Rohabwasser fungierte zunehmend als Informationsquelle, beispielsweise für Pathogene im Rahmen von Survillance-Studien, Mikroverunreinigungen durch Arzneimittelmissbrauch oder Drogen. Dabei eignet es sich als Medium zur einfachen und schnellen Bestimmung von Spurenstoffen und Mikroverunreinigungen. Es ermöglicht eine umfassende Analyse der Situation in der Bevölkerung. Allerdings unterliegen diese Konzentrationsschwankungen von Wettereinflüssen und müssen auf die angeschlossene Einwohnerzahl zurückgerechnet werden (Normalisierung). Im Fokus dieses Projekts steht nicht die Reinigungsleistung der Kläranlagen, sondern die Messung der Spurenstoffe im Rohabwasser. Im Rahmen des Forschungsprojekts werden verschiedene Methoden entwickelt, um die Abwasserfracht zu normalisieren und hinsichtlich ihrer Aussagekraft als Spurenstoffkonzentration zu untersuchen. Dies dient auch der Umsetzung der kommunalen Abwasserrichtlinie.