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Stickstoffimmission und -deposition Baden-Württemberg 2020, Teil 3: Koordinierung und Praxistauglichkeit

Das Vorhaben koordiniert die in den Projekten 101 und 102 eingesetzten atmosphärenchemischen Modelle und sichert die Entwicklung eines praxistauglichen Verfahrens für die zeitliche und räumliche Korrektur von Ammoniakkonzentrations- und Stickstoffdepositionskarten. Angewendet werden soll das Verfahren insbesondere im Immissionsschutz, im Naturschutz, in der Landwirtschaft sowie beim Bau und Betrieb von Verkehrswegen.

Regionalisierung des Stickstoffüberschusses Baden-Württemberg

Der Stickstoffüberschuss der Landwirtschaft ist ein Kernindikator für die Stickstoffstrategie Baden-Württemberg. Ziel des Vorhabens ist, die besten verfügbaren bundes- und landesweiten Agrardaten zu den Stickstoffflüssen in der Landwirtschaft auszuwerten und den Stickstoffüberschuss zu berechnen. Das Vorhaben zielt zunächst darauf, die Gemeinden mit sehr hohen Stickstoffbilanzüberschüssen zu lokalisieren. Bilanzen für die Düngeberatung unterscheiden wegen der in der Agrarwirtschaft praktizierten 'Verlustabzüge' erheblich von Bilanzen für Fragen des Umwelt- und Naturschutzes. Klärend orientiert sich daher das Vorhaben an der vom BUND-LÄNDER-FACHGESPRÄCH STICKSTOFFBILANZ vorgelegten Typisierung. Die Stoffflüsse der ersten Hoftorbilanz auf Gemeindeebene in Baden-Württemberg müssen vor der Festsetzung der Kritischen Überschüsse (Critical Surplus) evaluiert und überprüft werden.

Critical Levels und Critical Loads Baden-Württemberg 2020, Teil CL1: Methoden- und Datengrundlagen der Stickstoffanleitung

Das Kernvorhaben zur Umsetzung des ersten Forschungswettbewerbs in StickstoffBW konkretisiert die Simple-Mass-Balance Methode und entwickelt eine Fachkonvention für die behördliche Festsetzung von Critical Level und Critical Loads (CL). Die Ergebnisse sollen die in 2014 veröffentlichte 'CL-Datenmappe' ablösen. Im Einzelnen sollen die Forschenden 1. eine Anleitung zur Ermittlung der Critical Levels und Critical Loads orientierend mit Karten und abschließend mit Anleitung (Ing. Regioplus Mainz) einschließlich 2. einer Kartieranleitung zur Differenzierung der Biotoptypen nach Empfindlichkeit gegenüber Stickstoffeinträgen (Breunig Karlsruhe) und 3. einer Analyse der historischen Grünlandnutzung als Orientierungshilfe für die Definition von Trophiezonen für den Viehbesatz und die Düngungsintensität erarbeiten (Ing. Hohenheim).

Stickstoffimmission und -deposition Baden-Württemberg 2020, Teil 2: Vergleichende Modellierung im nationalen Maßstab

Das Begleitvorhaben zum Projekt 101 analysiert die Abweichungen zwischen bundesweiten Modellierungen und Modellierungen im regionalen Maßstab. Das Projekt klärt, warum im Süden Deutschlands nach den PINETI-Projekten des UBA netto mehr reaktiver Stickstoff exportiert wird, als nach sonstigen Modellen. Detailfragen betreffen z.B. das Verhältnis nasse zu trockener und feuchter Deposition in Mittelgebirgen und den Kompensationspunkt für Ammoniak.

Critical Levels und Critical Loads Baden-Württemberg 2020, Teil CL5: Boden-Pflanzenanalysen und Herbarmaterial

Das grundlagenorientierte Vorhaben prüft in Kooperation mit Projekt 204 und 206 eine neue Methodik, um die kritischen N-Konzentration in der Bodenlösung (Ncrit) für verschiedene Pflanzenarten abzusichern. Für eine Fort-entwicklung des bislang angewendeten Flechte-Preiselbeer-Schemas, werten die Forscher bis zu 1.500 Pflanze-Boden-Paare aus wichtigen Lebensraumtypen (LRT) aus. Zu Grunde liegt ein Satz von Pflanzenarten mit hoher Bindung an die LRT. Die Analyse von Proxys der Bodenlösung im Wurzelraum dieser Arten soll es erlauben, die artspezifisch, realisierten Nischen der N-Konzentrationen in der Bodenlösung zu bestimmen. Durch die Analyse von Blattinhaltsstoffen wird ein Bezug zwischen den N-Gehalten in Pflanze und Boden hergestellt, mit dem historische Boden N-Gehalte an-hand von herbarisierten Pflanzen rekonstruiert werden sollen.

Instrumente und Maßnahmen zur Stickstoffreduktion im Rahmen der Stickstoffstrategie Baden-Württemberg

Der naturwissenschaftliche Kenntnisstand zur Stickstoffproblematik (StickstoffBW Projekte und andere) sowie der Rechtsrahmen und seiner Defizite zur Problembewältigung wird allgemeinverständlich für verschiedene Akteure zusammengefasst. Den Schwerpunkt bildet die Erarbeitung von rechtlichen Instrumenten und umsetzungsorientierten Maßnahmen, mit denen die Critical Levels, Loads und Surplus für Stickstoff im Verwaltungsvollzug operationalisiert werden können. Die Handlungsoptionen umfassen Rechtsinstrumente und Maßnahmen, die vom Baden-Württembergischen Gesetzgeber entweder selbst umgesetzt werden können oder von ihm auf Bundes- oder EU-Ebene angestoßen werden sollten.

Critical Levels und Critical Loads Baden-Württemberg 2020, Teil CL2: Datengrundlagen und FFH-Analysen

Für die Festsetzung von Critical Level und Critical Loads in Baden-Württemberg ist die Verwendbarkeit umfangreicher Datenbestände zu überprüfen. Das Begleitvorhaben zur Umsetzung von Projekt 201 bereitet zunächst die verfügbaren Daten zu Vegetations- und Bodenaufnahmen, Biotop- und Lebensraumtypen, N-empfindlichen Pflanzenarten, Erhaltungszuständen und Langzeit-Feldversuchen übersichtsartig auf. Unter Beachtung der Nährstoffzufuhr durch Düngung werden zunächst die flächenmäßig bedeutsamen LRT Magere Flachland-Mähwiesen (6510) und Kalk-Magerrasen (6210) vertieft untersucht und Monitoring-Referenzflächen angelegt. Geplant ist, weitere im Land auch nur lokal vorkommende besonders N-empfindliche Lebensraumtypen zu bearbeiten. Dabei sollen neben den höheren Pflanzen auch N-empfindliche Flechten und Moose in die Analysen einbezogen werden.

Critical Levels und Critical Loads Baden-Württemberg 2020, Teil CL6: Bilanzen der 1950er und 2010er Jahre

Das grundlagenorientierte Vorhaben sichert in Kooperation mit Projekt 204 und 205 die kritische N-Konzentration in der Bodenlösung (Ncritt ) für stickstoffsensitiven Waldgesellschaften Baden-Württembergs ab. Das Projekt verfolgt drei Teilziele: 1. Empirische Ableitung von Ncrit anhand aktueller Vegetationsaufnahmen entlang eines Stickstoffsättigungsgradienten, 2. Ableitung von Ncrit aus der SMB-Bilanz für den Zeitraum 2008-2017 aus gemessenen/geschätzten Boden-, Depositions- und Vegetationsdaten und 3. Ableitung von Ncrit aus der SMB-Bilanz für die 1950er Jahre. Aus den Ergebnissen der Projekte 201 bis 206 sollen durch ein Expertengremium pflanzenartspezifische Ncrit-Werte als Grundlage für die Berechnung der Critical Loads abgeleitet werden (Neufassung des Flechte-Preiselbeer-Schemas).

Stickstoffimmission und -deposition Baden-Württemberg 2020, Teil 4: Depositionsmessungen im Wald

Das Begleitvorhaben zur Umsetzung von Projekt 101 gewinnt Grunddaten, um die Depositionsmodelle zu kalibrieren (Kronenraumbilanz an 18 Referenzstandorten). Das gleitende 5-Jahresmittel an den Referenzstandorten ist ein Kernparameter der Stickstoffstrategie Baden-Württemberg. Mit Abschluss der Modellentwicklung soll die räumliche Verteilung des von der FVA Baden-Württemberg gegründeten Messnetzes im Hinblick auf die sonstigen Luftmessdaten und künftige Modellanforderungen optimiert werden.

Stickstoffimmission und -deposition Baden-Württemberg 2020, Teil 1: Modellierung im regionalen Maßstab

Das Kernvorhaben zur Umsetzung des ersten Forschungswettbewerbs in StickstoffBW verfeinert und aktualisiert die als Interimslösung gültigen Ammoniakkonzentrationskarte und die Stickstoffhintergrunddepositionskarte für Baden-Württemberg. Das Projekt präzisiert die wichtigen Elemente Netto-Export, Kompensationspunkt und Kronenraumbilanz. Für Ammoniak wird eine in der Schweiz praktizierte, gut nachvollziehbare Methode eingesetzt.

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