (als Einzeldateien) Algen (Cyanobacteria et Phycophyta) (PDF) Armleuchteralgen (Characeae) (PDF) Flechten (Lichenes) und flechtenbewohnende (lichenicole) Pilze (PDF) Moose (Anthocerotophyta, Marchantiophyta, Bryophyta) (PDF) Gefäßpflanzen (Tracheophyta: Lycopodiophytina, Pteridophytina, Spermatophytina) (PDF) Schleimpilze (Myxomycetes) (PDF) Großpilze (Ascomycota p..p., Basidiomycota p..p.) (PDF) Phytoparasitische Kleinpilze (Ascomycota p..p., Basidiomycota p..p., Blastocladiomycota p..p., Chytri-diomycota p..p., Oomycota p..p., Cercozoa p..p.) (PDF) Süßwassermedusen (Hydrozoa: Craspedacusta) (PDF) Rundmäuler (Cyclostomata) und Fische (Pisces) (PDF) Lurche (Amphibia) (PDF) Kriechtiere (Reptilia) (PDF) Vögel (Aves) (PDF) Säugetiere (Mammalia) (PDF) Egel (Hirudinea) (PDF) Regenwürmer (Lumbricidae) (PDF) Weichtiere (Mollusca) (PDF) Kiemenfüßer (Anostraca) und ausgewählter Gruppen der Blattfüßer (Phyllopoda) (PDF) Asseln (Isopoda) (PDF) Flohkrebse (Malacostraca: Amphipoda) (PDF) Zehnfüßige Krebse (Decapoda: Atyidae, Astacidae, Grapsidae) (PDF) Tausendfüßer (Myriapoda: Diplopoda, Chilopoda) (PDF) Weberknechte (Arachnida: Opiliones) (PDF) Webspinnen (Arachnida: Araneae) (PDF) Springschwänze (Collembola) (PDF) Eintagsfliegen (Ephemeroptera) (PDF) Libellen (Odonata) (PDF) Steinfliegen (Plecoptera) (PDF) Ohrwürmer (Dermaptera) (PDF) Fangschrecken (Mantodea) und Schaben (Blattoptera) (PDF) Heuschrecken (Orthoptera) (PDF) Zikaden (Auchenorrhyncha) (PDF) Wanzen (Heteroptera) (PDF) Netzflügler i. w. S. (Neuropterida) (PDF) Wasserbewohnende Käfer (Coleoptera aquatica) (PDF) Sandlaufkäfer und Laufkäfer (Coleoptera: Cicindelidae et Carabidae) (PDF) Nestkäfer (Coleoptera: Cholevidae) (PDF) Pelzflohkäfer (Coleoptera: Leptinidae) (PDF) Aaskäfer (Coleoptera: Silphidae) (PDF) Kurzflügler (Coleoptera: Staphylinidae) (PDF) Schröter (Coleoptera: Lucanidae) (PDF) Erdkäfer, Mistkäfer und Blatthornkäfer (Coleoptera: Scarabaeoidea: Trogidae, Geotrupidae, Scarabaeidae) (PDF) Prachtkäfer (Coleoptera: Buprestidae) (PDF) Weichkäfer (Coleoptera: Cantharoidea: Drilidae, Lampyridae, Lycidae, Omalisidae) (PDF) Buntkäfer (Coleoptera: Cleridae) (PDF) Zipfelkäfer (Coleoptera: Malachiidae), Wollhaarkäfer (Coleoptera: Melyridae) und Doppelzahnwollhaarkäfer (Coleoptera: Phloiophilidae) (PDF) Rindenglanzkäfer (Coleoptera: Monotomidae) (PDF) Glattkäfer (Coleoptera: Phalacridae) (PDF) Marienkäfer (Coleoptera: Coccinellidae) (PDF) Ölkäfer (Coleoptera: Meloidae) (PDF) Bockkäfer (Coleoptera: Cerambycidae) (PDF) Blattkäfer (Coleoptera: Megalopodidae, Orsodacnidae et Chrysomelidae excl. Bruchinae) (PDF) Breitmaulrüssler (Coleoptera: Anthribidae) (PDF) Rüsselkäfer (Coleoptera: Curculionoidae) (PDF) Wespen (Hymenoptera: Aculeata) (PDF) Bienen (Hymenoptera: Aculeata: Apiformes) (PDF) Köcherfliegen (Trichoptera) (PDF) Schmetterlinge (Lepidoptera) (PDF) Schnabelfliegen (Mecoptera) (PDF) Flöhe (Siphonaptera) (PDF) Stechmücken (Diptera: Culicidae) (PDF) Kriebelmücken (Diptera: Simuliidae) (PDF) Kammschnaken (Diptera: Tipulidae, Ctenophorinae) (PDF) Raubfliegen (Diptera: Asilidae) (PDF) Wollschweber (Diptera: Bombyliidae) (PDF) Langbeinfliegen (Diptera: Dolichopodidae) (PDF) Waffenfliegen (Diptera: Stratiomyidae) (PDF) Ibisfliegen (Diptera: Athericidae) (PDF) Bremsen (Diptera: Tabanidae) (PDF) Stinkfliegen (Diptera: Coenomyidae) (PDF) Schwebfliegen (Diptera: Syrphidae) (PDF) Dickkopffliegen (Diptera: Conopidae) (PDF) Stelzfliegen (Diptera: Micropezidae) (PDF) Uferfliegen (Diptera: Ephydridae) (PDF) Halmfliegen (Diptera: Chloropidae) (PDF) Raupenfliegen (Diptera: Tachinidae) (PDF) Fledermausfliegen (Diptera: Nycteribiidae) (PDF) Lausfliegen (Diptera: Hippoboscidae) (PDF) Letzte Aktualisierung: 24.11.2022
Berichte des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, Sonderheft 1/2008 (Teil 1 und 2), ISSN 1619-4071 Gesamtdateien: Arten- und Biotopschutzprogramm (ABSP) Saale-Unstrut-Triasland - Teil 1 (PDF) Arten- und Biotopschutzprogramm (ABSP) Saale-Unstrut-Triasland - Teil 2 (PDF) Einzeldateien: Teil 1 Titel (PDF) Inhaltsverzeichnis (PDF) Abkürzungsverzeichnis (PDF) Kapitel 1 Einführung (PDF) Kapitel 2 Landschaftraum (PDF) Kapitel 3 Lebensräume (PDF) Kapitel 4 Pflanzen und Tiere Datenlage und Dokumentationsstand Bedeutsame Arten und Artgruppen (PDF) Pilze, Flechten und Pflanzen Großpilze und Schleimpilze (Mycota et Myxomycetes) Flechten (Lichenes) Moose (Bryophyta) Farn- und Blütenpflanzen (Pteridophyta et Spermatophyta) (PDF) Tierarten Weichtiere (Gastropoda et Bivalvia) Asseln (Isopoda) Webspinnen (Araneae) Weberknechte (Opiliones) Doppelfüßler (Diplopoda) Hundertfüßer (Chilopoda) Springschwänze (Collembola) Eintagsfliegen (Ephemeroptera) Köcherfliegen (Trichoptera) Steinfliegen (Plecoptera) (PDF) Libellen (Odonata) Ohrwürmer (Dermaptera) Schaben (Blattoptera) Heuschrecken (Ensifera et Caelifera) Zikaden (Auchenorrhyncha) Wildbienen (Hymenoptera: Apidae) Laufkäfer (Coleoptera: Carabidae) Wasserkäfer (aquatische Coleoptera) Kurzflügler (Staphylinidae) (PDF) Bockkäfer (Coleoptera: Cerambycidea) Buntkäfer (Coleoptera: Cleridae) Prachtkäfer (Coleoptera: Buprestidae) Schröter (Coleoptera: Lucanidae) Rosenkäferartige (Coleoptera: Cetoniidae) Rüsselkäfer (Coleoptera: Curculionidae) Großschmetterlinge (Lepidoptera) Schwebfliegen (Diptera: Syrphidae) Fische und Rundmäuler (Osteichthyes et Cyclostomata) Lurche und Kriechtiere (Amphibia et Reptilia) Vögel (Aves) (PDF) Säugetiere außer Fledermäuse (Mammalia excl. Chiroptera) Fledermäuse (Mammalia: Chiroptera) Weitere Arten und Artgruppen (PDF) Teil 2 Titel (PDF) Kapitel 5 Leitbild und Bewertung (PDF) Kapitel 6 Nutzungen, Nutzungsansprüche und Konflikte (PDF) Kapitel 7 Ziele, Anforderungen und Maßnahmen (PDF) Kapitel 8 Bibliographie: Arten und Lebensräume im Landschaftsraum Saale-Unstrut-Triasland (PDF) Kapitel 9 Anhang Gesamtverzeichnis der im Landschaftsraum Saale-Unstrut-Triasland nachgewiesenen Pilze, Flechten, Pflanzen- und Tierarten (PDF) Farbtafeln Landschaft 1 (PDF) Landschaft 2 (PDF) Lebensräume und Pflanzen 1 (PDF) Lebensräume und Pflanzen 2 (PDF) Tiere 1 (PDF) Tiere 2 (PDF) Farbkarten Karte 1 (PDF) "Biotop- und Nutzungstypen" Karte 2 (PDF) "Landschaftsökologische Bewertung" Karte 3 (PDF) "Schutzgebiete" Karte 4 (PDF) "Ziele und Maßnahmen" Impressum (PDF) Informationen zu den Karten Letzte Aktualisierung: 11.07.2019
Berichte des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, 2004 - Heft 39, ISSN 0941-7281 Gesamtdatei der "Roten Liste 2004" (PDF) Einzeldateien: Innentitel (PDF) Inhalt und Vorwort (PDF) S. 3 Die Roten Listen des Landes Sachsen-Anhalt (PDF) S. 7 Biotoptypen (PDF) S. 20 Algen (PDF) S. 34 Flechten (PDF) S. 43 Flechtengesellschaften (PDF) S. 54 Moose (PDF) S. 58 Moosgesellschaften (PDF) S. 68 Großpilze (PDF) S 74 Farn- und Blütenpflanzen (PDF) S. 91 Farn- und Blütenpflanzengesellschaften (PDF) S. 111 Tafelteil (PDF) S. 123 Säugetiere (PDF) S. 132 Vögel (PDF) S. 138 Lurche und Kriechtiere (PDF) S. 144 Fische und Rundmäuler (PDF) S. 149 Weichtiere (PDF) S. 155 Egel (PDF) S. 161 Kiemenfüßer und ausgewählte Gruppen der Blattfüßer (PDF) S. 165 Asseln (PDF) S. 169 Flusskrebse (PDF) S. 171 Hundertfüßer (PDF) S. 175 Doppelfüßer (PDF) S. 178 Springschwänze (PDF) S. 181 Weberknechte (PDF) S. 183 Webspinnen (PDF) S. 190 Eintags- und Steinfliegen (PDF) S. 198 Köcherfliegen (PDF) S. 205 Libellen (PDF) S. 212 Schaben (PDF) S. 217 Ohrwürmer (PDF) S. 220 Heuschrecken (PDF) S. 223 Zikaden (PDF) S. 228 Wanzen (PDF) S. 237 Netzflügler i. w. S. (PDF) S. 249 Laufkäfer (PDF) S. 252 wasserbewohnende Käfer (PDF) S. 264 Kurzflügler (PDF) S. 272 Weichkäfer i. w. S. (PDF) S. 287 Buntkäfer (PDF) S. 291 Prachtkäfer (PDF) S. 294 Bockkäfer (PDF) S. 299 Schilfkäfer (PDF) S. 305 Marienkäfer (PDF) S. 308 Fellkäfer (PDF) S. 311 Nestkäfer (PDF) S. 313 Rindenglanz-, Glanz- und Feuerkäfer (PDF) S. 315 Schnellkäfer (PDF) S. 318 Mulm- und Holzglattkäfer (PDF) S. 323 Ölkäfer (PDF) S. 326 Schwarzkäfer (PDF) S. 331 Blatthornkäfer (PDF) S. 334 Schröter (PDF) S. 339 Breitmaulrüssler (PDF) S. 343 Rüsselkäfer (PDF) S. 345 Wildbienen (PDF) S. 356 Ameisen (PDF) S: 366 Grabwespen (PDF) S. 369 Wegwespen, Spinnenameisen, Keulen-, Dolch- und Rollwespen (PDF) S. 376 Pflanzenwespen (PDF) S. 382 Schnabelfliegen (PDF) S. 387 Schmetterlinge (PDF) S. 388 Schwebfliege (PDF) S. 403 Langbeinfliegen (PDF) S. 410 Dickkopffliegen (PDF) S. 417 Halmfliegen (PDF) S. 420 Raupenfliegen (PDF) S. 423 Kriebelmücke (PDF) S. 426 Impressum (PDF) S. 429 Umschlag (PDF) Letzte Aktualisierung: 11.07.2019
Sehr klein, sehr flink und weit verbreitet. Springschwänze (Collembolen) kommen in vielen unterschiedlichen Lebensräumen auf der ganzen Welt vor. In Baden-Württemberg wurden bislang 280 Collembolenarten nachgewiesen. Ein Nachweis ist dabei gar nicht so einfach, denn die Tiere sind nur wenige Millimeter groß und nicht einfach zu unterscheiden. Für den Boden spielen sie trotz ihrer kleinen Größe eine wichtige Rolle. Collembolen ernähren sich größtenteils von abgestorbenem Pflanzenmaterial und Pilzen. Durch den Abbau ihrer Nahrung tragen sie wesentlich zur Humusbildung bei. Auch als Anzeiger für den Zustand der Natur eignen sie sich. Bilder zeigen: Die Dauerbeobachtungsstelle der LUBW im Hardtwald bei Karlsruhe. Hier werden die Bodenproben mit einem Probensammler entnommen und in einem Protokoll vermerkt. Bildnachweis: Simone Zehnder/LUBW Seit 1986 nimmt die LUBW Proben an verschiedenen Waldstandorten in Baden-Württemberg um Umweltveränderungen langfristig zu verfolgen. Frühere Auswertungen waren dabei größtenteils auf die Folgen von saurem Regen auf den Boden fokussiert. Im Kontext der Klimaerwärmung und zunehmender Nährstoffeinträge (zum Beispiel durch Düngung) sind die Auswertungen über einen solch langen Zeitraum wertvoll. Bilder zeigen: Die sechs mit dem Probensammler entnommenen Bodenproben werden in spezielle PVC-Behälter gefüllt. Bildnachweis: Simone Zehnder/LUBW Alle zwei bis fünf Jahre fahren Mitarbeitende der LUBW an die 21 Dauerbeobachtungsstellen an verschiedenen Orten in Baden-Württemberg. Die Proben werden mindestens in drei Metern Entfernung zum nächsten Baum genommen. Dafür wird mittels eines selbstgebauten Probensammlers ein Stückchen des Bodens herausgestochen. Die Bodenprobe wird dann mit einem Spatel in kleine PVC-Behälter abgefüllt. In einem Protokoll werden Datum, Bodentemperatur und Nummer der Dauerbeobachtungsstelle verzeichnet. Die sechs Proben der Stelle im Hardtwald bei Karlsruhe erhalten zudem jeweils eine Nummer, mit der sie im Labor direkt zugeordnet werden können. Mit bloßem Auge sind die winzigen Collembolen in den Bodenproben nicht erkennbar. Wenn die Proben aller Dauerbeobachtungsstellen im Labor der LUBW angekommen sind, werden diese dort weiterbearbeitet. Die Proben werden in eine Extraktionsapparatur eingebaut. Im oberen Bereich des Extraktors wird in einem Zeitraum von einer Woche die Temperatur schrittweise bis auf 50 °C erhöht, im unteren Bereich wird die Temperatur bei 10-25 °C gehalten. Die Collembolen wandern durch die Probe nach unten um der Hitze und dem trockenen Boden zu entgehen. Am Boden des Probengefäßes (graue Dosen) befindet sich ein Netz, durch welches die Tiere in das Auffanggefäß (weiße Becher) mit Ethylenglycol und einigen Tropfen Spülmittel fallen. Bilder zeigen: Die Probenbecher werden in eine Extraktionsapparatur eingebaut. Bildnachweis: Simone Zehnder/LUBW Zunächst werden in die Becher jeweils 100 ml 96-prozentiges Ethanol zugegeben. Mit dem Sauger wird die Flüssigkeit entfernt. Der Rückstand im Becher wird dann mit einer Mischung aus Ethanol und Propylenglycol in Gläser überführt. Bilder zeigen: Bild 1: Zugabe von 100ml Ethanol, Bild 2: Abspülen des Saugers nach dem Absaugen der Flüssigkeit im Auffanggefäß, Bild 3: Überführen der Probe mit Ethanol/Propylenglycolgemisch in ein Glas, Bild 4: fertig konservierte Probe im Glas. Bildnachweis: Simone Zehnder/LUBW Springschwänze mögen Feuchtigkeit und kühleren Boden. Sie reagieren empfindlich auf Umweltveränderungen und kommen dort, wo sie ideale Lebensbedingungen finden, in Massen vor. Eine Verschiebung der Artenzusammensetzung zeigt eine Veränderung der Umweltbedingungen an. Das kann wiederrum Auswirkungen auf andere Organismen, das Pflanzenwachstum oder den Kohlenstoffeinbau in den Boden haben. Mit dem Wissen über die Funktionen der unterschiedlichen Collembolenarten in Böden, können mögliche Veränderungen von im Boden ablaufenden Prozessen beobachtet und dokumentiert werden. Bild zeigt: Collembolen unter dem Mikroskop. Die Arten können sich optisch sehr stark voneinander unterscheiden. Bildnachweis: Ulrich Burkhardt, SGN/Soil Organism Research Wie werden die Collembolen-Proben jetzt weiter untersucht? Das erfahren Sie im zweiten Teil dieses Beitrags, der demnächst erscheinen wird: „Unterwegs mit der LUBW: Vom Bestimmungsbuch zur genetische Sequenzdatenbank“
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 18 |
| Land | 13 |
| Weitere | 4 |
| Wissenschaft | 8 |
| Type | Count |
|---|---|
| Daten und Messstellen | 1 |
| Ereignis | 2 |
| Förderprogramm | 13 |
| Text | 11 |
| unbekannt | 8 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 19 |
| Offen | 16 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 34 |
| Englisch | 9 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 1 |
| Datei | 2 |
| Dokument | 12 |
| Keine | 7 |
| Unbekannt | 2 |
| Webseite | 15 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 35 |
| Lebewesen und Lebensräume | 35 |
| Luft | 18 |
| Mensch und Umwelt | 35 |
| Wasser | 17 |
| Weitere | 32 |