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Qualitaetssteigerung der Getrenntsammlung von Bioabfaellen in Ballungsgebieten zur Erhoehung der Kompostqualitaet und Sicherung einer oekologischen Kreislaufwirtschaft - Foerderschwerpunkt Bioabfallverwertung

Ziel des Vorhabens ist es, Einflussfaktoren auf Stoerstoffeintrag zu ermitteln und darauf aufbauend ein verallgemeinerungsfaehiges Handlungskonzept fuer eine zielgerichtete und differenziert gefuehrte Oeffentlichkeitsarbeit zu erstellen. Die Erschliessung neuer Moeglichkeiten der Einflussnahme durch Anwendung professioneller neuartiger Methoden der Oeffentlichkeitsarbeit durch Einsatz von auf bestimmte Bevoelkerungsgruppen ausgerichtete Medien ist der Schwerpunkt des Vorhabens. Die Untersuchungen finden in der Stadt Chemnitz statt. Der Anteil an Stoffen, die nicht in die Biotonne gehoeren, betraegt durchschnittlich 1 Masse-Prozent. Den ueberwiegenden Stoerstoffanteil bilden Kunststoffe mit einem geringen spezifischen Gewicht. Befragungsergebnisse zeigen, dass zur Bioabfalltrennung lnformationsdefizite vorliegen. Der Erfassungsgrad liegt in Grosswohnanlagen im Durchschnitt bei 34 Prozent und ist verbesserungsbeduerftig. Gegenwaertig wird das nunmehr erarbeitete vorlaeufige Konzepte der Oeffentlichkeitsarbeit in Einzelmassnahmen getestet.

Einsatzmoeglichkeiten von kationisierten Zellstoffen als umweltfreundliche Papierhilfsmittel

Ziel des Forschungsvorhabens ist die Untersuchung der heterogenen Kationisierung von Cellulosefasern und deren Eignung als umweltfreundlichem Papierhilfsmittel. Verschiedene Tatbestaende in der Papierindustrie, wie z.B. die Umweltproblematik, steigende Papiermaschinengeschwindigkeiten, Stoerstoffbelastung der Betriebswaesser, niedrigere Flaechengewichte etc. fuehrten schon zu Beginn der achziger Jahre zu Ueberlegungen, chemisch modifizierte, kationische Zellstoffe als Papierhilfsmittel zur Erhoehung der Fuellstoff- und Staerkeretention einzusetzen, da sie unter bestimmten Bedingungen effektiver sind. Um einen Einsatz kationischer Zellstoffe bei der Papierherstellung rentabel zu gestalten, muss die Kationisierungsreaktion optimiert werden, indem z.B. eine Reaktion der Kationisierungsreagenzien im Inneren der Faser weitgehend vermieden, der Umsatz an der Faseroberflaeche jedoch moeglichst hoch gestaltet wird. Dies wurde durch Verwendung bestimmter Katalysatoren und neuer Reaktionsmethoden versucht. Des Weiteren wurde untersucht, ob die Kationisierung in den Bleichprozess eingebunden werden kann, um so einen zusaetzlichen technologischen Schritt zu vermeiden. Mit einer von drei Kationisierungsmethoden konnten hohe Oberflaechenselektivitaeten erreicht werden. Die Kationisierung von Zellstoffasern kann zu erheblichen Einsparungen von Mahlenergie fuehren, da waehrend der Reaktion eine chemische Mahlung stattfindet. Mechanische Festigkeiten von Papier koennen mit Hilfe kationischer Zellstoffe erhoeht werden. Kationische Zellstoffe adsorbieren Stoerstoffe z.T. besser als handelsuebliche Stoerstoffaenger und koennten diese somit effektiv aus dem Kreislaufwasser einer Papierfabrik entfernen. Die sog. Verhornungsneigung von Zellstoffen wird durch die Kationisierung vermindert, was zu verbesserter Recyclierbarkeit kationischer Zellstoffe fuehren koennte.

Aufbereitung von Altfluxen aus Feuerverzinkereien

Um einen qualitativ hochwertigen Zinkueberzug zu erzielen, werden die Werkstuecke vor dem Feuerverzinken mit einer Flussmittelloesung behandelt. Das Fluxbad ist eine waessrige Salzloesung, die im allgemeinen Zink- und Ammoniumchlorid enthaelt. In der Fluxloesung reichern sich durch Verschleppungen aus vorangehenden Behandlungsbaedern stoerende Stoffe an. Von Bedeutung ist dabei vor allem das eingeschleppte Eisen aus den Beizbaedern, das zu Qualitaetseinbussen bei der Verzinkung und zu Zinkverlusten (Hartzinkbildung) fuehrt, was entsprechende wirtschaftliche Verluste nach sich zieht. Verunreinigte Flussmittelbaeder muessen daher regelmaessig ausgetauscht werden, wobei der zum Austausch fuehrende Eisengehalt in den Betrieben der Feuerverzinkungsindustrie in weiten Bereichen schwankt (40 bis groesser 80 g/l). Sofern die Altfluxe einer Verwertung zugefuehrt wurden, konnte in der Vergangenheit nur ein geringer Teil der Inhaltsstoffe zurueckgewonnen werden, waehrend der ueberwiegende Anteil als Sonderabfall entsorgt werden musste. Die Th. Goldschmidt AG hat nun ein Verfahren entwickelt, mit dem die in den Altfluxen enthaltenen Wertstoffe praktisch vollstaendig zurueckgewonnen und die Stoerstoffe - vor allem Eisen und organische Verunreinigungen - quantitativ abgetrennt werden koennen. Mit diesem Verfahren erhaelt man aus den Altfluxen eine neuwertige Flussmittelloesung, die in den Verzinkereien wieder eingesetzt wird (Kreislauffuehrung durch externe Aufbereitung). Die Verunreinigungen werden zerstoert (Organik) bzw. in einem Faellungsschlamm aufkonzentriert, dessen Mengenaufkommen und Gefaehrdungspotential gegenueber der alten Verfahrensweise bedeutend geringer sind. Aus prozesstechnischen Gruenden kann das neue Verfahren nur Altfluxloesungen mit Eisengehalten bis zu 20 g/l verarbeiten. In der Praxis werden die Altfluxe in den Feuerverzinkereien jedoch meist erst bei wesentlich hoeheren Eisengehalten verworfen (groesser 80 g/l), so dass die neue Verfahrensweise zu einer deutlich hoeheren Austauschhaeufigkeit fuehrt. Neben der Quantifizierung der oekologischen Vorteile erfolgte im Rahmen des Vorhabens deshalb vor allem die Untersuchung der wirtschaftlichen Auswirkungen der neuen Verfahrensweise auf die Feuerverzinkereien.

Reduzierung der Stoerstoffanteile unter Beruecksichtigung von Beratungsmassnahmen, Erfassungssystemen und Wirtschaftlichkeit bei der Bioabfallsammlung - Sozialwissenschaftlicher Untersuchungsteil

Die Ziele dieser Untersuchung sind die Ermittlung von effektiven sozialwissenschaftlichen und abfallwirtschaftlichen Massnahmen zur Minimierung der Stoerstoffanteile im Bioabfall sowie zur Erhoehung der erfassten Bioabfallmengen. Der Untersuchungsschwerpunkt liegt dabei in der verdichteten Bebauung (Mehrfamilien-/Hochhausbebauungen), da gerade in diesen Strukturen in der Regel groessere Probleme hinsichtlich des Stoerstoffgehaltes sowie geringere Erfassungsquoten zu verzeichnen sind. Es werden unterschiedliche Varianten zur Erreichung der Ziele untersucht und unter sozialwissenschaftlichen und abfallwirtschaftlichen Aspekten hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit und Effizienz bewertet.

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