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WMS Stadterneuerung Stadt Bremen

Die Stadtgemeinde Bremen fördert seit 50 Jahren die Sanierung und Entwicklung von Stadtteilen und Quartieren. Während es in den 70er Jahren lediglich ein einziges von Bund, Ländern und Kommunen finanziertes Städtebauförderungsprogramm gab, sind es aktuell drei Bund- / Länder-Programme, ein europäisches Programm sowie ein kommunales Programm. Diese Programme fördern Maßnahmen der städtebaulichen Erneuerung, des sozialen Zusammenhaltes und der wirtschaftlichen Entwicklung. In der Stadtgemeinde Bremen gibt es derzeit 16 Fördergebiete, in denen die Programme in unterschiedlicher Zusammensetzung eingesetzt werden. Grundlage für eine Förderung ist eine Gebietsfestsetzung nach dem Baugesetzbuch (BauGB). Hier gibt es in Bremen aktuell folgende Gebiete: Vorbereitendes Untersuchungsgebiet nach § 141 BauGB Sanierungsgebiet nach § 142 BauGB Stadtumbaugebiet nach § 171b BauGB Gebiet der Soziale Stadt nach § 171e BauGB

Integrierte Stadtteilentwicklung - RISE - Fördergebiete in Hamburg

Die Karte zeigt die Fördergebiete des Hamburger Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE). RISE bildet das programmatische Dach der Städtebauförderung auf der Landesebene. Es umfasst die Gebiete der Bund-Länder-Städtebauförderung in den Programmbereichen Soziale Stadt, Stadtumbau, Aktive Stadt- und Ortsteilzentren, Städtebaulicher Denkmalschutz und Zukunft Stadtgrün sowie Sanierungsgebiete. Seit 2020 gibt es eine neue Programmstruktur mit nur noch drei Programmen: Lebendige Zentren, Sozialer Zusammenhalt sowie Wachstum und nachhaltige Erneuerung. Weitere Informationen: <a href="http://www.hamburg.de/rise" target="_blank">www.hamburg.de/rise</a>

Forschungsprogramm Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt), Klimaresilienter Stadtumbau

In der kommunalen Planungspraxis des Städtebauförderungsprogramms Stadtumbau spielen die Ansätze zur Klimaanpassung oft eine untergeordnete Rolle, obwohl es inzwischen eine Vielzahl von Erkenntnissen und guten Beispielen zu geeigneten Maßnahmen in der räumlichen Planung gibt. Warum ist das so? Was steht der Planung und Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen im Weg? Was sind Gelingensbedingungen für eine klimaresiliente Stadtentwicklung und wie lassen sie sich schaffen? Das bundesweite Forschungsvorhaben 'Klimaresilienter Stadtumbau' geht diesen Fragen im Kontext des Programms Stadtumbau nach. Es befasst sich dabei insbesondere mit Planungs-, Kooperations- und Kommunikationsprozessen. Ausgangslage: Im 2016 abgeschlossenen Projekt 'Klimaresilienter Stadtumbau' untersuchte ein Forschungsteam die Ergebnisse aus dem Programm StadtklimaExWoSt in Bezug auf das Städtebauförderprogramm Stadtumbau. Ein wesentlicher Befund dabei ist, dass die Qualität der kommunalen Planungsprozesse und die gute Zusammenarbeit von verschiedenen Fachämtern entscheidende Faktoren für das Gelingen der Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen sind. Gleichzeitig bringen die dafür notwendigen Abstimmungsprozesse für eine integrierte Planung die Kommunen häufig aber auch an ihre Belastungsgrenzen. Das Forschungsvorhaben untersucht daher Möglichkeiten, das Thema Klimaanpassung frühzeitig in ein adäquates Ziel- und Maßnahmensystem und ein konsequentes Projektmanagement im Stadtumbau zu integrieren. Besonderes Augenmerk gilt dabei der planerischen Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene. Das Forschungsvorhaben trifft auf einen günstigen Zeitpunkt in der Umsetzung des Städtebauförderprogramms Stadtumbau. Die beiden Programme Stadtumbau Ost und Stadtumbau West als wichtige und erfolgreiche Instrumente der Städtebauförderung in Ländern und Kommunen wurden zu einem gemeinsamen Programm Stadtumbau zusammengeführt. Der Stadtumbau hat sich als 'lernendes Programm' erfolgreich im Umgang mit neuen Herausforderungen bewiesen. Vielerorts hat der Stadtumbau die Basis für zukunftsfähige Stadtentwicklungen gelegt. Der Klimawandel und die Anpassung an seine Folgen sind solche Herausforderungen, die Städte und Gemeinden in unterschiedlichen Bereichen wie zum Beispiel durch Starkregen, Hochwasser und Hitzetage treffen. Ziel: Das Projektteam untersucht, wie sich die Voraussetzungen für einen klimaresilienten Stadtumbau optimieren lassen. Insbesondere analysiert es dabei Planungs-, Kooperations- und Kommunikationsprozesse und eruiert Verbesserungsmöglichkeiten hinsichtlich einer frühzeitigen und effektiven Eingliederung in das Zielsystem des Stadtumbaus. Das Projektteam bereitet die Ergebnisse praxisnah entlang der Planungsabläufe im Stadtumbau auf. Sie münden in einer webbasierten Arbeits- und Kommunikationshilfe mit Empfehlungen für die kommunale Praxis. Räumlich liegt der Fokus auf Stadtumbaugebiete mit historischen und/oder stark verdichteten Quartieren.

Städtebauliche Erhaltungsverordnungen Hamburg

Städtebauliche Erhaltungsverordnungen nach §172 Abs.1 Satz 1 Nr. 1 BauGB. Die Daten werden nach dem Standard XPlanung erstellt und bei Bedarf fortgeführt. Soziale Erhaltungsverordnungen nach §172 Abs.1 Satz 1 Nr. 2 BauGB werden als Datensatz vom Amt für Wohnen, Stadterneuerung und Bodenordnung herausgegeben.

WMS Integrierte Stadtteilentwicklung - RISE - Fördergebiete in Hamburg

Dieser WMS (WebMapService) stellt die Fördergebiete des Hamburger Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) dar. Zur genaueren Beschreibung der Daten und Datenverantwortung nutzen Sie bitte den Verweis zur Datensatzbeschreibung.

Sanierungsgebiete Saarland - Sanierungsgebiete

ALKIS - Flaechenhafte Beschreibung der Sanierungsgebiete:Als Sanierungsgebiet gilt in Deutschland ein fest umrissenes Gebiet, in dem eine Gemeinde (Städte, Gemeinden, auch Dörfer) eine „Städtebauliche Sanierungsmaßnahme“ durchführt. Eine Städtebauliche Sanierungsmaßnahme § 136 Abs. 1 BauGB wird in einem Sanierungsgebiet durchgeführt, um städtebauliche Missstände oder funktionelle Schwächen zu beheben, wesentlich zu verbessern oder umzugestalten.

Sanierungsgebiete Stadt Bremen

Eine städtebauliche Sanierungsmaßnahme ist ein Instrument des besonderen Städtebaurechts und dienen der Behebung städtebaulicher Misstände. Zu den Sanierungsgebieten der Stadt Bremen zählen derzeit: Huckelriede Hemelingen Zu den ehemaligen Sanierungsgebieten der Stadt Bremen gehören: Gröpelingen Hohentor / Alte Neustadt

Sanierungsgebiete Stadt Bremen - Downloaddienst

Dieser Downloaddienst stellt Daten zum INSPIRE-Thema Bodennutzung in der Freien Hansestadt Bremen (FHB) bereit. Eine städtebauliche Sanierungsmaßnahme ist ein Instrument des besonderen Städtebaurechts und dienen der Behebung städtebaulicher Misstände. Zu den Sanierungsgebieten der Stadt Bremen zählen derzeit: Huckelriede Hemelingen Zu den ehemaligen Sanierungsgebieten der Stadt Bremen gehören: Gröpelingen Hohentor / Alte Neustadt

Gebäudealter der Wohnbebauung 2016

Die Karte bietet einen räumlichen und quantitativen Überblick über das Baugeschehen der dargestellten Jahrzehnte im Bereich des Wohnungsbaues. Sowohl die Ausdehnung der Stadt zu Beginn des letzten Jahrhunderts als auch die Gebiete umfangreicheren Wohnungsbaus seit der Wiedervereinigung sowie in den letzten Jahren (Dekaden ab 1991) lassen sich deutlich voneinander trennen. Durch den räumlichen Bezug auf die Blöcke und Blockteilflächen und die Darstellung der überwiegenden Baualtersklasse findet naturgemäß eine Generalisierung statt, der bei der Betrachtung eng begrenzter Ausschnitte, wie etwa demjenigen eines einzelnen Blockes, dessen mögliche „Feinstrukturen“ verdeckt. Dies soll an einem Beispiel durch den Vergleich der bereits erwähnten Erfassung durch Aust 1994 mit der vorliegenden Karte im Bereich nördlich des Kottbusser Tores verdeutlicht werden (vgl. Abb. 1). Ungeachtet der Tatsache, dass die gebäudebezogene Darstellung auch mögliche Nichtwohngebäude umfasst und damit nicht 1:1 mit dem in dieser Umweltatlaskarte erfassten Bestand übereinstimmt, entsprechen sich beide Darstellungen im Hinblick auf das überwiegende Baualter der Gebäude im Beispielsblock. Die Sachdaten zur Blockkarte erlauben darüber hinaus eine Beurteilung der weiteren im Block existierenden Bau-Dekaden sowie des Baujahres des ältesten und jüngsten Wohngebäudes. Die Darstellung der Verteilung dieser Gebäude innerhalb des Blockes ist jedoch nicht möglich, da eine adressscharfe Zuordnung aus Datenschutzgründen entfallen muss. Beim Vergleich der Dekaden untereinander (vgl. Abb. 2) muss immer beachtet werden, dass es in diesem thematischen Zusammenhang nur um die Anzahl der Gebäude geht; Angaben zu Nutzflächen, errichteten Wohnungen, die Unterscheidung zwischen Ein- und Mehrfamilienhäusern sind auch unter Zuhilfenahme der Merkmalsausprägungen „Freistehendes Haus“, Doppelhaushälfte“ etc. nicht möglich. Daher werden über die Sachdatenanzeige im Geoportal zusätzlich Angaben über die Stadtstruktur abrufbar gemacht, die den Erfassungsstand von 2010 widergeben . Somit sind Angaben zu Flächentypen, die grün- oder freiflächenbezogene Nutzungen repräsentieren (etwa: Typ 57 „Brachfläche“ oder Typ 37 „Kleingartenanlage“) ein Hinweis darauf, dass diese Flächen zwischenzeitlich mit den in der Karte erfassten Gebäuden bebaut wurden und somit eine Nutzungsänderung erfahren haben. Im Vergleich der Dekaden gemessen an ihrem Anteil an der Gesamtzahl der errichteten Wohngebäude weist kein Jahrzehnt einen deutlich hervortretenden Anteil auf (vgl. Abb. 2). Die beiden Dekaden zwischen 1921-1940 sowie die beiden Dekaden zwischen 1981-2000 heben sich mit jeweils mehr als 10 % Anteil leicht heraus und sollen nachfolgend etwas ausführlicher beschrieben werden. Baualtersklassen 1921-1940 Mit der Bildung von „Groß-Berlin“ im Jahre 1920 wurde die Zusammenfassung Berlins mit 7 anderen Städten, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirken umgesetzt. Die Einwohnerzahl verdoppelte sich damit von 1,9 Millionen auf 3,8 Millionen Einwohner (SenStadtUm 1994). Berlin erlebte angesichts einer massiven Wohnungsnot eine umfangreiche Wohnungsbautätigkeit, die auch die sechs heute zum UNESCO-Welterbe gehörenden Siedlungsformen der „Berliner Moderne“ entstehen ließ (z.B. die Hufeisensiedlung in Britz und die Großsiedlung Siemensstadt). Abbildung 3 verdeutlicht die Anzahl und räumliche Verteilung der Blöcke und Teilblöcke, die in diesem Zeitraum vom Wohnungsbau geprägt wurden. Während die eigentliche Innenstadt, das heißt sowohl das Gebiet innerhalb der ehemaligen Zollmauer als auch der sogenannte „Wilhelminische Ring“ zwischen ehemaliger Zollmauer und Ringbahn bereits in den Jahrzehnten zuvor bebaut worden war, konzentrierte sich der Wohnungsbau jetzt auf angrenzenden Flächen der neu zu Berlin eingegliederten Gebiete. Der Stadtrand blieb bis auf Ausnahmen, z.B. die Gartenstadt Frohnau, noch weitgehend unbebaut. Baualtersklassen 1981-2000 Die Bauphase der 80er Jahre bis zum Fall der Mauer ist im ehemaligen Westteil der Stadt durch eine stärkere Berücksichtigung des Bestandes gekennzeichnet, der im innerstädtischen Bereich die Phase der Flächensanierungen ablöste. Als großes, vor allen Dingen in Kreuzberg wirkendes Demonstrationsobjekt wurde 1979 die Internationale Bauausstellung (IBA) gegründet. Das Wirken ihres zweiten Ansatzes der „behutsamen Stadtsanierung“ im Bestand kann sich in dieser Karte nicht räumlich wiederfinden, da in diesen Fällen ja kein Neubau, sondern eine Renovierung bestehender Gebäude stattfand. Die Ergebnisse des IBA-Teils „Neubau“ werden etwa an der Fläche „Am Tegeler Hafen“ in Reinickendorf sowie vor allem in Kreuzberg in Blöcken der Südlichen Friedrichstadt deutlich (vgl. Abb. 4). Insgesamt verschiebt sich der größere Teil des Baugeschehens im Wohnungsbau in Form neuer Siedlungen immer weiter in Richtung Stadtrand; im Ostteil der Stadt prägend sind besonders die Großwohnsiedlungen Marzahn und Hellersdorf, die in den 70er und 80er Jahren in mehreren Stufen errichtet wurden. Die West-Berliner Pendants „Märkisches Viertel“ und „Gropiusstadt“ wurden bereits in den vorangegangenen Jahrzehnten bis etwa zur Mitte der 70er Jahre vollendet. In der Zeit nach der Wende verlagert sich das großflächige Wohnungsbaugeschehen weiter auf bislang unbebaute Freiflächen im ehemaligen Ostteil der Stadt, so nach Karow / Blankenburg / Französisch Buchholz, wo neue Siedlungen in Form niedriger Einfamilien- oder Doppelhaus-Wohnbebauung mit Hausgärten entstanden. Nachverdichtungen durch Neubauten nach Grundstücksteilungen setzten neben Baulückenschließungen in größerem Stil in Gebieten mit freistehenden Einfamilienhäusern auf großen Grundstücken ein, Schwerpunkte bildeten die Ortsteile Biesdorf / Kaulsdorf / Mahlsdorf. Baualtersklassen 1911-1920 und 1931-1940 Die deutlich geringsten Werte weisen die Jahrzehnte 1911-1920 bzw. 1941-1950 auf, hier wirkten sich vor allem die beiden Weltkriege auf das verminderte Baugeschehen aus (vgl. Abb. 2). So wurde zum Beispiel die Gartenstadt Frohnau bereits am 7. Mai 1910 eingeweiht, in der kurzen Zeit bis zum Ausbruch des I. Weltkrieges wurden aber nur wenige Häuser errichtet. Der größte Teil wurde erst zwischen den beiden Weltkriegen bebaut. Die Wiederaufbauprogramme in West- und Ost-Berlin nach dem II. Weltkrieg setzten erst in den 50er Jahren ein, nachdem sowohl in West-Berlin mit dem Marshallplan als auch in der DDR mit dem Aufbaugesetz die notwendigen Voraussetzungen geschaffen wurden. Bezirksbezogene Verteilung der Baualtersklassen Die sich verändernde verwaltungsmäßige Gliederung Berlins auf der Ebene der Stadtbezirke hängt eng mit der Gründung Groß-Berlins 1920 und den in den kommenden Jahrzehnten einwirkenden politischen Entwicklungen und Veränderungen zusammen. Bis zur Bezirksgebietsreform 2001 gliederten sich die 23 Bezirke in solche, die die Kernstadt repräsentierten (Mitte, Tiergarten, Wedding, Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Kreuzberg) und diejenigen, die sich zum Teil bis an die Stadtgrenze ausdehnten. Abbildung 5 verdeutlicht diesen Raumbezug, der in großen Teilen auch mit der baulichen Entwicklung der Stadt korrespondiert. Mit der Gebietsreform 2001 und der Bildung der zwölf Groß-Bezirke mit zum Teil knapp 400.000 Einwohnern verlor dieser Bezug zur Stadtentwicklung bis auf den Bezirk Mitte an Deutlichkeit, da nun fast alle weiteren Bezirke sowohl innerstädtische als auch Stadtrandgebiete umfassen. Für die Auswertung der Verteilung der Baualtersklassen auf die Bezirke wurde daher auf die Gebietsgliederung vor der Zusammenlegung zurückgegriffen (vgl. Abb. 6). Es lässt sich ein deutlicher Zusammenhang der Lage des Bezirks innerhalb des Stadtgebietes mit der bezirksbezogenen Verteilung der Baualtersklassen feststellen: Die Kernstadt-Bezirke weisen einen hohen Anteil an Altbausubstanz im Wohnungsbau (Baufertigstellung bis 1920) auf (z.B. Mitte 48,2 %, Tiergarten 54,1 %, Kreuzberg 65,7 %). Die Bauphase des Wiederaufbaus (1951-1960) nimmt aufgrund der großen Kriegszerstörungen in den Innenstadtbezirken einen relevanten Anteil von durchschnittlich 10 % ein. In der Tendenz verschiebt sich in den nachfolgenden Jahrzehnten das Neubaugeschehen im Wohnungsbau angesichts der zunehmenden Flächenknappheit im Innenstadtbereich immer weiter an den Stadtrand. Vorwiegend auf vorher landwirtschaftlich genutzten Rieselfeldflächen wurden im Ostteil der Stadt die Großsiedlungen Marzahn (ab 1977 (BA Marzahn-Hellersdorf o.J.)) und Hellersdorf ab 1981 (vgl. hier ) errichtet. Der Umfang dieser und späterer Baumaßnahmen am Gesamtgebäudebestand der beiden Bezirke wird anhand der Anteile der Baualtersklassen (1981 ff) deutlich: in Hellersdorf wurden 67,4 % und in Marzahn 63,8 % des Bestandes nach 1981 errichtet (vgl. auch Abb. 4). Der Einfluss der westlichen Großsiedlungen innerhalb ihres bezirklichen Gebäudebestandes war zu ihrem Entstehungszeitraum ähnlich bedeutend: in Reinickendorf macht die Bauperiode der Großsiedlung ‚Märkisches Viertel‘ (1961-1980) etwa 25,5 %, in Neukölln diejenige der Gropiusstadt im selben Zeitraum vergleichbare 28,3 % aus. Jedoch liegt hier das Baugeschehen im Wohnungsbau in den Jahren nach der Wiedervereinigung wesentlich niedriger als in den Bezirken im ehemaligen Ostteil der Stadt. Zur Verteilungsdarstellung wurde hier die Gliederung Berlins vor der Gebietsreform genutzt, da die damalige Bezirksstruktur räumlich deutlicher nach Kernstadt und äußerer Stadt unterscheidet und sich daher für eine städtebauliche Betrachtung besser eignet. Zum 01.01.2001 wurden die seit 1990 bestehenden 23 Stadtbezirke zu 12 Bezirken zusammengelegt.

Forschungsprogramm Stadtverkehr (FoPS), Anpassung von verkehrlichen Infrastrukturen aufgrund des Stadtumbaus

Stadtumbauprozesse wirken sich durch Veränderung der Stadtstrukturen auch auf die Nachfrage im Verkehrsbereich aus. Bezogen auf Stadt- und Straßenbahnen ergeben sich daraus Fragen der Effizienz. Im Projekt sollen Strategien entwickelt werden, die hinsichtlich der schienengebundenen ÖPNV-Systeme zu tragfähigen Entscheidungen führen und dabei alle Handlungsoptionen von Rückbau bis Umbau oder Ergänzung einbeziehen. Grundlagen sind dabei neben wirtschaftlichen Faktoren auch die Entwicklungsziele der Stadt, Umweltfragen sowie 'weiche' Standortfaktoren. Hintergrund und Anlass: Hintergrund des Projektes ist der demografische Wandel sowie der von Bevölkerungsrückgang und Wanderungsbewegungen ausgelöste oder beschleunigte Strukturwandel in den Städten. Auf diesen Strukturwandel wurde in der Vergangenheit in ganz Deutschland mit dem Instrument des gebietsbezogenen Stadtumbaus reagiert. Stadtumbauprozesse führen aber stets auch zu Anpassungserfordernissen bezüglich Planung, Finanzierung sowie Organisation und Betrieb der verkehrlichen Infrastruktur. In diesem Projekt soll besonders der Bereich von Stadt- und Straßenbahnen infrastrukturseitig beleuchtet werden. Hier müssen Unterhalts- oder Rückbaukosten auf verschiedenen Ebenen mit Standort- und Attraktivitätsvorteilen abgewogen werden. Dabei ist stets auch den Anforderungen an Lärm-, Emissions- und Klimaschutz sowie Energieeffizienz Rechnung zu tragen. Dies erfordert eine frühzeitige Verzahnung und Integration der verkehrlichen Prozesse mit dem Stadtumbau, um dauerhaften Fehlentwicklungen hinsichtlich der perspektivischen Tragfähigkeit der Straßenbahnsysteme vorzubeugen. Auch die Rückkopplungswirkungen der Infrastrukturentwicklung auf stadtstrukturelle Prozesse gilt es dabei im Auge zu behalten.

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