Kauf und Ausbringung von 30 Niströhren für den Steinkauz und mehreren Steinriegeln zur Förderung von Reptilien im Bereich des Eisenbolz bei Boppard.
Bebauungspläne und Umringe der Gemeinde Schmelz (Saarland), Ortsteil Hüttersdorf:Bebauungsplan "In der Steinkaul, Steinkauler Weg" der Gemeinde Schmelz, Ortsteil Hüttersdorf
Das Biosphärenreservat Bliesgau liegt in der südöstlichsten Ecke des Saarlandes, an der Grenze zu Frankreich und Rheinland-Pfalz. Die sanfthügelige Landschaft ist geprägt durch ausgedehnte Streuobstwiesen, wertvolle Buchenwälder, artenreiche Trockenrasen und eine eindrucksvolle Auenlandschaft, die von dem namensgebenden Fluss, der Blies, durchzogen wird. Der Norden des Bliesgaus ist städtisches Einzugsgebiet - mit einer Bevölkerungsdichte über dem Bundesdurchschnitt ist der Bliesgau im Vergleich zu den anderen deutschen Biosphärenreservaten ohnehin eher städtisch geprägt. Die Stadt-Land-Beziehung mit all ihren Facetten, Einflüssen und Veränderungen ist deshalb einer der Schwerpunkte in der wissenschaftlichen Forschung im Biosphärenreservat. Eine Besonderheit der Region ist die Vielfalt der Landschaft: verschiedene Lebensräume greifen auf engem Raum ineinander und sind ein Zuhause für viele seltene Tier- und Pflanzenarten. So beherbergt der Bliesgau etwa 80 Prozent des saarländischen Vorkommens des vom Aussterben bedrohten Steinkauzes. Bemerkenswert sind auch die großen und stabilen Populationen des Goldenen Scheckenfalters und die ausgedehnten Kalkhalbtrockenrasen, auf denen man nahezu die Hälfte der in Deutschland vorkommenden Orchideenarten bewundern kann. In der wildromantischen Bliesaue findet der aufmerksame Besucher auch die Spuren der Biber, die seit 1999 hier wieder heimisch sind.
Dr. Hans-Jürgen Mohr aus Boppard hat sich in herausragender Weise um das soziale, kulturelle und politische Leben seiner Heimat verdient gemacht und wurde nun dafür ausgezeichnet. In einer Feierstunde händigte ihm Wolfgang Treis, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, im Namen des Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz aus. Dr. Hans-Jürgen Mohr, gebürtig aus Boppard, ist seit den 1970er Jahren in vielfältigen Funktionen kommunalpolitisch aktiv. Bereits 1975 trat er in die CDU ein, war Vorsitzender der Jungen Union und ist seit 1979 Mitglied des Ortsbeirats Boppard. Ab 1984 prägte er zwei Jahrzehnte lang als Ortsvorsteher die Entwicklung seiner Heimatstadt und setzte sich dabei stets für die Belange der Bürgerinnen und Bürger ein. Im Jahr 2004 gründete Dr. Hans-Jürgen Mohr die Bürgerbewegung „Bürger für Boppard e. V.“, die heute als zweitstärkste Fraktion mit acht Mandaten im Stadtrat vertreten ist. Auf Kreisebene war er von 2009 bis 2024 als Mitglied des Kreistages Rhein-Hunsrück aktiv, unter anderem als stellvertretender Vorsitzender der Kreistagsfraktion Freie Wähler und als Mitglied im Ehrenamtsausschuss. Bereits zuvor brachte er sich ehrenamtlich im Kreisrechtsausschuss und im Ruanda Komitee ein. Unter seiner Führung engagiert sich der Verein „Bürger für Boppard e. V.“ nicht nur politisch, sondern auch gesellschaftlich – etwa durch die Organisation von Kinderferienprogrammen, die Unterstützung sozialer Projekte und die Mitwirkung bei kulturellen Veranstaltungen wie dem Karnevalsumzug oder den Köhlertagen. Ein besonderes Augenmerk legt Dr. Hans-Jürgen Mohr auf den Natur- und Artenschutz. So initiierte er das Projekt „Steinkauz für Boppard“, bei dem gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr spezielle Niströhren installiert wurden, um den bedrohten Steinkauz in der Region zu schützen. Weitere Maßnahmen und Informationsangebote zum Thema Biodiversität sind bereits in Planung. Mit über 30 Mitgliedschaften ist Dr. Hans-Jürgen Mohr eine treibende Kraft in zahlreichen Vereinen, Nachbarschaften und Freundeskreisen. Seine Unterstützung reicht von Schützenvereinen über Karnevalsvereine bis hin zu Partnerschaftsinitiativen mit Boppards Partnerstädten. Im vergangenen Jahr wurde er zudem zum Schützenkönig gekrönt. Daneben ist er als Facharzt für Chirurgie bekannt, der sich weit über seine beruflichen Verpflichtungen hinaus für das Wohl der Menschen einsetzt, beispielsweise für geflüchtete Menschen in Boppard – sei es durch medizinische Hilfe oder soziale Unterstützung. In seiner Laudatio würdigte SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis das außergewöhnliche Engagement von Dr. Hans-Jürgen Mohr, das sich über viele Bereiche erstrecke und ihn zu einem Vorbild für alle Bürgerinnen und Bürger mache. Bei dem Festakt im Dienstgebäude der SGD Nord waren Familie, Freunde sowie politische Vertreterinnen und Vertreter anwesend. Die Anregung, ihn mit der Landesverdienstmedaille auszuzeichnen, geht auf den Bopparder Bürgermeister Jörg Haseneier zurück, der ebenfalls an der Ehrung teilnahm.
Bebauungspläne und Umringe der Gemeinde Marpingen Ortsteil Marpingen (Saarland):Bebauungsplan "Ober der Steinkaul" der Gemeinde Marpingen, Ortsteil Marpingen
Der INSPIRE Dienst Verteilung der Vogel-Arten (S) in Deutschland - Vorkommen stellt bundesweite Vorkommensdatensätze gemäß den Vorgaben der INSPIRE Richtline Annex III Thema bereit. Die Vorkommensdaten wurden vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) zusammengestellt und mit den Vogelschutzwarten und Fachverbänden der Bundesländer abgestimmt. Die Vorkommensdaten wurden im nationalen Vogelschutzbericht 2019 nach Art. 12 der Vogelschutzrichtlinie der EU übermittelt. Für die Vorkommensdaten wurden Daten des Atlas deutscher Brutvogelarten (Gedeon et al. 2014), Angaben aus dem Internetportal www.ornitho.de sowie einzelne ergänzende Daten aus einzelnen Bundesländern zusammengeführt. Die Angaben sind methodisch unterschiedlich erhoben worden. Die Erhebungsdaten stammen aus dem Zeitraum 2005 – 2016. Der Dienst enthält keine Informationen zu sensiblen Arten.
Greifvögel stehen am Ende der Nahrungskette und reichern damit langlebige Schadstoffe besonders stark an. In einer Untersuchung von 17 Eiern verschiedener Greifvogelarten konnte die LUBW diverse Schadstoffe nachweisen. Diese werden zum Beispiel in Kosmetika oder als Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Die EU-Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit fordert eine verstärkte Überwachung von Chemikalien in der Umwelt und setzt sich als Teil des europäischen „Green Deals“ zum Ziel, bis 2050 eine schadstofffreie Umwelt zu schaffen. Dass es bis dahin noch ein Stück Weg zu gehen ist, zeigen die aktuellen Ergebnisse der Untersuchung. Mithilfe modernster Analysetechniken (wide-scope target screening) wurden insgesamt 17 im Nest verbliebene, abgestorbene Eier von Wanderfalke, Steinkauz und Uhu auf mehr als 2.400 Umweltschadstoffe untersucht. Um auch Umweltschadstoffe aufzuspüren, die derzeit nicht im Fokus der Aufmerksamkeit stehen, wurden die Proben zudem einem so genannten Verdachts-Screening unterzogen. Dies ermöglicht die Identifizierung von mehr als 65.000 Substanzen durch einen Vergleich der Massenspektren mit hinterlegten Datenbankeinträgen. Bild zeigt: Zwei Steinkauz-Jungvögel. Bildnachweis: VOLODYMYR KUCHERENKO/stock.adobe.com Durch die gezielte Untersuchung der Greifvogeleier auf bestimmte Substanzen wurden insgesamt 48 Verbindungen nachgewiesen, die folgenden Substanzklassen zuzuordnen sind: Pflegeprodukte, Pharmazeutika und deren Metabolite (28%), Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS, 24%), Pflanzenschutzmittel und deren Metabolite (PSM, 26%), Industriechemikalien (15%), Stimulantien (5%) und Konservierungsmittel (2%). Grafik zeigt: Prozentuales Vorkommen der in den 17 Greifvogeleiern gemessenen Substanzklassen. Bildnachweis: LUBW Die Verbindungen Perfluoroktansulfonsäure PFOS (wurde in der Vergangenheit vielfach als Imprägniermittel und Feuerlöschschaum verwendet), 4,4-DDE (Pestizid), Hexachlorbenzol (Pestizid) sowie die beiden Polychlorierten Biphenyle (PCB) 138 und 153 (chlorhaltige Industriechemikalien) wurden am häufigsten in den Greifvogeleiern nachgewiesen. Sie reichern sich im Organismus beispielsweise durch die Nahrung an (bioakkumulierend), sind beständig (persistent) und giftig (toxisch). Obwohl diese Verbindungen durch die Stockholm-Konvention (auch POP-Konvention) in der EU schon seit dem Jahr 2005 weitestgehend verbannt sind, kommen sie weiter in der Natur vor. Die gemessenen Konzentrationen lassen jedoch keine nachteiligen Effekte auf die Greifvögel erwarten. In den meisten Eiern wurde zudem die Verbindung Methylparaben gemessen, die als Konservierungsstoff in Kosmetika, Lebensmitteln und Pharmazeutika Verwendung findet. In manchen Organismen (Bakterien, Pflanzen, Insekten) wird sie auch natürlicherweise als Pheromon synthetisiert. Untersuchungen in Mäusen und Ratten zeigen, dass Methylparaben östrogenähnlich wirksam ist. Aufgrund der bislang fehlenden Datenlage zur Toxizität und hormonähnlichen Wirkung von Methylparaben auf Geifvögel kann bislang jedoch keine Einschätzung der Auswirkungen vorgenommen werden. Aufgrund ihrer Wirkung und dem Nachweis in fast allen untersuchten Greifvogeleiern sollte diese Verbindung jedoch zukünftig weiter untersucht werden. Durch das Verdachts-Screening wurden in den Greifvogeleiern 44 weitere Chemikalien detektiert. Diese standen zunächst nicht im Fokus der Aufmerksamkeit, besitzen jedoch das Potential, sich im Nahrungsnetz anzureichern. Einige dieser Verbindungen wurden in vielen Eiern und teilweise in höheren Konzentrationen detektiert. Aufgrund von schädlichen Substanzeigenschaften kann zum derzeitigen Kenntnisstand ein nachteiliger Effekt auf die Entwicklung der Greifvögel nicht ausgeschlossen werden. Die Substanzen werden vor allem als Industriechemikalien eingesetzt. Eine sichere Identifizierung und Quantifizierung dieser Verdachtssubstanzen kann jedoch nur anhand eines Referenzstandards erfolgen, was für nachfolgenden Untersuchungen vorgesehen ist. Das Wissen zu Risiken und möglichen chronischen Auswirkungen der im Verdachts-Screening ermittelten Substanzen auf wildlebende Tierarten hinkt den modernen analytischen Methoden noch hinterher. Die Untersuchung von Umweltproben mittels dieser Methodik zeigt insgesamt aber ein großes Potential für eine vorsorgende Schadstoffanalyse. Zudem ermöglicht sie es, die zunehmend komplexer werdende Belastungssituation aquatischer und terrestrischer Ökosysteme aufzuzeigen. Die hier vorgestellten Daten werden durch Einspeisung in internationale Datenbanken, wie zum Beispiel der NORMAN-Datenbank, der Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Damit werden aktuelle Bemühungen unterstützt, die Schadstoffaufnahme in Lebewesen in regulatorischen Prozessen zu berücksichtigen. Breitbandscreening von Umweltschadstoffen in Eiern verschiedener Greifvogelarten Schadstoffanreicherung in Wanderfalkeneiern aus Baden-Württemberg PFC in Böden und Übertritt in die Nahrungskette
Der INSPIRE Dienst Verteilung der Vogel-Arten (S) in Deutschland - Verbreitung stellt bundesweite Verbreitungsdatensätze gemäß den Vorgaben der INSPIRE Richtline Annex III Thema bereit. Die Verbreitungsdaten wurden vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) zusammengestellt und mit den Vogelschutzwarten und Fachverbänden der Bundesländer abgestimmt. Die Verbreitungsdaten wurden im nationalen Vogelschutzbericht 2019 nach Art. 12 der Vogelschutzrichtlinie der EU übermittelt. Für die Verbreitungsdaten wurden Daten des Atlas deutscher Brutvogelarten (Gedeon et al. 2014), Angaben aus dem Internetportal www.ornitho.de sowie einzelne ergänzende Daten aus einzelnen Bundesländern zusammengeführt. Die Angaben sind methodisch unterschiedlich erhoben worden. Die Erhebungsdaten stammen aus dem Zeitraum 2005 – 2016. Der Dienst enthält keine Informationen zu sensiblen Arten.
[Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] ©pixabay.com ©pixabay.com ©pixabay.com Generationsübergreifend erleben Streuobstwiesen 2 Vorwort Liebe LandFrauen, liebe Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer, Streuobst genießen heißt Vielfalt erleben und erhalten. Die Streuobstwiese ist einer der ar- tenreichsten Lebensräume Mitteleuropas. Ob Fledermaus, Steinkauz oder Grünspecht – in Streuobstwiesen finden allein in Rheinland- Pfalz über 400 seltene Arten einen Rückzugs- raum. Dazu sind schätzungsweise 1.700 Kernobstsorten hier zu finden. Viele dieser Sorten kommen nur regional vor. Die schönen für unsere Mittelgebirgslandschaften einst typischen Streuobstgürtel um Dörfer und Städte sieht man jedoch immer seltener. Mit ihnen verschwin- det auch das Wissen um die alten Obstsorten, um ihrenBroschüre zeigen, wie die wertvollen Streuobstwiesen Wert für Ernährung oder ihre Verwendung in der regio- nalen Küche. Ein unschätzbares Reservoir an biologi- scher und kultureller Vielfalt geht uns verloren. Erhalten bleiben Streuobstwiesen nur, wenn sie ge-gepflegt oder angelegt werden oder wie das Obst für Saft und leckere Gerichte genutzt wird. Dazu gibt es Projektanregungen und Aktionsideen rund um die ört- liche Streuobstwiese. pflegt und genutzt werden. Hier können auch Kitas und Schulen gemeinsam mit örtlichen StreuobstakteurenOb als Lernort oder Obstlieferant: Die wertvolle Streu- beitragen und in mehrfacher Hinsicht profitieren: So ist die Streuobstwiese ein idealer Lernort. Themenobstwiese wird genutzt und erhalten. Jede Aktion ist ein Beitrag zum Erhalt unserer Artenvielfalt und einer von Naturschutz über Landnutzung bis regionale Ent- wicklung und gute Ernährung werden hier praktisch erfahrbar. Streuobstprodukte können zudem wertvollenachhaltigen Entwicklung. Ergänzung der Kita- und Schulverpflegung sein. Die Landfrauen bieten mit Unterstützung unserer Lan-genussreiche Veranstaltungen, viele neue Anregungen und Projektideen. deskampagne „Aktion Grün“ generationsübergreifend Weiterbildung und Foren zur Vernetzung an. Die KurseUlrike Höfken für Erwachsene, Kinder und Jugendliche sowie dieMinisterin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünsche ich Inhalt Vorwort Steuobstwiesen generationsübergreifend erleben Vorwort Liebe Gäste, liebe LandFrauen, 2-3 Gruβwort Ulrike Höfken und Ilse Wambsganβ Einführung 4 Streuobstwiesen – bedrohter Lebensraum Streuobstwiesen anlegen Welche Obstsortem eignen sich Der richtige Schnitt Mundraub - kein Kavaliersdelikt Bäume schützen – aber wie? Wohin mit dem Obst? Konfitüren, Marmeladen und Gelees Ein Schnäpschen in Ehren ... Die richtige Lagerung Aktionsideen rund um Streuobstwiesen 9 11 12 18 19 20 21 24 24 ... Apfel, Birne & Co. ... zum Thema Flora und Fauna26 26 28 Streuobstinitiativen in der Pfalz Impressum30 31 Streuobst lecker zubereiten32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 Apfel-Pusch Apfel-Sellerie-Suppe mit Curry Birnen-Rote-Beete-Salat mit Walnüssen Lammragout mit Quitten Medaillons in Apfel-Meerrettich-Sauce Pflaumen-Chutney Kirschkonfitüre mit Rotwein Ofenschlupfer mit Kirschen Mirabellenkuchen Apfelbrot Quittenkonfekt/Quittenbrot Streuobstwiesen sind wertvoll – als Kulturgut unserer Region und mehr noch als Biotop. Denn auf einer Streuobstwiese leben bis zu 5.000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Ein Kleinod unserer Biodiversität, das uns Jahr für Jahr gesundes Obst liefert. Die Generationen vor uns habe ihre Streuobst- wiesen gepflegt und gehegt. Diese Tradition wollen wir gerne weiterführen – ebenso gene- rationsübergreifend, wie die Wiesen einst an- gelegt waren. Mit diesem Projekt, dessen Begleitbroschüre Sie gerade in den Händen halten, wollen wir den Streuobstwiesen wieder zu gesundem Leben verhelfen und Sie darin un- terstützen, sich für den Erhalt und für die Neuanlage von Streuobstwiesen einzusetzen. Hand in Hand mit der Natur dafür zu sorgen, dass die Vielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt weiter gedeiht. Diese Broschüre zeigt Ihnen, wie wertvoll Streuobstwie- sen für uns sind, wie wir sie anlegen und erhalten und nicht zuletzt, was wir mit dem anfangen, das uns die Natur im Gegenzug zurückgibt. Wir sprechen gleich mehrere Generationen an, Kinder und Jugendliche ebenso wie Erwachsene. Wir gehen mit unserem Vorhaben in KiTas und Schulen und hoffen auf Ihre Unterstützung darin, diesem Projekt und damit den Streuobstwiesen zu einer nachhaltigen Belebung zu ver- helfen. Ich wünsche Ihnen viel Freude dabei! Ilse Wambsganß Präsidentin 3 4 Einführung Streuobstwiesen – bedrohter Lebensraum Streuobstwiesen wurden lange Zeit vernach- lässigt oder verdrängt. Dabei verdienen sie eine neue Chance, weil kaum eine Fläche ei- nen so vielseitigen und immensen Nutzen für Mensch und Natur gleichermaßen bietet. Doch sehen Sie selbst. Streuobstwiesen waren einst ein lebendiger „Grüngürtel“ rund um Ansiedlungen. Häufig bildeten sie den Übergang von der Gemeinde in die Felder oder den benachbarten Wald. Scheinbar willkürlich eingestreute Obst- und Nuss- bäume hatten das ganze Jahr Hochsaison: Im Frühjahr mit einer weißen Blütenpracht, bei der die Bäume mit Wiesenschaumkraut und Schlüsselblumen wetteiferten. Im Sommer spendeten sie Schatten, in dem Kühe vor der Hitze Schutz suchen konnten. Die Saison der Kirsch- bäume als Klettergerüst begann, sobald die roten Frücht- chen die Kinder aus der Nachbarschaft anlockten. Im Herbst schließlich trug man körbeweise Äpfel, Birnen, Quitten und Pflaumen nach Hause und im Winter freute man sich über köstliche Marmeladen, Bratäpfel, Rum- töpfe oder Eingemachtes. Diese Idylle ist selten geworden. Die Landwirtschaft brauchte große Flächen, die sie mit Maschinen effizient bearbeiten konnte. Gewerbe- und Neubaugebiete breite- Einführung ten sich aus, neue Straßen entstanden. Die wachsenden Kommunen hatten großen Appetit auf Flächen und dem fielen viele Streuobstwiesen zum Opfer. Auch aus anderen Gründen verloren Streuobstwiesen an Attraktivität: zu arbeitsintensiv und zu wenig ma- schinenfreundlich. Der Rasen hat als komfortabel ge- zähmte Fläche rund um das Haus das bunte Treiben der Wiesen abgelöst. Für die adäquate Betreuung der Streuobstwiesen wollten sich immer weniger die Zeit nehmen. Doch mit der Vielfalt der Streuobstwiesen ging auch die biologische Vielfalt verloren. Der Baum- bestand, die Wiesen Vielfalt an Kleintieren, Insekten, an Kräutern, Gräsern und Blumen, all das drohte zu ver- schwinden. Das Bewusstsein für den Wert der Streuobstwiesen setzte erst vor wenigen Jahren wieder ein. Mit dem wachsenden Umweltbewusstsein gewinnen auch die 5
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 13 |
| Land | 25 |
| Weitere | 6 |
| Wissenschaft | 1 |
| Zivilgesellschaft | 2 |
| Type | Count |
|---|---|
| Daten und Messstellen | 2 |
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 6 |
| Lehrmaterial | 1 |
| Taxon | 3 |
| Text | 22 |
| Umweltprüfung | 1 |
| unbekannt | 10 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 26 |
| Offen | 11 |
| Unbekannt | 7 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 44 |
| Englisch | 1 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 1 |
| Bild | 7 |
| Datei | 6 |
| Dokument | 22 |
| Keine | 10 |
| Unbekannt | 1 |
| Webseite | 20 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 18 |
| Lebewesen und Lebensräume | 44 |
| Luft | 10 |
| Mensch und Umwelt | 43 |
| Wasser | 13 |
| Weitere | 37 |